Gastgewerbe Gedankensplitter



Samstag, April 30, 2005

Franz 'Sulla' Muentefering.

Udo Vetter vom Lawblog vergleicht Franz Müntefering mit Sulla. In der Tat ein passender Vergleich:
  • Sulla erklärte seine politschen Gegner für vogelfrei.
  • Seine Anhänger bereicherten sich schamlos.
  • Sein Ziel, den Staat zu stabilisieren, hat er nicht erreicht.
  • Sullas Maßnahmen wurden teilweise bereits wenige Jahre später aufgehoben.
Mehr über das Leben von Sulla im Online-Lexion Wikepedia.

Ulla Schmidt laeuft Amok: Griff in die Kasse der Unternehmen soll Illiquiditaet der Rentenversicherung verhindern.

Weil die rot-grüne Bundesregierung die Kassen der Rentenversicherung an den Rand der Illiquidität gewirtschaftet hat, sollen die Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge ab dem kommenden Jahr früher abführen - also nicht mehr bis zum 10. des Folgemonats sondern 14 Tage früher: "Ulla Schmidt läßt früher kassieren", in: Die Welt vom 30. April 2005.

Den Unternehmen werde dadurch Liquidität im Umfange von 20 Milliarden Euro entzogen. Sie müssten im Janar 2006 zweimal zahlen: Bis zum 10. Januar 2006 die Beiträge für Dezember 2005 und gegen Ende des Monats noch einmal, also 13x insgesamt im Jahre 2006. Da den Unternehmen dafür in der Regel kein Eigenkapital zur Verfügung steht, müssen sie sich zusätzlich verschulden. Die anfallenden Zinskosten beziffert das Bundesgesundheitsministerium mit 400 Millionen Euro, was in bezug auf den unterstellten Liquiditätsgewinn der Sozialversicherungskassen in Höhe von 20 Milliarden Euro nicht stimmen kann, denn niemand verleiht Geld für 2% Zinsen. Für Unternehmen, die ihren Kreditrahmen ausgeschöpft haben, wird die Zinsbelastung wohl eher zweistellig sein.

Zusätzlich steigt der Verwaltungsaufwand und Stress inbesondere für kleine Unternehmen gewaltig, da dort Büroarbeiten erst erledigt werden können, wenn mal Luft ist.

Für Arbeitnehmer, deren Bruttolöhne variabel sind, führt das neue Verfahren zu erheblchem Mehraufwand. Es muß, da vor Monatsablauf zum Zahlungszeitpunkt der Sozialversicherungsbeiträge die Höhe der zu zahlenden Beiträge noch gar nicht feststehen kann, mit vorläufigen Schätzwerten gearbeitet werden. Später müssten die tatsächlich zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge auf der Basis der wirklichen Bruttolöhne neu berechnet und Korrekturmeldungen geschrieben werden. Die spinnen die Römer, würde Asterix dazu sagen.

Deutsche Koeche-Nationanalmannschaft: Platz vier in Glasgow.

Mit einem guten vierten Platz in der Gesamtwertung sowie drei Gold- und einer Silbermedaille kehrt die Deutsche Köche-Nationalmannschaft aus Schottland zurück, wo heute der Knorr World Culinary Grand Prix im Rahmen der Fachmesse ScotHot zuende ging. Die Mannschaft aus Kanada konnte den internationalen Wettbewerb für sich entscheiden - vor den Teams aus Schottland (Platz zwei) und Großbritannien (Platz drei).

Dreimal Gold und einmal Silber: So lautet das Endergebnis für das Köche-Nationalteam bei seinem ersten internationalen Einsatz anläßlich des Knorr World Culinary Grand Prix auf der ScotHot 2005 in Glasgow. Im Wettbewerb der Warmen Küche präsentierte die Deutsche Köche-Nationalmannschaft unter Leitung von Teammanager Ronny Pietzner (Teamcaptain Robert Siegfried Hagemann, Ralph Berendt, Manuel Gaatze, Felix Petrucco und Hans-Peter Tuschla) folgendes Drei-Gang-Menü, das von der Jury mit einer Silbermedaille bewertet wurde:
  • Im Räucheraal pochiertes Kabeljaufilet auf Erbsenmousseline, Flambierte Jakobsmuschel mit Blutorange-Sabayon auf lauwarmem Spargelsalat, Gebeizter Bachsaibling mit gestockter Hechtvelouté und Tomaten-Vanille-Gelee, Rhabarber-Carpaccio mit Wildkräutern und aromatisierter Vinaigrette;
  • Gebratener Rehrücken unter der Pilzkruste an Ananas-Balsamico-Soße, Im Gewürzsud pochierte Perlhuhnbrust mit gekräutertem Kaninchenfilet an Bärlauch-Butter mit glasiertem Rübchen-Gemüse, Selleriepüree und Kartoffelcroissants;
  • Schokoladen-Kardamom-Krem mit Passionsfruchtschaum, kandierten Rosenblättern und Limetten-Jogurteis, Kumquatkonfit und Sesamcracker.
Die Plattenschau des deutschen Teams stand unter dem Frühlingsmotto "Blumen" und enthielt florale Elemente in Dekoration und Garnituren sowie saisonal geprägte Zutaten und Kreationen. Die Leistungen des Teams, das in Glasgow mit Elfi Heldsdörfer, Jens Woitzik und René Frank komplettiert wurde, bewertete die Jury mit je einer Goldmedaille in allen drei Kategorien A, B und C.

Unterstützt wird die Deutsche Köche-Nationalmannschaft von einem Sponsorenpool, dem die Unternehmen Unilever Foodsolutions (Hauptsponsor), AMT Gastroguss, Clinic+job-dress, Dr. Becher, Hupfer, Service-Bund und Wüsthof angehören. In Glasgow selbst traf das Team auf ausgezeichnete Wettbewerbsbedingungen, eine geräumige Trainingsküche unweit der Messehallen sowie eine sehr hilfsbereite Küchenbrigade im gastgebenden Moat House Hotel Glasgow. Für die Wettbewerbsteilnahme in Glasgow hatte die Mannschaft nur knapp sechs Wochen Zeit, um sich auf das umfangreiche Programm vorzubereiten. Mit Blick auf den Salon Culinaire in Basel im November 2005 werden die Trainingseinheiten bereits in Kürze aufgenommen. (Quelle: Pressemitteilung des Verbandes der Köche Deutschlands).

Hotelsterne strahlen frischer denn je.

(Berlin, 25. April 2005) Zum 1. Juli 2005 werden die Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung aktualisiert. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA Bundesverband) hat die seit 1999 gültigen Eckdaten überarbeitet und auf Grundlage der Ergebnisse einer TNS Emnid Umfrage den derzeitigen Gästeerwartungen angepasst. Zwingend notwendig für eine Klassifizierung sind auch weiterhin eine einwandfreie Hygiene und ein attraktiver Gesamteindruck.

Für die Gäste immer wichtiger wird der Sanitärkomfort. Die Reisenden wünschen sich
  • mehr Raum,
  • mehr Wohlfühlatmosphäre und
  • dem Wellnesstrend entsprechend mehr als nur ein normales Bad mit Dusche und WC.
Höhere Ansprüche stellen die Gäste auch an die Schlafbedingungen. In den fortgeschriebenen Kriterien werden nun sowohl die Länge als auch die Qualität der Betten bewertet.

Bei allen Verschiebungen bleiben einige Klassiker auf den vordersten Plätzen der Gästepräferenzen. So wird der Fernseher in jedem Zimmer auch zukünftig ein Mindestmerkmal für klassifizierte Hotels bleiben, ab dem dritten Stern gehört auch das Telefon zum Zimmerstandard.

Erstmals greift der DEHOGA Bundesverband mit der Deutschen Hotelklassifizierung 2005 Elemente eines gästeorientierten Qualitätsmanagements auf. Beispielsweise werden systematische Gästebefragungen und der Umgang mit Beschwerden in die Bewertung eingebunden und damit zu einem weiteren Schwerpunkt gemacht.

Einerseits wollten wir natürlich die Kriterien im Sinne unserer Gäste weiterentwickeln, andererseits aber die Hoteliers nicht in unbegrenzte Investitionen treiben
fasst Helmut Otto, der Vorsitzende des Lenkungsausschusses für die Hotelklassifizierung und erfolgreicher Hotelier aus dem Rheinland, die generelle Linie bei der Fortschreibung zusammen.

Neu im Kriterienkatalog sind Merkmale der Barrierefreiheit, die in Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden erarbeitet und in einer Zielvereinbarung verbindlich festgelegt wurden. Sie ermöglichen dem Hotelier eine eindeutige Einstufung seines Hauses gemäß den Anforderungen und geben den nach Barrierefreiheit auswählenden Gästen die Sicherheit, die sie für einen angenehmen Urlaub benötigen.

Darüber hinaus unterstützen die neuen Kriterien die Einrichtung von Nichtraucherbereichen in den Restaurants eines Hotels. Die qualifizierte Ausweitung dieser Wahlmöglichkeit ist auch Inhalt der Zielvereinbarung, die der DEHOGA Bundesverband mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen hat.

In der überarbeiteten Fassung des Kriterienkatalogs differenzierter abgefragt werden besondere Küchen- oder andere Dienstleistungen. Produktvielfalt, gastronomische Konzepte, Öffnungszeiten oder Serviceangebote finden so eine stärkere Berücksichtigung in der Bewertung.

Aber auch Betriebe, die für ihre Gäste ausschließlich ein Frühstücksangebot bereithalten, haben ab dem 1. Juli 2005 die Möglichkeit, sich eine angemessene Klassifizierung zu sichern. Den Hotels garnis wird erstmals die Chance gegeben, den Zusatz Superior zu erhalten sofern sie in ihrer Sternekategorie über genau so viele Punkte wie ein Vollhotel in der nächst höheren Kategorie verfügen.

Erreicht ein Hotel garni mit drei Sternen zum Beispiel so viele Punkte wie ein Hotel inklusive Restaurant mit vier Sternen kann erstgenanntes den Zusatz Superior führen. Mit dieser Ausdifferenzierung wird allen Anbietern die Chance gegeben, sich ihrer Unternehmenszielsetzung entsprechend darzustellen und mit ihrer Kreativität und Servicebereitschaft die Gäste zu überzeugen.

Immer mehr Hoteliers vertrauen der Signalwirkung der Sterne, freut sich der Ausschussvorsitzende Otto. Und auch bei unseren Gästen liegen die Hotelsterne des DEHOGA als bewährte Orientierungshilfe bei der Suche nach dem richtigen Hotelbett hoch im Kurs. So vergrößerte sich der Kreis der klassifizierten Betriebe in Deutschland im Jahr 2004 um 7 Prozent und unterstreicht damit die positive Ausstrahlung dieses Bewertungssystems.

Die Deutsche Hotelklassifizierung verbindet Transparenz und Sicherheit für den Gast mit der Marketingkraft für den Hotelier starke Vorteile für Unternehmer und Gäste gleichermaßen, so Otto abschließend.

Detaillierte Informationen sind ab sofort abzurufen unter www.hotelsterne.de, Rubrik Sterne auffrischen. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Freitag, April 29, 2005

Von Heuschrecken und Juden.

Der SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering hat Finanzinvestoren mit Heuschreckenschwärmen verglichen (siehe dazu auch "Heuschrecken-Vergleich: Lafontaine giftet wieder gegen Parteifreunde", in: Der Spiegel vom 22. April 2005).

Ich möchte ihm nicht absprechen, zu wissen, daß er, wenn er Menschen mit wenig populären Tieren vergleicht, sich einer unsäglichen Metapher bedient. Schon Adolf Hitler hat in "Mein Kampf" Juden mit einer "sich blutig bekämpfenden Rotte von Ratten" verglichen (siehe dazu: "Zur Rassenideologie der NS-Diktatur"). Und Franz-Josef Strauß verglich Journalisten mit "Ratten und Schmeißfliegen".

