Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, September 30, 2004

Nudel-Konzepte.

Nudel-Konzepte gibt es zuhauf in China und Japan. Nudel-Shops bzw. Nudelbars bieten dort eine große Auswahl von Nudeln und Suppen an. Siehe dazu auch Ramen, Soba und Udon, in: Japan-Guide.com.

Im Grunde handelt es sich bei solchen Straßenverkaufskonzepten um ein Überbleibsel gastronomischer Formen, wie sie auch in Europa vor der Entwicklung von Restaurants üblich gewesen sind. Der Name "Restaurant" kommt ja von einer Suppenbar (so würde man heute dazu sagen), einem Verkauf von Suppen bzw. Eintopf ueber die Straße. In Japan ist es zudem üblicher als bei uns, im Laufe eines Abends mehrere Gaststätten aufzusuchen und in Kneipenstrassen hier und dort ein paar Happen zu essen. Die Gäste essen jeweils bei Spezialisten fuer bestimmte Komponenten eines virtuellen Menüs.

Ob das in Deutschland auch so funktioniert, daran habe ich so meine Zweifel:
  • Wir ziehen ja auch nicht von einem Tapas-Restaurant zum nächsten sondern schlagen uns im ersten den Bauch voll.
  • Gegen solche produktbasierten Konzepte spricht auch, daß gerne in Gruppen essen gegangen wird. Mag dann jeder Nudeln essen? Oder spricht nicht vieles für Gaststättten, wo alle was zu essen auf der Karte finden.
  • Andererseits gibt es bei uns immer mehr Singles und Nudeln haben, zumindest bis zum Hochkochen der Atkins-Diät ihr Image als Dickmacher verloren und gelten eher als Sportlernahrung (was sie ja auch sind, wenn man intensiv Sport treibt).
Letzlich kommt es wie bei Suppenbars wohl auf die Lage an. Man braucht entweder viele Passanten oder Anwohner oder Arbeitsplätze in der Umgebung oder viele Parkplätze oder gar einen Drive-Thru- oder Drive-In-Schalter, wenn man Autofahrer ansprechen möchte. Günstig koennten sich andere spezialisierten Anbieter in der Nähe auswirken, im Sinne einer Freßstrasse oder Imbißmeile. In einigen großen Einkaufscentern wie dem Centro Oberhausen sind z.B. Ausgabestellen verschiedener gastronomischer Marken rund um Sitzplätze angeordnet, die allen Gästen gemeinsam zur Verfügung stehen.

Gute Chancen könnten auch für einen Nudel-Take-Away-Service bestehen und einen Lieferserivce. Zumindest sollten sich Imbiß-Planer darauf einstellen und dafür vorsorgen (Verpackungen für fertige, heiße Gerichte, aber auch kalte, die sich die Kunden zu Hause warm machen können, die mikrowellentauglich sind, evtl. auch Nudeln und Saucen getrennt verkaufen für alle, die mit eigenen Nudeln oder Saucen kombinieren wollen).

Nudelimbisse konkurrieren auf der einen Seite mit 5-Minuten-Terrinen oder frischen Nudeln und Fertigsaucen aus dem Einzelhandel, andererseits aber auch mit italienischen Restaurants.

Ein paar ausgewählte Konzepte:
  • Ambiente, Tschechien. Ein Konzept mit frischen Nudeln. Mit Objekten in Prag und Liberec. Franchise-Anbieter.
  • Pasta Bravo. Von Pizza Hut aufgekauft. Mehr darüber: "Neue Pizza braucht das Land".
  • Seit Februar 2004 gibt es in Köln das Konzept "Pasta-Bar". Man hat sich sogar eine italienische Domain zugelegt.
  • In Köln gibt es auch eine mobile Pasta-Bar.
  • "realfood" in Zürich vereint die asiatische und die europäische Küche. Es wird ohne Geschmacksverstärker gearbeitet, ohne künstliche Farb- und Aromastoffe. Angeboten werden japanische Buchweizen- und Weizennudeln. Die Saucen wie auch der Name des Konzepts stammen aus der Ideenküche von Martin Real, einem renommierten Schweizer Sternekoch (Restaurant Heuwiese in Weite).
  • Mosch Mosch, eine japanische Nudelbar in Frankfurt am Main mit zwei Outlets und Franchisegeber.
Zu guter letzt noch eine Konzeptempfehlung von Jörg Meyer (Meyer-Bünne Restaurantbetriebe GmbH in Dinklage; diese Website wird frühestens in zwei Wochen mit Inhalten gefüllt), der die Streits Lounge in Hamburg betreibt und einen Landgasthof und Cateringservice in Niedersachsen: Seiner Meinung nach ist das Nudelkonzept Vapiano in Hamburg sehr erfolgreich.
"Das Konzept ist eine "designte" mediterrane Pasta-Pizza-Bar. Es liegt in einer totalen B-Lage, versteckt in der Innenstadt und ist von extremen Erfolg gekrönt (zumindest gibt es jedes Mal, wenn ich eine schnelle Nudel essen möchte, fast keinen Platz mehr). Sie arbeiten mit Induktionswok und automatischen Pasta-Kochern (diese ziehen die Pasta im richtigen Moment aus dem Wasser, um diese al dente zu kochen). Es wird hausgemachte Pasta verwendet. Ich denke die Gäste (ich zumindest) lieben auch die Option, trotz der schnellen Zubereitung direkt mit dem Koch/der Köchin das Gericht nach eigenen Wünschen abzuwickeln. Trotz des "Designs" ist das Objekt meiner Meinung nach mit relative schlichten, einfachen Elementen realisiert worden... Ich denke diese Konzept wird überall Erfolg haben."

Oesterreich: Kein Rauchverbot in Gaststaetten.

Der Kurier meldet, daß die österreichischen Kollegen von einem Rauchverbot in der Gastronomie verschont worden sind. Um die Form zu wahren, wurden sie von der Politik zu einer "freiwilligen Selbstverpflichtung" zur Schaffung von raucherfreien Zone verdonnert. Damit kann man leben oder auch sich den Hintern abwischen, je nach Gusto. Details siehe: "Rauchern geht es an den Kragen".

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Lernintensive Anpassung.

Vorsichtig formuliert ist eine Meldung über den Verkauf von Anteilen der Starbucks Coffee GmbH, einem Jointventure von KarstadtQuelle AG und Starbucks Coffee Company durch die KarstadtQuelle AG an Starbucks: "Karstadt trennt sich von Starbucks", in: cafe-future.net vom 30. September 2004. Man spricht von einer "lernintensiven Anpassung des US-Konzeptes an den deutschen Markt".

Siehe dazu ein früheres Posting "Deutsche Starbucks-Filialen: Gewinne erst ab 2007".

Die deutschen Filialen im Überblick.

Virtuelle Buchtournee: Alle Beitraege auf einen Blick.

Bernd Röthlingshöfer hat Links zu allen Beiträge seiner virtuellen Lesereise mit dem Buch "Werbung mit kleinem Budget" übersichtlich zusammengestellt.

Er ist darüber, einen Erfahrungsbericht zu schreiben, der seine Erfahrungen aber auch die der beteiligten Blogger enthält, und dann kostenlos heruntergeladen werden kann. Bald mehr darüber...

Wenn sich Autoren oder Verlage für meine Erfahrungen mit dem Konzept Virtual Book Tour en détail interessieren oder gar überlegen, sowas selbst mal zu organisieren, bin ich auf der Frankfurter Buchmesse vom 6. bis 10. Oktober 2004 zu sprechen: messe@abseits.de.

Grundregeln.

Vincent Klink hat auf seiner Website, deren Texte er selbst erstellt, "Grundregeln der Wielandshöhe", seines Restaurants in Stuttgart-Degerloch, veröffentlicht.

Ich bin zwar immer etwas skeptisch, wenn sich Unternehmen Grundsätze geben, gerade weil sie oft so hoch gehängt werden, daß man drunter durchgehen kann, aber diese Grundregeln sind teilweise sehr konkret. Man könnte sie als Vorlage nehmen, um für den eigenen Betrieb Grundregeln zu entwickeln, die zum Konzept passen. Vielleicht sollten sich Existenzrgründer im Gastgewerbe sogar vorab solche Grundregeln überlegen. Sie stellen einen wichtigen Teil der Vision dar.

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Iceline hat Produktpalette überarbeitet.

Die ICELINE GmbH, Aachen, hat ihre Produktpalette überarbeitet. Unter der Bezeichnung "Creative Küche" werden die Produkte mit optimierten Rezepturen und neuer Aufmachung präsentiert. Dieser Relaunch dient dazu, dem Verbraucher noch mehr Frische und Emotionalität zu vermitteln.

Mit dem Relaunch reagiert ICELINE auf gravierende Veränderungen und Trends, die das Unternehmen am Markt für Tiefkühlkost in nächster Zeit erwartet:
  • So wird sich ? bedingt durch das ausgeweitete Angebot von Tiefkühlkost bei ALDI Süd ? der Pro-Kopf-Verbrauch in der südlichen Hälfte Deutschlands weiter erhöhen.
  • Wachtumspotenziale sieht das Unternehmen darüber hinaus bei den Segmenten Fleisch-Convenienceprodukte, Fertiggerichte und Backwaren.
  • Die wichtigsten Trends bilden hier Ethno-Food, bodenständige Küche und Wellness.
Die Produktpolitik von ICELINE hat sich auf die Entwicklungen eingestellt und die Wünsche und Anforderungen der Verbraucher speziell bei der Neuentwicklung von Fleischspezialitäten, Baguettes sowie bei Fertiggerichten berücksichtigt.

Explizit für die Gastro Küche werden drei "kulinarische Lösungen" angeboten:
  • "Country-Pfanne" Katoffelspalten, Minihacksteaks und Gemüse.
  • "Gyros-Reispfanne" mit Gemüse und gebratenem Schweinefleisch nach Gyros-Art gewürzt.
  • "Paella" mit einem Fisch-/Fleischanteil von 40%.
In der kommenden Saison der Basketball-Bundesliga tritt die Iceline GmbH als Sponsor der GHP Bamberg auf. Zumal werden Iceline-Produkte dort auch beim VIP-Catering eingesetzt. (Quelle: Pressemitteilung der Iceline GmbH sowie deren Website).

Mittwoch, September 29, 2004

Oekosekt aus dem Sekthof Sieben.

Im Mai dieses Jahres habe ich den Sekthof Sieben in Dorsheim an der Nahe besichtigt und mich mit dem Ehepaar Sieben bei einigen Gläsern Sekt über ihren Betrieb und was ihn besonders auszeichnet unterhalten.

Ich habe einige Jahre meiner Jugend in diesem Dorf an der Nahe gewohnt und vermutet, daß die Existenzgründer 1997 bei der Eröffnung ihres Betriebes auf Vorbehalte im Dorf hätten stoßen können. Ein Betrieb, der Sekt herstellt, ohne eigenen Wein anzubauen, Sekte aus Ökoweinen allzumal, wird bei eher konservativen Menschen nicht unbedingt mit Jubel begrüßt.

Doch mittlerweile nutzen viele Winzer aus der Umgebung die Möglichkeit, ihren Sekt vom Spezialisten Joachim Sieben herzustellen zu lassen. Der hat die Versektung in einem großen Betrieb gelernt und ist zudem staatlich geprüfter Weinwirtschafter. Sie müssen bei ihm nicht mehr allzu große Mengen versekten lassen wie bei größeren Versektern außerhalb der Region, auf denen sie vielleicht sitzen bleiben. Zumal die anfängliche Euphorie für "Winzersekte" einer gewissen Ernüchterung gewichen ist, weil nicht jeder Winzer es schafft, wirklich guten Sekt herzustellen.

