Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, August 31, 2005

Konsumklima wird besser dank Bundestagswahl.

Angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl hellt sich die Stimmung der deutschen Verbraucher deutlich auf, so das Ergebnis der GfK-Konsumklima-Studie für August 2005. Die Konsumlaune hat sich in Deutschland nach dem neuen Konsumklimaindex der Marktforschungsgruppe GfK im August erheblich verbessert. Insbesondere die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2001. Während sich jüngere, noch im Studium und in der Ausbildung befindliche sowie wirtschaftlich besser gestellte Bürger überwiegend positiv äußern, herrscht bei den Bürgern in einfacher Lebenslage und bei den älteren, nicht mehr Berufstätigen nach wie vor eine ausgesprochen pessimistische Stimmung vor. Die GfK schreibt dazu:
"Die Entwicklung insgesamt legt den Schluss nahe, dass die für September anberaumte Bundestagswahl sich positiv auf die Stimmung der Verbraucher auswirkt."
Leider unterschlägt eine Pressemeldung der Bundesregierung, in der die Ergebnisse der GfK-Konsumklima-Studie vorgestellt werden ("Konsumklima: Neue Zuversicht") den deutlichen Hinweis der Nürnberger Konsumforscher auf den Zusammenhanga mit der bevorstehenden Bundestagswahl, also daß sich die Stimmung der Verbraucher deshalb ufhellt, weil sie von der Abwahl von Rot-Grün ausgehen.

Weinkarten-Know How.

Die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung befragt gerade ihrer User, wer bei den Kollegen für die Weinkarte zuständig ist? Einige Kollegen überlassen das ihrem Getränkehändler, was Thorsten Sommer strikt ablehnt:
"Sowas würde ich ja nie aus der Hand geben. Und erst recht nicht demjenigen, der mir die Ware liefert."
Da bin ich anderer Meinung. Sicherlich ist es nicht schlecht, wenn man als Gastronom das dafür erforderliche Wissen im eigenen Hause besitzt (selbst oder in Person eines Sommeliers). Doch ehe man sich als wein-inkompetenter Gastronom, der sich auch keinen Weinkenner als Mitarbeiter leisten kann, blamiert, sollte man sich extern beraten lassen. Meines Erachtens kann man sogar, ein wechselseitiges Vertrauenverhältnis, das sich aber auch entwickeln kann, zwischen Gastronom und einem Weinhändler vorausgesetzt, die Verantwortung für die Weinauswahl, die Weinkarte, den Einkauf, die Belieferung bis hin zum Wein-Marketing einem Händler übertragen. Man kann dabei erhebliche Synergien nutzen, etwa koooperative Werbung, gemeinsame Veranstaltungen in beiden Häusern, Weinproben in der Gaststätte usw. Das kann reichen bis zu einer gemeinsamen Unternehmensführung.

In der Praxis sind Kooperationen nicht selten, was ich an drei Beispielen aus meiner Heimatstadt Bamberg belegen möchte:
  • So ist der Bamberger Gastronom Heiner Sauer ("Pelikan", "Hofbräu", "Café Müller") auch an einem Weinhaus Heinrich & Heinrich beteiligt.
  • Der Bamberger Weinhändler Geigenberger hat in seinem Laden eine Schauküche und Sitzmöglichkeiten eingerichtet und bietet dort in Zusammenarbeit mit verschiedenen Küchenchefs Veranstaltungen an, bei denen Kochen, Essen und Weinberatung und -konsum kombiniert werden. Er erät auch Gastronomen konzeptionell in Sachen Wein.
  • Das Bamberger Delikatessen-Händler Müller, der auch über ein umfangreiches Weinsortiment verfügt, bewirtschaftet neben einem Partyservice unter anderem das "Schloß Seehof".

Prozentrechnung.

Ein zentrales Argument in der Begründung der Kirchhofschen Steuerreform ist, daß Spitzenverdiener ihre Steuerlast durch Steuerschlupflöcher deutlich reduzieren.

Laut einem Beitrag der Netzeitung vom 31. August 2005 ("Reiche zahlen laut Eichel Spitzensteuersatz") behaupet der noch amtierende Finanzminister und frühere Deutschlehrer Hans Eichel (SPD) nun, deutsche Spitzenverdiener profitierten viel weniger von steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten als bisher angenommen. Ihm zufolge zahlen Bundesbürger mit einem Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro durchschnittlich 41 Prozent Steuern.

Nun ist es in der Tat so, daß ein Bundesbürger mit einem steuerpflichtigen Einkommen von 1 Million Euro ca. 41% Einkommenesteuer zahlen. Dies ist aber trivial. Kirchhof zielt mit seinem Argument hingegen auf die Tatsache, daß Spitzenverdiener ihr tatsächliches Einkommen durch Steuerschlupflöcher wie Sonderabschreibungen verringern und so ein niedrigeres steuerpflichtiges Einkommen erreichen.

Ein Beispiel: Wenn ein Steuerpflichtiger mit einem Einkommen von zwei Millionen Euro durch Steuergestaltungen nur noch ein steuerpflichtiges Einkommen von einer Million Euro ausweist und darauf zur Zeit ca. 41% (also 410.000 Euro) Einkommenesteuer zahlt, ist dies deutlich weniger als wenn er, wie im Modell von Kirchhof vorgesehen, auf seine 2 Milllionen Euro, die mangels Abzugsmöglichkeiten voll steuerpflichtig sind, 25% (also 500.000 Euro) zahlen müßte.

Dienstag, August 30, 2005

Hofberichterstattung.

Die SPD lädt Blogger zu ihrem Parteitag ein, aber nur solche, die ihr politisch nahe stehen: "SPD lädt etablierte Blogger zum außerordentlichen Parteitag", in: pressrelations.de vom 30. August 2005.

Werden sich die Kollegen Blogger wirklich mißbrauchen lassen oder - anders als von der SPD erhofft - ihre rosarote Brille absetzen und kritisch berichten?

Montag, August 29, 2005

Unsere Konservativen.

Sie polemisieren gegen die Technikfeindlichkeit der Grünen, im oder vor dem Fernsehen sitzen sie täglich, telefoniert haben sie schon einmal und von SMS schon gehört, aber WLAN haben nur unsere Kollegen vom nH Hotel nebenan. Felix bloggt nicht live, sondern "nachträglich vom cdu-parteitag".

Sonntag, August 28, 2005

Job-Suchmaschinen.

what
job title, keywords
where
city, state, zip
Mehr über Job-Suchmaschinen im Beitrag von Christopher Meil: "simplyhired.com und indeed.com - Jobsuche im Netz der nächsten Generation", in: Ideentower.de.

Mehr über Gastro-Jobbörsen online.

Mittwoch, August 24, 2005

Google Talk.

Endlich ist er online: Google Talk, der Instant Messenger Service von Google.

Dahinter steckt die Idee von vier Jungs aus Israel, die finanziert durch ihren Daddy ICQ entwickelt haben und ab 1996 per Mundpropaganda Millionen Nutzer gewannen. 1998 haben sie ihr Projekt an AOL verkauft - für ca. 40 US-Dollar je Mitglied und es sind sehr viele Mitglieder gewesen. AOL hatte zuvor versucht, mit einem eigenen Messenger ICQ Konkurrenz zu machen. Mittlerweile gibt es sehr viele Alternativen.

So richtig habe ich mit ICQ nur ein einziges Mal produktiv arbeiten können: Ich habe Online-Workshops der Berliner Akademie.de gehalten, zusammen mit einem Partner, und wir haben wegen des damit verbundenen Geschwindigkeitsvorteils vor allem über ICQ kommuniziert. Im Unterschied zu E-Mail kann man dem Partner beim Verfassen von Nachrichten zusehen (d.h. wenn er einen Text eintippt, wird jedes Zeichen sofort auf der anderen Seite angezeigt und nicht erst, wenn man eine Nachricht beendet hat). Man kann dem anderen "ins Wort fallen" oder auch gleichzeitig reden, also sich so miteinander unterhalten, wie man das mitunter auch im persönlichen Gespräch macht oder bei chaotischen Talk Shows - was ja nicht in allen Situationen und bei allen Gesprächspartnern angemessen ist.

Gottseidank verspricht Google offene Standards zu unterstützen, also nicht den zahlreichen nicht kompatiblen Instant Messenger Servies einen weiteren hinzuzufügen:
" We want to work with other willing service providers to enable their users to communicate directly with Google Talk users. And while we hope many people will use and like the Google Talk client, we're committed to making it as easy as possible for you to communicate with your friends using the client that you want--even if it doesn't happen to be ours. That's why we're also supporting open standards and the same protocol that clients such as Trillian, GAIM and iChat do."

Dienstag, August 23, 2005

Berliner Kindl.

Acht vorausschauende Männer - sechs davon Gastwirte - gründeten am 01. Februar 1872 die jetzige Berliner Kindl Brauerei Aktiengesellschaft als Vereinsbrauerei Berliner Gastwirthe zu Berlin, Actien-Gesellschaft. Anfang der 90er Jahre des 19. Jahrhunderts kreierte man die Marke "Berliner Kindl", produzierte ab 1909 nur noch dieses Qualitätsbier und verzichtete dafür auf die Herstellung eines alkoholärmeren Lagerbieres, und benannte sich 1910 in "Berliner Kindl Brauerei Aktiengesellschaft" um. Später wurde man von der Brau und Brunnen AG aufgekauft, diese wiederum 2004 von der Radeberger Gruppe. Nach dem Konzept der Konsolidierung (Zusammenschmeißen möglichst aller Brauereien eines Standorts, um die Herstell- und Distributionskosten zu senken, auch wenn dabei die Markenidentität zum Teufel zu gehen droht) soll Berliner Kindl ab März 2006 in den Räumen der Schultheiss-Brauerei hergestellt werden. (Quellen: Website der Berliner Kindl AG, "Berliner Kindl: Brauerei in Neukölln vor dem Aus", in: Berliner Morgenpost vom 19. Dezemer 2004, "Zukunft der Brauerei-Beschäftigten ungewiß", in: Welt vom 23. August 2005).

Mindestlohn: auf ein Neues.

Die Linkspartei schreitet auf dem Weg zum gerechten Lohn voran und ändert ihre Forderung von 1.400 Euro brutto monatlich auf 1.000 Euro netto monatlich: "Linkspartei entschärft Streit um Mindestlohn", in: Financial Times Deutschland. Daraus ergibt sich ein Netto-Stundenlohn von 5,78 Euro.

Wie man einen Nettolohn gesetzgeberisch festlegen will, frage ich mich dann doch mal in meiner multiplen Persönlichkeit als Lohnbuchhalter. Man müßte bei den betroffenen Arbeitnehmern die Bruttolöhne differenzieren, um den selben Mindestnettolohn zu erreichen. Unterschiedliche Bruttolöhne halten jedoch bei gleicher Arbeit im selben Unternehmen einer Klage des Arbeitnehmers mit dem geringeren Bruttolohn auf gleiche Bezahlung nicht stand. Außerdem müsste man bei sich verändernden Abzügen (etwa Änderung des Familienstands, der Kinderanzahl, der Krankenkassenzugehörigkeit oder Änderungen der Beitragssätze zu den Sozialversicherungen) jedes Mal den Bruttolohn neu verhandeln oder festlegen, um wieder auf den Mindestnettolohn zu kommen. Aus diesem Grunde werden in Arbeitsverträgen regelmäßig Brutto- und nicht Nettolöhne vereinbart. Anders formuliert: diese Idee der SED/SED-PDS/PDS/Die Linkpartei ist ein Schmarrn.

Neue Features bei Google AdSense.