Dieser Rückgriff auf die Nazi-Terminologie scheint kein Zufall zu sein, sondern ein verzweifelter Versuch, katastrophale Umfrageergebnisse zu verbessern. So haben die Nazis einst zum Boykott jüdischer Geschäfte und Dienstleister aufgerufen (siehe dazu: "Geschäftsboykott", in: Deutsches Historisches Museum. Ute Voigt, Landesvorsitzende der SPD Baden-Württemberg, hat zum Boykott von Unternehmen aufgerufen, die betriebsbedingt Mitarbeiter entlassen müssen (siehe dazu: "Haarspalterei um Boykottaufruf", in: Stern vom 19. April 2005.).

Der IG Metall-Vorsitzende Jürgen Peters spricht davon, bei einem Teil der Manager habe sich "eine Raffke-Mentalität breit gemacht, die keine moralischen Grenzen mehr kennt" ("Grüne warnen vor Ideologisierung der Debatte", in: Leipziger Volkszeitung vom 19. April 2005. Für die jüngeren unter unseren Lesern: "Raffke" beschimpften die Nazis die angeblichen Kriegsgewinnler (des 1. Weltkriegs) und Inflationsschieber (der Weltwirtschaftskrise).

So verwundert es nicht, wenn Müntefering vor der SPD-Bundestagsfraktion explizit Saban Capital, also das Unternehmen des Finanzinvestors Haim Saban, der eine amerikanische und israelitische Staatsbürgerschaft besitzt, als Heuschrecke diffamiert hat: "Müntefering nennt Ross und Reiter", in: Spiegel vom 29. April 2005.

Man muß der Sozialdemokratie aber zu Gute halten, daß Münteferings Kampagne einigen Sozialdemokraten gehörig auf den Keks geht. Siehe dazu "Glotz nimmt Deutsche Bank in Schutz", in: Berliner Zeitung vom 24. April 2005.

Wohlgemerkt: Ich werfe den Sozialdemokraten keinen Antisemitismus vor. Die SPD ist antifaschistisch gesinnt und fördert die guten Beziehungen zu Israel, wo es nur geht. Aber Franz Müntefering und einige Nachäffer der zweiten Reihe verwenden Metaphern und Kampfbegriffe, die denen gleichen, die auch von den Nationsozialisten verwendet worden sind. Sie versündigen sich damit an der antifaschistischen Tradition der SPD. Willy Brandt würde sich im Grabe herumdrehen.

Die SPD hat seitdem bei den Umfragen 3 Prozentpunkte verloren. Die Grünen, die sich davon distanziert haben (siehe: "Grüne warnen vor Ideologisierung der Debatte", in: Leipziger Volkszeitung vom 19. April 2005), haben einen Prozentpunkt zulegen können ("Kapitalismuskritik lässt Wähler kalt", in: Handelsblatt vom 29. April 2005).

GmbH-Gruendungen werden erleichtert, sagt die Bundesregierung.

Das Bundesministerium der Justiz hat heute den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Mindestkapitals im GmbH-Recht (MindestKapG) den Ländern und Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet. Nach dem Gesetzentwurf wird das Mindeststammkapital der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ab dem 1. Januar 2006 von derzeit 25.000 ? auf 10.000 ? abgesenkt.
"Durch die Absenkung des Mindeststammkapitals wird es insbesondere für Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer aus dem Dienstleistungsbereich erheblich einfacher, unternehmerisch tätig zu werden. Dies erhöht die Attraktivität der Rechtsform der GmbH für den deutschen Mittelstand und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt"
sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Der Gesetzentwurf ist Teil des 20-Punkte Programms zur Fortsetzung der Agenda 2010, das Bundeskanzler Gerhard Schröder in seiner Regierungserklärung am 17. März 2005 vorgestellt hat. Mit diesem ersten Schritt zur Reform des GmbH-Rechts wird das Mindeststammkapital der GmbH deutlich abgesenkt. Dies geschieht auch mit Blick auf den zunehmenden Wettbewerb der Rechtsformen von Kapitalgesellschaften in der Europäischen Union: Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen GmbH soll auch im europäischen Vergleich erhalten und gestärkt werden, ohne die Vorteile des deutschen GmbH-Rechts aufzugeben. Die Absenkung des Mindeststammkapitals wird flankiert durch eine verstärkte Transparenz gegenüber Dritten, insbesondere den Geschäftspartnern: Die Haftkapitalausstattung der Gesellschaft muss künftig offen gelegt werden, indem die Gesellschaft die Höhe des gezeichneten Stammkapitals auf ihren Geschäftsbriefen angibt.

In einem zweiten Gesetz wird es vor allem um die Problematik der missbräuchlichen Verwendung der GmbH in der Krise gehen. Der Schwerpunkt wird darin liegen, Verbesserungen für die sogenannten Bestattungsfälle zu schaffen, in denen die GmbH zum Schaden ihrer Gläubiger einer ordentlichen Liquidation oder Insolvenz entzogen wird. Zudem soll verhindert werden, dass Gesellschafter und Geschäftsführer sich ihrer Verantwortung entziehen, indem die GmbH entweder gar keine Geschäftsführer mehr hat oder diese nur noch im Ausland schwer erreichbar sind. (Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz).

Kommentar:
  • Anders als im Gesetzesentwurf vorgesehen ist regierungsintern eine Senkung des Mindeststammkapitals auf 1 Euro diskutiert worden, um die Rechtsform der deutschen GmbH insoweit der englischen Limited anzugleichen. Offensichtlich hat die Bundesregierung der Mut zu dieser rigorosen Lösung verlassen.
  • Existenzgründern ist mit einer Herabsetzung des Stammkapitals wenig gedient, da in der Regel das Eigenkapital, das zu einer Existenzgründung notwendig ist, höher ist.
  • Verbilligt wird die Vorratsgründung, also die Eintragung von GmbHs, ohne daß ein konkreter Verwendungszweck bereits bekannt ist, um erforderlichenfalls schnell tätig werden zu können.
  • Bestehende GmbHs können von dieser Neuregelung profitieren, indem sie das Stammkapital herabsetzen und Liquidität entziehen können, ohne daß - anders als bei Gewinnausschüttungen - Steuern anfallen.
  • Die Herabsetzung des Mindestkapitals der GmbH-Rechtsform wird das Restvertrauen von Kreditgebern in diese Rechtsform weiter herabsetzen. Schon jetzt sind nur Dummköpfe bereit, GmbHs ohne zusätzliche Sicherheiten Kredite zu gewähren. Inbesondere von (bis dahin unbekannten) Existenzgründern werden in der Regel zusätzliche persönliche Sicherheiten der Gründer verlangt.
  • Die Verpflichtung, die Höhe der Haftkapitalausstattung der Gesellschaft auf den Geschäftsbriefen anzugeben, ist nervig. Der Bundesregierung fallen alle paar Monate neue Details ein, die auf Geschäftsbriefen anzugeben sind (zuletzt: Umsatzsteueridentifikationsnummer, Steuernummer). Statt die Regelungsdichte zu verringern, nerven die Sesselfurzer immer mehr.

Bierland Oberfranken.

Oberfranken hat mit mehr als 200 Brauereien die höchste Brauereidichte der Welt. Oberfranken hat doppelt so viele Brauereien wie alle anderen Regionen Bayerns, mehr Brauereien als jedes Bundesland in Deutschland und als jedes Land Europas.

Der Verein Bierland Oberfranken e.V. wurde im Jahr 2004 gegründet. Mittlerweile gehören dem Verein mehr als 100 Brauereien an. Ziel des Vereins ist es, die weltweit einmalige Bierkultur und Biervielfalt Oberfrankens über Oberfranken hinaus bekannt zu machen, auch international.

Kernstück der Arbeit von "Bierland Oberfranken", in dem große und kleine Brauereien gleichermaßen vertreten sind, ist das Internetportal www.bierland-oberfranken.de, das am 26. April 2005 online gegangen ist. Diese Website enthält vor allem einen oberfränkische Bier-Atlas, der jetzt schon 70 Portraits oberfränkischer Brauereien enthält. Und weil Oberfranken gerade auch für Bierfreunde verschiedenste Freizeit-Möglichkeiten bietet, gibt es auch eine eigene Internet-Rubrik "Freizeit". Wer eines der vielen (Bier)-Feste oder Kirchweihen besuchen will, Rad- oder Bier-Wanderungen plant oder am Wochenende eine Spritztour ins Bierland Oberfranken macht, der findet dort jetzt schon über 80 Veranstaltungshinweise, Bierwanderungen und Radtouren.

Der Verein Bierland Oberfranken hat seinen ersten Aktionsschwerpunkt bewusst auf das Internet gesetzt, betonten Matthias Trum, Juniorchef des Schlenkerla in Bamberg und Christof Pilarzyk vom Brauereigasthof Grosch in Rödental, beide im Vorstand von Bierland Oberfranken. Das oberfränkische Bier-Internetangebot war dafür bisher zu zersplittert. Es gäbe eine riesengroße Bierszene im Internet, die bisher zu wenig von Oberfranken aus beworben wird, auch international. Die Bamberger Brauerei Schlenkerla bekomme Internet-Anfragen für Bierlieferungen bis aus Kanada und den USA. Und beim Brauereigasthof Grosch würden schon seit einigen Jahren Urlauber aus den USA übernachten, die den Brauereigasthof über das Internet gefunden haben. Wie die Empfehlung "Sleep in brewery" in die USA gekommen ist, weiß Christof Pilarzyk selbst nicht genau. Sicherlich auf Empfehlung und durch Verlinkungen. Aber genau so funktioniert eben das Internet. Und Hauptsache, die Urlauber kommen.

Und die Pflege der Internetseiten? Das besondere an der Internetplattform www.bierland-oberfranken.de, so Stefan Dremer von der Internet Agentur TMT aus Bayreuth: es handelt sich um eine datenbankgestützte Internetdarstellung, alle Brauereien können ihr Internetportrait und ihre Veranstaltungstipps bald auch vom PC zu Hause aus, selbst und ohne große Internetkenntnisse online ändern und einpflegen.

Und, noch ein schöner Nebeneffekt, so Hauptgeschäftsführer Horst Eggers von der Handwerkskammer für Oberfranken: etwa ein Drittel der oberfränkischen Brauereien hatten bisher keine eigene Internetseite. Ein Defizit, das Bierland Oberfranken bis zum Jahr 2006 beseitigt haben wird. Auch dank eines EU-Förderprogramms, das die Handwerkskammer initiiert hatte und das ganze finanziert. (Quelle: Website von Bierland Oberfranken).

Udo Finkenwirth als FBMA-Praesident wieder gewaehlt.

Die 31. Jahreshauptversammlung der Food & Beverage Management Association (FBMA) führte die Mitglieder vom 15. bis 17. April 2005 im Ramada-Treff Hotel Rhein-Main in Hofheim/Diedenbergen zusammen. Zwei wichtige Themen standen zur Entscheidung an: Die Satzungsänderung und die damit verbundene orgezogene Neuwahl des Präsidenten.

Der amtierende Präsident Udo Finkenwirth hatte sich erneut zur Wahl gestellt und wurde mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigt. Die neue Satzung sieht vor, dass der Präsident in ungeraden Jahren für jeweils vier Jahre, Vizepräsident und Schatzmeister in geraden Jahren für zwei Jahre gewählt werden.
"Damit erzielen wir ein Optimum an Kontinuität in der Verbandsführung"
erläuterte Präsident Udo Finkenwirth, dem die Mitglieder das Mandat für eine weitere Amtsperiode bis zum Jahr 2009 übertrugen. Im Präsidium stehen ihm wie bisher Bernhard Rothenberger und Klaus-Peter Fiebig zur Seite.