Die Sektherstellung auf dem Sekthof Sieben ist im wahrsten Sinne Handwerk, der Hof ist eine Sektmanufaktur, wohnen und arbeiten unter einem Dach vereint. Die verarbeiteten Ökoweine werden in der Region von befreundeten Ökowinzern angebaut. Die Sekte werden im klassischen Flaschengärverfahren hergestellt, per Hand gerüttelt und zwar wirklich, nicht nur wie in grossen Kellereien demonstrativ bei Betriebsbesichtigungen.

SonderetikettenMan kann sich von Frau Johann Wagner-Sieben eigene Etiketten (Sonderetiketten) drucken lassen, etwa für Firmenpräsente, Werbegeschenke, Jubiläen, Hochzeiten, Hausmarken, etc. sogar für kleinste Auflagen (ab 36 Flaschen). So muß man nicht gleich 180 Flaschen wie etwa bei Geldermann machen lassen. Geschmückt werden sie liebevoll mit einer Papierkapsel und Rebholzranke in der Öse. Die handwerkliche Arbeitsweise erlaubt es auch, auf individuelle Kundenwünsche, etwa individuell zusammengestellte Präsentideen, einzugehen.

Ich muß gestehen, daß ich vor meinem Besuch bei der Familie Sieben vermutet habe, ihre Ökosekte seien unbezahlbar, genauer: aus der Sicht eines Gastronomen nicht kalkulierbar. Überraschenderweise sind die Preise eher günstig, was aber sicherlich auch daran liegt, daß die Weinpreise an der Nahe im Durchschnitt niedrig sind, zumindest wenn es einen nach Franken verschlagen hat und man deshalb vor allem Frankenweine im Blut und deren Preise im Kopf hat.

Über den Geschmack der einzelnen Sorten, darunter auch Jahrgangssekte, mag ich nichts schreiben, denn davon verstehe ich zu wenig. Aber die Pressestimmen belegen, daß ich nicht allzu falsch gelegen bin, als es mir geschmeckt hat, sowohl bei der Sektprobe als auch beim Weiterprobieren zu Hause. Bestellen Sie sich, wenn Sie denn nicht die Zeit für eine Sektprobe vor Ort finden, einfach ein Probierpaket.

Den Ökosekt vom Sekthof Sieben vertreiben bereits einige Verkaufsstellen. Gastronomische Betriebe sind noch wenige darunter, was vielleicht der Tatsache zuzuschreiben ist, daß sich ein kleiner Familienbetrieb nur wenig Werbung leisten kann und deshalb auf Mundpropaganda angewiesen ist (wobei wir gerne helfen). Meines Erachtens ist der Sekt von Siebens insbesondere für biologisch ausgerichtete Gaststätten ein Muß.

Wenn Sie eine Sektprobe vereinbaren wollen: Sekthof Sieben, Weinbergstraße 12, 55452 Dorsheim, Telefon: +49 6721 994405, Telefax: +49 6721 498999, Website: www.oekosekt.de.

Es war einmal.

Es gibt sie auch in Deutschland, die Märchen von erfolgreichen Unternehmensgründungen. Unser Märchen spielt in Oberfranken, genauer gesagt in Michelau und beginnt im Jahre 1970:
"Marina Pfaff war jung verheiratet mit Ottmar Pfaff, als sie auf Anregung ihrer Schwester hin begann, für ihre einjährige Tochter Nicole Stofftiere zu basteln. Schon bald entwarf Marina eigene Figuren: Die Erste war ein Kobold aus Filz mit wollenem Haarschopf. Das Material bezog das junge Ehepaar aus einer Polstermöbelfabrik in der Nachbarschaft. Freunde und Bekannte der Pfaffs waren von den Figuren so begeistert, dass die Heimproduktion mit der Nachfrage kaum mithalten konnte."
Wie es weitergeht, können Sie auf der Website der NICI AG nachlesen. Nur soviel sei verraten: Die NICI AG strebt einen Umsatz von 100 Millionen Euro per anno an, will an die Börse und heute wurde bekannt gegeben, daß es in der kommenden Saison Trikotsponsor der Basketball-Bundesligamannschaft GHP Bamberg sein wird.

Weblogs als CMS-Alternative.

Leicht lächelnd nehme ich zur Kenntnis, daß Contentmanager.de endlich auch mal Weblogs zur Kenntnis nimmt: "Weblogs: Die barrierefreie CMS-Alternative" von Ansger Hein. Dabei müssten den Anbietern von teuren CMS-Lösungen doch schon reihenweise die Interessenten abspringen, genauso wie einst den Anbietern von Rechentafeln als Rechenschieber aufgekommen sind. Siehe dazu auch "ASP-Lösungen für Gastro-Sites".

Von den Muehen einer Akkreditierung.

Frankfurt Buchmesse - LogoDie Frankfurter Buchmesse naht (6. bis 10. Oktober 2004). Im letzten Jahr habe ich keinen Bock gehabt, mich um eine Akkreditierung als "Presse" zu bemühen. Nachdem die Münchener und Nürnberger Messe sich inzwischen lernbereit gezeigt hat und ich voraussichtlich an allen Tagen auf der Buchmesse sein werde, will ich es diesmal versuchen. Dabei kann mich der warnende Hinweis nicht schrecken: "Mitglieder von Internet-Redaktionen werden nur gegen Vorlage eines anerkannten Presseausweises akkreditiert." Ich könnte mir zwar einen "anerkannten Ausweis" türken lassen, aber hat man das als Blogger wirklich nötig?

Wer Lust hat auf ein Gespräch (am besten auf einen Kaffee vor dem Pressezentrum oder am Stand des Gesprächspartners), möge sich bitte bis zum 3. Oktober 2004 bei mir melden: messe@abseits.de.

Neues Seminarportal für den Mittelstand.

Mit Seminarportal.de steht dem deutschsprachigen Mittelstand ab sofort ein neues internetbasiertes und anbieterunabhängiges Seminarportal zur Verfügung. Über die Internetseite, die von dem Frankfurter Betriebswirt Lutz Lochner konzipiert wurde, können Unternehmen über eine einfache Benutzerführung unternehmens- und managementbezogene Seminare abrufen, die speziell auf mittelständische Bedürfnisse zugeschnitten sind. In der Datenbank von Seminarportal.de stehen zurzeit 1500 Seminare von unterschiedlichen Anbietern. Bis zum Ende des Jahres sollen etwa 4000 bis 6000 Seminare in der Datenbank stehen. Unter den derzeitigen Anbietern befinden sich sowohl große Institutionen wie die DEKRA-Akademie als auch kleine, spezialisierte Seminaranbieter und freiberufliche Referenten. Seminarangebote, die keinen offensichtlichen Bezug zur Zielgruppe haben, werden nicht in die Datenbank aufgenommen. Das Seminarportal.de ist werbefrei und wird ausschließlich über Einstellgebühren der Seminaranbieter finanziert. (Quelle: Pressemitteilung von Seminarportal.de).

Dipl.-Betriebswirt (FH) Lutz Lochner ist Bankkaufmann und zertifizierter Rating-Advisor. Er ist als freiberuflicher Wirtschaftsberater für mittelständische Unternehmen bundesweit beratend tätig. Er ist seit Jahren zu betriebswirtschaftlichen Fragestellungen bei Banken und mittelständischen Unternehmen im In- und Ausland tätig. Lutz Lochner ist zudem Autor zahlreicher Fachveröffentlichungen zu betriebswirtschaftlichen Themen des Mittelstandes. Er ist aktiv im BDU e.V. sowie Mitglied im Wirtschaftsclub Rhein-Main e.V. und den Wirtschaftsjunioren e.V.

Dienstag, September 28, 2004

Button Design Contest: Nachgereicht.

Von Carola Heine ist nach dem Einsendeschluß unseres kleinen Button Design Contests ein animierter Button eingegangen:


Ich gebe es ja zu: die Laufzeit des Wettbewerbs (von der Ausschreibung am 18. bis zum Einsendeschluß am 25. September 2004) ist sehr kurz gewesen. Aber das hatte seinen Grund: Der Sieger-Entwurf soll ab dem 1. Oktober 2004 bei der TAZ im Rahmen eines Bannertausches auf den Seiten der Ressorts Wissenschaft, Leserbrief und TAZ Reise online laufen und diese Bannertausch wurde hurtig vereinbart. Irgendwie müssen sich die flachen Hierarchien ja auszahlen.

Trotzdem oder auch gerade deswegen: vielen Dank fuer die Mühe und den ansprechenden Entwurf.

Ganz nebenbei haben wir damit drei Varianten von Buttons vorgestellt: zwei statische Buttons mit Bild bzw. nur aus Text und einen animierten Button, der sich technisch gesehen aus mehreren Bildern zusammensetzt, die von einer Steuerdatei wie ein kleiner Film abgespielt wird. Ausserdem gibt es noch Flash-Buttons und HTML-Button. Aber bis wir erklären, was das ist, warten wir mal ab. Vielleicht kommt so was noch rein.

Inserate in RSS-Feeds.

In der Computerwoche wird behauptet, es gäbe einen Trend zu Werbung in RSS-Feeds: "RSS soll Kanal für Online-Werbung werden".

Nun, sowas bieten wir schon lange an - in Form einer Anzeige im Weblog (nicht in der Navigationsspalte rechts, sondern als bezahltes Posting, das als Anzeige gekennzeichnet wird), ohne daß sich ein Werbefuzzi dafür bislang interessiert hätte (Preisliste), obwohl z.B. gestern RSS-Feeds dieses Blogs 776mal abgerufen worden sind.

Vielleicht liegt es daran, daß noch zu wenige wissen, was RSS-Feeds sind und wozu sowas gut ist. Die Netzeitung hat es recht einfach erklärt: "Netzeitung als RSS-Feed". Zum Lesen nutze ich und empfehle Bloglines.

Frittenblog.

Pommeswelt.de von Biggi Mestmäcker hat jetzt auch einen Frittenblog. Dann fritier mal schön!

Button Design Contest: Entscheidung.

Bei unserem kleinen Button Design Contest wurden zwei Entwürfe eingereicht:



Wolfgang Danzeglocke vom Berliner Restaurant Thai Inside, der den linken Button eingesandt hat, schreibt uns dazu: "Herr Behrens Entwurf folgt der Maxime "Form follows function", meiner dagegen "Function follows form". D.h. ich persönlich finde meinen zwar schöner anzusehen, der andere Button mit reinem Text wirkt aber anziehender und würde wohl mehr Mausklicks auf sich ziehen. Und darum geht es ja."

Mir selbst gefallen beide Button gleich gut und ich spreche deshalb beiden den versprochenen Preis zu. Herr Danzeglocke hat aber auf die Schaltung eines Buttons für sein Berliner Thai-Restaurant verzichtet. Deshalb werde ich - wie versprochen - einen Button für die Website von Herrn Behrens, eine Website zum Wankendorfer Seengebiet, einer kleinen Urlaubsregion in Schleswig-Hoststein, drei Monate lang in der rechten Navigationsspalte dieses Blogs schalten:

Schleswig-Holstein Urlaub
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Montag, September 27, 2004

Mit Kunden sprechen.

Das SAP-Info-Magazin, das Kundenmagazin der SAP AG, hat Martin Röll interviewt: "Das Tagebuch im Web ? ein kurzer Draht zu den Kunden" vom 27. September 2004 (via Marin Röll).

Martin Röll, ein aus Luxemburg stammender Unternehmensberater, der in Dresden lebt, hat sich bereits vor Jahren auf Blogs, RSS und Wikis spezialisiert (technisch gesprochen, eigentlich geht es dabei um E-Collaboration und Informations- und Wissensmanagement). Ob er ein bißchen singen kann, weiß ich nicht. Aber stundenlang mit ihm quatschen kann man, ohne daß es langweilig wird.

Mitarbeiter von SAP setzen bereits seit einiger Zeit Weblogs ein, Entwickler im SAP Developer Network, Manager seit Juli 2003 in der SAP Community.

