Gastgewerbe Gedankensplitter



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Freitag, Juni 03, 2005

WLAN kostenlos oder -pflichtig anbieten?

In der Tradition Wiener Kaffeehäuser stellen viele Gaststätte eine mehr oder weniger große Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften zur Verfügung. Ein Konzept, das eine große Anzahl von ausliegenden Zeitungen und Zeitschriften, auch internationalen, bis hin zum teuren "Handelsblatt" (auf's Jahr gerechnet) als Alleinstellungsmerkmal nutzt, ist das Café Esspress in Bamberg (das man darüber nichts auf deren Website findet, möchte ich nicht kommentieren). Wir haben uns in unserem Objekt Café Abseits um ein aus unserer Sicht ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten für uns und Nutzen für die Gäste bemüht und bieten eine mittelgroße Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften an. Es schadet ja nichts, wenn man auf "seine" Zeitung wartet und dabei noch einen Kaffee trinkt.

Kosten senken kann man - zumindest bei unserem Lieferanten Lesezirkel Dörsch - durch ein spezielles Angebot, bei dem man neue Zeitschriften bekommt, den Lesezirkel-Umschlag entfernen kann (er wirkt ja immer etwas muffig nach Friseur oder Arztpraxis) und die Zeitschrift behalten kann. Dennoch kostet dieses Abo nur rund die Hälfte des Preises neuer Zeitschriften. Ob solche Angebote auch von andern Lesezirkel-Anbietern existieren, weiß ich nicht.

Ob man modernere Informationsangebote bzw. Internetzugänge per WLAN auch kostenlos anbieten sollte, wird zur Zeit rege diskutiert.

In Internetcafés sind die Gäste gewohnt, für diese Kern-Dienstleistung zu zahlen. In gastronomischen Betrieben, in denen Internetzugang nur als Nebendienstleistung angeboten wird, übersteigt der Aufwand für die Abrechnung eventuell die Erlöse. Und man mag hoffen, durch ein kostenloses WLAN Gäste zum Besuch und letztlich zum Verzehr zu animieren.

In einem Artikel von Heise berichtet Florian Rötzer jedoch über amerikanische Kollegen, die zunehmend mit Gästen konfrontiert sind, die stundenlang und schweigsam vor ihren Notebooks sitzen und nichts oder wenig konsumieren: "Der 'Zombie-Effekt' im Hotspot", in: Heise vom 3. Juni 2005.

Siehe dazu auch: "Coffeeshop Turns off Wi-Fi on Weekends" von Glenn Fleishman, in: Wi-Fi Networking News vom 25. Mai 2005. In den Kommentaren zu diesem Beitrag, in dem darüber berichtet wird, daß das "Victoria Art & Coffee" in Seattle an den Wochenende den Internetzugang für seine Gäste kappt, findet man zahlreiche Argumente für das Pro und Kontra dieser Entscheidung.

Kommentare:
So wie in den Cafes manche den halben Tag damit zubringen alle Zeitschriften und Zeitungen zu lesen bei einer Tass Kaff so werden auch bei den offenen Wlans Leute Dauersurfern. Kenn hier so ein pseudo TexMex-Laden in der Innenstadt der so ein Wlan hat was nichts kostet. Da sieht man aber auch nur ab und zu paar. ( Meistens mit einen iBook oder Powerbook, selten was mit Windows) Aber die machen auch keine Werbung damit und wenn man es nicht weiss, Pech gehabt.

Sonst kenne ich die ja nur mit Telekomiker Hotspot oder AOL.. aber das kann man ja nicht bezahlen da.
 
Ich halte so etwas für einen Service am Kunden, das (fast) nichts kostet und angeboten werden sollte! Wenn die Kunden nichts oder wenig konsumieren, liegt dies sicher nicht an so einem Service, sondern am Angebot oder dem Service (Tellertaxi)!
Richtig ärgerliche finde ich die teilweise völlig überzogenen Preise fürs Internet - solche Läden würde ich eher meiden, weil ich mich nicht abzocken lassen will.
 
Das Kunden bei Nutzung von Wlan möglichkeiten nur wenig verzehren liegt in der Natur der Sache. Wer würde schon riskieren sich seinen Teuren Laptop mit essen oder Getränken zu bekleckern wenn sich dies vermeiden läst.
Deshalb bietet sich das kostenlose Angebot auch nur dort an wo dem jeweiligen Gastwirt durch nuzter die nur wenig verzehren nicht allzu viel verlust entsteht. Sinnvoll wäre die Nutzung nur auf ein teil des Gastraumes zu beschränken.
 
Ich gebe Ametzi da 100% recht. Wenn es bestimmte Plätze mit "besonderer Eignung" für die Laptops gibt ist das kein all zu großes Problem nach meiner Erfahrung. Die Wirte müssen nur ganz klar bestimmen was möglich ist und was nicht. Auch vorher darüber nachdenken und erfragen, wie dieses Thema von der eigenen Zielgruppe gesehen oder genutzt wird. Nur das tut meist keiner und meckert dann über die Auswirkungen.
 
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