Vizepräsident Rothenberger informierte über die geringfügig rückläufige Mitgliederentwicklung und stellte einen Ausgleich durch eine Reihe von vorliegenden Neuanträgen in Aussicht. Regional hatte sich die FBMA im Geschäftsjahr 2004 neu aufgestellt: Die Zahl der Regionen wurde von acht auf fünf reduziert, neue Direktoren gewählt und die Verbandsarbeit vor Ort intensiviert.

FBMA-Stiftungsprojekt "Reiss-Profil"

Im Rahmen der Mitgliederversammlung berichtete Klaus-Günther Wiesler von der Arbeit der FBMA-Stiftung Als erste gastgewerbliche Berufsvereinigung gründete die FBMA 1993 die als gemeinnützig anerkannte Stiftung mit dem Zweck, branchenbezogen Forschung, Kultur und Bildung sowie den Umweltschutz zu fördern. Mehrere erfolgreiche Projekte hat die Stiftung bereits initiiert. Mit dem aktuellen Projekt, das nach dem amerikanischen Professor Steven Reiss benannten Profil, soll der Branche ein Instrument zur optimalen Mitarbeiterauswahl an die Hand gegeben werden. Grundlage ist eine gezielte Analyse des Menschen darüber, welche Grundwerte ihn im täglichen Leben beeinflussen. Stiftungs-Geschäftsführer Klaus-Günther Wiesler stellte mit dem Referenten Peter Boltersdorf einen Trainer vor, der in der Industrie und im Profi-Fußball das Testinstrument bereits praktisch und systematisch anwendet.

Einen Experten zum Thema "Zielorientiertes Lebensmanagement" hatte die FBMA mit dem Psychotherapeut und Theologen Dr. Erik Müller-Schoppen zu Gast. Er führte den Teilnehmern die Bedeutung von Zielsetzung und Zielverfolgung bei der Beantwortung der Sinnfrage des Lebens vor Augen. Der tiefsinnige und zugleich humorvolle Vortrag leitete über zur Abendveranstaltung, die das Ramada Treff-Hotel unter das Motto "Country und Western Party" stellte. Im Rahmen des geselligen Abends wurden die Auszeichnungen verliehen: Präsident Udo Finkenwirth überreichte dem Hausherrn Joachim Dietz für seine 20jährige Mitgliedschaft die Verbandsnadel in Bi-Color. Die silberne Verbandsnadel für fünfjährige Mitgliedschaft erhielten Thomas Drick, Monika Rüger und Thomas Mertens, für zehn Jahre Zugehörigkeit wurden Anja Fehrmann und Thorsten Hille mit der goldenen Verbandsnadel geehrt.

Die FBMA ist eine der größten berufsständischen Vereinigungen im Gastgewebe. Sie bietet ihren Mitgliedern Erfahrungsaustausch, Weiterbildung sowie Aufbau und Pflege von Kontakten in Kreisen von Kollegen und zur Industrie.

Lena Kraft übernimmt Pressebetreuung der Food & Beverage Management.

Ranstadt, 29. April 2005: Die Food & Beverage Management Association (FBMA) hat Lena Kraft mit ihrer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beauftragt. Mit ihrer Agentur articolare public relations ist Lena Kraft ab sofort für die Kommunikation des gastgewerblichen Fachverbandes der Ansprechpartner der Medien.

Die PR-Agentur mit Sitz in Ranstadt nahe Frankfurt/Main ist überwiegend für Unternehmen und Vereinigungen im Gastgewerbe tätig u.a. den Leaders Club Deutschland, Pencom Ploner Partner, das Pfalzhotel Asselheim, die Schwan Restaurant GmbH sowie das Bildungs- und Beratungszentrum Gastgewerbe BZG.

Lena Kraft studierte in Heilbronn Touristikbetriebswirtschaft und leitete die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit u.a. der Japanischen Fremdenverkehrszentrale sowie der Hotelkette Renaissance Hotels International, bevor sie sich 1998 selbständig machte. Heute gehört zu articolare ferner die Marketing-Agentur mit dem Schwerpunkt Kunden- und Mitarbeitermagazine.

Donnerstag, April 28, 2005

Pharisaer.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, habe sich, so die Netzeitung vom 29. April 2005 ("SPD will Sozialstaats-Kongress abhalten") der Kritik von SPD-Chef Müntefering an kapitalistischen Auswüchsen angeschlossen. Armut und Reichtum drifteten in Deutschland immer mehr auseinander, habe Huber am Montag im ZDF gesagt. Die Wirtschaft nehme ihre "ureigene Aufgabe", mehr Arbeitsplätze zu schaffen, nicht immer ernst.

Ausgerechnet die evanglische Kirche reißt in dieser Frage das Maul auf. Dabei baut sie selbst in großem Umfange Stellen ab und verweigert sich hartnäckig der betrieblichen Mitbestimmung. Ihre Brüder und Schwestern im Geiste am anderen Ende der Bundesrepublik (in der nordelbischen Landeskirche) haben ihren 25.000 Mitarbeitern das Urlaubsgeld gestrichen und das Weihnachtsgeld halbiert: "Zwischen Moral und Mammon", in: Welt am Sonntag vom 11. März 2004.

Aber auch die evangelische Landeskirche in Bayern hat auf ihrer Herbsttagung in Bad Reichenhall vom 23. bis 27. November 2003 harte Sparmaßnahmen beschlossen. Siehe: "Das große Sparen beginnt. Landessynode in Bad Reichenhall" von Helmut Frank und Lutz Taubert, in: Sonntagsblatt Bayern vom 23. 11.2003. 2004 muß die bayerische Landeskirche 46 Millionen Euro sparen (von 688 Millionen auf 646 Millionen Euro) und in den Folgejahren 2005 und 2006 weitere 30 Millionen. Anreize zum freiwilligen Ausscheiden soll eine Regelung mit dem schönen Namen "Personalstruktursicherungsgesetz" schaffen. Schließlich ist man als Kirche ja so sozial, vorerst auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, wenn die Mitarbeiter so nett sind, freiwillig abzuhauen.

Warum wohl kommt mir angesichts dieser Tatsachen und der wohlfeilen Worte von Bischof Huber das Gleichnis der Pharisäer in den Sinn?
"Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand für sich und betete so: Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die anderen Leute, Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme. Der Zöllner aber stand ferne, wollte auch die Augen nicht aufheben zum Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei mir Sünder gnädig. Ich sage euch: Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus, nicht jener. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden." (Lukas 18,9-14, nach der Übersetzung Martin Luthers).
Siehe dazu auch:
  • "Billiger = Sicherer? stimmt nicht !", Fachtagung des Verbandes kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
  • "Wenn zwei das Gleiche tun ..." von Professor Werner Lachmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Entwicklungspolitik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, in: Sonntagsblatt Bayer von 5. März 2005.

Mindestloehne bei Gebaeudereinigern.

Laut einer Meldung der Netzeitung vom 29. April 2005 ("Verdi fordert auch gesetzliche Mindestlöhne") will der Bundesinnungsverband der Gebäudereiniger als erste Branche die am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene Ausweitung des Entsendegesetzes für die Schaffung von Mindestlöhnen nutzen.

Nicht betroffen wären davon Reinigungsarbeiten von Mitarbeitern anderer Branchen, z.B. im Gastgewerbe. Falls Sie Ihre Reinigungsarbeiten an einen Dienstleister ausgelagert haben und dieser versucht, bei Ihnen Preiserhöhungen durchzusetzen, sollten Sie diese Arbeiten wieder einlagern. Wenn Ihnen unter den Mitarbeitern des Gebäudereinigers fähige Arbeitnehmer auffallen, können Sie ja mal beiläufig fallen lassen, daß bei Ihnen demnächst Reinigungsjobs zu besetzen sind.

Flyer drucken lassen.

Welche Online-Druck-Shops gibt es, bei denen man Flyer kostengünstig drucken lassen kann, neben:und welche Erfahrungen habt Ihr mit diesen Anbietern gemacht? Gibt es irgendwo einen Anbietervergleich?

Sieg, Sieg, Sieg.

In einem nicht rechtskräftigen Urteil hat das Landgericht Nürnberg-Fürth entschieden, daß die Münchener Traditionsgaststätte "Nürnberger Bratwurst Glöckl am Dom" ihren Namen solange nicht mehr führen darf, wie sie keine "Nürnberger Bratwürste" anbietet. Solange die Gaststätte keine original Nürnberger Rostbratwürste serviere, dürfe zudem in Speisekarten und Werbung der Hinweis "nach Nürnberger Art" nicht verwendet werden: "Nürnberger Bratwurst Glöckl" hat seinen Namen nicht verdient", in: Süddeutsche Zeitung vom 28. April 2005.

Dieses Urteil ist aus preußischer Sicht vielleicht etwas skurril (siehe z.B. "Sieben Zentimeter Franken", in: Frankfurter Rundschau vom 28. April 2005), erfreut aber mein Herz als jemand, der einen Beitrag über "Namen gastronomischer Betriebe" geschrieben hat und für jede Ergänzung dankbar ist. Zudem ist - zur Erläuterung für Preußen - das Verhältnis zwischen Franken und Bayern solange noch gespannt, wie wir von denen besetzt werden (die Syrer sind ja mittlerweile auch schon aus dem Libanon vertrieben worden). Und den Münchnern, die auf dem Oktoberfest Biere holländischer und belgischer Brauereikonzerne ausschenken, aber kein richtig gutes fränkisches Bier, und die ihre Münchener Weißwürste genauso haben schützen lassen wie die Nürnberger ihre Rostbratwürste, gönnen wir jede Niederlage auf jedem Nebenkriegsschauplatz.

Andererseits: Wie könnte ich einem Gastronom, der Augustiner ausschenkt, nicht alles Gute und viel Erfolg vor dem Oberlandesgericht wünschen? Und wenn man es geschickt anstellt, kann man aus Gerichtspossen noch jede Menge Publicity schlagen: "Schinderhannes-Marketing V".

Mesothelioma attorney.

"Hier lohnt sich der Betrug" ist der etwas reißerische Titel eines informativen Artikels über die Preise von AdClicks für Suchbegriffe. Spitzenreiter ist angeblich "Mesothelioma attorney", wofür 70,24 US-Dollar gezahlt werden für jeden Klick auf Keyword-Targeted Ads zu diesem Suchbegriff. "Mesothelioma" ist eine Krankkeit von Menschen, die mit Asbeststaub eingeatmet haben. "attorney" bedeutet Anwalt.
"Diese Begriffe werden meist von Anwaltskanzleien gebucht, die Kunden für eine neue Sammelklage suchen. Bei den horrenden Strafen, die in den USA verhängt werden, lohnt es sich einige zehntausend Dollar in neue Mandanten zu investieren."
Herausgeber der Website Klickbetrug.de ist Albert Warnecke von www.Web-Analytics.org. Sie widmet sich ganz dem Thema Klickbetrug. Wer betrügt, warum wird betrogen und wie können Sie sich schützen? Neben aktuellen Artikeln und Links werden in einem Anbeiterverzeichnis Adressen von Spezialisten zusammengetragen, die helfen Klickbetrüger aufzuspüren (zur Zeit erst ein Eintrag).

Das Thema "Klickbetrug" ist Insidern als Problem vertraut, seitdem Keyword-Targeted Anzeigen von Anzeigenvermittlern bzw. -netzwerken angeboten werden. Die breitere Öffentlichkeit wurde aufmerksam, als in den USA elf namhafte Internet-Firmen, darunter Google, Yahoo, AOL, Ask Jeeves, Lycos und Walt Disney Online, wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei der Vermarktung von Online-Anzeigen verklagt worden sind. Siehe dazu: "Google & Co. im Zusammenhang mit Klickbetrug verklagt", in: Heise Online vom 5. April 2005.