Websites fuer das Gastgewerbe selbst erstellen.

In unserem Artikel "Websites für das Gastgewerbe: ASP-Lösungen" haben wir vor einiger Zeit mehrere einfache ASP-Lösungen vorgestellt, mit denen u.a. Gastronomen ihre Internetpräsenz selbst erstellen und aktualisieren können.

Eine weiterer Anbieter ist Ruthardt & Beer OEG in Klagenfurt (dowee.at). Sie können diesen Service selbst ausprobieren. Loggen Sie sich dazu auf der Startseite unter "LOGIN" ein mit dem Benutzernamen "mustermann" und verwenden Sie als Passwort "mustermann" (beide male ohne Anführungszeichen). Eine umfangreiche Gebrauchsanweisung können Sie sich herunterladen (sie ist aber zum Testen nicht unbedingt erforderlich).

Dewoo.at versteht sich aber nicht nur als CMS-System, daß Sie von jedem Internetzugang aus benutzen können, um Ihre Webseiten zu erstellen und zu administrieren. Es wird über eigenen Content des Anbieters auch Traffic erzeugt, z.B. werden von Dowee.at veröffentlichte Nachrichten von Google News ausgewertet und damit User auf die Website Dowee.at gezogen, die moeglicherweise dann auch über den integrierten Branchenführer Ihre Gaststätte finden. Außerdem gibt es Interviews mit mehr oder weniger Prominenten, eine Kolumne "Dr. Sorgemich" usw. "Bizclub" nennt sich ein Kundenbindungsprogramm mit eigener Kundenkarte.

Das Konzept erscheint mir erfolgsversprechend, wenn auch die Zahl der registrierten Betriebe im Branchenführer noch etwas mager ist. Aber die 280.000 Page Impressons, die angeblich generiert werden, sind beachtlich, vor allem wenn man berücksichtigt, daß die Zielgruppe primär Österreicher und Touristen sind. Das Vertriebskonzept über Aussendienstmitarbeiter mit ungewöhnlichen Vertragskonditionen erscheint mir zwar etwas merkwürdig. Aber ich will damit ja auch kein Geld verdienen.

Morgen geht die virtuelle Buchtournee weiter.

Morgen, also am 28. September 2004, wird die virtuelle Buchtour von Bernd Röthlingshöfer, die hier im Blog "Gastgewerbe Gedankensplitter" begonnen worden ist, im Notizblog.de von Carola Heine in Düsseldorf fortgesetzt. Vorab hat sie das Buch "Werbung mit kleinem Budget, das auf dieser Tournee vorgestellt wird, rezensiert und Links zu allen bisherigen Beiträgen zusammengestellt.

Am Mittwoch, 29. September 2004, wird die Tour im MEX Blog in Frankfurt am Main forgesetzt. Robert Basic hat schon einmal viele Fragen aufgeschrieben, die er stellen möchte.

Die Abschiedsparty findet am Donnerstag, 30. September 2004, in Berlin statt beim Schockwellenreiter von Jörg Kantel.

Bernd Röthlingshöfer hat schon mal einen Zwischenbericht erstellt.

Sonntag, September 26, 2004

Aromatisierte Kuerbiskerne.

Kürbisknabberkerne stellen eine gesundheitlich wertvolle Alternative zu handelsüblichen Süßigkeiten dar. Sie eignen sich nicht nur als leckere Knabbereien für zwischendurch, sondern können auch zur Dekoration vieler Speisen und Gerichte verwendet werden. Kürbiskerne vom Nebauerhof in der Steiermark werden händisch geerntet und von Hand nachträglich verlesen. Neben den natürlichen Kürbisknabberkernen gibt geröstete Kürbisknabberkerne in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen (mit Salz, mit Kaffeegeschmack, mit Zimtgeschmack, mit Vanillegeschmack, mit Orangengeschmack und andere mehr). Die Kerne werden in 100g, 500g oder 1.000g Säckchen abgepackt und sind bei sachgemäßer Lagerung mindestens 6 Monate haltbar.

Der Nebauerhof liegt im Zentrum des Stiefingtales, umgeben von den Hügeln des steirischen Weinlandes. Die einzigartigen Klimabedingungen lassen den Steirischen Ölkürbis langsam und vollständig ausreifen. Neben den Kürbiskernen werden hauptsächlich Kürbisöle angeboten.

Der Nebauerhof ist einer der Pioniere im Onlineverkauf von Kürbiskernöl. Der Webauftritt wurde vor kurzem relauncht. Neben einem Newsletter, einem Online-Shop auch mit Geschenkpackungen gibt es Kürbisrezepte, Fachinformationen rund um den Kürbis (Gesundheit, Inhaltstoffe, Gewinnung), nützliche Tipps und Tricks sowie Kürbisbilder.

Tafelrunde - die guten Landrestaurants in Rheinland-Pfalz.

Die Kooperation Tafelrunde ist eine Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft & Weinbau und der rheinland-pfälzischen Hotel- & Gaststättenverbände. Die Website informiert über seit Februar 2003 über zur Zeit 23 gute Landrestaurants. Mitglieder der Tafelrunde sind Gasthäuser, die mit Liebe zum Detail die regionale Küche pflegen und bewahren. Auf der Website werden folgende Werbemittel bzw. Gutscheine angeboten:
  • Der kostenlose Prospekt "Tafelrunde Restaurnatführer" gibt auf 120 Seiten einen Überblick der Betriebe und zeigt Ausflugtipps, die man in näherer Umgebung der Restaurants entdecken kann.
  • Das Tafelrunde-Gutscheinheft kostet 16,50 Euro und enthält Gusscheine, die in teilnehmenden Restaurants eingelöst werden können. Der Erwerber des Scheckheftes hat das Recht, in jedem der zur Zeit 23 teilnehmenden Restaurants der Tafelrunde bis zu einem im Gutschein angegeben Datum (aktuelle Ausgabe: 31.12.2005) einmal in jedem der Restaurants ein Hauptgericht kostenlos zu erhalten. Voraussetzung dafür ist, er muss ein zweites Gericht bestellen, d. h. zwei Personen gehenessen, nur eine bezahlt, wobei das zweite, wertgleiche oder günstigere Hauptgericht nicht bezahlt werden muss.
  • Tafelrunde-Gutscheine über beliebige Beträge werden in allen Tafelrunde-Mitgliedsbetrieben eingelöst. Sie können per Fax, Post oder online bestellt werden.
Mehr über "Werbegemeinschaften gastronomischer Betriebe".

In der Saechsischen Schweiz bleiben die Touristen weg.

Viele Kollegen in der Sächsischen Schweiz leiden, denn nach dem NPD-Erfolg bei den sächsischen Landtagswahlen bleiben die Touristen weg: "Nicht dem braunen Pöbel aussetzen", in: Spiegel vom 26. September 2004.

Für alle, die im Raum Dresden ein paar Tage verbringen wollen, haben wir eine Linksammlung Dresden für Touristen zusammengestellt.

Samstag, September 25, 2004

Fleischverarbeitendes Unternehmen aus Polen sucht Geschaeftskontakte.

Gelegentlich werde ich von Unternehmmen aus Osteuropa angeschrieben, die nach Geschäftspartnern in Deutschland suchen. Solchen Bitten komme ich gerne nach.

DUDA - BIS ist ein fleischverarbeitendes Unternehmen aus Sosnowiec in Polen. Es hat einen eigenen Schlachthof in Slawa, in der Nähe von Leszno, in dem täglich 1.500 Schweine geschlachtet und zerlegt werden, aber keine Rinder. Das Unternehmen existiert seit 1990, hat anfangs nur 2 Tonnen Fleisch am Tag verarbeitet, 1999 aber bereits 100 Tonnen am Tag, im Jahre 2.000 bereits 250 Tonnen. In den Jahre 2002 und 2003 gewann das Unternehmen einen Preis als zweitbestes fleischverarbeitendes Unternehmen in Polen.

Überwiegend werden Fleischfertigprodukte hergestellt. Das Sortiment umfaßt mehr als 200 Produkte aus Rind-, Scheine- und Geflügelfleisch, unter anderem Wurstwaren, Räucherwaren, Schinken. Die zum Warenverkauf auf dem europäischen Markt notwendigen Zertifikate (ISO 2001 und HACCP) werden erfüllt, sowie ein Veterinärzertifikat, das den Export der Waren in EU-Ländern ermöglicht. Gesucht werden sowohl Lieferanten als auch Abnehmer. Das Unternehmen ist auf der Wir suchen sowohl nach Lieferanten als auch nach Abnehmern für unsere Waren.

Sie können mit diesem Unternehmen auch auf der Hogatec in Düsseldorf vom 26. bis 30. Dezember 2004 Kontakt aufnehmen oder per Angelika Duda, tel. +48 32 731 11 51, fax +48 32 731 10 80, DUDA - BIS Spó?ka z oo., 41-203 Sosnowiec, ul Baczy?skiego 165. Als englischsprachiger Ansprechpartner fungiert Agnieszka Klimontowska (Quelle: Pressemitteilung des Unternehmens).

Macht die Laeden dicht.

Die SPD-Bundestagsfraktion weigert sich auf Teufelkommraus, trotz des einstimmigen Votums aller Bundesländer, die Kompetenz für die Ladenöffnungszeiten vom Bund auf die Länder zu übertragen. Aus taktischen Gründen - als Verhandlungsmasse in der Förderalismuskommission - will man die überfällige Entscheidung wider besseres Wissen verzögen. Siehe dazu auch: "SPD-Fraktion bremst Ladenschluss-Freigabe", in: Netzeitung vom 25. September 2004.

Die Länder sollten die Bundeskompetenz rotzfrech ignorieren und ohne darauf zu warten, daß die Bundestagsmehrheit den Arsch hochkriegt, die Ladenöffnungszeiten einfach freigeben. Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht dies stoppen würde, würden bis dahin die faktischen Verhältnisse - Hunderttausende von Kunden, welche die neuen Freiheiten nutzen - durchschlagen und es gäbe politisch kein Zurück mehr.

Egistisch betrachtet können eingeschränkte Ladenöffnungszeiten der Gastronomie nur recht sein. Je zeitlich kürzer die auf dem Verpflegungs-Außer-Haus-Markt konkurrierenden Einzelhändler ihre Produkte anbieten können, um so besser für die Gastronomie. Am besten wäre es, so betrachtet, der Einzelhandel hätte nur noch einmal im Monat, etwa mittwochs von 18.45 Uhr bis 19.15 Uhr auf. Dann könnten wir alle in Ruhe, weil die Gaststätten dann endlich mal leer wären, Tim Mälzer im Fernsehen anschauen, der in der Kategorie "Beste tägliche Sendung" für den Deutschen Fernsehpreis nominiert worden ist. Der Deutsche Fernsehpreis wird seit 1999 zur Würdigung hervorragender Leistungen für das Fernsehen verliehen. Die endgültigen Preisträger werden erst am 09. Oktober ermittelt.

Selbstbedienung am Grill.

Die Qualität des angebotenen Franchise-Konzeptes "Gonzales Barbecue Restaurants" kann ich zwar aus der Distanz nur nach der Papierform beurteilen. Aber (Teil-)Selbstbedienungs- und -kochkonzepten gehört meines Erachtens die Zukunft, nicht zuletzt wenn in den nächsten Jahrzehnten aufgrund der demographischen Entwicklung das Arbeitskräfteangebot spürbar zurückgehen wird.

Gonzales Barbecue Restaurants nennt sich ein Franchisekonzept mit 45 Filialen in den Niederlanden, das jetzt nach Nordrhein-Westfalen expandieren will. Auf den Tischen sind Grills installiert, auf denen die Gäste sich verschiedene Fleischsorten selbst grillen können. Der Gast zahlt 18,95 Euro und kann sich dafür am Fleisch- und Salatbüffet unbegrenzt bedienen. Getränke und Desserts werden separat abgerechnet.

