Gastgewerbe Gedankensplitter



Sonntag, Oktober 31, 2004

Konsumverhalten von Einheimischen und Touristen in Gaststaetten Suedtirols.

Der Südtiroler Hotel- und Verband e.V. hat eine Studie zum Konsumverhalten von Einheimischen und Gästen in Südtirol (PPT) vorgestellt. In 700 ausführlichen Interviews (500 Einheimische, 200 Gäste) wurde nach Vorlieben in Gastbetrieben, Anzahl der Besuche, Kriterien für die Auswahl, Vorteile und Nachteile gefragt. In einer Notenskala konnte zudem die Leistung der heimischen Gastronomie bewertet werden.

Die Studie fragte auch nach den wichtigsten Kriterien für die Auswahl eines Gastbetriebes. Der Sauberkeit im Lokal messen die Befragten die größte Bedeutung bei sowohl in einer Bar als auch in einem Gastbetrieb. Für die Restaurants folgen dann als Auswahlkriterium die Qualität der Küche und freundliche und sympathische Mitarbeiter. In Bars folgen auf den zweiten Platz freundliche und sympathische Mitarbeiter und auf Platz drei ein stimmiges Preis-/Leistungsverhältnis. Diese Ergebnisse überraschen wenig; sie stimmen mit anderen Umfragen überein. Siehe dazu "Kunden- bzw. Gästezufriedenheit in der Gastronomie".

Die Studie fragte auch, ob der Gast ein Rauchverbot im Lokal schätzen würde. Die Befragten differenzierten zwischen Speiselokalen und Bars. 80,7 Prozent sind für ein generelles Rauchverbot in den Restaurants (12 Prozent dagegen) und 70 Prozent für ein Rauchverbot in Bars. Dieses Ergebnis überrascht mich. Zumindest ist es kaum kompatibel mit der sehr geringen Anzahl von Nichtrauchergaststätten in Deutschland (unterstellt die Ergebnisse in Suedtirol seien auf Deutschland uebertragbar). Siehe dazu eine Datenbank Rauchfreie Gastronomie von Nichtraucher.org.

Untersucht wurde auch das gastronomische Angebot. 80,7 Prozent beurteilen es als zeitgemäß, 12,7 Prozent als veraltet und 6,6 Prozent als zukunftsweisend. Gefragt wurde auch nach den Ausgaben der Einheimischen und von Touristen pro Monat in der Gastronomie. Die durchschnittliche Ausgabe pro Monat für Restaurantbesuche wird mit 133 Euro beziffert. Frauen geben etwas weniger aus als Männer (122 Euro zu 153 Euro).

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Ballast abwerfen beim Leistungsangebot.

Max Zorno alias Dipl.-Wi.-Ing. Christian Rothe aus Baden-Baden schreibt in seinem Beitrag "Marktpenetration à la IKEA" auf der Suche nach Beispielen für Konzepte, die Ballast abwerfen beim Leistungsangebot: "Wie wäre es ... mit Kneipen ohne Bedienung, in denen die Gäste (wie in englischen Pubs üblich) Getränke an der Theke bestellen und selbst zum Platz tragen - oder in denen die Gäste gar ihre Getränke selbst mitbringen dürfen und sich nur einen Tisch im schönen Ambiente mieten?".

In der Tat geht ein Trend in Richtung Selbst- und Teilselbstbedienungskonzepte (neben Mitnahme und Lieferservices). Zur Zeit vor allem aus Kostengründen. In Zukunft wohl auch mehr, weil Arbeitskräfte knapp werden und sich Hundertjährige nur bedingt dazu eignen, in Biergärten Maßkrüge durch die Gegend zu schleppen.

Konzepte, in denen Gäste Getränke und/oder Speisen mitbringen dürfen, sind gar nicht so verrückt wie manche meinen mögen:
  • In Neuseeland und Australien gibt es spezielle als BYO (Bring Your Own) bezeichnete Restaurants, in denen Gäste alkoholische Getränke mitbringen dürfen (vgl. das Glossar von Wein-Plus.de), weil es diesen Gastwirten untersagt ist, alkoholische Getränke auszuschenken.
  • Paradoxerweise gilt in bayerischen Biergärten die (ungeschriebene) alternative Regel, daß Gäste dort ihre Speisen mitbringen dürfen. Geboren wurde diese Regel als wettbewerbsbegrenzende Regelung zum Schutze der Gastronomie als Brauereien anfingen, selbst Bier in Biergärten auszuschenken.
  • In nicht wenigen Gaststätten ist auch das Mitbringen von eigenen Weinen erlaubt. Fast immer wird dann vom Gastronom ein "Korkengeld" verlangt. Es sollte - betriebswirtschaftlich gesehen - dem Deckungsbeitrag entsprechen, der sich ergeben würde, wenn ein Wein aus der Weinkarte der Gaststätte gewählt würde. Motiviert wird der Wunsch, einen Wein mitzubringen weniger durch die Absicht, Geld zu sparen. Meist wollen sich die Gastgeber ihren Gästen als Weinkenner darstellen oder sie kennen sich wirklich so gut mit Weinen aus, daß sie eigene Weine bevorzugen. Das "Korkengeld" ist aber nicht nur eine Entschädigung für den entgangenen Gewinn sondern auch ein Entgelt für den verbleibenden Service rund um den Wein (Gläser, Kühlen, evtl. Dekantieren).
  • Das Zugeständnis, eigene Produkte mitzubringen, wird nicht selten auch bei Familienfeiern gemacht. Warum soll ein Gastronom teure Kuchen und Torten zukaufen, wenn Omas und Tanten gerne selbst gebackenen Kuchen beisteuern? Der Gastgeber spart Geld, daß man ihm dann bei anderen Positionen wieder abnehmen kann.
  • Man kann aber auch Service-Bestandteile auf den Gast überwälzen. Zum Beispiel kann man ihm die arbeitsaufwendige Dekoration der Tische überlassen. Dann kann der Gastgeber die Tischdekoration genauso herrichten (lassen) wie er mag. Man sollte dem Gastgeber aber genaue Vorgaben machen, welcher Platz für die Teile (Geschirr, Bestecke, Gläser usw.) benötigt wird, die der Gastronom auflegt.

Reiseauskunft per Google.

Markus Stolpmann hat ein nützliches Feature von Google.de ausgegraben: "Bahnreisen mit Google":
  • Wenn man in Google zwei Städtenamen eingibt, wird ein Link zur Reisezugauskunft der Deutschen Bahn angeboten und zwar direkt zur nächsten Verbindung. Man muß nicht mehr vergleichsweise mühsam diese Verbindung aufschlagen. Beispiel: Bamberg Hamburg.
  • Gibt man eine Zahl ein (zwischen 1 und 23 einschließlich) wird diese als Stunde interpretiert und die nächsten Verbindung nach der entsprechenden Uhrzeit angezeigt. Beispiel: Bamberg Hamburg 11. Man kann auch Werte wie "11:45" (ohne Anführungszeichen) eingeben. Dann erfolgt die Anzeige de Verbindungen ab diesem Zeitpunkt.
Drei kleine Wermutstropfen:
  • Man kann nicht den Tag angeben, an dem man reisen möchte, sondern es werden immer nur Verbindungen von heute angezeigt.
  • Wählt man eine Uhrzeit, die schon abgelaufen ist, werden nicht die Verbindungen des Folgetages angezeigt, sondern die bereits abgefahrenen Züge am aktuellen Tag.
  • Trägt eine Stadt den Titel Bad voraus, muß man ihn zwingend angeben, sonst wird die Stadt nicht erkannt. Beispiele: Bamberg Bad Kreuznach versus Bamberg Kreunach

Raffiniert kochen.

Acht Berliner Spitzenköche verraten in einer neuen Serie des Berliner Tagesspiegels, wie man am Herd aus einfachen Zutaten die raffiniertesten Gerichte zaubert: "Einfach raffiniert".

Samstag, Oktober 30, 2004

Nette Gaeste.

"Wie man sich im Restaurant richtig verhält" oder auch nicht, verrät Compadre.de.

Harald Schmidt hatte über Gäste im Restaurant einst diesen Gag auf Lager: "Kennen Sie eigentlich diesen Restaurant-Witz, wo im 5-Sterne-Restaurant die Frau zum Kellner sagt: 'Können Sie mir bitte den Rest einpacken für den Hund?' und die Kinder schreien 'Oh, wir kriegen nen Hund!'?" (laut "Die besten Gags der Harald Schmidt Show" von ta7.de. Bessere Kellnerwitze.

Ab dem 23. Dezember 2004, 23.00 Uhr wird er wieder regelmäßig zweimal die Woche im Fernsehen zu sehen sein: "Harald Schmidt - I´ll be back im ARD", in: Boersenreport vom 30. Oktober 2004, und damit rechzeitig vor Weihnachten, damit sie sich seine DVDs "Die Harald Schmidt - The Best of Vol. 1 & 2 + Golden Goals" unter den Weihnachtsbaum legen (lassen) können.

Nudel-Kochmaschine.

Eine von Coskun Engineering im Technologiepark Herzogenrath gebaute Spaghetti-Kochmaschine der Schweizer Firma AGATEC gart die Nudeln protionsweise in zwei Minuten. Jede Portion wird einzeln in frischem Wasser gekocht. Die Maschine ist auch für Selbstbedienung (auch mit Münzeinwurf) geeignet, z.B. z. B. in Kantinen für Tag- und Nachtschicht, Büros, Behörden, Mensen, Rast- und Gaststätten, Krankenhäusern, Bahnhöfen, Bistros, Diskotheken und Freizeitparks. Eingesetzt werden Spaghetti aus Hartweizengrieß. Das Gerät reinigt sich selbst. Es kann sowohl Mittelpunkt eines Pastakonzeptes sein (z.B. mit mehrern Maschinen) als auch ergänzend (mit z.B. nur einer Maschine) eingesetzt werden.

Das Gerät hat mit Magazin eine Breite von 43 cm, ist 52 cm tief und 80 cm hoch, hat eine maximale Leistungsaufnahme von 3,5 kW und arbeitet mit einer Stromversorgung von 200-240 V / 50-60Hz und einem Wasserdruck von 3-5 bar. Die Anschlüsse für Strom, Frischwasser und Abwasser sind auf der Rückseite des Gerätes angebracht. Laut Hersteller fallen Kosten für Strom und Wasser in Höhe von 2 Cent und Wartungskosten in Höhe von 8 Cent pro Portion an.

Freitag, Oktober 29, 2004

Pizza statt Froschschenkel.

Fit for Fun bringt soeben eine Meldung der französischen Tageszeitung "Le Parisien": "Franzosen lieben Pizza". Die beliebteste Mahlzeit in Frankreich sei Pizza Margherita. Jeder Franzose verspeise pro Jahr etwa zehn Kilogramm und damit doppelt so viel wie die Italiener. Andere Pizzabelage seien weniger beliebt. Der Pizza-Umsatz wachse in Frankreich um jährlich 15 bis 20 Prozent.

Mehr zum Thema Pizza sowie frühere Beiträge rund um die Pizza:

Morgan Stanley empfiehlt Blogs.

Mary Meeker, eine Analystin von Morgan Stanley, sieht gute Perspektiven für Blogs bei der Vermarktung von Anzeigenplätzen: "Morgan Stanley. Equity Research North America. Industry. Internet" (PDF). Sie begründet dies mit
  • dem zunehmenden Angebot von RSS-Feeds seitens der Contentanbieter,
  • der zunehmenden Verbreitung von Blogs,
  • einer einfachen Integration von RSS-Feeds in der Beta-Version von My Yahoo! (der personalisierten Version es Yahoo-Portals).
Blogs seien "the quintessential form" user-generierter Inhalte.

Weniger erleuchtet und erhellend: "Blogs: Alter Wein in neuen Schläuchen" von Nina Apin, in: Berliner Morgenpost vom 28. Oktober 2004 (via Schockwellenreiter).

Donnerstag, Oktober 28, 2004

Google Adwords als Test- und Marketingwerkzeug.

Thomas W. Mergen zieht am Ende seines Beitrages zum Thema "Google Adwords contra Suchmaschinenoptimierung", in: Contentmanager.de das Fazit:
"Google Adwords ist ein hervorragendes Test- und Marketingwerkzeug für Produkte, Webseiten und Märkte...".
Er hat recht. Ich predige schon seit Monaten Gastronomen (u.a.) dieses Tool auszuprobieren und setze es auch selbst ein:

Webpage-Erstellung im Tourismus.