Wohlgemerkt: Angezeigt wurden sie nicht als Betrüger, sondern weil diesen Firmen bekannt gewesen sei, dass die Klickraten teilweise manipuliert wären und sie dies nicht bei ihren Abrechnungen berücksichtigt hätten. Es gibt etwa bei Google Adwords eine Art Kontrollsystem. Kunden erhalten Gutschriften, wenn der Verdacht besteht, daß manipuliert worden ist oder Dritte geklickt haben, ohne an den Angeboten Interesse zu haben. Man kann dies z.B. daran erkennen, daß vom selben Internetzugang aus welchen Gründen auch immer in kurzer Zeit häufig die selbe Anzeige angeklickt worden ist.

Mittwoch, April 27, 2005

Kombiloehne statt Mindestloehne.

Prof. Dr. Hermann Scherl, Professur für Sozialpolitik, Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, empfiehlt als Alternative zur Ausweitung von Mindestlöhnen eine Kombilohn-Lösung: "Mehr Mindestlöhne durch Ausdehnung des Entsendegesetzes? ? ein Irrweg!" (PDF) vom 20. April 2005.Zitat:
"Statt deutsche Arbeitnehmer vor der Verdrängung durch billige Arbeitskräfte aus Osteuropa zu schützen, fördert die Ausdehnung von tariflichen Mindestlöhnen auf nicht ortsgebundene Arbeiten die Verlagerung solcher Arbeiten an kostengünstigere Standorte im Ausland und bewirkt damit auf längere Sicht in Deutschland größere Arbeitsplatzverluste. Und auch bei ortsgebundenen Arbeiten ist längerfristig ein negativer Beschäftigungseffekt zu erwarten, hauptsächlich infolge der Verteuerung der jeweiligen Produkte oder Dienstleistungen."
Dieser Effekt läßt sich am Beispiel der Gastronomie beleuchten: Wenn die Löhne in der Gastronomie steigen müßten, werden Küchenhilfsarbeiten ausgelagert und mehr Convenience-Produkte eingesetzt. Die kann man dort kaufen, wo sie am günstigsten sind, z.B. in Osteuropa. Convenience-Sushi, der heute in Deutschland angeboten wird, stammt heute schon zum großen Teil aus Island (siehe "Sushi aus Island"). Was spricht gegen kalte Platten aus Tschechien oder handwerklich hergestellte Suppen aus Polen? Schon heute werden z.B. Party- und Bierzelte aus Polen geliefert, hier legal von polnischen Monteuren aufgestellt, später wieder abgebaut, nach Polen gebracht, dort gereinigt, repariert und für den nächsten Einsatz in Deutschland vorbereitet. Siehe dazu: "Zelte aus Polen".

eMail-Marketing für Hotels.

Die rabbit eMarketing Sinn von Graeve GmbH in Frankfurt am Main ist hervorgegangen aus der rabbit Software AG hervor, die eMarketing-Tools entwickelte. Deshalb kennt man den Markt sowohl von der Marketing-, wie auch von der technologischen Seite. Konzipiert werden eMail-und SMS-Kampagnen für Kunden, die bei Bedarf auch im Full-Service umgesetzt werden.

Seit Juli 2004 gibt es auf deren Website auch ein eMarketing Blog. Dort habe ich ein schönes Beispiel gefunden, wie man Fundstücke aus unseren Gastgewerbe Gedankensplittern gescheit umsetzen kann: "eMail-Marketing für Hotels".

Google Print.

Das leitende Prinzip in der strategischen Entwicklung von Google ist es, letztlich alles durchsuchbar zu machen, was Informationen enthält. Google's CEO Erci Schmidt hat dies in einem Interview so ausgedrückt: "What Google is really about is promoting the access to information in all forms." (Quelle: "About Google's Schmidt - Part 2", in: Allwayson.com. Google Print stellt zum Beispiel - vorerst nur für eine kleine Auswahl englischsprachiger Bücher - eine Suchfunktion zur Verfügung, mit der man im Inhalt dieser Bücher suchen kann.

Am Beispiel des Buches "Controlling Restaurant & Food Service Operating Costs" von Cheryl Lewis und Douglas Robert Brown können Sie sich einmal anschauen, wieviele Informationen über dieses Buch verfügbar gemacht werden:
  • Titel
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  • Keyword-Targeted Anzeigen, mit denen Google Geld verdient und an deren Erlösen die Verlage angeblich beteiligt werden.
Aber es werden nicht nur aktuelle Bücher durchsuchbar gemacht (das sogenannte Publisher Programm) sondern auch Bibliotheksbestände erfaßt (das sogenante "Library Program").

Wer die Websites von Online-Buchhändlern wie Amazon kennt, dem fällt auf, daß auch diese ähnlich umfassende Informationen über Bücher zur Verfügung stellen. Die Features von Online-Shops und Suchmaschinen nähern sich offensichtlich an. So ist es kein Wunder, daß umgekehrt etwa Amazon.com sich in Richtung Suchmaschine weiter zu entwickeln versucht. Erworben und teilweise integriert wurden:Wie können Sie Google Print nutzen?
  • Indem Sie print.google.com aufrufen und dort suchen.
  • Indem Sie im normalen Suchfeld von Google.com Suchbegriffe eingeben, etwa eine ISBN, einen Autor oder einen oder mehrere beliebige andere Suchbegriffe und den Ausdruck "site:print.google.com" hinzufügen. Da zur Zeit nur englischsprachige Bücher erfaßt sind, sollten sie natürlich auch nur Suchbegriffe verwenden, die Teil der englischen Sprache sind. Wenn man z.B. den Suchbegriff "restaurant business" voranstellt, findet man alle im Datenbestand enthaltenen Bücher, in denen diese Suchbegriffskombination vorkommt.

Dienstag, April 26, 2005

Zweite Biermix-Generation von Verbrauchern mit Vertrauensbonus belohnt.

Der Biermixmarkt in Deutschland behält in den nächsten Jahren unveränderte Impulskraft für die deutsche Brauindustrie. Zwar lag das Gesamtvolumen mit rd. 2,58 Mio. Hektolitern 2004 unter dem Vorjahresniveau, aber im Spezialitäten-Wettbewerb mit Weizen, Alt, Pils & Co. legten die Marktanteile auf 4,2% (2003: 3,8%) weiter zu.
"Die sympathische Geschmacksvielfalt und der Light-Charakter haben beim Verbraucher einen souveränen Vertrauensbonus gewonnen, der insbesondere in der Zielgruppe der 18- bis 35-Jährigen weitere Verwender erschließt"
sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins. Die wichtigste Tendenz des letzten Jahres: Biermix-Freunde sind qualitätsbewusst und lehnen immer öfter Billig-Produkte zu Gunsten von Premium-Marken ab. So hat sich lt. GfK innerhalb von drei Jahren der Anteil des Markensegments von 45,8% auf 63,8% erhöht. Und als zusätzlicher Geschmack gewinnt Bier&Lemon im Vergleich zum zitro-aromatischen Radler eine stärkere Bedeutung.

Kein Outlet in Deutschland ohne Biermix

Deutschland bietet, was die Biermixnachfrage betrifft, ein sehr unterschiedliches Bild. Während die Biermischgetränke mit Cola oder Radler in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz inzwischen eine feste Marktposition besitzen, besteht in den übrigen Bundesländern noch Nachholbedarf. Nahezu alle Handelsunternehmen mit ihren unterschiedlichen Vertriebsschienen haben durchschnittlich zwischen drei und fünf Produkte gelistet. Nach Schätzungen der Brauerei C. & A. Veltins sind in Deutschland inzwischen etwa 400 verschiedene Produkte im Angebot, wobei die Zahl der Neuheiten im zurückliegenden Jahr bei gerade mal einem Dutzend lag.
"Die enorme Wachstumsdynamik bis zum Jahr 2003 ist abgeflaut, so dass sich nur noch wenige Anbieter die Chancen auf einen erfolgreichen Markt ausrechnen"
stellt Dr. Kuhl fest.

Nach wie vor zählt das bevölkerungsstärkste Bundesland Nordrhein-Westfalen sowie Hessen, Rheinland Pfalz und inzwischen auch Niedersachsen zu den Biermixhochburgen, in deren Regionen der durchschnittliche nationale Marktanteil von 4,1% noch um bis zu 4% Punkte übertroffen wird. Und auch die Gastronomie kann sich der Nachfrage nicht erwehren.
"Es gibt inzwischen Festivitäten, bei denen der Biermixanteil sogar die 20%-Marke übertrifft"
schildert Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer Marketing/Vertrieb der Brauerei C. & A. Veltins. Tatsächlich konnten sich die betont innovativen Marken unter den Biermischgetränken auch in der Szene-Gastronomie ein festes Standbein erobern. Die Brauerei C. & A. Veltins verbucht mit dem erst im Frühjahr 2004 eingeführten "V+Energy" gerade dort respektable Absatzerfolge. "V+Energy" ist ein betont fruchtiger Biermix-Drink mit einem Schuss belebendem Guarana. Gerade mal 3% aller Biermischgetränke in Deutschland haben lt. GfK einen solch innovativen Charakter. Mit einem Anteil von über 54,3% dominiert das klassische Radler dieses Sortensegment. Immer stärker prägt sich der Bier-Lemon-Geschmack heraus, der inzwischen auf einen Anteil von 13,1% kommt. Auf den Bier-Cola-Mix entfallen immerhin noch 29,9%. Vor allem der klassische, gastronomiebekannte Radler-Mix kann über eine hohe Akzeptanz in nahezu allen Altersgruppen verweisen.
"Ein fruchtiges Radler hat seit jeher Akzeptanz und wird auch künftig Generationen verbinden"
so Dr. Kuhl.

Starke Marken setzten 2001 zur "Aufholjagd" an

Der Weg der fix-und-fertigen Biermischgetränke wurde für den Daheimgenuss erst 1993 bereitet, als in Deutschland die biersteuerrechtlichen Vorraussetzungen liberalisiert wurden. Bis dahin durften laut Gesetzgeber Radler, Krefelder & Co. nur "vor den Augen des Gastes" auf dem Tresen gemischt werden. In der zweiten Hälfte der 90er-Jahre entstand dann die erste Generation der Biermischgetränke, die anders als die übrigen Sorten durch einen jüngeren und impulsstärkeren Auftritt im Vergleich zu den angestammten Marken auf sich aufmerksam machten. Im Jahr 2001 ging dann die zweite Biermix-Generation an den Start.
"Mit der Produktrange ?V+? haben wir rechtzeitig zur Aufholjagd angesetzt und uns vorübergehend abtrünnige Hektoliter in unseren Stammmarkt zurückgeholt"
schildert Veltins-Geschäftsführer Dr. Volker Kuhl. Vor allem die Marketing-Kompetenz und die Vertriebskraft in Handel und Gastronomie führten rasch zu schnellen Erfolgen, die sich im Absatz widerspiegelten. So ist es "V+" gelungen, im Jahr 2004 abermals 54% Volumen zuzulegen. Heute repräsentiert "V+" bereits 10% des Ausstoßvolumens der Sauerländer Premium-Brauer. Zur Arrondierung ihrer Veltins-Produktrange stellte man zusätzlich ein Radler vor - ganz bewusst im klassischen Auftritt der Premium-Marke, um auch den traditionsbewussten Premium-Genießer anzusprechen. Denn gerade "V+" ist es in den letzten vier Jahren der Marktpräsenz gelungen, sich als junge Marke vorwiegend in der Zielgruppe der 18- bis 39-jährigen Verwender eindeutige Präferenzen zu schaffen und sich so von der Marke Veltins abzukoppeln. Dank der souveränen Markenführung durch Kommunikation und zielgruppengerechte Promotion wurde eine eigene Markenwelt im hart umkämpften Biermarkt etabliert. Die Sauerländer Premium-Brauer schickten Promotionteams in Gastronomie und Handel, aber auch Uni-Partys und eine "V+ Energizing Tour" durch die Szene-Gastronomie toppten die Popularität von "V+". Die Markenpflege machte für alle Anbieter bezahlt: Anders als bei den anderen Sorten im Biergeschäft ist das Billig-Segment stark rückläufig. Machten Handels- und Preiseinstiegsprodukte 2002 noch 54,2% des Marktes aus, wuchsen die Premium-Marken von 45,8% auf 63,8%.

