Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, Dezember 31, 2004

Weinland Suedafrika.

cape wine blog ist ein nagelneues, auf das Weinland Südafrika spezialisiertes Gemeinschafts-Blog von blogerfahrenen und -unerfahrenen Weinkennern:Weitere Autoren auch vor Ort sind gerne gesehen. (Quelle: drink tank vom 31. Dezember 2004).

Man könnte dieses Blog auch als PR-Aktion der PR-Agentur pm-communication für südafrikanische Weine bezeichnen, die sich dafür einiger bekannter Weinjournalisten, -weinkenner und -blogger bedient, also als PR-Blog, wie ihn Klaus Eck propagiert bzw. kritisch begleitet. Doch warum auch nicht? Dies ist mir tausendmal lieber als inhaltsarme Hochglanzprospekte, Vierfarbanzeigen oder Werbefilme, die als redaktionelle Beiträge getarnt sind. Der Knackpunkt wird sein, ob sich die Autoren ihre Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit bewahren, wenn es auch mal etwas Negatives über das Weinland Südafrika zu berichten geben sollte.

Tropical Island.

Johnny Häusler hat sich aus Berlin-Kreuzberg mit Familie mal einen Tag ins Tropical Island etwa auf halber Strecke zwischen Berlin und Cottbus gewagt und berichtet aus der Sicht eines Familienvaters: "The Krausnick Truman Show", in: Spreeblick vom 30. Dezember 2004.

Siehe auch einen Bildstrecke in der Süddeutschen Zeitung: "Tropical Island Brandenburg" sowie einen Hintergrundartikel in Heise Online vom 19. Dezember 2004: "Brandenburg im Tropenfieber".

Donnerstag, Dezember 30, 2004

Wiegard contro Bofinger.

Am 9. Mai 2004 habe ich geschrieben:
Das zum 1. März 2004 von der rot-grünen Bundesregierung in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinein bugsierte SPD-Mitglied Prof. Dr. Peter Bofinger macht sich für seine Förderer bereits in Form wohlfeiler, als sachverständige Kommentierung getarnter Proganda bezahlt: "Wirtschaftsweiser hält EU-Stabilitätspakt für «Zwangsjacke» gegen den Aufschwung", in: Netzeitung vom 9. Mai 2004. Ich frage mich, wie lange sich das die anderen Mitglieder des Sachverständigenrates, die sich um den Ruf des Rates sorgen müssen, noch schweigend anschauen? Insbesondere der auch der SPD angehörende Ratsvorsitzende, Prof. Dr. Wolfgang Wiegard, hat sich ja nicht zu platter Parteinahme hinreißen lassen, sondern kompetent und wissenschaftlich begründet argumentiert, ohne Rücksicht auf das tagespolitische Geschwätz seiner Genossen in der Regierungsverantwortung.
Heute meldet die Netzeitung: "Wiegard will nach Streit Vorsitz im Sachverständigenrat abgeben".

Meines Erachtens wäre es, statt den Vorsitz niederzulegen und den Sachverständigenrat zu verlassen, besser, die vier kompententen Ökonomen des Gremiums legten dem Parteisoldaten Bofinger nahe, das Gremium zu verlassen, notfalls per offenem Brief.

Ich habe Prof. Wiegard als Assistenten am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft in Heidelberg, bei dem ich meine Diplom-Arbeit geschrieben habe, als überaus kompetenten Wissenschaftler und integre und durchsetzungsstarke Persönlichkeit kennengelernt. Er sollte jetzt den Schwanz vor Prof. Bofinger nicht einziehen, sondern dafür sorgen, daß der Parteidemagoge endlich aus dem Sachverständigenrat rausgeschmissen wird.

Von hinten oder von vorne.

Wer selbst schon mal Software entwickelt hat, weiß, daß Fehler passieren können. Die Qualitätskontrolle besteht darin, anhand eine vorher festgelegte Liste von Beispielfällen zu prüfen, ob diese korrekt verarbeitet werden. Natürlich sollte diese Liste von Beispielen alle denkbaren Kombinationen von Eingabedatensätzen umfassen. Ich habe früher Softwareentwickler, die mir zugearbeitet haben, mitunter zur Weißglut gereizt und mich beim Testen einfach mal so mit beiden Unterarmen auf die Tastatur fallen lassen. Software, die solch brutale "Eingabefehler" nicht abfängt, ist nicht praxistauglich und besteht den "Elchtest" nicht.

Bei der Entwicklung der Software für das Arbeitslosengelds II wurde, wenn man dem "Spiegel" Glauben schenken darf, geschlampt und die Funktionsfähigkeit der Sofware in den Fällen nicht überprüft, bei denen die Bankverbindung der Zahlungsempfänger kürzer ist als zehn Stellen. In diesen Fällen hat die Software die Kontonummer im Datensatz aus der eingegebenen Nummern linksbündig interpretiert und von hinten mit Nullen aufgefüllt statt von vorne: "Bundesagentur patzt bei ALG-II-Überweisungen", in: Spiegel vom 30. Dezember 2004. So wird etwa aus 3204154 die falsche Kontonummer 3204154000 statt die richtige Kontonummer 0003204154.

Weise Männer (und Frauen) haben aus solchen und anderen Fehlern "Gesetze" formuliert, lockere Sprüche mit einem bitteren Kern von Wahrheit: Murphy's Law.

Was man als Gastronom aus solchen und ähnlichen Fehlern lernen kann: Es kann nicht nur was schief gehen, sondern man muß damit rechnen und dafür sorgen, daß eingetretene Fehler die Ziele (oder die Existenz des Unternehmens) nicht gefährden. Was mache ich, wenn was schief geht, gehört zur Planung wie das Gelbe zum Ei.

Mir ist so ein dummer Fehler mal bei der Vorbereitung eines Balls passiert. Kurz vor Ballbeginn standen wir nach wochenlanger minutiöser Vorbereitung da mit Hunderten von Weinflaschen, die geöffnet werden sollten - und ohne Korkenzieher.

Viel gefährlicher als solche eher banalen Fehler sind Fehler, die im menschlichen Denken selbst begründet sind. Mehr darüber in dem populärwissenschaftlichen Werk: "Die Logik des Mißlingens" von Prof. Dr. Dietrich Dörner.

Mittwoch, Dezember 29, 2004

Brauereisterben.

In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung beschreibt Ullrich Kallmeyer, der Chef der Radeberger Gruppe, seine Strategie für den übernommenen Bierkonzern Brau und Brunnen: "60 Biermarken sollten es schon sein", in: Franfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 20. Dezember 2004. Man müsse den Konzern entschulden, Hierarchien und Stellen abbauen, Budgets kürzen. Laut einer Meldung der Berliner Morgenpost vom 19. Dezember 2004 steht u.a. die Neuköllner Brauerei von Berliner Kindl vor dem Aus: "Berliner Kindl: Brauerei in Neukölln vor dem Aus".

Siehe dazu auch unseren älteren Beitrag über das "Brauerei-Sterben: Rationalisierungspotentiale".

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Wachsende Bedeutung des Vertriebswegs Internet.

Die Allensbacher Computer- und Technikanalyse 2004 hat unter anderem ergeben, daß das Internet im gesamten Tourismus wie auch bei Geschäftsreisen als Vertriebsweg weiter an Bedeutung gewinnt. Online gebucht haben bereits:
  • Reisen (15 Prozent aller Deutschen).
  • Hotels (13 Prozent).
  • Mietwagen (5 Prozent).

Todesfalle Luxushotel.

Das 5-Sterne-Badehotel Sofitel Magic Lagoon im Urlaubsort Khao Lak, das zu Accor gehört, hat es bei der Flutkatastrophe ganz besonders schlimm erwischt. Von den 415 Gästen des Sofitel-Hotels wurden bis gestern Abend nur 151 lebend aufgefunden. Mehr darüber: "Das Luxushotel wurde zur Todesfalle", in: Kölnische Rundschau vom 29. Dezember 2004.

Mehr über dieses Hotel: "Five Star Luxury in Khao Lak, Thailand", in: Hotel Design Industrial News.

Dienstag, Dezember 28, 2004

Systemgastronomie.

Eine Einteilung der Systemgastronomie in verschiedene Gruppen versucht Conrad Krödel auf seiner Website www.systemgastronomie-online.de. Vor allem bietet sie Informationen über den Beruf Fachmann/Fachfrau für Systemgastronomie.

Conrad Krödel hat zwischen Abitur und Wehrdienst bei McDonald's gejobbt, nach seinem Wehrdienst eine Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie bei McDonald?s absolviert und diese 2001 als Landesbester abgeschlossen. Danach hat er bei Kentucky Fried Chicken ein Traineeprogramm absolviert und als 1. Restaurantassistent gearbeitet. Seit 2002 studiert er Gewerbelehramt an der Universität Hamburg, Fachrichtung Ernährungs- /Haushaltswissenschaften, gewerbliche Informatik.

Lesen Sie dazu auch unsere früheren Beitrag über Systemgastronomie und Fachmann/-frau für Systemgastronomie.

Tipps fuer Existenzgruender.

Auch wenn Sie sie nicht speziell mit einem Donut-Konzept selbständig machen wollen, bietet Ihnen die Website des Franchisegebers Orbie Donut einige "Tipps, um ihnen den Start zum Geldverdienen zu erleichtern". Sie sind insbesondere geeignet für Konzepte mobiler Gastronomie. Sie lassen sich aber mit ein wenig Phantasie auch für stationäre Konzepte entwickeln, auf stationäre Konzepte anpassen.

Montag, Dezember 27, 2004

Bitte zuschlagen.

Wie man Menschen durch bürokratische Regelungen in den Wahnsinn treiben kann, auch wenn es sich in diesem Fall nur um die wenigen Zeitgenossen handeln, zu deren Aufgaben die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung gehört, zeigt anschaulich die zum 1.1.2005 geplante Einführung eines Beitragszuschusses für Kinderlose in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Siehe dazu "Neu in 2005 (Teil 6/10): Beitragszuschlag für Kinderlose", in: krankenkassen-direkt.de.

