Gastgewerbe Gedankensplitter



Sonntag, Juli 31, 2005

Rauchverbot: ein Flop.

Das angeblich einzige Nicht-Raucher-Lokal Wiens, das Restaurant "Hofstöckl" im Schlossquadrat, ein kleines Designer-Lokal mit Wänden in "Stucco Veneziano" -Technik und exklusiver Marmor-Täfelung mit "Opera fantastico" aus den Pyrenäen, einer multi-kulturellen Küche (indonesisch, thailändisch, Tex-mex) und einer großen Auswahl an Edelbränden, klagt über Gästemangel: "Angst vor dem Rauchverbot", in: Kurier vom 31. Juli 2005. Der Gastronom Stefan Gergely wird darin zitiert:
"Das geht so überhaupt nicht, es ist ein Flop....Wenn die Leute es unbedingt haben wollten, gäbe es schon längst mehr Lokale wie meines."

Labels: ,


Visual Earth.

"Alles was Du kannst, das kann ich viel besser." An diesen Refrain aus dem Musical "Annie get Your gun" mag sich erinnert fühlen, wer sich die Beta-Version des neuen Microsoft-Me-Toos Virtual Earth anschaut. Wobei die Frage ist, ob die Bugs, die sich ergeben, wenn man den Browser Firefox benutzt, Zufall sind oder dem Internet Explorer-Konkurrenten eins auswischen sollen. Mir gefällt Google Maps besser. Zu "Virtual Earth" gibt es auch einen Virtual Earth Blog von Microsoft.

Was hat das mit dem Gastgewerbe zu tun? Nun, solche "Spielereien" bereiten den Weg für landkarten-basierten Lösungen, etwa nach Gaststätten im Umkreis suchen zu können. Denkbar sind auch Lösungen, die es Existenzgründern - nicht nur in Gastronomie - erlauben, sich Standorte genauer online anschauen zu können. Sie können ja mal das Simulationsspiel Pizza Connection spielen und damit üben, wie man Standorte für Pizzerien eruieren und auswählen kann.

Mehr über Standort-Kriterien in der Gastronomie.

Ein Schritt vor, zwei zurueck.

Der nordrhein-westfälische Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales Karl-Josef Laumann droht, die im CDU-Bundestagswahlprogramm halbherzig versprochene Begrenzung des Kündigungsschutzes wieder rückgängig zu machen: "Sonst kommt der Kündigungsschutz wieder auf den Prüfstand", in: Die Welt vom 30. Juli 2005. Ganz schön lau, Mann...

LocaCheck.

Der 17jährige Florian Lenz hat sich überlegt, wie es möglich wäre, gastronomische Betriebe kompakt auf einer Webseite darzustellen und diesen Betrieben Vorteile bieten zu können. Sein Ergebnis LocaCheck hat naturgemäß erst wenige Einträge (aus Malente), aber ich stelle sie in diesem frühen Stadium gerne vor.

Vor vier Tagen hat sich Thorsten Sommer über "Immer neue Gastroführer" mokiert.

Ich habe zwar nichts gegen immer wieder neue Versuche, technisch anspruchsvolle oder für den User nützliche Gastroführer zu entwickeln. Aber wenn jemand Geld damit verdienen bzw. ein bundesweites Verzeichnis etablieren und nicht nur wie Florian Lenz just for fun eine nette Lösung online stellen will, sollte er sich Gedanken machen, wie er diesen Führer vermarktet.

Selbst für einen kostenlosen Eintrag kann man einen Gastronomen nur gewinnen, wenn er sich ausrechnet, daß der Traffic für die Website des Gastronomen so groß ist, daß sich die paar Minuten lohnen, die Daten zu übermitteln und in Zukunft regelmaessig zu aktualisieren. Dabei konkurriert jeder Gastroführer mit Dutzenden Alternativen.

Und um diesen aus gastronomischer Sicht interessanten Traffic zu erzeugen, braucht man entweder eine Lösung, die überwältigend gut ist aus der Sicht der User, so daß sie sich per Mundpropaganda durchsetzt, oder man braucht einen Außendienst, der zu jedem Gastronomen geht und vor Ort die Daten erfragt und selbst erfaßt. Wenn Einträge etwas kosten sollen, muß der Aussendienst dann das leere Versprechen verkaufen, alle Kollegen machten mit und der Gastroführer erzeuge mit massiver Werbung so viel Traffic, daß sich die Kosten lohnen. Dann aber tritt er gegen andere Außendienstler an, die sich die Klinke in die Hand geben. Ich schmeiße fast täglich einen raus, der mir Werbung in Gutscheinheften, Veranstaltungskalendern, Stadtzeitungen, auf Stadtplänen, Plakaten oder Banden vertickern will.