Google hat den Partnern seines Anzeigennetzwerks AdSense weitere Möglichkeiten zur Auswertung und Optimierung eröffnet. Siehe dazu: "Starke Änderungen bei Google AdSense" von Robert Basic.

So kann man sich anzeigen lassen, nach welchen Suchbegriffen die Nutzer am meisten gesucht haben. Der am meisten benutzten Suchbegriff bei Verwendung der Abseits.de-internen Suche ist z.B. "Gastronomie" gewesen. Die Verwendung von Suchwörter statt Suchwortkombinationen bringt jedoch bei Suchen in umfangreichen Beständen kaum gewünschte, spezifische Suchergebnisseiten. Im Falle einer Suche nach "Gastronomie" in Abseits.de werden z.B. 1.020 Webseiten von Abseits.de angezeigt.

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Montag, August 22, 2005

Trinkgeld - freiwillig oder nicht.

In Deutschland ist in den Preisen der Gastronomie der Lohn für den Service enthalten. Das Trinkgeld, das von den Gästen freiwillig gezahlt wird, ist ein Zubrot. In den USA sind die Service-Mitarbeiter hingegen vom Tip abhängig.

Thomas Keller, der Inhaber des extravaganten Restaurants "per se" im Time Warner Center in Manhattan, das in diesem Jahr zu den besten zehn Restaurants mit französischer Küche außerhalb Frankreichs gewählt worden ist, will ab kommenden Monat einen Tip in Höhe von 20% als "flat service fee" (pauschale Dienstleistungsgebühr) von allen Gästen verlangen und es nicht mehr den Gästen überlassen, ob sie ein Trinkgeld zahlen oder nicht. Man kann sich vorstellen, daß darüber eine engagierte Diskussion ausgebrochen ist. Doch lesen Sie selbst... "What, No Tip? Service Charge Faces Struggle at Restaurants" von Patrick McGeehan, in: New York Times vom 15. August 2005.

Mehr über das "per se" von diningfrance.com.

Angie.

Unzureichende Kenntnisse des deutschen Urheberrechts bzw. der Regelung der musikalischen Aufführungsrechte muß man einer Sprecherin der Rolling Stones ankreiden. Laut einer Meldung des Spiegels vom 22. August 2005 ("Stones wütend über 'Angie'") habe sie gesagt, die Rolling Stones seien überrascht, daß die CDU nicht um Erlaubnis gefragt habe, ob sie den Song "Angie" bei Wahlkampfauftritten spielen dürfe.

In Deutschland werden die Rechte zur Aufführung von Musik in der Öffentlichkeit von der GEMA pauschal vergeben, um zu vermeiden, daß man jeden Künstler bzw. Rechteinhaber einzeln fragen muß. Es wäre ein unmögliches Unterfangen, jeden Künstler einzeln um Erlaubnis bitten zu müssen, etwa wenn man in der Gastronomie den ganzen Tag über Musik abspielt.

Chat Noir.

Bonny Kang hat das Restaurant Chat Noir in Costa Mesa, Kalifornien, besucht, eines der sechs Restaurants von David Wilhelm's Culinary Adventures, der sich durch die Fähigkeit auszeichnet, innovative und beeindruckende Restaurantkonzepte zu kreieren. Bonny Kang hat eine Reihe von Fotos aus dem Chat Noir und von dort servierten Speisen aufgenommen und online gestellt.

Das "Chat Noir" ist ein hochpreisiges Bistro im Pariser Stil, entworfen im Stil traditioneller Brasserien und Bistros (siehe ein Foto des Gastraums). Angeboten werden Gerichte, wie sie traditionell in französischen Bistros serviert werden sowie beliebte amerikanische Speisen. Siehe z.B. Als Hintergrundmusik aber auch bei Live-Konzerten wird Jazz gespielt.

Das "Bistro" wurde nach den Befreiungskriegen 1812/13 "erfunden". Die Pariser Gastronomen boten den hungrigen Kosaken, die 1814 Paris besetzt hatten, geschäftstüchtig eine günstige kleine, schnelle Mahlzeit an. Das russische Wort "bystro" bedeutet schnell (vergleiche: Russian Culture Guide: Alexander I). Heute bezeichnet man damit in Frankreich ein einfaches, informelles und preiswertes Etablissement im Unterschied zu den gutbürgerlichen "Restaurants" und dem eleganten "Grand Restaurant".

Samstag, August 20, 2005

Aldi tritt der GEZ in den Hintern.

Das Gastgewerbe, insbesondere die Hotellerie, kämpft seit Jahren gegen die Abzockerei bei Rundfunk- und Fernsehgebühren. Obwohl zumindest die inländischen Gäste vermutlich fast alle bereits Gebühren für ihre häuslichen Geräte zahlen, müssen die Hoteliers für Rundfunk- und Fernsehgeräte, die in den Hotelzimmer stehen, noch einmal zahlen. Siehe dazu "Die Hotellerie sieht rot" von der DEHOGA.

Die Gier der GEZ geht sogar soweit, daß sie von Einzelhändlern, die Rundfunk- und Fernsehgeräte verkaufen, Gebühren verlangt. Aldi hat sich jetzt dagegen gewehrt und Recht bekommen: "Aldi muss keine Rundfunkgebühren zahlen", in: Handelsblatt vom 20. August 2005.

Ob das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz auch den Hoteliers neue Argumente liefert, bleibt bis zum Vorliegen der Urteilsbegründung abzuwarten. Zumindest stimmt das Argument des Gerichts, die Rundfunkgebühr sei keine bloße "Gerätebesitzabgabe", hoffnungsvoll, daß eine Gebühr nur dann zu zahlen ist, wenn die entsprechend ausgestatteten Zimmer vermietet sind.

Reservierungsausfälle.

Wenn jemand einen Tisch reserviert und dann nicht pünktlich erscheint, ist das schon ärgerlich. Meistens warten wir bis zu einer Viertelstunde und geben dann den Tisch frei.

Ich bin es jetzt leid und oute einen diese unverschämten Kerle. Für heute morgen hat ein gewisser Chad Kroski (ich hoffe, wir haben den Namen richtig notiert) einen Tisch für sich, Anna und Steve reservieren lassen und ist einfach nicht gekommen. Er hätte ja wenigstens anrufen können!
Foto ohne Chad Kroski
Das Foto beweist: Kein Chad Kroski!

Phlilippinische Speisen und Getraenke.

Frances Bean lebt in Manila, schießt bei ihren Restaurantbesuchen Fotos von Speisen und Getränken und stellt sie in ihrem Flickr Pool filipino food online, z.B. Fried Kesong Puti, eine moderne, philppinische Variante von fritierten Mozzarella-Bällchen, die zusammen mit Sauerrahm und einem scharfen Dip gereicht werden. Ein zweites Beispiel ist ein Green Mango Salad aus grünen Mangos, Zwiebeln, Tomaten und knusprigen Schweinefleischstückchen. Sie fotografiert auch das Innere von Restaurants, z.B. das "Sentro 1771" in Greenbelt 3, Ayala Center, Makati, ein modernes philippinisches Restaurant, das zu einer Gruppe von Restaurants gehört, die alle die Zahl 1771 in ihrem Namen tragen.

Die philippinische Küche wurde von den Malaysiern, Spaniern und Chinesen beeinflußt. Siehe auch "Essen und Trinken auf den Philippinen - Teil 2: Was es gibt", in: Reisen, Leben und Wandern auf den Philippinen.

Originale phlippinische Rezepte finden Sie in dem Kochbuch "Philippinische Küche: Original Kochrezpete von den philippinischen Inseln (Luzon, Bicol, Visayan, Mindanao und Panay u.v.a.)" von Nariman Zeitun, Mohamad N Asfahani, Christina Khenkhar, Marianne Wirth (Illustrator).

Kneipentouren.

Im letzten Monat haben wir die Kneipenliebhaber-Community RatePubs vorgestellt.

Hinzugekommen ist jetzt die Möglchkeit, Kneipentouren zu erstellen. Die erstellten Touren können von anderen Nutzern editiert werden, wobei man diese Möglichkeit allen öffnen kann oder nur Freunden.

Da erst wenige deutsche Kneipen erfasst sind, sind die Möglichkeiten, Touren zwischen deutschen Kneipen zu erstellen, begrenzt, es sei denn, man macht sich vorher die Arbeit, mehr deutsche Kneipen einzustellen.

Befreundete Gastronomen könnten sich zusammentun, ihre Objekte bei Ratepubs zu erfassen, eine gemeinsame Tour durch ihre Objekte zu erstellen, diese Tour auf ihren Websites zu verlinken und so auf einfache Art zu kooperieren.

Altvordere Internetuser werden sich erinnern, so ähnlich funktionieren Webringe. Sie haben an Bedeutung verloren, seitdem die Ergebnisse von Suchmaschinen besser geworden sind (seit Herbst 1998 mit der Einführung von Google).

Andrea Nahles: Gegen Boykott auslaendischer Waren.

Andrea Nahles, Altjugendliche der SPD, fordert in ihrem Blog "Von Herzen links":
"Für die Zukunft müssen wir auch noch mehr Handelsschranken beseitigen, um den Handel fair aufzustellen."
Sie gerät damit in Gegensatz zum Boykottaufruf gegen Waren aus China, Vietnam und der Türkei der grünen Bundesminsterin Renate Künast.

Die Gastronomie ist in besonderem Maße nicht nur auf den Import von Speisen, Getränken und Ausstattungsgegenständen aus der ganzen Welt nachgewiesen, sondern auch auf Arbeitserlaubnisse für ausländische Spezialitätenköche und Service-Mitarbeiter, z.B. für ethnische Konzepte. Die Sushi Factory in Hamburg holt z.B. japanische Köche ins Land, um sie für Sushi-Restaurants zu qualifizieren. Siehe dazu "Fließbandarbeit auf Expansionskurs", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 20. August 2005.

Google Froogle Alerts.

Wer sich über Online-Angebote bestimmter Produkte oder Produktgruppen informieren will, nutzt, statt einschlägiger Marktplätze und Online-Shops wie eBay, meines Erachtens besser übergreifende Verzeichnisse wie Google Froogle.

Leider kann man sich noch nicht per per Google Alerts über neue Angebote bei Froogle informieren lassen, sondern nur über neue Beiträge in Google News, in den Google Groups und im Internet. Ich werde einen solchen Service Google Froogle Alerts aber mal anregen.

Prokapitalistisch.

Achim Hecht aus Bischberg bei Bamberg, ein "hedonistischer, prokapitalistischer, atheistischer und libertärer Programmierer" und FDP-Mitglied betreibt seit Februar 2005 das Blog Antibuerokratieteam.de.

Wie man in die Google News kommt.

Wie kommt man mit seiner Pressemitteilung für ein Event wie den von uns organisierten Feierhof Geyerswörth im Rahmen der Bamberger Sandkerwa vom 25. bis 29. August 2005 in die Google News?

Der einfachste, schnellste und kostenlose Weg ist es, seine Pressemitteilung bei einem Dienst anzumelden, der offen ist für Pressemeldungen von Unternehmen und von Google News ausgewertet wird, z.B. Businessportal24.com oder OpenPr.de.

Suchen Sie bei Google News z.B. nach "Sandkerwa". Dort erfaßte Meldungen werden 30 Tage lang gespeichert und ausgegeben.

Aktualisierung vom 21. August 2005: Bernd Röthlingshöfer hat zwischenzeitlich beide Angebote ausprobiert und näher beleuchet: "Wie Sie in die Google News kommen". Bei meinem Test wurde die beim businessportal24.com eingereichte Pressemitteilung innerhalb weniger Stunden freigegeben.

Rauchverbot in Grossbritannien: Nur ein Drittel der Pubs betroffen.