Die Idee, daß Kinderlose einen Zuschlag in Höhe von 0,25% zur gesetzlichen Pflegeversicherung zahlen sollen, hört sich ja erstmal einfach an. In der Praxis stellen sich aber eine Reihe von Fragen:
  • Was heißt "Kinder"? Berücksichtigt werden nach dem Willes Gesetzgebers auch Adoptiv-, Stief- und Pflegekinder.
  • Gilt nur der aktuelle Zustand oder wirken sich auch Erziehungszeiten in der Vergangenheit dahingehend aus, daß kein Zuschlag gezahlt werden muß? Befreit werden alle, die irgendwann früher einmal Kinder erzogen haben.
  • Gibt es Ausnahmen? Kinderlose Rentner, die vor dem Stichtag 01.01.1940 geboren sind (also die im Jahre 2005 über 65-Jährigen), werden von der Zuschlagspflicht ausgenommen. Ausgenommen sind auch Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres sowie Bezieher von Arbeitslosengeld II, Wehr- und Zivildienstleistende.
  • Weiter stellt sich die Frage, wie man (als Arbeitnehmer) den Nachweis zu führen bzw. welche Dokumente man als Arbeitgeber zu akzeptieren hat? Das Kinder-Berücksichtigungsgesetz schreibt keine konkrete Form des Nachweises über die Elterneigenschaft vor. Die Spitzenverbände der Pflegekassen haben nach § 55 Abs. 3 Satz 4 SGB XI gemeinsame Empfehlungen darüber zu beschließen, welche Nachweise hierfür geeignet sind. Auf dieser Grundlage haben die Spitzenverbände der Krankenkassen - handelnd als Spitzenverbände der Pflegekassen - unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung fünfseitige Empfehlungen zum Nachweis der Elterneigenschaft (PDF) abgestimmt.
Um die Chose noch mehr zu komplizieren, hat der Gesetzgeber beschlossen, daß die Wirkung eines erfolgten Nachweise zeitlich unterschiedlich ausfällt, je nachdem, wann der Nachweis erfolgt:
  • Normalerweise wirkt der Nachweis befreiend ab dem Folgemonat.
  • Erfolgt die Vorlage des Nachweises innerhalb von drei Monaten nach der Geburt eines Kindes, gilt der Nachweis mit Beginn des Monats der Geburt als erbracht, ansonsten wirkt der Nachweis ab Beginn des Monats, der dem Monat folgt, in dem der Nachweis erbracht wird.
  • Zu guter Letzt gilt eine Übergangsregelung, nach der in der Übergangszeit vom In-Krafttreten des Gesetzes bis zum 30.06.2005 die Vorlage des Nachweises der Elterneigenschaft zurückwirkt bis zum 01.01.2005. Es erfolgt also eine Rückabwicklung. Das heißt, wenn es einem Arbeitnehmer erst im Juni einfällt, ein Dokument beizubringen, aufgrund dessen er keinen Zuschlag zahlen muß, kann die Lohn- und Gehaltsbuchhaltung alle Abrechnungen der Monate Januar bis Mai noch einmal machen, Beitragsnachweise neu erstellen und versenden usw.
Das Dokument, mit dem der Arbeitnehmer den Nachweis erbracht hat, bzw. eine Kopie davon ist zu den Personalunterlagen zu nehmen. Ein Vermerk, daß diese Unterlagen vorgelegen haben, genügt nicht.

Und um welche gewaltigen Beträge geht es dabei? 0,25 Prozent, so hoch ist der Beitragszuschlag sind z.B. bei einem Monatsgehalt von 1.500 Euro, ganze 3,75 Euro.

Sonntag, Dezember 26, 2004

Interviews mit Franchisegebern.

Das FranchisePORTAL hat zwei Interviews mit Franchise-Gebern aus der Gastronomie veröffentlicht:

Freitag, Dezember 24, 2004

Historische Fotos: London Transportation System.

Die Bibliothek des London Transportation System hat eine Sammlung von zehntausenden historischen Fotos online gestellt (via Research Buzz vom 23. Dezember 2004).

Darin finden sich z.B. eine Aufnahme eines Erste-Klasse-Restaurants in einem "Tavern Car" der britischen Eisenbahn. In ihm sind die modernsten Funktionen mit dem traditionellen Stil einer altenglischen Taverne kombiniert worden. Diese Züge wurde im Süden und Osten Englands 1949 eingeführt. Die Tische sind eingedeckt, Sichtfenster fehlen. Es gibt Balken aus Holz. Weitere Fotos zeigen den Buffet-Bereich des gleichen Zuges und eine Außenansicht.

Die Fotosammlung kann nach Schlagwörtern durchsucht werden. Eine Suche nach Catering zeigt eine Reihe von Fotos aus diversen Küchen, z.B. einer Mitarbeiterkantine aus dem Jahre 1911 oder einer Küche aus dem Jahre 1933.

Donnerstag, Dezember 23, 2004

Haxn-Diaet.

Ab dem 28. Dezember offeriert das "Weihenstephaner Berlin" wöchentlich an jedem Dienstagabend eine sogenannte "Schweinshaxndiät im Weihenstephaner". Basierend auf den Vorstellungen der Atkins-Diät bzw. der Low-Carb-Diät soll eine knusprige Haxe die Diätteilnehmer für 15 Euro pro Person incl. 3 l Wasser oder einem Korbinian-Starkbier zum Abnehmen bringen. Vor dem ersten Gang gibt ein Arzt Tipps zur richtigen Ernährung. So eine Diät wäre auch mal was für mich...

Das "Weihenstephaner Berlin" wurde 2002 von den Wirten Erwin Leitner und Gero Winiarski in einem Kellergewölbe am Hackeschen Markt als Spezialausschank der Brauerei Weihenstephan eröffnet. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs gab es bereits einen solchen Spezialausschank der Brauerei Weihenstephan in Berlin. Fast alle großen Brauereien hatte eine Dependance in Berlin. (Quelle: Newsletter der Brauerei Weihenstephan vom 23. Dezember 2004).


Buchhaendler und Journalisten als Zielgruppe von Buchverlagen.

Anfang des Monats hatte ich mich über den Relaunch der Website von Gräfe & Unzer mokiert. Dromer Knaur zeigt jetzt, daß man es besser machen kann und hat eine Online-Plattform für Buchhändler und Journalisten eingerichtet, um die Kommunikation im B2B-Bereich zu verbessern (via PR Blogger).

Froehliche Weihnachten.

Das Jahr 2004 neigt sich dem Ende zu und Weihnachten nähert sich mit Riesenschritten. Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Weihnachtsfest mit viel Zeit für sich und Ihre Familie und für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für Ihr Interesse an unserer Website. Auch nächstes Jahr freuen wir uns wieder auf Ihre Anregungen, Ihre Fragen und Ihr Feedback.

Die gute Nachricht: Der CDU-Generalsekretaer begeht keine Straftaten.

Mit seinem bitterbösen Kommentar "Wie geschmiert", von dem man sich jeden Halbsatz auf der Zunge zergehen lassen kann, hat Volker Zastrow in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. Dezember 2004 Laurenz Mayer den K.O. verpaßt. Fast so gut wie "Dirty Harry" Schmidt.

Fit in Finanzen - Online-Ratgeber für den Mittelstand.

Unter der Internet-Adresse www.fit-in-finanzen.de finden mittelständische Unternehmen einen Online-Ratgeber für die gesamte Palette von Finanzierungsfragen. Der Ratgeber wurde vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen e.V (iff) entwickelt und gefördert durch das Bundesforschungsministerium. Es bietet:
  • Fallbeispiele, etwa für einen Hotelbetrieb.
  • Tipps zum Umgang mit der Bank. Lesen Sie z.B. ein Interview "Wie sage ich?s meiner Bank? Vom Umgang mit Banken in Krisenzeiten" mit Prof. Dr. Reifner, Direktor des instituts für finanzdienstleistungen e. V. (iff), geführt von www.aus-fehlern-lernen.info (AFl).
  • einen Überblick zu den verschiedenen Finanzierungsarten,
  • Tipps zur Sicherheitenproblematik
  • Tipps für den Fall einer Insolvenz.
  • Informationen zu aktuellen Rechtsfragen Fragen und themenbezogene Urteile
  • eine Link-Sammlung zu Themen und Institutionen rund um die Unternehmensfinanzierung.
  • ein umfangreiches Glossar, indem Fachbegriffe der Finanzierung erklärt werden. Auf die einzelnen Begriffe des Glossars kann auch direkt verlinkt werden. Dies erleichtert es, Fachbegriffe, die auf den eigenen Webseiten verwendet werden, kompetent und benutzerfreundlich zu erläutern.

Pfandpflicht fuer importierte Getraenkedosen.

In der vergangenen Woche hat der Europäische Gerichstshof ein Urteil zur Pfandpflicht in Deutschland gesprochen. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandelsverband interpretiert dieses Urteil so, daß importierte Getränkedosen bis zur geplanten Einführung eiens Rücknahmesystems pfandfrei seien. Siehe dazu eine Presseerkärung "Zwangspfand: Import-Dosen sofort pfandfrei" des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels vom 16. Dezember 2004 und "Dosenpfand-Regelung verstößt gegen EU-Recht", in: Handelsblatt vom 19. Dezember 2004.

Für Gastronomen kann es aber ein teurer Spaß werden, sich diese Einschätzung zu eigen zu machen und importierte Einwegdosen und -flaschen zu verkaufen, ohne Pfand dafür zu verlangen. Denn die Deutsche Umwelthilfe führt zur Zeit Testkäufe auch in der Gastronomie durch und versucht, ihre Auffassung gerichtlich durchzusetzen, für solche Verpackungen müße Pfand verlangt werden, auch mit einstweiligen Anordungen. Die Deutsche Umwelthilfe hat dazu eine Handlungsanweisung für Testkäufe, mit denen Umweltschützer angeleitet werden sollen, Testkäufe durchzuführen, online gestellt. Siehe dazu auch "Landgericht Berlin entscheidet pro Pfandpflicht", in: Netzeitung vom 23. Dezember 2004.

Leider wird in diesem Artikel der Netzeitung vergessen zu erwähnen, daß der Erlaß einer einstweiligen Anordnung durch ein Gericht in der Sache nichts aussagt, da sich das Gericht vor dem Erlaß einer einstweiligen Verfügung inhaltlich nicht mit den Argumenten beider Parteien beschäftigt. Insoweit ist die Headline, das Landgericht Berlin habe pro Pfandpflicht erschienen, irreführend.

Zwar gibt es durchaus Chancen, letztlich vor Gericht Recht zu bekommen. Doch es stellt sich die Frage, ob man als Gastronom bereit ist, das finanzielle Risiko einer juristischen Auseinandersetzung einzugehen, und vor allem, ob man nicht Besseres zu tun hat.

Mittwoch, Dezember 22, 2004

Marketing fuer Schwule und Lesben.

In der Dezember-Ausgabe der Fachzeitschrift Fizzz schreibt Olaf Deininger über Gastronomie-Marketing für die Zielgruppe Schwule und Lesben: "Neue Freunde. Gay-Szenen: Schwule und Lesben geben in der Gastronomie rund doppelt so viel aus wie Heteros - demnächst auch bei Ihnen?". Dieser Artikel ist (noch) nicht online verfügbar. Darin gibt es unter anderem Tipps, wie man sich die Gay-Zielgruppe erschließen kann, etwa per Anzeige in Schwulenmagazinen.

Ergänzend möchte ich auf "Up!" aufmerksam machen, einen Pocket-Guide für "gay-lesbian life in Rhein-Main-Neckar", der in einer ersten Ausgabe bereits im Herbst 2004 erschienen ist. Die nächste Ausgabe erscheint im Frühjahr 2005. Zusätzlich ist ein Internetportal in Vorbereitung und eine Ausgabe für den Raum Köln-Bonn-Düsseldorf. (Quelle: "Gay Marketing - Werbung für eine interessante Zielgruppe" von Johannes Wörle, in: OpenBC vom 22. Dezember 2004).

VKD mit neuer Pressesprecherin.

Im Januar 2005 übernimmt Aina Keller die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD).

Der Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD), Frankfurt/Main, strukturiert seine Pressestelle neu: Ab Januar 2005 Abernimmt Aina Keller (40) als Pressesprecherin die Aufgaben und die Koordination der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des VKD. Die Fachjournalistin ist ausgebildete Hotelbetriebswirtin (Hotelfachschule Heidelberg), absolvierte ein Redaktionsvolontariat im Jahreszeiten Verlag Hamburg und arbeitet seit 1997 freiberuflich für verschiedene Fachmagazine und Institutionen mit Schwerpunkt Gastronomie und Hotellerie. Aufgrund ihrer langjährigen freien Tätigkeit, u.a. als Redaktionsmitglied der VKD-Fachzeitschrift KÜCHE, verfügt die Hamburgerin über ausgezeichnete persönliche Kontakte und Kenntnisse der gastlichen Branche. Diese konnte sie im Auftrag des VKD als Pressekoordinatorin auf der IKA/Olympiade der Köche im Oktober 2004 bereits unter Beweis stellen. Unterstützt wird der Verband der Köche Deutschlands auch weiterhin von der Kölner Agentur Krakow-Partner GmbH, die künftig projektweise tätig wird.