Als Seminarbeiten in einem Seminar "Webpage-Erstellung im Tourismus" bei Prof. Dr. Dr. Axel Gruner im Fachbereich Tourismus an der Fachhochschule München haben die Seminarteilnehmer in Arbeitsgruppen touristische Websites erstellt.

Den Arbeiten ging eine Pflichtlektüre zum 1to1-Marketing voraus. Gelesen werden sollte der Bericht über ein Forschungsprojektes an der FH Heilbronn von Dipl-Betriebswirt (FH) Markus Schuckert unter Leitung von Prof. Dr. Roland Conrady, zum Stand des 1to1-Marketings in der deutschen Reisebranche (basierend auf einer Umfrage vom Dezember 2001 bis Februar 2002).

Dr. Axel Gruner ist ab November neuer Professor für Hospitality Management der Fachhochschule Muenchen.

"Ein beruflicher Traum hat sich für mich erfüllt" kommentiert Dr. Axel Gruner seinen Ruf an die renommierte Fachhochschule.

Prof. Dr. Alex Gruner


Den Grundstein seiner Karriere legte der 40jährige vor über zwanzig Jahren mit einer Ausbildung zum Koch im damaligen 5 Sterne Hotel Ruf in Pforzheim. "Die Faszination der Hotelwelt, die Möglichkeit, nach der Ausbildung im Ausland zu arbeiten, aber auch die Gewissheit, mit diesem Beruf niemals arbeitslos zu werden, waren wohl mit die wichtigsten Beweggründe für meine damalige Entscheidung." Es schlossen sich Lehr- und Wanderjahre in der gehobenen Hotellerie im In- und Ausland an.

Erste Stationen waren das Maritim Golf und Sporthotel am Timmendorfer Strand, das Segelschulschiff "Gorch Fock" und das irische Hotel Europe in Killarney. Anschließend ging er als Souschef auf die Cayman Inseln/Britisch Westindien ins Hyatt Regency Grand Cayman. Zurück in Deutschland, arbeitete er im Brenners Parkhotel, Baden-Baden als Service- und Empfangspraktikant, um anschließend die Hotelfachschule Hamburg zu absolvieren. An der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik sowie an der spanischen Universidad de Alicante studierte er anschließend Wirtschaftswissenschaften. Parallel zum Studium unterrichtete er an touristischen Bildungseinrichtungen und gründete die Unternehmensberatung tourism consulting & training.

Es folgte die Promotion zum Dr. rer. soc. oec. am Zentrum für Tourismus und Dienstleistungswirtschaft der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Die Dissertation verfasste er in Kooperation mit der Steigenberger Hotels AG sowie Choice Hotels Europe über die "Markenloyalität in der Hotellerie".

Schließlich reorganisierte er als geschäftsführender Interim Hoteldirektor das auf gesundheitsorientierten Tourismus spezialisierte Hotel Océano auf Teneriffa.

Zahlreiche Publikationen zeugen von seinen Forschungsinteressen: Hotelmanagement, Tourismusmarketing sowie Trends in der Hotellerie und Gastronomie.

Als Ziele für die neue Aufgabe nennt Prof. Dr. Gruner eine intensivere Kooperation der Fachhochschule mit der Hotellerie und Zulieferindustrie, die insbesondere im zukünftigen Graduierungssystem Bachelor und Master zum Tragen kommen soll.

Mittwoch, Oktober 27, 2004

Pommes frites aus einem Automaten in Augsburg gesichtet.

Im Forum der Pommeswelt hat ein Besucher darüber informiert, daß in Augsburg an einer Araltankstelle ein Frittenaumat stünde. Er sei von der Firma Kuka entwickelt worden. Die Pommes frites hätten geschmeckt. Auch Biggi Mestmäcker, die Macherin der Pommeswelt bestätigt, daß die Fritten aus dem Automaten von Freadix wirklich nach Fritten schmecken würden: "Pommesautomat in Augsburg". Siehe dazu auch ein Foto dieses Automaten: "Pommes-Automat an der Tankstelle ", in: Glaubeaktuell.net vom 18.9.04

Im Jugendzentrum von Scheibbs in Österreich wird ein aus den USA importierter Automat betrieben: "Pommes aus dem Automaten", in: ORF vom 27. Oktober 2004 (?).

Mir sind bislang nur Pommes-Frites-Automaten anderer Hersteller vom Hörensagen bekannt gewesen:
  • In den Automaten der Schweizer Firma Tege wird von Nestlé hergestelltes und zu Stäbchen gepresstes Kartoffelgranulat in heißem Öl fritiert. Angeblich gibt es dabei Geruchs-Probleme, siehe "Flopquote: sehr hoch" von Nicole Kircher und Andreas Güntert, in: FACTS Nr. 00/01 - Seite 60 (mittlerweile im kostenpflichtigen Archiv).
  • In den Automaten der Food-Service-Firma Ore-Ida, eine Tochter der McCain Foods Ltd., werden vorfrittierte Pommes-frites in einer Art Heissluftofen aufgebacken. Der Automat ist angeblich geruchsneutraler und wartungsfreundlicher, die Kartoffelstäbchen formkonstanter. Nachteilig ist, daß die Fritten gekühlt angeliefert und gelagert werden, was höhere Kosten verursacht.
Mehr zum Thema Automaten-Restaurants.

Alcopops in Pulverform.

In einem früheren Beitrag zum Thema Alcopops habe ich bereits die Schwierigkeiten skizziert, den zu besteuernden Gegenstand eindeutig und so zu definieren, daß eine Steuerumgehung schwer fällt: "Wen man wirklich ernsthaft in eine Diskussion einer Sondersteuer auf Alcopops einsteigen will, sollte man sich die Argumente durchlesen, die in einer Sitzung des Schweizer Nationalrates am 29. September 2003 ausgetauscht worden sind. Sie offenbaren auch die Schwierigkeiten, "Alcopops" gesetzlich so eindeutig zu definieren, daß die erwünschte Wirkung erzielt wird. Ansonsten werden Alternativen auf den Markt kommen, etwa auf Bier- oder Weinbasis oder auf der Basis von gegorenem Most statt mit Spirituosen gemixt. Die Verwendung von Spirituosen (Wodka bei Smirnoff Ice und Rum bei Bacardi Rigo) ist ja eher den Marken der Anbieter geschuldet. Süße Getränke mit einem niedrigen Alkoholgehalt lassen sich leicht aus allen möglichen alkoholhaltigen Getränken zaubern. Und will der Gesetzgeber diese Sondersteuer auch auf Wermut, Port oder Süßwein erheben? Er ist ja sogar zu feige, den Alkohol im Wein der Alkoholsteuer zu unterwerfen."

Dazu paßt eine gerade eingetrudelte Meldung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V. (aid PresseInfo 44/04 vom 28.10.2004), wonach seit kurzem alkoholische Mixgetränke in Pulverform auf dem Markt sind. Angeboten werden die Pulver der Marke subyou in den Geschmacksrichtungen Blackberry Wodka, Tropical White Rum, Limette White Rum und Blutorange Wodka zum Preis von 29,85 EUR für einen Karton mit jeweils 15 Tüten zuzüglich einer Verpackungs- u. Versandkostenpauschale. Der Inhalt der Tüte wird in 250 Milliliter kaltes Wasser gerührt und ergibt ein Getränk mit einem Alkoholgehalt von 4,8 Prozent. Der Absatz der herkömmlichen Alcopops sei auf Grund der zum 1. August 2004 eingeführten Sondersteuer und des Flaschenpfands stark gesunken. Da die Steuer nur für flüssige alkoholische Mixgetränke gilt, könne sie mit der Pulverform umgangen werden.

Daß man Alcopops auch in Pulverform anbieten könnte, dazu hat meine Phantasie nicht gereicht. Der Gesetzgeber hatte wenigstens schon mal eine andere Idee, Alcopops in gefrorenem Zustand, erkannt und ebenfalls mit der Steuer belegt.

Reichweiten von Online-Hotel-Reservierungssystemen in Deutschland.

hotel.de, der für Gäste kostenlose Online-Hotelreservierungsservice, steht bei Hotelbuchungskunden hoch im Kurs. Nach einem Top 20-Ranking in der Fachzeitschrift Mobility & Business, dem Ratgeber für modernes Geschäftsreisemanagement (Ausgabe 10/2004), rangiert hotel.de als einziger spezialisierter Hotelreservierungsdienst unter den meist aufgerufenen Internet-Reiseanwendungen in Deutschland.

Dr. Heinz Raufer, Vorstand der hotel.de AG freut sich über das Ergebnis: "Diese Platzierung als Nr. 1 unter den reinen Hotelreservierungsdiensten ist das Resultat harter Arbeit." In den letzten Monaten konnten neben zahlreichen Privat- auch sehr viele Firmenkunden ? darunter so namhafte Unternehmen wie Wella AG, ThyssenKrupp AG, degussa AG, Landesbank Baden-Württemberg, D.A.S.-Versicherung, Südzucker AG Deutsche Börse oder Novartis - akquiriert werden. Aktuell registrieren sich bei hotel.de täglich etwa 1.000 neue Buchungskunden.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von hotel.de, das insbesondere Firmenkunden dazu veranlasst, diesen Hotel-Reservierungsdienstleister zu bevorzugen, ist das hotel.de-Best-Buy-Prinzip: Neben den speziellen Firmenraten werden dem Geschäftskunden gleichzeitig alle öffentlich zugänglichen hotel.de-Raten angeboten, so dass er auch dann den günstigsten Übernachtungspreis wählen kann, wenn - wie aktuell häufiger der Fall - eine öffentlich zugängliche Promotion-Rate günstiger ist als eine verhandelte Firmenrate.

Die Top 20 der in der Fachzeitschrift Mobility & Business genannten Reise-Sites sind: bahn.de, map24.com, map24.de, falk.de, opodo.de, expedia.de, germanwings.de, travelchannel.de, ltur.de, viamichelin.com, mapandroute, airberlin.com, lufthansa.com, vidado.com, lastminute.com, ryanair.com, stadtplandienst.de, hotel.de, reiseplanung.de, tui.de. (Quelle: Presseinformation von Hotel.de).

Die Fachzeitschrift "Mobility & Business" hat keine eigene Website. Sie erscheint seit Ende 2003 bei Vogel Audio Medien, Würzburg. Laut Verlagsangaben handelt es sich um ein "deutschland- und europaweit einzigartiges Fachmagazin für Unternehmens-mobilität". Es versteht sich als "Ratgeber für intelligent optimierte Unternehmensmobilität" und "B-to-B-Magazin", das analysiert und informiert, wie Unternehmen kostengünstig mobil bleiben oder werden können. Dabei widmet sich der Titel auch der "virtuellen Mobilität" (Quelle: Presseinfo von Vogel Audio Medien).

Websites extern beurteilen.

Weil ich Alexa Traffic Rank zur externen Beurteilung von Websites empfohlen habe, bin ich kritisiert worden. Alexa rechne die Werte nur von solchen Usern hoch, die die Alexa Toolbar installiert haben. Die Datenbasis sei deshalb zu klein, so klein, daß allein schon die Installation dieser Toolbar durch den für eine Website Verantwortlichen den Traffic Rank hochtreiben könne (der Kritiker spricht von einem Faktor zehn aufgrund eigener Erfahrungen). Und bei einer Deinstallation rutsche der angebliche Traffic Rank dann wieder in den Keller. Selbst relativ kleine Schwankungen durch das Hochrechnen sehr gravierend auswirken. Der Kritiker hat recht. Aber ich habe diesen Vorbehalt selbst schon formuliert: "Reichweite von Websites ermitteln". Der durch Webmaster seblst erzeugte Traffic kann aber bei trafficstarken Websites das Ergebnis nur marginal beeinflussen.