In Vorteil sind wohl Anbieter, die sich eine bundesweit vollständige Adressdatenbank und deren Aktualisierungen kaufen können. Dabei handelt es sich aber eher um branchenübergreifende Anbieter wie Oder es handelt sich um Anbieter, denen man zutrauen kann, den Markt aufzumischen, auch in Konkurrenz zu den genannten Lösungen, die im Kern auf Telefonbuchdaten aufsetzen, wie (die Links führen nicht direkt zu den Anbietern sondern zu Beiträgen von uns über diese Anbieter).

Samstag, Juli 30, 2005

Fette Maeuse.

Fruchtsäfte, insbesondere mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte, gelten als gesund und werden häufig anstelle von Limonaden und Erfrischungsgetränken empfohlen. Viele Eltern achten darauf, daß Getränke für ihre Kinden keinen Kristallzucker enthalten.

Laut "Spiegel" am 29. Juli 2005 ("Fruchtzucker fördert Fettpolster") hat der Biomediziner Matthias Tschöp von der University of Cincinnati über Forschungsergebnisse berichtet, wonach Getränke mit Fruchtzucker, also Säfte oder Schorlen, dicker machen als Getränke mit herkömmlichem Zucker. Zumindest haben Experimente mit Mäusen dies ergeben.

Wer jetzt davon träumt, Cola oder Eistee literweise in sich reinschütten zu dürfen, um abzunehmen, sollte sich die Ergebnisse genauer anschauen. Auch Kristallzucker macht dick, Fruchtzucker jedoch dicker.

Donnerstag, Juli 28, 2005

Mit 66 Jahren - da faengt das Leben an.

Das deutsche Gastgewerbe wird sich langfristig nicht nur auf einen steigenden Anteil älterer Gäste einstellen müssen (siehe dazu unseren Beitrag "Marketing in der Gastronomie: Zielgruppe 50 plus"), sondern auch älteren Mitarbeiter attraktive Arbeitsplätze anbieten müssen, die mit einer altersbedingt geringeren körperlichen Leistungsfähigkeit zu meistern sind.

Eine Langfristprojektion des Arbeitskräfteangebots im IAB-Kurzbericht Nr. 11/2005 von Johann Fuchs und Katrin Doerfler zeigt, dass mit sinkender Bevölkerung nicht nur die Zahl der arbeitsfähigen Menschen zurückgehen wird. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter des Erwerbspersonenpotenzials. Die Zahl der Erwerbstätigen jüngeren und mittleren Alters wird dramatisch sinken.

Erst ab 2015 wird in Deutschland das Angebot an Arbeitskräften wegen des Bevölkerungsrückgangs spürbar zurückgehen. Bis 2020 nimmt das so genannte Erwerbspersonenpotenzial um rund 1,4 Millionen Menschen ab, bis 2050 um rund 9 Millionen ? selbst bei steigender Erwerbsquote der Frauen und einer jährlichen Nettozuwanderung von 200.000 Personen. (via Newsletter des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit).

Lucullo.

Verzeichnisse gastronomischer Betriebe gibt es wie Sand am Meer. Mit www.lucullo.de des Mediendesigners Stefan Bruch aus Essen, ist ein weiteres dazugekommen (via Feinschmeckerblog). Sogenannte "Premium-Einträge" (inkl. Fotos, Beschreibung, Detailsuche, Reservierungs-Anfragen) kosten - wie bei einigen Wettbewerbern - recht viel Geld, was durch ein Herunterbrechen auf den Preis von Tag (1 Euro pro Tag) kaschiert wird. Standardeinträge sind kostenlos.

Mittwoch, Juli 27, 2005

Den Konkurrenten (nicht) angreifen.

Der Spiegel berichtet, die SPD werde im Bundestagswahlkampf, die Kanzlerkandidatin der Opposition massiv angreifen: "SPD schießt sich auf Merkel ein".