Vortraege fuer Existenzgruender.

Die Vorträge der Newcome-Messe sind jetzt als Download verfügbar (via MEX Blog).

Interessant erscheinen mir für Existenzgründer im Gastgewerbe besonders:

Dienstag, Dezember 21, 2004

Baden-Wuerttemberg: Tourismussommer 2004.

Nach drei Sommern mit überwiegend negativen Vorzeichen fasste das baden-württembergischen Tourismusgewerbe im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) 2004 langsam wieder Tritt.
  • Bei der Gästezahl erzielten die Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Betten in der diesjährigen Hauptsaison nach Feststellung des Statistischen Landesamtes mit 8,7 Millionen sogar einen historischen Rekordwert. Dies entspricht einem Zuwachs um 2,7 Prozent gegenüber dem vorhergehenden Sommer.
  • Bei den Übernachtungen, der für das Gewerbe bedeutenderen Größe, wurde das Vorjahresergebnis mit knapp 24,9 Mill. bei einem rechnerischen Rückgang um 0,1 Prozent nahezu exakt wieder erreicht. Leichten Rückgängen in den beiden Hochsommermonaten Juli und August sowie im Juni standen dabei Zuwächse in den "Randmonaten" Mai sowie September und Oktober gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr verteilten sich damit also die Übernachtungen etwas gleichmäßiger über den Sommer.
Hinter diesem Gesamtergebnis verbergen sich allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen in den einzelnen Teilbereichen des Tourismus:
  • Die klassische Hotellerie (Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen) konnte ihr Übernachtungsergebnis gegenüber dem letzten Sommer um 2,4 Prozent steigern, wozu vor allem der Zuwachs bei den eigentlichen Hotels von 4,1 Prozent beitrug. Von dieser Entwicklung profitierten auch die Städte ab 20 000 Einwohnern, wobei insbesondere die neun Großstädte ab 100 000 Einwohnern mit 3,6 Prozent deutliche Zuwächse verbuchten.
  • Die Betriebskategorien der sog. Parahotellerie, zu denen beispielsweise Jugendherbergen, Campingplätze oder Ferienwohnungen gezählt werden, mussten dagegen insgesamt Übernachtungsverluste um 1,6 Prozent hinnehmen.
  • Allerdings fielen dabei die Erholungs-, Ferien- und Schulungsheime (einschließlich Boardinghäuser) mit einem Übernachtungszuwachs um 4,8 Prozent deutlich aus dem Rahmen.
  • Sorgen bereitet weiterhin vor allem das Kurwesen, dem im Bäderland Baden-Württemberg eine besondere Bedeutung zukommt.
  • Bei den Vorsorge- und Reha-Kliniken setzte sich nämlich die seit Mitte 2001 rückläufige Entwicklung der Übernachtungen auch in diesem Sommer mit einem Rückgang um 6,8 Prozent weiter fort.
Dies schlug sich in einer Abnahme der Übernachtungen um 3,8 Prozent in den prädikatisierten Gemeinden nieder. Auf der anderen Seite konnten die Gemeinden ohne touristisches Prädikat mit einem Übernachtungsplus von 4,9 Prozent besonders stark zulegen.

Auch regional verlief die Entwicklung ausgesprochen uneinheitlich: Einerseits konnten Reisegebiete wie das Weinland zwischen Rhein und Neckar (+ 6,9 Prozent), Neckar-Hohenlohe-Schwäbischer Wald (+ 5,4 Prozent), der Mittlere Neckar (+ 3,7 Prozent) oder der Mittlere Schwarzwald (+ 2,3 Prozent) ihr Übernachtungsergebnis in diesem Sommer gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Andererseits wurde in einigen Regionen des Landes wie im baden-württembergischen Teil des Taubertals (? 4 Prozent), im Südlichen Schwarzwald (? 3,6 Prozent) oder im Württembergischen Allgäu-Oberschwaben (? 3,3 Prozent) das Vorjahresergebnis klar unterschritten.(Quelle: Prssemitteilung 436/2004 des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg).

Konkurrenz belebt das Geschaeft.

... das sehen vermutlich die Anbieter von gastgewerblichen Dienstleistungen in den deutschen Kurorten etwas anders. Die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), die Techniker Krankenkasse und die Barmer Ersatzkasse bestätigten Pläne, ihren Versicherten künftig stationäre Kuraufenthalte im Ausland zu erstatten (Quelle: "Krankenkassen planen Kurangebote im Ausland", in: ZDF Heute vom 21. September 2004).

In Frage kommen wohl vor allem die Kurangebote in den bekannten Kurortensowie Kurorte in Polen, Kurorte in Ungarn, Kurorte in Estland oder Kurorte in Litauen.

Nun ist ja gegen mehr Wettbewerb wenig zu sagen. Aber wenn schon, dann sollte es auch Deutschen gestattet sein, sich bei ausländischen Krankenversicherungen zu versichern, oder?

Glossar Restaurant-Personal.

Im Kulinarischen Glossar von Wiens Gourmet-Community www.speising.net hat Christoph Wagner, Österreichs prominentester Gourmetjournalist, Begriffe aus der Welt der Kulinarik von A wie Aal bis Z wie Zwiebelbrot mit viel Fach- und historischem Wissen kommentiert. Im thematischen Unterverzeichnis über Restaurant-Personal werden zum Beispiel gastgewerbliche Berufe und Stellen erläutert.

Christoph Wagner begann seine Laufbahn als Kulturkritiker und sattelte dann auf "Esskultur" im weitesten Sinn des Wortes um. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Zeitschriften, Herausgeber des Gastronomieführeres "Wo isst Österreich?" und des Wein-Guides Österreich. 2001 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich. Christoph Wagner lebt in Wien.

Eine Auswahl seiner Kochbücher:

eBay: Hauefig gestellte juristische Fragen.

Wer als Gastronom bei eBay ein- oder verkauft, sollte die eBay FAQ der Kölner Rechtsanwaltskanzlei Lampmann, Behn & Rosenbaum studieren.

Zu den betriebswirtschaftlichen Aspekten siehe unseren Beitrag "Online-Auktionen als Beschaffungs- und Vertriebskanal im Gastbewerbe".

Montag, Dezember 20, 2004

Steigende Kosten beim Online-Marketing.

Gastronomen vermarkten ihre Produkte und Dienstleistungen zunehmend online. In Zukunft müssen sie sich dabei auf steigende Kosten einstellen. Julian Smith, ein Analyse des auf das Internet spezialisierten Marktforschungsunternehmens Jupiter Research, erklärt in seinem Artikel "Online Marketing's Rising Cost", in: Clickz.com vom 20. Dezember 2004, warum:
  • Immer mehr Wettbewerber gehen online.
  • Die Preise für erfolgversprechende Domains steigen. Siehe dazu den Handelsplatz Sedo.
  • Die Preise (Gebote) für (vordere) Plätze bei Anbietern bezahlter Suchmaschineneinträge (wie etwa Google Adwords) steigen.
  • Das Angebot an Werbeformen wird breiter. Die neuen Formate können kaum mehr selbst gestrickt werden sondern erforderlich spezifisches Know-How und den Einsatz externer Dienstleister wie z.B. Thomas Hörner in Bamberg, der den Adventskalender des Hamburger Kaffeerösters Darboven entwickelt hat.
  • Die Internetnutzer werden immer erfahrener und verwenden Tools, Browser und Browsereinstellungen, die viele Anzeigenformate blocken, und Werbe-E-Mails herausfiltern.
  • Die rechtlichen Risiken bei Werbe-Kampagnen nehmen zu.

Weihnachtsmagazin.

Das Christmas Magazine ist eine deutsch- und englischsprachige Internet-Publikation, die einmal pro Jahr erweitert wird. 1998 fing es an mit einer kleinen persönlichen Website, eigentlich nur einem Weihnachtsgruß für Freunde und Verwandte. Die positive Resonanz veranlaßten Klaus Schönwandt und Esther Schönwandt-Isenschmid ihre Website einem größeren Kreis vorzustellen. Seitdem ziehen sie viele Leser in ihren Bann.

Klaus Schönwandt hat als Direktor von Luxushotles in der Schweiz, Boston und Vancouver gearbeitet und als Betreiber eines Cafés. Seit 1995 ist er im Internet präsent, seit 1997 arbeitet er als Projektmanager für anspruchsvolle Projekte in Webentwicklungsfirmen in Vancouver, etwa für Nintendo Amerika und Europa. Er lehrt an der University of British Columbia Projektmanagement.

Esther Schönwandt-Isenschmid ist eine gebürtige Schweizerin und hat als leitende Mitarbeterin auf verschiedenen Positionen in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels gearbeitet, bevor sie nach Kanada ausgewandert ist. Seitdem hat sie ihre kreativen Hobbies, das Fotografieren und Malen zum Beruf gemacht und dabei die Möglichkeiten des Internets genutzt. Das von ihr gestaltete "Weihnachtsmagazin" ist inspiriert vom Layout von Zeitschriften, der "Farbe" Weiß und ihrer Vorliebe für Kurven und Schatten. Sie liebt weiße Flächen, eine intuitive Navigation, lesbaren Text und schöne Fotos.

Im "Weihnachtsmagazin" finden Gastronomen auch viele Anregungen für Weihnachtsdekorationen, -events und -essen.

Aufmerksam geworden bin ich auf das "Weihnachtsmagazin" weil in deren Weihnachtskalender die Website Speisekarten-Seite.de von Thorsten Sommer empfohlen worden ist.

Internetnutzung oesterreichischer Hotels.

In Österreich entfielen etwa 7,5 Prozent des Gesamtumsatzes der Hotellerie auf Internetbuchungen, laut Statistik Austria in ihrer Publikation "E-Commerce 2003/04" (Quelle: "E-Commerce kommt nicht in Schwung", in: futurezone.ORF vom 20. Dezember 2004). Die Studie "E-Commerce 2003/04" kann als PDF heruntergeladen werden.

Weitere Ergebnisse aus dem Gastgewerbe:
  • Die Hotellerie ist die Branche mit dem höchsten Anteil von Unternehmen mit Website (94%).
  • Über 40% der Unternehmen des Beherbergungswesens haben über Internet Bestellungen entgegengenommen. Das ist die Branche mit den meisten "Internet-Verkäufern".
  • Der prozentueller Anteil der Unternehmen mit Internet-Zugang 2001 bis 2004 ist bei Hotels, Gasthöfe, Pensionen und sonstiges Beherbergungswesen von 2001 mit 81,8% auf 96,4 % im Jahre 2004 gestiegen.
  • Etwas mehr als die Hälfte hat einen Breitbandzugang.

Wein-Blogs.

Ein paar neue Wein-Blogs (in den lezten Tagen entdeckt und kurz vorgestellt von Mario Scheuermann):

Samstag, Dezember 18, 2004

Winksite.

Winksite.com erstellt mobile Websites aus Blogs. Diese "Winksites" kann man sich mit einem WAP- oder i-mode-tauglichem Handy oder PDA bequemer anschauen als Webseiten, die ja für größere Monitore erstellt worden sind.