"Smoking ban 'will help rich more'" von Nigel Hawkes, in: Times Online vom 20. August 2005.
"Now a team from Telford and Wrekin Primary Care Trust has looked in detail at pubs and clubs in the borough the trust serves. They report on bmj.com that there are 174 pubs in the borough, of which 75 (43 per cent) would be exempt. Using this as a model, they calculated that, countrywide, two thirds of pubs in deprived areas would be exempt, compared with only a quarter in affluent areas. When private members' clubs are included, four fifths of establishments in deprived areas would be exempt, compared with just two fifths in affluent areas."
Die von den Befürwortern eines Rauchverbots auch in Deutschland propagierte Vorstellung, in Großbritannien gelte ein generelles Rauchverbot in allen Gaststätten, ist nicht nur formal betrachtet falsch, denn Clubs und Gaststätten, in denen keine bzw. nur "kleine Speisen" serviert werden, sind davon nicht betroffen. In der untersuchten Region gilt das Rauchverbot tatsächlich nur in einem Drittel der Gaststätten. Wenn man die Clubs hinzu nimmt, sogar nur in vier von fünf Gaststätten.

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Freitag, August 19, 2005

Warte, warte noch ein Weilchen.

Wincor Nixdorf bietet auch Kassensysteme und Software-Lösungen für die Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung. Deshalb ist es interessant zu verfolgen, ob der Wartungsvertrag, den der ShopBlogger abgeschlossen hat, sein Geld wert ist, wenn Not am Mann ist und die Kasse nicht mehr funktioniert. Ob der Techniker heute noch kommt oder erst morgen am Samstag oder gar bis Montag auf sich warten läßt?

Donnerstag, August 18, 2005

Sofortprogramm.

Das "Handelsblatt" hat - angeblich - das Geheimnis des Sofortprogramms der nächsten Bundesregierung gelüftet: "Union plant radikale Reformen noch 2005".

Die demnach zum 1. Januar 2006 geplanten Änderungen sind meines Erachtens eher bescheiden:
  • Die Altersteilzeit soll abgeschafft werden. Sie spielt im Gastgewerbe keine Rolle.
  • Zur Feststellung der Zahl der freigestellten Betriebsräte sollen Teilzeitbeschäftigte nur noch entsprechend ihrer Arbeitszeit gerechnet werden. Angesichts des viel weitergehenden Reformbedarfs beim Betriebsverfassungsgesetz ist diese geplante Änderung sehr ängstlich.
  • Befristete Arbeitsverträge sollen wiederholt geschlossen werden können. Befristete Arbeitsverträge sind für das Gastgewerbe nur nützlich, wenn der Zeitraum des Bedarfs absehbar ist, z.B. bei Saisonarbeitskräften.
  • Ein Anspruch auf Teilzeitarbeit soll nur noch für Beschäftigte mit Kindern oder Pflegebedürftigen gelten. Auch bei diesen Beschäftigten ist es völlig unangemessen, daß Arbeitnehmer einseitig den Inhalt des Arbeitsvertrages ändern dürfen.
  • In Betrieben mit bis zu 20 Beschäftigten soll der Kündigungsschutz ausgesetzt werden. In allen anderen Betrieben soll er für neu eingestellte Arbeitnehmer erst nach zwei Jahren gelten. 20 Beschäftgte sind auch von inhabergeführten Betrieben schnell erreicht.
  • Arbeitnehmer sollen künftig bei Abschluss eines Arbeitsvertrages auf Kündigungsschutzklagen verzichten können und im Gegenzug mit ihrem Arbeitgeber eine gesetzlich definierte Abfindung vereinbaren. Damit wird eher ein neues Recht für Arbeitnehmer geschaffen, denn einen gesetzlichen Anspruch auf Abfindung gibt es bisher nicht. Diesen Unsinn haben die Arbeitsgerichte verzapft. Diese Änderung kommt die Arbeitgeber teuer.
  • Die Ich-AG und die Personal-Service-Agenturen sollen abgeschafft werden. Ich-AGs spielen für die stationäre Gastronomie ohnehin keine Rolle.
  • Existenzgründer sollen kurzfristig von Statistikpflichten befreit werden. Das nimmt leider nur den Druck zur Abschaffung von Datenmüll für alle anderen Unternehmen. Besser wäre es, die Daten erhebenden Stellen zu verpflichten, die wirklichen Kosten, die den Unternehmen entstehen, zu erstatten.
  • Für kleinere Unternehmen entfallen Buchführungspflichten. Das will ich erstmal sehen. Wie will man, wenn Unternehmen nicht mehr zur Buchführung verpflichtet werden, feststellen, daß es sich nicht mehr um ein kleines Unternehmen handelt?
  • Das Verbandsklagerecht bei Planfestellungsverfahren soll abgeschafft werden.

Zwischenmahlzeiten.

In einigen Schweizer Gaststätten gibt es "Zvierikarten". Zvieri sind vergleichbar mit dem, was man in Bayern "Brotzeit" nennt, eine Zwischenmahlzeit zwischen Mittag- und Abendessen, vielleicht gegen 16 Uhr. Vormittags heißt so was in der Schweiz Znüni, also eine Art zweites Frühstück; der Begriff ist abgeleitet von der Zahl neun. Das waren noch harte Zeiten, also man um 9 Uhr zum zweiten Mal gefrühstückt hat. In Österreich sagt man Jause/Brettljause oder Marende (in Südtirol) statt Zvieri.

Mein Tipp: Stöbern Sie doch mal in den Angeboten von Schweizer, österreichischen und bayerischen Gaststätten, was man als Zwischenmahlzeit anbieten kann und bieten sie ihren Gästen mal ein Zvieri, Znüni, eine Brotzeit, eine Brettljause oder Marende an. Sowas schmeckt auch woanders. Ein Beispiel ist die Zvierikarte des Restaurants Bären in Augst.

Geburtstagskuchen aus Porzellan.

Können Kinderaugen leuchtender strahlen als angesichts einer Geburtstagstorte? Mit dem Alter werden die Kerzen zahlreicher und man traut sich nicht mehr eine entsprechend große Geburtstagstorte anzuschneiden. Wohin nur mit dem vielen Kuchen? Kein Wunder, wenn in der Gastronomie Geburtstagstorten kaum noch serviert werden können.

Das Restaurant Muggenbühl in Zürich Schweiz hat eine Lösung gefunden - den Porzellan-Geburtstagskuchen, eine Kuchenattrappe aus Porzellan, die man mit brennenden Kerzen servieren kann. Die Gäste bestellen sich dazu soviel Kuchenstücke wie sie wollen, ohne Angst haben zu müssen, den Rest einpacken oder wegwerfen zu müssen.

Rund um diesen USP hat man weitere Geburtstagsprodukte gepackt: frische Blumen, ein Geburtstags-Menu und eine Auswahl von Last-Minute-Geschenken.

Werner Neuwirth.

Gourmet Express wurde 1996 von Werner Neuwirth in Graz gegründet. Mit einem Schwerpunkt auf Geflügel, Salate und gebackene Spezialitäten werden leichte, gesunde Speisen in einem Schnellrestaurant, einem Verkaufsshops für Selbstabholer (Take Away), einem Partyservice mit dem Schwerpunkt Fingerfood und per Lieferservice verkauft. Der Lieferservice zeichnet sich durch ein gehobenes Preisniveau und einen höherwertigen Auftritt aus (Autos, Mitarbeiter,Werbung, etc.). 1998 wurde das Unternehmen unter die Top 100 der Jungunternehmen Österreichs gewählt. Mittlerweile werden Franchises vergeben.

Werner Neuwirth bietet zudem Beratung und andere Dienstleistugen unter Gastronomie-Coach.at an.

Irre Fuehrung.

Um Peter Kirchhoff, den Bundesfinanzminister in spe, fertig zu machen, bezichtigte ihn ein Sprecher des noch amtierenden Bundesfinanzministers Hans Eichel der Irreführung der Öffentlichkeit und behauptete, bereits seit Anfang des Jahres bestehe für Unternehmen die Pflicht zur rein elektronischen Anmeldung der Lohnsteuer ("Eichel bezichtigt Kirchhof der Irreführung", in: Financial Times Deutschland vom 19. August 2005).

Eine solche Pflicht existiert jedoch nach einer Entscheidung der Finanzbehörden Nordrhein-Westfalens nicht. Das Bundesfinanzministerium hat eine dafür notwendige Änderung der Abgabenordnung verpennt. Siehe dazu unseren Beitrag vom April 2005: "Die Elster ist tot".

hogast-Internet-Award 2005 ausgeschrieben.

Aktuelle Zahlen bestätigen die weiterhin sprunghaft wachsende Bedeutung des Internet für die Tourismusbranche. Der gekonnte Auftritt im Web wird dabei zusehends zum Auslastungsgaranten. Eigentlich sollte der ökonomische Erfolg Lohn genug sein. Doch um die innovativsten Betriebe zusätzlich in die Auslage zu stellen, veranstaltet Österreichs führende Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastronomie bereits zum fünften Mal den hogast-Internet-Award. Wie in den Vorjahren, so darf auch 2005 mit einer neuerlichen Rekordbeteiligung an der Prämierung des besten Internet-Auftritts unter den Hotel- und Gastronomiebetrieben gerechnet werden.

Bis 21. September haben Gastronomen und Hoteliers aus Österreich, Bayern und Südtirol Zeit, ihre Homepage unter www.hogast.at - Internet-Award-2005 einzureichen. Eine dreiköpfige Fachjury wird dann nach einem objektiven Kriterienkatalog die Auftritte im globalen Netz bewerten. Zusätzlich kann jeder über www.hogast.at ab Anfang September nach einem Notensystem seine Favoriten küren. Das Ergebnis der Publikumsabstimmung wird in die Gesamtauswertung einbezogen. Die drei Sieger werden am 11. Oktober 2005 im Rahmen des spektakulären Festes "30 Jahre hogast" geehrt.

Im letzten Jahr haben 396 Unternehmen mit ihren Websites teilgenommen. Die Sieger:
  1. www.chesa-monte.at. Das siegreiche 26-Zimmer-Hotel im Tiroler Fiss beweist, dass nicht nur die "Großen" via Internet punkten können. Der Auftritt verbindet klare Optik optimal mit eine Fülle von Funktionen und den Tiscover-Buchungsmöglichkeiten im Hintergrund.
  2. www.rogner.com. Man werde den Award stolz zu den vielen anderen Preisen, welche die Hundertwassertherme Bad Blumau in den vergangen Jahren erhalten habe, reihen. Das bekundete die Rogner-Marketingchefin Doria Pfob in Salzburg.
  3. www.hotel-alpina.com Fast ein wenig peinlich war es hogast-Obmann Jakob Platzer, dass sein eigenes Hotel DeLuxe Alpina Obergurgl auf Rang 3 des Internet-Awards landete.

Das Arbeitsamt droht mit Spam-Anrufen.

Laut einer Meldung der Netzeitung vom 19. August 2005 will die Bundesagentur für Arbeit Arbeitgeber mit Anrufen belästigen, um herauszufinden, wie wenig sie mit ihren Leistungen zufrieden sind: "BA will Zufriedenheit ihrer Kundschaft prüfen".

Ein solcher Anruf käme mir gerade recht. Ich bin gerade in Fahrt und habe die dritte Call-Center-Tussie, die mir heute irgendwelche Telekommunikatins-Produkte aufschwatzen wollte, wirklich böse angefahren.

