Gastgewerbe Gedankensplitter



Dienstag, August 31, 2004

Weniger Umsatz im Thueringer Gastgewerbe im 1. Halbjahr 2004 - besonders die Gaststaetten betroffen.

Die Unternehmen des Thüringer Gastgewerbes erzielten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im 1. Halbjahr 2004 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen 5,8 Prozent weniger Umsatz als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 6,4 Prozent. Das Thüringer Gastgewerbe konnte in keinem der ersten sechs Monate 2004 das entsprechende Vorjahresergebnis erreichen.

Der Umsatzrückgang fiel in Thüringen höher aus als im bundesweiten Durchschnitt. Die Gastgewerbeumsätze in Deutschland lagen im 1. Halbjahr 2004 nominal um 1,3 Prozent und real um 2,0 Prozent unter dem Ergebnis der ersten sechs Monate 2003.

Vom Umsatzrückgang waren alle drei Branchen des Thüringer Gastgewerbes betroffen:
  • Im Beherbergungsgewerbe wurde in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nominal 3,5 Prozent und real 3,9 Prozent weniger umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.
  • Bei den Kantinen und Caterern betrug das Minus nominal 4,7 Prozent und real 5,9 Prozent.
  • Die höchsten Umsatzeinbußen meldete das Gaststättengewerbe. Nominal wurden hier 7,7 Prozent und real 8,4 Prozent weniger umgesetzt.
Auch der Abbau von Arbeitsplätzen setzte sich weiter fort. Im Durchschnitt der ersten sechs Monate dieses Jahres sank die Anzahl der Beschäftigten im Thüringer Gastgewerbe um 0,8 Prozent. Während 11,0 Prozent mehr Personen auf Teilzeitbasis beschäftigt wurden, gingen 6,1 Prozent der Vollzeitarbeitsplätze verloren. (Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

Sonntag, August 29, 2004

Kein Haar in der Suppe.

Prof. Karl Born war langjähriger Deutschland-Chef der TUI und ist jetzt Professor fuer Tourismuswirtschaft an der Hochschule Harz in Wernigerode. Er erfreut eine stetig wachsende Fangemeinde jede Woche mit seinem montäglichen Kommentar zum aktuellen Geschehen in der Welt, speziell in der Tourismuswirtschaft. Am 28. August ist er auf die Frage eingegangen, "was die Reisebürobranche von Coiffeur Udo Walz lernen kann". Auch Gastronomen können von Udo Walz (und einigen anderen Friseuren) jede Menge lernen.

NGG wiederholt Forderung nach Mindestlohn.

Seine altbekannte Forderung nach einem branchenübergreifenden Mindestlohn von 1.500 Euro hat der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuß und Gaststätten Franz-Josef Möllenberg wiederholt: "Streit um Mindestlohn spaltet das Arbeitnehmerlager", in: Die Welt am Sonntag vom 29. August 2004.

Eigentlich ist zum Thema Mindestlohn bereits alles gesagt. Daß ausgerechnet die schwächste Gewerkschaft mit einem Organisationsgrad, der den Wahlprognosen für die SPD in Sachsen ähnelt, derart die Fresse aufreißt, ist schon verwunderlich.

Betriebswirtschaftlich spricht aus der Hinwendung zu gesetzlichen Regelungen und der Ausrichtung auf kleine und mittlere Unternehmen eher die schiere Verzweiflung. Die "Dienstleister" unter den Gewerkschaftsfunktionären setzen auf technokratische Modernität: Eine Ausgeburt von Sekretärsmentalität, die hofft, auch künftig gebraucht zu werden, wohl wissend, daß es bessere Rechtsberater gibt als ehemalige Jugendsekretäre, daß die Flucht in Abgeordnetenmandate nur für wenige eine realistische Chance darstellt und angestrebte Ersatzjobs in der öffentlichen Verwaltung von Personaleinsparungen und in öffentlichen Unternehmungen durch Privatisierungen bedroht sind:
  • Die Kosten der externen Betreuung von Mitgliedern sind hoch, da es in kleinen und mittleren Unternehmen nur wenige Betriebsräte gibt und diese in den seltensten Fällen freigestellt sind.
  • Die Kosten der Betreuung von neuen, ungeschulten, nicht freigestellten Betriebsräten durch externe Funktionäre sind hoch. Ob Arbeitsgerichte akzeptieren werden, daß kleine Unternehmen verhältnismäßig hohe Beträge für externe Schulungen, Beratungen erstatten müssen, bleibt abzuwarten.
  • Neue Mitglieder können nur mit erheblichem Aufwand gewonnen werden, weniger durch eine direkte, persönliche Ansprache als über die Massenmedien oder -mailings. Erstaunlicherweise haben sich die Gewerkschaften darüber selbst noch keine Gedanken gemacht, zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Die Erfahrungen mit der Bank für Gemeinwirtschaft, der Neuen Heimat, der Coop, Büchergilde Gutenberg und der Volksfürsorge sprechen dafür, daß Gewerkschaften nicht in der Lage sind, Organisationen zu steuern, bei denen es darauf ankommt, eine große Anzahl von Transaktionen kostengünstig abzuwickeln.
  • Weniger als 5 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder sind unter 25 Jahren alt. Der typische NGG-Gewerkschaftsfunktionär ist über 50 und freut sich auf den Ruhestand. Er hat die Volksschule besucht, faßt keinen PC an und denkt bei "Hamburger" an St. Pauli, als gelerntem Metzger klebt ihm noch das Blut an den Händen und den Kontakt zu Ausländern vermeidet er am liebsten auch während seines jährlichen Spanien-Pauschalurlaubs. Wie soll er junge Menschen, vielfach Schüler und Studenten oder gar Ausländer, gewinnen und betreuen? Und junge Gewerkschaftssekretäre kann die NGG nicht einstellen in Zeiten, in denen die sinkenden Beitragseinnahmen erzwingen, Funktionäre abzubauen.
  • Neue Mitglieder werden in den Unternehmen isoliert sein und unter Druck geraten. Sie entstammen zudem in der Regel einem Milieu, für das es alles andere als selbstverständlich ist, Gewerkschaftsmitglied zu werden.
  • Die durchschnittlichen Jahresbeiträge von Teilzeitbeschäftigten sind gering. Der Monatsbeitrag bei einem 400 Euro-Job deckt nicht einmal die variablen Verwaltungskosten der NGG. Aus diesem Grund weigern sich Gewerkschaften, Arbeitslose als Mitglieder aufzunehmen und geraten durch den steigenden Anteil von Rentnern mit verringerten Beiträgen unter zusätzlichen Druck.
  • Die Fluktuation in gastronomischen Unternehmen liegt bei rund 60% pro Jahr. Zudem scheiden vergleichsweise viele Mitarbeiter aus der Branche aus oder (vorübergehend) aus dem Erwerbsleben oder verlassen Deutschland.
  • Der Ausländeranteil ist hoch, woraus sich zusätzliche, erhebliche Kosten fremdsprachlicher Betreuung ergeben.
  • Ein besonderes Kostenrisiko erwächst den Gewerkschaften aus vermehrten Arbeitsprozessen: Kleinunternehmer sind nicht nur rechthaberischer als angestellte Manager, ihnen mangelt es oft auch an arbeitsrechtlichem Sachverstand und an einer unternehmensinternen Beratung durch eine Personalabteilung. Die Hoffnung der NGG, die Zahl der Arbeitsprozesse werde sich durch mehr Betriebsräte verringern, trügt.
  • Kandidaten für Betriebsräte in Unternehmen, die noch keinen Betriebsrat haben, müssen auf Kosten der Gewerkschaften geschult werden, ohne daß die Kosten auf das Unternehmen abgewälzt werden können (vergleiche das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Kleinbetriebsprojekt der IG Bau).
Anders ausgedrückt: Gewerkschaftsmitglieder in Kleinunternehmen zeichnen sich aus durch einen kleinen Customer Life Time Value, hohe Kosten der Acquisition und eine niedrige Wiederkaufrate. Erstaunlicherweise haben die Gewerkschaften noch nicht gemerkt, daß bei kleinen und mittleren Unternehmen der Gastronomie der durchschnittliche Mitgliedsbeitrag die Kosten der personalintensiven, persönlichen Betreuung nicht deckt, so daß ihre Verluste um so höher werden, je mehr Mitglieder sie gewinnen. Zumindest dies haben sie mit der New Economy gemein.

Persönliche Lebensgeschichte eines Barkeepers als Marketinginstrument.

Burkhard Schneider empfiehlt die Bar New Morning in Frankfurt am Main: "Persönliche Lebensgeschichte eines Barkeepers als Marketinginstrument", in: MEX Blog vom 27. August 2004.

Freitag, August 27, 2004

Den Missbrauch verhindern.

Vor sechs Jahren formulierte der damalige SPD-Vorsitzende Oskar Lafontaine auf dem SPD-Parteitag unter der Kapitelüberschrift "Den Mißbrauch verhindern" seiner programmatischen Rede Positionen zur Reform der Sozialversicherung, die er heute zusammen mit IG Metall, Neonazis, Ver.di und PDS verteufelt. Lesen Sie mehr darüber in dem Artikel "Oskar macht Dampf" von Thomas Hanke, in: Die Zeit Nr. 45/1998.

In ihrer September-Ausgabe macht sich "Cicero - Magazin für politische Kultur" über Oskar Lafontaine lustig und veröffentlicht einen ihm zugeschriebenen, satirischen Zehn-Punkte-Plan zur Rettung Deutschlands: "So rette ich Deutschland". Besondes amüsiert habe ich mich über den angeblichen Vorschlag einer "Berufungspolitik für die Lehrstühle der Volkswirtschaft, die die Vorherrschaft der Irrlehre der Supply-Side Economics bricht".

Vorstellung oberfraenkischer Biere in Hamburg.

Am Montag, 27. September 2004, ab 17 Uhr, stellt die Kampagne für Gutes Bier e.V. in Hamburg zehn oberfränkische Brauereien und ihre Biere vor. Der Eintritt in die Gaststätte Factory, Hoheluftchaussee 95, 20353 Hamburg, ist frei.

Ich freue mich natürlich darüber, daß mein Schwärmen über die Biere aus und um Bamberg bis nach Hamburg gedrungen ist.

Mittwoch, August 25, 2004

Der erste Federweisse ist da.

In der Pfalz und Rheinhessen hat die Traubenlese für den frischen Herbstgenuss in dieser Woche begonnen. "Die Trauben der sehr frühreifen Sorten wie Ortega, Huxel- und Siegerrebe sind vieler Orts schon reif genug, um in den nächsten Tagen als erster Federweißer den nahenden Herbst anzukündigen", informiert Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts (DWI). Und auch in den übrigen deutschen Weinbaugebieten wird diese Spezialität nicht mehr lang auf sich warten lassen. "Die Lese der Rebsorten, die für die eigentliche Weinbereitung bestimmt sind, wird je nach Wetterentwicklung erst in der zweiten Septemberhälfte beginnen. Deutschlands meistangebaute Rebsorte Riesling reift oftmals sogar über den ganzen Oktober bis in den November hinein", erläutert Armin Göring.