Früher habe ich schon mal mit I-Mode herumexperimentiert und für unser Café Abseits ein paar Seiten für I-Mode erstellt. Manuell ist dies jedoch recht mühsam. Der Aktualisierungsaufwand strapaziert meine Geduld. Meine I-Mode-Seiten werden jedoch erstaunlich häufig aufgerufen.

Das Tool Winksite nimmt mir nun diese Arbeit ab. Zur Demonstration habe ich für den Blog, den Sie gerade lesen, eine Winksite eingerichtet. Sie können sich das Ergebnis anschauen (Popup zulassen!). Dabei handelt es sich um eine Emulation, d.h. die Seiten sehen in Ihrem Browser ungefähr so aus wie sie auf dem Display eines Handys oder PDAs aussehen würden. Die Adresse für den Zugang lautet: winksite.com/Abseits/gg. Angezeigt werden jeweils die neuesten neun Blogeinträge, da man bei mobilen Zugängen gerne mit den Nummertasten navigiert. Man kann aber auch durch die älteren Beiträge des RSS-Feeds blättern. Auf wieviele Einträge mobil zugegriffen werden kann, hängt davon ab, wieviele Einträge auf der Startseite des entsprechenden Blogs angezeigt werden.

Die Dateien, die von Winksite erstellt und auf deren Server als Dateiverzeichnis gehostet wird, können von jedem webfähigen mobilen Telefon oder PDA, das kompatibel ist zu WML v1.x, xHTML Mobile Profile(WML v2.0) oder i-mode, gelesen werden. Man kann dies auch anders ausdrücken: der Inhalt eines Blogs wird auf der Website Winksite in einem anderen Format zweitverwertet.

Cafeerotic.

Mit "Cafeerotic" hat der Hamburger Kaffeeröster Darboven ein Produkt in den Markt eingeführt, dessen Einführung sich gastronomische Betriebe überlegen könnten, in denen häufig die Suche nach Kontakten zu Menschen des anderen oder gleichen Geschlechts ein Motiv für den Besuch darstellt, etwa Diskotheken, Romantikcafés, flirtintensive Szene-Gastronomie bis hin zu Rotlicht-Etablissements. Oder man offeriert diesen Kaffee als Spezialangebot bei der Bewirtung von Blind Dates oder After Work Parties. Denn Gastronomen wissen: Nicht Szene-Beisl, Bar oder Gourmet-Tempel stehen beim ersten Date beziehungssuchender Singles an oberster Stelle, sondern - man trifft die Traumfrau/den Traummann zum Flirten beim Kaffee (siehe dazu einen früheren Beitrag).

De facto handele es sich um einen etwas dunkler gerösteten Espresso, der würziger und kräftiger im Geschmack als herkömmliche Sorten auftrete, aber gleichzeitig durch eine unverwechselbar feinporige Crema und sein einzigartiges Aroma gekennzeichnet sei, schreibt Darboben über sein Produkt.

Für die Gastronomie steht ein umfangreiches Zubehör-Softiment, angefangen von Tassen, Untersetzern und Zuckertütchen bis hin zu Präsentationshilfen wie Tischaufstellern und Postern zur Verfügung.

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Freitag, Dezember 17, 2004

McOliver.

Eine erstaunlich gute, vergleichende Analyse gastronomischer Betriebskonzepte, über die ich zufällig gestolpert bin, stammt von Joel Spolsky, dem Inhaber des Softwareunternehmens Fog Creek Software: Big Macs vs. The Naked Chef" (aus dem Englischen von Michael Broesdorf, Redigiert von Elisabeth Fraller, 18. Januar 2001). "Wie auch immer, einen Mc Donald's-Koch mit einem Gourmet-Koch zu vergleichen, ist völlig absurd. Aber bitte ignorieren Sie diese Tatsache für einen Moment, denn hier gibt es etwas zu lernen." In der Tat...

Donnerstag, Dezember 16, 2004

Lokale Suche bei Yahoo.

Über eine geplante Kooperation von Yahoo.de und DasÖrtliche.de, einem Service der Deutsche Telekom Medien GmbH und Tele-Auskunft Online GmbH, berichtet der Spiegel am 16. Dezember 2004: "Yahoo sucht regional".

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Google Local deutsch".

Mittwoch, Dezember 15, 2004

Ein-Euro-Sandwichmen.

Ab 1.4.2005 bietet die Bundesagentur für Arbeit flächendeckend in Städten ab 60.000 Einwohnern 1-Euro-Jobber als Sandwichmen für Fußgängerzonen an. Es müssen mindestens zwei Personen im Umfange von 30 Stunden pro Woche zwei Wochen lang gemietet werden. Teilbelegungen sind zwar nicht möglich, aber mehrere Unternehmen können sich für Werbeaufträge zusammenschließen und die Sandwiches tageweise wechseln.

Hinzu kommen eventuelle Kosten für kommunale Sondernutzungsgebühren, falls die Kommune solche Gebühren in ihren Sondernutzungssatzungen vorsieht. Teil des neues Services der Bundesagentur für Arbeit ist auch die administrative Abwicklung dieser Gebühren, die den Auftraggebern zuzüglich einer Kostenpauschale für diese Abwicklung in Rechnung gestellt werden soll.

Um sicherzustellen, daß die Ein-Euro-Sandwichmen in Geschlecht, Alter und Aussehen zum Image des beworbenenen Unternehmens oder Produktes passen, stehen spätestens ab März 2004 Casting Cards der in Frage kommenden Arbeitslosen auch online zu Verfügung. Vorladungen zu Fotoaufnahmen für Casting Cards sollen Empfängern von Arbeitslosengeld II bereits Anfang Januar 2005 zugesandt werden. (Quelle: día de los santos inocentes).

Michele Stapley.

Michele Stapley malt im Stile alter Meister zeitgenössische Motive. Sie findet ihre Szenen in Museen, Konzerthallen, Restaurants und Kirchen, mit einzigarter Beleuchtung und besonderen architektonischen Formen. Nach ihrem Kunststudium am Manhattanville College in Purchase, New York, studierte sie drei Jahre mit dem Porträtmaler und Illustrator Paul C. Burns und figürliches Malen an der Arizona State University und der Scottsdale Artists School, dem Fechin Institute in Taos, and dem Verrocchio Art Center in Siena, Italien.

Kunstdrucke ihrer Werke können bei unserem Partner Art.com online bestellt werden. Ein Beispiel:
Buy at Art.com
Bistro II
Buy From Art.com

Snacks fuer die Party.

Für die kommende Sendung Servicezeit Essen und Trinken des Westdeutschen Rundunks haben sich die WDR-Fernsehköche Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer eine Reihe von Snacks und Happen ausgedacht: von Salamibissen über witzige Dips zu Knabbergemüse, den etwas anderen Nudelsalat und herzhaft gefüllte Hörnchen bis zu pfiffigen Cremedesserts im Glas: "Snacks für die Party ... und alle machen mit". Zu sehen am Freitag, 17. Dezember 2004, 18.20 Uhr - 18.50 Uhr. Wiederholung: 20. Dezember 2004, 13.00 Uhr.

Dienstag, Dezember 14, 2004

PDF-Dateien web-kompatibel und suchmaschinenfreundlich gestalten.

Robert Chromow ist netterweise meiner Anregung gefolgt und hat einen bzw. den - meines Wissens - ersten guten deutschsprachigen Artikel verfaßt zum Thema "PDF-Dateien web-kompatibel und suchmaschinenfreundlich gestalten", in: Akademie.de.

Produktionssteuerung in Fast-Food-Restaurants per Analyse des Stroms ankommender Gaeste.

Mario Scheuermann berichtet in seinem Blog Drink Tank über Schnellrestaurants in den USA, bei denen auf dem Dach des Restaurants eine Kamera montiert ist, mit der ankommende Fahrzeuge und Gäste vor dem Durchfahren des Drive-Through-Schalters bzw. dem Betreten des Lokals erfaßt werden, um einige Minuten Zeit zu gewinnen für die Burger-Zubereitung. Die Bestellprognose wird aus Datenbanken mit Informatioen über das Bestellverhalten abgeleitet: "Burger Watching". Er verweist auf den englischsprachigen Artikel "HyperActive Bob. New Technology Estimates Fast-Food Demand" von Charles Sheehan vom 8. September 2004, in: Mindfully.org.

Das System stammt von der HyperActive Technologies Inc. in Pittsbourgh, die sich mit der Entwicklung von Software zur Automatisierung von Schnellbedienungsrestaurants beschäftigt. Das System scannt ankommende Autos nach Typ und Nummernschild (wenn ich die knappen Ausagen richtig verstanden habe). Bei Fußgängern kann zwischen Erwachsenen und Kindern anhand der Größe unterschieden werden.

Herkömmlicherweise basiert die kurzfristige Produktionsplanung in Restaurants auf historischen Zahlen, gewonnen etwa aus Kassensystemen und daraus abgeleiteten Umsatzprognosen. In kleineren Restaurants vertraut man häufig auf die erfahrungsgestützte Intuition der Mitarbeiter bzw. Restaurantleiter, was wann gehen könnte.

Oder man setzt Produktionssysteme ein, bei denen die Zubereitung der Speisen von der Ausgabe entkoppelt wird. Solche Systeme verlangen aber platz- und energieaufwendige Lagerkapazitäten für zubereitete Speisen und widersprechen im Grunde der zunehmenden Erwartung vieler Gäste nach "frischen" oder "frisch zubereiteten" Speisen.

Montag, Dezember 13, 2004

Warum manche Gastronomiekonzepte funktionieren und manche einfach nicht.

Was nützt ein perfektes Ambiente, wenn der Gast als Gast nicht geschätzt wird, fragt sich Birgit Mondl in ihrem Online Genuß & Lifestyle Magazin.

Touristikbranche investiert in Suchmaschinenwerbung.

Martin Virtel hat den Google-Deutschlandchef Holger Meyer für die Financial Times Deutschland interviewt: "Google vermarktet verstärkt Suchanfragen", in: FTD vom vom 13. Dezember 2004.

Für unsere Branche ist interessant, daß auch die Touristikbranche kräftig in Suchmaschinenwerbung investiere. Ein Starttermin für die lokale Suche in Deutschland, die nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen Netratings zu den am meisten nachgefragten Spezialfunktionen von Suchmaschinen zähle, hat er nicht genannt.

Siehe dazu auch unseren früheren Hinweis auf "Google Local deutsch".

Samstag, Dezember 11, 2004

Graswurzel-Revolution.

Dan Gillmor arbeitet als Journalist der angesehenen "San Jose Mercury News". Sein Blog ist zur Zeit auf Platz 16 der meist zitierten Blogs weltweit (Charts von Daypop.com). Ende August dieses Jahr erschien sein Buch "We the Media", in der er die Überlegenheit des Graswurzel-Journalismus ("Journalism by the People, for the People") begründet. Vorgestern hat er angekündigt, daß er in nächsten Monat seinen Zeitungsjob hinschmeißen und sich auf den Weg begeben wird, das umzusetzen, was er in seinem Buch propagiert.

Die umwälzenden Veränderungen, die sich aus der Entwicklung des interaktiven Internets für alle Medienunternehmen ergeben, hat Bertolt Brecht bereits 1932 am Beispiel des damals fortschrittlichsten Mediums, des Radios, visionär erahnt:
"Wenn Radio wüßte, wie man den Hörer sowohl sprechen als auch hören lassen könnte, wie man ihn in Beziehung bringen könnte, anstatt ihn zu isolieren, dann wäre Radio der erstmögliche Kommunikationsapparat des öffentlichen Lebens. So sollte es sich dann verabschieden, nur Zulieferbetrieb zu sein, und seine Hörer als Teil des Ganzen betrachten."
(Bertolt Brecht: Radio - eine vorsintflutliche Erfindung?, in: Gesammelte Werke, Schriften 2, Frankfurt 1967).