Auch frühere Dosenverwender greifen heute zur Mehrwegflasche

Heute setzen die Verbraucher vor allem deshalb auf den Genuss von Biermischgetränken, weil der wenig herbe und stattdessen angenehm süße Geschmack überzeugt, und selbstverständlich trägt die Alkoholreduzierung um bis zu 50% ihren Anteil am Markterfolg in Deutschland bei. Im gerade erst zehn Jahre alten Sortenleben von Biermix erlitt das Gesamtsegment aber den schärfsten Einschnitt im Jahr 2003, als die Zwangsbepfandung die bis dahin dosendominierten Produkte durch flächendeckende Auslistungen im Handel ins Straucheln brachte. ?Inzwischen haben sich auch die convenienceorientierten Verwender den Mehrwegflaschen zugewandt?, ist Dr. Volker Kuhl überzeugt. Favorit in der Gebindestatistik ist auch im ersten Quartal 2005 der Six-Pack, der in Regalen die ganze Impulskraft der dynamischen Markenauftritte entfaltet. (Quelle: Pressemitteilung von Veltins).

Ich weiss von nichts, ich sitz hier bloss.

Wer sich die Live-Übertragungen aus dem Untersuchungsausschuß zur Visa-Affäre angetan hat und den Zeugen naheliegend nicht unterstellen will, ihre Erinnerungslücken und die fehlenden Protokolle von Besprechungen seien Schutzbehauptungen und Urkundenunterschlagungen, kann sich des Eindrucks nicht erwehren, das Außenministerium sei ein chaotischer Haufen, in dem kaum mehr zu rekonstruieren ist, wer wo was gesagt und geschrieben hat.

Die Rekonstruktion bürokratischer Prozesse wird - so ein Ergebnis des Ausschusses aus meiner Sicht - auch dadurch erschwert, daß vieles per E-Mail auf der Arbeitsebene besprochen wird. Teilweise hat dies den Vorteil, daß gelegentlich E-Mails gefunden werden, die Dinge verraten, die aus Sicht der Verfasser und Adressaten besser nicht aufgedeckt worden wären. Aber E-Mails lassens sich nur schwer systematisch auswerten, zumal sie im Außenministerium - so mein Eindruck - nicht systematisch archiviert werden.

Wenn man naiverweise unterstellt, den Organisatoren ginge es wirklich darum, die Diskussionsprozesse und Entscheidungsstrukturen nachvollziehbar zu machen, könnte man ihnen raten, Tools wie Wikis und Blogs im Intranet einzusetzen. Der Untersuchungsausschuß müßte sich dann nicht durch Hunderttausende von Blättern wühlen und Zeugen nur deshalb befragen, um herauszufinden, was wann wer wo zu wem gesagt hat.

Siehe dazu:

Umsatzsteuerliche Behandlung von Take-Away-Umsaetzen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, in der McDonalds-Zentrale seien Steuerbehörden wegen Unterlagen von einigen Franchisenehmern vorstellig geworden, die des Umsatzsteuerbetrugs verdächtig verdächtigt würden: "Steuer für das Weggehen" von Bernd Oswald vom 26. April 2005.

Hintergrund ist die steuersystematisch nicht begründete und Laien nicht nachvollziehbare Unterscheidung, wonach Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 16% und Speisen, die geliefert oder mitgenommen werden, mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 7% besteuert werden. Siehe dazu auch unseren "Wahlprüfstein: Ermaessigter Mehrwertsteuersatz fuer gastgewerbliche Produkte und Dienstleistungen.".

Eine generelle Besteuerung gastgewerblicher Produkte und Dienstleistungen mit dem ermäßigtem Mehrwertsteuersatz würde auch Schwierigkeiten der Abgrenzung, ob eine Speise von einem Gast zum Verzehr an Ort und Stelle gekauft wird oder nicht, vermeiden helfen. Diese Schwierigkeit der Abgrenzung drückt sich auch aus in widersprüchlichen Urteilen von Finanzgerichten und häufigen Querelen bei Umsatzsteuerprüfungen durch die Finanzbehörden. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken".

Suchmaschinen und Recht.

Die Kanzlei Dr. Martin Bahr hat eine neue Website www.Suchmaschinen-und-Recht.de online gestellt.

Fusion von fuehrenden Poster-Online-Shops.

Art.com ein führender Online-Shop für Kunstdrucke, Poster, Plakate usw., mit dem ich seit 1998 kooperiere, hat gestern mit dem Wettbewerber Allposters.com fusioniert.

Art.com wurde im Mai 1999, also ein Jahr nach dem Start und mit bereits 30.000 Kunden und einem Angebot von 100.000 Drucken von Getty Images für über 200 Millionen US-Dollar gekauft. Getty Images ist ein Unternehmen von J. Paul Getty Jr., dem Sohn des 2003 verstorbenen Immobilien-Milliardärs Sir Paul Getty, der im Wettstreit mit Bill Gates versucht, die größte Sammlung von Bildrechten zusammen zu kaufen. Siehe dazu: "Gates/Getty: Jäger und Sammler des digitalen Bildermarkts", in: Heise Online vom 6. März 2000.

Die Websites und Partnerprogramme von Art.com und Allposters.com sollen vorerst selbständig bleiben. Art.com läßt es jedoch nunmehr zu, auch Partner von Allposters.com zu werden. Ich habe diese Möglichkeit gleich mal ausprobiert und präsentiere als Beispiel eine kleine Auswahl von touristischen Plakaten aus Deutschland.

Visit Art.comFür gastgewerbliche Websites bietet eine Partnerschaft mit Poster-Online-Shops die Möglichkeit, die eigene Website mit hochwertigem graphischen Content aufzuwerten, und die Chance auf einen kleinen Zusatzverdienst. Angesichts der großen Auswahl an Motiven lassen sich leicht thematisch passende Motive finden.

Aber aufgepaßt: Die urheberrechtliche Lage ist etwas verworren:
  • Bei fast allen Partnerprogrammen werden die Thumbnails der Produkte zwar von den Websites der Partnerprogramme, etwa als Iframe (eingebettete Frames), eingespielt, also faktisch nicht vom Partner kopiert, sondern vom Nutzer seiner Site von der Website des Online-Shops heruntergeladen. Dennoch könnten Rechteinhaber auf den Gedanken kommen, dies als Nutzung zu interpretieren (rechtlich umstritten).
  • Kompliziert wird die Angelegenheit auch dadurch, daß man davon ausgehen kann, daß amerikanische Online-Shops die Rechte des Vertriebs in den USA besitzen, es jedoch nicht auszuschließen ist, daß ihnen die Vertriebsrechte in Europa oder Deutschland fehlen. Es empfiehlt sich deshalb, auf der Website der Verwertungsgesellschaft Bild - Kunst nachzuschauen, ob die betreffenden Künstler von dieser Verwertungsgesellschaft vertreten werden.

In die Schweiz hinein zoomen.

Seit dem 8. April 2005
"werden auf map.search.ch Symbole für öffentlichen Verkehr, Gastronomie, Kultur, öffentliche Gebäude und Shopping eingezeichnet. Auf jeder Zoomstufe können beliebige Kombinationen dieser Kategorien angezeigt werden; zudem können sie durch Aufklappen noch feiner ein- und ausgeschaltet werden. Versuchen Sie doch einmal auf der Ansicht der ganzen Schweiz etwas einzuschalten - man sieht z.B. schön den Verlauf der Bahnlinien oder die Verteilung der Skilifte!

Wenn man die Maus über eines dieser Symbole bewegt, erscheinen weiterführende Informationen zum angewählten Objekt:
  • Bei Parkhäusern wird - wo verfügbar - die aktuelle Zahl der freien Plätze sowie ein Link auf die Homepage des Parkhauses angezeigt
  • Bei Tram- und Bushaltestellen werden die Linien angezeigt, welche diese Haltestelle bedienen, sowie ein Link auf den SBB-Routenplaner zu dieser Haltestelle angeboten.
  • Bei Restaurants, Hotels, Kinos und Theatern werden wenn möglich Adresse und Telefonnummer eingeblendet.
(via Recherchenblog, der sich auf about.search.ch bezieht).

Ich bin echt beeindruckt - unbedingt anschauen! Und ich will sowas auch für Deutschland haben!

Diese Schweizer Lösung ähnelt der von Google Maps bzw. Google Local, die aber für Deutschland noch nicht implementiert ist. Siehe dazu meinen früheren Beitrag über "Google Maps".

Richtigstellung.

Christian Stöcker schreibt im "Spiegel" vom 25. April 2005 über Google Adsense und Google Adwords: "Googles Anzeigen werden bunt und billiger" und er schafft es, in einem Satz zwei Fehler unterzubringen:
"Nun soll das Zufallsprinzip gekippt werden, die Anzeigen sollen bunt und beweglich sein können - und auch das Prinzip *Pay-per-klick' wird fallen."
Das erfolgreiche Bezahlmodell, nachdem AdClicks bezahlt werden, fällt natürlich nicht. Vielmehr kann man bei Google Adwords demnächst zusätzlich auch Site-Target Ads schalten, die nach der Anzahl der Ad Impressions bezahlt werden. Siehe dazu meinen Beitrag von gestern: "Site-Targeted Ads bei Google Adwords".

Auch seine Aussage, die Anzeigen sollten "bunter" sein können, ist insoweit falsch, als bereits seit Mitte Mai 2004 neben reinen Text-Anzeigen auch Graphik-Anzeigen geschaltet werden können.

Montag, April 25, 2005

Die Elster ist tot.

In meinem Beitrag vom 18. April 2005 "Online-Steuer: Arbeitsbeschaffungsmassnahme fuer Finanzrichter" habe ich auf den "beschäftigungstherapeutischen" Charakter der Verpflichtung, die Lohn- und Umsatzsteuer elektronisch beim Finanzamt anzumelden, hingewiesen und belegt, daß man sich dieser Pflicht sehr einfach entziehen kann.

Heute meldet gmbhnetz.de (ein Produkt der Verlagsgruppe Praktisches Wissen): "Elster vorerst gestoppt" (via Akademix). Zitat:
"Damit ist klar: Sie können Umsatzsteuervoranmeldungen und Lohnsteueranmeldungen künftig auch wieder in Papierform abgeben."
Sag ich doch!

Neues vom Internetarchiv.

Beim Internetarchiv von Alexa gibt es zwei Neuerungen (zumindest habe ich vorher darüber nichts an anderer Stelle gelesen):
  • Man kann zwei Versionen der selben Webseite (d.h. mit verschiedenem Alter) vergleichen. Zumindest gibt es ein solches Feature. Bei meinen diversen Versuchen hat es jedoch (noch) nicht funktioniert. Genutzt wird dabei Software von Docucamp.
  • Der Archivierungszyklus wurde - so scheint es - erheblich erweitert. Zumindest von Abseits.de wurden im Jahre 2004 143 Versionen gespeichert, im Vorjahr nur 30. Von Akademie.de waren es in diesem Jahre 81 Seiten, im letzten Jahre 33.

Site-Targeted Ads bei Google Adwords.

Schon seit langem propagiere ich, Anzeigen bei Google Adwords zu schalten und insbesondere "Regional Targeting mit Google Adwords" zu nutzen. In einem Gespräch mit einem auf Internetmarketing spezialisierten Berater hat mir dieser versichert, daß auch er Google Adwords seinen Kunden häufig empfiehlt.