Ich will der SPD davon nicht abraten. Es ist deren Problem, wenn sie nicht auf den Rat von Profis hören. Fachleute wissen, daß negative Kampagnen in der Endphase eines Wahlkampfes kontraproduktiv sind. Negative Kampagnen sind bestenfalls dazu geeignet, in einer frühen Wahlkampfphase die eigenen Wahlkämpfer wachzurütteln. Sie motivieren aber zugleich auch den Kern der Anhänger der Konkurrenten. In der späten Wahlkampfphase, in der wir uns wegen der vorgezogenen Neuwahlen bereits befinden, werden damit Wechselwähler abgeschreckt. Wenn die SPD in dieser Phase sich darauf beschränkt, ihre eigenen Anhänger zu mobilisieren, gibt sie die wahlentscheidenden Wechselwähler verloren.

Wenn Sie selbst aber einmal als Gastronom in eine direkten Wettbewerb mit einem Konkurrenten geraten, Sie ein Kollege ärgert, mein Tipp: Lassen Sie die Finger davon, den "Gegner" schlecht zu machen. Besinnen Sie sich stattdessen auf Ihre eigenen Stärken und streichen sie Ihre Unique Selling Propositions heraus. Und wenn der Wettbewerber wirklich gut aus, versuchen Sie mit ihm zusammenzuarbeiten, machen Sie Gemeinschaftswerbung, lernen und profitieren Sie von ihm.

Dienstag, Juli 26, 2005

Mehr Wettbwerb bei Nutzungsrechten fuer Musik.

Wer Live-Konzerte veranstaltet oder Hintergrundmusik bei öffentlichen Veranstaltungen aller Art abspielen möchte, sieht sich mit Gebühren der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte konfrontiert, die diese selbstherrlich festsetzt und stetig steigert. Jeder Wirtschaftsstudent lernt bereits im ersten Semester, daß ein Monopol in der Regel zu überhöhten Preisen führt.

Zumindest für den Bereich der Online-Musik besteht jetzt aber die Chance auf mehr Wettbewerb. Die Europäische Kommission plant die Einführung europaweiter Lizenzen. Dann könnte man sich unter den nationalen Verwertungsgesellschaften eine aussuchen, bei der die Gebühren niedriger wären. Siehe dazu einen Bericht der Financial Times Deutschland vom 25. Juli 2005: "Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen".

Bleibt zu hoffen, daß sich die Lobby der GEMA in Brüssel nicht durchsetzt. Irgendwann ist es dann vielleicht auch einmal möglich, die Rechte für öffentliche Nutzungen in gastronomischen Betrieben irgendwo auf der Welt günstig einzukaufen wie jetzt schon Wein, Fisch oder Tee.

Essen und Geschichte.