Dazu paßt auch ganz gut ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 9. Dezember 2004: "Bürger Journalist".

Visiteurs Deutschland.

Marcus Kummerer bietet als mit seinem Hamburger Dienstleistungsunternehmen visiteurs Deutschland praxisorientierte, professionell durchgeführte
  • Hoteltests
  • Telefontests und Checks der Bankettberatung/Bankettunterlagen
  • Telefontrainings.
Visiteurs Deutschland arbeitet mit "gewöhnlichen", jedoch hotelerfahrenen Menschen als Tester, hotelerfahrene Personen, jeweils zugeschnitten auf die Zielgruppe.

Den angebotenen Restaurant-Test haben wir uns mal etwas näher angeschaut. Der Testfragebogen wird individuell angepasst an die individuellen Bedürfnisse des jeweiligen Gastronomiekonzepts. Je nach Schwerpunkt werden u.a. Bereiche erhoben wie:
  • Kommunikation/telefonischer Service: Tischreservierung, Vorbestellung, individuelle Arrangements
  • Begrüßung, "erster Eindruck"
  • Personal: Freundlichkeit, Kompetenz, Professionalität, CI-Kultivierung
  • Betreuungsqualität: persönliche Betreuung, eingehen auf Sonderwünsche
  • Ablauf, Wartezeiten
  • Bestellung: korrekte Ausführung, Grundqualität der Speisen
  • Ambiente: Musikauswahl/-lautstärke, Interieur, Licht, Sauberkeit
  • Service: Parkangebot, Waschraumangebot, Behinderten- & Kinderfreundlichkeit, Raucher-/Nichtraucherzonen, vegetarisches Speiseangebot, Frauenparkplätze
  • Preis-/Leistungsverhältnis.
Angeboten wird auch ein Internet-Check:
  • beim Usability-Check wird ein repräsentativer Personenkreis aus potentiellen Interessenten mit dem Auffinden der Website und einer Probebuchung beauftragt. Dokumentiert wird hier das Surfverhalten, der "Wohlfühlfaktor" (macht die Internetpräsenz Lust auf das Hotel?) und die benutzerfreundliche Durchführbarkeit der Probebuchung.
  • beim Profi-Check prüft ein Internetexperte die Website über mehrere Stunden von unterschiedlichen Plattformen aus.
Beide Testvarianten beinhalten neben einer ausführlichen Auswertung auch Verbesserungsvorschläge.

Siehe dazu auch "Einkaufen in geheimer Mission" (PDF), in: Welt am Sonntag vom 21. November 2004, und unseren früheren Beitrag über "Mystery Shopper".

Wien:Log.

Martin Röll kritisiert, meines Erachtens zu Recht, das Blog Wien:Log, das als privates Blog von Ines und Philipp aus Münster und Düsseldorf daherkommt, die angeblich für 9 Wochen aus Wien berichten. Ausweislich des Impressums handelt es sich in Wirklickeit jedoch um eine Website von Air Berlin, unterstützt von Wien Tourismus, auf der die Vorzüge Wiens und die Wien-Flüge der Air Berlin promoted werden.

Geheimdienstler nennen so etwas "unter falscher Flagge". Merke: "Log" in "Weblog" hat nichts mit Lügen zu tun.

Die Internetagentur avency GmbH schreibt zu ihrem Produkt:
"Konzeption und Kreation eines unkonventionellen Reiseführers der Stadt Wien auf der Basis eines Web:Logs. Der Wienlog ist ein Online-Tagebuch gespickt mit touristischen Insidertipps aus den Bereichen Clubs, Shops, Sightseeing und Restaurants, ergänzt durch Bildermoods und Videostreams. Begleitet wird die Kampagne durch diverse Online-Werbemittel, die in zielgruppenspezifischen Umfeldern geschaltet werden."
Sagen wir mal, man hat die Form eines Blogs verwendet. Das spricht ja nicht unbedingt gegen Blogs an und für sich.

Heute, Kinder, wird's was geben.

Die Hamburger Kaffeerösterei J.J. Darboven GmbH & Co. KG vesteckt in ihrem Adventskalender für Gastronomen in jedem Tagesfenster Tipps für die Gastronomie, meist natürlich rund um den Kaffee. Heute (am 11. Dezember) empfiehlt er drei "interessante Links" mit Tipps und Know-How für die Gastronomie:
  • das Gastgewerbe-Portal des Deutschen Fachverlages Cafe-Future.net
  • unsere Seite abseits.de/gastronomie.htm ("ein sehr umfangreiches Gastronomieportal, das durch seine große Themenvielfalt und Hinweise auf weiterführende Informationsquellen besticht. Einen Blick auf jeden Fall wert.")
  • den Blog "Gastgewerbe Gedankensplitter", den Sie gerade lesen.
Darboven wurde 1866 von Johann Joachim Darboven gegründet. Er war der erste Kaffeeröster, der gerösteten Kaffee in Tüten verpackte und per Versand an viele Haushalte verschickte. Lesen Sie ein Interview mit Albert Darboven im Manager-Magazin vom 5. März 2004: ""Ik heff mit den Schauerslüüd Kaffeesack sleppt"" von Martin Scheele.

Im Sortiment sind auch die Marken Eilles (Tee) und Idee Kaffee (gegründet 1915, seit 1927 entcoffeinierter Kaffee nach einem von Prof. Karl Lendrich entwickelten Verfahren). Die 1928 von Wilhelm Burkhardt & Wilhelm Imhof als Kaffeerösterei in München gegründete Firma Burkhof wurde 1974 von Darboven übernommen. Siehe dazu auch einen Artikel von "Darauf einen "Alfredo"!" in der Welt vom 11. Mai 2003 anläßlich des 75jährigen Firmenjubiliäums von Burkhof.

face.

Das Frankfurter Ambient Media Marketing-Unternehmen federal ambient communications enterprise GmbH & Co. KG (face) arbeitet im Bereich Ambient Gastro bundesweit mit mehr als 600 gastronomischen Betrieben zusammen
  • mit ca. 4.800 Flächen im WC-Bereich (Spiegel, beim Händewaschen) und
  • ca. 850 Möglichkeiten für ein Banner oder Plakat bis hin zu beleuchteten Posterlights (im Eingangs- und Thekenbereich).
Die Locations (Bars, Lounges, Kneipen, Cafes & Bistros, Cocktailbars, Diskotheken, Clubs, Szenelocations usw.) sind selektierbar nach Segmenten (Art, Angebot, Typ). Die Aktionen können mit Promotions und Samplings unterstützt werden. Siehe eine Auswahl der Partnerbetriebe in der Gastronomie.

Im Bereich Pizza-Ad wird Werbung auf die Innenseite von Pizzakarton-Deckeln gedruckt. Genutzt werden gut frequentierte Pizzerien und Restaurants in Städten über 100.000 Einwohner.

Was versteht man unter Ambient Media? Erfahren Sie mehr über Ambient Media in einem unserer früheren Beiträge.

Freitag, Dezember 10, 2004

DailyFood-Business.

Vom 17. bis 19. April 2005 findet in Essen erstmals die neue Messe DailyFood-Business statt. Mit ihr wollen die Deutsche Messe AG, Hannover, und die BÄKO GRUPPE NORD neue Lösungen vorstellen und die deutlichen Marktveränderungen für das Bäcker- und Fleischerhandwerk aufgreifen. Hierzu zählen die Qualitätsoffensive als Antwort auf die Qualitätsanforderungen seitens der Politik und der Verbraucher und ein erweitertes Angebotsspektrum wie Snack/Imbiss, Café, Convenience, Handelswaren und Ergänzungssortimente, das die veränderten Konsumgewohnheiten der Verbraucher aufgreift.

Das umfangreiche Rahmenprogramm sowie die themenbezogenen Sonderpräsentationen der DailyFood-Business greifen Trends und Tendenzen auf und runden die Veranstaltung mit fachlicher Kompetenz ab. In Planung sind
  • Vortrags- und Podiumsdiskussionen
  • Praktische Vorführungen
  • Azubi-Wettbewerbe
  • Nachwuchstreff
  • Abendprogramm "Meet and Eat"
Integriert sind zwei Sonderpräsentationen:
  • BioFit- Die Gemeinschaftspräsentation für gesunde Ernährung: Handelsware, Rohstoffe, Getreide und Fleisch aus ökologischem Anbau; Diskussions- und Vortragsforen um die Frage "Was ist Bio?"; Slow Food - die neue Bewegung.
  • Snack' it- Sonderschau für Bäckereien, Fleischereien und Caterer: Innovative Snack- und Imbißideen und aktuelle Trends; Maschinen und Produkte für die Zubereitung und Präsentation; Beispielhafte Snack Theken Konzepte.
Veränderte Rahmenbedingungen

Zwei wesentliche Entwicklungen gaben aus Sicht der Messeveranstalter den Anstoß, ein neues Fachmesse-Konzept für die beiden Handwerksgruppen auf den Weg zu bringen:
  • Zum einen sind dies die sich verändernden Marktbedingungen im Bäcker- und Fleischerhandwerk. Diese Handwerksbereiche unterliegen immer noch einem starken Konzentrationsprozess. Die Zahl der Betriebe sinkt kontinuierlich, die Zahl der Filialen stagniert jedoch bzw. nimmt leicht zu. Die Bäckerei- und Fleischereibetriebe suchen neue Chancen in der Erweiterung ihres Angebotsspektrums. Im Vordergrund stehen hier Snack/Imbiss, Café, Convenience, Handelswaren und Ergänzungssortimente. Die eigene Wettbewerbsposition gegenüber Supermärkten, so genannten Discountbäckereien und Tankstellen wird mit einer Qualitätsoffensive gefestigt. Und schließlich stehen auch die Bäckereibetriebe vor der Einführung neuester Backstuben- und Tiefkühltechnik.
  • Der Markt im Fleischerhandwerk ist durch neue Qualitätsanforderungen seitens der Politik und der Verbraucher gekennzeichnet. Auf Grund sich ändernder Konsumgewohnheiten sind Themen wie Imbiss, Party-Service, Catering und Convenience von großer Bedeutung. Beide Branchen sind durch eine Reihe von Gemeinsamkeiten gekennzeichnet, zu denen beispielsweise auch ähnliche Bedarfsstrukturen bei der Betriebsausstattung gehören.
Das Angebot umfasst Produkte und Dienstleistungen für Backbetriebe, Fleischereibetriebe, den Außer-Haus-Verzehr und Catering/Partyservice. Im Ausstellungsbereich werden u. a. gezeigt:
  • Rohstoffe,
  • Halbfabrikate,
  • Convenience-Produkte,
  • Snackbereitung,
  • Handelsware,
  • Verpackung,
  • Ladenbau und Café-Einrichtungen,
  • Backstuben- und Kühltechnik,
  • Café-Welt,
  • Bedarf für Catering- und Plattenservice sowie
  • E-Commerce.

Winebars.

Seit Juni 2004 betreibt Andy Abramson sein Blog Winebars. Es zeichnet sich aus durch eine Vielzahl von Photos von angerichteten Speisen, aber auch vom Interieur der Wein-Bars, die er besucht hat und vorstellt. Er schreibt über sein Projekt:
"Wine Bars are convivial places the world over. But where does one go to enjoy a good glass of wine, hear the stories about what's inside the glass? Right here.