Aber wie anders kann man die Reichweite oder den Traffic von Websites beurteilen, wenn man keinen Zugriff auf interne Daten hat und Angaben des Anbieters, der etwa Anzeigenflächen verkaufen möchte, mißtraut? Zwei Möglichkeiten gibt es:
  • Man schaut sich an, wieviele anderen Websites Links auf diese Website gesetzt haben. Das nennt man Linkpopularität. Aus der Vielzahl von Tools zur Ermittlung von Linkpopularität möchte ich zwei besonders empfehlen: Link Popularity von Widexl und Site Popularity von Icon Interactive (via Dr. Web). Beide Tools addieren die Linkpopularität mehrer Suchmaschinen zu einem Gesamtmaß. Das Tool von Widexl hat den Vorteil, daß man mehrere Websites miteinander vergleichen kann und die Daten eine Reihe von weiteren Websites zum Vergleich angezeigt bekommt. Icon Interactive begnügt sich damit, Grenzen zu definieren, ab der Websites als "populär" oder gar als "Ikone" bezeichnet werden.
  • Oder man hat das Glück, daß die zu beurteilende Website mit der Informationsgesellschaft zur Messung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen hat und die IVW daraufhin Daten zu deren Online-Nutzung veröffentlicht. Eine ganze Reihe insbesondere von Medien-Websites nutzen diesen Service.
Es wäre nicht uninteressant, wenn ein fleißiger Mensch, etwa ein Student im Rahmen einer Studienarbeit, sich daran machen würde, zu vergleichen, inwieweit eine Rangfolge, die sich aus den IVW-Daten ergibt, mit den Rangfolgen anderer Tools bzw. Maße übereinstimmt oder abweicht.

Dienstag, Oktober 26, 2004

Big Boss.

Mitte Juli habe ich auf Wunsch einer Casting-Firma in unsere Mailing-Liste Gastro-Einsteiger einen Aufruf zu einer Bewerbung für ein Casting zu einer Sendung gepostet, die das Konzept der amerikanischen Serie "You're fired!" mit Donald Trump in der Rolle des Bosses in Deutschland dupliziert.

Dieses Casting ist für die Sendung Big Boss des Fernsehsenders RTL gewesen, deren 1. Teil heute abend ausgestrahlt worden ist. Soweit für mich erkennbar, hat es zwar keiner der Gastro-Einsteiger in die Gruppe der 12 Teilnehmer geschafft. Unsere Branche ist aber dennoch vertreten und zwar in Gestalt von Bettina Steigenberger, einer Enkelin des Hotelier-Pioniers Albert Steigenberger und Mitglied im Aufsichtsrat der Steigenberger AG, die "Big Boss" Reiner Callmund berät, der bis vor kurzem noch Manager des Bundesliga-Clubs Bayer Leverkusen gewesen ist.

Der 1. Teil hat mir richtig gut gefallen. Den zahlreichen BWL-Schnöseln hat Rainer Callmund den Hosenboden versohlt. Zwei Gruppen (mit je sechs weiblichen und männlichen Teilnehmern) sollten in der Frankfurter Fussgaengerzone Würstchen verkaufen. Die Frauen haben getreu dem Motto "Sex sells" zu jedem Würstchen ein Küsschen (auf die Wange) angeboten und klar gesiegt. Die Männer haben sich blamiert und konnten nach einem Tag Arbeit nur einen Verlust vorweisen. Aus der Gruppe der Verlierer wurde dann einer nach Hause geschickt. Zumindest bei dieser Aufgabe wären unsere Gastro-Einsteiger wohl klar besser gewesen...

Siehe dazu auch einen Artikel im Handelsblatt "'Hire or Fire' gefeuert" vom 29. September 2004, in dem über das Scheitern einer ähnlichen Sendung ("Hire or Fire" bei SAT) berichtet wird und was RTL besser machen will.

Mainfranken geniessen.

Das auf Genuß, neudeutsch würde man wohl Livestyle dazu sagen, fokussierte regionale Portal Mainfranken-Geniessen.de ist ein Projekt von Rainer Höhn, Markus Schmitt und Frank und Jürgen Sterzbach in Kitzingen. Main-Franken, in der Werbesprache auch gerne als Wein-Franken bezeichnet, besteht aus den Städten und Landkreisen rund um Würzburg: Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart und Schweinfurt, also eine Region, die viele nur durchfahren, wenn sie vom Norden und Westen Deutschlands gen Südosten reisen.

Tourismus-theoretisch ist ein solches Portal auf der Ebene einer regionalen Incoming-Agentur angesiedelt. Solche überörtlichen Reiseveranstalter organisieren z.B. für Gäste aus Übersee nationale oder europaweite Reise über mehrere Orte und Landesgrenzen hinweg und bündeln die Leistungen nationaler Veranstalter, lokaler Tourismus-Dienstleister oder auch von Gastronomen. Zwischen den lokalen Intermediären und überörtlichen Reiseveranstaltern, die länderübergreifend bündeln, stehen oft regionale Fremdenverkehrsverbände, die ortsübergreifend Angebote einer Region oder eines (Bundes-)Landes anbieten. Die natürlichen Wettbewerber (oder auch Partner) solcher Portale sind demnach regionale Tourismusverbände (wie z.B. Tourismusverband Franken e.V.). Wenn man Genuß, insbesondere Wein, thematisiert auch die regionalen Weinvermarktungsverbände (wie z.B. Haus des Frankenweins), regionale Weinportale (z.B. Franken-Wein.net) und regionale Seiten von überregionalen Wein-Portalen (wie z.B. Wein-Plus.de).

Ob solche Portale für Gastronomen und Hoteliers, die sich davon Besucherverkehr auf ihren Websites und letztlich Reservierungen und Gäste versprechen, nützlich sind, hängt im wesentlichen von dem Traffic ab, den diese Websites durch attraktive Inhalte auf sich ziehen können. Man sollte sich dabei nicht vom Design der Portal-Site blenden lassen oder von Versprechungen. Schließlich kann man die zur Beurteilung notwendigen Daten sich einfach und kostenlos online besorgen, indem man z.B. die Daten des Marktforschungsunternehmen Alexa.com abfragt.

Das Internet besteht nicht nur aus dem World Wide Web. Ergänzend sollte man sich deshalb darüber informieren, ob das Portal mit anderen Internetdiensten potentielle Gäste anspricht z.B.
  • einen Newsletter betreibt mit hohen Abonnentenzahlen oder
  • mit mobilem Marketing Interessenten erreicht.
Da vieles dafür spricht, daß Internetmarketing ergänzt werden sollte durch Werbung in den klassischen Medien, sollte man sich auch anschauen, ob das Portal auch diese Kanäle nutzt, z.B. Printwerbung schaltet oder gar eigene Medien herausgibt oder in Funk und Fernsehen für das gastronomische Angebot wirbt.

Doch zurück zu Mainfranken-Geniessen.de. Gastronomische Betriebe, die auf diesem Portal Werbung schalten wollen, können animierte oder statische Banner und Buttons verschiedener Formate einsetzen oder sich in einer Datenbank eintragen. Was Banner und Buttons kosten, wird leider auf der Website nicht verraten. Siehe dazu auch unseren Beitrag über "Preisangaben".

Neben der Möglichkeit, Inserate zu schalten, kann man sich auch in eine Datenbank eintragen. Ein Grundeintrag ist kostenlos. Ein "Grundeintrag PLUS" kostet 5 Euro monatlich, womit man sich einen Link auf die eigene Homepage, auf die E-Mail-Adresse und die Darstellung eines kleinen Logos oder Bildes erkauft. Bei der "Premium-Partnerschaft" bekommt man "bis zu drei Präsentationsseiten mit Logo und Bildern, Speisekarte oder Weinkarte zur Selbstpflege, Anfahrtsskizze, regelmäßige Berichterstattung über Ihre Veranstaltungen und Aktionen". Sie kostet 24 Euro im Monat.

Merkwürdigerweise, um nicht zu sagen dummerweise, wird nicht einmal die Möglichkeit, sich kostenlos einzutragen, von allen Gastronomen genutzt. Dabei bietet dieses Portal viel interessanten und hervorragend geschriebenen redaktionellen Content - was wenig überrascht, wenn man sich die Biographie vom Mitinhaber Frank Sterzbach anschaut. Diese Inhalte sollten Besucher anziehen, zum Stöbern animieren und anregen, ein paar Tage in diesem wunderschönen und abwechslungsreichen Tourismusgebiet zu genießen oder wenigstens einen Zwischenstopp auf dem Weg in den Süden einzulegen.

Montag, Oktober 25, 2004

Hartz V.

Seit dem 23. Oktober 2004 schockt der Münchener Höfbräukeller die Münchener Kollegen mit einem Sonderangebot "Hartz V", das bis zum Inkrafttreten der Hartz IV-Gesetze, also bis zum Jahresende, gültig sein soll. Mehr darüber in der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung: "Jedes Gericht nur noch fünf Euro".

Weitaus drastischeres habe ich schon mal Mitte der 80er erlebt. Zwei Bamberger Gastronomen unterboten sich wechselseitig mit einem Sonntagsangebot für Schweinebraten mit Kloß und Kraut, für das sie beide fleißig in einer Tageszeitung geworben haben. Zuletzt gab es den Schweinebraten für 2,90 DM (Deutsche Mark!). Der Braten ist zwar Schweinebauch gewesen, aber beide Lokale waren überfüllt. Als wir später eines der beiden Lokale angepachtet haben (nach dessen Insolvenz), gab es Schwierigkeiten mit dieser Tageszeitung. Sie wollte unsere Eröffnungsanzeigen nur per Vorkasse schalten, weil vom Vorgänger noch Rechnungen offen gewesen sind...

Essen als Ersatzhandlung.

Gero von Randow ist der Appetit bei Popcorn und Nachos vergangen: "Essen im Kino ist kein Genuß", in: Die Zeit o.D.

Beispielhafte Websites gastronomischer Betriebe: Café am Markt.

Wie man den Usern seiner Website einen Nutzwert bieten kann, zeigt das Café am Markt in Bleckede. Das Kaffeelexikon ist eine Linksammlung mit kommentierten Links zum Thema Kaffee und demonstriert so warenkundliche Kenntnisse.

Die Website ist zwar erkennbar noch im Aufbau, so soll ein Newsletter angeboten werden, bietet aber bereits eine CaM Coffee Card an. Ein solches Angebot ist aber ist meines Erachtens nicht optimal, um neue Gäste anzuziehen. Dieses Werbemittel ist eher dazu auserkoren, aus Erst- und Gelegenheitsgästen Stammgästen zu machen. Darauf sollte man beim ersten Kaffee mündlich hinweisen. Stattdessen sollte man auf der Website versuchen, Menschen, die das Café noch nicht kennen, zu einem Erstbesuch zu animieren, etwa durch das Angebot eines Gutscheins etwa für eine Produktprobe oder über einen bestimmten Betrag oder einfach, in dem man ihnen den Mund wässrig macht. Andererseits wird dieses Objekt zwar erst seit dem 17. Februar von Angela Boss, ihrem Bruder Reneé und Andreas Meßmer betrieben, aber sie haben ein Café mit vielen Stammgästen übernommen, wenn es auch nach dem Tode des Vorbesitzers vier Monate lang leerstand. Und wenn man viele Stammgäste hat, kann und sollte man sich darauf konzentrieren, diese zu halten und per Mundpropaganda neue Gäste zu gewinnen.

Das "Café am Markt" zeigt auch, daß die viel beschworene Rivalität zwischen gewerblichen Gastronomen und der Vereinsgastronomie nicht als "Schwarzgastronomie" beschimpft werden muß, was ja ohnehin wenig hilft. Stattdessen kooperiert das Café am Markt mit dem Förderverein Wildbad Alt Garge e.V. bei der Organisation eines Festes und stellt die eigene Website sogar für deren Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag über "Gemeinnuetzige Aktivitaeten der Gastronomie" vom 26. Juni 2004.

Besonders lobenswert, da sehr selten auf Gastronomie-Websites vorhanden, ist auch ein eigener Bereich für die Presse.

Bockbieranstiche.

Bockbier kann als saisonales Produkt in jedem Jahr (genauer: mit jedem Sud) etwas anders schmecken. Biertrinker in Bamberg sind dies von den kleinen Brauereien das ganze Jahr über auch bei den "normalen" Bieren gewohnt. Und das macht ja in der Tat den besonderen Reiz aus: Wie schmeckt er in diesem Jahr, der Bock?