Federweißen frisch genießen

"Federweißer" - je nach Anbaugebiet auch "Bitzler", "Sauser", "Rauscher" oder "Brauser" genannt - ist ein Traubenmost auf dem Weg zum Wein. Beim Angären treten in den Fässern Hefen mit dem frischen Most in Aktion. Sie wandeln den Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure um, wobei sich der Most weißlich färbt. Seine naturtrübe Farbe erinnert an tausend wirbelnde Federchen im Glas, daher auch der Name "Federweißer". Schmeckt Federweißer zunächst sehr süß wie prickelnder Traubensaft, wird er mit fortschreitender Gärung zunehmend trockener und alkoholreicher.

Federweißer sollte frisch getrunken werden - am besten natürlich auf den Weinfesten oder direkt vom Winzer. Dort bekommt man ihn meist trinkfertig, d.h. mit dem optimalen Traubenzucker/Alkohol-Verhältis angeboten. Will man ihn erst später genießen, kann er im Kühlschrank auch einige Tage aufbewahrt werden. Mittlerweile ist der Federweiße bundesweit als saisonales Produkt in der Gastronomie wie auch im Lebensmittel- und Weinfachhandel sehr populär. In die Supermärkte wird er von den Winzern und Kellereien in der Regel gekühlt als unvergorener, süßer Traubenmost geliefert. Nach dem Einkauf empfiehlt es sich daher, ihn zunächst einmal zu probieren. Ist er noch zu süß, kann man ihn bei Zimmertemperatur in Gärung kommen lassen und regelmäßig - möglichst einmal pro Tag - verkosten. Wenn er schließlich richtig gut schmeckt, heißt es: Sofort genießen.

Hefekur für Haut und Haare

Auf dem Höhepunkt der Gärung enthält der entstehende Wein viele aktive, lebende Hefezellen. Vor allem die Vitamine B 1, B 2 und B 6 sind in nennenswerten Mengen nachweisbar. Diese wertvollen Aufbau- und Funktionsstoffe für Körper, Nerven, Haut und Haare stammen teilweise aus den Trauben selbst, zum Teil entstehen sie aber auch erst durch den Stoffwechsel der Hefen. Dadurch ist der Federweiße reicher an Vitaminen als der unvergorene Traubensaft.

Mediziner loben auch seine blutreinigende und verdauungsfördernde Wirkung. Die Kombination aus Hefen, Traubenzucker und Trubstoffen aktivieren den Magen-Darm-Trakt und haben dadurch eine entschlackende Wirkung. Sein "bitzelnder" Geschmack am Gaumen macht den Federweißen beliebt als erfrischendes und belebendes Getränk. Zudem enthält er bereits viele Geschmackseigenschaften des neuen Weinjahrgangs.

Ideal zu deftigen Speisen

Der Federweiße gehört zum Herbst wie der Zwiebelkuchen und geröstete Esskastanien. Ideal passt er auch zu gebuttertem Laugengebäck, Lauchtorte oder zu Leberwurst mit heißen Pellkartoffeln, denn Federweißer braucht eine deftige Unterlage. Doch Vorsicht: So gut er auch schmeckt, er hat es in sich. Je nach Körperkonstitution und Gewicht sind ein bis zwei Viertel eine gute Orientierung, um nicht von seiner Wirkung überrascht zu werden. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Wein-Instituts).

Mehr zum Thema Federweißer.

Deutscher Chianti.

Der Klimawandel führe nach Meinung von Geologen zu einer Nordverschiebung der in Europa anbaubaren Weinsorten, berichtet die dpa, u.a. veröffentlicht von der Schwäbischen Zeitung am 23. August 2004: "Wissen: Klimawandel verändert Weinqualität".

Deutscher Fachverlag und Matthaes Verlag konzentrieren Know-how.

Die gastgewerblichen Fachtitel des Deutschen Fachverlags, Frankfurt am Main, und des Stuttgarter Matthaes Verlags werden zu einer Fachmedien-Gruppe für Hotellerie, Gastronomie und Catering zusammengefasst.

Ziel ist es, die einzigartige mediale Fachkompetenz zu bündeln, das Know-how beider Verlage zu konzentrieren und die Kompetenz der Allgemeinen Hotelund Gaststätten-Zeitung (AHGZ) als führende Wochenzeitung der Branche zu stärken. Das übergreifende Marketing-Motto lautet künftig: "The best of both".

Der Deutsche Fachverlag (dfv) hatte sich mit Wirkung vom 1. April 2004 mehrheitlich am Matthaes Verlag beteiligt. (Wir hatten darüber bereits am 3. Mai 2004 berichtet: "Konzentration deutscher Fachverlage für das Gastgewerbe.") Mit der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung (AHGZ) und weiteren Spezialzeitschriften gehört der Stuttgarter Verlag zu den führenden gastgewerblichen Fachzeitschriftenverlagen in Deutschland.

Die AHGZ ist mit verstärkter Redaktion und professionell ausgebautem Marketing die auflagenstärkste europäische Wochenzeitung deutscher Sprache für Hotellerie und Gastronomie. Der Titel ist mit einer verkauften Auflage von fast 20.000 Exemplaren zudem "Alleiniges offizielles Organ des DEHOGA Bundesverbandes".

Der bisher vom Deutschen Fachverlag herausgegebene Titel Der Hotelier ergänzt künftig als sechsmal jährlich erscheinendes Magazin die AHGZ. Alternierend erscheint der neu entwickelte Titel Der Gastronom, der sich auf rein gastronomische Themen konzentriert und ebenfalls der AHGZ als Magazin beigelegt wird. Die bisherige Monatsbeilage Hotel Restaurant/Welt der Gastlichkeit der AHGZ wird künftig thematisch in die beiden Magazine integriert. Der geplante Relaunch wird die langjährige, umfassende mediale Kompetenz der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung im Bereich der Hotellerie und Gastronomie stärken. Äußerlich wird die Zeitung ihrem Führungsanspruch mit einem modifizierten Layout gerecht werden.

Zur Fachmesse Hogatec im September 2004 in Düsseldorf wird der Branche eine optisch aufgewertete AHGZ präsentiert.

Ein Herausgeberbeirat wird Ulrich Jungk, Chefredakteur der AHGZ, unterstützen. Neben Hugo Matthaes, Geschäftsführer und Mitgesellschafter des Matthaes Verlages, liefern Rainer Schulte Strathaus verlegerisches Know-How und Gretel Weiß fachliche Kompetenz, die beide schon seit über 25 Jahren erfolgreich für den Deutschen Fachverlag einbringen. So trägt Rainer Schulte Strathaus die redaktionelle und kaufmännische Gesamtverantwortung für die fleischwirtschaftlichen Fachtitel mit der Wochenzeitung afz - allgemeine fleischer zeitung und der Monatszeitschrift Fleischwirtschaft, Gretel Weiß gibt die Wirtschaftsfachzeitschriften gv-praxis, food service und FoodService Europe & Middle East gesamtverantwortlich heraus. Alle Titel gelten in ihren Branchen seit langem als marktführend.

Für die Verlagsleitung der AHGZ zeichnen in Stuttgart (Matthaes Verlag) Dr. Clemens Knoll und in Frankfurt/M. (Deutscher Fachverlag) Florian Fischer verantwortlich.

Der Deutsche Fachverlag mit Sitz in Frankfurt am Main ist eines der großen unabhängigen Fachzeitschriftenunternehmen in Deutschland mit mehr als 90 Fachzeitschriftentiteln aus 12 Wirtschaftsbereichen, einem großen Onlineund Buchprogramm sowie Tochtergesellschaften in vielen Ländern Europas. Unter anderem sind drei Zeitschriftentitel des Frankfurter Verlages ? Lebensmittel Zeitung, Textil- Wirtschaft und HORIZONT ? im Ranking der umsatzstärksten Fachzeitschriften unter den ersten 10 vertreten, wobei die Lebensmittel Zeitung Platz 1 belegt.

Im Feld der gastronomischen Fachpublikationen verlegt der Deutsche Fachverlag in monatlicher Erscheinungsweise die gv-praxis, die führende Wirtschaftsfachzeitschrift für Gemeinschaftsverpflegung / Catering, sowie für den deutschsprachigen Markt food service, das führende Fachblatt für professionelle Gastronomie. Food Service Europe & Middle East, die jüngste Neuerscheinung, richtet sich in englischer Sprache an den gesamten europäischen Markt sowie den Mittleren Osten. In Tochtergesellschaften in Warschau, Prag und Budapest erscheinen gleichnamige Titel für die jeweiligen Märkte, in Österreich verlegt die Gruppe die Österreichische Hotel- & GV-Praxis sowie die Zeitschrift Hotel & Touristik. Eine englischsprachige Version von food service für den ostasiatischen Markt wird erwogen.

Die Kernaussage der neu gebündelten Gesamtkompetenz beider Verlage lautet: wöchentliche Aktualität und monatliche Tiefe - alles aus einer Hand. Die Fachmedien- Gruppe mit dem Wochentitel AHGZ, den Monatsmagazinen Der Hotelier und Der Gastronom sowie den Spezialtiteln food service und gv-praxis bietet den Lesern der gesamten Gastgewerbebranche umfassendste berufsrelevante Fachinformationen von hoher journalistischer Qualität.

Die Konzentration des fachlichen Know-hows stärkt zudem die anerkannte Qualität der Titel als Werbeträger. (Quelle: Pressemitteilung der Matthaes Verlags GmbH).

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Buergerversicherung: gescheitert.

Über die sozialdemokratische Wahlkampfklamotte "Bürgerversicherung" habe ich mich schon früh (im lezten Jahr) in diesem Blog mehrfach geäußert:Jetzt ist das Projekt der Langzeitmandatslosen Andrea Nahles, die sich zwar zu Höherem berufen fühlt, aber von den Wählern bei der letzten Bundestagswahl aus dem Parlament geschmissen worden ist, kläglich gescheitert: "Exklusiv: SPD stolpert über Einheitskasse" von Timo Pache, in: Financial Times Deutschland vom 25. August 2004.

Gastrosophische Blogs.

Blogosfear hat eine Linksamlung von Genuß- und Lifestyle-Blogs zusammengestellt (per Hinweis von Robert Chromow).

Montag, August 23, 2004

Virtuelle Buchtournee.

