Gastgewerbe Gedankensplitter



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Samstag, Juni 04, 2005

Bier-Monoply.

Vor kurzem hatten wir berichtet, daß Warsteiner Frankenheim übernommen hat. Nun behauptet die "Kleine Zeitung" vom 3. Juni 2005: "Warsteiner will Jever und Erdinger kaufen", bezugnehmend auf eine Vorabmeldung eines Interviews mit dem Warsteiner-Geschäftsführer Gustavo Möller-Hergt in der "Welt am Sonntag" vom 5. Juni 2005 (noch nicht online; Link wird nachgetragen).

Aus der Sicht von Warsteiner macht dies wohl einen Sinn. Zum einen um in Norden und um Süden Deutschlands wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Zum anderen hinkt Warsteiner, wenn man denn wirklich langfristig selbständig bleiben will, in der Sortimentsentwicklung hinterher. Es fehlt vor allem eine Weißbiermarke. Heineken hat sich Paulaner geschnappt. Inbev bestitzt mit Hoegarden bereits eine internationale Weißbiermarke (wenn auch nicht des deutschen Typs) und hat sich zusätzlich Franziskaner geschnappt. Die Radeberger Gruppe (Dr. Oetker) besitzt Schöfferhofer.

Daß Radeberger Jever verkaufen würde, kann ich mir nicht vorstellen; der Louvre verkauft auch nicht die Mona Lisa. Bei Erdinger bin ich mir nicht mehr sicher. Ansonsten sind gute Weißbiermarken nicht mehr zu haben:
  • Die Private Weissbierbrauerei Schneider ist unverkäuflich, denn die Erbnachfolge ist gesichert.
  • Daß der Freistaat Bayern Weihenstephan rausrückt, kann ich mir auch nicht vorstellen. Damit würde man meines Erachtens Weihenstephan als global führenden brauwissenschaftlichen Standort (nichts gegen die Berliner!) gefährden.
  • Und der kleinen Trend-Weißbierbrauerei wie Gutmann in Titting, die, wenn man den Hype betrachtet, langfristig eine Entwicklung wie Erdinger nehmen könnte, geht es so gut, warum sollten sie verkaufen? Zumal sie bei einem massiven Ausbau der Kapazitäten ihre Qualität nicht halten könnten. An schlechten Biere aus großen Brauereien besteht ja kein Mangel.