Gelinde gesagt, habe ich auch keinen Bock, vom Arbeitsamt als "Kunde" bezeichnet zu werden. Nur, weil ich Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abführen muß, bin ich noch lange kein "Kunde" von denen. Sonst müßte man auch einen Delinquenten, der zur Hinrichtung geschleift wird, als "Kunden" des Henkers bezeichnen.

Die Bundesagentur für Arbeit glaubt hinzufügen zu müssen, die Teilnahme an der Befragung sei freiwillig. Es wäre ja noch schöner, wenn man einer telefonischen Kundenbefragung teilnehmen müßte.

Mittwoch, August 17, 2005

Pils ist mit Abstand die meistgetrunkene Biersorte.

Pils ist die mit Abstand meistgetrunkene Biersorte: Rund 60 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren trinken Pils, knapp ein Drittel davon sogar mindestens ein Mal pro Woche. Auch Bier-Mixprodukte sowie Schwarzbiere und milde Biere sind bei den Verbrauchern sehr beliebt.

Insgesamt trinken sechs Millionen Deutsche mindestens ein Mal im Monat eine solche Bierspezialität, 17 Millionen probieren gern mal neue Marken oder Sorten aus.

Beim Biergenuss steht für einen Großteil der Bevölkerung auch weiterhin die Qualität des Getränks im Vordergrund: Rund 52 Millionen Deutsche (82 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass das Reinheitsgebot für Bier in Deutschland unbedingt erhalten bleiben sollte, auch wenn Bier dadurch teurer werde. Das sind Ergebnisse der repräsentativen Studie stern TrendProfile zum Thema "Bier", bei der 2.000 Personen ab 14 Jahren befragt wurden.

Außerdem zeigt die Studie, dass sich Brauereien mit neuen Produkten wie zum Beispiel Bier-Mixgetränken neue Zielgruppen erschließen konnten. Mit einem Anteil von 40 Prozent stehen Bierspezialitäten bei weiblichen Konsumenten besonders hoch im Kurs. Auch die jüngeren Konsumenten bevorzugen verstärkt Bier-Mixprodukte sowie milde Biere wie z.B. Beck´s Gold. Das Durchschnittsalter der Verbraucher, die Bierspezialitäten favorisieren, liegt bei knapp über 40 Jahren (Gesamtbevölkerung über 47 Jahre).

Die bekannteste deutsche Bier-Marke ist der Studie zufolge Beck´s: Rund 54 Millionen Personen (85,3 Prozent) geben an, die Marke mit der grünen Flasche zu kennen. Warsteiner ist bei 84,6 Prozent der Deutschen bekannt ? damit steht die Premium-Marke auf Platz 2. Knapp dahinter folgt Krombacher mit einer Bekanntheit von 84 Prozent.

Trotz hoher Werbeaufwendungen für TV-Spots bleiben die jungen Marken der Bier-Mixgetränke bei Bekanntheitswerten unter 20 Prozent.

Auch nach der Sympathie wurden die Verbraucher gefragt. Sympathischste Marke ist demnach Warsteiner (30,1 Prozent), die mit rund 14 Millionen Konsumenten auch die meistgetrunkene Biermarke ist. Krombacher finden 23,2 Prozent der deutschen Bevölkerung sympathisch, Bitburger folgt mit 21,6 Prozent.

Die stern-Studie TrendProfile "Bier" steht unter www.trendprofile.stern.de im Internet zum Download bereit und kann unter anzeigen@stern.de kostenlos bestellt werden.(Quelle: Pressemitteilung der Gruner + Jahr AG & Co KG).

Gastronomen sollten sich die angegebene Studie TrendProfile "Bier" unbedingt vollständig herunterladen und auswerten. Man findet darin vielfältige Informationen zur Auswahl von Biermarken und zur Gestaltung eines Bierangebots. Wußten Sie z.B.
  • daß 27% aller Deutschen gerne mal eine neue Sorte Bier ausprobiern?
  • daß für 16% aller Deutschen bei der Wahl eines Restaurants/Lokals eine Rolle spielt, welches Bier dort ausgeschenkt wird?
  • 49% aller Deutschen ein Bier aus der Region, in der sie wohnen, bevorzugen?
  • Deutsche mit höherem Einkommen besonders gerne zu alkoholfreiem Bier und zu Bockbier greifen?.
  • Wie bekannt bestimmte Biermarken sind und wie gut ihr Image ist?
  • 10% häufig Bier zum Essen in einer Gaststätte trinken und 30% gelegentlich, 37% nie und 23% selten.
  • 9,4% aller Deutschen Konsumenten von Bierspezialitäten sind.
Siehe dazu auch meinen Artikel: "Entscheidungskriterien bei der Auswahl zu listender Biere".

Grosse Tische, Teil II.

Vor kurzem hatte ich über große Tische in der Gastronomie geschrieben: "Community Table". Heute wurde ich aufmerksam gemacht auf die "La Bottega Italiana" in Bremen, wo große Tische als Teil des USP hervorgehoben werden:
"Wenn Sie offen für Überraschungen sind, dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Wir haben keine geschriebene Karte, sondern täglich frische und wechselnde Nudel-, Fisch- und Fleischgerichte. Pizza gibt es bei uns nicht. Unsere Speisekarte tragen wir Ihnen persönlich vor. Vorspeisen können Sie sich an unserem reichhaltigen Buffet selbst wählen und am Tresen auswiegen lassen. Gegessen wird an großen Tischen mit Plastikdecken, an die man sich zu anderen Gästen dazusetzt (von mir hervorgehoben). Die Weinflasche kommt direkt auf den Tisch, bezahlt wird nur was getrunken wurde."
Große Tische ist hier zurecht ein Sinnbild für Kommunikation, für Menschen Kennenlernen, Miteinanderreden.

Über die Haptik von Plastikdecken kann man streiten. Ich stehe persönlich eher auf blanke Vollholzplatten von Ahorn, so dick, daß man sie hundert Jahre mit Sand scheuern oder alle paar Jahre abschleifen kann, ohne daß sie erkennbar dünner werden. Aber zum Konzept passen einfache Tischdecken meines Erachtens vorzüglich. Sowas gibt es ja sogar im angesagten Café Hiro in Kalifornien.

Waffengleichheit im Haeuserkampf, Teil II.

Heute macht der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz Schlagzeilen: "CDU: Beschäftigte sollen Betriebsrat zahlen", in: netzeitung vom 17. August 2005.

Dieser Vorschlag kommt mir bekannt vor: "Waffengleichheit im Häuserkampf" vom 11. Juni 2005.

Bio-Weine in hoher Qualitaet, fair gehandelt zu stabilen Preisen:

Bio-Wein ist auf dem Vormarsch. Die Weinregale im Bio-Handel wachsen. Aber auch der herkömmliche Lebensmittelhandel öffnet sich für das Thema. Und bei den Erzeugern von Top-Gewächsen gewinnt der Bio-Anbau zunehmend Akzeptanz. Tendenzen und Trends, die ihren Ausgangspunkt zunehmend auf der BioFach, der größten Bio-Weinfachmesse der Welt, nehmen. Auf der BioFach 2006 vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg sind auch ca. 250 Anbieter von Wein, Sekt und Champagner mit dabei. Sie kommen natürlich aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich und Spanien, aber u. a. auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Nicht nur die bekannten Provenienzen warten mit einem umfangreichem Angebot auf, sondern ebenso kleinere, weniger bekannte Anbaugebiete. Außerdem werden in der Weinhalle 8 sogenannte Beisortimente für Weinhändler präsentiert. Das sind beispielsweise Accessoires wie Gläser, Karaffen. Und auch Großhändler, Weinbau- und Weinhandelsverbände sind mit ihren Winzern und weiteren Ansprechpartnern unmittelbar vor Ort.

Der Internationale Weinpreis der BioFach 2006 wird öffentlich ausgeschrieben, so dass sich jeder Bio-Winzer beteiligen kann. Vergangenes Jahr stellten sich 461 ökologisch erzeugte Weine aus aller Welt den hochsensiblen Sinnesorganen der Degustatoren. Diese zeigten sich überaus zufrieden und vergaben 26 Mal Gold, 35 Mal Silber und sprachen 67 Empfehlungen aus. Zum achten Mal werden auf der BioFach - im Rahmen des offiziellen Rundgangs der Ehrengäste unmittelbar nach der Messeeröffnung - internationale Spitzenweine aus ökologischem Anbau in den Kategorien Weiß-, Rot-, Rosé-, Schaum- und Dessertwein prämiert. Weitere überdurchschnittliche Weine sind in einer Empfehlungsliste besonders hervorgehoben. Der Ehrung auf der Messe geht auch diesmal Ende November/Anfang Dezember 2005 eine öffentliche Degustation durch international anerkannte Juroren voraus. Selbstverständlich werden sämtliche Siegerweine in geführten Degustationen auf der Messe vorgestellt.

Aufbruchsignale: Qualität und Öffnung für den Markt

Starke Impulse für den Bio-Weinbau kommen von der Qualitätsspitze. Immer mehr renommierte Weingüter orientieren sich an der umweltfreundlichen Produktionsweise. Im deutschen Elite-Weinclub VDP (Verband der deutschen Prädikatsweingüter) arbeiten bereits 10 % der Mitgliedsbetriebe nach Bio-Richtlinien. Tendenz steigend. Zur Zeit stellen drei Spitzenbetriebe aus dem Rheingau und der Pfalz auf kontrollierten Anbau um.

Längst sind Bio-Wein-Erzeuger keine Exoten mehr. Die Arbeit mit natürlichen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie der Verzicht auf Herbizide wird auch von den konventionellen Produzenten als ein Weg zu hoher Qualität anerkannt und teilweise übernommen.

Qualitätssteigerung durch Biodynamik

Auf internationaler Ebene finden die Veranstaltungen der ?Vignerons d?Exception" (Ausnahmewinzer) große Beachtung. Gegründet wurde dieser lose Zusammenschluss von Loire-Winzer Nicolas Joly, dem Philosophen des biodynamischen Weinbaus. Sein Credo ist die Steigerung des Terroir-, also des Herkunftscharakters der Weine durch die Methoden der Biodynamik. Diese arbeitet neben den natürlichen Verfahren bei Düngung und Pflanzenschutz auch mit speziellen Präparaten zur Stärkung der Pflanzen und berücksichtigt Planetenkräfte. Weltweit ist heute die Biodynamik bei Top-Betrieben im Kommen.

In einer Zeit, in der die Weine der Welt durch die Vereinheitlichung der Kellertechnik immer ähnlicher werden, findet das Terroir-Argument natürlich großen Widerhall. Zu den ?Vignerons d?Exception" zählen inzwischen Bio-Erzeuger aus Europa, Amerika und Australien. Auch die Präsentationen finden rund um den Globus statt. Die geballte Präsenz von Top-Betrieben aus aller Welt trägt erheblich zur Imagesteigerung des Bio-Weins bei.

Bio-Weinbau: Italien liegt vorn, Spanien und Frankreich holen auf

An der Spitze der Bio-Wein-Statistik liegt Italien mit ca. 30.000 Hektar Rebfläche. Jeweils etwa halb so viel entfällt auf Frankreich und Spanien, wo es in den letzten Jahren große Zuwächse gab. Knapp 2.000 Hektar Reben werden in Deutschland biologisch bewirtschaftet.

In den Überseeländern nimmt der Bio-Weinbau rasant zu: Führend ist hier Kalifornien mit etwa 3.000 Hektar. Der Shooting-Star am Bio-Wein-Himmel ist aber derzeit Chile. Einige renommierte Erzeuger stellen große Teilflächen um. Sie werden schon bald zu den größten Bio-Wein-Erzeugern der Welt gehören. Auch in Australien und Argentinien gibt es bedeutende Bio-Rebflächen. Sichtbares Zeichen dieser Entwicklung ist die von Jahr zu Jahr wachsende Präsenz der Weinerzeuger aus Übersee auf der BioFach. Der europäische Markt ist für sie von größter Bedeutung.

