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Freitag, März 25, 2005

Tanzverbot an Karfreitag.

Eine Mühldorfer Gastronomin will das im bayerischen Gesetz über die Sonn- und Feiertage - wie auch in den entsprechenden Gesetzen anderer Bundesländer - geregelte Tanzverbot an Karfreitag vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen: "Gaststätten suchen Karfreitags-Heil in dezenter Hintergrundmusik", in: Markplatz-Oberbayern.de vom 25. März 2005.

Die Münchener Rechtsanwältin Dr. Susanne Meiller ist Eigentümerin der Discothek Kingdom Parc, Bayerns größtem Diskothenbetrieb (siehe: "Mühldorfer King Dom Parc glänzt mit Vielfalt", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 12. Januar 2002). Ihr wurde eine Genehmigung zur Durchführung einer Tanzveranstaltung an Karfreitag und Karsamstag verweigert (siehe "Disco-Chefin klagt: Abtanzen an Allerheiligen", in: Merkur Online vom 1. August 2003. In erster Instanz wurde die Klage vor dem Verwaltungsgericht München abgewiesen (siehe: "Discos bleiben an stillen Feiertagen geschlossen", in: Merkur Online vom 4. August 2003). Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.

Mehr zum Thema "Tanzverbot".

Kommentare:
ich finde er völlig richtig am karfreitag nicht zu tanzen. diesen einen abend kann man wirklich auf tanzen verzichten und gemütlich zu hause sitzen einen besinnlichen oder schönen film anschauen udn ein buch lesen...ich sehe wirklich nihct das problem...
 
Nein, solche Einschränkungen sind völlig abstrus und unzeitgemäß.
Wer diesen Tag besinnlich verbringen will kann das ja tun, die Zeiten wo Verbote aufgrund irgendwelchen Kirchengedöns ausgesprochen wurden gehören jedoch ins Mittelalter!
 
ich find den karfreitag sinnlos. wer dran glaubt kann ja gerne einen besinnglichen abend haben, aber die leute die nicht dran glauben, wie mich, die sollten tun, was se wollen und party machen. mich ödet dieser tag jedes jahr aufs neueste an. ich bin heude..und wieso wird mir dann das tanzen verboten?! wenn es mitten in der woche wäre, wäre es mir schnubbe. aber nicht an einem freitag!!! so nen mist....
 