In einem Projekt "Essen und Geschichte" von Dr. Prof. Dr. Wolfgang Protzner, Fach Didaktik der Geschichte an der Universität Bamberg, werden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Längsschnitte am alltagsgeschichtlichen Themenfeld "Essen" zu Unterrichtsmodellen konzipiert, erprobt und veröffentlicht. Themen sind:
  • Was aßen die Menschen, die während der Steinzeit in der Fränkischen Schweiz lebten?
  • Rom - Essen: Das erste Kochbuch eines bekennenden Prassers/ Wie bekam man die Sklaven und die städtische Plebs satt?
  • Rom-Logistik: Wie funktionierte der Lebensmittelhandel im Imperium bis zu den Kastellen am rätischen Limes?
  • Kelten: Speis und Trank in den Siedlungen auf dem Staffelberg und auf dem Walberla.
  • Kultureller Kontakt: Weißenburg ( Römer) - Staffelberg/Walberla (Kelten/Germanen): "Die Römer, die lebten gut!"
  • Essen im Mittelalter: Suppen, Breie, Brot;
  • Essen im Mittelalter: Adel, Klerus, Bürger
  • Wildwest in Franken: Ochsen transportieren sich selbst aus Ungarn zur Schlachtbank.
  • Nürnberg: World-Trade-Center für Gewürze
  • Jagd in Franken
  • Höfisches Essen im Barock: Seehof, Bayreuth, Würzburg
  • Kaffee und Schokolade: Das erste deutsche Kaffeehaus in Würzburg
  • Von Bier- und Weinpanschern - Von Würzbieren und Heilweinen.
  • Fränkische Bierkeller
  • Fischzucht und Fischgerichte: Von Fischmeistern/ Die erste Forellenzucht der Coburgischen Domänenverwaltung. Der letzte Bamberger Berufsfischer.
  • Französischer Einfluss auf die fränkische Küche - Eine Legende?
  • Die Kartoffel kommt nach Franken.
  • Über Coburger "Thüringer Klöße"
  • Zwetschgen, Birnen, Kirschen usw.: Dörrobst und Obstschnäpse
  • Arbeiteressen: Henkelmann, Speisehäuser, Fertigsuppen
  • Kolonialwarenläden in Franken
  • Nürnberger Festmenüs zur Kaiserzeit.
  • Koscher-Essen in Franken am Bsp. des Kochbuchs von Levi Strauss? Eltern
  • Hofübergabeverträge: Das Essen der Austrägler
  • Kühltechniken verändern die Ernährungsgewohnheiten.
  • Surrogate: Frankenzucker, Malzkaffee, Kräutertees
  • Die Versorgung privater Haushalte in Schweinfurt während der Zwangsbewirtschaftung 1914-1923
  • Ein Kriegskochbuch
  • Essen und Trinken während der "Roaring Twenties". Feinkostgeschäfte.
  • Soldatenessen: Bayreuther Jäger, 1870/71, Erster Weltkrieg, Zweiter Weltkrieg
  • Vom Hungerwinter bis zum Beginn der Fresswelle.
  • Ernährungstrends und gesellschaftlicher Mainstream 1950 - 1970
  • Ernährungstrends und gesellschaftlicher Mainstream 1970 - 2000
  • 1500 Rezepturen für Fleischveredelung und Convenience-Gerichte. (Axel Lichtenberg)
  • Fränkisch: Grüne Nüsse, Hollerküchla, Hollerwein, Hollersekt, Zwetschgenbames, Meefischli
  • Unser tägliches Brot kommt aus Kulmbach.
  • Fränkische Kochbücher seit 1700: "Adalbert-Raps-Bibliothek zur Gewürzgeschichte". Die größte Kochbuchsammlung Frankens.
  • Das fränkische Tischgebet.

Lohnbrauen.

Lohnbrauen, also Bier nach eigener Rezeptur woanders brauen zu lassen, ist auch heutzutage gängige Praxis. Sie wird dadurch erleichtert, daß dank der Lobbyarbeit der Brauer nicht angegeben werden muß, wo bzw. von wem das Bier gebraut worden ist. Gerade in meiner Heimatregion Bamberg kann man in bestimmten Brauereien z.B. Dosenbier oder auch Bügelverschlußflaschen mit Etiketten sehen, die später ganz legal etwa als Bier einer auswärtigen Brauerei aufgetischt werden.

Zunehmend nutzen aber auch Gasthausbrauereien und handwerksnahe kleinere Brauereien die Marktchance, Bier für andere herzustellen. Dabei wird auf die Kundenverarschung verzichtet. Ganz im Gegenteil profitiert der Kunde vom guten Image der Brauerei und versucht nicht den Eindruck zu erwecken, das Bier selbst hergestellt zu haben. Beispiele sind:
  • Das Brauhaus Goslar stellt das "Lautenthaler Zwergenbräu" her für das "Hotel und Restaurant Brauhausstuben", Lautenthal, und ein "Kaiser Klee Gold" für das "Restaurant Kaiserklee" in Goslar.
  • Hans-Ludwig Straub, der preisgekrönte Inhaber und Braumeister des Brauereigasthof Drei Kronen in Memmelsdorf bei Bamberg stellt auf Wunsch einen Sud (9 Hektoliter) eines Bieres nach einer Rezeptur her, die mit dem Kunden abgesprochen wird. So kann man sich z.B. ein ganz individuelles Bier brauen lassen, daß man auf seiner größeren Geburtstagsfeier, einer Hochzeit oder einem Firmenjubiläum ausschenken kann.
  • Die Kosterbrauerei Neuzelle stellt seit März 2002 "Unser Schaubetaler Landbier" (PDF) her, das von dem in Beeskow ansässigen Getränkefachgroßhändler Gröschke vertrieben wird.
  • Die Schweizer Wädi Brau Huus AG hat daraus ein ausformuliertes Geschäftskonzept gebastelt und bietet Lohnbrauen auch in kleinen Mengen (und angemessen gesalzenen Preisen) an. Siehe ihren Prospekt (PDF).

Montag, Juli 25, 2005

Warsteiner macht in Wein.