Virtuelle Lesereisen (so meine Übersetzung von "virtual book tours") sind für Deutschland noch ganz was Neues. Ein Autor stellt sein Werk, sein druckfrisches Buch mehrere Tage lang jeden Tag in einem anderen Weblog vor. Er kann dort z.B.
  • Auszüge seines Buches als Text einstellen oder vorlesen (per Audio-Datei oder Video-Datei)
  • Fragen des Blog-Redakteurs zu seiner Person und seinem Werk beantworten oder Fragen der Leser, die ihm per eMail oder Kommentareintrag im Blog vorab oder am selben Tag gestellt werden.
Eine Variante, die nur online möglich ist, weil man nur so zur gleichen Zeit an mehreren "Orten" präsent sein kann (von Video-und Audio-Übertragungen mal abgesehen) ist die "invasion virtual book tour": der Autor ist zeitgleich in mehreren Blogs präsent.

In den USA bietet die Website Virtual Book Tour die Organsation von virtuellen Lesereisen Verlagen als kommerzielle Dienstleistung an:
  • Die Zielgruppe wird festgelegt.
  • Blogs werden ausgewählt und angeworben (meist 7 bis 10).
  • Ein Tour-Dossier wird erstellt, eine Art Reiseführer.
  • Es wird sichergestellt, daß der Autor und der Betreiber des Blogs den ganzen Tag (oder eine bestimmte Zeitdauer von mehreren Stunden) verfügbar sind.
Am 21. September wird die erste deutsche Virtual Book Tour hier in diesem Blog starten. Mehr darüber im Blog "Werbung mit kleinem Budget" des Autors Bernd Röthlingshöfer.

Wenn Sie als Autor oder Verleger mehr über dieses Konzept wissen möchten und sich fragen, ob es auch für Ihr Buch bzw. Ihren Verlag taugt, fragen Sie mich einfach: webmaster@abseits.de.

Samstag, August 21, 2004

Blogpulse.

Intelliseek's Blogpulse.com analysiert täglich Schlüsselthemen und -begriffe sowie Links zur Demonstration der Leistungsfähigkeit seiner kommerziellen Software zur Marktforschung (vía "Intelliseek will Firmen Blog-Durchblick bringen", in: Computerwoche vom 21. August 2004).

Zur Demonstration habe ich einmal mit dem Blogpulse Trend Tool das Vorkommen der Wörter McDonald, Burger King und Wendys in Blogs ermitteln lassen. Angezeigt wird, in wieviel Prozent aller Blogs in den letzten Wochen die Suchbegriffe vorkommen.

Weitere Beispiele

Freitag, August 20, 2004

Kneipensterben in München.

Astrid Becker schreibt in der Süddeutschen Zeitung vom 20. August 2004 über das Sterben Münchener Szenelokale: "Umsatz im Abfluss".

Donnerstag, August 19, 2004

Inlandstourismus im 1. Halbjahr 2004: 1% mehr Gästeübernachtungen.

WIESBADEN - Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im ersten Halbjahr 2004 in Deutschland 151,2 Mill. Gästeübernachtungen gezählt. Das war ein Anstieg von 1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Während sich die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste im ersten Halbjahr 2004 mit 131,5 Mill. gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nicht verändert hat, ist die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland um 11% auf 19,7 Mill. gestiegen. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen (Touristikcamping).

Im Juni 2004 wurden 33,5 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 3% weniger als im Juni 2003. Davon entfielen 29,5 Mill. auf inländische Gäste (? 5%) und 4,0 Mill. auf Gäste aus dem Ausland (+ 6%). (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Toilettentüren.

Johanna Straub und Florian Werner philosphieren über Toilettentür-Beschriftungen kreativer Gastronomen: "Den eigenen Weg finden", in: Die Zeit Nr. 35 vom 19. August 2004. Leider nur in der Printausgabe zu sehen sind Toilettentürschilder der Berlinger Gaststätten "Bar Zum Goldenen Hirschen", "Café Obermaier", "Jansen-Bar", "Club der Wurstmenschen" und "Tomsky".

Mittwoch, August 18, 2004

Sachbezugsverordnung für das Jahr 2005 beschlossen .

Das Bundeskabinett hat am 18. August 2004 die Änderung der Sachbezugsverordnung beschlossen.

Die Sachbezugsverordnung ist für Branchen wichtig, in denen Beschäftigten Sachbezüge in Form von freier Unterkunft und freier Verpflegung gewährt werden, zum Beispiel im Hotel- und Gaststättengewerbe. Diese Sachbezüge erhalten Beschäftigte als Teil ihres Arbeitsentgelts.

Mit der jetzt vorliegenden, sich jährlich wiederholenden Änderungsverordnung wird der Wert für das Jahr 2005 fortgeschrieben. Der neue Wert orientiert sich am tatsächlichen Verkehrswert und der in 2005 zu erwartenden Preissteigerung. In allen Bundesländern wird der Wert für Verpflegung um 2,55 Euro auf 200,30 Euro angehoben. Für die Unterkunft erhöht sich der Wert in den westlichen Ländern um 2,50 Euro auf 194,20 Euro und in den ostdeutschen Ländern um 4,00 Euro auf 178,00 Euro.

Die Sachbezugsverordnung bedarf der Zustimmung des Bundesrates und tritt am 1. Januar 2005 in Kraft. (Quelle: Bundesregierung.de).

Fruehbucherrabatte.

Stark im Kommen auch in Deutschland sind Angebote von Hotels, die sich durch Vorauszahlung und das Fehlen einer Stornierungsmöglichkeit auszeichnen. Sie können auch nicht umgetauscht werden. Und es gibt kein Geld zurück (non-changeable, non-cancellable, non-refundable). Sie werden vermarktet als
  • advance purchase (abgekürzt: adv. purchase)
  • prebooking,
  • 14 day adv
  • Frühbucherrate.
Solche Angebote sind denen von Fluggesellschaften nachgebildet. Für gastronomische Angebote habe ich vergleichbare, explizite Angebote noch nicht gefunden.

Dienstag, August 17, 2004

Vorlesung Existenzgruendung.

Am Lehrstuhl für Electronic Commerce der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main wurde im Sommersemester 2004 eine Vorlesung "Exsitenzgründung" gehalten. Diese neue Veranstaltung fand erstmals statt. Verschiedene Dozenten, sowohl Professoren als auch Externe, haben Vorträge gehalten zu den Themen
  • Gründung eines Unternehmens,
  • ValueNet-Capital-Partners (Fallstudie),
  • Rechtsformwahl und steuerlich-rechtliche Grundlagen für Neugründungen,
  • Aufbau eines Businessplans,
  • Ablauf der Finanzierung,
  • Gründung eines Unternehmens,
  • Prognosemodelle,
  • AMS American Management Systems (Fallstudie),
  • Möglichkeiten zur Bestimmung des Unternehmenswerts.
Die Manuskripte der einzelnen Vorlesungsstunden können kostenlos heruntergeladen werden.

Montag, August 16, 2004

Sonnenstich-Award V.

Ihre Bewerbungen haben unserem Sonnenstich-Award nicht fehlen dürfen: "Gabriel und Böhmer gegen Steuersenkung", in: Die Welt vom 15. August 2004. Der sozialdemokatische Ex-Pop-Beauftragte Sigmar Gabriel hat ja eigentlich immer was zu sagen. Hingegen kennt man den Ministerpräsideten Sachsen-Anhalts Wolfgang Böhmer eher als jemand, der bisher nicht zu flotten Sprüchen neigte.

Bisherige Bewerbungen:

Umsatz im Gastgewerbe im Juni 2004: real - 4,3% zum Juni 2003.

WIESBADEN. Der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland war im Juni 2004 nominal 3,6% und real 4,3% niedriger als im Juni 2003. Dies bedeutet für das Gastgewerbe im Vorjahresvergleich die bisher ungünstigste Umsatzentwicklung in diesem Jahr. Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Vergleich zum April 2004 nominal 2,1% und real 2,2% weniger abgesetzt.

In den ersten sechs Monaten 2004 setzten die Unternehmen des Gastgewerbes nominal 1,3% und real 2,0% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um. Dieser Rückgang ist ausschließlich auf die ungünstige Umsatzentwicklung im Gaststättengewerbe zurückzuführen. Dagegen profitierte offensichtlich das Beherbergungsgewerbe (nominal + 1,5%, real + 0,9%) von den seit Anfang des Jahres bis Mai 2004 um 2,6% gestiegenen Tourismusübernachtungen.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat höhere Umsätze verzeichneten im Juni 2004 die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 3,3%, real + 2,1%). Unter den Umsätzen des Vorjahresmonats lagen die Ergebnisse für das Beherbergungsgewerbe mit nominal - 1,4%, real - 1,7% und für das Gaststättengewerbe (nominal - 6,3%, real - 7,1%). (Quelle: Presssemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Wikipedia-Mini-Lexika.

wiki2PDF generiert aus selbstgewählten Wikipedia-Artikeln wohlstrukturierte LaTeX- oder hübsche PDF-Dokumente. (via NetBib).

Ich habe versuchsweise mal zwei PDFs erstellt zu den Themen Hotels (PDF, 343 KB) und Gastronomie (PDF, 437 KB).

Samstag, August 14, 2004

Ami go home.

Die "Welt" meldet um 15:31 Uhr, am kommenden Montag wolle US-Präsident George W. Bush einen Plan zum Abzug von 70 000 bis 100 000 Soldaten aus Europa und Asien bekannt geben. Zwei Drittel des Truppenabzugs solle Europa und vor allem Deutschland, betreffen. In Deutschland sind derzeit etwa 70 000 US-Soldaten stationiert.