Over the past few years I have visited dozens of wine bars, here in the USA as well as in London, Paris and Italy, where they call them Enoteche. Each wine bar has its own charm, quality and panache. Perhaps it's the people behind the bar. Maybe it's the wines they pour, or in some cases the foods the serve. Be it as it may, the Wine Bar is a special place for me and since you're here, likely for you."
Hauptberuflich ist Andy Abramson Geschäftsführer des Marketingunternehmens Comunicano in Del Mar, Kalifornien, und nutzt das Internet auch, um seine 8.000 Flaschen umfassende Sammlung schwer zu beschaffender Weine auszubauen. Für ihn ist das Internet der ultimative Vermittler für den Weinsammler.

Relaunch der Website von Gräfe & Unzer.

Der Verlag Gräfe & Unzer hat seine Website relauncht. Ganz toll sei das geworden, wenn man einer Mitteilung der Agentur, die diesen Relaunch erledigt hat Glauben schenken dürfte: "GRÄFE UND UNZER relauncht die Webauftritte von GU und HALLWAG mit webEdition" in: Contentmanager.de.

Ich frage mich, wo denn Informationen, besser noch ein eigener Bereich, für Buchhändler und Presse zu finden sind? Vielleicht hätte man vor dem Relaunch einmal Klaus Eck und Ehrhardt F. Heinold fragen sollen, die nur ein paar Gehminuten entfernt vom Stand von Gräfe & Unzer auf der Frankfurter Buchmesse 2004 erzählt haben, was eine gute Verlags-Website ausmacht. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Buchverlage im Internet - was Publikumsverlage ihren Businesszielgruppen bieten".

Zugestehen muß man der relaunchten Website aber, daß es hier für Endverbraucher vieles zu lesen gibt.

Zweitverwertung unserer Inhalte.

Sie können den Inhalt des RSS-Feeds von "Gastgewerbe Gedankensplitter" zweitverwerten. Dafür wird eine Gebühr von monatlich 150,00 Euro zzgl. Mehrwertsteuer fällig. Wird unerlaubt zweitverwertet, wird zusätzlich ein Zuschlag von 100% auf diese Gebühr fällig.

Bitte informieren Sie mich, wo dieser Text außerhalb unserer Website Abseits.de erscheint: webmaster@abseits.de. Ich kann dann überprüfen, ob bereits ein Vertrag über die Zweitverwertung abgeschlossen worden ist.

Donnerstag, Dezember 09, 2004

HOGA Rahmenprogramm.

Logo HOGA 2005 in NürnbergDie HOGA Nürnberg, Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung wird vom 23. bis 26. Januar 2005 in der Messe Nürnberg neben einem umfassenden wirtschaftlichen Angebot und hochkarätigen Wettbewerben und Schaubereichen ein attraktives Rahmenprogramm präsentieren. Dieses findet auf der HOGA-Showbühne und im Rahmen des HOGA-Fachforums statt.

Im HOGA-Fachforum sind bis jetzt folgende Termine fixiert:
  • Sonntag, 23.1.2005, 14.00-15.30 Uhr: Podiumsdiskussion FBMA, der gastgewerbliche Fachverband zum Thema "Business Talk: Chance für unsere Branche - neue Märkte in der Zukunft".
  • Montag, 24.1.2005, 11.30 Uhr: Tiscover, Vortrag: E-Marketing für den Tourismus, Referent Christian Linke.
  • Bayerischer Brauerbund e.V, an 2 Tagen je ein Vortrag (Termine noch offen): Referenten Dr. Lothar Ebbertz und Herr König, Thema: Bierpräsentation in der Gastronomie (genauer Titel ist derzeit noch nicht festgelegt)
  • Montag bis Mittwoch 10 bis 11 Uhr: Bewerberseminare des Bay. Hotel- u. Gaststättenverbandes (Durchführung Frau Droux).

Internet-Presseportal der NuernbergMesse bietet mehr Komfort fuer Blogger und Journalisten.

Wer sich als Blogger und/oder Journalist auf Websites Informationen für die Presse einholen will, wird häufig durch aufwendige Akkreditierungs-Formalitäten gequält und muß mitunter tagelang warten, bis sein Account freigeschaltet wird und er Presseinformationen einsehen kann. Ich habe mich darüber schon immer gewundert: Welche Informationen sind einerseits so wenig vertraulich, daß sie an Journalisten weitergeben werden, aber so vertraulich, daß sie "Normalsterbliche" nicht zugänglich sein sollen?

Die NürnbergMesse, der ich wegen ihres Blogger-freundlichen Verhaltens bei der HOGA aber auch der Brau Beviale, ein großes Lob aussprechen möchte, hat die Konsequenzen gezogen und ein neues Internet-Presseportal online gestellt. Presseberichte, Fotos und Termine gibt es direkt auf der Fachmessenseite - ohne Akkreditierung und vielfaches Durchklicken. "Wer sich über die NürnbergMesse oder eine der Fachmessen informieren möchte, sollte bestmöglichen Service geboten bekommen - so bequem wie möglich", sagt Petra Wolf, Leiterin Projektkommunikation bei der NürnbergMesse und verantwortlich für das neue Presseportal, das gemeinsam mit der Nürnberger Agentur arsmedium.ag entwickelt wurde.

Um Journalisten ein schnelleres und effizienteres Arbeiten zu ermöglichen, verzichtet die NürnbergMesse künftig auf die Akkreditierung für die Pressedatenbank. Petra Wolf empfiehlt Journalisten, das Presse-Abo unter www.nuernbergmesse.de/presse-abo zu bestellen. Das ist für die Unternehmens-PR wie auch für jede Fachmesse (z.B. www.biofach.de/presse-abo) individuell möglich, so dass der Journalist sofort erfährt, wenn es zu seiner Veranstaltung Neues gibt.

Größter Unterschied zur bisherigen Pressedatenbank ist die klare Aufteilung zwischen den News über das Unternehmen NürnbergMesse mit ihrem Tochterunternehmen Nürnberg Global Fairs und dem neuen CCN CongressCenter Nürnberg (www.nuernbergmesse.de/presse) und den News Fachmessen, die über die Fachmessenseiten am schnellsten zu finden sind (z.B. www.biofach.de/presse).

Der Webauftritt der NürnbergMesse wurde wegen seiner Übersichtlichkeit und des gelungenen Layouts bereits von einer internationalen IT-Beratungsfirma ausgezeichnet, beide Bonus-Punkte wurden in den Pressebereich übernommen. Die Übersichtlichkeit zieht sich durch alle Bereiche des Presseportals. So wird die Suche nach Fotos durch Kategorien erleichtert, möglich ist aber auch die Suche über Stichworte. Schon am ersten Messetag finden die Nutzer aktuelle Fotos von der Eröffnung und vom Messegeschehen einfach und übersichtlich unter dem Suchbegriff "Eröffnung" oder "Messegeschehen". Blogger und Journalisten können - so meine Erfahrung - dem freundlichen Fotografen, der für die NürnbergMesse Aufnahmen schießt, sogar sagen, wenn Ihnen ein Motiv ins Auge sticht, daß vielleicht einen Schuß wert ist, und sich dieses Foto dann wenige Stunden später herunterladen.

Aktuelle Informationen gibt es in fünf Sprachen und mehr: "Für die NürnbergMesse gehört es zum Service für Journalisten, dass sie Texte möglichst in ihrer Muttersprache erhalten", sagt Petra Wolf. So stehen im Internet Pressetexte in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch, teilweise zusätzlich auch in weiteren Sprachen - ganz nach den Erfordernissen der Fachmesse und der Fachjournalisten.

Bei so einem guten Service freue ich mich schon auf die HOGA 2005 in Nürnberg.

Und wenn ich noch einen Wunsch äußern dürfte: Kann man Fotos auch in einer Auflösung und einem Format zur Verfügung stellen, die man ohne Umwandlung online stellen kann?

Genial gelaufen.

Für nur 40.000 Euro hat es das Londoner Ein-Sterne-Restaurant Zafferano geschafft, weltweit in die Presse zu kommen: "Dumm gelaufen: Koch lässt 40.000-Euro-Trüffel vergammeln", in: Spiegel vom 9. Dezember 2004.

Bundesregierung ignoriert steuerliche Benachteiligung des deutschen Gastgewerbes innerhalb der EU.

Zum Bericht der Bundesregierung über die Mehrwertsteuersätze für Hotellerie und Gastronomie innerhalb der EU im Tourismus-Ausschuss des Deutschen Bundestages erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig MdB, in Form einer Presseerklärung "Bundesregierung ignoriert steuerliche Benachteiligung des deutschen Gastgewerbes innerhalb der EU":
"In der erweiterten EU gibt es mittlerweile 21 Länder, in denen Beherbergungsbetrieben - fast ausschließlich durch ermäßigte Steuersätze - ein oft deutlich niedrigerer Mehrwertsteuersatz als in Deutschland gewährt wird. Dazu zählen alle EU-Nachbarländer außer Dänemark sowie auch die Schweiz. Trotzdem erkennt die Bundesregierung darin erstaunlicherweise keinerlei Wettbewerbsnachteile für die deutsche Tourismuswirtschaft. So sei das gerade bei Deutschen sehr beliebte Reiseland Dänemark ein typisches Beispiel dafür, dass die Attraktivität des Standortes und die Angebotsqualität wichtiger ist als die Höhe des Mehrwertsteuersatzes.

Im Preiswettbewerb innerhalb der EU können aber Konkurrenzanbieter im Ausland häufig bereits von niedrigeren Lohn-, Lohnneben- und Energiekosten profitieren. Ermäßigte Mehrwertsteuersätze verschärfen diese Wettbewerbsvorteile erheblich. Deutsche Reiseziele stehen auch durch immer mehr Verbindungen von so genannten Billigfluglinien in unmittelbarer Konkurrenz zu fast allen europäischen Zielgebieten. Länder mit ermäßigten Steuersätzen wissen um die Wettbewerbsvorteile und verteidigen diese vehement. Frankreich will sogar über eine EU-Initiative die Einführung eines ermäßigten Steuersatzes für Gaststättenumsätze erreichen, was die rot-grüne Bundesregierung speziell für Frankreich erlauben, den deutschen Gastwirten aber verwehren will.

Das Beispiel Dänemark taugt nur begrenzt als Gegenargument, da dort traditionell viele deutsche Urlauber Ferienhäuser statt Hotels buchen und so die direkte Vergleichbarkeit der Hotelpreise weniger ins Gewicht fällt. Die konkreten Vorteile ermäßigter Sätze lassen sich dagegen in der Schweiz beobachten, deren Bundesregierung die Einführung eines solchen Sondersatzes für Beherbergungsbetriebe im Jahre 1996 eindeutig als Erfolg bezeichnet. Er hat dort zu einer besseren preislichen Wettbewerbsfähigkeit beigetragen, womit der Rückgang bei den Gästeübernachtungen gestoppt werden konnte und die Übernachtungen ausländischer Gäste von 1996 bis zum Einbruch im Herbst 2001 wieder kontinuierlich anstiegen."
Ich kann mir die Anmerkung nicht verkneifen, daß die umsatzsteuerliche Benachteiligung des deutschen Gastgewerbes auch nicht in den vielen Jahrzehnten korrigiert worden ist, in denen die CDU/CSU im Bund an der Macht gewesen ist. Auch steht kein Wort von einer Absenkung der Mehrwertsteuer für gastgewerbliche Produkte und Dienstleistungen im Grundsatzprogramm von CDU und CSU oder in den diversen Wahlprogrammen zu den letzten Bundestagswahlen. Insoweit ist die vorgestellte Pressemitteilung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein Versuch, das deutsche Gastgewerbe zu verarschen. Klaus Brämig sollte, statt anbiedernde Pressemitteilungen zu versenden, lieber durchsetzen, daß CDU/CSU in ihrem Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2006 vorbehaltlos festlegen, daß ab 2007 für gastgewerbliche Dienstleistungen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gilt. Hic Rhodos, hic salta!