Nicola de Paoli berichtet in der Financzial Times Deutschland vom 25. Juli 2005, Warsteiner habe sich einen Weinkeller in Argentinien gekauft, um sein Vertriebsnetz auch mit Wein auszulasten: "Warsteiner steigt ins Weingeschäft ein".

Mir soll es recht sein, solange sie den Wein nicht auch noch selbst brauen, etwa einen "Paderborner Blaue Nonne" oder "Warsteiner Liebfrauenmilch".

Heilige und Scheinheilige.

Über die 10. Bierbörse in den Bonner Rheinauen mit über 650 verschiedenen Bieren aus 79 Ländern an 80 Ständen berichtet Max Borowski in der Kölnischen Rundschau vom 25. Juli 2005: "Wirte lockten mit exotischen Bieren".

Daß er "Franziskaner" für ein "frommes Bier" hält, ist etwas daneben. Mit dem guten Namen von Klosterbrüdern hausieren zu gehen, ist eher scheinheilig als fromm. Wobei dem Management der Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA (dahinter steckt der belgische Konzern InBev) zu Gute gehalten werden muß, daß von denen niemand behauptet, es handele sich um ein Klosterbier, genauso wenig wie von den Verkäufern der Weißbiermarke "Kapuziner" (Kulmbacher Brauerei AG, dahinter steckt Schörghubers Brau Holding International AG und letztlich der holländische Brauereikonzern Heineken).

Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, daß ich bei einer Auswahl von 650 verschiedenen Bieren andere probiert hätte.

Siehe zur Bonner Bierbörse auch einen Bericht im Bonner General-Anzeiger vom 25. Juli 2005: "Ums Papst-Bier braut sich was zusammen".

Sonntag, Juli 24, 2005

Basketball-Weblog von der Berliner Morgenpost.

Unter dem Titel "Zwei Minuten ALBA" hat die Berliner Morgenpost auf ihrer Homepage einen Weblog über die Berliner Basketball-Bundesligamannschaft Alba Berlin installiert. Autor ist ein glühender Anhänger der Albatorosse, Peter Schelling, im Hauptberuf Wirtschaftsredakteur.

Leider habe ich in diesem Blog auch nichts darüber gefunden, ob Nino Garris wirklich von Alba Berlin zu GHP Bamberg wechseln wird.

Mit Marken, Einkaufserlebnis und Service-Qualitaet gegen Geiz-ist-geil.

"Wir halten gleichsam den Atem an, weil der aufgekeimte Optimismus aus dem Jahr 2003 inzwischen der Skepsis gewichen ist"
charakterisiert der Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels die Stimmung seiner knapp 1.000 Mitgliedsunternehmen.
"Dagegen zeigen eine aufkeimende Renaissance des Markenbewusstseins, etliche positive Firmenkonjunkturen unter den Mitgliedern und das gegenüber dem Rest der Branche erneut bessere Abschneiden unserer Unternehmen, dass die meisten anpacken wollen statt zu jammern"
resümierte Günther Guder, Geschäftsführender Vorstand, das Jahr 2004 und die Ergebnisse der Konjunkturumfrage für das erste Halbjahr 2005.

Insgesamt erwirtschafteten die exakt 998 Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes im Jahr 2004 13 Mrd. Euro und damit 2,46 Prozent weniger als 2003. Die rund 2.600 Betriebe der repräsentativen Stichprobe, die das Statistische Bundesamt erfasst, hatten dagegen 2004 einen Gesamtumsatz1 von 14,519 Mrd. Euro oder minus 4,1 Prozent.
"Die Vorgaben - Jahrhundertsommer 2003 und Mengenwachstum durch das Pflichtpfand - legten die Messlatte sehr hoch"
erläuterte Guder und zog unter dem Strich eine positive Bilanz:
"Nach plus 9,6 Prozent in 2003 und minus 2,46 in 2004 bleiben gegenüber 2002 immerhin plus 7,1 Prozent."
Nachdenklich stimme allerdings die Ertragsentwicklung, die aus den 218 Betrieben gemeldet wurden, die sich an der Frühjahrsumfrage beteiligt hatten: Mit einem Minus von 3,06 Prozent verminderten sich die Gewinne stärker als die Umsätze. Konsumrückgang und die nach wie vor starke "Geiz-ist-geil"-Mentalität seien wesentliche Gründe für Ertragsminderungen und verursachten auch 1die Umsätze sind hochgerechnet auf der verfügbaren Statistik aus 2002 mit 2.687 Betrieben und 15,140 Mrd. Euro Umsatz sowie den bekannten Veränderungsraten 2003 plus 6,9 und 2004.