Die Website des Franchise-Gebers selbst bietet Informationen zur Zeit nur in holländisch. Aber auf Franchise.de findet sich eine ausführliche Beschreibung in deutsch.

Freitag, September 24, 2004

Was man mit Blogs verdienen kann.

Hat Martin Hitz für seinen Artikel "(Klein-)Geld in Sicht - Weblogs als Geschäftsmodell", in: Neue Zürcher Zeitung vom 24. September 2004 (via Schockwellenreiter) vielleicht die falschen Blogger befragt?

Aber ich muß zugeben, daß der Blog, den Sie gerade lesen, zwar mittlerweile rund 100.000 Pageviews im Monat erzeugt, aber dieser Teil von Abseits.de nur unterdurchschnittlich zu den Erloesen beiträgt. Inhaltsreiche Blogs bringen erst einmal nur Traffic, den es dann auszuschlachten gilt.

Donnerstag, September 23, 2004

Bauern und Studenten nackt und ungehemmt.

Öffentlichkeitsarbeit bewegt sich auf einem schmalen Grat und kann leicht ins Lächerliche abstürzen.

Ein eher gelungenes Beispiel ist der Jungbauern-Kalender der Jugend des österreichischen Bauernbundes. Professionelle Fotografen schießen Fotos von feschen, leicht bekleideten Bäuerinnen und Bauern. Der Andrang von Jungbäuerinnen und -bauern ist so groß, daß man nicht auf halbseidene Modelle zurückgreifen muß.
  • Der erste Jungbauernkalender erschien für das Jahr 2001 ausschließlich in einer Girls-Edition und hatte eine Auflage von 2.000 Stück. Der Kalender war in 3 Tagen ausverkauft. Die einzelnen Kalenderblätter waren von Anfang an im Internet auf der Homepage der Jungbauern (www.jungbauern.at) abrufbar. Im ersten Jahr wurden 400.000 Internetzugriffe registriert.
  • Der zweite Jungbauernkalender erschien für das Jahr 2002 erstmals in einer Men- und einer Girls-Edition in einer Auflage von 5.000 (Girls) bzw. 2.000 (Men) Stück. Der Kalender erreichte bereits in diesem Jahr des Erscheinens den Status des ersten und einzigen erotischen Kultkalenders.
  • Für die dritte Ausgabe im Jahr 2003 bewarben sich bereits 400 Mädls und Burschen als Model. Der Kalender war bereits vor Abschluss der ersten Fotoshooting-Runde im März zu 80% und dann im Herbst für das darauffolgende Jahr restlos ausverkauft.
Die Wirkung des Kalenders wird von den Jungbauern so eingeschätzt: "Der Kalender ist das nach außen getragene Zeichen eines fundamentalen Wandels in der jüngeren Bauernschaft und gleichzeitig Start in ein neues Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl. Er spiegelt damit die massiven Veränderungen der Branche wider."

Eher peinlich berührt hingegen eine Stellungnahme des Deutschen Bauernverbandes gegen eine im Sommer laufende Pro-Sieben-Sendung mit C-Prominenten: "ProSieben bleibt eine Woche länger auf der 'Alm'", in: Spiegel Online vom 23. Juli 2004. Die Wortwahl der Bauernfunktionäre mit "verwerflich", "verzerrtes und beleidigendes Bild der Landwirtschaft", "unpassend", "moralisch fragwürdig", "verhaltensauffällige Exhibitionisten" erinnert mich an eine Szene in der "Alm", in der die Teilnehmer mit ihren Händen Kuhfladen aufsammeln mußten, um damit zu heizen.

In Bamberg, wo die Studentenvereinigung Feki (eine umgangssprachliche Abkürzung für den Universitätsstandort Feldkirchenstraße), die Idee des Jungbauern-Kalenders aufgegriffen hat, um mit einem eigenen Kalender die leeren Kassen der Bamberger Universität zu füllen, hatten die Studenten wohl den klerikalen Einfluß auf die Hochschule unterschätzt. Die Unileitung, die sich nicht zu fein gewesen ist, überhaupt zu einer solchen Nebensächlichkeit Stellung zu nehmen, lehnte "eine solche Kommerzialisierung des nackten Körpers" ab (Quelle: Printausgabe der Lokalzeitung Fränkischer Tag vom 23. September 2004), was die Studenten natürlich nicht hinderte, den Kalender herauszugeben. Oder handelte es sich nur um eine gelungene PR-Aktion der Hochschulleitung, um den Abverkauf zu fördern, indem man die Mundpropganda ankurbelt?

Falls die Stellungnahme der Hochschulleitung ernst gemeint sein sollte, kann man nur noch auf die Einführung von Studiengebühren hoffen. Studiengebühren dürften Hochschulmanager motivieren, sich auf die Lebenswelten ihrer Kunden auszurichten statt sich für ein paar Tropfen Weihwasser zu prostituieren.

Plansoll-Uebererfuellung.

Lange vor Jahresende hat Abseits.de erstmals das Planziel von mehr als 200.000 User Visits monatlich erreicht. Ende 2003 lag die Zahl der Uservisits noch bei rund 112.000.

Dazu kommen rund 7.000 User Visits monatlich fuer die Website Gastgewerbe-Fachliteratur.de, die wir Ende Mai 2004 abgespaltet haben, sowie knapp 8.000 User Visits monatlich der Website Abseits-Bamberg.de unseres Bamberger Café Abseits, die wir bereits im Juli 2003 ausgelagert haben.

Diese Strategie, thematische Teilbereiche auszugliedern und auf neuen Websites auf sie zu fokussieren, wollen wir auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Kooperationen sind dabei nicht auszuschließen. Ich halte diese Strategie für erfolgversprechender als von vornherein mit einem Strauß verschiedener Websites zu starten. Denn Suchmaschinen lieben umfangreiche Websites thematischer Nähe.

Ich gehe davon aus, daß
  • die Zahl der Page Impressions bis Ende des Jahres 500.000 und bis Ende 2006 die magische Zahl von einer Million Page Impressions erreichen wird. Diese Grenze scheidet kommerziell erfolgreiche Websites von eher nebenberuflichen Projekten.
  • die Zahl der Abonnenten des Newsletters Gastro News von jetzt bereits über 11.500 bis zum Jahresende auf 12.000 steigt. Die Gastro News sind ein Joint Venture mit dem Bayerischen Gastronomie-Report, dessen Schwerpunkt auf einer umfangreichen Printausgabe liegt mit einer verbreiteten Auflage von über 6.000 Exemplaren monatlich.

Es war einmal.

Auf der Website von Woodshed Productions (Rainer Kersten) gibt es ein lehrreiches, amüsantes Märchen zu lesen, in dem in der Nebenrolle ein gescheiter Wirt mitspielt und in den Hauptrollen ein Suchmaschinen-Robot und ein Webdesigner: "Der Suchmaschinen-Robot und der Webdesigner ". (via Der Schockwellenreiter). Ganz nebenbei lernen Sie eine Menge über die Optimierung Ihrer Webseiten für Suchmaschinen.

Mehr Touristen aus den Beitrittslaendern.

Die neuen EU-Staaten seien Schlüsselmärkte für den Incoming-Tourismus nach Deutschland: Der Tourismus aus dieser Region werde langfristig um 4,5 bis 6 Prozent wachsen, besagt eine beim 8. Tourismusgipfel des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) in Berlin vorgestellte Studie der Fachhochschule Worms. (via the drink tank).

Mehr über die "Auswirkungen der EU-Öffnung auf die Gastronomie in Deutschland" in einem früheren Beitrag von Abseits.de.

Steigende Erloese aus Online-Werbung erlauben kostenlose Dienstleistungen fuer unsere Leser.

Heise Online berichet über den amerikanischen Online-Werbemarkt, daß im ersten Halbjahr 2004 die Online-Werbeausgaben auf 4,6 Milliarden Dollar, rund 40 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum, geklettert seien (via edings.de).

Vermutlich wird sich der Trend zu steigenden Umsätzen aus Online-Werbung auch in Deutschland fortsetzen.

Auch Abseits.de erfreut sich stark steigender Umsatzerlöse aus dem indirekten (Google Adsense) und direkten Verkauf von Werbeflächen auf unseren Webseiten, von Textanzeigen in unserem Newsletter (der in Zusammenarbeit mit dem Gastronomie-Report herausgegeben wird und mittlerweile über 11.500 Abonnenten hat) und aus Provisionserlösen aus der Vermittlung von Verkäufen an Amazon.de und Art.com.

Was bedeutet dies für unsere Leser? In der Perspektive spricht vieles dafür, daß wir wie bisher unsere Inhalte und arbeitsintensiven Dienstleistungen kostenlos anbieten können, wie z.B die Mailing-Liste Gastro-Einsteiger mit zur Zeit über 600 Teilnehmern, darunter viele Existenzgründer.

Nicht zuletzt ist dies aber auch den vielen ehrenamtlichen Helfern zu verdanken, die uns mit Ratschlägen in der Mailing-Liste Gastro-Einsteiger, redaktionellen Beiträgen auf Abseits.de und Postings in und Anregungen für Beiträge in diesem Blog unterstützen. Als Ein-Mann-Projekt wäre Abseits.de wahrlich nicht mehr zu stemmen.

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Virtuelle Buchtournee.

Bernd Röthlingshöfer, der vorgestern bei uns in Bamberg seine Virtuelle Lesereise gestartet hat, ist heute - vermutlich wieder ab 9 Uhr früh bis zum späten Nachmittag - beim Werbeblogger in Würzburg zu Gast.

Gestern bei Ideengeberin in Lübeck gab es Beiträge zu folgenden Themen:.

Button Design Contest: Zweiter Entwurf.

Wolfgang Danzeglocke vom Berliner Restaurant Thai Inside hat uns seinen Beitrag zu unserem kleinen Button Design Contest zugesandt:

.
Er hat sich, wie er uns dazu schreibt, hauptsächlich auf das Bildliche konzentriert. Das Thema unserer zu bewerbenden Website Gastgewerbe-Fachliteratur.de wurde durch einen kleinen Bücherstapel dargestellt.

Gottseidank muss ich mich heute noch nicht zwischen den beiden bisher eingegangenen Entwürfen, die mir beide gefallen, entscheiden. Einsendeschluß ist der 25. September 2004. Wer hat noch nicht, wer will noch mal?

Und welcher von beiden Entwürfen gefällt Ihnen besser und ist als Inserat besser geeignet:


Starbucks schadet den Kaffeehaeusern nicht.

Die österreichische Tageszeitung "Der Standard" faßt den Jahresbericht des Österreichischen Kaffee- und Teeverbandes zusammen ("Coffee to go" schadet Kaffeehaus nicht" vom 23. September 2004). Starbucks und 'Coffee to go' hätten den (traditionellen) Kaffeehäusern nicht geschadet, sondern ganz im Gegenteil neue, vor allem junge Kunden gewonnen.

Mittwoch, September 22, 2004

AHGZ praesentiert sich online und in der Printausgabe in neuem Gewand und mit neuen Inhalten.

Die Printausgabe der Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung erscheint ab der Ausgabe Nr. 39 vom Samstag, 25. September 2004, in neuem Gewand, einer verbesserten Struktur und mit neuen Inhalten.