Fair Trade jetzt auch bei Bio-Weinen

Parallel zu dieser Entwicklung werden Weine aus Übersee im Bio-Handel allmählich hoffähig. Pionierarbeit leisteten hierbei die Weine aus Kalifornien, die sich aber auf das Hochpreis-Segment beschränkten. Jetzt machen aber immer mehr preisgünstige Bio-Weine aus Chile, Argentinien und Südafrika von sich reden.

Die erfolgreiche Verbindung von Bio- und Fair Trade-Zertifikaten hält nun auch beim Wein Einzug. Die wegen der langen Transportwege noch bestehenden Vorbehalte gegenüber Weinen aus Übersee werden mit dem Fair Trade-Siegel deutlich geringer. Ein südafrikanischer Bio-Wein-Erzeuger hat die Fair Trade-Anerkennung bereits erhalten, eine argentinische Kleinbauern-Kooperative steht kurz davor.

Wein profitiert vom Bio-Boom

Starke Impulse kommen derzeit auch von der Nachfrageseite. Der weltweite Bio-Umsatz wuchs im Jahr 2004 nach Schätzungen des Londoner Marketing- und Beratungsunternehmens Organic Monitor um rund 6 % auf etwa 26,5 Mrd. US $ (das entspricht ca. 21,7 Mrd. EUR). Allein in Deutschland legte der Bio-Umsatz letztes Jahr sogar um 13 % auf 3,5 Mrd. EUR zu (ZMP, Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle für Erzeugnisse der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft), was auch den Bio-Wein-Absatz kräftig anschob. Der Trend zu Bio-Supermärkten hält an, das forciert ebenfalls die Nachfrage nach Bio-Wein. Denn in Märkten mit 500 bis1.000 m2 Ladenfläche wird ein breites Sortiment von 100 bis 200 Weinen angeboten. Der Umsatzanteil von Wein liegt dort bei 2 bis 5 %. Zudem sind ?alternative" Ausstattungen beim Wein passé. Immer mehr Bio-Weine erscheinen in elegantem Gewand. So erkennt der Verbraucher leichter die besondere Wertigkeit des Produkts und akzeptiert eher den etwas höheren Preis.

Vielfalt des Angebots und stabile Preise

Der internationale Weinmarkt ist in den letzten Jahren durch Überproduktion gekennzeichnet. Starker Druck auf die Preise ist die Folge. Für manche Erzeuger war die Umstellung auf Bio-Anbau ein Weg, diesem Druck zu entkommen. Die großen Umstellungen vor allem in Südeuropa und neuerdings auch in den Überseeländern haben jedoch die Gewichte verschoben. Heute kann jeder Einkäufer zwischen vielen Angeboten wählen. Nun wächst auch auf dem Bio-Weinmarkt der Preisdruck. Erfreulich ist das vor allem für den Verbraucher. Denn er stellt fest, dass die Preise stabil bleiben, teilweise sogar sinken. Der Abstand zu den konventionellen Weinpreisen wird immer geringer. Bei hochwertigen Qualitäten geht er sogar gegen Null.

Diskrete Bio-Kennzeichnung beim Wein

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist schon lange auf dem Bio-Markt aktiv. Die großen Ketten arbeiten erfolgreich mit eigenen Bio-Labels. Nur beim Wein hielten sie sich bisher auffällig zurück. Doch mehren sich jetzt die Versuche, auch auf diesem Markt zu punkten. Die meisten Firmen arbeiten hier aber nicht mit ihren Bio-Labels. Vielmehr stellen sie die regionale Herkunft der Weine in den Vordergrund. Denn der biologische Anbau wird gerade beim Wein als Zusatznutzen gesehen, quasi als Tüpfelchen auf dem i nach den Faktoren Geschmack und Outfit.

Den besten Überblick über den internationalen Bio-Weinmarkt bietet die BioFach vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg, die auch 2006 ihrem hervorragenden Ruf als größte Bio-Weinfachmesse der Welt gerecht wird. Insgesamt erwartet die Weltleitmesse für Bio-Produkte gut 2.000 Aussteller und 33.000 Besucher. (Quelle: Pressemitteilung der NürnbergMesse).

Dienstag, August 16, 2005

Im Pulverfass.

Über ein ungewöhnlichen Preissystem des Hamburger Cabarets "Pulverfass", bei dem das erste Getränk mehr kostet als die folgenden, philosophiert Thorsten Sommer: "Preise richtig angeben und richtig lesen können", in: Speisekarten-Seite.de.

Es handelt sich im Grunde um eine Variante von "Gedeck", einer Gebühr für einen Platz, der in anderen Ländern eher akzeptiert wird als in Deutschland und manchmal kaschiert wird durch ein paar Stückchen Brot oder einen Begrüßungsdrink.

Im Prager Café Europa am Wenzelsplatz wurde Anfang der 90er Jahre Eintritt "für die Musik" verlangt, einen Klavierspieler, der spielte oder auch nicht. Tatsächlich wollte man verhindern, daß die Gäste gestört werden durch Touristenhorden, die sich das Jugendstil-Gebäude im Innern anschauen wollten. Außerdem hat man mit der Eintrittsgebühr von umgerechnet 0,50 DM solche Tschechen rausgehalten, die sich damals die an westlichem Niveau orientierten, hohen Preise ohnehin nicht hätte leisten können. Prostituierte beiderlei Geschlechts gab es trotzdem zuhauf; die buchten das wohl unter Betriebskosten. Nachteile dieser Lösung sind die Personalkosten für die Kasse und daß Besucher abgeschreckt werden, die andernfalls eventuell unaufmerksam ein erstes, teures Getränk bestellen würden.

Mehr über "Erlösquellen und Preispolitik im Gastgewerbe" in einem älteren Artikel von mir.

Montag, August 15, 2005

Community Table.

Viele Existenzgründer in der Gastronomie machen sich zu wenig Gedanken über die Frage der Größe ihrer Tische, der Beschaffenheit der Oberfläche, ihrer Form, ihrer Tiefe und für wieviele Personen sie geeignet sein sollen. Bei der Frage der Anzahl der Sitzplätze an den Tischen sollten auch regionale Unterschiede in die Überlegungen einfließen. So ist man in Süddeutschland meist gerne, zumindest eher als im steifen Norden, bereit, fremde Menschen an den eigenen Tisch zu lassen. Große Tische für 8, 12 oder noch mehr Personen werden also nicht von Singles oder Pärchen blockiert, sondern später eintreffende Gäste setzen sich einfach dazu und rücken zusammen. Natürlich fragen Sie vorher rethorisch an, ob es erlaubt ist (auf den Tisch klopfen genuegt auch). Das ist nicht nur gut für die zwischenmenschliche Kommunikation sondern erfreut auch den Wirt. Der kann ja nicht zufrieden sein, wenn zwar an allen Tischen jemand sitzt, aber nicht alle Stühle besetzt sind. Und Alternativlösungen wie sind nicht überall machbar.

Das N.Y.C. in Frankfurt am Main, also im Niemandsland des Weißwurstäquators, hat aus der Not mit großen Tischen eine Tugend gemacht. Es gibt dort einen "Community Table". Dort finden bis zu 15 Leute Platz und in der Regel einen Gesprächspartner dazu. Bei uns würde man nicht so denglisch von "Community Table" daher plappern, sondern sowas schlicht einen Stammtisch nennen.

Fast Food.

Das N.Y.C. in Frankfurt am Main wettet in seiner Mittagskarte für August 2005 (PDF), daß man zwei Gerichte seines "Express Lunch"-Angebots innerhalb von 12,5 Minuten serviert bekommt. Wenn nicht, gibt es das Essen gratis und dazu noch einen kostenlosen Espresso.

N.Y.C. Bar & Restaurant in Essen.

Mit der Kooperation von Frank Buchheister, Pierre Nierhaus und Kerstin Schwan entsteht eine neue Gastro-Achse. Die drei erfolgreichen Gastronomen planen noch für dieses Jahr die Eröffnung eines "N.Y.C. Bar & Restaurant" am Standort Essen. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Pierre Nierhaus, der das N.Y.C. konzipierte und zu Frankfurts Nummer 1 unter den amerikanischen Restaurants machte, und Frank Buchheister, Inhaber der Marke "Road Stop", der mit mehreren Betrieben in Nordrhein-Westfalen vertreten ist. Pierre Nierhaus zeichnet für das Konzept, Frank Buchheister für die operative Leitung und im Voreröffnungsstadium für die bauliche Gestaltung verantwortlich. Neben seiner Erfahrung auf dem lokalen Markt bringt Buchheister mit Gregor Gerlings eine Road Stop-Führungskraft als Geschäftsführer in die neue Location ein. Die Initiative zum Zusammenschluss des neuen Gastronomen-Trios ging maßgeblich von der Düsseldorfer Gastronomin Kerstin Schwan (Olives, "Cafe Schwan") aus, die ihre Kompetenz in einem weiteren möglichen Zukunftsmarkt der Marke N.Y.C. beisteuert.

Im Juli unternahmen die Partner zusammen mit Betriebsleiter Gerlings eine Tour nach New York, um unter der Führung von New York-Experte Nierhaus aktuelle Eindrücke und Inspiration zu tanken. Pierre Nierhaus:
"Die urbane Atmosphäre der Stadt prägt auch den Geist unseres Restaurantkonzeptes: absolut modern und dabei zeitlos. Nach Essen transferieren wir unser erprobtes Ganztageskonzept mit dem Besten was die New Yorker Küche an Klassikern und Ethno-Food zu bieten hat".
Das Objekt in Essen ist bereits gepachtet, es wird mit über 200 Plätzen im Innen- und Außenbereich über mehr als doppelt soviel Fläche wie das Frankfurter Original verfügen, so Frank Buchheister. Über die genaue Lage verriet er soviel: Eine Toplage in der stark frequentierten Alfredstraße, in direkter Nähe zur Einkaufs- und Gastromeile Rüttenscheider Straße. Das Interieurdesign übernimmt die Innenarchitektin Dena Rawle, die bereits das N.Y.C. in Frankfurt am Main gestaltete. (Quelle: Pressemitteilung von Pierre Nierhaus Consulting GmbH).

Schwarzarbeit.

Im Weblog der Schweizer Unternehmensberatung für Öffentlichkeitsarbeit Klaus J. Stöhlker AG wird auch über die Gastronomie hergezogen:
"Wenn es um Schwarzarbeit und Immigration geht, fallen immer wieder die gleichen Branchen auf:
  • Die Zeitarbeitsfirmen, darunter auch Adecco, sind die Haupteinschleuser ausländischer Billigarbeiter.
  • Sie entziehen sich ihrer direkten Verantwortung, indem sie kritische Aufträge an Unterakkordanten abgeben, die dann für das 'Fehlverhalten' verantwortlich sind.
  • Das Reinigungsgewerbe geht mit Schwarzarbeitern am brutalsten um, indem es am schlechtesten zahlt und oft Halbsklaverei betreibt.
  • In der Baubranche sind Schwarzarbeiter und Immigranten die sichersten Garanten dafür, dass die Personalkosten tief bleiben.
  • In der Gastronomie, der Landwirtschaft und vielen Bauzulieferbetrieben sieht es keine Spur besser aus."
Ich frage mich bei Aussagen über die Schwarzarbeit immer, woher die Autoren eigentlich ihre Fakten her haben über Verhältnisse, die sich ihrer Natur nach Beobachtungen, Auswertungen und Statistiken weitestgehend entziehen.

