Gastgewerbe Gedankensplitter



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Donnerstag, August 11, 2005

NGG gesteht Schwaeche ein.

In einem Interview der Frankfurter Rundschau vom 12. April 2005, das mittlerweile online gestellt worden ist, hat Franz-Josef Möllenberg, der Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten eingestanden, daß seine Gewerkschaft nicht in der Lage ist, im Hotel- und Gaststättengewerbe flächendeckend gültige Entgelttarifverträge durchzusetzen:
"Im Hotel- und Gaststättengewerbe haben wir in der Hälfte der Bundesländer keinen gültigen Entgelttarifvertrag. Die Arbeitgeber bekommen genügend Arbeitskräfte zu Billigkonditionen und wollen sich dies nicht durch einen Tarifvertrag kaputtmachen lassen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe verteilen sich die 700 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten auf 210 000 Betriebsstätten. In diesem Bereich müssen wir als Gewerkschaft unsere Schwäche leider eingestehen."
In einer Presseerklärung vom 24. Juni 2005 ("Möllenberg: 'Entsendegesetz auf den Weg bringen und gesetzlichen Mindestlohn drauf legen!'") gesteht er ein, daß es mangels bundesweiter Flächentarifverträge rechtlich nicht möglich ist, tarifliche Mindestlöhne für allgemeinverbindlich zu erklären.

Mit seiner Forderung nach einem gesetzlichen Mindestlohn von 1.500 Euro monatlich bestätigt Möllenberg das Vorurteil, daß Sitzpinkler am lautesten krakelen. Eine Forderung in dieser Höhe geht sogar über das Wahlprogramm der SED/SED-PDS/PDS/Die Linkspartei mit 1.400 Euro hinaus, die mittlerweile als ökonomisch unsinnig par orde de mufti von Oskar Lafonataine auf 1.250 Euro heruntergesetzt worden ist.