Man kann..
Genau richtig, "man kann", aber hey weißt du was ich bin heute nach Mannheim gefahren, um ein wenig Spaß zu haben. Nichts geht- außer ein paar Freier im Rotlichtgässchen. Miese Stimmung in allen Discos. In Heidelberg geht dafür mal richtig der punk ab. Scheinbar entschieden in die dortigen schönen mit Kneipen vollgepfropften Gässchen umzudisponieren.Saufen kann man ja in Heidelberg in der tat sehr schön (auch wenn es teilweise recht eng ist in den schönen Kneipen, wenn man tanzen will muss man aber ewig weit aus der Stadt heraus in irgendwelche GRoßraumdiscotheken. Ich meine, wenn du noch nie in England, Berlin, Köln oder Hamburg warst verstehst du das vielleicht nicht, aber de facto ist das der Versuch die Innenstädte "rein" zu halten vom nächtlichen Trubel und die alltägliche deutsche Langeweile für immer zu zementieren. In Mannheim ist das nicht weniger der Fall als in Heidelberg; wenn ich von einer Disco zur nächsten will, brauche ich schon ein verdammtes Auto, um nicht auf dem Weg schon ins Schwitzen zu kommen oder mich zu erkälten. Die Discos die ich in Mannheim und Heidelbg. besuche sind außerdem zumeist völlig abseits von Wohnsiedlungen gelegen und schallisoliert wie ein Bunker..
Meine Güte, hey...
Es geht hier nicht darum, dass ich nicht das besondere Recht auf Ruhe an Feiertagen verstehen würde...
Ich selbst habe lange Zeit religiöse Feste ganz bewusst auf diese Weise genutzt; mich ruhig vor eine Kerze gehockt, quasi-meditiert, mich besonnen auf wichtige Dine etc.. aber dann ist mir aufgefallen, dass das nicht die Art ist in der ich den Geist der Feiertage, wie ich sie verstehe, wirklich ausleben kann. Für andere, die täglich mit vielen Menschen zusammen arbeiten, bedeutet es ein Fest endlich einmal abschalten zu können und in Ruhe mit seiner Familie allein zu daheim zu sein. Ich dagegen bin völlig allein in einer Stadt, die mir sehr abweisend vorkommt, habe eine Beschäftigung, bei der man viel lesen muss, deshalb wenig Bewegung hat und kaum Menschen regelmäßig trifft, geschweige denn sich mit ihnen unterhält. Und jetzt kommts:
Das Tanzen am Wochenende ist für mich mein Sabbat, mein Dank an Gott, für die Woche, ich arbeite nichts, ich tue nicht einmal irgendetwas bewusstes, es ist meinem Körper eine Selbstverständlichkeit, eine Notwendigkeit eine Befreiung zu tanzen. Wochentags versuche ich wegen meiner Rückenschmerzen regelmäßig irgendeinen Sport zu machen, es kommt mir vor wie dröge Pflichterfüllung, dumpfes Training ohne Spaß, nur aus Berechnung und Planung, im Grunde eine Art Arbeit, etwas, was man eben auch erledigt haben muss am jeweiligen Tag. Das Tanzen am Wochenende hingegen ist nicht zweckbestimmt, es hat keine "Funktion", es ist Selbstzweck, man tanzt auch nicht allein, es ist immer ein Erlebnis in der Menge, eine andere (vieleicht aber auch berechtigte?) Form der Kommunikation, als das philosophische Gespräch oder das Biergelalle, für mich eine extatische Form, die, wenn ich Glück habe manchmal geradezu mystische Geborgenheitsgefühle bei mir auslöst ;-)
Ich rauche nicht ich trinke recht wenig, aber das lasse ich mir ungern nehmen...
Drei Tage im Jahr sind für mich natürlich kein Problem- les ich halt noch was (Fauch!!#*~%$) worum's mir geht ist zu vermitteln, dass dies wirklich in nuce ausdrückt in was für einem (Bundes-)Land wir leben und ich hoffe eigentlich einzig darauf, dass mich irgendwer da draußen verstehen kann: Freiheit der Religionsausübung! Ich will zu jedem verdammten Feiertag im Jahr tanzen! Und wie ich tanzen werde, noch heute die ganze affige Heidelberger Hauptstraße entlang, in der Hoffnung, dass mich eine dumme patroullie irgendwie dumm anschwätzt. Es geht ums Prinzip. Jesus sagt auch, dass man jedem seine Art lassen soll den Sabbat zu ehren bzw. zu nutzen. Es geht ihm nur darum Schaden, der dem Menschen entstehen könnte abzuwenden. Schall-isolierte Discos in Vorstädten--- wem tun sie was schlimmes(Die s.u.i.t.e wo ichhinwollte z.Bsp. liegt an einer riesigen Zubringerstraße! Was das für einen Lärm macht frag ich!?)
Nein es geht nur darum ein bestimmte LebensKultur zu forcieren beziehungsweise weiter zu befestigen, die nicht meine ist.

Ich tanz auf euch!!! Und schreie euch als Zugabe noch eins !!!! Fröhhhlicheeee OOSSSTTTERNNNNN!!!!!! ALLLLEEERRRRSSSEIIIIIITSSSSS, YEEEEAAAAHHHH!!

(PS: spezieller Tip zu Ostern: Sex (am allerbesten mit Osterhäschen)
 
Und ich tanze mit!!! Im Grunde ist damit alles gesagt: es geht nicht darum, dass man zum Tanzen gehen MUSS (nauerlich koennte man es sich verkneifen), sondern ob man es KANN und DARF. Und sich selbst dafür oder dagegen entscheidet. Als denkender, eigenstaendiger Mensch.

Ich jedenfalls bin nicht daran interessiert, dass mir jemand diese Entscheidung (genau wie viele andere auch) abnimmt.

Wenn man die Leute selbst entscheiden lassen wuerde, ob sie diesen Tag zum Tanzen, Trauern oder sich Besinnen nutzen wollen, wuerden sich moeglicherweise ganz von allein diejenigen mit aehnlichen Interessen zusammenfinden. Und alle waeren zufrieden.

Oder glaubt ihr etwa, dass ein tief glaeubiger Christ Karfreitag nachts in irgendeiner Disko steht und sich von den vielen Leuten angegriffen fuehlt, die zu dieser Zeit gerade feiern? Und wenn es so waere - Was wuerden wir denn zu der Alkoholleiche sagen, die nach einer durchfeierten Karfreitagsnacht in die Kirche gefallen kommt und rumgrölt, warum denn eigentlich alle so schlechte Laune verbreiten? Wo ist also bitte die Berechtigung, diese Entscheidung fuer den Einzelnen von oben herab zu bestimmen? Wo ist der Sinn? Was ist der Mehrwert? Und wenn es keinen Mehrwert gibt - warum tut man es dann?
 
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