Wenn mir im persönlichen Gespräch jemand sagt, in der Gastronomie würde schwarz gearbeitet, pflege ich ihn zu entgegen, er möge doch bitte aufhören, Beihilfe zu leisten und Anzeige erstatten, falls er etwas Konkretes weiß, und ansonsten schweigen.

Von Genossen und anderen Konservativen.

In der Tageszeitung vom 13. August 2005 wettert der zwanghaft lustige Dieter Grönling gegen Blogs: "Ich blogge, also bin ich" (via law blog).

Gleichzeitig stellt die Berliner Morgenpost im Rahmen ihres Projekts "Schüler machen Zeitung" ein Weblog: "School's out" vor. Darüber können Schüler mit der Redaktion und anderen Teilnehmern des Projekts Kontakt aufnehmen. Im Weblog informiert die Redaktion schnell über neue und zusätzliche Projekt-Angebote, Pressekonferenzen für Nachwuchs-Journalisten beispielsweise oder Diskussionen mit Musikern: "Auf die Plätze, fertig, bloggen!".

Vielleicht sollte man sich, statt dem 68er-Feeling zu fröhnen und Genosse bei der TAZ zu werden, besser Aktien der Axel Springer AG kaufen. Ein Unternehmen, das sich das Kindermädchen unter die Nägel gerissen hat, ist ja fast schon ein revolutionäres Projekt oder in den Worten der "Zeit": ein Märchen vom Aschenputtel. Lesen Sie die Biographie von Friede Riewerts alias "Friede Springer".

Sonntag, August 14, 2005

Hotel-Blog: Mercure Hotel Ratingen.

Im Juli dieses hatte ich den nach meiner Kenntnis ersten Hotel-Blog vorgestellt - in spanischer Sprache. Im selben Monat ist auch ein deutschsprachiger Mercure Hotel Blog aus Ratingen online gegangen. Es handelt sich um ein 3-Sterne-Haus mit 118 Zimmern. Mercure ist eine der vielen Marke des Konzerns Accor.

Der erste Eintrag lautet:
"Ich glaube ich habe gerade den ersten Mercure Blog der deutschen Geschichte eröffnet. Euch erwartet hier alles zum Thema Mercure Hotel Ratingen, die Gäste, die Mitarbeiter und deren lustigen Lach und Sachgeschichten."
Es handelt sich offensichtlich um einen mehr oder weniger privaten Blog des 34jährigen Hoteldirektors Marcus Leichtl, der nicht auf einem Server der Mercure Hotels gehostet wird, sondern auf einem kostenlosen Webspace von Blog.de.

Al-Deir Cafe.

Fotos vom Café im Kloster Al-Deir in Petra in Jordanien, aufgenommen von Ti.mo.

Café Hiro.

Bonny Kang hat zum wiederholten Male das "Café Hiro" in Cypress in Kalifornien besucht, ein vier Jahre altes Restaurant mit einer offenen Küche und einem italienisch-japanisch-französisch-amerikanischem Fusion-Angebot, und dort mittlerweile 38 Fotos geschossen. Die Decke des Restaurants ist himmelblau mit kleinen, weißen Wolken gestrichen. Die Wände sind mit Fotos von Surfern und dem Ozean dekoriert und farbenfroh bemalt, die Tische mit Tischdecken mit blau-weißen und rot-weißen Karos eingedeckt.

Ein interessantes Détail sind gefrostete Gläser mit Bier und Wasser, was sich auch bei einigen deutschen Fernsehbieren emfiehlt, damit die Geschmacksnerven geschont werden.

Unter der Vielzahl der von Bonny Kang abgebildeten Speisen ist mir ein Salat mit Thunfisch, japanischem Schinken und pochiertem Ei aufgefallen (Detailaufnahme).

Siehe auch eine Restaurantkritik: "My Hero", in: Orange County Weekly vom 20. August 2004.

Cognac als neues Kultgetraenk.

Gesche Wüpper schildert den Relaunch von Cognac als Kultgetränk der Hip-Hopper und Rapper: "Cognac rappt", in: Die Welt vom 13. August 2005.

Strausswirtschaften.

Cornelius und Fabian Lange vergleichen österreichische und deutsche Straußwirtschafen und sagen deutschen Winzern, was sie von Österreichern lernen könnten: "Wenn der Winzer kocht", in: Welt am Sonntag vom 14. August 2005.

Die deutschen Straußwirtschaften, Kranzwirtschaften oder Besenwirtschaften werden in Österreich Buschenschank oder Heuriger genannt. Mehr darüber in unserem früheren Beitrag "Wirtshauskultur".

Ajisen Ramen.

Bonny Kang hat zusammen mit ihrem Bruder das vor einem Jahr eröffnete japanische Nudelrestaurant "Ajisen Ramen" in San Gabriel/Los Angeles in Kalifornien besucht und dort zahlreichen Fotos geschossen. Siehe dazu auch eine Restaurantkritik von:"Noodle-Mania", in: U Daily Bulletin vom 12. August 2004.

Es handelt sich um die erste Filiale an der Westküse der USA einer Kette mit mehreren Hundert Outlets in verschiedenen Ländern Asiens, vor allem in Japan. In der Region Kumatamo gibt es allein 130 Filialen.

Hauptprodukte sind über 20 verschiedene, handgefertigte Nudeln. Siehe z.B. die Abbildungen von "Tenderous Pork Ramen" oder Schweinefleisch-Tomaten-Ramen. Es gibt für japanische Restaurants selbstverständlich auch viele Fisch-Gerichte, z.B. einen Tofu-Fisch-Auflauf oder Shrimps und japanische Standards wie Miso-Suppe.

Ein Design-Element, das man in allen Filialen findet, sind rote Laternen vor dem Lokal (rechts oben im Bild).

Der Standort liegt in San Gabriel, wo sich ein neues Chinatown rund um asiatische Shopping-Center herauszubilden beginnt. Siehe dazu auch: "Southern California Chinatowns", in: Wikipedia.

Siehe auch einen früheren Beitrag über die "Geschäftsidee: Ramen-Suppenbar".

Mehr über Ramen verrät die Website worldramen.net.

Samstag, August 13, 2005

Feeds automatisch in PDF umwandeln.

RSS2PDF von Tom Churm ermöglicht die Umwandlung von RSS- und ATOM- und OPML-Feeds in PDF (via ResearchBuzz Newsletter #345 vom 12. August 2005).

Wie das Ergebnis aussieht, kann man sich am Beispiel meines Blogs (meiner Website) Feierhof.de anschauen:Dieser Service ist noch eine eventuell mit Fehlern behaftete Beta-Version. Man sieht etwa in meinem Beispiel, daß übergroße Fotos, der für die Ansicht im Browser durch Breiten- und Höhenangabe verkleinert worden sind, nicht angemessen skaliert werden. Ebenso werden Listen nicht korrekt dargestellt, sondern der Inhalt der Listenpunkte hintereinander geschrieben.

Wozu das ganze gut ist? Z.B. erspart man sich, für seinen Blog eine druckbare Version zur Verfügung zu stellen. Man umgeht Probleme beim Ausdruck, die sich mit bestimmten Browsern oder Browser-Einstellungen ergeben können. Man kann seinen Lesern damit auch eine spezielle PDF ohne Bilder zur Verfügung stellen.

Der Inhalt der PDF wird bei jedem Aufruf des entsprechenden Links, den man auf seiner Website auch einbauen kann, dynamisch erzeugt. Ein Beispiel:
http://rss2pdf.com/index.php?
url=http%3A%2F%2Fwww.feierhof.de%2Fatom.xml
&src=rss&title=Feierhof+Geyersw%F6rth&img=1
(Ich habe den Link in drei Zeilen gebrochen, damit das Layout dieser Seite nicht zerschossen wird).

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NostalgicSigns - 1001 Blechschilder

Anuga Drinks: Die Getraenke-Trends im Oktober in Koeln.

Die Getränkebranche stellt sich differenzierter dar als je zuvor. So unterschiedlich die Produkte selbst sind, so unterschiedlich sind die Marken-Führung und die Vermarktungsstrategien der Anbieter. Einen Überblick über die neuen Trends im Getränkemarkt, über neue Marketing-Konzepte und aktuelle Service-Offensiven bietet im Herbst die Anuga Drinks vom 8. bis 12. Oktober 2005 in Köln. Mit rd. 550 Herstellern und Importeuren ist die Anuga Drinks eine der wichtigsten Veranstaltungen für die nationale und internationale Getränkewirtschaft. Führende Unternehmen sind ebenso präsent wie mittelständische und kleinere Unternehmen. Die Bandbreite reicht von A wie alkoholfrei über B wie Bier zu F wie Fruchtsaft bis hin zu S wie Spirituosen.

Zu den Highlights der Anuga Drinks 2005 gehört die starke Präsentation von Fruchtsaftherstellern aus dem In- und Ausland. Unternehmen wie Böcker, Citrosuco, Citrovita, Krings Fruchtsaft AG, Obstland Dürrweitzschen AG Rauch oder riha Richard Hartinger sind dafür nur einige Beispiele. Auch Fruchtsaftkonzentrathersteller wie Agrana, Döhler und Cargill und Importeure nutzen verstärkt die Anuga Drinks; die Synergien für die Branche werden dadurch noch gesteigert.

Alkoholfreie Getränke sind laut der AC Nielsen Studie "What's hot around the globe" (2004) die Produktgruppe mit der größten Wachstumsrate. Allein um fünf Prozent wuchs die Sparte im Vergleichszeitraum 2003/2004 weltweit, weiteres Wachstum wird erwartet. Mineralwasser, Sport- und Energy-Drinks, Eisttee und Limonaden setzen Impulse im Handel, im Außer-Haus-Mark und in den New Channels. Dementsprechend groß ist der Auftritt der Branche zur Anuga Drinks: Mit Unternehmen wie Coca Cola und Sinalco bei den Softdrinks und Aldelholzener, Apollinaris & Schweppes, Christinen Brunnen, Gerolsteiner, Rheinfels und Rhönsprudel sind nur einige wenige genannt.

Der Biermarkt ist heterogen strukturiert: Große marktführende Brauereien bestimmen ebenso das Bild wie mittelständische und kleinere Hersteller mit regional starken Marken und geringeren Produktionsmengen. Auch diese Situation spiegelt die Anuga Drinks deutlich wider. So haben sich folgende Unternehmen angemeldtet: Baltika Brewery, Beijing Huiyuan, Budweiser Budvar, Carlsberg, Cobra Beer, Grolsch, Efes, Holsten-Brauerei AG, Kaiserdom-Privatbrauerei, Klosterbrauerei Neuzelle GmbH, Krombacher, Brauerei Gebr. Maisel KG, MGB Miller Brands, Paulaner, United Dutch Breweries, Warsteiner und Veltins einen starken regionalen Markenauftritt demonstrieren die Kölner Brauereien Gaffel und Reissdorf.

Weiter im Aufwind befinden sich Trend- und Lifestylegetränke. Marktführer Red Bull nutzt die Anuga Drinks ebenso zur Positionierung wie z.B. Bat Beverage, Base Concept, Bomba Energia, Jamaica Energy, Marco Polo Power Horse. Zahlreiche neue Produktpräsentationen sind hier bereits angekündigt.

Auch der Retro-Trend in der Getränkebranche hat ihren prominenten Vertreter auf der Anuga Drinks: Der Siruphersteller Tri Top stellt allerdings überzeugend unter Beweis, dass Tri Top heute erst recht das Zeug zum Kultgetränk hat.

