Gastgewerbe Gedankensplitter



« Home | Kombiloehne statt Mindestloehne. » | eMail-Marketing für Hotels. » | Google Print. » | Zweite Biermix-Generation von Verbrauchern mit Ver... » | Ich weiss von nichts, ich sitz hier bloss. » | Umsatzsteuerliche Behandlung von Take-Away-Umsaetz... » | Suchmaschinen und Recht. » | Fusion von fuehrenden Poster-Online-Shops. » | In die Schweiz hinein zoomen. » | Richtigstellung. »


Donnerstag, April 28, 2005

Mesothelioma attorney.

"Hier lohnt sich der Betrug" ist der etwas reißerische Titel eines informativen Artikels über die Preise von AdClicks für Suchbegriffe. Spitzenreiter ist angeblich "Mesothelioma attorney", wofür 70,24 US-Dollar gezahlt werden für jeden Klick auf Keyword-Targeted Ads zu diesem Suchbegriff. "Mesothelioma" ist eine Krankkeit von Menschen, die mit Asbeststaub eingeatmet haben. "attorney" bedeutet Anwalt.
"Diese Begriffe werden meist von Anwaltskanzleien gebucht, die Kunden für eine neue Sammelklage suchen. Bei den horrenden Strafen, die in den USA verhängt werden, lohnt es sich einige zehntausend Dollar in neue Mandanten zu investieren."
Herausgeber der Website Klickbetrug.de ist Albert Warnecke von www.Web-Analytics.org. Sie widmet sich ganz dem Thema Klickbetrug. Wer betrügt, warum wird betrogen und wie können Sie sich schützen? Neben aktuellen Artikeln und Links werden in einem Anbeiterverzeichnis Adressen von Spezialisten zusammengetragen, die helfen Klickbetrüger aufzuspüren (zur Zeit erst ein Eintrag).

Das Thema "Klickbetrug" ist Insidern als Problem vertraut, seitdem Keyword-Targeted Anzeigen von Anzeigenvermittlern bzw. -netzwerken angeboten werden. Die breitere Öffentlichkeit wurde aufmerksam, als in den USA elf namhafte Internet-Firmen, darunter Google, Yahoo, AOL, Ask Jeeves, Lycos und Walt Disney Online, wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Vermarktung von Online-Anzeigen verklagt worden sind. Siehe dazu: "Google & Co. im Zusammenhang mit Klickbetrug verklagt", in: Heise Online vom 5. April 2005.

Wohlgemerkt: Angezeigt wurden sie nicht als Betrüger, sondern weil diesen Firmen bekannt gewesen sei, dass die Klickraten teilweise manipuliert wären und sie dies nicht bei ihren Abrechnungen berücksichtigt hätten. Es gibt etwa bei Google Adwords eine Art Kontrollsystem. Kunden erhalten Gutschriften, wenn der Verdacht besteht, daß manipuliert worden ist oder Dritte geklickt haben, ohne an den Angeboten Interesse zu haben. Man kann dies z.B. daran erkennen, daß vom selben Internetzugang aus welchen Gründen auch immer in kurzer Zeit häufig die selbe Anzeige angeklickt worden ist.