Von der Qualität des neuen Bockbieres überzeugen sich in den Braureigaststätten in und um Bamberg jährlich Abertausende, darunter auch viele jüngere und sehr viele weibliche Gäste, denen gemeinhin nachgesagt wird, sie würden lieber Alcopops statt Bier trinken. An diesen sogenannten Bockbieranstichen werden an einem Abend in einer Brauereigaststätte bis zu 30 Hektoliter Bockbier ausgeschenkt. Da in Franken Bier traditionell in "Seidla" (0,5 l-Krügen) ausgeschenkt wird, macht das bis zu 6.000 Seidla. Den Reigen der Bockbieranstiche in Bamberg eröffnet traditionell die Brauerei Maisel. Aber so richtig angesagt ist der Bockbieranstich der Brauerei Schlenkerla. Schauen Sie sich einmal Bilder an vom Bockbieranstich der Bamberger Brauerei Schlenkerla am 7. Oktober 2004.

Mittlerweile kommt diesen Bockbieranstichen sogar eine gewisse Bedeutung als Touristenattraktion zu, wenn auch spontan, ohne daß die offiziell für den Bamberg-Tourismus Verantwortlichen darauf bereits mit speziellen Angeboten reagiert hätten. Zumindest reisen nicht wenige Bierliebhaber aus Ober- und Mittelfranken deswegen an.

In diesem Ausmaß populäre Bockbieranstiche sind andernorts wenig bekannt. Eine der wenigen Ausnahmen habe ich mit dem Kloster Weltenburg aufgestöbert. Und natürlich kennt ganz Deutschland den Bockbieranstich des Salvators der Paulaner im Münchner Nockherberg, der im Fernsehen übertragen wird wegen des Politiker Derbleckens. Die Klosterbrauerei Weltenburg hat sogar Gastro-Pakete geschnürt, mit denen sie Gastronomen, die bei sich Bockbieranstiche inszenieren wollen, unter die Arme greift. Auf diese Idee sind die in ihrem Marketing eher behäbigen Bamberger Brauereien noch nicht gekommen sind.

In unserem Bamberger Café Abseits bieten wir alljährlich eine "Bockbier-Saison", bei der von Mitte Oktober bis Ende Dezember bis zu zehn wechselnde Bockbiere vom Faß und aus der Flasche Bockbiere, Doppel- und Eisbock angeboten werden.

Bockbiere, auch Starkbiere genannt, sind ober- oder untergärige Biere, deren Stammwürzegehalt über 16% liegt. bestehend aus Maltose, Mineralien, Vitaminen und Proteinen. Beim Eisbock wird Doppelbock ist ein Bockbier, welches mit einem Stammwürzegehalt von über 18 % eingebraut wird. Als Stammwürze bezeichnet man den Extrakt des Bieres, das Bockbier gekühlt und das gefrorene Wasser teilweise entfernt. So lassen sich auch höhere Alkoholgehalte erzielen, ohne gegen das Reinheitsgebot zu verstoßen.

Sonntag, Oktober 24, 2004

Bloglet.

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Wozu ist sowas gut, werden sich einige fragen, die lieber RSS-Reader wie Bloglines nutzen? Nun, man kann z.B. RSS-Feeds sich zusenden lassen von Websites, deren Beiträge man zwar aktuell nicht regelmäßig lesen aber lokal archivieren möchte, um später darin bequem suchen zu können.

Spitzenreiter sind mit bis zu über 33.000 Abonnenten persische Blogs. Möglicherweise weil es in Diktaturen schwieriger ist, eMail-Konten zu kontrollieren als den Internetzugang zu Blogs zu unterbinden, in denen dazu aufgerufen wird, die Diktatur zu stürzen oder wenigstens über die Schweinereien der Ayatollohas informieren wie die die Inhaftierung von Javad Qolam Tamimi, dem Verlager der Tageszeitung "Mardomsalari" am letzten Montag wegen öffentlicher Propaganda gegen das Regime, Handeln gegen die nationale Sicherheit und Störung der öffentlichen Meinung, also solcher angeblicher Vergehen, für die schon die Nationalsozialisten und die Sozialisten der DDR gegen Regimekritiker gerne vorgegangen sind. "Iranian reformist editor arrested in crackdown". Top 1 ist Hadeseh. Wer sich über die Bedeutung der Blogs im Iran informieren möchte, findet mehr darüber in einem Beitrag von Hossein Derakhshan auf der Wiener BlogTalk-Konferenz 2003: "Weblogs, an Iranian perspective".

Esskultur.

Wer sich als Caterer inbesondere in Großstädten mit vielen Wettbewerbern durchsetzen will, muß sich spezialisieren. Esskultur in Stuttgart, ein Unternehmen von Claudia Schiessl und Jens Heubach, bietet Buffets und Lunch-Pakete mit Wraps, Bagels, belegte Körnerbaguettestangen, asiatisch gebratenen Nudeln, Obst und Gemüse, Muffins und Apfeltaschen und einiges mehr. Zielgruppe sind Menschen in Büros, die eine Alternative zu Canapés, Döner, Pizza oder Pommes frites suchen.

Samstag, Oktober 23, 2004

PDF in HTML umwandeln.

Das Programm PDF2HTML wandelt einfach und schnell Dateien im Format PDF in Webseiten um, macht z.B. aus unserer Bierkarte (PDF) die Webseite Bierkarte (HTML). Genauer gesagt: aus einer PDF werden wenigstens zwei Dateien erzeugt wird, eine JPG-Datei, welche die graphischen Elemente enthält, und eine oder mehrere HTML-Seiten mit den Textinformationen.

Das Ergebnis überzeugt nicht ganz, da einige Tabulatoren nicht korrekt umgesetzt worden sind. Das liegt aber vermutlich eher daran, dass die PDF selbst aus einer Word-Datei erzeugt worden ist und ich diese Word-Datei möglicherweise schlampig geschrieben habe (direkt formatiert und nicht mit Druckformatvorlage), halt gerade so, daß auf dem Papierausdruck keine Fehler mehr zu erkennen sind.

Wozu das gut ist? Der Nutzer spart Zeit. Er muß nicht mehr eigens den Acrobat Reader (oder ein Ersatzprogramm) zum Lesen der PDF starten und die Downloadzeit bzw. das Downloadvolumen verringert sich, im konkreten Fall reduziert sich der Dateiumfang von 111 KB auf 53 KB, also knapp die Hälfte.

Für wenig umfangreiche PDFs mit begrenzter Nutzungsdauer (wie Tageskarten) werde ich dieses Tool wohl nicht nutzen. Aber bei umfangreichen PDFs ist die Möglichkeit recht nützlich, das Dokument per Knopfdruck seitenweise so in Webseiten zu erlegen, daß sie per Index zugänglich sind.

Preisangaben.

Jacob Nielsen ist berüchtigt für seine klaren Worte. 1996 hat er zum ersten Mal eine Liste von Fehlern veröffentlicht, die man auf Websites machen kann. Jetzt hat er sie aktualisiert: "Top Ten Mistakes in Web Design".

Als eine der schlechtesten Beispiele dafür, wie man Nutzerfragen mißachten kann, führt er an, Preise von Produkten und Dienstleistungen nicht anzugeben. Er meint zwar, Websites, die sich an Endverbraucher wenden, würden so was nicht machen. Aber da kennt er wohl diverse Websites deutscher Gastronomen nicht. Dabei erwecken fehlende Preisangaben, wie man sie verbotenerweise im Rotlichtmilieu oder als "Damenkarte" auch in Spitzenrestaurants findet, eher den Eindruck, der Gastronom geniere sich seine Preise zu nennen. Er schreibt
"Price is the most specific piece of info customers use to understand the nature of an offering, and not providing it makes people feel lost and reduces their understanding of a product line. We have miles of videotape of users asking 'Where's the price?' while tearing their hair out."
Nun kann man aber nicht immer Preise angeben. Wenn Produkte und Dienstleistungen genau auf die Bedürfnisse und Wünsche von Kunden zugeschnitten werden müssen, wären Preise, die alle kostentreibenden Faktoren berücksichtigen würden, um auf der sicheren Seite zu tun, viel zu hoch und würden Interessenten, denen einfachere und preisgünstigere Angebote genügen, abschrecken. Was kann man in diesen Fällen tun?
  • Wir haben in unsererem Bamberger Profitcenter Abseits Catering & Partyservice keine Preise für einzelne Produkte und Dienstleistungen veröffentlicht, sondern beispielhafte Kalkulationen, die wir so ähnlich bereits konkret abgewickelt haben. Der Unterschied zu Preisangaben ist, daß wir uns abweichende Angebote vorbehalten, weil andere Kunden abweichende Anforderungen stellen. Trotzdem können sich Interessenten einen gewissen Eindruck machen, was bestimmte Typen von Leistungsbündeln ungefähr kosten und im Geiste die Werte auf eigene Veranstaltungen hochrechnen. Vielleicht schrecken wir damit auch bestimmte Interessenten ab, die preiswertere Anbieter suchen. Aber es ist auch die Aufgabe von Websites, Interessenten, die nicht in Frage kommen, etwa weil sie zu wenig zu zahlen bereit sind, abzuschrecken.
  • Der Partyservice Lehrieder in Nürnberg, mit 80 Angestellen und 10 Millionen Euro Jahresumsatz, hat einen Teil seines Angebots standardisiert und wickelt diese Aufträge per Online-Shop ab, in dem sich der Interessent sein Wunschpaket selbst zusammenstellen kann. Für den beratungsintensiven Rest fragt er schon mal wichtige Daten per Formular ab und wickelt diese Aufträge dann individuell ab. Aber auch Interessenten für diesen beratungsintensive Dienstleistungen können sich zumindest einen gewissen Eindruck vom Preisniveau verschaffen, wenn sie in den Shop schauen und sich die Preise von Komponenten anschauen, die auch in ihrer Wunschliste enthalten sind.
  • Man verschleiert die Vergleichbarkeit von Preisen, indem man ungewöhnliche Maßeinheiten verwendet, z.B. Preise nach Länge und Gewicht. In der Gastronomie werden Speisen ja eher nach Portionen bepreist und Getränke nach Volumina. Man sollte dabei aber auf die rechtlichen Rahmenbedingungen für Ausschankmaße achten.
  • Eine weitere Möglichkeit zur Verschleierung von Preise stellen die Methoden der zeitlichen Preisdifferenzierung dar.
  • Techniken einer geographischen Preisdifferenzierung (der Preis hängt vom Standort des Internetzugangs des Users ab) sind für kleine Unternehmen (bzw. geringe Kosten) noch nicht verfügbar, aber ich bin mir sicher, daß sich dies in wenigen Jahren geändert haben wird, und solche Funktionen etwa von den großen Providern in Standard-Webhosting-Paketen zur Verfügung gestellt werden. Der Server schaut dann nach, welcher Region der Internetzugang eines Users zuzuordnen ist und sendet dann eine für diese Region festgelegte Preisinformation (Webseite).

Wie man herausfindet, wer die besten Gaeste sind.

Im Newsletter Inside vom 25. Oktober 2004, herausgegeben von der Unternehmensberatung Peppers & Rogers Group, schreibt Karen Henrie über die Hotel- und Resortkette Le Meridien und deren Customer Relationship Management: "Le Meridien Takes a Global View of Its Best Customers" (nur der erste Teil dieses Artikels ist frei zugaenglich, der Rest registrierungspflichtig).

Le Meridien kümmert sich besonders um ihre besten Gäste mit langfristigem Erfolg. Doch wie findet man heraus, wer diese Gäste sind? Dafür hat Le Meridien eine CRM-Software von Salesforce implementiert. Deren Chef hat sich gestern mit dem deutschen Unternehmen SAP AG angelegt: "Streit um SAP-Umsätze mit Kundenmanagement-Software", in: Der Standard vom 22. Oktober 2004.

Schokoladenbrunnen.

Als Reaktion auf einen Beitrag über den Einsatz eines Schokoladenbrunnens auf der Frankfurter Buchmesse wurden wir heimgesucht von Anfragen, wo man denn einen solchen Brunnen kaufen oder mieten könne. Vier Anbieter haben wir gefunden:Falls es noch weitere Anbieter gibt, bitte her damit!

Die Idee ist gar nicht so neu, recht neu (wie man will) und wurde als "Most Inventive Idea" des Jahres 2002 von der britischen Zeitschrift Caterer & Hotelkeeper ausgezeichnet. Ein Schokoladenbrunnen steht auch im Kölner Schokoladenmuseum.