Im Spirituosenmarkt zählen Cocktails und Wodka zu den Trendsettern rund um den Globus. Die Anuga Drinks unterstreicht diese Stimmung: Mit Cachacca - dem Grundstoff, aus dem Caipirinha beteiligen sich gleich mehrere Hersteller aus Brasilien, so z.B. Coocachaca Cooperative, Muraro & Cia, Rio Brazil Export oder Ypioca Agroindustrial. Wodka aus Russland wird z.B. von Cristall und Parliament angemessen vertreten.

Mit diesem vielfältigen und internationalen Angebot bietet die Anuga Drinks, eine der zehn Fachmessen unter dem Dach der Anuga, sowohl dem einkaufenden Handel als auch den Entscheidern aus der Gastronomie und Hotellerie eine ebenso attraktive wie informative Businessplattform.

Insgesamt präsentieren sich rd. 6.000 Unternehmen aus etwa 100 Ländern zur Anuga, die sich seit 2003 übersichtlich in zehn Fachmessen gliedert. Die Messe ist ausschließlich für Fachbesucher geöffnet. (Quelle: Pressemitteilung der KölnMesse).

Eu'Vend: Blogger unerwuenscht.

Vom 15. bis zum 17. September 2005 findet in der Kölner Messe die Eu'Vend statt, eine Internationale Fachmesse für die Vending-Automaten-Wirtschaft.

Diese Messe hat rigide Zulassungsvoraussetzungen und offensichtlich kein Interesse an Beiträgen von Online-Redaktionen:
"Mitglieder von Internetredaktionen werden aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung nur gegen Vorlage eines anerkannten Presseausweises akkreditiert. Ausnahme sind Internetredaktionen, die nachweislich zu Vollredaktionen oder Verlagen gehören."
Ob das die Aussteller wissen, die man damit um Beiträge über ihre Stände, Produkte und Dienstleistungen bringt? Da sollten sich die Kölner, die sich selbst als "Innovationsführer im Messegeschäft" anpreisen, mal an ihren Kollegen von der Nürnberger Messe ein Beispiel nehmen. Siehe dazu: "Internet-Presseportal der NuernbergMesse bietet mehr Komfort fuer Blogger und Journalisten".

Spirituosenindustrie veroeffentlicht 'Daten aus der Alkoholwirtschaft 2005'.

Der Bundesverband der Deutschen Spirituosenindustrie hat "Daten aus der Alkoholwirtschaft 2005" veröffentlicht. Die neueste Ausgabe dieses jährlich erscheinenden Datenwerkes enthält aktuelle Übersichten über die Struktur der Alkoholwirtschaft, den Absatz von Spirituosen, die Distributionswege, den Verbrauch alkoholhaltiger Getränke und die Besteuerung von Bier, Schaumwein, Spirituosen, Wein und Zwischenerzeugnissen.

Der Sonderteil Europa enthält Angaben über den Außenhandel mit Spirituosen, den Alkoholkonsum in den EU-Ländern und die steuerliche Belastung der alkoholhaltigen Getränke.

Die Datenbroschüre informiert zusätzlich über die Mitgliedsunternehmen, den organisatorischen Aufbau und die Gremien des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. Der BSI leistet mit dieser Veröffentlichung einen übersichtlichen Beitrag zur objektiven Darstellung des deutschen und europäischen Spirituosen- und Alkoholmarktes.

Mein Tipp: Nehmen Sie die zahlreichen Statistiken, die der Sprituosen-Verband veröffentlicht, etwa über die Anteile der Spirituosenarten am Gesamtmarktangebot, zur Grundlage der Planung ihrer Getränkekarte.

Natürlich sollte man eine Getränkekarte nicht eins zu eins entsprechend den Verbrauchsanteilen von Getränkekarten strukturieren. Sondern man sollte je nach dem Konzept oder Thema das gastronomischen Objektes gezielt davon abweichen und Schwerpunkte setzen, um - wenn nicht gar eine Unique Selling Proposition aufbauen - zumindest ein gewisses Profil zu entwickeln. Profilieren kann man sich:
  • mit Produktgruppen, die es in den meisten Betrieben gar nicht gibt, etwa mit Absinth oder Bubble-Tea (um ein alkoholfreies Beispiel zu nennen).
  • mit einer breiten Palette von Marken einer weithin vertretenen Produktgruppe etwa einer breiten und tiefen Auswahl von Bieren oder Zigarren (Beispiel: La Habana, eine Bar in Bremen).
  • Man erweist sich als Meister in der "Veredelung" von Produkten und betreibt etwa eine Cocktail-Bar oder eine Milchbar.

Freitag, August 12, 2005

Westvleteren Abdij St. Sixtus.

Regelmäßige Leser dieses Blogs kennen die Bier-Community Ratebeer.com schon von einer Empfehlung "Ratebeer" vom August 2003. Ich empfehle gelegentlich Gastronomen und Existenzgründern in der Gastronomie, die ein bierlastiges Angebot gestalten wollen, sich dort und auf ähnlichen Websites die Bewertungen von Bier anzuschauen.

Daß eine Auszeichnung als "bestes Bier der Welt" durch diese Bierliebhaber-Community erhebliche Auswirkungen haben kann, zeigt die Top 100-Liste der besten Biere der Welt von Ratebeer.com. Ratebeer.com lobt darin das "Westvleteren Abt 12" der Abtei St. Sixtus in Flandern, ein dunkles Trappistenbier mit 10,2% vol. alc. zum viertbesten Bier der Welt.

Seitdem ist die Nachfrage nicht mehr zu halten und das Bier vorübergehend ausverkauft. Was bei einer Jahresproduktion von 450 Liter (nicht Hektoliter!) aber auch kein großes Problem ist. Die Biere werden in begrenzten Mengen und nicht an Wiederverkäufer verkauft. Das preisgekrönte Abt 12 kostet 27 Euro für 24 Flaschen zuzüglich Pfand. Es kann - wenn man denn der Versuchung widerstünde - jahrelang gelagert werden. Siehe dazu auch: "Starkbier-Rarität vom Abt", in: Focus vom 12. August 2005.

Die Zutatenliste dieses Bieres sollte man auf ein Kantholz schreiben:
"vermalzte Gerste, Hopfen, karamellisierter Zuckersirup, kristallisierter Zucker und Wasser aus einem 100 Meter tiefen Brunnen"
und den Verfechtern des deutschen Reinheitsgebots um die Ohren hauen. Siehe dazu auch einen Artikel von Burkhard Strassmann: "Im Bierhimmel", in: Die Zeit Nr. 4/2004.

eBay Relevance Ads.

eBay.de bietet seinen Affiliates seit kurzem eBay Relevance Ads (Beta), die automatisch den Inhalt der Webseite des Affiliates ermitteln und dazu passende eBay-Angebote einblenden. Auf diese Weise wird die Relevanz des Werbemittels sowie der Mehrwert für die Nutzer der Webseite gesteigert. Dies erinnnert sehr stark an ein Verfahren, das z.B. von Google Adsense eingeführt worden ist. Mehr über die Vor- und Nachteile von Google Adsense.

Die Affiliates haben die Auswahl zwischen verschiedenen Formaten (468x60, 728x90, 160x600 etc.) und verschiedenen Versionen (Text, Produkt sowie Keyword-/Kategorie-spezifisch) die immer auf den Inhalt Ihrer Seite optimiert sind. Zur forcierten Einführung und zum Ausgleich etwaiger Probleme der Beta-Version werden die Affiliates mit einer Provision von 15 Cent je AdClick belohnt.

Ein Beispiel finden Sie am Ende der rechten Spalte dieser Seite.

Limonaden in Buegelverschlussflaschen.

Limonaden in Bügelverschlußflaschen bieten insbesondere im Sommer und bei Außenveranstaltungen den Vorteil, daß man sie wieder verschließen und damit verhüten kann, daß Tiere über sie her und hinein fallen. Sie werden z.B. angeboten von
  • von der Altöttinger Hellbräu als sogenannte Kracherl. Im Angebot sind die Sorten Limette, Blaubeer, Mandarine, Cola-Mix, Himbeere, Kirsche, Kräuter, Orange, Waldmeister und Zitrone.
  • von der Brauerei Leikeim in Altenkunstadt. In einer weißen Bügelverschlußflasche gibt es die Sorten C-Orange, Silber (Zitrone), Cola-Mix (Orange-Cola-Gemisch), ACE (Orange, Karotte, Zitrone), Apfelschorle, Grapefruit (herb und kalorienarm) und Wild Berry.
  • Im Tessin erfreuen sich die "Gazosa ticinese" großer Beliebtheit. Siehe dazu einen Bericht von swissinfo: "Eine alte Limonade ist topmodern" vom 27. August 2003.

Donnerstag, August 11, 2005

Des Koenigs neue Kleider.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Biermarke König Pilsener der König-Brauerei in Duisburg in der Gastronomie einen guten Ruf erarbeitet. Als eine der ersten Brauereien hat sie ein breites Service-Angebot für ihre Kunden in der Gastronomie aufgebaut bis hin zu einem Kundenclub König Club (seit 1994) und der König Akademie mit regelmäßigen ein- oder zweitägigen Fortbildungsveranstaltungen für Gastronomen. Sie wurde damit für nicht wenige Wettbewerber zum Vorbild.

Die ehemals stolze Privatbrauerei König-Brauerei wurde 2000 an die Holsten-Brauerei AG in Hamburg verklickert (die letzen 25% im Jahre 2001), diese wiederum von der dänischen Carlsberg AG übernommen und kaum verdaut an die Bitburger Brauerei weitergespuckt. Siehe dazu "Carlsberg zerschlägt Holsten", in: Die Welt vom 20. Januar 2004.

Heute sticht mir eine Anzeige von König Pilsener auf der Rückseite der Wirtschaftswoche vom 11. August 2005 ins Auge (Anzeige in groß als PDF). Darin lehnt sich ein lächelnder Boris Becker mit einem vollen Bierglas in der rechten Hand an ein Tennisnetz. Darüber hat man ihm die Worte in den Mund gelegt:
"Was gibt es Schöneres, als in seinem Wohnzimmer zu sitzen und das Leben zu genießen"
Mir als Gastronomen geht ein Messer in der Hosentasche auf, wenn ich lesen muß, daß eine Brauerei und zumal eine, die sich angeblich besonders um die Gastronomie bemüht, den häuslichen Biergenuß propagiert, statt die Leser anzuregen, in eine Kneipe zu gehen.

Das Inserat ist zudem handwerklich schlecht gemacht:
  • Boris Becker steht auf einem Sportplatz und träumt oder spricht davon in seinem Wohnzimmer zu sitzen. Die Location paßt nicht zur Aussage. Es sei denn, man interpretiert die Anzeige so, als habe Boris Becker vom Tennisplatz die Schnauze voll und sehne sich nach seinem Wohnzimmer. Ziemlich neben der Kapp'.
  • Boris Becker grinst sein schönstes Lächeln in die Kamera und sein Glas ist voll. Da frage ich mich doch: Was guckt Du, nachdem Du davon getrunken hast?
Diese neue Kampagne für König-Pilsener umfaßt auch weitere Motive mit Til Schweiger und "Reinhold Beckmann". Die tollen Fotos stammen von dem Fotografen Uwe Düttman, die für Gastronomen ärgerliche Kampagne von der Kreativagentur : lübke prey.

Siehe zur König-Brauerei auch eine frühere Polemik: "Koenig-Brauerei: Stabilisierung im Mehrwegbereich - Chancen durch Verbund starker Marken".