Ich nehme dies zum Anlaß, der Frage nachzugehen, ob und wie die Anwesenheit amerikanischer Truppen die Entwicklung der Gastronomie in Deutschland beeinflußt hat.
  • Das Aufkommen der Milchbars in den USA ist in erster Linie der Prohibition zu verdanken, also dem Verbot, Alkohol auszuschenken. Die verringerten Umsatzschancen versuchte man mit dem Ausschank alkoholfreier Getränke zu kompensieren und erfand so nebenbei die Milchbar aber auch Coca Cola. Oft genug reicherte man aber auch Milch, Kaffee und andere alkoholfreie warme und kalte Getränke mit einem Schuß oder auch mehr Alkohol an. Eine Gruppe dieser Mixgetränke ist heute noch als Milkshakes bekannt. So ähnlich ist ja auch in Wien der "Pharisäer" entstanden: Alkoholkonsum, getarnt durch eine Sahnehaube (Rezept: heißer gesüßter gestreckter Mocca im Einspännerglas mit Schlagobers und 4 cl Rum). Die ersten Milchbars außerhalb der USA wurden im Umfeld amerikanischer Truppen in Neuseeland in den 30er Jahren eröffnet ("Black and White" in Wellington 1936). Im Unterschied zu den "Tea Rooms", die von den englischen Einwanderern mitgebracht worden sind, waren sie eine Imitation der in den USA aufblühenden Milchbars. Während des Zweiten Weltkrieges, als in Neuseeland amerikanische Soldaten stationiert gewesen sind, entwickelten sich dort Milchbars zu Treffpunkten von Soldaten und den von ihnen angelockten jungen Frauen und Männern (siehe dazu: "Café Culture in Wellington: 1920 - Present"). Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden auch in Deutschland solche Milchbars, sie wurden aber schnell von italienischen Eisdielen abgelöst. Die allererste deutsche Milchbar wurde jedoch bereits 1937 auf dem XI. Internationalen Milchwirtschaftlichen Weltkongreß in Berlin von Hans Krönlein präsentiert. Gegenüber den Faschisten, die amerikanischen Ideen und Produkten ablehend gegenüberstanden, wurde argumentiert, der Konsum von Milch diene der Volksgesundheit.
  • Entstanden als ein Snack in den Straßen Neapels, wurde die Pizza von italienischen Auswanderen zuerst in die USA und ab den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Mitteleuropa verbreitet. Die erste Pizzeria in Deutschland ist das "Sabbie di Capri" in Würzburg gewesen. Sie wurde 1952 eröffnet. Lesen Sie seine Geschichte: "Wie der Vater, so der Sohn". Die deutschen Pizzerien sind entstanden als Ergebnis eines zufälligen Zusammentreffen italienischer Gastarbeiter (genauer: Gastunternehmer) als Anbieter und amerikanischer Besatzer als Nachfrager. Das Produkt ist kein eigentlich italienisches Produkt, sondern eine Kopie eines für den amerikanischen Markt entwickelten pseudo-italienischen Produktes. Klassische Bestandteile sind der Teig aus Hefe, Salz, Olivenöl, Wasser und Weizenmehl und Mozzarella-Käse (ersatzweise Edamer) und Tomaten, gewürzt mit Knoblauch, Zwiebeln, Basilikum, Salz und Pfeffer als Beleg.
Weitere amerikanische Konzepte sind weniger der Anwesenheit amerikanischer Truppen zu verdanken denn der Suche deutscher Investoren nach erfolgreichen Konzepten in den USA und deren Adaption auf deutsche Verhältnisse (etwa: Bagel, Donuts, Subs, Saftbars, Dinner-Theater, Smoothies, Wraps, Suppenbars), oder dem Vordringen amerikanischer Konzerne und Franchise-Geber auf deutsches Territorium (etwa McDonald's, Burger King, Pizza Hut, Kentucky Fried Chicken, Subway, Starbucks), wobei teilweise Standorte in der Nähe amerikanischer Wohnsiedlungen und Kasernen oder gar innerhalb der Barracks bevorzugt worden sind.

Dom-Brauerei: Rueckbesinnung auf die bierlastige Gastronomie.

Nachdem die Kölner Dom-Brauerei bei Immobiliengeschäften geblutet hat, will man jetzt auf "bierlastige Gastronomie" setzen und die Marke stärken. Siehe dazu einen Bericht im Kölner Express vom 11. August 2004: "Da wackelt das DOM".

Asoziale Gerechtigkeit.

Der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse, Hermann-Josef Arentz, forderte weitere Nachbesserungen bei Hartz IV. Im Deutschlandfunk sagte er am Freitag: "Solange nicht die Regierung sicherstellen kann, dass erstens mindestens 1000 Euro pro Lebensjahr für die Altersvorsorge unangetastet bleiben und zweitens, dass gleichzeitig das Fördern und Fordern beginnt", solange könne man Hartz IV nicht zustimmen. (via "Hartz-Gegner bereiten neue Massenproteste vor", in: Financial Times Deutschland vom 13. August 2004)

Und wieso zahlen unsere Mitarbeiter, von denen vermutlich keiner soviel Geld auf der hohen Kante hat, Lohnsteuer, Kirchensteuer, Solidarzuschlag, Beiträge zur Renten-, Kranken, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung? Und wieso müssen wir bei unseren Gästen, von denen die meisten vermutlich auch nicht soviel angespart haben, Umsatzsteuer für Speisen und Getränke abkassieren? Und warum kriechen die Politiker denjenigen in den Arsch, die nicht arbeiten, und verarschen diejenigen, die arbeiten?

Freitag, August 13, 2004

Bezahlen Sie doch einfach, was Sie wollen ...

Thorsten Sommer berichtet auf seiner Speisekarten-Seite.de über das Experiment eines Gastronomen in Fulda, bei dem die Gäste entscheiden konnnten, was sie schuldig sind: "Bezahlen Sie doch einfach, was Sie wollen ...".

Die Idee stammt von Accor. Anne M. Schüller erhielt als Marketing-Direktorin der Accor Hotellerie Deutschland mehrere Auszeichnungen für ihr dortiges Wirken, jetzt arbeitet sie als freiberufliche Beraterin und Autorin. Siehe auch einen Beitrag von ihr: "Accor Hotellerie Deutschland: Zielgruppenmarketing in einem komplexen Umfeld" (PDF).

Siehe zu weiteren Gastronomen, die mit diesem Verfahren bereits gute Erfolge erzielt haben, einen früheren Beitrag: "Gäste zahlen was sie wollen".

Bierschnaps.

Zu jedem Kasten Jever Pilsner gibt es jetzt eine Miniaturflasche Jever Digestif (4 cl) gratis dazu (solange der Vorrat reicht, ab 18 Jahre). Es handele sich um eine "Spirituosenspezialität, gewonnen aus frisch gebrautem Jever Pilsener", heißt es im Jever Newsletter.

Nun, ich weiß nicht, wie das Jever macht. Aber üblicherweise wird Bierschnaps von Brauereien und auch Getränkefachgroßhändlern aus Bieren gebrannt, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist und die ansonsten weggeschüttet werden müßten. Was aber nicht gegen deren Qualität spricht.

Donnerstag, August 12, 2004

Staropramen führt die Sorten Granat und Dark im deutschen Markt ein.

Die tschechische Premiumbiermarke "Staropramen - Das Prager Bier", eine der drei Top-Marken im Segment der importierten tschechischen Premiumbiere, baut ihr Portfolio mit der Einführung zweier neuer Sorten unter der Dachmarke Staropramen aus: Seit Juli stehen für die Vermarktung in Handel und in der Gastronomie Staropramen Granat und Dark im 30 Liter Fass sowie in der 0,33 Liter Longneck-Flasche im kürzlich eingeführten neuen Mehrwegkasten bereit.
  • Granat ist eine außergewöhnliche Bierspezialität gebraut nach einem "Hausrezept" Prager Braumeister von 1884. Die spezielle Mischung ausgewählter Malze gibt ihm die rötliche Farbe des gleichnamigen Edelsteins. Granat als untergäriges Spezial-Lagerbier ist vollmundig im Geschmack mit feinem Hopfenaroma bei einem Alkoholgehalt von 4,8% Alc./Vol. und einer Stammwürze von 11,6 Grad Plato. Im tschechischen Heimatmarkt wächst der Absatz von Granat seit Jahren dynamisch. "Für den deutschen Markt bietet diese neue innovative Sorte eine sehr gute Chance auf Zusatzverkäufe und Stärkung der Sortimentskompetenz für Gastronomie und Handel", so Jens Hösel, Niederlassungsleiter Brands International.
  • Dark ist - Das Prager Schwarzbier: angenehm malzig und mild im Geschmack mit einem Alkoholgehalt von 4,4% Alc./Vol. und einer Stammwürze von 11,2 Grad Plato ein ganz besonderer Genuss.
Die hochwertige Produktausstattung sowie der einheitliche Markenauftritt für Granat und Dark als auch für die Dachmarke Staropramen Lager unterstreichen die Premiumpositionierung des gesamten Portfolios. "Wir betrachten alle drei Sorten als sich ergänzende Produkte unseres Wachstumsportfolios mit Innovationskraft im tschechischen Premiumbier-Segment in Deutschland. Kein Wettbewerber in diesem Segment verfügt zurzeit über diese Sortenvielfalt unter einer starken Dachmarke", betont Thomas Leschinski, Direktor Marketing & Strategie Brands International. Im Handelsgeschäft lassen sich beide neuen Sorten unkompliziert und vorteilhaft für den Kunden in alle Verkaufsförderungsaktivitäten einbinden.

Die attraktive Verpackung der 0,33 Liter Longneck-Flaschen in offenen Sechser-Trägern (so genannte Open-Baskets) fördert Impulskäufe und stärkt das Markenbild. Sortenspezifische und aufmerksamkeitsstarke POS-Materialien unterstützen den Abverkauf im Markt. Im Gastronomiegeschäft wird die Einführung von speziell konzipierten Promotionaktivitäten begleitet, die den ersten Produktkontakt beim Konsumenten unterstützen.

Durch die Verfügbarkeit von Fass und Mehrweg-Flasche für alle Sorten bietet Staropramen ein flexibles "Komplett-Portfolio" für den Gastronomen, insbesondere für die typisch tschechischen Gastronomiekonzepte.

Anzeigen in ausgewählten Fachzeitschriften unterstützen die Markteinführung von Granat und Dark als Teil einer 2004 neu entwickelten integrierten Kommunikationsstrategie und eines vernetzten Vermarktungskonzeptes für Staropramen.

Die tschechische Premiummarke Staropramen spielt als internationale Marke eine wichtige Rolle im Portfolio des weltweit operierenden Interbrew Konzerns. In dem für Staropramen zur Zeit größten Exportmarkt Deutschland wurde die Marke bereits seit 1992 von der Staropramen ? Prager Bier Vertriebsgesellschaft mbH, einer 100%-igenTochter von Pivovary Staropramen a.s. / Prag (gehört zum Interbrew Konzern) erfolgreich vertrieben. Mit Wirkung zum 1. Januar 2004 wurde das Staropramen-Geschäft in die Vertriebsaktivitäten von Brands International integriert. Brands International ist eine neugegründete Niederlassung der Interbrew Deutschland Vertriebs GmbH & Co KG und die Marke Staropramen somit Teil der von Interbrew Deutschland vertriebenen Marken. Die Company agiert als eigenständige Vertriebs- und Vermarktungsplattform für internationale Biere, Bierspezialitäten und Getränke schwerpunktmäßig auf dem deutschen Markt. Ein wesentlicher Eckpfeiler des aktuellen Portfolios von Brands International ist der weitere aktive Ausbau des bereits bestehenden Staropramen-Geschäftes sowie des tschechischen Bierportfolios insgesamt. (Quelle: Pressemitteilung von Interbrew Deutschland).

Die Biere dieser grossen Brauerei findet Ihr in Prag auf Schritt und Tritt. Mehr darüber beim Beerhunter: "Prague: twinned with Burton-upon-Trent" von Michael Jackson.

