Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Februar 05, 2005

Kinogastronomie.

Bob Geisler ist der Fachleuten bekannten Tatsache nachgegangen, daß Snacks und Cola als Nebeneinnahmen für Filmtheater immer wichtiger werden, und hat dabei in Gesprächen mit Kinobetreibern einige interessante Details herausgefunden: "Der Popcorn-Faktor", in: Hamburger Abendblatt vom 5. Februar 2005.

Einen Trendsetter in Sachen Kinogastronomie hätte er in Nürnberg finden können: das Cinecitta in der Nürnberger Altstadt gelegen mit einem achtstelligen Gastro-Umsatz (gerüchteweise).

Das "Cinecitta" hat 1999 den Hamburger Foodservice-Preis gewonnen. Das 1995 von Wolfram Weber eröffnete Cinecitta besitzt 15 Kinosäle, die meisten unter der Erde und vier Restaurants. Gastronomisch beeindruckt das aufeinander abgestimmte Konzept der einzelnen Restaurants. Weber hat nicht den Fehler gemacht, die Gastronomie unterzuverpachten, sondern er hat sie zum Schlüsselfaktor für die große Akzeptanz des Kinos aufgewertet, den es gilt, selbst zu steuern und mit dem man auch noch Geld verdienen kann. Fast jeder Besucher nutzt auch das gastronomische Angebot. Wer tagsüber, wie ich das gemacht habe, sich einmal ein paar Stunden in dem Center herumtreibt, um die Besucher zu beobachten, bemerkt, daß sogar nicht wenige Besucher allein wegen der Gastronomie kommen. Und es wird nicht ein Getränk oder eine Tüte Popcorn konsumiert, sondern es wird richtig gegessen. Der Durchschnittsbon lag 1999 angeblich bei rund 9 DM, wovon andere Kino-Gastronomen träumen.