Freitag, Oktober 22, 2004

Deutscher Online Journalisten Verband gegruendet.

Von den Schwierigkeiten, als Blogger z.B. auf der Frankfurter Buchmesse als Presse akkreditiert zu werden, habe ich schon berichtet: "Wie man ins Pressezentrum kommt".

Einer ganzen Reihe von Online-Journalisten und Bloggern, die journalistische Leistungen erbringen, reicht es nun. Sie haben am Rande des Kongresses Internet World im Rahmen der Computermesse Systems in München einen eigenen Verband Deutsche Online Journalisten Verband" (dojv) gegründet: "Internet World: Lobby für die Online-Journalisten gegründet", in: Muenchen24.info vom 21. Oktober 2004.

Donnerstag, Oktober 21, 2004

Automat.

1927 hat Edward Hopper das Bild "automat" gemalt.
Buy Automat, 1927 at Art.com
Automat, 1927
Buy From Art.com
Selbstbedienungsrestaurants oder "cafeterias" wurden in den USA von gemeinnützigen Organisationen erfunden, um arbeitenden Frauen ein preiswertes Essen zu bieten. Die Idee wurde schnell von gewerblichen Restaurants und Schulen aufgegriffen. Die Gäste wählen aus und zahlen für jedes ausgewählte Teil am Ende der Auswahlstrecke. Eine Weiterentwicklung stellen Cafeterrias dar mit vollautomatischen Verkaufsflächen, in welchen vorportionierte Speisen und Getränke in Geräten mit Münzeinwurf ausgegeben werden. Der erste "automat" wurde 1902 von Horn & Hardart in Philadelphia eröffnet (mit Automaten aus Deutschland).
Das älteste deutsche Patent für einen Warenautomaten wurde im Mai 1883 an Emil Wirba und Ferdinand Uecker aus Berlin für einen "Automatischen Verkaufsbehälter für Zigarren" vergeben. 1886 wurde auf der Internationalen Gewerbeausstellung in Berlin ein "Automatenpavillion" vorgestellt. In diesem gab es vom frischgezapften Bier (für 10 Pfennig) bis hin zum warmen Essen ein breites Angebot. Das erste Automatenrestaurant in Deutschland wurde 1897 in Berlin eröffnet.

Mehr über Automatenrestaurants.

Edward Hopper wurde geboren in Nyack, New York. 1924 hatte er seine erste Einzelausstellung, 1933 eine Retrospektive im Museum of Modern Art, New York. 1952 nahm er an der Biennale von Venedig teil. Das Londoner Museum Tate Modern zeigte vom 27. Mai bis 5. September 2004 eine große Retrospektive. Zur Zeit ist sie von bis 9. Januar 2005 im Museum Ludwig in Köln zusehen. Ausgestellt werden rund 70 Werke aller Schaffensphasen.

Das Buch zur Ausstellung: "Edward Hopper" von Edward Hopper und Sheena Wagstaff stellt die wohl umfangreichste Monografie zum Werk des wohl populärsten amerikanischen Malers seiner Generation auf dem deutschen Buchmarkt dar und all seine Hauptwerke vor. Wenige isoliert und nachdenklich wirkende Figuren beleben Edward Hoppers schlaglichtartig beleuchteten Tankstellen, All-Night Diners, Motelzimmer und Büros. Niemals direkt narrativ, besitzen die zurückhaltenden, sorgfältig ausgeführten Ölbilder und Aquarelle eine zeitlose, universelle Qualität, deren Aussagen zur Condition humaine ein riesiges Publikum weltweit berührt haben. Die vorliegende, definitive Studie zum "amerikanischsten" aller Künstler begleitet die erste umfassende Hopper-Retrospektive seit 20 Jahren in Deutschland und stellt sein Werk in den Kontext amerikanischer und europäischer Kunst der Epoche - beginnend mit seinen frühen Gemälden über die zu Ikonen gewordenen Manhattan-Bilder, bis hin zu seinen späten, zunehmend minimalistischen Arbeiten, die mehr als sechzig Jahre später entstanden. Sie untersucht zudem erstmals den Einfluss des Film noir auf seine Arbeit sowie im Gegenzug Hoppers nicht zu unterschätzende Wirkung auf andere bedeutende Kreative wie Alfred Hitchcock, Francis Ford Coppola, Norman Mailer, John Updike, Peter Doig oder Luc Tuymans.

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Social Software.

Klaus Eck hat in der Computerwoche vom 12. August 2004 einen Artikel über openBC geschrieben, ein Networking-Tool, also ein Instrument Kontakte, zu pflegen und zu knüpfen: "Social Software verändert das Networking".

Die rund 100.000 Mitglieder von openBC sind zwar noch sehr IT-lastig, aber ich habe auch schon einige Manager von Brauereien, Getränke-Vertriebsfirmen oder Spiriuosenhersteller entdeckt. Unter den sonstigen Gastgewerblern trifft man im openBC noch überwiegend Mitarbeiter der großen Hotelketten und der Veranstaltungs-Gastronomie.

Simon Hengel, einem Redakteur von Akademie.de, verdanke ich den Hinweis auf ein weiteres, besonders Networking-Tool, den LunchClub Deutschland. Die Grundidee stammt aus den USA, wo im Jahre 2001 Jared Nissim den "Lunch Club New York" gegründet hat. Seine Idee als Freiberufler war es, nicht immer allein Essen zu müssen und mal aus dem Büro zu entfliehen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Die so ins Leben gerufene Institution hat einen unheimlichen Erfolg und es kamen neben der ursprünglichen Zielgruppe der Selbständigen und Freiberufler ebenso Angestellte wie Banker, Rechtsanwälte als auch Unternehmer. Neben der Zielsetzung des Aufbaus und der Pflege eines professionellen Netzwerkes, der den meisten Social-Software-Konzepten eigen ist, steht als Besonderheit der Aspekt des gemeinsamen Essens im Vordergrund.

Aus der Sicht eines Gastronomen mag es deshalb nicht nur um die eigene Beziehungspflege gehen, sondern evtl. auch darum, lokale LunchClub-Gruppen als Gäste ins eigene Restaurant zu holen. Diese LunchClub-Meetings finden in Gruppen bis maximal 20 Personen statt.

Neben diesen Essen im überschaubaren Kreise sind größere Veranstaltungen mit Kooperationspartnern wie Weinverkostungen, Zigarrenabende, Vorträge und Specialevents geplant. Zu größeren Runden sollen regelmäßig prominente Vertreter aus der Wirtschaft, der Politik sowie aus der Kultur bzw. des öffentlichen Lebens zu Vortägen gewonnen werden.

Die per Social Software zueinander findenden Netzwerke kommen im Ergebnis einigen Lesern sicherlich bekannt vor. Auch die Rotary-Clubs und Lions-Clubs dienen ja nicht nur gemeinnützigen Zwecken sondern auch der Anbahnung von Geschäftskontakten und ähneln insoweit den Wirtschaftsjunioren.

Mit Blondinen sollst Du spielen.

Zwei Blondinen laden ein zum Austoben: Spielen erlaubt!. Wer sich ihre Anerkennung verdienen möchte: Minimalpaar.

Deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Am 18. und 19. November sowie am 16. und 17. Dezember findet in Gdynia in Polen die internationale Börse der Geschäftsangebote und des Handelsaustausches EUROKONTAKT` 2004 statt, die der Kontaktaufnahme zwischen polnischen, deutschen und österreichischen Unternehmen dient.

Die deutschsprachige Website www.polen-online.pl der E.G.P GmbH in Warschau enthält über 90 Angebote von polnischen Unternehmen finden, welche mit deutschen oder österreichischen Unternenehmen zusammenarbeiten wollen. Insgesamt suchen mehr als 1200 polnische Firmen sowie 1000 russische und ukrainische Firmen Kontakte in Deutschland und Österreich suchen.

Mehr zum Thema "Auswirkungen der EU-Öffnung auf die Gastronomie in Deutschland".

Messe Hotel 2004 in Bozen.

Die Internationale Fachmesse für das Hotel- und Gastgewerbe "Hotel" ist mit über 400 Direktausstellern, 17.000 Besuchern und einem bis auf den letzten Quadratmeter gebuchten Messegelände eine der bedeutendsten Veranstaltungen im Kalender der Messe Bozen. Im letzen Jahr wurde die Hotel erstmals im Oktober abgehalten und die erfolgreiche Bilanz 2003 gab den Veranstaltern Recht, die Messe vom Frühjahr in den Herbst verlegt zu haben. Am 25. Oktober 2004 ist es wieder so weit: "Hotel", die internationale Fachmesse für Gastronomie und Hotellerie in Bozen/Südtirol, einer der führenden Tourismusregionen Europas öffnet ihre Tore und wartet mit einem umfangreichen Rahmenprogramm und zahlreichen Neuheiten auf.

Erstmals im Rahmen der Hotel, werden Italiens autochtone Weine vorgestellt. Am ersten Messetag, dem 25. Oktober, bieten im Kongresszentrum Messe/Four Points Sheraton über 50 Kellereien 177 Weine von 58 verschiedenen Rebsorten und aus 14 Regionen Italiens zur Verkostung an. Das Forum "Autochtona" ist von 10.00 bis 18.30 geöffnet, der Eintritt kostet 13 Euro ? Messebesuch inklusive.

Hingegen direkt auf der Messe präsentieret sich ein Gutteil der Südtiroler Weinwirtschaft. Das Thema Erlebnis Gastronomie, der Wandel der Gesellschaft und die daraus sich ergebende Zukunft des Fremdenverkehrs sind nur einige der Stichworte der heuer, neben dem allgemeinen innovativen Angebot im Mittelpunkt stehenden Themen. Ausgearbeitet und entwickelt sind sie in bewährter Zusammenarbeit zwischen der Messe und den repräsentativen Organisationen und Institutionen der Branche, allen voran dem Südtiroler Hotelier- und Gastwirteverband HGV.

Mit einem neuen Stand präsentiert sich der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) in einem gemeinsamen Auftritt mit der Hoteliers- und Gastwirtejugend, die in diesem Jahr ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen feiert und der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG), die den Dialog zwischen SMG und allen Hoteliers, Gastwirten, Touristikern, Freizeitanbietern, Produktpartnern und Marketinginteressierten anregen und aufrecht erhalten will.

Erlebnis-Gastronomie-Erlebnis.

Das Wortspiel spricht bereits für sich: Die Gastronomie als Erlebnis bzw. Erlebnisgastronomie als Zukunftsgastronomie. Darüber Gedanken hat sich der Hotelier- und Gastwirteverband gemacht, der das Thema zum einen am Mittwoch, dem 27. Oktober 2004 im Kongreßzentrum in einer Tagung erörtert. Dabei werden erfolgreiche Konzepte von Erlebnisgastronomie im In-und Ausland vorgestellt. Mit einem völlig neu konzipierten und gestalteten Messestand führt der HGV selbst vor was er sich unter dem Schlagwort Gastronomie - Erlebnis ? Gastronomie vorstellt ? nämlich ein Toprestaurant mit Südtiroler Spitzenköchen sowie eine Treffpunkt-Bar. Im Messerestaurant des HGV, dem HGVissimo, bereiten in diesem Jahr die Spitzenköche Herbert Hintner vom Restaurant zur Rose in Eppan, Jörg Trafojer vom Restaurant ?Kuppelrain? in Kastelbell und Karl Baumgartner vom Restaurant ?Schöneck? in Issing/Pfalzen Gaumenfreuden für die Messebesucher zu.

Auch das Trentiner Pendant zum Südtiroler Hoteliers- und Gastwirteverband ASAT nutzt das Schaufenster auf der Bozner Hotelfachmesse und präsentiert sich mit einem Stand an der Seite der Nachbarn aus Südtirol.

Nach den positiven Erfahrungen und dem Erfolg der vergangenen Jahre präsentieren sich Südtirols deutsche und ladinische Berufschulen auch in diesem Jahr auf der Hotel. Das Motto des diesjährigen Messeauftritts ist ganz aktuell, denn die Schülerinnen und Schüler der Landesberufschulen Bruneck, Brixen und Meran befassen sich mit der Küche in den neuen EU-Mitgliedsstaaten und lassen die Besucher kräftig mitschnuppern.

Die italienische Berufsschule Cesare Ritz in Meran wird sich ebenfalls auf der Messe präsentieren genau so wie das Tourismuskolleg in Innsbruck die Gelegenheit nutzt, auf der Bozner Fachmesse sein Bildungsangebot vorzustellen.