Biere der Prager Gasthausbrauerei U Fleku werden meines Wissens nicht exportiert.

Auch aus Tschechien, wenn auch nicht aus Prag, stammt das böhmische Schwarzbier von Krusovice Cerné. Es wird unter Verwendung von Saazer Hopfens untergärig gebraut und hat eine Stammwürze von 10 Prozent und 3,8 Volumenprozent Alkohol. Mehr über die Geschichte dieser Brauerei findet sich auf der Website der Radeberger Gruppe, zu der sie mittlerweile gehört.

Schwarzbier ist eine Bezeichnung fuer sehr dunkle untergärige Biere, die traditionell in Tschechien, in Thürigen und Franken gebraut werden. Im bayerischen Kerngebiet spricht man eher von Dunkel, wobei es dunkle Biere gibt, die so dunkel sind, dass man sie schwarz nennen könnte, aber auch als dunkel bezeichnete Biere, die eher dunkel-bernsteinfarben sind. Es handelt sich also eher um eine regionaltypische, aber auch von Marketinggesichtspunkten geleitete Wahl der Bezeichnung, insbesondere nach dem großen Erfolg von Köstritzer Schwarzbier ausserhalb der Kerngebiete, in denen traditionell gerne dunkle Biere getrunken werden. Seit ein paar Jahren gibt es aber auch in traditionellen Pilsregionen Brauereien, die dunkle Biere herstellen und sie gelegentlich auch "schwarz" nennen, oder gar neumodisch "Jever Dark".

Mittwoch, August 11, 2004

hogatec 2004: Mehr als 500 Aussteller aus 22 Ländern.

Zur diesjährigen hogatec vom 26. bis 30. September 2004 werden mehr als 500 Aussteller aus 22 Nationen ihre Produkte und Dienstleistungen für die Branchen Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung in Düsseldorf präsentieren. Auf rund 25.000 m² Nettoausstellungsfläche in den Hallen 9 bis 11 werden die erwarteten 40.000 internationalen Fachbesucher einen repräsentativen Überblick über die Bereiche Küchentechnik, Gemeinschaftsverpflegungssysteme, Fastfood-Technik, technische Einrichtungen sowie Informations- und Kommunikationstechnik erhalten. Zahlreiche Sonderveranstaltungen, die Themenparks und das hogatec-Forum runden das Angebot der in Europa führenden Fachmesse für Hotellerie und Gastronomie ab.

Themenparks

Einen besonderen Schwerpunkt setzen die erstmals in die hogatec integrierten Themenparks. Im Themenpark "Kaffee + Kultur" geht es auf rund 1.000 m² in Halle 10 um die internationalen Welten der schwarzen Bohne: im orientalischen "Café Mogador" erlebt der Besucher Kaffeekultur pur und Genuss für alle Sinne ganz im Stil von 1001 Nacht und auch der Klassiker "Vienna" bietet nachahmenswerte Ideen und Neuheiten von knapp 20 Anbietern von Rohstoffen, Kaffee­maschinen und Zube­hör für die Verwirklichung aller, die den Traum vom eigenen Kaffeehaus realisieren wollen und an gewinnbringenden, gut durch­dachten Konzepten mit Mehrwert interessiert sind. Aktuelle Conve­nience-Konzepte "von der Stange" werden hier nicht gezeigt, sondern ausgefeilte, individu­elle Lösungen für frische Ideen ? und das alles nicht "trocken", sondern bei duftendem Kaffee, internationalen Snacks und süßen Leckereien. Im Themenpark "Bier + Betrieb" wird auch das Thema Bier innerhalb der hogatec mit den Zukunftskonzepten großer nationaler und internationaler Brauereien wieder aufgegriffen. In Halle 11 gibt es neue Kooperations-, Aktions- und Verkaufsförderungsideen von kleinen und großen Brauereien. Der Themenpark "Ambiente + Ambitionen" - ebenfalls in Halle 11 - lädt die Besucher zum einen ein, sich auf den aktuellen Stand des auch immer größer und wichtiger werdenden Marktes der Wellness-Trends zu bringen. Zum anderen werden 15 thailändische Aussteller auf insgesamt 260 m² die asiatische Form des Wohlbefindens präsentieren, die vor allem in Europa ganz stark im Kommen ist: Hersteller von Ausstattungsgegenständen und Produkten zur Realisierung traditioneller thailändischer Massagearten, ob Hand-, Fuß-, Kopf- oder Körpermassage, zeigen den kompletten Überblick über Thai Spa. Darüber hinaus können sich die Ausstatter von Spa-Abteilungen in mittelständischen oder großen Hotels über die nötigen Zutaten informieren: Salze, Öle, Düfte, grüner Tee und vieles mehr gehören zum richtigen Spa-Ambiente dazu. Die Thai Spa Operators Association bietet dieses "Dienstleistungspaket des Rundum-Wohlbefindens" auch als Franchise-System an. Hochqualifizierte "therapists", also an Universitäten geschulte, thailändische Fachkräfte, demonstrieren die Kunst der asiatischen Massagen in diesem Themenpark.

hogatec Forum

Als Aktivitätenschwerpunkt für und mit den Könnern der Branche erwartet den hogatec-Gast als neues Zentrum das hogatec Forum in Halle 11. Hier wird es neben informativen Präsentationen von Ausstellern entspannende Thai Spa Vorführungen geben, bei denen natürlich auch der hogatec-Gast herzlich eingeladen ist, sich einmal auf traditionell thailändische Weise von Profis massieren zu lassen. NRW-typische Gerichte werden gekocht und selbstverständlich verkostet. Außerdem kann man sich hier in Sachen Thai Cooking auf den aktuellsten Stand bringen lassen: Der in Thailand inzwischen zum absoluten Superstar gewordene Koch-Guru Mr. Yingsak Jonglert Jesdawong wird täglich auf der Bühne im hogatec-Forum die Kunst des thailändischen Kochens mit seinen Mitarbeitern zelebrieren.

Cook & Chill

Das Thema "Cook & Chill" wird auf der diesjährigen hogatec eine zentrale Rolle spielen. Ein Fachseminar rund um Cook & Chill lädt täglich ein und wird Theorie und Praxis in Form einer täglich stattfindenden Vortragsreihe mit hoch­karätigen Referenten, Diskussionsrunden und einer großen Sonder­schau in Halle 11 verknüpfen.

hogatec + Food-Messen: 1 Besuch - 4 Messen

Auch in diesem Jahr können hogatec-Gäste den Besuch in Düsseldorf gleich doppelt nutzen: fast zeitgleich zur hogatec, nämlich vom 26. bis 29. September, öffnet das Food-Messen-Trio InterMopro/InterCool/InterMeat, Internationale Fachmessen für Molkereiprodukte, Tiefkühl­kost, Speiseeis, Kältetechnik sowie Fleisch und Wurst, seine Tore. Damit präsentiert sich die hogatec 2004 im wahrsten Sinne des Wortes als gastronomisches Messe-Zentrum "Gastro und Food": 1 Besuch - 4 Messen. Die Gelegenheit ist günstig, mit einer Eintrittskarte vier Messen auf einen Streich zu besuchen. Viele internationale Fachbesucher waren bereits zur vergangenen Veranstaltung von diesem "Power-Pack" begeistert.

Die hogatec bietet modernste Einrichtungstechnik, die zunehmend auch im Lebensmittelhandel Verwendung findet. Die InterMopro/Cool/Meat ihrerseits mit den Warengruppen Fleisch, Molkereiprodukte sowie Kühl- und Tiefkühlkost zeigt einen wichtigen Ausschnitt aus dem Lebensmittelsortiment, der die Veränderungen der Produkte in Richtung schneller und einfacher Zubereitung - für Privathaushalte wie für Großverbraucher - in besonderem Maße widerspiegelt.

Trendschau von hogatec und InterCool

Die Trendschau in der Halle 7 verbindet die Intercool nicht nur räumlich mit der hogatec sondern auch thematisch. Mit dem Titel "COOLe Genüsse für die Zukunft" bieten sie Konzepte für ein erfolgreiches Zusammenspiel von Food und Technik und möchte Impulse geben, sich neuen gastronomischen Feldern zuzuwenden:
  • "Café to go" liefert beste Chancen für 'Take-away'-Konzepte, umsetzbar in Handel und Gastronomie.
  • "Ofenfrisches Marketing by Duft" bietet attraktive Konzepte für Frühstück & Brunch in Hotellerie und Gastronomie.
  • "On the rocks" zeigt attraktive Entwicklungen für die Szenegastronomie und
  • "Leckerer Zukunftsmarkt" informiert über neue Anforderungen bei der Schul- und Seniorenverpflegung.
Rahmenveranstaltungen

Das Angebot der internationalen Aussteller der hogatec 2004 wird durch ein anspruchsvolles Rahmenprogramm ergänzt: Das 1. Investitionsforum Mittelstand möchte dem Hotelier am 27. September Konzepte und Profilierungsansätze an die Hand geben. Hier berichten Top-Experten u.a. über den Hotelmarkt Deutschland, Lifestyle-Konzepte, Küchenwelten, Wellness und zeitgemäße alternative Finanzierungsmethoden. Das Forum Systemgastronomie des DEHOGA Bundesverbandes bietet am 28. September mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen wider eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch unter Profis für Entscheider und Top-Manager aus Hotellerie, Gastronomie und der Zulieferindustrie. Im Rahmen des Forums Systemgastronomie wird außerdem der National AZUBI-AWARD stattfinden: Die Preisträger werden während der hogatec ermittelt und am 28. September ausgezeichnet.

Die hogatec 2004 ist vom 26. bis 30. September täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet Euro 22,00, Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen Euro 8,00. Eine Zwei-Tages-Karte gibt es für Euro 35,00. Der Katalog kostet Euro 15,00. Alle Eintrittskarten der hogatec 2004 berechtigen auch zum Eintritt zum Food-Messen-Trio InterMopro/InterCool/InterMeat und zur kostenlosen An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). (Quelle: Pressemitteilung der hogatec).

Hotelvermarktung auf eBay.

Im Januar 2004 haben wir die Travell Service CeNa GbR vorgestellt, welche die komplette Gestaltung und Vermarktung von Hotels auf der Reise - Auktionsplattform von eBay übernimmt: "Vermarktung von Kurzreisen auf eBay". Ich bin davon ausgegangen, daß der Markt für solche Dienstleister, die für Käufer und Verkäufer auf Auktions- und Market-Places-Sites Dienstleistungen anbieten, weiter wächst.

Die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung stellt in ihrer aktuellen Ausgabe einen vergleichbaren Service von Suite No. 3, das ist Sebastian Tacke im Stralsunder Innovations- und Gründerzentrum vor: "Cleveres Instrument zur Hotelvermarktung".

Dienstag, August 10, 2004

Tourismus im ersten Halbjahr leicht im Aufwind.