Umsatz im Gastgewerbe Oktober 2004: Real minius 1,4% zum Oktober 2003.

Der Umsatz im Gastgewerbe in Deutschland war im Oktober 2004 nominal 0,9% und real 1,4% niedriger als im Oktober 2003. Dieser Rückgang wurde ganz über­wiegend vom Gaststättengewerbe verursacht, das im Vergleich zum Oktober 2003 nominal um 1,9% und real um 2,7% geringere Umsätze verzeichnen musste. Eine geringe nominale Zunahme (+ 0,3%) gegenüber dem Vorjahresmonat bei real rückläu­figen Umsätzen (- 0,7%) erzielten die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Liefe­ranten der Flug­gesellschaften gehören. Das Beherber­gungsgewerbe verbuchte dagegen nur eine reale Umsatzsteigerung von 0,3% bei nomi­naler Stagnation. Diese Ergebnisse hat das Statistische Bundesamt aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen knapp 80% des Gesamtumsatzes im Gastgewerbe getätigt werden.

Nach Kalender- und Saisonbereinigung der Daten wurde im Gastgewerbe im Vergleich zum September 2004 nominal 0,3% weniger umgesetzt; real gab es keine Veränderung.

Betrachtet man den gesamten Zeitraum von Januar bis Oktober 2004, so ergibt sich ein noch ungünstigeres Bild als im Vergleich von Oktober 2004 zu Oktober 2003. Die Unternehmen des Gastgewerbes setzten nominal 1,5% und real 2,2% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist auch hier ausschließlich auf die ungünstige Umsatzentwicklung im Gaststättengewerbe zurückzuführen (nominal - 3,5%, real - 4,8%). Dagegen stiegen die Umsätze sowohl im Beherbergungsgewerbe (nominal + 0,8%, real + 0,3%) als auch bei den Kantinen und Caterern (nominal + 1,9%, real + 0,8%). (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Mittwoch, Dezember 08, 2004

Preisautonomie der Hoteliers.

Die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung berichtet über die Hoteliersversammlung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes: "Internet lässt Hotelpreise sinken". Vorstand Conrad Mayer habe beklagt, daß die durchschnittlichen Hotelpreise auch durch den wachsenden Einfluss des Internets auf das Hotelgeschäft beschleunigt sinken würden. Es werde befürchtet, "das Internet mit seiner 'totalen Information' sei "die größte Bedrohung für die Preisautonomie der Hoteliers". Ähnlich hatte schon die Wirtschaftswoche in ihrer Ausgabe vom 27. Februar 2002 bahauptet, das Internet habe in zweifacher Hinsicht Einfluss auf die Preisgestaltung: Es mache Preisunterschiede "gnadenlos" und weltweit transparent und zwinge damit zu dauerhaft niedrigen Preisen ("Das Internet im Marketingmix").

Nach meiner Meinung sind diese pauschalen Aussage falsch. Vielmehr ermöglicht das Internet interaktive Methoden der Preisfindung und -setzung, die eine viel intensivere Preisdifferenzierung erlauben bis hin zu quasi-individuellen Preisverhandlungen und Preisfestsetzungsmechnismen.

Der Preistransparenz kann begegnet werden durch:
  • eine bewußtere Kalkulation strategischer Produkte und Dienstleistungen, die zu einem Preisvergleich herangezogen werden
  • einem getrennten Ausweis von Zusatzleistungen
  • einer schnellen Reaktion auf Preisanpassungen der Wettbewerber.
  • einer Preisbündelung, um den Preisvergleich zu erschweren.
Mehr darüber in unserem Beitrag "Preisfindung im Internet".

Cover als digitale Grusskarten.

Ich bin ja wirklich sehr aufgeschlossen für neue Marketingideen. Aber bei Buchcovers als digitale Grußkarten, eine Idee des Fachverlags Wiley-VCH, frage ich mich denn doch, wer verschickt sowas? Die Autoren? Buchhändler, die Stammkunden auf Neuerscheinungen aufmerksam machen wollen? Oder wer sonst?

Dienstag, Dezember 07, 2004

Alleine kochen ist doof.

Spätestens seit dem großen Erfolg der Staffel "Kochen für Freunde" von Fernsehkochstar Jamie Oliver und seines gleichnamigen Buches "Kochen für Freunde" haben Marketingverantwortliche der Lebensmittelindustrie erkannt: insbesondere jüngere Menschen, bei denen das Kochen überwiegend als wenig "cool" gilt, sind zum Kochen eher zu bewegen, wenn man für oder besser noch mit Freunden kocht.

Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) hat lobenswerterweise eine neue Website online gestellt, auf der Menschen, denen es an Freunden mangelt oder niemanden in ihrem Freundeskreis finden, der mit ihnen gemeinsam kochen möchte, andere Menschen in ihrem Umgebung finden können, denen es genauso geht: www.alleine-kochen-ist-doof.de. Erfahrungen beim gemeinsamen Kochen und Schlemmen kann man unter der Rubrik "Kochgeschichten" veröffentlichen. Außerdem gibt es Einkauftipps, Rezepte und Zubereitungstipps (via Kreativ-Küche Hamburg).

Als Gastronom sollte man solche Aktivitäten nicht beschimpfen, auch wenn Kochen zu Hause auf den ersten Blick mit Restaurantbesuchen wetteifert. Überlegen Sie sich, statt zu maulen, besser, wie Sie auf diesen Trend reagieren können, etwa
  • Kochschule
  • Speisenangebote für Gruppen, etwa Fondues oder Speisen in großen Schüsseln, aus denen sich alle bedienen können (siehe dazu einen früheren Beitrag über Fondue-Bars),
  • ein Mietkochangebot, der Hobbyköchen unter die Arme greift oder sie anlernt.
  • ein Lieferservice für Zutaten-Bündel, in dem Gruppen alles finden, was sie für ein Gemeinschaftsessen brauchen, einschließlich der Rezepte (siehe dazu einen früheren Beitrag über ein solches bestehendes Angebot: Kochzutaten-Lieferservice),
  • ein Verleihservice für Küchengeräte und Tischzubehör für Gruppenessen,
  • usw.
Nachtrag: Theo Hussmann hat in seinen Notizen für Genießer bereits am 2. November auf weitere, vorher entstandene Koch-Communities hingewiesen: Koch-Partner-Börse.

Neues fuer Kids von Burger King.

Food Business Review meldet, daß Burger King sein Angebot für Kinder ausbauen will: "Burger King to expand kids' meal options". Das Getränkeangebot werde um Milch und Schokomilch mit 1% Fettgehalt erweitert sowie um Apfelsaft und Soda. Als Alternative zu Pommes frites gebe es eine mit Erdbeergeschmack aromatisierte Apfelsauce mit einem Zusatz von Vitaminen und Calzium. McDonalds biete ähnliches bereits seit Juli 2004.

Neue Magazine "Der Gastronom" / "Der Hotelier" auch online

Die beiden neuen Magazine der AHGZ, "Der Gastronom" und "Der Hotelier" präsentieren sich nun auch mit einigen Infos im Internet. "Der Gastronom" ist unter www.der-gastronom.net zu erreichen, "Der Hotelier" unter www.der-hotelier.de.

Beide Magazine liegen seit Kurzem im monatlichen Wechsel der AHGZ bei. Die Internetauftritte bieten neben einer Vorschau auf das jeweils nächste Heft und einen Inhaltsüberblick über die aktuelle Ausgabe einen Themenplan, Mediadaten und die Möglichkeit, ein kostenloses Probeabo anzufordern. Weitere Inhalte sind in Vorbereitung.

Montag, Dezember 06, 2004

Kuechenchef gesucht.

In einer Kolumne des Newsletters (Ausgabe 152 vom 6. Dezember 2004) des Restaurant Reports mokiert sich der Herausgeber Bob Bradley über Inserate von Restaurants, in denen es heißt "Küchenchef gesucht" oder "Bedienungen gesucht". Solche Suchanzeigen signalisierten, es sei mit dem Service und den Kochkünsten des Küchenteams nicht zum Guten bestellt. Man könne dann auch gleich "Neuer Restaurantbesitzer gesucht" inserieren.

Da bin ich anderer Meinung. In der weniger event- als stammkundenorientierten Gastronomie, aber auch in der Szenegastronomie, ist es wichtig, durch Mitarbeiter Gäste anzuziehen und zu binden, z.B. über attraktives Äußeres, extrovertiertes Verhalten, einen großen Bekanntenkreis und Aktivitäten, bei denen sie mit einer Vielzahl von Menschen in Kontakt kommen, z.B. Sport, politische, kulturelle und karitative Vereinsaktivitäten. In solchen Betrieben werden Mitarbeiter häufig aus dem Kreis der Gäste oder dem Bekanntenkreis der Mitarbeiter gewonnen, z.B. durch Direktansprache, Aushang von Stellengesuchen am Point of Sale, Fürsprache von Stammgästen oder Kopfgelder. Diesen Bewerbern muß dann die Corporate Identity des Objektes nicht erst nahegebracht werden. Es verstärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl der Gäste, wenn sie bei der Auswahl von Mitarbeitern bevorzugt werden. Eine enge Bindung von Gästen zu liebenswerten Mitarbeitern stellt auch eine psychologische Wechselbarrriere für den Gast dar.

Das sieht aber sicherlich für Spitzenrestaurants anders aus. Bei denen sollen die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter, ihr beruflicher Werdegang, ihre Auszeichnungen und Kritiken das Vertrauen der Gäste in die überragende Qualität der angebotenen Produkte und Dienstleistungen fördern. Solche Mitarbeiter findet man in der Regel aber nicht durch Inserate, sondern durch Mundpropaganda in sozialen Netzwerken der Profis.

Gescheiterte Betriebsuebernahme.

In der Schweizer Fachzeischrift Gastro Journal erzählt eine Restaurateurin (Gastronomin) anonym die dramatische Geschichte ihres wirtschaftlichen Scheiterns: "Das Ende einer langen Tradition ".

Die Redaktion dieser vorzüglichen Fachzeitschrift sucht Gastronomen und Hoteliers (vermutlich nur aus der Schweiz), deren Geschichte (des Scheiterns) erzählt werden sollte, denen übel mitgespielt worden ist, aber auch Rezepte, die Abhilfe versprechen.

Erfahrungsberichte zu Reise(ver)kaeufen gesucht.

Für das Magazin GEO-SAISON werden Erfahrungsberichte von Leuten gesucht, die über eBay Reisen oder Hotelgutscheine ge- oder verkauft haben. Dabei geht es um Erfahrungen aller Art - also auch um positive. Bitte schreibt Sie an Axel Gronen, der Ihre Erfahrungsberichte dann weiterleitet: webmaster@wortfilter.de.

Vorgestellt habe ich Ihnen Axel Gronen bereits in meinem letzten Beitrag: "Kuriose eBay-Auktionen".

Kuriose eBay-Auktionen.