Der Südtiroler Bauernbund veranstaltet am Dienstag, dem 26. Oktober im Kongresszentrum die Tagung "Urlaub auf dem Bauernhof" und präsentiert in Zusammenarbeit mit den Universitäten München und Bozen Ergebnisse einer Umfrage zu Erwartungen und Wünschen der Südtirolgäste, praktische Tipps und aktuelle Erkenntnisse zum Urlaub auf dem Bauernhof in Südtirol.

Auch die im Verband der Kaufleute und Dienstleister organisierten Speiseeishersteller, Konditoren und Bäcker nutzen mit ihrem Messeauftritt auf der Hotel 2004 die Gelegenheit, sich als wichtige Zulieferer der Hotellerie und des Gastgewerbes darzustellen. Die traditionsreichsten Südtiroler Berufsgruppen bemühen sich indem althergebrachte Herstellungsweisen und Rezepturen mit modernster Technologie verbunden werden, hochwertige Produkte herzustellen.

Die Hotel 2004 öffnet am 25. Oktober für vier Tag ihre Tore, sie steht auch in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Federalberghi, Italiens Verband der Tourismustreibenden, und verspricht wieder einmal ein interessanter Treffpunkt für die gesamte Branche zu werden. (Quelle: Pressemitteilung der Messe Bozen).

So kommen Nachrichten in diesen Blog.

Bernd Röthlingshöfer fragt: "Wie aber kommen Nachrichten in Blogs? Nach welchen Kriterien wählt der Blogger aus, welche Informationen er in einem Posting aufgreift? Sind das womöglich die gleichen wie bei den Kollegen von den Massenmedien?"

Bei meiner Auswahl, was in diesem Weblog, das Sie gerade lesen, aufgenommen wird, spielen ähnliche Kriterien eine Rolle wie bei den Redakteuren anderer Medien:
  • Der Neuigkeitswert, die Aktualität. Was aber nicht heißen muß, dass das Ereignis selbst neu sein muß. Wichtig ist eher, ob darüber schon von Konkurrenten berichtet worden ist. Es liegt in der Natur des Bloggens, daß es leicht fällt, schneller zu sein als die Printmedien. Aber die Wettbewerber holen auf - wenn auch Jahre später, so z.B. die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung mit tagesaktuellen News, RSS-Feed usw.
  • Networking. Ob derjenige, der diese Nachricht lancieren möchte, in einem Beziehungsgeflecht zu mir steckt. Wer mir einen Gefallen tut, für den investier' auch ich Arbeitszeit. Ich bin schließlich auf Menschen angewiesen, die mir mit Rat und Tat weiterhelfen oder Tipps geben oder Mundpropaganda für mich machen.
  • Nähe zum Publikum (geographische, politische oder kulturelle Bezüge zum Publikum). Hierbei geht es aber weniger darum, ob das Ereignis, über das berichtet wird, in Deutschland, Österreich oder der Schweiz passiert ist (unserem Zielgebiet), sondern ob es für deutschsprachige Gastronomen und Hoteliers interessant sein könnte. Die Wettbewerber in der deutschsprachigen Fachpresse vernachlässigen interessante Entwicklungen in den USA oder Asien. Aber auch das ändert sich peu à peu.
  • Aufwand. Wieviel Aufwand ist es die Nachricht zu recherchieren, zu bearbeiten und aufzubereiten? Die wenigsten Verteiler von Pressemitteilungen berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von Bloggern, z.B. werden keine URLs mitgeliefert, damit man bei Personen und Institutionen, die darin erwähnt werden, Links setzen kann. Meist muß man sich diese Websites selbst heraussuchen. Die wenigsten Anbieter von Inhalten bieten webtaugliche Bilder. Häufig werden nur hochauflösende Bilder für Printmedien zur Verfügung gestellt.
  • Persönliche Vorlieben. Ob mich ein Thema selbst interessiert, spielt natürlich eine Rolle, sonst könnte ich gleich als Lohnschreiber arbeiten. Ich versuche mich dabei aber auf solche Themen zu beschränken, von denen ich erwarte, daß sie in Zukunft auch die Branche interessieren werden. Z.B. schreibe ich seit Anfang 2002 über Weblogs und seit 2000 über Auktions-Websites in weiser Voraussicht, daß solche Themen auch für das insoweit rückständige deutschsprachige Gastgewerbe später einmal interessant werden. Bei einem Ein-Mann-Projekt ist natürlich das Risiko groß, daß man sich auf Themen versteift, die wenige interessieren. Ein Blick auf die Entwicklung der Besucherzahlen hilft dagegen. Bei uns gibt es noch eine Besonderheit: Ein Teil der in diesem Blog eingestellten Beiträge wird in einen Newsletter "Gastro News" übernommen, den wir zusammen mit dem Bayerischen Gastronomie-Report herausgeben. Die Auswahl obliegt dabei der Internetredakteurin dieser in München erscheinenden Fachzeitschrift. Wenn sie mich anruft, weil sie nichts findet, von dem sie glaubt, es könne unsere Newsletter-Abonnenten interessieren, ist es für mich an der Zeit, mal wieder mehr auf den "Nutzwert" der Beiträge in diesem Blog zu achten.
Keine Rolle spielen der Status oder das öffentliche Prestige des Kommunikators. Insoweit macht das Web alle gleich.

Ob in anderen Medien bereits darüber berichtet worden ist, ist zwar kein Kriteriuim bei meiner Entscheidung, ob ich darüber berichte. Aber ich bin natürlich darauf angewiesen, überhaupt etwas zu erfahren. Und ein großer Teil der Anregungen fließt natürlich aus anderen Medien.

Beck's Career Award von Interbrew Deutschland: Sieben Nominierungen gehen in die finale Auswahlrunde.

Bremen, 21. Oktober 2004: Die Nominierten für den Beck's Career Award 2004 stehen fest: Aus rund 450 Einsendungen wurden in der Kategorie "Bester Nachwuchs-gastronom" vier Nachwuchskräfte nominiert. In der Kategorie "Bestes Konzept" haben es drei Konzeptideen ins Finale geschafft. Die Preisträger werden am 18. November im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in Bremen ausgezeichnet. Der Beck?s Career Award ist mit einem außergewöhnlichen Preis dotiert: Der Gewinner in der Kategorie "Bester Nachwuchsgastronom" übernimmt einen eigenen gastronomischen Betrieb. Das Siegerkonzept in der Kategorie "Bestes Konzept" wird von Interbrew Deutschland, dem Initiator des bundesweiten Wettbewerbs für den gastronomischen Nachwuchs, realisiert.

Überwältigende Resonanz

Die Resonanz auf den Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. h.c. Lothar Späth steht und vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) unterstützt wird, war groß. Über 6800 Interessenten hatten die Teilnahmeunterlagen angefordert, bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist konnten gut 450 Teilnehmer verzeichnet werden. ?Die Qualität der Bewerbungen war bemerkenswert. Viele Nachwuchskräfte sind hochmotiviert, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Zudem zeigt die Kreativität der eingereichten Konzepte, dass es nicht an innovativen Ideen für die Gastronomie-Branche mangelt. Mit dem Beck?s Career Award aktivieren wir dieses Potenzial und geben gezielte Starthilfe bei der Gründung einer eigenen Existenz?, sagt Uwe Albershardt, Vertriebsdirektor Gastronomie/GFGH von Interbrew Deutschland.

Nominierte Nachwuchsgastronomen mit unternehmerischem Potenzial

Für den Beck?s Career Award in der Kategorie ?Bester Nachwuchsgastronom? nominiert sind: Alexandra Beatrice Hauptmeier (30) aus Heppenheim bei Mannheim, Anna-Karina Kattau (27) aus Bremen, Karl-Gustav Müller (23) aus Ebersburg in der Rhön und Isabella Owen (30) aus Velden, Österreich. Entscheidende Bewertungs-kriterien in dieser Kategorie sind neben der fachlichen Qualifikation vor allem die Motivation, das Engagement sowie das unternehmerische Potenzial der Kandidaten. Alle Ausgewählten verfügen über mehrjährige Erfahrung in der Gastronomie und sind mit der Nominierung ihrem Ziel nähergekommen, sich mit einem eigenen gastronomischen Betrieb selbstständig zu machen.

Kreative Konzeptideen nominiert

In der Kategorie "Bestes Konzept" sind folgende Gastro-Ideen nominiert:
  • "Tapa Si", eingereicht von Thorsten Märker aus München,
  • "Venus & Mars", eingereicht von Edgar Wilkening aus Hamburg und
  • "Volksbad Nürnberg" eingereicht von Roland Amon, Marcus Forster, Alex Riedmüller und Roland Mietke aus Nürnberg.
Gefragt sind in dieser Kategorie innovative und Erfolg versprechende Konzeptideen, die noch nicht am Markt umgesetzt sind.

Experten-Jury wählt Preisträger aus

Der Nominierung vorausgegangen war ein mehrstufiges Auswahlverfahren, darunter eine Road-Show in den Städten Hamburg, Köln, München und Bremen. Eine Fachjury entscheidet bei ihrer Sitzung am 26. Oktober 2004 über die Preisträger. In der Jury vertreten sind neben
  • Uwe Albershardt (Vertriebsdirektor Gastronomie/GFGH Interbrew Deutschland),
  • Barbara Becker (Chefredakteurin FIZZZ) und
  • Ingrid Hartges (Stell-vertretende Hauptgeschäftsführerin DEHOGA Bundesverband) auch
  • Michael Käfer (Geschäftsführer Käfer Gruppe),
  • Ulf Pätzmann (Gastro.Part),
  • Jürgen Strasser (Präsident Leaders Club Deutschland),
  • Axel Weber (Direktor Karstadt Warenhaus AG, Leiter der Gastronomie) und
  • Gretel Weiß (Chefredakteurin food service).
Feierliche Preisverleihung im November

Am 18. November 2004 werden in der Bremer Stadthalle die Preisträger bekannt gegeben und der Beck?s Career Award verliehen. Der Schirmherr Prof. Dr. h.c. Lothar Späth spricht das Grußwort.

Hintergrund

Der Beck?s Career Award wurde von Interbrew Deutschland 2004 ins Leben gerufen, um die Gastronomiebranche nachhaltig und langfristig zu unterstützen. Ziel ist es, junge Frauen und Männer für die Selbstständigkeit zu mobilisieren. Gemeinsam mit Interbrew Deutschland übernimmt der "Beste Nachwuchsgastronom" einen eigenen Gastronomiebetrieb. Er wird in gastronomischer und unternehmerischer Hinsicht von einem Experten-Team unterstützt. Das "Beste Konzept" wird von Interbrew Deutschland nicht nur prämiert, sondern auch umgesetzt. Neben den Preisträgern in den beiden Kategorien werden im Rahmen des Wettbewerbs Kandidaten für die Beck?s Career Academy ausgewählt, einem Trainingsprogramm in Bereichen wie Existenzgründung, Gastro-Marketing und Mitarbeiterführung. (Quelle: Pressemitteilung der Interbrew Deutschland).

August 2004: 8% mehr Gaesteuebernachtungen aus dem Ausland.

WIESBADEN. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland im August 2004 gegenüber dem Vorjahresmonat um 8% auf 5,6 Mill. Die Übernachtungen von inländischen Gästen sanken dagegen um 5% auf 37,7 Mill. Insgesamt wurden im August 2004 in Deutsch­land 43,3 Mill. Gästeübernachtungen gezählt, 3% weniger als im August 2003.

Der Rückgang der Übernachtungen insgesamt ist auch auf die Entwicklung in zwei Teilbereichen des Inlandstourismus zurückzuführen: So verminderte sich die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen (nur Touristikcamping) im August 2004 gegenüber dem Rekordergebnis des August 2003 um 10% auf 6,8 Mill. Die Übernachtungen in Vorsorge- und Reha-Kliniken gingen um 4% auf 4,1 Mill. zurück. Demgegenüber erreichten die Betriebe der Hotellerie mit 20,8 Mill. wieder das Ergebnis des Vorjahres.