Nachtrag vom 12. August 2005: Guido Marquardt, Geschäftsführer der Kochpiraten GmbH hat mich belehrt, daß der Begriff "Wohnzimmer" darauf anspielt, daß Boris Becker stets den Centre Court von Wimbledon als sein Wohnzimmer bezeichnet habe - also als Ort des maximalen Wohlgefühls, an dem er immer so etwas wie ein Heimpspiel hatte. Der Court, den man in der Anzeige sieht, sei immerhin ein Rasenplatz, wenn auch höchstwahrscheinlich nicht Wimbledon.

Dann macht die Anzeige doch einen Sinn - wenigstens für Menschen, die sich - anders als ich - für Tennis interessieren.

Feta II.

Auf die Frage, wie man "Feta" ab Oktober 2007 in Speisekarten bezeichnen soll, wenn es sich nicht um ein griechisches Produkt handelt, habe ich noch keine endgültige Antwort gefunden, tendiere aber zu "Salzlakenkäse":
  • Das griechische Wort Feta stammt von dem italienischen Fetta ab und bedeutet Scheibe. Aber "Scheibenkäse" klingt irgendwie schrecklich und sagt ja wenig aus über die Art des Käses, verwirrt eher, da in Scheiben üblicherweise Schnittkäse angeboten wird.
  • Bei Feta handelt es sich um einen weißen, halbweichen Käse. Aber insbesondere als Bezeichnung einer Zutat in Salaten und anderen Gerichten ist "weißer, halbweicher Käse" eher verwirrend als informativ.
  • Vielleicht könnte man ihn "Pheta" nennen, damit greift man das griechische Wort auf, umschifft in Speisekarten die Buchstabenfolge "Feta" und kann das Zeug weiterhin so aussprechen wie gehabt. Es stellt sich aber die Frage, ob dies nicht als dreister Verusch, das EU-Dokument "Feta-Käse: Kommissionsvorschlag für Schutz der geographischen Angabe" zu umgehen, bestraft wird.
  • Man könnte ihn wie die Profis "Salzlakenkäse" nennen, z.B. wie Schuberts Milchschafhof in Saultitz. Auch wenn "Salzlakenkäse" in mir nicht gerade Urlaubsgefühle weckt.
Mehr über Geschichte, Lebensmittelrecht, Beschaffenheit, Analytik und Beanstandungen rund um Feta (PDF) vom Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben.

NGG gesteht Schwaeche ein.

In einem Interview der Frankfurter Rundschau vom 12. April 2005, das mittlerweile online gestellt worden ist, hat Franz-Josef Möllenberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten eingestanden, daß seine Gewerkschaft nicht in der Lage ist, im Hotel- und Gaststättengewerbe flächendeckend gültige Entgelttarifverträge durchzusetzen:
"Im Hotel- und Gaststättengewerbe haben wir in der Hälfte der Bundesländer keinen gültigen Entgelttarifvertrag. Die Arbeitgeber bekommen genügend Arbeitskräfte zu Billigkonditionen und wollen sich dies nicht durch einen Tarifvertrag kaputtmachen lassen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe verteilen sich die 700 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf 210 000 Betriebsstätten. In diesem Bereich müssen wir als Gewerkschaft unsere Schwäche leider eingestehen."
In einer Presseerklärung vom 24. Juni 2005 ("Möllenberg: 'Entsendegesetz auf den Weg bringen und gesetzlichen Mindestlohn drauf legen!'") gesteht er ein, daß es mangels bundesweiter Flächentarifverträge rechtlich nicht möglich ist, tarifliche Mindestlöhne für allgemeinverbindlich zu erklären.

Mit seiner Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1.500 Euro monatlich bestätigt Möllenberg das Vorurteil, daß Sitzpinkler am lautesten krakelen. Eine Forderung in dieser Höhe geht sogar über das Wahlprogramm der SED/SED-PDS/PDS/Die Linkspartei mit 1.400 Euro hinaus, die mittlerweile als ökonomisch unsinnig par orde de mufti von Oskar Lafonataine auf 1.250 Euro heruntergesetzt worden ist.

Anlaufkosten bei Hoteleroeffnungen.

Ein Muss für Hoteliers, Bauherren, Architekten und Finanziers ist die neue Broschüre "Anlaufkosten bei Hoteleröffnungen". Erfahrene Praktiker der BBG-Consulting, Düsseldorf, geben darin konkrete Handlungsanleitungen zur Ermittlung der voraussichtlichen Kosten und des notwendigen Finanzierungsbedarfs sowie der Baukostenschätzung für hotelspezifische Teile. Denn durch richtige Planung lassen sich Finanzierungsprobleme vermeiden.

Die Kosten vor der Betriebseröffnung, aber auch die Anlaufkosten von Hotels werden häufig falsch eingeschätzt. Dabei handelt es sich weniger um die eigentlichen Baukosten, sondern um ein Problem der Erfassung des echten Investitionsbedarfs. Die Folgen sind meist gravierend und reichen von Abstrichen bei der Ausstattung über unterlassene Verkaufsaktivitäten bis hin zu drastischen Betriebsverlusten. Das Buch bringt Licht in das Dunkel dieser Thematik.

Praktischer Zusatznutzen: Dem Buch ist eine CD-ROM im Format Microsoft-Excel mit den Formularsätzen zur Berechnung beigefügt.

"Anlaufkosten bei Hoteleröffnungen", ist als Nr. 77 der Gastgewerblichen Schriftenreihe, 48 Seiten, mit CD im Format Microsoft Excel 2003, er-schienen bei der INTERHOGA GmbH Bonn. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Mittwoch, August 10, 2005

Feta.

Der ShopBlogger schreibt, daß "Feta" aus anderen Ländern als Griechenland ab November 2007 nicht mehr so bezeichnet werden darf:
"Die Bezeichnung „Feta” wurde von Griechenland als „geschützte Ursprungsbezeichnung” angemeldet und ist griechischen Produkten vorbehalten. Für Produzenten in andere EU-Ländern gilt noch eine Übergangsfrist bis Oktober 2007. Danach dürften als "Feta" nur noch original griechische Produkte angeboten werden."
Es ist zwar noch eine Weile bis dahin. Aber spätestens, wenn man Speisekarten drucken läßt, die nach Oktober 2007 noch verwendet werden sollen, und "Feta" verwendet, der nicht aus Griechenland stammt, sollte man diese Bezeichnung vermeiden.

Leider habe ich noch nicht herausgefunden, welche Bezeichnung dann zulässig ist. "Frisches, krümeliges Käseprodukt" kommt wohl nicht so gut an bei den Gästen...

Eine ganz andere Frage ist natürlich, ob "Feta", der laut Bezeichnng aus Griechenland kommt, wirklich aus Griechenland kommt. Da sollte man mal eine dänische Kuh befragen...

Hire and fire.

Wer schon einmal gezwungen gewesen ist, Mitarbeiter zu entlassen, weiß, daß man bereits bei der Personalauswahl vorsichtig sein sollte. Man kann sich z.B. nach den Berufen der Eltern oder Geschwister erkundigen und sich, wenn Juristen darunter sind, so seine Gedanken machen.

Reiner Fischer schildert, wie schwierig es ist, Mitarbeiter wieder los zu werden, wenn die Umstätze einbrechen: "Wer sich nicht wehrt, verliert", in: Manager Magazin vom 10. August 2005 (via advobLAWg).

Da helfen oftmals nur noch schmutzige Tricks. Doch die werde ich natürlich hier nicht ausplaudern.

Google Short Message Service.

Mit dem Google Short Message Service kann man, vorerst auf Nordamerika und Großbritannien begrenzt, per Handy suchen, z.B. nach dem nächst gelegenen Hotel oder Restaurant. So ermittelt eine Anfrage nach "pizza 10013" Pizzerien in der (amerikanischen) Postleitzone 10013, eine Anfrage nach "pizza new york ny" eine Anfrage nach einer Pizzeria in New York und eine Anfrage nach "pizza.10013" eine Anfrage nach einer Pizzeria in der Postleitzone 10013 und zeigt den Standort mithilfe von Google Local an. Eine Demo.

Bierfraenkische Landpartien.

Das Fränkische Brauereimuseum in Bamberg veranstaltet ab September 2005 an jedem zweiten Samstag im Monat sogenannte "Bierfränkische Landparien". In einem Nostalgiebus fährt man zu einer Brauerei in Franken, macht dort eine Brauereiführung und kehrt anschließend in der Brauereigaststätte ein.

Am Samstag, 10. September 2005, geht es zur Brauerei Grasser in Huppendorf. Abfahrt (samstags) in Bamberg um 17:00 - Rückkehr ca. 23:30 Uhr. Mindestteilnehmer 15 Personen; maximal 28 Personen. Preis ? 20,00 pro Person (Brauereibesichtigung und Fahrtkosten). Buchung spätestens acht Tage vor dem gewünschten Termin. Zielgruppe der regelmäßigen Samstagsfahrten sind Touristen und einheimische Bierliebhaber. Sondertermine für Gruppen sind möglich.

Linkspartei fuer niedrigeren Mindestlohn.

Die SED/SED-PDS/PDS/Die Linkspartei will den von ihr geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 8,02 Euro je Stunde (1.400 Euro monatlich) auf 7,23 Euro je Stunde (1.250 Euro monatlich) senken. Siehe dazu: "Linkspartei korrigiert Wahlprogramm", in: Spiegel vom 10. August 2005.

Trotz dieser Korrektur liegen sowohl die tariflichen Löhne der niedrigsten Lohngruppe in vielen Tarifgebieten und Branchen weit darunter (siehe dazu einen früheren Beitrag über Mindestlöhne) wie auch die individuell vereinbarten Löhne. So bewegen sich die Löhne im bayerischen Gastgewerbe für einfache Arbeiten nach dem Auslaufen des Lohntarifvertrages zum 1. April 2005 eher in Richtung auf 5 Euro (siehe dazu "Tarifkonflikt in Bayern").

Selbst wenn der Gesetzgeber einen gesetzlichen Mindestlohn beschließen würde, hätte dies, anders als die Rattenfänger um Oskar Lafontaine den Menschen weis machen wollen, keine unmittelbare Wirkung auf die tatsächlich gezahlten Löhne. Ein gesetzlicher Mindestlohn schafft, wenn er einer verfassungsrechtlichen Prüfung standhalten würde, nur eine Anspruchsgrundlage für individuelle Klagen von Arbeitnehmern vor den Arbeitsgerichten.

Um sich vor solchen Klagen zu schützen, wären Arbeitgeber gut beraten, kurzfristig ihre indivuellen Lohnsysteme anzupassen, Zusatzleistungen abzuschaffen und stattdessen den nominalen Stundenlohn zu erhöhen.

Mittel- und langfristig hätte ein gesetzlicher Mindestlohn, der über dem Marktlohn liegt, erhebliche Auswirkungen auf die gastgewerblichen Produktions- und Servicesysteme:
  • In der Hotellerie würden service-arme Konzepte, etwa mit Selbst-Check -In und Selbst-Check-Out, Getränkeautomaten statt Mini-Bar, Hotels garni, nicht mehr täglicher Reinigung, Bettenmachen, Wäschwechsel usw. Marktanteile gewinnen.
  • In der Gastronomie würden Betriebe von Bedienung auf Teilbedienung und Selbstbedienung umstellen, ihren Convenience-Grad erhöhen, von Mehrweg auf Einweg umstellen, von Fassbier auf Flaschenbier, die Öffnungszeiten verringern, Take-Away im Verhältnis zum Lieferservice forcieren usw.
Salopp formuliert: der Service würde schlechter werden, weil viele einfachen Arbeiten nicht mehr zu akzeptablen Preisen angeboten werden können. Und auf der anderen Seite würden viele Menschen, die nur einfache Arbeiten anbieten können, insbesondere Randgruppen und solche Menschen, die kaum andere berufliche Alternativen haben, arbeitslos.