Schwindender Optimismus bei den Fachgroßhändlern

54,6 Prozent erwarten für das erste Halbjahr 2005 eher schlechtere Umsätze - im Vorjahr waren es 39 Prozent -, und 51 Prozent befürchten Ertragsrückgänge - im Vorjahr 42,1 Prozent. Dabei seien es nicht mehr nur die Discounter, die durch ihren andauernden Preiskampf die notwendigen Renditen zerrieben im übrigen LEH und in den rund 7.000 Getränke-Abholmärkten der Mit-gliedsunternehmen, die sich zum Preiswettbewerb gezwungen sähen:
"Wenn Deutschlands größter Handels- und C&C-Konzern Ende April beim Kauf von zwei Kästen Markenbier einen Dritten als Naturalrabatt ausgelobt, entspricht dies einem Nachlass von 33 Prozent"
kritisierte Guder die Wertevernichtung.
"Unsere Mitgliedern und wir erwarten von den Herstellern entsprechende Reaktionen, um so provoziertem, weiterem Preisverfall entgegen zu wirken."
Statt die Spirale immer weiter nach unten zu beschleunigen, sollten "alle Marktpartner ihre Liebe zu den wertvollen Marken und Produkten wieder entfachen", fordert Guder. Es mache wirtschaftlichen keinen Sinn, wenn zum Beispiel in den ersten drei Monaten 2005 der Gesamtabsatz aller alkoholfreien Getränke zwar um 0,4 Prozent gestiegen, der wertmäßige Umsatz jedoch um sechs Prozent zurückgegangen sei. Noch gravierender stellt sich die Situation im Wassermarkt dar, der immerhin knapp 50 Prozent des gesamten AfG-Marktes ausmacht. Die verkaufte Menge wuchs in den ersten drei Monaten um 1,6 Prozent, wogegen der Umsatz um 8,4 Prozent zurückging. Der Durchschnittspreis für einen Liter AfG lag in den ersten drei Monaten 2005 bei knapp 44 Cent, 2004 waren es noch 46 Cent. Schwache und unprofilierte Marken definiere die Gesellschaft für Konsumforschung GfK als die Verlierer der polarisierten Käuferströme, woge-gen starke Marken und gut sortierte Outlets auch in schwierigen Zeiten höhere Marktpreise realisierten.
"Die sorgfältige Präsentation der Getränke im dekorativen Umfeld muss nicht auf Weine beschränkt bleiben"
appelliert Guder an die GAM-Betreiber unter seinen Mitgliedern. Innovation, Fokus-sierung auf Markenkompetenz und Orientierung an den Verbraucher-Bedürfnissen würden auch mit Bier und Wasser funktionieren. Ein positives Beispiel sieht der Bundesverband in der Aktion "Erste Wahl ? Regional" in Ostwestfalen, wo GFGH-Unternehmen mit Getränke-Abholmärkten in Zusammenarbeit mit heimischen Getränkeproduzenten den Fokus auf regionale Produkte lenken:
"Solche Aktivitäten entsprechen auch der GfK-Empfehlung, dass auch Sortimenter wie wir zu den Gewinnern des polarisierten Konsums gehören, die gehobenen Konsum mit Sortimentsvielfalt anbieten können.
"Und was ist mit Bier?"