Die Zahl der Gästeübernachtungen von Januar bis August 2004 lag bei 234,4 Mill. (+ 0,1% gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum). Auf inländische Gäste entfielen 203,2 Mill. Übernachtungen (- 1%) und auf ausländische Gäste 31,2 Mill. (+ 9%). (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Mittwoch, Oktober 20, 2004

BRAU Beviale 2004: Vielfalt in der Einheit.

Log Brau Beviale 2004 in NürnbergEuropa erschafft sich neu. Der lange Zeit geteilte Kontinent schließt sich enger zusammen. 25 Nationalstaaten verzichten auf Souveränitätsrechte für das Glück und den Wohlstand von 450 Millionen Menschen. Doch ein geeinter europäischer Getränkemarkt wird wohl noch für lange Zeit Fiktion bleiben. Welche Trends sich abzeichnen, welche Märkte sich wie entwickeln - auch das ist Gesprächsthema, wenn sich die europäische Getränkewirtschaft vom 10. bis 12. November auf der BRAU Beviale 2004 im Messezentrum Nürnberg trifft. Mit dabei sind diesmal gut 1.400 Aussteller und rund 38.000 Fachbesucher.

Der lang ersehnten und höchstwillkommenen politischen Einigung Europas zum Trotz bleibt der Kontinent weiterhin gespalten. Und zwar in wirtschaftlicher Hinsicht. Die Rede vom "europäischen Markt" bzw. vom "europäischen Verbraucher" ist solange eine Fiktion, solange man in Europa ein Nebeneinander von reifen und wachsenden Märkten feststellen kann. Dies wird besonders auffällig, nimmt man sich den europäischen Biermarkt etwas genauer unter die Lupe. Beim näheren Hinsehen stellt man nämlich fest, dass es einen geeinten europäischen Biermarkt gar nicht gibt. Die Trennungslinie zwischen reifen und wachsenden Biermärkten verläuft geografisch in einer Kurve zwischen Finnland und Schweden, Deutschland und Polen, um Österreich und die Schweiz herum zwischen Frankreich und Spanien. Mit gewissen Anomalien versehen zeichnet sie den längst überwundenen politischen Graben zwischen Ost und West nach. Um deutlicher zu werden: Während in den Jahren 1998 bis 2002 der Bierkonsum in den Ländern Skandinaviens (mit Ausnahme Finnlands), in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Großbritannien, Irland und Portugal fiel, kletterte er in Griechenland, Italien und Spanien sowie in allen Ländern Mittelosteuropas nach oben.

Reife Biermärkte und das Dilemma der Definition

Auf dem von Canadean, London, erstellten Ranking der wachstumsstärksten Biermärkte Europas (1998-2002) findet man ganz oben Russland, das Baltikum und Polen, während die meisten westeuropäischen Staaten die unteren Ränge füllen - mit einer negativen Wachstumszahl versehen. Gäbe es nicht die sich entwickelnden Märkte in Mittel-, Ost- und Südeuropa, wäre es um den Bierkonsum Gesamteuropas schlecht bestellt. So konnten die Marktforscher von Canadean für die Periode 1998-2002 wenigstens ein paneuropäisches Plus von 2,8 Prozent beim Bierkonsum errechnen. Bis 2008, so die Prognose von Canadean, wird sich das Bild kaum verändern. Nur dem steigenden Bierkonsum in Rumänien, Russland, der Ukraine und der Türkei - d.h. in Märkten außerhalb der EU - wird es zu verdanken sein, dass der europäische Biermarkt überhaupt noch Volumenzuwächse verzeichnen kann. Zwischen 2003 und 2005 soll das Wachstum in den heute noch stark expansiven Märkten unter einem Prozentpunkt liegen, in den heute schon reifen Märkten wird es um durchschnittlich einen Prozentpunkt fallen. Folglich sinkt die Steigerung des europäischen Bierkonsums von 2,6 (2003-2005) auf 1,7 Prozentpunkte (2005-2008).

Wie sehr auch die zu erwartende Konsumentwicklung die Unterscheidung in reife und wachsende Märkte innerhalb Europas nahe legt, so problematisch ist sie im Einzelfall. Sind nicht Italien und Griechenland längst reife Märkte, auch wenn uns die Zunahme des Bierkonsums in diesen Ländern etwas anderes glauben machen möchte? Von 1998 bis 2008 wird der Pro-Kopf-Konsum von Bier in Italien gerade mal von 27,2 auf 30,5 l steigen, in Griechenland soll er sich im gleichen Zeitraum von 41,6 auf 43,1 l erhöhen. Zieht man die Umfeldbedingungen in Griechenland und Italien in die Betrachtung mit ein, wird man diese Märkte unschwer als reife klassifizieren, da zu erwarten ist, dass der Bierkonsum in diesen traditionell eher Wein affinen Ländern nur moderat zulegen und unter dem europäischen Mittelwert von 63 l (2003) verharren wird.

Überwindung der nationalen Kategorien

Die Unterteilung des europäischen Biermarktes in reife und wachsende unter dem Gesichtspunkt der Konsumentwicklung hat offenkundige Schwächen. Alternativ bietet sich der Aspekt der Marktkonzentration an. Oftmals gilt ein hoher Konzentrationsgrad auf Anbieterseite als ein Indiz für Marktreife. Dieser Theorie zufolge durchlaufen Märkte eine quasi naturgesetzliche Entwicklung von einer ursprünglich starken Fragmentierung zu einer Konzentration auf wenige Player. Überträgt man sie auf die europäischen Verhältnisse, so ergibt sich ein höchst interessantes Bild. Laut Canadean verfügen die jeweiligen Top 3 Player der Brauindustrie in Rumänien, Bulgarien, Italien, Tschechien, Großbritannien und Lettland über mehr als 60 Prozent Marktanteil; in Polen, der Ukraine und Slowakei, in Österreich, der Schweiz, Spanien und Belgien vereinen die drei größten Brauer mehr als 70 Prozent des Marktes auf sich; in Schweden, Litauen, Ungarn, Frankreich und den Niederlanden sind es über 80 Prozent, in Finnland, Norwegen, Estland, Dänemark, Portugal und Irland sogar mehr als 90 Prozent.

So weit, so verwirrend. Eine eindeutige Korrelation zwischen Bierkonsum und Marktkonzentration lässt sich auf diese Weise nicht herstellen, schon gar nicht, wenn man Deutschland und die Türkei dazunimmt. Keiner würde bezweifeln, dass Deutschland ein reifer Biermarkt ist, auch wenn die Top 3 Brauer im Jahr 2002 erst 25 Prozent des Marktes kontrollierten. Angesichts der Tatsache, dass es in der Türkei überhaupt nur drei Player gibt, die sich den Markt teilen, müsste man die Türkei als überreifen Markt einstufen, wäre da nicht ein Bierkonsum von gegenwärtig 11 l pro Kopf, der bis 2008 um jährlich ein Prozent wachsen soll, womit die Türkei zu den wachstumsstärkeren Biermärkten in Europa zählt.

Ob reife oder wachsende Märkte ? wahrscheinlich werden wir künftig über nationale Märkte hinaus in größeren geografischen Einheiten denken müssen und darin dem Beispiel der Braukonzerne folgen. Warum sollten beispielsweise die Märkte Großbritanniens und Irlands von zwei Produktionsstätten aus versorgt werden? Das fragten sich die Verantwortlichen von Guinness/Diageo und kamen im Frühjahr dieses Jahres zum Schluss, dass es vernünftiger sei, die Londoner Park Royal-Brauerei zu schließen und ab Sommer 2005 die gesamte Produktion von 2 Mio. hl nach Dublin zu verlagern. Das macht zwar eine Investition in Höhe von 15 Mio. GBP in Dublin notwendig. Trotzdem wird unter dem Strich eine schwarze Zahl stehen, rechnet man den Gewinn aus dem Verkauf der Immobilie in London hinzu. Nur darauf kommt es heute an.

You can never be too rich or too thin

Man kann niemals zu viel Geld haben oder zu dünn sein, lautet angeblich die Devise reicher Amerikanerinnen. Analysten und Aktionäre haben sie sich längst zu Eigen gemacht. Ihrem Diktat müssen sich die börsennotierten Braukonzerne beugen und das lautet: Kosten senken, organisches Wachstum produzieren und Marken pflegen. Wobei sich alle drei gegenseitig bedingen und sowohl für reife als auch sich entwickelnde Märkte gelten. Wachstum durch Zukäufe, wie es sich die europäischen Brauer zwischen 1998 und 2002 zum Ziel setzten, als sich der Marktanteil der Top 10 Braukonzerne von 35,5 auf 56 Prozent erhöhte (bezogen auf das geografische Europa inkl. Russland und Türkei), stellt heute niemanden mehr zufrieden.

Die Brauer Europas sind in höchstem Maße auf die Kompetenz der Zulieferindustrie angewiesen, was das Erkennen und Ausschöpfen von Kostensenkungspotenzialen anbelangt. Nur im kontinuierlichen Dialog, wie er auch auf der BRAU Beviale 2004 geführt wird, lassen sich die strengen Vorgaben bzgl. Effizienzsteigerung und Optimierung aller Prozesse erfüllen.

Wer meint, diese Vorgaben beschränkten sich auf die Produktionsabläufe, der irrt. Glaubt man den Finanzexperten, so wird sich der Markenwert künftig stärker im Börsenkurs des Unternehmens widerspiegeln. Analysten fordern deshalb eine konsequentere und nachhaltigere Markenführung. Der Wettbewerb im Markt ist hart: Allein in Deutschland werden 60.000 Marken beworben, so der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft. Untersuchungen haben ergeben, dass Konsumenten in Deutschland gerade mal 191 Marken kennen. In anderen reifen Märkten dürfte die Lage ähnlich sein. Wenn Erfahrungen aus Großbritannien repräsentativ sind, wonach Verbraucher beim Einkaufen im Supermarkt gerade mal 90 Sekunden zwischen den Regalen mit alkoholischen Getränken verbringen, dann leuchtet jedem sofort ein, wie wichtig ein klares Markenimage ist.

Ob die Entwicklung von wachsenden Märkten zu reifen Märkten eine Zwangsläufigkeit darstellt, oder nicht, fest steht: Brauer profitieren davon, da sie in reifen Märkten mit einem entsprechenden Markenportfolio 40 Prozent ihres Gewinns mit nur 20 Prozent ihres Bierausstoßes (d. h. weltweit bekannten Bierspezialitäten bzw. internationalen Lagerbiermarken) erzielen.

Mit der EU-Erweiterung als Überwindung der Spaltung Europas geht der Wunsch einher, dass aus der Vielfalt eine Einheit zusammenwächst. Das Beispiel der europäischen Brauindustrie lehrt, Vielfalt in der Einheit kann durchaus ein erstrebenswerter Zustand sein. Was die europäische Brauindustrie im Innersten zusammenhält, ist das Streben nach verbesserter Profitabilität. Dazu tragen bei: das Nutzen von Synergien, Firmenübernahmen, Markenpflege, Kostenreduzierung, Optimierung des Vertriebs, Umsatzwachstum und finanzielle Disziplin - und nicht zuletzt verlässliche und flexible Partner in der Zulieferindustrie, die sich mit ihrem geballten Know-how auf der BRAU Beviale 2004 präsentieren. (Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

Keine Gruende fuer den Fortbestand des Kuendigungsschutzes.

Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarktforschung der Bundesagentur für Arbeit ("Arbeitsmarkt-Reformen: Betriebe reagieren kaum auf Änderungen beim Kündigungsschutz" (PDF, 285 KB) von Thomas K. Bauer, Stefan Bender und Holger Bonin, IAB Kurzbericht Nr. 15 / 2004) belegt,
  • der Kündigungsschutz stört die marktkonforme Beschäftigungsstruktur, indem beispielsweise mehr Beschäftigte auf Teilzeitbasis, befristet oder im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses eingestellt werden und dafür weniger Vollzeitbeschäftigte,
  • die Reform des Kündingsschutzes im Jahre 1996 (Anhebung der Grenze von 5 auf 10 Mitarbeiter), die 1999 von der rotgrünen Bundesregierung zurückgenommen worden ist, hat nicht zu mehr Entlassungen geführt. Maßgebend für Abgänge und Einstellungen in den Betrieben sei allein die Konjunkturlage gewesen.
Damit entfällt meines Erachtens jede sachliche Begründung für den Fortbestand dieses Markteingriffs in Form des Kündigungsschutzes.