Nach deutlichen Rückgängen der Übernachtungszahlen in den beiden letzten Jahren fasste das heimische Tourismusgewerbe im ersten Halbjahr 2004 langsam wieder Tritt, teilt das Statische Landesamt Baden-Württemberg mit. Zwar gingen die Übernachtungen der Gäste aus Deutschland in Beherbergungsbetrieben mit mehr als acht Schlafgelegenheiten (einschließlich Camping) von Januar bis Juni dieses Jahres weiter um 1,3 Prozent zurück. Da aber gleichzeitig die Nachfrage aus dem Ausland um stattliche 10,3 Prozent zunahm, ergab sich insgesamt noch ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Wenn man von den stabilen Zunahmen bei den ausländischen Übernachtungsgästen absieht, lässt sich die Situation des Gewerbes aber immer noch als recht labil charakterisieren. Dies zeigt sich insbesondere auch in einer sehr uneinheitlichen Entwicklung in den einzelnen Monaten (hier reicht die Spanne von - 1,7 Prozent im Juni bis + 2,5 Prozent im Februar), bei den verschiedenen Betriebskategorien sowie in regionaler Hinsicht.

Einerseits konnte die klassische Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) ihr Übernachtungsergebnis gegenüber dem ersten Halbjahr des letzten Jahres um 4,1 Prozent deutlich verbessern. Andererseits büßte die Parahotellerie, die verschiedene Betriebsarten wie Jugendherbergen, Ferienwohnungen, Schulungsheime oder Campingplätze umfasst, 0,7 Prozent ihrer Übernachtungen ein. Weiterhin nachhaltig negativ ist die Entwicklung bei den Vorsorge- und Reha-Kliniken, die vor allem für viele Kurorte in Baden-Württemberg eine ganz wesentliche Bedeutung haben. Bei diesen Kurbetrieben gingen die Übernachtungen seit Mitte 2001 nahezu stetig zurück. Im ersten Halbjahr 2004 war der Rückgang mit 9,2 Prozent so stark, dass sogar das Übernachtungsergebnis aus dem Krisenjahr 1997 unterschritten wurde.

Unter den Reisegebieten reichte die Spanne im ersten Halbjahr 2004 von Übernachtungszuwächsen im Weinland zwischen Rhein und Neckar um stattliche 8 Prozent bis zu Rückgängen um 4,9 Prozent im benachbarten Neckartal-Odenwald-Madonnenländchen. Das weiterhin bedeutendste Reiseziel des Landes, der Schwarzwald, blieb aufgrund einer rückläufigen Entwicklung im mittleren (- 0,7 Prozent) und südlichen (- 2,5 Prozent) Teil mit einem Rückgang um 1 Prozent ebenso hinter der Landesentwicklung zurück wie der Raum Bodensee-Oberschwaben mit einer Abnahme um 2 Prozent. Dagegen verbesserten die württembergischen Reisegebiete Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer Wald (+ 3,6 Prozent) und Mittlerer Neckar (+ 3,1 Prozent) ihr Übernachtungsergebnis aus dem ersten Halbjahr 2003 überdurchschnittlich. Insgesamt war die Entwicklung in den mittleren und größeren Städten ab 20 000 Einwohnern mit Zuwächsen um 4 und mehr Prozent wesentlich günstiger als in den kleineren Gemeinden, die durchweg Übernachtungsrückgänge hinnehmen mussten. Dies gilt auch für die im Regelfall zu den kleineren Orten zählenden prädikatisierten Gemeinden. Hier reichte die Spanne von einer Abnahme um 0,5 Prozent in den Kneippkurorten bis zu einem Rückgang um 4,7 Prozent bei den besonders vom Kurwesen geprägten Mineral- und Moorbädern. Die Gemeinden ohne touristisches Prädikat dagegen, zu denen die meisten mittleren und größeren Städte gehören, konnte ihr Übernachtungsergebnis aus dem Vorjahr um 4,9 Prozent deutlich verbessern.

Neue Features der Website des Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung.

Ab heute bietet die Website der Allgmeinen Hotel- und Gaststättenzeitung erfreulicherweise weitere Features an: Normalerweise, d.h. wenn man die Artikel direkt aufrufen würden, ist der Zugang zu Artikeln der AHGZ Abonnenten vorbehalten. Ruft man diese Artikel nun aber mit einem Feedreader auf oder per Klick auf den eingebauten Nachrichten-Ticker, wird diese Zugangsbegrenzung aufgehoben. Man kann die jeweils zehn aktuellsten Beiträge vollständig lesen, auch wenn man die AHGZ nicht abonniert hat. Teilweise ist der Umfang der Artikel der Online-Ausgabe aber geringer als in der Print-Ausgabe. Der Ticker wird ca. 8x täglich aktualisiert.

Für das Design des einzubindenden Nachrichten-Tickers werden verschiedene Formate angeboten. Z.B. kann folgendes Design gewählt werden. Man kann aber das Aussehen auch mit eigenen Cascading Style Sheets gestalten:



Über die Hintergründe des kürzlich erfolgten Relaunches der Website der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung haben wir bereits berichtet: "Gratulation zur neuen Website der AHGZ".

Montag, August 09, 2004

Noch mehr Suppenbars.

Burkhard Schneider hat sich drei Suppenbar-Konzepte etwas näher angeschaut: "Suppenbars - Die Dritte", in : MEX Blog vom 9. August 2004.

Sonntag, August 08, 2004

Krampf um das Kloster.

Hannes Burger, der langjährige Autor der Nockherberg-Rede der Figur des "Bruder Barnabas" (siehe einen Bericht über "Bruno Jonas - der neue Bruder Barnabas"), schreibt in der Welt am Sonntag von 8. August 2004 einen pointierten Artikel über den "Kampf um das Imperium von Andechs".

Die dazugehörige Bildunterschrift "Krähen umschwirren das Dach des Klosters" wie auch der Titel dieses Artikels gehen an der Sachlage vorbei, sind aber vielleicht weniger dem kompetenten Autor als einem marktschreierischen Redakteur geschuldet. Der Kampf geht nicht um das Kloster, auch nicht um die Eigenbetriebe des Klosters wie die Andechser Klosterbrauerei sondern lediglich um die Kloster Andechs Gastronomie AG, an der das Kloster über die Klosterbrauerei eine Minderheitsbeteiligung hält und eventuell um die damit verbundenen Namensrechte, die meines Erachtens den größten Wert dieses Unternehmens ausmachen. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Irrungen und Wirrungen".

Geheimnisse der Kochkunst.

Thomas Häusler schreibt in der "Zeit" vom 5. August 2004 über molekulare Gastronomie: "Die Jagd nach den perfekten Fritten". In Kopenhagen wurde die erste Professur für molekulare Gastronomie eingerichtet, eine weitere an der Unversität Athen soll folgen. In einer längeren Version seines Artikels, der unter dem Titel "Der Gipfel des guten Geschmacks" in der Schweizer "Facts" erschienen ist, erfahren wir auch, wie man Pommes frites am besten zubereitet.

Ein Vorreiter der molekularen Gastronomie ist der Franzose Hervé This-Benckhard, dessen Buch "Rätsel und Geheimnisse der Kochkunst" ich empfehle. Für neugierige Feinschmecker enträtselt Herve This-Benckhard, was hinter den bewährten Küchenregeln steckt. Denn was im Kochtopf passiert, sind physikalische Prozesse und chemische Reaktionen, die sich wissenschaftlich erforschen und erklären lassen. Es geht dabei um kulinarische Fragen, die mit Erkenntnissen der Naturwissenschaft beantwortet werden: Warum fällt das Souffle zusammen, wenn man den Backofen zu früh öffnet? Warum wird Eischnee steifer, wenn man beim Schlagen Salz hineingibt? Wieviel Mayonaise kann man mit einem Eigelb machen?

Samstag, August 07, 2004

Permanente Inventur.

Wer deutsche Bürokraten für extreme Sesselfurzer hält, sollte Mario Scheuermann auf seiner Reise durch Ungarn begleiten: "Um das angebliche Panschen von alkoholischen Getränken zurückzudrängen, müssen ungarische Gastwirte seit dem 1. August eine tagesaktuelle Aufstellung ihrer unter Monopolverbrauchsteuer fallenden Bestände (Spirituosen, Wein, Bier Sekt) 'auf den Schluck genau' vornehmen. Das fällt modernen, mit rechnergestützten Warenwirtschaftsystemen ausgerüsteten Kettenbetrieben oder Hotels nicht schwer. Aber wie soll das normale étterem (Restaurant), vendéglö (Gaststätte), fogadó (Gasthaus), sörözö (Bierstube) oder borozó (Weinstube) das bewerkstelligen? Einziger Ausweg: knallharte Reduzierung des Angebots." (in: the drink tank).

Zeitungsverlage entdecken das Verkaufsfoerderungspotential von Weblogs.

Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, daß wir gerne auch auf Artikel in Zeitungen und Zeitschriften verweisen in der Art einer Presseschau für das Gastgewerbe. Denn nicht selten finden sich auch in nationalen und regionalen Tages- und Wochenzeitungen und Magazinen Beiträge, die für Gastronomen interessant sind, ihnen aber entgehen, weil die meisten Menschen nur eine oder zwei Tageszeitungen regelmäßig lesen.

Leider sind viele Zeitschriftenverlage unwillig, weil sie einen Rückgang der Käufer ihrer Printausgaben befürchten, oder ignorant, ihre Websites und Online-Archive so zu konstruieren, daß eine Verknüpfung zu ihren Artikeln auf Dauer korrekt bleibt. Oft wandert ein Artikel ins Archiv und bekommt dort eine andere Unique Resource Location für den gezielten Zugriff. Oder die Artikel werden im Internet gar nicht archiviert oder sie sind nicht öffentlich zugänglich, sondern es wird eine Registrierung oder gar ein kostenpflichtiges Abonnement verlangt, bevor man sie lesen darf. Einzelne Spinner verklagen sogar andere Websites, weil sie auf ihre Seiten Links setzen. Damit verzichten die Zeitungsverlage auf Traffic, eine bessere Plazierung in den Suchmaschinen und auf Online-Anzeigenerlöse, was sich häufig nicht rechnet, weil die zusätzlichen Abonnementgebühren oft niedriger ausfallen.

In den USA gehen ganz im Gegenteil clevere Zeitungsverlage dazu über, verknüpfungsstabile URLs zu verwenden, um Links auf ihre Inhalte zu erleichtern, und sie bitten darum, auf ihre Artikel zu verweisen. Dies berichtet Mark Glaser in der "Online Journalism Review" vom 4. August 2004: "Dear Bloggers: Media Discover Promotional Potential of Blogosphere".

Wirrungen und Irrungen.