Ein Problem von Google Adwords, also der Schaltung von Anzeigen auf den Such-Ergebnisseiten und im Anzeigen-Netzwerk Google Adsense, ist bislang, daß derjenige, der Anzeigen schaltet, nicht kontrollieren kann, auf welchen Websites und in welchen Newslettern seine Anzeigen erscheinen. Dies soll sich jetzt ändern.

Ein diesbezüglicher Hilfe-Text von Googel ist bereits online: "All About Site-Targeted Ads".

Search Engine Watch behauptet, diese Änderung würde heute den Google Adwords-Kunden mitgeteilt werden. Interessanter als der Zeitpunkt der Einführung dieser Funktionalität ist jedoch, zumindest für Websites wie Abseits.de, die von Anzeigenerlösen von Google Adsense abhängig sind, ob und wie diese Möglichkeit der Auswahl, wo Anzeigen erscheinen, genutzt werden wird. Einen Einfluß auf die Erlöse wird natürlich auch haben, daß diese Site-Targeted Ads vergütet werden abhängig von der Häufigkeit ihres Erscheinens und nicht wie die Keyword-Targeted Ads abhängig davon, wie häufig jemand darauf klickt. Siehe zu dieser Frage einige Spekulationen von "Adwords advertisers now allowed to control what AdSense sites their ads appear on" von Jenstar vom 25. April 2005.

Sonntag, April 24, 2005

Weltfremder Deutschlehrer.

Vielleicht ist ein Teil des deutschen Problems, daß Menschen, die von Wirtschaft keine Ahnung haben, Politiker werden können. So fällt der gelernte Deutschlehrer und Ex-Pop-Beauftragte der SPD, Sigmar Gabriel, wieder einmal durch eine saudumme Idee auf. Er will die Vorstandsgehälter der Dax-Unternehmen an den Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen koppeln: "Wie die SPD den Kapitalismus bändigen will", in: Die Welt vom 25. April 2005.

Die Vergütung von Vorständen von Aktiengesellschaften ist in § 87 Aktiengesetz Absatz 1 und 2 bereits vernünftig geregelt (Absatz 3 regelt die Bezüge im Falle einer Insolvenz):
(1) Der Aufsichtsrat hat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge des einzelnen Vorstandsmitglieds (Gehalt, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder Art) dafür zu sorgen, daß die Gesamtbezüge in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben des Vorstandsmitglieds und zur Lage der Gesellschaft stehen. Dies gilt sinngemäß für Ruhegehalt, Hinterbliebenenbezüge und Leistungen verwandter Art.

(2) Tritt nach der Festsetzung eine so wesentliche Verschlechterung in den Verhältnissen der Gesellschaft ein, daß die Weitergewährung der in Absatz 1 Satz 1 aufgeführten Bezüge eine schwere Unbilligkeit für die Gesellschaft sein würde, so ist der Aufsichtsrat, im Fall des § 85 Abs. 3 das Gericht auf Antrag des Aufsichtsrats, zu einer angemessenen Herabsetzung berechtigt. Durch eine Herabsetzung wird der Anstellungsvertrag im übrigen nicht berührt. Das Vorstandsmitglied kann jedoch seinen Anstellungsvertrag für den Schluß des nächsten Kalendervierteljahrs mit einer Kündigungsfrist von sechs Wochen kündigen.

Sandwiches.

Die Nachfrage nach gastronomischen Produkten splittet sich auf in edle und preisgünstige Produkte. Gastronomische Anbieter müssen sich darauf einstellen, sich entweder für einen der beiden Segmente entscheiden oder sich so organisieren, daß sie beide Segmente bedienen können. Ein paar Artikel der letzten Wochen zum Thema Sandwiches illustrieren dies anschaulich:Mehr über Subs - Sandwiches - belegte Brötchen - Baguettes.

Samstag, April 23, 2005

SPD-Ausverkauf.

Nur noch ein paar Wochen bis zur Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Irgendwie verstehe ich Strategie und Taktik der Wahlkampfführung der SPD nicht so recht. Ein paar Beispiele:
  • Die letzten beiden Pressemitteilungen der SPD Nordrhein-Westfalen (Schartau: Rüttgers verletzt die Gefühle vieler gläubiger Menschen" und "Edgar Moron: Jürgen Rüttgers hat sich als CDU-Spitzenkandidat endgültig disqualifiziert") greifen den Oppositionsführer persönlich und direkt an. Dabei habe ich gelernt, daß man als Regierungspartei die Erfolge der Arbeit der letzten Jahre herausstreichen und versuchen sollte, den höheren Bekanntheitsgrad des Regierungschefs und seinen Bonus zu erhalten. Den Opposiitonsführer namentlich nennen und persönlich anzugreifen, ist das Verkehrteste, was man machen kann. Zumal wenn man ihn eher als Weichei und Wackelpudding einschätzt. Nageln Sie mal einen Wackelpudding an die Wand... Hat die SPD nichts aus Schleswig-Holstein gelernt und dem Scheitern der Diffamierungskampagne gegen Peter Harry Carstensen?
  • Meines Erachtens sollte man Werbemittelrestposten nicht mehr öffentlich anbieten. So kann man sich eine Kaffeetasse mit dem Logo "Kampa02" bestellen. Statt 20,50 Euro kosten sechs Stück davon "nur" noch 7,00 Euro. Man offenbart damit doch nur, daß man sich seit drei Jahren bemüht, den Mist loszuwerden. Zur Erinnerung: "Kampa" war das Konzept, den Bundestagswahlkampf 2002 nicht durch unfähige Parteifunktionäre, sondern durch Wahlkampf-Profis führen zu lassen. Aus der Serie "Kampa0" gibt es auch noch einen Koffer, eine Postkarte und ein Pin. Mein Tipp: Einlagern bis 3002. Auch der Europawahlkampf 2004 hat seinen Dreck hinterlassen, z.B. eine Europa-Jacke".
  • Wenn man aktuell eine ausländerfeindliche Kampagne führt und dem ausländischem Proletariat den Zugang zu Arbeitsplätzen in Deutschland verwehren will, macht es sich nicht gerade gut, wenn man Werbemittel im Ausland herstellen läßt. Der Kampa02-Porzellanbecher ist z.B. im tschechischem Karlsbad hergestellt worden. Gibt es nicht auch deutsche Porzellanfabriken, in denen deutsche Arbeiter mit deutschen Händen werkeln und deutscher Schweiß fließt?
  • Ideal für 1-Euro-Jobber und Arbeitslosengeld II-Bezieher sind die auf 3 Euro herabgesetzten SPD-Shirts. Es gibt sie auch in blau. Leider wird nicht beschrieben, ob man das SPD-Logo rückstandslos entfernen kann. Auch die Gummibärchen, herabgesetzt auf 35 Euro für 450 Tüten, sind ein Schnäppchen, von dem man sich tagelang ernähren kann, wenn keine Rumford-Suppe bereit steht. Leider fehlt die Angabe der Mindesthaltbarkeit und das Füllvolumen.
  • Noch nicht verramscht wird eine CD Lieder der deutschen Arbeiterbewegung. Dazu fällt mir die nette Geschichte ein, daß im Koalitionsausschuß am letzen Montag die Grünen Franz Müntefering angeboten haben, gemeinsam ein paar Lieder der Arbeiterbewegung zu intonieren. Wegen seiner Klassenkämpfer-Maskerade wurde Franz Müntefering am 21. April 2004 auch von Harald Schmidt verspottet. Vor dem Hintergrund eines roten Banners mit den Köpfen von Marx, Engels, Lenin und Müntefering hat Harald Schmidt die Internationale gesungen und zwar alle Strophen und mit geballter Faust. Der französische Originaltext stammt von Eugene Pottier, der sie auf der Flucht vor den Versailler Truppen nach der 'Blutwoche' der Pariser Commune 1871 schrieb. Er beschwört den Aufstand derjenigen, die nichts mehr zu verlieren haben, ist also der SPD von heute auf den Leib geschrieben.

AHGZ Plus: Existenzgruendung.

Das vierseitige Dossier AHGZ Plus in der heute erschienenen Printausgabe Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung widmet sich dem Thema Existenzgründung. Aufmacher ist ein Interview mit dem Unternehmensberater Ingo Wessel.

Im Beitrag "Erfolgreiche Konzepte sind marktorientiert" kommen weitere "Gurus" zu Worte:Weitere Beiträge behandeln die Brauerei-Finanzierung und Alternativen zur Brauerei-Finanzierung "Geldquellen müssen erschlossen werden" und Gäste-Erwartungen "Abschied vom 'gelernten Dreier-Rhythmus".

Die Texte stammen von Olaf Deininger. Danke nach Hamburg dafür, im Beitrag "So finanziert sich man sich mit einer Brauerei" zitiert worden zu sein.

Freitag, April 22, 2005

Buchhändler-Blogs.

Meine Empfehlungen für Gastgewerbe-Fachliteratur und Rezensionen habe ich schon seit langem in eine eigene Blog-Site Gastgewerbe-Fachliteratur.de ausgelagert. Seitdem warte ich gespannt darauf, daß Buchhändler-Kollegen eigene Blogs aufsetzen. Die aus ihrem Berliner Stammbetrieb herausgewachsene Fachbuchhandels-Kette Lehmann hat vor kurzem damit begonnen und zwar gleich mit zwei Blogs:So ganz kapiert habe ich das Konzept aber noch nicht. Links von der Startseite von Lehmanns Online Bookshop zu diesen Blogs habe ich nicht entdecken können. Den Blogseiten mangelt es sogar an einem Impressum. "Bernd" ist Bernd Sommerfeld, ein angestellter Buchhändler von Lehmanns. Vielleicht sind die Seiten nur für den internen Gebrauch bestimmt oder sie dienen Testzwecken...

Die Fachbuchhandlung Lehmanns ist 1993 als eine der ersten stationären Buchhandlungen in Deutschland online gegangen. Vorausgegangen ist der "Zufall", daß in der EDV-Abteilung der gegenüber der Technischen Universität Berlin gelegenen Fachbuchhandlung sich ein Unix-Betriebssystem sehr gut verkauft hat. Als die Buchhandlung von einem studentischen Projekt "Linux" hörte, setzte man sich mit den Studenten zusammen und vertrieb gemeinsam die erste Version. Auf der Basis dieses Betriebssystems setzte man schon 1993 die erste virtuelle Buchhandlung ins Internet. Seitdem hat sich der lokale Anbieter zu einer der größeren Buchhandelsketten in Deutschland gemausert. (Quelle: "Unsere Buchhandelspartner kurz vorgestellt " von O'Reilly).

Leaders Club Award 2005: Gesucht werden die beiden innovativsten Gastro-Konzepte.

Die Bewerbungsfrist für den vierten Leaders Club Award hat begonnen. Mit diesem Preis zeichnet der Wirtschaftsclub führender Trendgastronomen die beiden innovativsten Gastro-Konzepte im deutschsprachigen Raum aus. Die Entscheidung hierüber fällt beim Finale am 23. November 2005 in Berlin: Live auf der Bühne präsentieren die sieben Finalisten ihre Geschäftsidee vor einem Fachpublikum und Vertretern der Presse, die bei der anschließenden Abstimmung über die Sieger entscheiden.

In nur drei Jahren gelang es dem Leaders Club, mit dem Award innerhalb der Branche als Nachwuchsförderer und Impulsgeber Zeichen zu setzen.
"Der Award ist eine spektakuläre Show der innovativsten Ideen, die derzeit neu am Markt sind"
beschreibt Präsident Jürgen Straßer den Wettbewerb, der zum viel beachteten Branchen-Event avancierte. Gezielt will der Leaders Club mit dem Wettbewerb den Nachwuchs ansprechen und ihn zur Selbständigkeit sowie zur Umsetzung eigener Ideen ermutigen. Getreu den eigenen Erfahrungen, denn im Leaders Club haben sich vorwiegend mittelständige Unternehmer zusammengefunden, die erfolgreich in der Gastronomie und Systemgastronomie tätig sind und dort auch zukünftig klare Erfolgschancen sehen.