Im Zuge der Neugestaltung der AHGZ präsentiert sich auch AHGZ.de in einer überarbeiteten Form:
  • Ab sofort finden Sie - täglich aktualisiert - noch mehr Nachrichten aus den Branchen Hotellerie und Gastronomie auf der Homepage.
  • Eine eigene Online-Redaktion ergänzt die Inhalte der Printausgabe mit topaktuellen Artikeln.
  • Die aufgeräumte und an der gedruckten Ausgabe orientierte Optik erleichtert die praktische Handhabung der Homepage.
Die neue AHGZ.de ist der tägliche aktualisierte Bestandteil in der neuen strategischen Ausrichtung der Verlagshäuser Matthaes (Stuttgart) und Deutscher Fachverlag (Frankfurt am Main) für die Bereiche Hotel-Gaststätte-Catering. Der Slogan "Fachlich Fullhouse" wird Programm.

AHGZ.de wird ab sofort mobil: mit einem WAP-fähigen Mobiltelefon können Sie die aktuellsten Meldungen und Bilder von AHGZ.de auch unterwegs auf Ihrem Handy lesen. Unsere Mobilversion finden Sie unter www.ahgz.de/wap. (Quelle: "Die neue AHGZ.de", in: AHGZ vom 22. September 2004.

Meinen Glückwunsch der Konkurrenz, auch über den deutlich gesteigerten Traffic! Und ein herzliches Gruß Gott an die neue Online-Redaktion! Willkommen im Internet!

Irgendwie fühle ich mich ein wenig bestätigt durch diese Entwicklung. Bereits im März 2001 habe ich über die deutschen Fachzeitschriften und -zeitungen unserer Branche geschrieben: "Die Online-Ausgaben beinhalten in der Regel keine oder nur ausgewählte Inhalte der Printausgaben. Sie hätten besser gelesen, was ich über die "Zukunft der Zeitungsverlage" (Version vom 6. März 2001) geschrieben habe. Ganz anders haben sich die meisten amerikanischen Fachzeitschriften, aber auch z.B. der "Bayerische Gastronomie-Report" und das Schweizer "Gastro-Journal" auf die Informationsbedürfnisse der Internetnutzer eingestellt."

Betrieblicher Brandschutz im Gastgewerbe.

"Nichts anbrennen lassen. Betrieblicher Brandschutz - ein Thema, das immer aktuell sein sollte" von Bernd Pühringer, in: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätte (aus: Akzente 5/2004). Haben Sie schon in Ihrem Betrieb einen speziellen Fettbrandlöscher?

Erdgasbetriebene Espressomaschinen.

Erdgas ist in Deutschland als kostengünstiger und umweltschonender Energieträger für die Heizung und die Warmwasserbereitung bekannt. Doch wer denkt schon daran, dass sich Erdgas auch für die schnelle, kostengünstige und umweltgerechte Zubereitung eines Espressos einsetzen lässt?

Die italienische Art des Kaffeetrinkens - der Espresso - hat auch in Deutschland immer mehr Liebhaber gefunden - nicht von ungefähr findet man in fast jeder gastronomischen Einrichtung hierzulande mittlerweile eine Espressomaschine. Diese Geräte nutzen üblicherweise elektrischen Strom zur Erhitzung des Wassers für die Zubereitung. Aber es geht auch anders: Die Erdgas-Espressomaschinen der Firma Wega, die in Deutschland durch die Berliner Firma Dall` Armi vertrieben werden, haben seit dem 1. Juni 2004 Jahres eine CE-Zulassung für den deutschen Markt beantragt.

Mit einer CE-Zulassung dürfte einer weiten Verbreitung der erdgasbetriebenen Espresso-Maschinen nichts mehr im Wege stehen, denn deren Vorteile sind überzeugend. Dabei kommen vor allem zwei Faktoren zum Tragen: eine im Vergleich zu strombeheizten Geräten deutlich höhere Effizienz sowie - bezogen auf die Entnahme gleicher Leistung - niedrigere Energiekosten. Laut Hersteller amortisieren sich so die Mehrkosten bei der Anschaffung in rund zwei Jahren - je nach Betriebsdauer. Und die erdgasbetriebenen Espressomaschinen bieten den gleichen Bedienkomfort wie strombetriebene Geräte und sind in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten, zum Beispiel als elektronische oder halbautomatische Version, erhältlich.

Dieses Beispiel aus der Gastronomie zeigt, dass sich das Anwendungsspektrum von Erdgas als Energieträger in den letzten Jahren deutlich verbreitert hat und weitere Anwendungen hinzu gekommen sind. Erdgas lässt sich, so die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V., überall dort vorteilhaft einsetzen, wo es auf die effiziente Bereitstellung von Wärme, Strom, Kälte, Dampf und Druckluft ankommt. Hierzu zählen beispielsweise auch Terrassenstrahlungsheizungen, Grills, Wäschetrockner ? oder eben Espresso-Maschinen.(Quelle: Pressemitteilung von ASUE).

Ein gesetzlicher Mindestlohn wird scheitern.

Laut einer Meldung der Deutschen Welle ("IG-Metall nun doch für Mindestlohn" vom 22. September 2004) spricht sich jetzt auch die IG Metall für einen gesetzlichen Mindestlohn aus. Das "Gesetz über die Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen" von 1952 solle so gefaßt werden, daß der unterste Tariflohn einer Branche zugleich zum gesetzlichen Mindestarbeitseinkommen erklärt werde.

Dies könnte meines Erachtens im Gastgewerbe dazu führen, daß gar keine Tarifverträge mehr abgeschlossen werden wie z.B. bereits in Thüringen. Siehe dazu "NGG kritisiert erneut THÜHOGA", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 4. September 2004.

Zwar läßt sich möglicherweise rechtlich gewagt eine Nachbindungswirkung von abgelaufenene Tarifverträgen konstruieren, doch die Inflation entwertet die darin vereinbarten Nominallöhne sukzessive.

Zum Mindestlohn siehe auch unseren früheren Beitrag "NGG wiederholt Forderung nach Mindestlohn" vom 29. August 2004.

Button Design Contest: Erster Entwurf eingetroffen.

Jetzt ist auch der erste Button für unseren kleinen Button Design Contest eingetrudelt. Er stammt von Torsten Behrens, der seit 1998 eine Website zum Wankendorfer Seengebiet, einer kleinen Urlaubsregion in Schleswig-Hoststein betreibt: Urlaub.wsg.de.

Der Entwurf von Torsten Behrens ist schlicht, einfach (wie der Macher es ausdrückt), gefällt mir aber gut, auf alle Fälle tausendmal besser als mein "Meisterstück". Er greift das Rot-Schwarz-Weiss der Anzeige der TAZ (für tazpresso) auf, mit der wir ja einen Buttontausch vereinbart haben, hat zur Unterscheidung jedoch ein anderes als das TAZ-Rot genomen und einen kleinen Rahmen um den Text gelegt.


Dienstag, September 21, 2004

Virtuelle Buchtournee: Blog- und Presseschau.

Ich werde hier mal Links sammeln zu Berichten und Kommentaren über Bernd Röthlingshöfers virtuelle Buchtournee, der heute hier in diesem Blog zu Gast gewesen ist. Die Bloggerkollegen sind natürlich wieder mal die schnellsten. Die Trödler füge ich in den nächsten Tagen hinzu:

Verabschiedung.

Herr Röthlingshöfer, wir haben uns jetzt einige Stunden miteinander unterhalten. Ich hoffe, es ist nicht unhöflich zu sagen, sondern demonstriert nur die Besonderheiten von Interviews auf Distanz, daß ich zwischendurch mal kurz in unsere Gaststätte gegangen bin, um mich davon zu überzeugen, daß die fleißigen Gesellen des Malerhandwerks, die unser Lokal gerade renovieren, gut vorankommen und wir morgen früh wieder Gäste empfangen können. Wir beide wissen ja, daß wir andererseits gestern schon mal vorab ein paar E-Mails hin- und hergeschickt und uns telefonisch etwas beschnuppert haben.

Ich möchte mich auch im Namen unser User recht herzlich bei Ihnen für das große Engagement und die vielen guten Tipps bedanken.

Für Ihre nächsten virtuellen Lesungen in den kommenden Tagen darf ich Ihnen viele neue und interessante Fragen wünschen. Daß Ihre Antworten lesenswert sein werden, davon bin ich überzeugt.

Die nächste virtuelle Lesung findet morgen am 22. September 2004 ganz hoch im Norden statt, in Lübeck, im Blog Ideengeberin.de, also bei Nicole Simon, die im Brotberuf vor allem Gründer und junge Unternehmen berät. Grüßen Sie Frau Simon von mir. Ich bin morgen als Zuhörer bestimmt dabei - virtuell natürlich.

Dankeschön.

So der erste Tag der virtuellen Buchtournee ist vorbei. Kann man schon ein Fazit ziehen? Für heute nur dieses: es hat sehr viel Spaß gemacht. Ich danke allen, die mitgelesen haben, das Ganze kommentierten oder Fragen per E-Mail gestellt haben recht herzlich. Ich hoffe, Sie konnten einen Nutzen daraus ziehen und ich habe Sie nicht von anderen wichtigen Tätigkeiten abgehalten!

Ein dickes Dankeschön an meinen Gastgeber! Lieber Herr Schoolmann, es war richtig nett bei Ihnen. Danke, dass Sie mich eingeladen und mein Buch so intensiv gelesen haben. Und alles so schön eingerichtet war! Danke für Ihre Fragen, die hochinteressanten Gespräche und E-Mails zur Vorbereitung und Ihre Nachsicht, wenn ich die Blogger-Software mal falsch bedient habe. Ich hoffe, ich habe Ihnen als Gastgeber nicht zu viel Arbeit gemacht. Wer mag schon Gäste, die das ganze Sofa vollkrümeln?

Wer Lust hat, besucht mich auf meinen weiteren Lese-Stationen, oder schreiben Sie mir ein paar Zeilen. Bis bald!


Low Budget Werbung sieht nicht billig aus.

Gerhard Schoolmann:

Besteht, Herr Röthlingshöfer, nicht die Gefahr, daß Low-Budget-Werbung Unternehmen aus der Sicht der Kunden klein macht? Gerade unternehmensnahe Dienstleister täuschen doch häufig Größe vor, um den Eindruck von Professionalität zu erzeugen und sich als standesgemäßer Partner von großen Unternehmen darzustellen. Ich denke aber auch an Dienstleister, deren Qualität man als Kunde schlecht beurteilen kann wie Anwalts- und Arztpraxen. Sie residieren in besten Lagen, marmorgeschwängert, mit vielen Gehilfinnen, protzigen Schildern und Fahrzeugen.

Brauche ich etwa als Partyservice-Anbieter, der sich um Aufträge von großen Unternehmen bemüht, nicht doch eine beeindruckende Website, Prospekte im Vierfarbdruck und eine imposante Fahrzeugflotte, um überhaupt in die engere Wahl genommen zu werden? Caterer wie Käfer, Haberl oder Do & Co machen nicht gerade den Eindruck, daß sie Low Budget Marketing betreiben.

Bernd Röthlingshöfer:

Sieht Low Budget Werbung billig aus? Überhaupt nicht! Der budgetbewusste Unternehmer muss sich einfach nur ein paar Fragen stellen. Welchen Wert oder Mehrwert hat ein vierfarbiges Logo gegenüber einem einfarbigen, das auch in Schwarz-weiß funktioniert? Brauche ich eine Sonderfarbe, die extra für mich angerührt wird wirklich? Kommen etwa mehr Kunden, weil ich ein bestimmtes Grau an die Wände schmiere? Der Nike-Schwung ist doch nicht etwa ein teures Logo? Nein, es kostete 50 Dollar! Trotzdem kann sich darauf eine der stärksten Marken der Welt aufbauen. Viele Restaurants können ja auch auf Speisekarten verzichten und tragen die aktuellen Angebote der Küche am Tisch vor. Oder sie werden projiziert oder in guter alter Manier auf eine Tafel geschrieben.