Informationspflichten für eBay-Verkaeufer.

Wenn Sie als Unternehmer, z.B. als Gastronom, etwas über eBay (oder auch andere Marktplätze) verkaufen, sollten Sie unbedingt überprüfen, ob Ihre Auktionen die gesetzlichen Informationspflichten erfüllen. Sonst kann es passieren, daß Sie abgemahnt werden. "Achtung, Abmahngefahr: Informationspflichten für eBay-Verkäufer", in: Akademie.de vom 29. September 2004.

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Dienstag, Oktober 19, 2004

BRAU Beviale 2004: Getraenketrends - Trendgetraenke.

Log Brau Beviale 2004 in NürnbergDie BRAU Beviale 2004 ist auch in diesem Jahr das wichtigste Messeereignis für die europäische Getränkewirtschaft. Vom 10. bis 12. November dreht sich im Messezentrum Nürnberg wieder alles um Rohstoffe, Technologien, Logistik und Marketing. Dazu werden gut 1.400 Aussteller und rund 38.000 Fachbesucher erwartet. Als klassische Investitionsgütermesse widerspiegelt die BRAU Beviale die Tendenzen auf den internationalen Getränkemärkten. Und da tut sich im Moment jede Menge...

Vorbei die Zeit, als ein Getränk ganz einfach Getränk war, schlichter Durstlöscher sozusagen - als Verbraucher noch "ein Wasser" oder "ein Pils" orderten. Die Getränkebranche hat jede Menge an Aufklärung geleistet, Markenphilosophien vermittelt, dem Konsumenten anhand umfassender Kampagnen klar aufgezeigt, warum Produkt X überhaupt nicht mit Produkt Y zu vergleichen ist - und ist dabei gleichzeitig unheimlich innovationsfreudig. Weg von dem ehemals angestaubten Image stets wiederkehrender Getränkekategorien geht es hin zu immer neuen Produkt- und Verpackungsentwicklungen. Ständig auf der Suche nach Innovationen, die dem Verbraucher einen erkennbaren Zusatznutzen und vor allem ein echtes Geschmackserlebnis bieten.

Wellness und Gesundheit nicht nur für Frauen

Altbekannt und dennoch neu entdeckt - das gilt beispielsweise für Soja-Drinks. In Asien seit Jahrhunderten populär, haftet Soja in Europa immer noch eine gewisse Exotik an. Speziell in Bezug auf Sojagetränke. Vielfach wird mit dem Sojagetränk der bohnige Geschmack klassischer Soja-Produkte verbunden - wem sollte das auf flüssiger Basis wohl schmecken? - Gesundheit und Geschmack in ein stimmiges Konzept gepackt - so lautet bei Sojagetränken die Devise. Soja kombiniert mit Fruchtgeschmack - des Rätsels Lösung. Orange/Passion, Erdbeere/Banane, Maracuja, Mango, Mehrfrucht oder auch Vanille und Schoko sind u. a. am Markt, oft mit Vitaminen, Folsäure und Biotin angereichert.

Experten bescheinigen Sojagetränken weltweite Karrierechancen. 2004 wird von einem Anstieg des Verbrauchs auf vier Milliarden Liter Sojagetränke weltweit ausgegangen. Während Amerika den Durchbruch der Getränke auf Soja-Basis bereits erlebt hat, geht es für die Getränkeindustrie in Deutschland und Europa um ein rasches Aufgreifen des Trends und die frühzeitige Sicherung von Marktanteilen.

"Uralt" und dennoch trendy - das gilt in gleichem Maße für Aloe Vera. Die ersten Aufzeichnungen zum nährenden Saft der Aloe-Vera-Pflanze wurden vor etwa 6.000 Jahren in Ägypten gemacht. Sie galt als Pflanze, deren "Blut" Schönheit, Gesundheit und Unvergänglichkeit verleiht. Cleopatra und Nofretete schätzten den wohltuenden Saft und verwendeten ihn zur täglichen Haut- und Schönheitspflege. Für die Kaiser des antiken Chinas symbolisierten die heilkräftigen hornigen Randstacheln der Aloeblätter die heiligen Nägel der Gottheit. In den asiatischen Ländern war die Aloe Vera ein fester Bestandteil der medizinischen Behandlungen. Wellness, Wohlfühlen, Schönheit - die Positionierung scheint bei Betrachtung blanker Aloe-Vera-Theorie für den Getränkebereich so gut wie vorgegeben.

Neben genannten Trends im Bereich "Wellness-Getränke" greift nach wie vor das Wellness-Getränke-Konzept "Wasser mit Zusatznutzen". Kombination aus Mineralwasser, fruchtiger Geschmacksvielfalt und funktionalem Zusatznutzen - ein Rezept für Erfolg, das durchaus äußerst kreativ umgesetzt werden kann, neuerdings zum Beispiel mit Aloe Vera-Pflaume-Blüte oder Ginseng-Birne-Kräuter.

Mit Hilfe von Trend- und Zukunftsforschung entstand in Österreich nach einjähriger Forschungsarbeit ein prototypisches Produkt für morgen - speziell für Frauen. Das Functional-Lifestyle-Getränk basiert gleich auf mehreren Mega- und Konsumententrends. Die 21 Inhaltsstoffe der Drinks sind reine Naturprodukte, überwiegend Kräuter- und Wurzelextrakte - exakt auf den Organismus der Frau abgestimmt. Kernwirkstoff ist die chinesische Wurzel Dong Quai, die auf die wichtigsten Körperfunktionen, zum Beispiel den Hormonhaushalt, harmonisierend wirkt. Die Getränkeidee stammt aus Japan. Vor etwa fünf Jahren startete dort eine reine Frauen-Marke, die unterschiedlichste Produktgattungen vereint, darunter Bier, aber auch Kosmetik, Kleidung, Autos usw.

Extreme und Markenkult für die Jugend

Ein weiteres interessantes Konzept, das sich von den Niederlanden den Weg gen Belgien, Frankreich, Großbritannien, Schweiz, USA und Neuseeland bahnt: extreme Drinks, das heißt innovative Getränkeprodukte für junge, aktive Zielgruppen. Wasser ohne Kohlensäure in einer individuell gestalteten Flasche mit Clip in Snowboard-Optik lässt sich mit diesem Clip leicht an der Kleidung anbringen. Das Konzept kommt hervorragend an - nicht zuletzt aufgrund der Verpackung, die bereits mit dem "Best Packaging Innovations Preis" in Großbritannien belohnt wurde.

Dass Innovationen insbesondere bei der Jugend auch oder vielleicht gerade wegen ihrer trendigen Verpackung gefragt sind, bestätigt Alexander Homeyer, Geschäftsführer der Münchner Agentur für integrierte Jugendkommunikation Youngcom: "Gebinde ist für die Jugend äußerst wichtig und hat viel mit positiver Selbstdarstellung zu tun. Eine Einheitsflasche verzeichnet lange nicht die gleiche Wirkung wie eine Flasche, die unique ist, die stylish daherkommt." Laut Homeyer genießen Getränkemarken bei der Jugend generell eine hohe Aufmerksamkeit. Was den Markenkult angeht, sind sie von der Wertigkeit her international ganz oben angesiedelt. Ebenfalls interessant: so groß sind die Unterschiede im Konsumverhalten der Jugendlichen laut Homeyer weltweit gar nicht. Amerika ist seit langem in. Fernost kommt mehr und mehr. Künftig könnten laut Homeyer auch Getränkeentwicklungen aus Osteuropa international großes Interesse finden.

Softdrinks weltweit beliebt: Deutschland europäischer Spitzenreiter

Sowohl im klassischen als auch im Trendbereich werden Softdrinks weltweit interessante Wachstumsraten bescheinigt. Zenith International, Großbritannien, prognostiziert im Global Soft Drinks Report 2003 einen jährlich steigenden Absatzzuwachs von weltweit 5 %. 2003 lag der internationale Softdrink-Konsum bei 4,67 Mrd. hl, was einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 75 Litern entspricht. Zurzeit ist der größte Markt für Softdrinks mit einem Weltmarktanteil über 24 % die USA. Eine äußerst dynamische Entwicklung des Softdrink-Konsums ist unter anderem in Asien, Osteuropa und dem Mittleren Osten spürbar.

Auf dem europäischen Markt ist Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 292,3 Litern Spitzenreiter beim AFG-Konsum, so die Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, Deutschland. Platz zwei teilen sich Belgien und Luxemburg ? dicht gefolgt von der Schweiz. Was den Konsum der Erfrischungsgetränke angeht, liegt Deutschland nur im Mittelfeld. Hier führt Irland mit 168 Litern. Beim Wasserkonsum nimmt Italien mit 174 Litern die führende Rolle ein. Dafür sind die Deutschen mit einem Konsum von 43 Litern wiederum die Safttrinker Nummer Eins.

Kreativität kennt keine Grenzen - auch beim Bier

Für das Jahr 2003 verzeichnet der Global Alcoholic Drinks Report von Zenith International bei einem Plus von 1,7 % ein Wachstum auf 1,95 Mrd. hl. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkoholika liegt bei ca. 31 Litern. Weltweit führt Bier mit einem Anteil von 74 % weit vor Wein mit 13 %, Spirituosen mit 10 % und sonstigen alkoholischen Getränken mit 3 %. Bis zum Jahr 2007 liegen die Prognosen für alkoholische Getränke bei rund 2,1 Mrd. hl. Mit den höchsten Zuwachsraten wird bei Bier gerechnet.

Im Gegensatz zu den Herstellern alkoholfreier Getränke tun sich die Brauer gerade in Hinblick auf trendige Bierkreationen manchmal noch etwas schwer. Dennoch - es gibt sie die kreativen Beispiele aus der Branche, die über die Einführung von Bier in der PET-Flasche hinausgehen. Eine deutsche Brauerei präsentierte erst kürzlich das erste Anti-Aging-Bier der Welt, dem Sole, Spirulina (Algen) und Flavonoide zugesetzt sind. Ähnlich wie probiotischer Joghurt soll das präbiotische Spezialbier auch die Darmflora unterstützen.

Eine weitere Entwicklung, die bereits vor einiger Zeit von sich reden gemacht hat und zeigt, dass Biergenuss durchaus kreativ sein kann, ist die alkoholfreie Bierentwicklung der Russian Academy of Agricultural Science. Hierbei handelt es sich um ein alkoholfreies Bier, das speziell für den Genuss im Weltraum entwickelt wurde. Mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralien angereichert.

Ebenfalls interessant: die Vermittlung von Biergeschmack - ohne Biergenuss. So stellten die beiden Forscher Michelle Kelly und Luke Meyers an der Universität Purdure, Indiana, USA, ein Biergewürz her. Die Produktion des Biergewürzes ist aus hellem und dunklem Bier möglich. Der Alkoholgehalt wird durch den Herstellungsprozess entzogen. Das Gewürz ist für Dips, Saucen, als Zugabe für Brot oder auch als Gewürz für Popcorn und Kartoffelchips gedacht. Was wieder einmal deutlich aufzeigt, dass bei Bier die Grenzen der Kreativität stets die individuell definierten sind. (Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

News aus der Welt der gesetzlichen Krankenkassen.

Krankenkassen-direkt.de bietet einen GKV-Newsfeed zu den Themen Gesetzlichen KrankenVersicherung (GKV) und Gesundheitspolitik sowie über neueste Meldungen und Beitragssätze der Krankenkassen.

Himmelherrgottsakrament, Sie können dieses Zeug nicht lesen? Mein Tipp: der Online-Feeds-Aggregator Bloglines.

Verkehrsgastronomie.

Die Tageszeitung "Die Welt" kündigt eine Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin ab November 2004 hin. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Reiseverpflegung im Umfeld der Eisenbahn. Dabei wird die Entwicklung vom zeitaufwendigen Besuch der Bahnhofswirtschaft hin zur Einnahme eines Menüs während der Fahrt ebenso thematisiert wie die Geschichte bedeutender deutscher Speisewagengesellschaften. Ein Blick hinter die Kulissen stellt die Berufsgruppen vor, die im Speisewagen tätig waren, und veranschaulicht die Entwicklung der Küchentechnik: "Deutsches Technikmuseum zeigt Ausstellung über "Speisen auf Reisen" (via Speisekarten-Seite.de).

Siehe dazu auch unseren Beitrag über "Restaurants: Zur historischen Entwicklung".