Die drohende Insolvenz der Andechser Gastronomie AG hat in den Medien weithin Beachtung gefunden, vielleicht wegen Dallas-Motivs, persönlichen Auseinandersetzungen unter Menschen, von denen man eigentlich erwartet, daß sie anders, eher familiär miteinander umgehen, oder der Ungläubigen Hoffnung auf Messerstechereien à la Umberto Ecos "Name der Rose". Siehe dazu aus der Vielzahl der Berichterstattung einen Beitrag der taz vom 6. August 2004: "Glaubenskampf auf dem Heiligen Berg".

Negativ betroffen sind die Pächter der Objekte der Andechser Gastronomie AG, zumindest irritiert der Konflikt, mit dem sie eigentlich nichts zu tun haben, ihre Gäste. Lesen Sie dazu einen Artikel im Wiesbadener Tagblatt vom 6. August 2004, in dem der Wirt des Wiesbadener Ratskellers zu Wort kommt: "Die Wirrungen am heiligen Berg" von Bertram Heide.

Kinderinsel.

Die Problematik, eine 24 Stunden Betreuung für Kinder zu finden, brachte Anita Drews auf die Idee ein Kinderhotel zu eröffnen, in dem die Kinder rund um die Uhr betreut werden, und das in Berlin eröffnet worden ist: Kinderinsel. Lesen Sie mehr darüber, wie Anita Drews sechs Monate lang ihren Business-Plan entwickelt hat: "Reif für die Insel? - 'Kinderinsel'" auf der Website Existenzgruender.de.

Dieses überaus informationsreiche Portal für Existenzgründer ist ein Projekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit, wurde von Pixelpark gestaltet und erhielt den diesjährigen iF communication design award in der Kategorie "Interfacegestaltung" (Quelle: CSS-Technik-News).

Freitag, August 06, 2004

Errichtung eines Hotelneubaus.

Die Stadt Sobernheim hat ein "Kurzgutachten zur Errichtung eines Hotelneubaus in Bad Sobernheim" (PDF) der Europäischen Tourismus-Institut GmbH an der Universität Trier online gestellt. Dieses klar gegliederte Gutachten kann meines Erachtens auch als erste Vorlage für einen Business-Plan zur Errichtung eines Hotels dienen.

Schulmahlzeiten.

Auf der Jahrestagung der Fachfrauen für Ernährung am 2. Juli 2004 hat Gaby von der Bey, Vertriebsleiterin von apetio, einen Vortrag gehalten zum Thema "Mahlzeiten - aus der Sicht eines Cateres" (PDF). Sie beschreibt darin aus der Sicht eines Dienstleisters für Schulverpflegung die Entwicklung des deutschen Schulwesens, definiert "Caterer", beschreibt die Anforderungen an Schulessen Verpflegungslösungen und welche Beteliigten darauf Einfluß nehmen, geht auf die Wirtschaftlichkeit verschiedener Lösungen ein, diskutiert Kriterien für geeignete Räume in den Schulen, beschreibt den Prozeß der Auswahl eines Caterers und wirft einen Blick in die Zukunft.

Donnerstag, August 05, 2004

Restaurant Startup & Growth.

Restaurant Startup & Growth ist eine amerikanische Fachzeitschrift, die sich an Existenzgründer in der Gastronomie wendet. Sie erscheint seit Februar 2004. Das Archiv der bisherigen Ausgaben ist teilweise frei zugänglich. In jeder Ausgabe finden sich neben nützlichen Tipps und Ideen für Gastronomie-Existenzgründer eine Vielzahl lesenswerter Artikel, die teilweise aber nur Abonnenten zugänglich sind, genauso wie Chechlisten, Stellenbeschreibungen, Formulare usw.

"Restaurant Startup & Growth" ist ein Produkt von Restaurantowner.com. Diese Website wurde im Jahre 1998 von dem Unternehmensberater, Redner und ehemaligen Gastronomen Jim Laube in Houston aufgebaut, um Indidivualgastronomen mit Managementwerkzeugen, Übungsmaterialien und Multimedia-Präsentationen zu dienen. im Jahre 2000 wurde das zuvor kostenlos zugängliche Angebot kostenpflichtig (69 US-Dollar pro Halbjahr). Um User an sein Angebot heranzuführen, gibt es einen kostenlosen Bereich und kostenlose Beispiele für Multimedia-Lektionen.

Jim Laube hat im Laufe der Zeit seine vor Ort gehaltenen Seminare und Reden zugunsten seiner Website heruntergefahren, weil er das Internet für effizienter und effektiver ansieht, um Inhalte und Informationen zu erhalten und weiterzugeben. Anfangs ist seine Website vor allem ein Experiment gewesen, Feedback zu erhalten und zu lernen.

Lesen Sie ein Interview mit Jim Laube, in: Website Publishers Association.

Kneipenkonzerne.

Warum in Großbritannien Kneipen profitabel sind, großen Konzernen gehören und trotzdem keiner aussieht wie der andere, bescheibt Christian Rickens im Handelsblatt vom 3. August 2004: "Feierabend im Getränke-Outlet".

Neulich in der Justiz.

Wenn Sie im Restaurant "Justiz" einkehren, wird für den Sitzplatz erstmal eine Grundgebühr fällig. Wenn Sie etwas bestellen, wird Ihnen eine allgemeine Verfahrensgebühr berechnet. Bleiben Sie länger als eine Stunde sitzen, kommt eine Termingebühr hinzu. Eine Erledigungsgebühr rundet ihren Gaststättenaufenthalt ab, bevor sie das Restaurant verlassen dürfen.

So unverschämt können Sie in ihrer Gaststätte nicht sein? Dann würden Ihnen Ihre Gäste die Fresse polieren? Stimmt. Sowas können sich nur Branchen erlauben, in der es eine Honorarordnung gibt (z.B. für Rechtsanwälte) und einen Zwang, den überteuerten Service zu nutzen (z.B. einen Anwaltszwang). (siehe dazu auch Law Blog).

Four Seasons am Gendarmenmarkt.

Heinz Hormann schreibt in der Berliner Morgenpost vom 4. August 2004 über das "Ende einer Nobelhotel-Ära". Gemeint ist das Four Seasons Hotel am Berliner Gendarmenmarkt.

Mittwoch, August 04, 2004

Biologie der Essenswahl.

Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel (EUFIC) hat einen Artikel zum Thema "Warum wir essen, was wir essen: die Biologie der Essenswahl", in: Food Today Nr. 44.

Newsletter vom Hotel Adlon.

Das Berliner Hotel Adlon Kempinski hat die Frankfurter Spezialagentur rabbit eMarketing für elektronischen Kundendialog mit Design, Produktion und Versand seines regelmäßigen "Adlon Oblige ? eMail-Newsletters" beauftragt. (Quelle: Pressemeldung (PDF) von rabbit eMarketing).

Viel Laerm um Nichts.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über die Aufregung in München und Nürnberg, daß anläßlich der Fußballweltmeisterschaft in und um die Stadien herum Biere der amerikanischen Brauerei Anheuser-Busch ausgeschenkt werden müssen: "Fifa verbietet Münchner Bier bei der WM".

Ich kann diese Aufregung nicht verstehen. Was macht es aus, ob die Plörre von Anheuser-Busch, Heineken, Interbrew oder der Radeberger-Gruppe kommt, zumal vermutlich nur alkoholfreies Bier ausgeschenkt werden darf? Wenn ich mal nach München fahren müßte, dann würde ich dort nur ein Augustiner trinken und in Nürnberg kommt ohnehin nur ein Bier vom Land in Frage, erhältlich zum Beispiel in den Landbier-Paradies-Gaststätten. Und das könnte man Preussen und anderen Ausländern gar nicht zum Trinken anbieten. Erstens reicht es nicht für alle und zweitens würden die gar nicht mehr nach Hause wollen.

Schaaf Teigwaren-Manufaktur.

Die Schaaf Teigwarenmanufaktur bietet Traubenkern-, Weizenkeim-, Oliven-, Dinkel- und andere Teigwarenspezialitäten.

Gegründet wurde die Schaaf Teigwarenmanufaktur 1898 vom Bäckermeister Wilhelm Schaaf in Oberboihingen. Anfangs waren die Leute der Meinung, Fabriknudeln könnten den handgemachten nicht das Wasser reichen. Nur was selbst mühevoll zubereitet auf den Tisch komme, schmecke auch vorzüglich. Der Nudelpionier aber setzte auf seine Idee, auf hohe Qualität, handwerkliches Können und Frische. Heute zählt die Teigwaren-Manufaktur zu den ältesten noch in Familienbesitz befindlichen Unternehmen in Deutschland. Dem damaligen Leitgedanken, nur beste Rohstoffe wie Hartweizen und Dinkelgries und tagesfrische Eier von Freiland-Hühnern zu verarbeiten, blieb man bis heute treu.

Angeboten werden die Nudeln, aber auch Kartoffelspätzle, cholesterinfreie Nudeln usw., in verschiedenen Produktfamilien und Gebindeeinheiten. Ein Renner ist "Schaafs Nudelteig", den viele schwäbische Hausfrauen und Köche für die Maultaschen-Eigenproduktion verwenden. Es gibt ihn frisch und tiefgekühlt. Er wird gerne auch von Italienern für Lasagne verwendet.

Oekologische Produkte in der Gastronomie.

Die Fachagentur für Ökologische Produkte und erlesene Lebensmittel Albrecht von Schultzendorf in Würzburg hat uns einen Artikel über "Traubenkernmehl" (PDF) zur Verfügung gestellt.

Beiträge über biologische und ökologische Produkte sind bislang Mangelware auf Abseits.de. Wir freuen uns deshalb über die Möglichkeit, in Zukunft verstärkt Informationen über biologische und ökologische Produkte für die Gastronomie bieten können.

GWE Bio Feinkost GmbH.

Die GWE Bio Feinkost GmbH in Emstek bietet Puten- und Hähnchenfleisch aus ökologischer Freilandhaltung gemäß den Naturland-Richtlinien in Verpackungsformen für Großverbraucher, Einzelhandel und Industrie. Angeboten werden auch Wurstwaren, Räucherwaren, marinierte Geflügelteile und Fertiggerichte. Die Website bietet auch Tipps für die Gourmetküche.

Mehr über Biologische Produkte in der Gastronomie und über "Chicken, Hähnchen, Huhn, Geflügel, Poulet".

Frequenzbringer.

Kooperationen vón Buchhandel und Gastronomie sind naheliegend. Ein Beispiel ist das Restaurant Theodor Tucher, "Speisekabinett und Leselounge", in Berlin.

Solche Kooperationen können auch locker von getrennten Unternehmen gestaltet werden wie etwa von der Verlagsbuchhandlung Collibri und dem benachbarten Hofcafé in Bamberg.