Kuriose Auktionen bei eBay, z.B. ein Angebot von Burger-King-Gutscheinen, hat Axel Gronen auf seiner Website Wortfilter.de gesammelt, zusammen mit vielen Tipps, Tools und aktuellen Meldungen zu eBay.

Axel Gronen ist Autor des Buches "eBay Dirty Tricks" im Verlag Data Becker, Chefredakteur des Infodienstes "Internet Auktionen professionell" im Verlag für die Deutsche Wirtschaft, Betreiber des eBay-Tools www.anticopy.de, mit dem man sich davor schützen kann, dass eBay-Artikelbeschreibungen kopiert und von Mitbewerbern widerrechtlich genutzt werden, und berät Unternehmen, die über eBay verkaufen oder zu verkaufen planen.

Zum Thema kuriose Auktionen haben wir einen früheren Beitrag beizusteuern: "Bamberger Restaurant wird auf eBay versteigert".

Sonntag, Dezember 05, 2004

Aufmerksame Leser.

Es ist mal wieder an der Zeit, meine Leser zu loben, denen ich für viele Hinweise, Korrekturen und Ergänzungen dankbar bin. Z.B. hat Herr Klaus-Dieter Kienzle heute einen schwer zu entdeckenden Fehler in einem Beitrag von mir entdeckt.

Und zwar habe ich im letzten Jahr einen Beitrag "Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld anhand eines fiktiven Beispieles" aktualisiert, weil sich eine andere Leserin darüber aufgeregt hatte, daß in diesem Beispiel noch mit DM gerechnet worden ist. Dummerweise habe ich mir aber die Aktualisierung zu einfach gemacht, einfach in Euro gerechnet und die Jahreszahl geändert. Dabei habe ich übersehen, daß 2004 ein Schaltjahr gewesen ist und somit die Mutterschutzfrist nicht am 13. Mai sondern bereits am 12. Mai endet (98 Kalendertage nach dem angenommenen Beginn der Mutterschutzfrist am 5.1.2004).

In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Artikel von Christoph Neuberger aufmerksam machen: "Konkurrenz oder Ergänzung zum professionellen Journalismus?", in: Onlinejournalismus.de vom 3. Dezember 2004. Darin heißt es, die Besonderheit des Peer-to-Peer-Journalismus bestehe gerade darin, dass die Prüfung von Informationen und Meinungen erst nach der Publikation stattfinde. Was veröffentlicht werde, gelte als vorläufig und unfertig, es solle infrage gestellt und diskutiert werden. Die Nutzer seien aufgerufen, fremde Beiträge in einer offenen Diskussion oder auf Bewertungsskalen zu kritisieren und, falls nötig, zu korrigieren.

Dies ist vielleicht überspitzt. Meines Erachtens sollte die Prüfung von Informationen soweit wie möglich vor der Publikation stattfinden. In der Tat können es sich aber viele Websites, so auch wir, nicht leisten, eine Heerschar von Reportern, Archivaren und Anwälten einzusetzen, die jede Tatsache und Meinungsäußerung doppelt und dreifach prüfen. Doch dafür haben wir ja unsere aufmerksame Leser und die Möglichkeit, schnell zu reagieren...

Wenn Sie kleine oder große Fehler finden, Anregungen oder Anmerkungen haben, einfach her damit: webmaster@abseits.de.

PDFs fuer Suchmaschinen optimieren.

Besonders akademische Schreiber, aber auch viele Gastronomen, stellen Inhalte gerne im Format PDF online. Der Grund liegt häufig darin, daß die Inhalte bereits in Dateien vorliegen, die sich einfach in PDFs umwandeln lassen, z.B. aus Office-Produkten wie Word heraus.

Diese PDFs werden zwar seit einigen Jahren auch von Suchmaschinen indiziert, doch leider achten die meisten, ich muß gestehen auch ich, nicht darauf, diese PDFs dann auch für diese Suchmaschinen zu optimieren. Dies ist besonders fatal, wenn die eigene Website sehr umfangreich und deshalb über die Navigation kaum noch darstellbar ist und die Möglichkeit, die eigenen Inhalte über eine Suchmaschine zu erschließen, an Bedeutung gewinnt.

Wie man seine PDFs für Suchmaschinen optimiert, verrät das amerikanische Energieministierum: "Techniques for Optimizing PDFs for Search Engines, Part 1: Optimizing PDFs for EERE's internal search engine" (via Jan's Technik blog). Eine deutsche Version wäre doch mal eine schöne Aufgabe für Robert Chromow bzw. die Akademie.de, oder?

Alternativ kann man natürlich auch PDF in HTML umwandeln, wenn man zu akzeptieren bereit ist, daß das Design nicht immer hundertprozentig erhalten bleibt. Sie können sich den Unterschied beider Formate am Beispiel der Speise- und Getränkekarte unseres Café Abseits einmal anschauen:

Geschmackliche Entgleisungen.

Bei der Verleihung von Beer Awards kann man als deutscher Bierliebhaber Tränen in die Augen bekommen. In vielen Kategorien gibt es kein einziges deutsches Angebot. Die Gründe liegen zum einen im verfluchten Reinheitsgebot, das ungefähr so wirkt als wenn Köche nur mit Salz und Pfeffer würzen dürften. Zum anderen liegt es auch an der Feigheit vieler deutscher Brauereien und ihrer Angst vor kreativem Wettbewerb. Lieber variiert man die Formen und Größen von Flaschen, Bierkästen und Gläsern, steckt Geld in die Werbung und kauft sich in die Vertriebskanäle ein. Doch genug der Vorrede...

In den "biernews" Ausgabe Nr. 7, November 04, Untertitel: Was Sie schon immer über Bier wissen sollten!, herausgegeben von der Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit der österreichischen Brauwirtschaft, ist ein Interview mit Prof. Michael Reinartz erschienen. Prof. Michael Reinartz ist unter anderem Herausgeber des Gault Millau 2004 Restaurant Guide & Gault Millau Österreich 2004, mit Wein & Bier Schnaps u. Likör 2004".

Lesen Sie dazu eine Entgegnung von Gottfried Seitz, die er in der Mailingliste "Bierpapst", moderiert von "Bierpapst" Conrad Seidl gegeben hat. Gottfried Seitz ist Inhaber von Seitz Bier Kompetenz, spezialisiert auf die Planung von Kleinbrauereien.

Freitag, Dezember 03, 2004

Konsumanteil für Gaststaetten- und Beherbergungsdienstleistungen gesunken.

Das Statistische Bundesamt hat gestern erste Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003 (EVS 2003) zur finanziellen Situation und dem Konsumverhalten der privaten Haushalte im ersten Halbjahr 2003 vorgestellt.

ie Auswertungen der EVS 2003 machen Verschiebungen in der Konsumstruktur seit 1998 sichtbar:
  • So stieg der Anteil der Verkehrsausgaben von 13,7% auf 14,4% des Konsumbudgets und löste damit die Ausgaben für Ernährung (14,0%) als zweitgrößte Ausgabenposition hinter den Wohnaufwendungen (32,5%) ab. Die rund 10%ige Zu­nahme der Verkehrsausgaben ist vor allem auf die Verteuerung von Kraftstoffen infolge steigender Rohölpreise und der Ökosteuerreform zurückzuführen. Dies wirkte sich auch ausgabensteigernd auf die wohnbedingten Energieausgaben (Heizung, Strom) aus. Zusammen mit den Aufwendungen für Kraftstoffe erhöhte sich das durchschnittliche Energiebudget der Haushalte innerhalb von fünf Jahren insgesamt von 160 Euro auf mehr als 200 Euro im Monat (+ 26%). Noch stärker stiegen die Ausgaben für Nach­richtenübermittlung (u.a. Internet, Mobiltelefone). Die Ausgaben der Haushalte hierfür nahmen seit der ersten Hälfte 1998 um mehr als 30% zu, obwohl im gleichen Zeitraum die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen um 26% gefallen sind.
  • Die zum Teil erheblichen Mehrausgaben für Verkehr, Kommunikation und Wohnenergie haben die Haus­halte durch selektiven Konsumverzicht in anderen Bereichen kompen­siert. So sank der Ausgabenanteil für Wohnungsausstattungen und Haushaltsgeräte von 7,0% 1998 auf 5,7% 2003. Der Betrag, der je Haushalt dafür aufgewendet wurde, ver­ringerte sich von 140 Euro auf 120 Euro monatlich. Auch die Konsumanteile für Gaststätten- und Beherbergungsdienstleistungen (von 4,7% auf 4,3%) sowie Bekleidung und Schuhe (von 5,5% auf 5,0%) gingen zurück.
Die Auswertungen zeigen auch, dass Geschlecht, Alter und die Struktur der Haushalte erheblichen Einfluss auf die Höhe der Haushaltsein­kommen und die sich daraus ergebenden Konsummöglichkeiten und -gewohnheiten haben:
  • Das Nettoeinkommen der privaten Haushalte in Deutschland hat sich seit der ersten Jahreshälfte 1998 um durchschnittlich 8% auf 2 770 Euro im ersten Halbjahr 2003 erhöht. In den neuen Ländern und Berlin-Ost stieg das Haushaltsnettoeinkommen in den letzten fünf Jahren um 10% und erreichte mit 2 230 Euro 77% des Westniveaus (in Westdeutschland: + 8% auf 2 900 Euro). Fünf Jahre zuvor waren es 75% gewesen. Zwischen 1993 und 1998 war die Angleichung der Nettoeinkommen in Ostdeutschland von 68% auf 75% des West­niveaus noch deutlich stärker ausgefallen.
  • Haushalte mit einer Frau als Hauptverdienerin hatten in der ersten Hälfte 2003 ein monatliches Nettoeinkommen von 2 030 Euro oder 63% des Nettoeinkommens der Haushalte mit männlichem Haupteinkommensbezieher (3 220 Euro).
  • "Junge" Haushalte mit Haupteinkommensbeziehern unter 25 Jahren verfügten mit 1 360 Euro im Monat über 40% des Nettoeinkommens der 45- bis unter 55-Jährigen, die mit 3 380 Euro im Altersvergleich die höchsten Einkommen erzielten. Die "jungen" Haus­halte verwandten rund 90% ihres ausgabefähigen Einkommens für Konsum und steckten 4% in die "Spardose". Haushalte im Alter zwischen 25 und unter 55 Jahren gaben zwischen 71% und 77% ihres Einkommens für Konsumzwecke aus und legten zwischen 11% und 15% auf die hohe Kante.
  • Im Konsumverhalten zeigen sich altersspezifische Unterschiede: In den Haushalten der 80-Jährigen und Älteren wurde fast jeder zweite "Konsum-Euro" für Wohnen und Gesundheitspflege ausgegeben. Bei den unter 25-Jährigen war es jeder dritte Euro.
  • Die Ergebnisse der EVS 2003 zeigen weiter, dass allein Erziehende mit knapp 1 800 Euro monatlich im ersten Halbjahr 2003 über weniger als die Hälfte (48%) des Nettoein­kommens von Paaren mit Kind(ern) (3 750 Euro) verfügten. Allein Erziehende hatten so kaum Spielräume für Ersparnisse. Sie gaben 88% ihres verfügbaren Einkommens für Konsum aus und sparten nur 6%. Bei Paaren mit Kind(ern) lag die Sparquote mit 14% mehr als doppelt so hoch. Sie legten im Monat mit durchschnittlich etwa 550 Euro mehr als das Fünffache zurück als allein Erziehende (100 Euro).
(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).