Also Low Budget Werbung erkennt man nicht daran, dass Sie billiger aussieht. Wenn man mit ihr ausgetretene Pfade verlässt, ist sie sogar attraktiver und wirksamer als herkömmliche Werbung. Auch Unternehmen wie Sixt oder Ryan Air machen im Grunde genommen Werbung mit kleinem Budget. Der Etat von Sixt wird nämlich regelmässig überschätzt. Warum? Weil sie mit einer einzigen provokanten Anzeige ein Aufsehen erregen, als hätten sie hunderte davon geschaltet. Ich erinnere nur an die Sturmfriseur von Angela Merkel, die für Cabrios werben sollte. Low Budget ist es auch, eine Aussage wie "bye,bye Lufthansa" auf die Ryan Air Flieger zu kleben, wie es der Ryan Air Chef Michael O Leary anordnet. Er war nach eigenen Aussagen jedes Mal dankbar, wenn ihn die Lufthansa verklagte, so kam er ständig in die Medien, ohne einen Cent für Anzeigenwerbung zu bezahlen.

Ich stelle wie Sie fest, dass sich Arztpraxen, Rechtsanwälte oder auch Werbeagenturen mit Marmorböden und Designermöbeln aufmotzen. Aber welchen Mehrwert haben deren Kunden? Produziert man etwa in einem Charles Eames Sessel bessere Ideen als auf einem IKEA Sofa? Muss man nicht eher besonders vorsichtig sein, wenn man als Kunde solche Räumlichkeiten betritt? Mir kommen da auch solche Gedanken: In Wahrheit sind doch 100 Prozent der Ausstattung geleast. Mindestens ein Drittel des Personals sind Praktikanten, die gar nicht oder lausig bezahlt werden.

Ich plädiere dafür überhaupt nichts vorzuspielen. Die Schickimicki-Zeiten liegen hinter uns. Eine Firma wie IKEA verzichtet auf teure Fotomodelle und knipst ihre Mitarbeiter für den Katalog. Das kommt besser an als magersüchtige Kleiderständer abzulichten.


Leseprobe: Worauf es bei Logos ankommt.

Ein gutes Logo ist einfach

Ein gutes Logo muss binnen Sekundenbruchteilen vom Betrachter erkannt und wieder erkannt werden. Die verwendeten Schriften sind klar lesbar - auch aus größerer Entfernung. Sofern es sich um eine Bildmarke oder Wort-/Bildmarke handelt, weiß man auf den ersten Blick, was sie bedeutet. Komplizierte Formen, filigrane Bildelemente - das ist beim Logo tabu.
"Ein gutes Logo ist so einfach, dass man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann...!" (Prof. Kurt Weidemann)

Ein gutes Logo funktioniert überall
Farbig und in Schwarz-Weiß
auf Großflächen
in Daumennagelgröße
im Zeitungsdruck
im Internet
per Fax-Übermittlung
als ein- oder mehrfarbiger Stempel
als Folienbeschriftung

Ein gutes Logo ist einfarbig
Verwerfen Sie alle Logos, die aus zwei oder mehr Farben bestehen. Jede Druckfarbe kostet Sie später bares Geld. Ein Logo muss zuallererst in schwarz-weiß funktionieren - wenn Sie wollen auch in einer anderen Farbe. Erst dann können Sie sicher sein, es universell einsetzen zu können.

Finger weg von Sonderfarben
Beim herkömmlichen Druckverfahren werden alle Farben aus den vier Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt. Zusätzlich kann man im Offsetdruck Sonderfarben verwenden und so einen Farbton auf jeder Druckmaschine exakt treffen. Der Nachteil: Im für kleine Auflagen günstigen Digitaldruckverfahren gibt es diese Sonderfarben nicht, er baut einzig und allein auf den vier Grundfarben auf. Wenn Sie also ein farbiges Logo verwenden, dann achten Sie darauf, dass es aus der besagten 4-Farb-Skala erzeugt ist. Nur so können Sie über alle Drucksachen ein einheitliches Ergebnis ohne Farbschwankungen sicherstellen. Auch wenn es Ihnen originell und einzigartig erscheint, lassen Sie sich kein Logo in Elfenbein-Metallic oder anderen exotischen Farben entwerfen. Ein solches Logo lässt sich nicht reproduzieren. Oder haben Sie schon mal einen Stempelaufdruck mit Metallicfarbe gesehen?

Einfarbig ist nicht eintönig
Auch wenn Sie nur eine einzige Farbe, z. B. Schwarz verwenden, können Sie einen "mehrfarbigen" Eindruck erzielen. Denn jede im Vollton verwendete Farbe lässt sich aufrastern. Und das geht so:
100 Prozent schwarz = Vollton-Schwarz
80 Prozent schwarz = anthrazitgrau
60 Prozent schwarz = mausgrau
40 Prozent schwarz = hellgrau

Genauso können Sie mit jeder anderen Farbe diese Farbabstufungen erzielen; vom dunklen zum hellen Blau oder vom Rot zum Rosa. Das Schöne ist, wenn Sie später Ihr Logo drucken lassen, verwenden Sie mehrere Farbabstufungen, bezahlen aber nur eine Farbe.

Size does matter
Lassen Sie sich Ihr Logo in einer maximalen Breite von 4 cm präsentieren. Warum? Weil dies die kleinste Darstellungsform ist, in der Sie es verwenden sollten. Vielleicht wollen Sie in Kürze Anzeigen veröffentlichen? In Tageszeitungen beträgt die minimale Breite einer Anzeige 40 mm. Und da sollte Ihr Logo reinpassen. Betrachten Sie es aufmerksam. Ist es noch lesbar? Sofern es Bildelemente enthält: sind diese zur Unkenntlichkeit geschrumpft? Wenn ein Logo in dieser Größe nicht funktioniert, werfen Sie es sofort weg. Sie brauchen ein neues.

Der Fax-Test
Lassen Sie sich den Logo-Entwurf in der angegeben Größe von maximal 4 cm Breite präsentieren. Nehmen Sie den Entwurf und legen ihn ins Faxgerät. Achten Sie darauf, dass Ihr Faxgerät auf niedrigste Auflösung eingestellt ist. Dann drücken Sie die Kopiertaste. Betrachten Sie das Ergebnis Ihres gefaxten Logos. Sind Buchstaben oder Zeichen zu einem schwarzen Klecks verschmolzen? Dann kann dies für Abhilfe sorgen: Setzen Sie die Schrift etwas größer. Vergrößern Sie die Buchstabenabstände. Verwenden Sie eine dünnere Schrifttype. Fehlen Teile des Logos oder sind nur schwach erkennbar? Dann verwenden Sie dunklere Farben oder Volltonfarben. Lassen Sie die Konturen kräftiger zeichnen.


Lange oder kurze Domainnamen.

Gerhard Schoolmann:

Auf S. 90 Ihres Buches kritisieren Sie überlange Domain-Namen. Ich stimme Ihnen zwar zu, Herr Röthlingshöfer, daß kaum jemand gerne URLs wie ferienwohnung-nahe-bingen.de eintippt. Aber solche Namen haben den Vorteil, daß man wichtige Suchbegriffe (wie z.B. Ferienwohnung) verwenden kann, sofort den Standort kennt und sich schwer angreifbar macht von bösen Buben, die einem die Domain streitig machen wollen.

Was haben Sie gegen lange Domainnamen?

Bernd Röthlingshöfer:

Kürzere Namen sind besser als lange, weil sie nutzerfreundlicher sind. Sie sind schneller getippt und wenn es "sprechende" Namen sind, wird man sie sich auch merken können. Aber natürlich geht es nicht immer kurz. Das sieht man ja an mir. Der Name Bernd Röthlingshöfer ist lang, schwer merkfähig und lässt auch mehrere Schreibweisen offen. Fatal. Trotzdem habe ich ihn in die URL meines Weblogs eingebaut. Die Alternative wäre ein Pseudonym gewesen, aber so weit habe ich nicht gedacht. Ich gebe zu: ein bisschen hoffe ich, dass sich auch ein so altfränkischer Name wie meiner einprägt, wenn er nur oft genug gelesen wird.

Auf keinen Fall würde ich wegen des Gebots der Kürze eine Abkürzung wählen oder einen Phantasiebegriff, den niemand mit der Person oder dem Geschäft verbindet.

Im übrigen kann es im Einzelfall auch mal clever sein, einen unaussprechlichen Namen zu wählen. Vor kurzem berichtete ich über Aedes de Venustas, einen Shop für hochwertige Parfüms, den zwei Deutsche in New York gegründet haben. Die haben den komplizierten Namen bewusst gewählt, aber auch sonst einiges andere clever angestellt. Ihr wichtigstes Alleinstellungsmerkmal ist wohl die besondere Art der Geschenkverpackung, die sie anbieten: sie verpacken die Parfums mit frischen Blumen.


Alternativen zu Anzeigen.

Adelheid Andruschkewitsch schreibt per E-Mail:

"wir betreiben ein kleines Vollwert-Gourmet-Restaurant, liegen von der Verteilung der Tageszeitungen in einem Dreiländereck und haben bisher festgestellt, daß wir per Zeitungsanzeige kaum neue Gäste und auch unsere Stammgäste kaum erreichen. Mit Mailings per Mail und Post funktioniert es besser, aber damit erreiche ich nur die Stammgäste. Was kann ich ansonsten tun?"

Bernd Röthlingshöfer:

Setzen Sie auf Pressearbeit

Stoppen Sie Ihre Anzeigenwerbung. Versuchen Sie stattdessen über Presseberichte in der regionalen Presse auf sich aufmerksam zu machen.

Setzen Sie auf zielgruppengerechte Events>

Ein einfacher Weg in die Presse zu kommen geht über besondere Veranstaltungen in Ihrem Hause, neudeutsch "Events" genannt. Machen Sie solche Events zielgruppenspezifisch. Wie wäre es beispielsweise mit Literatur - kulinarischen Lesungen zu denen regionale Autoren präsentiert werden oder bei denen "kulinarische" Stellen der Weltliteratur gelesen werden? Vielleicht auch in Kooperation mit einem Buchhändler, der ihnen bei der Bewerbung solcher Veranstaltungen zusätzlich hilft. Sandra Lüpkes, eine Krimiautorin auf Juist macht solche Lesungen mit Erfolg im Juister Hof.

Suchen Sie Kooperationspartner
Anzeigen schaltet man ja, weil man hofft, die Tageszeitung würde die Werbung an den Kunden transportieren. Wer kann stattdessen Ihre Werbung zu "neuen" Kunden transportieren? Gibt es Kooperationspartner, die Ihre Werbung streuen können? Andere Unternehmen, Einrichtungen, vielleicht auch Lieferanten? Entwickeln Sie dafür einen kleinen Flyer oder einfach nur eine Kennenlernkarte.

Geben Sie den Kunden etwas mit

Was können Stammkunden bei Ihnen mitnehmen? Entwickeln Sie ein originelles Werbemittel, das man mitnimmt oder am liebsten sammelt. "Rezepte zum Mitgeben ? auf Bierdeckeln?"

Machen Sie etwas Bemerkenswertes

Gibt es etwas Einzigartiges in Ihrem Hause, über das jeder spricht. Ein lebender Haifisch im 10 Meter Aquarium, ein echter Picasso - das wäre passend, aber leider zu teuer. Hier in Konstanz eröffnete unlängst ein Restaurant, das sich einer "gesunden Küche" verschrieben hat. Es hat einen Wasserbrunnen installiert, an dem man sich Wasser kostenlos zapfen kann. So etwas merkt man sich und erzählt es weiter. Gemerkt habe ich mir auch die Spirituosenkarte in Schumanns Bar. Es gab keine! Stattdessen zog der Kellner ein kleines dickes Büchlein aus der Hosentasche, das ein paar hundert Drinks aufzählte. Und Herr Schoolmann erzählte mir gestern vom weltberühmten Riesenschnitzel der Figlmüllers in Wien - das Restaurant fehlt wohl in keinem Touristenführer.


