Gastgewerbe Gedankensplitter


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Montag, Februar 07, 2005

Sternschnuppen.

Dr. Stephan List ist seit 1996 selbständiger Organisationsberater und Trainer. Da kommt er natürlich viel in Hotels herum und nutzt sie auch als für Seminare. In seinem Blog Interessante Zeiten beschwert er sich über eine Pinnwand, die ihm ein 4-Sterne-Hotel zur Verfügung gestellt hat. Wenn man sich sein Beweisfoto anschaut, sieht man warum: "Was ich an meinem Arbeitsplatz nicht haben möchte".

Dazu stellt er die Frage: "Wie kommen bei einem derartigen 'Service' eigentlich die Sterne des Hotels zustande?"

Die Frage nach den "Sternen" ist nicht ganz einfach zu beantworten, wenn man das Land nicht kennt, in dem sich das Hotel befindet. Die Bewertungskriterien unterscheiden sich von Land zu Land.

In Deutschland gibt es keine offizielle Klassifizierung, sondern lediglich eine freiwillige, kostenpflichtige Hotelklassifizierung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (siehe dazu: Hotelsterne.de), auch wenn einige Gerichte in wettbewerbsrechtlichen Verfahren der Auffassung zuzuneigen scheinen, die Öffentlichkeit verkenne die Sterne der "Deutschen Hotelklassifizierung" als "offiziell" (siehe dazu "Gericht äußert sich eindeutig zur Hotel-Klassifizierung: Nur die offiziellen Sterne dürfen werben").

Deren Mindestkriterien für 4-Sterne-Hotels beinhalten zwar keine Kriterien, in denen Tagungsräume und ähnliches bewertet werden. Neben diesen Mindestkriterien müssen jedoch auch je nach Kategorie unterschiedlich hoche Mindestpunktzahlen aus den Bereichenerfüllt werden.

Meines Erachtens fährt man als Tagungsveranstalter, statt auf diese grobschlächtigen Sterne zu achten, besser, wenn man in speziellen Führern für Tagungshotels nachliest oder Websites wie Toptagungshotels.de oder die detaillierten Angaben der Hotels selbst auswertet. Davor daß Papier geduldig ist bzw. schmutzig und seit der letzten Klassifierung die Pinnwände gelitten haben können, ist man damit aber auch nicht gefeit.

Aber ein wirklich gutes Hotel checkt jenseits von Sternallüren auch die Tagungsräume regelmäßig und noch einmal gezielt vor der Übergabe an einen Veranstalter.