Frei nach dem geflügelten Werbespruch "und was ist mit ..." scheinen Deutschlands Brauer alles daran zu setzen, "ihre Kunden irritieren zu wollen", wertet GFGH-Verbandschef Guder die Sudkessel-Konzentrationen und vor allem die Me-Too-Hektik:
"Wenn alle plötzlich das leichte Blonde entdecken, die Reliefflasche oder den Lemon-Bier-Mix, geht jede Individualität verloren"
so der gelernte Marketing-Spezialist über die Probleme beim Kernprodukt des Getränkefachgroßhandels, dem Bier. Und ob die großen Übernahmen dem eher traditionsbewussten Biertrinker schmecken, sei fraglich: Brau- und Brunnen zu Radeberger/Oetker, Licher und König zu Bitburger, Heinekens Appetit auf Fürstenberg und Höpfner und über die Beteiligung an Paulaner auch auf Kulmbacher und Würzburger Hofbräu oder in diesen Tagen der Frankenheim-Verkauf an Warsteiner. Ein Minus von 5,3 Prozent beim Bierabsatz von 2001 bis 2003, nochmals minus 1,5 Prozent beim Inlandsabsatz im Jahr 2004 und aktuell per März 2005 minus 3,6 beim Inlands- und minus 3,5 Prozent beim Gesamtabsatz inklusive Export resultieren überwiegend aus der Abnahme der Kern-Zielgruppe bis 35 Jahre, die in den letzten fünf Jahren um elf Prozent zurückging und 50 Prozent des Bierkonsums repräsentiert. Die Abkehr vom Gerstensaft beeinflusst ebenso die negative Entwicklung im Gaststättengewerbe, das in den letzten drei Jahren ein Minus von 17,4 Prozent hinnehmen musste. Gegen den rückläufigen Bierdurst behaupten sich allein ganz wenige Marken und - mit herausragendem Mengenplus - Oettinger als Billigmarke. Letztere durch den Sondereffekt, dass viele Konsumenten nach dem Einbruch bei der 0,5-l-Dose zur preiswertesten Flasche griffen.

Trotz wachsender Sorgen fit für den Wettbewerb


"Wir müssen gegen die Wertevernichtung mobil machen, um die not-wendigen Spannen zu generieren für die komplexen Dienstleistungen, die von uns erwartet werden"fordert der Bundesverband. Deren Skala reiche von der Sortierung der Individual-Leergut-Lawine in Form von Flaschen und Kästen über Electronic-Consumer-Response (ECR) bis zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln. Etliche positiv herausragende Firmenkonjunkturen würden Zeugnis ablegen für die grundsätzliche Fitness der Branche, betonte Guder. Die logistische und regionale Getränkekompetenz des Fachgroßhandels bis in die feinste Distribution beim Schützenfest, wachsende Kooperationsbereitschaft sowie neue Leistungen seien die passende Antwort auf die fortgesetzte Konzentration bei den Marktpartnern und den Verdrängungswettbewerb. Eine zusätzliche Chance habe der GFGH voraussichtlich auch als Partner und Logistiker für die Einweg-Rücknamesysteme. Dabei seien die Sorgen der Branche nicht geringer geworden, bedauerte Guder. Zu den Belastungen durch die Ökosteuer - jede der fünf Stufen verteuerte einen Lkw pro Jahr um rund 1.600 Euro - entstehen erhebliche Mehrbelastungen durch die Lkw-Maut:
"Preisanpassungen sind aus Sicht des Getränkefachgroßhandels unerlässlich"
prognostiziert Guder mit Hinweis auf Beschaffungs- und Auslieferungsmaut-Gebühren bis zu 18 Cent pro Kasten, die aus den Spannen nicht darstellbar seien. Immerhin berechnen nach den Antworten aus der Umfrage 28 Prozent die Beschaffungsmaut komplett weiter, 41,3 Prozent teilweise und 21,1 Prozent nicht. Bei der wesentlich geringeren Mautbelastung für die Auslieferung (bis 6 C/Kasten), die meist lokal und regional sowie auf weniger Autobahn-Kilometern erfolgt, berechnen 15,1 Prozent komplett und 25,2 Prozent teilweise weiter, wogegen 41,3 Prozent die Kosten nicht weiter geben. Zusätzlich seien nach Berichten aus Mitgliederkreisen die Dieselkosten pro 100 km seit 2001 um fast 18 Prozent gestiegen von 24,22 Euro auf 28,56 Euro, obwohl der Verbrauch um 2,4 Prozent gesenkt wurde. Die befürchtete Schlechterstellung durch Auswirkungen von Basel II trat nicht in erwartetem Umfang ein: Für 46,3 Prozent der antwortenden Unter-nehmen liefen die Kreditgespräche "wie immer", 15,1 Prozent sahen sich durch das Rating besser gestellt. Diesen gut 60 Prozent stehen 32 Prozent gegenüber, die Bankgespräche als schwieriger empfanden, und zehn Prozent gaben an, dass ihnen Kredite bereits abgelehnt oder reduziert worden seien. Da außerdem die Branche auch in Zukunft zu den beschäftigungsintensivsten gehören wird - die Mitarbeiterzahlen bleiben konstant bei rund 50.000 - und deshalb auch die Sozialkosten drücken, spiegeln sich Belastungen und fehlende Zuversicht in die politischen Entwicklungen wider in der rückläufigen Investitionsbereitschaft: Die Vorhaben für 2004 liegen im Wert 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, 36,2 Prozent wollen voraussichtlich weniger investieren als 2004 (im Vorjahr waren es 27 Prozent), 45,9 Prozent (Vorjahr: 52) halten das Niveau, und 17,4 Prozent (Vorjahr: 20,5) wollen zulegen. National und international aufgestellt Mit dem Anschluss von Rheinland-Saar als letztem Landesverband hat sich der Bundesverband seit 21. Februar 2005 endgültig auch formell einheitlich national aufgestellt.
"Wir verstehen unseren Auftrag als internationale Interessenvertretung bei der EU und als zentraler Gesprächspartner der zunehmend national bis international agierenden Marktpartner"
begrüßt Guder die Konzentration der Kräfte. Die internationale Karte spielt er seit Oktober 2004 als Vizepräsident des europäischen GFGH-Verbandes CEGROBB, in dem der Bundesverband verantwortlicher Koordinator ist für das EU-Thema Verpackungsverordnung.
"Wir sind jetzt ein starker politischer Arm, um uns noch mehr für die zukunftsorientierten Rahmenbedingungen unserer Mitglieder einzusetzen"
gibt sich der Bundesverband des Getränkefachgroßhandels kämpferisch. (Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes des Getränkefachgroßhandels).

