Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Februar 04, 2005

Koenig-Brauerei: Stabilisierung im Mehrwegbereich - Chancen durch Verbund starker Marken.

Auch wenn ich mich mal wieder bei einer Großbrauerei unbeliebt mache, bringe ich es nicht über's Herz, die folgende Pressemitteilung der König-Brauerei vom 31. Januar 2005 unkommentiert zu lassen:
Mit einem Gesamtausstoß von rund 1,8 Millionen Hektolitern (2003: 1,93 Mio. hl, = - 6,9 %) hat die Duisburger König-Brauerei das Geschäftsjahr 2004 abgeschlossen. Davon entfielen auf König Pilsener 1,76 Millionen Hektoliter und 35.000 Hektoliter auf das alkoholfreie Pils KELTS. Der Fassbieranteil stieg leicht auf 32 Prozent, exportiert wurden insgesamt rund 42.000 Hektoliter König Pilsener und KELTS. Damit hat die Marke König Pilsener ihren Platz unter den Top-10-Premium-Pilsenern Deutschlands erfolgreich gehalten.

Trotz der Absatzeinbußen zeigt sich die Geschäftsführung der König-Brauerei mit den im Jahr 2004 erzielten Ergebnissen zufrieden. "Die Einführung unseres neuen König-Pilsener-Komfort-Kastens und der Longneckflasche verlief erfolgreich und hat zu einer Stabilisierung der Absätze im Mehrwegbereich beigetragen. Darüber hinaus ist es uns gelungen, die Marke trotz der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie z. B. Dosenpfand und anhaltendem Konsumverzicht der Endverbraucher, auf Kurs zu halten", so Peter Reichardt, seit August 2004 Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der König-Brauerei.

Marktposition im Handel verbessert

Im zweiten Halbjahr 2004 konnte die Marktposition der König-Brauerei im Handel deutlich verbessert werden. Die Absätze von König Pilsener im LEH + Getränkeabholmarkt-Bereich stiegen über Marktdurchschnitt (1,7 %) um 6,5 Prozent. Der nationale Marktanteil von König Pilsener verbesserte sich damit um 0,15 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr auf 3,24 Prozent. Hierzu hat auch die im zweiten Halbjahr 2004 erfolgte Einführung der im oberen Preissegment (-,59 Cent) angesiedelten 0,5-l-PET-Flasche beigetragen.
Kommentar: Als Gastronom habe ich ja so meine Zweifel, ob die Vermarktung in einem PET-Gebinde das Image einer Marke nicht gefährdet.
Fassbieranteil unverändert hoch

In der gehobenen und Top-Gastronomie und ?Hotellerie sieht die König-Brauerei traditionell ihre ureigene Heimat.
Kommentar: Es fragt sich aber, ob in diesem Marktsegment wirklich viel Bier ausgeschenkt wird und ob man die Präsenz der Brauerei nicht zu teuer erkauft.
So wird heute in jedem zweiten 5-Sterne-Hotel in Deutschland König Pilsener ausgeschänkt. Der Konsumverzicht der Verbraucher und die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Veranstaltungsbereich und die (Speise-)Gastronomie bescherten den Absätzen der König-Brauerei in diesem Segment zwar ein Minus von 4,2 Prozent gegenüber Vorjahr, mit 580.000 Hektolitern Fassbier zählt König Pilsener aber unverändert zu den größten und erfolgreichsten deutschen Gastronomie-Marken. Der Fassbieranteil am Gesamtabsatz beläuft sich auf 32 Prozent - ein Wert, der ebenso eine Spitzenposition unter den Premium-Marken darstellt.

Im Verbund starker Marken in die Offensive<

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die König-Brauerei in 2005 den Beweis antreten, dass "das König der Biere" seinen Namen nach wie vor und unverändert zu Recht trägt. So stehen u. a. die weitere Optimierung der klassischen Kommunikation und die Einführung eines 11er-Kastens für König Pilsener auf dem "königlichen" Programm.

Das breit angelegte Serviceangebot für König-Gastronomen soll durch ein offensives Gastronomie-Marketing konsequent weiter ausgebaut werden. Kernpunkte sind dabei zum einen die Ansprache der jungen Gastronomie und deren Gäste. Zum anderen werden immer wieder attraktive, erlebnisorientierte Marketing-Aktionen initiiert, die die Gastronomen dabei unterstützen, ihren Umsatz zu forcieren, Stammkunden zu binden bzw. Neu-Kunden erfolgreich anzusprechen.
Kommentar: In der Tat hat sich die König-Brauerei damit als eine der ersten mit Ruhm bekleckert.
Ferner wird durch die Neustrukturierung der Vertriebsorganisation im Rahmen der gemeinsamen Marktbearbeitung die geballte Kraft der Vertriebsmannschaft der Bitburger-Gruppe eingesetzt, um das Premium-Pils aus Duisburg adäquat zu vermarkten.
Kommentar: Man sieht ja bei Veltins/Maisel, wie glaubwürdig es rüberkommt, wenn Aussendienstmitarbeiter zwei Marken mit ganzem Herzen vertreten sollen. :->.
Zur hohen Effizienz am POS trägt darüber hinaus auch ein noch weiter verfeinertes Trademarketing-Konzept bei.

"König Pilsener hat ein Potenzial wie kaum ein zweites Premium-Pils auf dem deutschen Biermarkt. Nun gilt es im Verbund der starken Marken innerhalb der Bitburger Gruppe, dieses Potenzial bestmöglich auszuschöpfen", so Peter Reichardt. "Wir sind zuversichtlich, im Jahr 2005 Absatzzuwächse und Marktanteilsgewinne erreichen zu können."