An der Ausschreibung um den Award 2005 können sich Gastronomen aus Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz mit Konzepten bewerben, die innovativ, multiplikationsfähig und noch keine zwei Jahre am Markt sind. Eine Jury trifft die Vorauswahl und nominiert die Finalisten. Bereits die Teilnahme an der Endrunde wird belohnt: mit der Einladung für die Betreiber nach Berlin, einem dreiminütigen Video über ihren Betrieb sowie der kostenlosen Mitgliedschaft im Leaders Club für ein Jahr. Die Mitgliedschaft bedeutet für die Nachwuchsgastronomen die Einbindung in das Leaders Club-Netzwerk mit Teilnahme an regionalen Treffen und Fachstudienreisen sowie der Option, von der Erfahrung und Expertise der anderen Mitglieder auch im Hinblick auf eine angestrebte Ausweitung des Konzeptes auf weitere Betriebe zu profitieren.

Bereits dreimal wurde der Award vergeben: 2004 ging der Preis in Form eines goldenen Palmenblattes an das "Brenner" in München und das "Voglhaus Café" in Konstanz. Preisträger der Vorjahre waren "Archeon Gefsis" in Düsseldorf, "Karma - Public Livingroom" in Freiburg, "Monsieur Vuong" in Berlin und "Efendy" im CentrO Oberhausen.

Die Bewerbungsfrist um den Leaders Club Award 2005 endet am 31. Juli 2005. Bewerber wenden sich mit ihrem Ideenkonzept an das Koordinationsbüro in Frankfurt, Tel. 069 ? 1337 9855, Email: info@leadersclub.de.

Der Leaders Club ist ein Zusammenschluss führender Gastronomen eines Landes unter Einbindung von Entscheidungsträgern der Industrie im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen. Der Leaders Club versteht sich als Wirtschaftsclub sowie Austausch- und Kommunikationsplattform mit starker europäischer Ausrichtung. Gegründet wurde er im März 2001, nach dem Vorbild des französischen Leaders Club. (Quelle: Pressemitteilung des Leaders Club Deutschland).

Me Too.

"Beck's will Deutsche von brasilianischem Bier überzeugen" von Birger Nicolai, in: Die Welt vom 22. April 2005. Die Inbev wolle das brasilianische Bier Brahma auch in Deutschland verkaufen. Ab wann dieses sehr milde Bier in Deutschland distribuiert werde, stehe aber noch nicht fest.

Mehr über den Ehrgeiz, unbedingt auch noch ein mildes Bier herauszubringen.

Tuff Tuff Bayernland.

Die Spielegalerie der Bamberger Full-Service-Agentur kr3m ist eine Sammlung von Online-Spielen, die für verschiedene Unternehmen (wie z.B. Viva, Ravensburger, Schwäbisch Hall, die Bayern Tourismus Marketing GmbH, die Schweizer ARP Datacon Gruppe oder den Münchener Spieleverlag Zoch) entwickelt und adaptiert worden sind, multimediale Inhalte also, die auf spielerische Weise Informationen vermitteln und Unternehmen den Dialog mit ihren Zielgruppen ermöglichen.

Für die Bayern Tourismus GmbH wurde z.B. das Online-Spiel Tuff Tuff Kinderland entwickelt. Dabei kann man mit einem Eisenbahnzug durch Bayern fahren. Sehenswürdigkeiten, die man erreicht, bringen Punkte. Aber man muß auch aufpassen, daß einem die Kohlen und das Wasser nicht ausgehen.

Donnerstag, April 21, 2005

Sonnenschirm-Zwang in EU-Biergaerten.

Das Neueste aus Absurdistan: "Sonnenschirm-Zwang in EU-Biergärten möglich", in: Gast Blog vom 21. April 2005.

Online-Workshop osCommerce.

Was haben die Landesvollzugsanstalt Nordrhein-Westfalen und die Klosterbrauerei Neuzelle gemeinsam?

Beide verwenden die Open Source Software osCommerce für ihre Online-Shops. André Dokmanov führt Sie Schritt für Schritt durch Vorbereitung, Einrichtung und Ausbau eines Online-Shops auf der Basis dieser kostenlosen Software und zwar in Form eines Online-Workshops der Akademie.de: "Online-Shop mit osCommerce". Start: 24.8.2005, Dauer: 3 Wochen, Teilnahmegebühr 245,- / 195,- ? (für akademie.de-Mitglieder).

Mit einer Programmerweiterung kann man auch ein Partnerprogramm betreiben. So macht es zumindest die Klosterbrauerei Neuzelle. Ob diese Erweiterung aber Teil des oben genannten Workshops ist, weiß ich nicht, frage aber mal nach... Nachtrag vom 24. April 2005: "die Partner-Programm Erweiterunng gehört nicht zum Umfang des Workshops, es wird die grundlegende Installation und Einrichtung erklärt, diverse Module finden Erläuterung wie etwa Easy Populate, jedoch nicht das Partner-Programm." (Auskunft von Akademie.de)

Was könnte man als Gastronom alles online vertreiben?
  • Werbemittel (z.B. T-Shirts wie die Hard Rock Cafés)
  • selbst hergestellte Waren (z.B. die legendäre Sacher-Torte)
  • Souvenirs wie das Panorama-Restaurant Loreley ("Geschenkboutique"),
  • Fachbücher für die Gastronomie oder gar eigene Kochbücher,
  • Kunstdrucke, etwa von Werken, die man im eigenen Haus auch ausstellt oder zur Dekoration verwendet,
  • Musik-CDs etwa von Künstlern, die im eigenen Objekt aufreten oder auch CD's, die zum Objekt passen. So könnte ein Restaurant mit russische Köche Musik aus Russland vorstellen und vertreiben.
  • Steaks,
  • Gewürze, Saucen, Marinaden usw.
  • Weine wie der BASK Weinkeller, ein Teil der Bayer Gastronomie.
  • T-Shirts, Sweat-Shirts, Polo-Shirts, Basketball-Kappen usw. wie das Harris Ranch Inn and Restaurant in Kalifornien. Man kann dafür aber auch eine ASP-Lösung einsetzen wir Spreadshirt.de, bei der man die Software, den Service und die Logistik eines Partnerprogrammes nutzt.
  • Geschenkgutscheine
Vor der Entscheidung, ob man einen eigenen Shop aufsetzt, sollte man sich fragen, ob man mit einer ASP-Lösung, einem Partnerprogramm (bei der man Provisisionen erzielt und die logistische Abwicklung dieser Partner übernimmt) oder der Nutzung eines Online-Marktplatzes wie eBay oder Amazon nicht besser fährt.

Ein eigener Online-Shop lohnt sich eher
  • wenn die Kommissionierung nicht aufwendig ist,
  • der Umsatz pro Lieferung hoch ist,
  • die Handelsspanne groß ist (über 25%)
  • der Betreiber erfahren ist bei der Kommissionierung und bei manueller Kommissionierung steigende Skalenerträge hat, z.B. wenn parallel auch per Katalog oder im stationären Geschäft verkauft wird.
  • der Verkäufer Verkaufserfahrung hat, z.B. im Versandhandel oder beim Betreiben eines stationären Handelsgeschäfts.
  • kein intensiver Preiswettbewerb zu befürchten hat,
  • vermutlich wenig Rücklieferungen zu befürchten sind,
  • Man in der Lage ist, für den eigenen Online-Shop ausreichend zu werben oder die Website des gastgewerblichen Betriebes ausreichend Besucher hat.
In der Praxis (ausserhalb der Gastronomie) werden meist Kombinationslösungen eingesetzt, also ein eigener Online-Shop und eine "Filiale" z.B. bei eBay, in der Hoffnung Erstkontakte und -kunden des Shops bei eBay auf den eigenen Online-Shop ziehen zu können. Per eBay erreicht man zwar mehr Interessenten, aber die Transaktionskosten sind dort hoch. Man versucht deshalb im eBay-Shop mit den Interessenten und Kunden ins Gespräch zu kommen und sie zu bewegen, auch den eigenen Online-Shop zu besuchen.

Siehe dazu meinen Beitrag "Haben reine Online-Shops im Wettbewerb mit Mehr-Kanal-Vertriebssystemen überhaupt eine Chance?".

Siebeck speist im Elsass.

Wolfram Siebeck hat sich im Elsaß umgesehen: "Auf Leber und Nieren", in: Die Zeit vom 21. April 2005.

Mittwoch, April 20, 2005

Leaders Club Frankreich verleiht Goldene Palme 2005.

Zum 12. Mal wurde der Branchenpreis für innovative neue Gastro-Konzepte in Paris vergeben; Gewinner ist ein "A. Point", ein Fast Food-Konzept mit Natürküche.

Im Rahmen einer beeindruckenden Veranstaltung vor 350 Gästen verlieh der Leaders Club Frankreich die Goldenen Palmen für innovative Gastro-Konzepte am 22. März 2005 im prunkvollen Ambiente der Salons Vénitiens des Pavillons de Bercy. Prominenter Überraschungsgast war Cyril Lignac, Star der TV-Kochserie "OUI CHEF". Die Funktion des "Keynote Speaker" übernahm Christophe Bonduelle, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Groupe Bonduelle. Neun Konzepte waren in der engeren Wahl, der Publikumsentscheid fiel auf "A. Point" (Lyon) vor "Tomate Cerise" (Arras) und "L?Atelier des Chefs" (Paris). Alle neun Finalisten überzeugten durch klare Konzepte, hohen Qualitätsanspruch und die Konzentration auf das Produkt selbst. Auffällig waren der große Anteil von Quereinsteigern und die Top-Qualifikation der Betreiber.

Goldene Palme

Der Sieger "A. Point (Auf den Punkt)" (Eröffnung Dezember 2003) ist ein Fast Food Konzept, das leichte gesunde Gerichte aus biologisch hergestellten Produkten zu vernünftigen Preisen anbietet. A. Point gehört zum Krankenhaus St. Joseph in Lyon, wird aber auch von Gästen von außerhalb aufgesucht. Die Gerichte - Salate, Sandwich, saisonale Tagesgerichte, Säfte ? werden frisch zubereitet und zum Mitnehmen oder zum Verzehr vor Ort angeboten. Die Präsentation der Speisen ist ebenso wie die Innenausstattung modern und klar. Zu 80% werden Produkte von kleinen Biobauern aus der Region Rhône-Alpen verarbeitet, die restlichen 20% stammen aus dem Fairen Handel. Betreiber Alain Alexanian hat das Metier von der Pike auf gelernt u.a. bei Relais & Châteaux. 1986 eröffnete er sein erstes eigenes Restaurant in Lyon, das "L?Alexandrin", seit 1991 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Silberne Palme

Qualität und Frische sind Leitmotiv im "Tomate Cerise" (Eröffnung Juni 2004), einem Stand Alone-Konzept inklusive Drive-In in Arras. Das mit eintausend Quadratmetern sehr große Lokal ist in fünf unterschiedliche Bereiche gegliedert. Die Ausstattung ist hochwertig, die Küche französisch-mediterran mit vielen frischen Elementen. Ungewöhnlich ist der Drive-in mit einem Angebot aus zwölf qualitativ anspruchsvollen Gerichten. Die beiden Betreiber Gael Paitier und Stéphane Barbry bringen Gastro- und Agenturerfahrung mit.