Leserfragen: Blog oder CMS, Handzettelverteilung, Saugnapf an der Fensterscheibe.

Per E-Mail fragt Herr Stefan Heltemes:

Erstmal Gratulation zu dem rundum gelungenen Buch. Ich las es gestern und bin sehr angetan, weil es handfeste praktische Hilfe und Tipps für einen Existenzgründer, wie ich es bin, liefert.

An den Ablauf der virtuellen Lesung, die ich verfolge, muss ich mich noch ein wenig gewöhnen. Da ich nicht weiß, wie lange sie dauern soll und Punkte, die mich besonders interessieren, in den bisherigen Beiträgen nicht zur Sprache kamen, wähle ich hiermit den Email-Weg anstelle der Blog-Comments.

Worin liegt eigentlich der Vorteil eines Weblogs in Kosten und Funktionalität gegenüber eines Freeware-CMS wie Typo3?

Ich gründe einen Bringdienst für hochwertiges Essen. Da meine Zielgruppe primär Büroangestellte sind, ist eine Handzettelwerbung per Einwurf in die Unternehmensbriefkästen wenig effizient (das mache ich in Wohngebieten). Deshalb möchte ich Plakatwerbung betreiben (wozu Sie in Ihrem Buch gute Hinweise geben) und Handzettel den Angestellten in die Hand drücken lassen, wenn Sie sich auf dem Weg zu Arbeit befinden. Ist Ihrer Ansicht und Erfahrung nach eine direkte Handzettelverteilung an Fußgänger ein effizienter Werbekanal? Gibt es rechtliche Restriktionen zu beachten?

Auch überlege ich mir Handzettel an parkende Fahrzeuge in Gewerbe- und Bürohochhäusergebiete heften zu lassen. Können Sie hierzu auch etwas bezüglich Effizienz und etwaige Restriktionen sagen? In Ihrem Buch habe ich denke ich alles verstanden, außer was es mit dem "Saugnapf an der Fensterscheibe" genau auf sich hat (S. 220). Wo kann ich Näheres darüber erfahren?

Bernd Röthlingshöfer zu Typo3:

Leider habe ich mit Typo3 CMS keine Erfahrung. Ein Blick auf die Website zeigt mir aber, dass es weit mehr Funktionen als ein Weblog bietet. Mit einer Weblog-Software kann man eben nur ein Weblog machen. Deshalb muss man prüfen, ob die Standardkomponenten, die ein Weblog bietet, für die eigenen Marketingvorhaben ausreichen.

Zum Thema Weblogs und ihre Vorteile steht ja im Buch einiges. Aber sehen Sie auch hier nach. Herr Schoolmann an dieser Stelle schon sehr viel zusammengetragen.

Gerhard Schoolmann zu Handzettelverteilung:

Handzettelwerbung an Autos anbringen zu lassen, faellt in Deutschland unter Sondernutzung von Verkehrswegen (Sondernutzung nennt man alles, was ueber den sog. "Gemeingebrauch" von Verkehrswegen (von Autobahnen bis zu Bürgersteigen und Plätzen)hinausgeht). Sondernutzungen unterliegen der kommunalen Regelungshoheit. In vielen Kommunen gibt es "Sondernutzungssatzungen" (z.B. die Sondernutzungsatzung der Stadt Bamberg), in denen Gebuehrenregelungen fuer verschiedene Sondernutzungsarten verzeichnet sind. Man muss eine meist gebührenpflichtige Erlaubnis für eine Sondernutzung beantragen. Wenn man gegen diese Satzungen verstößt, begeht man eine Ordnungswidrigkeit. In einigen Städten wie Nürnberg ist diese Sondernutzung überhaupt nicht genehmigungsfähig.

Für Handzettelverteilung an Fußgänger gilt im Prinzip das gleiche. (Praktisch ist es schwieriger von den Behörden zu kontrollieren und zu verfolgen). Man könnte aber
- andere Geschaefte fragen, ob man auslegen darf
- die Mitarbeiter bitten, nur Freunden und Bekannten Handzettel zu geben. (Gespräche zwischen Verkehrsteilnehmern gelten als Gemeingebrauch).

Bernd Röthlingshöfer zu den "Saugnäpfen an der Fensterscheibe":

Diese Werbemittel heissen supercards® und sind sozusagen hochwertige Handzettel. Sie werden nicht einfach hinter den Scheibenwischer geklemmt, sondern per Saugnapf an den Fahrerfensterscheiben parkender PKW platziert. Das in Hamburg ansässsige Unternehmen, das diese supercards ® erfunden hat verspricht eine genaue selektive Verteilung z.B. ausschließlich an Mercedes-Fahrer oder Fahrzeuge, die in Wohngebieten mit Kaufkraftindex > 120 parken, oder auf Flughafenparkplätzen usw. Auf dieser Website erfahren Sie mehr darüber. Vorbildlich ist es exakt nach Wohngebieten oder Fahrzeugtypen zu selektieren. Das ergibt weit weniger Streuverluste als Anzeigenwerbung


Investiert Zeit, nicht Geld.

Gerhard Schoolmann:

Herr Röthlingshöfer, Sie regen an, einen großen Werbeetat durch Zeit, Arbeitskraft und Ideen zu ersetzen. Deutet das nicht eher auf Defizite im Kerngeschäft hin und lockt man damit kleine Unternehmen nicht in die Falle, das Kerngeschäft zu vernachlässigen und die Zeit mit Dingen zu vertrödeln, von denen man keine Ahnung hat? Sollte man nicht eher die Regel beherzigen: Schuster bleib bei Deinem Leisten?

Ist der Ratschlag, sich um Werbung selbst zu kümmern, vielleicht nur etwas für Anwälte, die sich mangels Klienten langweilen, Ärzten mit halbvollen Praxen oder Gastronomen, die hinter der Theke Däumchen drehen?

Bernd Röthlingshöfer:

Für den Ratschlag "Lieber mehr Zeit als Geld investieren" gibt es verschiedene Gründe. Ich nenne mal zwei davon

1. Zeit zum Nachdenken. Jeder Werbeetat wird besser, wenn man sich vom Budget-Denken verabschiedet. Denn in etablierten Betrieben ist es oft so, das feste Budgets für bestimmte Dinge reserviert sind, und kein Mensch rüttelt mehr daran und stellt die Sinnhaftigkeit mancher Maßnahmen auf den Prüfstand. Viele verlängern automatisch ihren Eintrag in den gelben Seiten, bloß weil der Vertreter jedes Jahr pünktlich vorbei kommt. Wer gute Werbung will muss ständig über Alternativen nachdenken. Nachdenken über Alternativen ist zeitaufwendig. Die Zeit sollte der Unternehmer investieren und zwar immer wieder.

Übrigens wäre es falsch, nur über Einsparungen nachzudenken. Die Unternehmer sollen bessere Wege finden, ihre Ziele zu erreichen. Sie sollten Werbeideen entwickeln, die bei gleichem Aufwand doppelt oder dreifach wirksam sind.

2. Mehr Zeit für und mit dem Kunden. Dann empfehle ich mehr Zeit mit den Kunden zu verbringen. Das erhöht die Kundenbindung. Ich glaube, es ist weitaus wirksamer die Kontakte zu wenigen zu intensivieren als ein möglichst großes Publikum nur beiläufig zu erreichen. Ich hörte mal von einem Restaurant im Oberschwäbischen, das in der Vorweihnachtszeit ein Wochenende veranstaltet, in dem es mit den Stammkunden gemeinsam ein Fünf-Gänge-Menü kocht. Ein solcher Koch-Event schafft Begeisterung und löst im Übrigen weitaus wirksamere und kostenlose Werbung aus: darüber berichten Medien und die Leute erzählen darüber. So initiiert man Mund-zu-Mund-Propaganda.


Weblogs vom Handelsblatt.

Da sage einer die Redakteure des Handesblattes seien konservative Säcke. Die haben sich progressiv-dynamisch eine ganze Reihe von Weblogs zugelegt (via Notizblog), so richtig offiziell und nicht nur privat und insgeheim, und bloggen, was die Tastatur aushält:

Gastronomische Betriebe als Werbeumfeld.

Gerhard Schoolmann:

Herr Röthlingshöfer, Sie schreiben über "Werbung mit kleinem Budget".

Ich predige meinen Gastronomen, etablierte gastronomische Unternehmen sollten nicht nur danach trachten, Werbeausgaben effizient einzusetzen, sondern auch selbst Werbeeinnahmen zu erzielen. Gastronomische Betriebe stellen eine gute Möglichkeit dar, Kunden (Gäste) anzusprechen. Für diese Kontaktvermittlung kann man als Gastronom Geld verlangen.

Weit verbreitet ist z.B., daß man die Druckkosten für Speisekarten ganz oder teilweise über Inserate oder Druckkostenzuschüsse von Lieferanten finanziert oder damit sogar Geld verdient.

Was halten Sie davon, gastronomische Betriebe gewissermaßen als Werbeträger zu betrachten, die in Konkurrenz zur lokalen Tageszeitung, lokalem Radio, Stadtmagazinen, Plakatständern usw. Werbemöglichkeiten vermarkten?>

Bernd Röthlingshöfer:

Gastronomische Betriebe bieten ein hervorragendes Werbeumfeld. Demzufolge haben Gastronomen gute Chancen, Werbeeinnahmen zu erzielen. Es gibt ja viele Unternehmen, die sich professionell mit der Vermittlung solcher Werbung beschäftigen. Ein deutlicher Beweis, dass hier ein "Werbemarkt" vorhanden ist. Denken Sie nur mal an die Edgar Medien, die Postkartenständer in über 4.000 Gastronomiebetrieben aufgestellt haben und über rund 6.000 Plakatflächen in der Gastronomie verfügen. Clevere Gastronomen können mit solchen Firmen kooperieren aber auch selbst aktiv werden. Auf der Seite des Fachverbandes Ambient Media findet man einige der bundesweit tätigen Unternehmen.

Das Thema der Werbekooperation oder Nutzung von Werbeflächen, die andere Unternehmen - nicht nur Gastronomiebetriebe - bieten, habe ich in meinem Buch kurz angesprochen. Allerdings nicht um damit Einnahmen zu erzielen, sondern um ganz zweckgebunden Werbemittel oder auch Veranstaltungen zu refinanzieren. Generell rate ich auch allen Unternehmen, verstärkt über Koop-Marketing nachzudenken. Sich mit anderen zusammen zu tun kann für die Werbung zahlreiche Vorteile haben:

Reduzierung der Gestaltungs- und Herstellungskosten von Werbematerial
Reduzierung der Verteilungs- oder Streukosten
Gewinnung neuen Adressmaterials
Erschließung neuer Zielgruppen
Erhöhung der Werbewirkung
Erhöhung der Öffentlichkeitswirkung

Ich meine Werbungtreibende sollten nachdenken, in welchen gastronomischen Betrieben sie ihr Zielpublikum erreichen und dann auf diese Betriebe zugehen und ihnen Vorschläge unterbreiten. Wer kostenbewusst sein will muss scharf selektieren. Welches ist meine Zielgruppe? Über welche gastronomischen Betriebe kann ich sie erreichen? Da braucht man nicht mal Marktforschung. Wer wissen will, wo er welches Publikum antrifft, muss dem betreffenden Cafe, Restaurant usw. nur einen Besuch abstatten.

Allerdings muss man auch warnen. Gastronomische Betriebe sind so genannte "dritte Orte" und bieten eine besondere Erlebniswelt. Der Gastronom, der diese mit Werbung überfrachtet, kann auch das Missfallen der Kunden erregen.

Gastronomen sollten daher nicht nur auf die Einnahmenseite sehen, wenn Werbeangebote in ihren Räumen oder auf ihren Speisekarten oder Drucksachen platzieren. Sie sollten darauf achten, dass diese Werbung zu ihrem Publikum passt und ihrem Publikum einen Nutzen bringt.