Die Frankfurter Buchmesse hat einen Artikel veröffentlicht, der belegt, daß Buchhandlungen gute Frequenzbringer sind: "Buchhändler bewähren sich als Frequenzbringer".

Mehr über "Standort-Kriterien in der Gastronomie".

Scouts in der Nacht.

Nachtausgabe.de von Lutz Leichsenring und Marco Herzog hat über 100 Scouts, die aus Locations und von Events über das Nachtleben in Deutschland berichten. Erlöse erzielt Nachtausgabe.de insbesondere mit der Vermittlung von günstigen Druckerzeugnissen für die Gastronomie (via MEX Blog). Außerdem werden eine Reihe von Dienstleistungen für die Gastronomie angeboten wie
  • der Versand von eMail und SMS,
  • die Verteilung und Plakatierung von Flyern und Plakaten,
  • Szene-Touren durch das Nachtleben in allen großen Städten Deutschlands für Besuchergruppen,
  • Präsentation von Veranstaltungen und Locations, Werbebanner, Pop-Ups, sowie redaktionelle Beiträge auf Websites,
  • Markt- und Zielgruppenanalysen für Locations und Veranstaltungen,
  • Entwicklung und Lizenzierung von Eventideen, Produktion von Beiträgen für den Karlsruher Lokalsender R.TV.
Siehe auch einen früheren Bericht über Eventscouters, einen ebenfalls mit Scouts organisierten Foto-Service für Veranstaltungen.

Dienstag, August 03, 2004

Bundesratsinitiative: Erleichterung für Kleingastronomie.

HANNOVER. Die niedersächsische Landesregierung hat heute (Dienstag) in ihrer Kabinettssitzung eine Bundesratsinitiative zur Änderung des Gaststättengesetzes beschlossen. Künftig sollen durch Verordnung Kleinbetriebe auch ohne eine zusätzliche Gaststättenerlaubnis öffnen können.

"Damit wollen wir Kleingastronomen von bürokratischem Aufwand und unnötigen Kosten befreien", sagte Wirtschaftsminister Walter Hirche. Der Minister erwartet von der Gesetzesinitiative positive Auswirkungen auf künftige Existenzgründungen. Hirche: "Wir verfolgen damit konsequent unser Vorhaben, Barrieren für Betriebsgründer abzubauen."

Nach dem Gesetzentwurf, den Niedersachsen nach der Sommerpause in den Bundesrat einbringen wird, können per Verordnung gastronomische Betriebe auch ohne Erlaubnis zugelassen werden, wenn in diesen eine von den Ländern festgelegte Sitzplatzzahl und Grundfläche nicht überschritten wird. Allerdings darf in diesen Gaststätten kein Alkohol ausgeschenkt werden. Ferner müssen sich die Kleinbetriebe an die üblichen Ladenöffnungszeiten halten.

Niedersachsen werde nach dem Erfolg der Gesetzesinitiative sofort eine entsprechende Verordnung erlassen, teilte Hirche mit. "Wir beabsichtigen, gastronomische Kleinbetriebe mit bis zu 10 Sitzplätzen und einer Grundfläche von 40 Quadratmetern von der Erlaubnispflicht freizustellen. Diese Verordnung wird meinen Erlass aus dem vergangenen Jahr ergänzen, wonach kleine gastronomische Betriebe in Niedersachsen auch ohne Toiletten geführt werden dürfen", sagte Hirche. Damit wäre für die Branche insgesamt ein erhebliches Entlastungspotenzial erreicht. (Presseinformation der niedersächsischen Staatskanzlei). (via Braunschweiger LandKüche e.V.).

Kommentar: Diese geplante Gesetzesänderung würde lediglich eine Benachteiligung der Gastronomie ausgleichen, die eingetreten ist, weil in einigen Bundesländern anderen Branchen der Ausschank alkoholfreier Getränke innerhalb der Ladenöffnungszeiten ohne gaststättenrechtliche Erlaubnis zugestanden worden ist (etwa Bäckern, die nebenbei einige Sitzplätze mit Speis und Trank anbieten).

Leider werden die teilweise unverschämten Gebühren für eine gaststättenrechtliche Erlaubnis für den Regelfall (mit Ausschank alkoholischer Getränke und außerhalb der Ladenöffnungszeiten und der Sperrzeiten), die insbesondere bei einem Inhaberwechsel ohne Nutzungsänderung in keinem Verhältnis stehen zu dem minimalen bürokratischen Aufwand, dadurch nicht verringert. Viele Kommunen mißbrauchen diese Gebührenerhebung, die eigentlich die anfallenden Kosten nicht übersteigen dürfen, aus fiskalischen Gründen, salopper formuliert: sie zocken die Antragsteller regelrecht ab, um ihre Kassen zu füllen.

Puschkin Vibe.

Puschkin Vibe im Vertrieb von Berentzen ist als Vodka-mixed-Drink seit Mitte 2001 in den Niederlanden vertrieben worden. Seit 2003 wird Puschkin Vibe auch in Deutschland vertrieben, neuerdings in Reaktion auf die Alcopop-Steuer jedoch auf Weinbasis. Puschkin Vibe gibt es in den Sorten "Ice", "Red", "Black" und "Green".

Als Ready-to-Drink auf Weinbasis darf Puschkin Vibe laut Jugendschutzgesetz an Jugendliche (ab 16 Jahre) abgegeben werden. Zudem sinkt die Steuerbelastung durch den Wegfall der Alkoholsteuer.

Speedy Gonzales.

Das mexikanische Restaurant Hazienda in Seefeld am Ammersee, bietet eine ganze spezielle Happy Hour. Ab Mitternacht gibt es ein sehr großes Schnitzel ("XXL-Schnitzel") für 6,90 Euro. Wer es mit Pommes frites und Beilagen in fünf Minuten verputzt, bekommt es umsonst.

Mehr über Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe.

Eine Vielzahl von Beispielen für Happy-Hour-Varianten bietet eine Übersicht über Happy-Hour-Angebote in der Universitätsstadt Bamberg und zwar differenziert nach Speisen und Getränken.

Alcopop-Steuer.

Am 25. November 2003 habe ich zum Thema der damals geplanten, mittlerweile mit Wirkung vom 1. August 2004 beschlossenen Einführung einer Alcopop-Steuer geschrieben: "Wen man wirklich ernsthaft in eine Diskussion einer Sondersteuer auf Alcopops einsteigen will, sollte man sich die Argumente durchlesen, die in einer Sitzung des Schweizer Nationalrates am 29. September 2003 ausgetauscht worden sind. Sie offenbaren auch die Schwierigkeiten, "Alcopops" gesetzlich so eindeutig zu definieren, daß die erwünschte Wirkung erzielt wird. Ansonsten werden Alternativen auf den Markt kommen, etwa auf Bier- oder Weinbasis oder auf der Basis von gegorenem Most statt mit Spirituosen gemixt. Die Verwendung von Spirituosen (Wodka bei Smirnoff Ice und Rum bei Bacardi Rigo) ist ja eher den Marken der Anbieter geschuldet. Süße Getränke mit einem niedrigen Alkoholgehalt lassen sich leicht aus allen möglichen alkoholhaltigen Getränken zaubern. Und will der Gesetzgeber diese Sondersteuer auch auf Wermut, Port oder Süßwein erheben? Er ist ja sogar zu feige, den Alkohol im Wein der Alkoholsteuer zu unterwerfen."

Heute meldet die Netzeitung, daß die Hersteller als Reaktion auf die seit Sonntag geltende Sondersteuer für so genannte Alcopops - alkoholische Mixgetränke auf Branntwein-Basis - die Rezepturen ändern, um die Sondersteuer zu umgehen: "Alcopops-Hersteller ändern Rezepturen". Die aufgeregte Replik des Bundesgesundheitsministeriums, man werde Substitutionen nicht zulassen, verkennt die fehlende Gesetzgebungskompetenz des Bundes bei Mischgetränken auf Wein- und Bierbasis. Weder Bier noch Wein unterliegen zudem der Alkoholsteuer. Bei Bier wird zwar eine eigene Biersteuer erhoben, bei Wein haben es die Winzerlobby und die Bundesländer, in denen Wein angebaut wird, bislang sogar geschafft zu vermeiden, daß eine entsprechende Steuer auf Wein eingeführt wird, obwohl Wein rund doppelt soviel Alkohol enthält.

T-Online heizt die Stimmung auf und fragt süffisant: "Kommt jetzt auch die Radler-Steuer?". Aber so bescheuert ist nicht mal die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marion Caspers-Merk, die sich besonders gerne über Sucht am Arbeitsplatz ausläßt, wofür man nach fast 24 Jahren Arbeit im Deutschen Bundestag Verständnis zeigen sollte.

Sonntag, August 01, 2004

Radio, Fernsehen, Blogs.

Die Einladung von Bloggern zu den Nominierungsparteitagen der Demokraten und Republikaner in den USA wird von der New York Times als mediengeschichtliches Ereignis eingeschätzt, vergleichbar mit der erstmaligen Zulassung des Radios (1924) und des Fernsehens (1952) (via "Blühende Blogosphere"), in: Neue Zürcher Zeitung vom 29. Juli 2004.

Bloghouse goes mainstream.

Sind Fernsehzuschauer, die RTL2 schauen, dumm? Oder ist Bloggen so faszinierend, daß Newbies sich blind auf alles stürzen, was ein Eingabefeld hat?

bloghaus.net ist eine Anlaufstelle, bei der sich Blogger über neue Entwicklungen, Programme aber auch über das Bloggen selbst informieren können. In einer Nachrichtensendung des RTL2 wurde ein kurzer Bericht über das Bloggen gesendet. Darin wurde erzählt, Bloggen sei nichts anderes als ein Tagebuch im Internet zu schreiben, und in diesem Zusammenhang auch Bloghouse.net als Anlaufpunkt genannt (Wer selbst mal "bloggen will, findet alle notwendigen Infos auf www.blogger.com oder bloghaus.de."). Seitdem kommt Bloghouse kaum hinterher, thematisch nicht erwünschte Einträge, menschelnde Geschichten von Liebesleid und -freud zu löschen... Bei Johannes Mirus (JC-LOG) kann man nachlesen, wie die Profi-Journalisten von RTL2 recherchiert haben. Und hier der Links zu dem, was dabei herausgekommen ist: "Blogger total angesagt" von RTL News.

Ähnlich ist es mir vor einiger Zeit mit einer irreführenden Meldung einer auflagenstarken Zeitung ergangen. Die Leser haben einen Link auf Abseits.de mißverstanden, man könne sich bei Abseits.de als Testkäufer und Mystery Guest bewerben. Dabei haben wir nur eine Webseite über "Mystery Shopper" veröffentlicht. Aber für Essen und Trinken bezahlt zu werden, hat auf viele wohl einen unwiderstehlichen Zwang ausgelöst, sich sofort zu bewerben.