Bronzene Palme

"L?Atelier des Chefs" steht für eine neue Generation von Kochschule. Täglich werden dort rund hundert Gäste in die Geheimnisse der Kochkunst und in die Zubereitung frischer Produkte eingeführt. Die Atmosphäre ist entpannt und fast familiär, dem Kochen folgt das gemeinsame Mahl am großen Tisch. Täglich gibt es fünf Kurse, ein Kurs dauert 2 bis 2 ½ Stunden und verbindet kulinarische, kommunikative und soziale Komponenten. Zielgruppe sind die 25 bis 30jährigen mit wenig Erfahrung in der Küche. Abends wird das Atelier stark von Firmen zu Teambuilding-Zwecken gebucht. Die beiden Betreiber kommen aus dem Marketing: Francois Bergerault arbeitete in Chicago und Paris, Nicolas Bergerault war bei Nestlé u.a. in Dubai und Kanada tätig.

Der Leaders Club Deutschland verleiht seinen Award am 23. November 2005 in Berlin. Bereits jetzt ist es möglich, sich mit einem Konzept zu bewerben, das nicht länger als zwei Jahre am Markt sein darf. Interessenten wenden sich hierzu an das Leaders Club Koordinationsbüro, Tel. 069 ? 13379855, info@leadersclub.de.

Alle neun französischen, für die Goldene Palme 2005 nominierten Konzepte sind inklusive betriebswirtschaftlicher Daten und Bild auf der Leaders Club Homepage vorgestellt unter www.leadersclub.de.

Der Leaders Club ist ein Zusammenschluss führender Gastronomen eines Landes unter Einbindung von Entscheidungsträgern der Industrie im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen. Der Leaders Club versteht sich als Wirtschaftsclub sowie Austausch- und Kommunikationsplattform mit starker europäischer Ausrichtung. Gegründet wurde er im März 2001, nach dem Vorbild des französischen Leaders Club. (Quelle: Pressemitteilung von Leadersclub Deutschland).

Beck's Gold in der 0,5 Liter-Flasche.

Ab Mai 2005 gibt es Beck's Gold auch in der 0,5 Liter-Flasche.
"Der deutsche Biermarkt zeigt einen überdurchschnittlich hohen Konsum an 0,5 Liter-Gebinden. Fast 70 Prozent des deutschen Pilsabsatzes werden in diesem Segment abgesetzt. An dieser dynamischen Entwicklung wollen wir mit Beck?s Gold teilhaben und das große Marktpotential weiter ausschöpfen"
so Andreas Hilger, Geschäftsführer Marketing Interbrew Deutschland.

Marktforschungstest würden Beck's Gold sowohl eine hohe Kaufbereitschaft unter den Konsumenten als auch eine große Produktattraktivität bescheinigen. Dies bedeute ein weiteres enormes Absatzpotential und Umsatzwachstum für den Handel.

Die Einführung der 0,5 Liter-Flasche Beck?s Gold (20 x 0,5 Liter-Mehrwegkasten) wird ab Sommer 2005 aufmerksamkeitsstark beim Verbraucher beworben, unter anderem mit Hinweisen in TV-Spots, in den klassischen Printanzeigen sowie mit den Platzierungspaketen im Handel. (Quelle: Pressemitteilung der Becks GmbH & Co. KG).

Dazu fällt mir ein, einen früheren Beitrag zu verlinken. 2002 wurde Beck's Gold erst einmal der Gastronomie mit der Aussicht schmackhaft gemacht, es werde exklusiv in der Gastronomie erhältlich sein. Nach der erfolgreichen Produkteinführung dann auch den Einzelhandel damit zu beliefern, ist schon ein starkes Stück. In dieses Bild paßt die Entscheidung, die für den Handel typische Gebindegröße 0,5 Liter einzuführen. Da dürfen wir uns schon mal auf Supermarktangebote von Beck's Gold zum Dumpingpreis freuen.

Uwe Albershardt,Leiter Account Management Gastronomie/GFGH bei Beck & Co., am 23. Mai 2002:
"Wir bieten unseren Geschäftspartnern eine starke, erfolgreiche Marke und starke Produkte. Die exklusive Einführung in der Gastronomie unterstreicht nachhaltig welche Bedeutung Beck & Co diesem erlebnisorientierten Absatzkanal beimisst".
Der erlebnisorientierte Absatzkanal bedankt sich!

Beck's Green Lemon.

Auch die Brauerei Beck GmbH & Co KG. springt auf den Radler-Zug. Ab Mai ist das neue Produkt "Beck's Green Lemon" national gelistet.

Das neue Biermischgetränk mit nur 2,5 Prozent Alkoholgehalt bietet den einzigartigen Geschmack frisch geernteter Limonen. Die charakteristische und ansprechende Farbe des Produktes werde durch die transparente Weißglasflasche und das limonenfarbene Etikett in der Wirkung noch unterstützt.
"Wir wollen verstärkt am dynamisch wachsenden Markt für Biermischgetränke teilhaben und das große Potential der starken Marke Beck?s weiter nutzen"
so Andreas Hilger, Geschäftsführer Marketing Interbrew Deutschland.

Beck?s Green Lemon gibt es in Zukunft national in der UV-geschützten 0,33 Liter-Weißglasflasche als Six-Pack und im individuell gekennzeichneten Mehrwegkasten (mit 24 Einzelflaschen oder vier Sechserträgern). Die Neueinführung wird darüber hinaus durch TV, Printanzeigen, Internet, Verbrauchermarktplakatierungen und gezielte PR-Maßnahmen begleitet.

Mit eigens zusammengestellten Launch-Paketen für die Gastronomie und den Handel sorgt die Marke ab Mitte Juni 2005 gezielt für Aufmerksamkeit beim Verbraucher - genauso wie zahlreiche abverkaufstarke Samplingaktionen in zielgruppenrelevanten Outlets, wie zum Beispiel in Designmöbelstudios, Musikläden und bei Friseuren.

Als umsetzende Kreativ-Agentur zeichnet McCann Erickson aus Hamburg verantwortlich. (Quelle: Pressemitteilung von Beck's).

Beitragsfuss der BGN stabil.

Bei 4,54 Euro bleibt der Beitragsfuß der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN). Diese wichtige Entscheidung für die Beitragsrechnung 2004 trafen jetzt die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im Vorstand der BGN. Wie die BGN in einer Presseinformation schreibt, machten sich die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt auch bei den Berufsgenossenschaften bemerkbar. Insgesamt meldeten die knapp 396.000 Mitgliedsbetriebe für 2004 mit rund 29,5 Milliarden über 100 Millionen Euro weniger an Entgelt als im Vorjahr. ?Den anhaltenden Rückgang dieser mit entscheidenden Größe bei der Beitragsberechnung konnten wir durch sparsames Wirtschaften weitgehend auffangen?, so der Direktor der BGN, Norbert Weis.

Als wichtigen Faktor für Einsparungen sieht die BGN ihre Investitionen in die Prävention. Beleg hierfür sei eine Kosten-/ Nutzen-Analyse, die jetzt für das Präventionsprogramm vorliege, das die BGN für das Bäckerhandwerk entwickelt habe. Unter dem Strich, also nach Abzug aller Ausgaben für Forschung und Entwicklung, habe man in den letzten zehn Jahren im Bereich der Berufskrankheiten Ausgaben von über 100 Millionen Euro verhindern können, die den Mitgliedsbetrieben ohne die Investitionen unweigerlich entstanden wären. (Quelle: Newsletter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten).

Benediktiner.

Daß der reaktionäre deutsche Kardinal Ratzinger, den jetzt alle als Benedikt XVI über den grünen Klee loben, sich ausgerechnet den Namen des Heiligen Benedikt von Nursia gegeben hat, verwundert mich denn doch. Benediktiner-Mönche sind dem Leben doch sehr zugewandt. Z.B. wurden und werden in oder für die Finanzierung von Benediktiner-Klöstern Bier gebraut, u.a.Auch das "Organisationshandbuch" der Benediktiner-Klöster, die "Die Regel des Heiligen Benedikt", spricht für eine dem Leben zugewandte Geisteshaltung. Ich schmökere gerne darin, weil man darin mehr lernen kann als in vielen neuzeitlichen Management-Lehrbüchern. Man muß sich anfangs natürlich in die alterstümliche Sprache einlesen und die damaligen Verhältnisse auf unsere heutige Zeit übertragen. Mein Tipp: Bestellen Sie sich dieses Werk und lernen Sie daraus: "Die Regel des Heiligen Benedikt". Sie können sich natürlich auch das Buch "Finde das rechte Maß" von Anselm Bilgri und Konrad Stadler dazu nehmen, in dem die "Regel" auf heutige Verhältnisse adaptiert wird.

Ein Beispiel ist die Regel 23 über das angemessene Verhalten eines Vorgesetzten (Abts) bei einer Verfehlung eines Mitarbeiters (Mönchs):
"Das Vorgehen bei Verfehlungen
  1. Es kommt vor, dass ein Bruder trotzig oder ungehorsam oder hochmütig ist oder dass er murrt und in einer Sache gegen die Heilige Regel und die Weisungen seiner Vorgesetzten handelt. Wenn er sich so als Verächter erweist,
  2. werde er nach der Weisung unseres Herrn einmal und ein zweites Mal im geheimen von seinen Vorgesetzten ermahnt.
  3. Wenn er sich nicht bessert, werde er öffentlich vor allen zurechtgewiesen.
  4. Wenn er sich aber auch so nicht bessert, treffe ihn die Ausschließung, falls er einsehen kann, was die Strafe bedeutet.
  5. Wenn er es aber nicht versteht, eine körperliche Strafe.
"
Hat nicht jeder von uns schon mal erlebt, wie bei einem Kollegen ein Chef einen Mitarbeiter coram publicum "zur Sau" gemacht hat? Ein klarer Verstoß gegen Regel 23...

Machen Sie Ihre Website interaktiv.

Daß Basketball-Fans besonders internetaffin sind, mag daran liegen, daß Basketball unter Schülern und Studenten populärer ist als Fußball, Handball oder Eishockey. Ein Indiz ist die große Community der Website Schoenen-Dunk.de. Umso erstaunlicher ist es, daß erst wenige deutsche Basketballstars eigene Websites besitzen.

Bei dem Bamberger Nationalspieler Steffen Hamann, der vom Hallensprecher gerne als "One-Man-Boy-Group" angekündigt wird, mag seine Freundschaft zu Sascha Sammer von der Bamberger Smart & Wireless GmbH eine Rolle gespielt haben. Zumindest haben beide zusammen die sh.net GbR gegründet, eine Sportmarketing-Agentur, die seit Juni 2004 eine Website von Steffen Hamann betreibt: steffen-hamann.net.

Auf dieser Site toben sich die Betreiber so richtig aus, auch mit vielen interaktiven Features:
  • Aktuell gibt es ein Gewinnspiel, bei dem man ein persönliches Training mit individuellem Coaching durch Steffen Hamann gewinnnen kann.
  • Man kann sich MMS-Fotos von Steffen Hamann aufs Handy schicken lassen.
  • Fan-Artikel können bestellt werden.
  • Informationen wie aktuelle Nachrichten, Insider-Informationen, Statistiken,
  • ein Diskussionsforum,
  • Fotos aus dem Sport- und Privatleben von Steffen Hamann,
  • Steffens persönliche Kolumne, in welcher er erzählt, wie er das Spiel der Nationalmannschaft gegen das amerikanische Dreamteam erlebt hat, oder über die "Geheimsprache" der Aufbauspieler plaudert.
  • Handydownloads,
  • regelmäßige Chats.
Wie wäre es, wenn Sie sich für die Website Ihrer Gaststätte ein paar interaktive Ideen abschneiden? Aufpassen sollten Sie aber, wenn Sie urheberrechtsgeschützte Musik im Hintergrund spielen lassen. Dafür verlangt die GEMA saftige Gebühren, differenziert nach der Art der Website, dem Traffic, der Anzahl der Musikstücke usw.