Weblogs sind ideal um ins Gespräch zu kommen.

Gerhard Schoolmann:

Ist es einfach gewesen, die Betreiber der fünf Blogs, die Sie in den nächsten Tagen nach mir noch besuchen werden, zu überzeugen mitzumachen?

Und wie lernt man überhaupt im Internet Menschen kennen, um solche gemeinsamen Projekte starten zu können? Ist dies Ihr erstes Projekt, das Sie mit Menschen gemeinsam machen, die Sie vorher nie personlich kennengelernt haben?

Bernd Röthlingshöfer:

Überzeugungsarbeit musste ich nicht leisten. Ich schrieb 4 Weblogs an und fragte, ob Sie dabei sein wollen. Drei sagten sofort zu, einer überlegte zu lange. Die restlichen noch offenen Termine schrieb ich in meinem Weblog aus. Ein Termin war nach ein paar Minuten vergeben, der andere nach einer Stunde. Leider kamen dann noch viele nach, deren Weblogs ich sehr schätze und die ich auch sehr gerne besucht hätte. Aber man sollte die Buchtournee nicht zu lange ausdehnen. Irgendwann ist alles gesagt und dann besteht die Gefahr, dass sich die Inhalte wiederholen.

Wie man im Internet Leute kennen lernt für Projekte? Über Weblogs. Für mich sind sie wirklich das fantastischste Mittel, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Jeder hat ja so seine Lieblingsweblogs, bei denen er mitliest. Da entdeckt man dann Übereinstimmungen und weiß irgendwann, der- oder diejenige vertritt ähnliche Ansichten, schreibt zum selben Fachgebiet oder hat gleiche Hobbies. (Mit dem Schockwellenreiter teile ich die Vorliebe für Akkordeonmusik - er weiss es aber noch nicht.)

Mein erstes Projekt, das ich über das Internet realisierte, ist das 165 Seiten starke E-Book "Wer macht eigentlich ... Werbung für kleine Budgets?" - eine kostenlose Ergänzung zu meinem Werberatgeber. Dort präsentieren sich 120 Agenturen, Grafiker, Texter, Berater usw. die sich auch für kleine Budgets ins Zeug legen. Das kann sich jeder Unternehmer zulegen, indem er es hier herunterlädt (PDF, 864 Kb). Wichtig bei der Wahl des richtigen Agenturpartners ist, dass diese über die Qualifikationen verfügt, die man tatsächlich benötigt. Und dass man als Auftraggeber nicht das fünfte Rad am Wagen ist. Anhand dieser Präsentationen im Buch kann man schnell entscheiden, welches Unternehmen einen vielversprechenden Eindruck macht und womöglich zu einem passt.

Dieses Projekt lief fantastisch, völlig problemlos. Die Zusammenarbeit wurde vollständig über Internet abgewickelt. Wer in dem Buch erwähnt werden wollte, trug sich in ein HTML-Formular ein, aus dem die Texte zur Gestaltung wieder ausgelesen wurden. Alles war so konzipiert, dass für alle Beteiligten der Bearbeitungsaufwand so gering wie möglich blieb. Schließlich ist es ja ein No-Budget-Projekt - es kostete keinen der Beteiligten etwas, außer Zeitaufwand. Bislang wurde dieses E-Book über 6.000 mal heruntergeladen.

Nie-Zeithaber unter sich.

Guten Morgen Herr Schoolmann. Na, das fängt ja gut an! Sie begrüssen mich hier mit einem Lob, das mich sehr froh macht. Genau das war meine Absicht: ein praxisnahes Buch zu schreiben, das ohne Marketinggesülze auskommt. Da ich ja Werbetexter war und diese Tätigkeit auch hin und wieder noch ausübe, fasse ich mich meistens recht kurz. Deshalb habe ich auch bei 237 Seiten aufgehört. Ein Buch für die Nie-Zeithaber, in dem das Wichtigste drin ist - das ist ein tolles Lob.

Was es mit der Buchtournee auf sich hat? Wenn ich schon ein Buch über "Werbung mit kleinem Budget" schreibe, halte ich es für ein Muss, dieses Buch dann auch mit kleinem Budget zu bewerben. Ich suchte also nach Ideen, die Werbung für mein Buch möglichst kostengünstig zu verbreiten. Ich recherchierte, was sich andere Autoren für ihre Bücher ausgedacht haben. Und da stiess ich eines Tages auf die Idee der virtuellen Buchtournee ? Virtual book tour.

Vor ein paar Jahren hat ein gewisser Ben Brown, ein Kleinverleger diese Idee entwickelt und in USA gibt es schon ein paar Nachfolger. Sie haben das ja in einem früheren Beitrag erwähnt. Das wollte ich in Deutschland auch ausprobieren. Eine virtuelle Buchtournee ähnelt einer realen Buchtour durch Buchhandlungen oder Vortragssäle, nur dass ich eben Websites besuche. In meinem Fall ausschliesslich Weblogs. Tja ich stelle mein Buch vor, lasse mich vom Gastgeber interviewen, warte auf Fragen der Leser oder schreibe einen Tag lang die Beiträge im Weblog.

Im Moment suche ich allerdings eine Kaffeemaschine?


Zu Gast: Bernd Röthlingshöfer - "Werbung mit kleinem Budget".

Guten Morgen, Herr Röthlingshöfer. Ich freue mich, Sie in unserem Blog begrüßen zu dürfen.

Es ist schon ein merkwürdiges Gefühl: Sie sitzen vermutlich in Ihrem Büro in Konstanz am Bodensee, ich an meinem Schreibtisch in Bamberg und ich weiß, daß eine ganze Reihe von Menschen in ganz Deutschland und darüber hinaus uns "zuhören" oder heute und in den nächsten Tagen nachlesen werden, worüber wir uns über 400 Kilometer hinweg unterhalten.

Franziska Schumacher, die mir in unserer Mailingliste für Existenzgründer im Gastgewerbe als Co-Moderatorin unter die Arme greift, kann zwar wegen eines anderen Termins heute nicht live dabei sein, aber sie hat mir folgendes mit auf den Weg gegeben:
"Ich habe schon die ersten Praxiserfahrungen mit diesem Buch in einem Seminar gesammelt. Ich empfehle es uneingeschränkt. Das deshalb, weil jedes Thema abgeschlossen ist. Wenn ich also die wichtigsten Kriterien für mein Logo wissen will - kompakt auf sieben Seiten erfahre ich das wirklich Wesentliche - und ganz toll: Nicht mehr aber auch nicht weniger. Und das ist doch für uns "NIE-Zeithaber" das Wichtigste, oder?"
Frau Schumacher lobt, Herr Röthlingshöfer, mit diesen Worten Ihr Buch "Werbung mit kleinem Budget", das vor kurzem in der renommierten Reihe Beck im Deutschen Taschenbuch-Verlag erschienen ist, und über das wir uns heute unterhalten wollen.

Was, Herr Röthlingshöfer, hat Sie bewogen, Ihr Werk ausgerechnet auf einer virtuellen Buchtournee vorzustellen? Was ist das überhaupt, eine virtuelle Buchtournee?

(Un)gleich starke Partner.

Bannertausch, also die wechselseitige Plazierung von Anzeigen auf Websites, schreit geradezu nach einem Interessensausgleich. Dazu wird man sich den Besucherverkehr, etwa die Anzahl der Seitenaufrufe (Page Impressions) verschiedener Webseiten oder Gruppen von Webseiten anschauen, etwa Kategorien, und die Anzeigen wechselseitig so plazieren, daß sich die Summen der Page Impressions bei beiden Partnern in etwa ausgleichen. Deshalb können auch ungleich große Websites Anzeigen tauschen.

Dennoch wird ein Interessensausgleich leichter möglich sein, wenn die Websites in etwa einer ähnlichen Größenklasse angehören. Ein kostenloses, objektives und sehr schnelles Tool, den Traffic von Websites abzuschätzen ist der Alexa Traffic Rank. Man kann dort z.B. Graphiken wie die folgende erzeugen, welche die Entwicklung des Traffic Ranks von zwei Websites (beispielhaft taz.de und abseits.de) miteinander in einem bestimmten Zeitrahmen (hier: die letzten sechs Monate) miteinander vergleicht und graphisch darstellt (weil es so schön anschaulich ist):


Der auf den ersten Blick nicht sehr große Unterschied (beide Websites spielen in der Liga der 100.000 größten Websites der Welt) erweist sich bei näherem Hinschauen doch als recht groß. Wenn man einen Bannertausch verabredet, wird man deshalb die besucherstärksten Seiten der kleineren Website auswählen und schwächere Seiten der größeren Website, damit alles fair zugeht.

Montag, September 20, 2004

Virales Marketing: A9 und GMail.

Wer diesen Blog regelmäßig verfolgt, hat bereits frühzeitig, im April dieses Jahres, von der neuen Suchmaschine A9 erfahren ("Amazon-Suchmaschine A9").

Nachdem die Beta-Phase abgeschlossen ist, promoted Amazon nun seine Suchmaschine A9 mit viralem Marketing, gemeinhin besser als Mundpropaganda bekannt. Wer über A9 bei der amerikanischen Website bestellt, bekommt einen (kleinen) Rabatt in Höhe von ca. 1,7%. Da dieser Rabattsatz etwas mickrig aussieht, wird er als die Hälfte der Zahl Pi verklärt. Man erspart sich Geld für Anzeigen und jede Öffentlichkeitsarbeit. Stattdessen vertraut man einfach darauf, daß ein kurzer Text auf der Website sich schnell herumspricht und die Medien nichts Besseres zu tun haben, als darüber zu berichten. Die Computerzeitung ist schon darauf reingefallen: "Amazon.com gibt A9-Suchern Rabatt". Wir auch...

Auf die Tricks des viralen Marketings hat auch GMail zurückgegriffen, ein Projekt von Google. Man konnte offiziell nirgends einen GMail-Account beantragen, sondern mußte von jemanden, der bereits einen Zugang gehabt hat, eingeladen werden. Zusätzlich hat man Nutzern von Blogger.com, einer Tochter von Google, Accounts angeboten. Wenn man bedenkt, daß andere Mail-Account-Betreiber ihre Mail-Accounts wie sauer Bier anbieten, ist es damit gelungen, eine erstaunliche Hype loszutreten. Es gab sogar Leute, die so scharf auf einen GMail-Zugang gewesen sind, daß sie dafür bei eBay geboten haben.

Sowas geht nicht in der Gastronomie, meinen Sie? Dann sollten Sie mal denjenigen fragen, der in einer bayerischen Großstadt Parties veranstaltet, zu denen ausschliesslich per Newsletter eingeladen wird, ganz ohne Flyer, Inserate, Plakate und andere Werbemittel. Nur Insider werden eingeladen und erfahren wenige Stunden vor dem Termin, wo die Party diesmal stattfindet. So erspart man sich auch unerbetene Gaeste... Und das ganz ohne rigorosen Türsteher.

Sonntag, September 19, 2004

Template für Virtuelle Buchtournee.

Dies ist nur ein Test, um auszuprobieren, wie man die Beiträge der Virtuellen Buchtournee am kommenden Dienstag, 21. September 2004, besonders kenntlich machen könnte:
  • Jeder Fragenkomplex wird als eigener Eintrag verfaßt und kann damit einzeln verlinkt oder von Ihnen kommentiert werden.
  • Jeder Eintrag, der Teil der virtuellen Lesung ist, wird mit dem Cover des vorgestellten Buches "Werbung mit kleinem Budget" markiert.
  • Einträge, die zu dieser Lesung gehören, erkennt man auch an der besonderen Hintergrundfarbe.
Bernd Röthlingshöfer, der Autor, freut sich auf Ihre Fragen.