Konzentration im Weinhandel.

"Eggers & Franke übermimmt R&U" hat die Fachzeitschrift "Weinwirtschaft" am 18. Juli 2005 gemeldet, und zwar 100% zum 1. August 2005. Reidemeister & Ulrichs war 2002 von der niederländische Weinhandelsgesellschaft Baarsma Holding in Gorredijk übernommen worden (siehe dazu eine Meldung vom 7.Oktober 2002.

Eggers & Franke wurde 1804 als Importeur französischer Weine, insbesondere aus dem Bordeaux, gegründet. Heute gehört sie zu 74,9% KWV; der Rest ist in Familienbesitz. KWV International wurde 1995 als weltweit agierende Handelsgesellschaft in Südafrika gegründet. Im Schicksal dieser Firmen spiegelt sich auch das Auf und Ab der Bedeutung der Weinregionen Bordeaux und Südafrika.

Kaffee fuer Hamburg.

Wie man geschickt eigene Diensleistungen mit Angeboten in der Region bzw. von Lieferanten verbindet, um ein touristisch attraktives Wochenendpaket zu schnüren, zeigt das privat geführte 4-Sterne-Hotel Baseler Hof in Hamburg mit seinem "Kaffee für Hamburg". Das Paket besteht aus eigenen Leistungen:
  • 2 Übernachtungen inkl. Frühstücksbuffet
  • 3-Gang Menü im Weinrestaurant Kleinhuis (Freitag)
  • 4-Gang Kaffee-Menü im Weinrestaurant Kleinuis (Samstag)
  • Rezept für das Kaffee-Menü
ergänzt durch:
  • Besuch des Kaffeespeichers der Kaffeerösterei Burg, dem Kaffeelieferanten des Hotels.
  • Besuch des Kaffeemuseums mit Verkostung unterschiedlicher Kaffeesorten inkl. Transfer zum Kaffeeemuseum (Samstag)
  • Besuch des Fischmarktes inkl. 1 Kaffee im Marktcafé (Sonntag)
  • Brunch oder Kaffee und Kuchen auf der D.E.S. Bergedorf (Museumshafen Oevelgönne) (Sonntag)
  • HVV-Ticket für 3 Tage
  • Gutschein im Wert von 10 Euro für das Kaffeegeschäft Burg
Sehr gut gefallen hat mir auf der Website des Hotelrestaurants auch die Aufzählung und Darstellung der Lieferanten incl. Links zu deren Websites sowie die ausführliche, bebilderte Beschreibung von Locations, an denen vom Hotel Catering angeboten wird.

Die Website wurde erstellt von der auf Tourismus, Hotellerie und Gastronomie spezialisierten Agentur Cultuzz Digital Media GmbH, zu deren Kunden aus der Hotellerie auch große Hotelketten gehören.

Labels:


Samstag, Juli 23, 2005

Serbische Bohnensuppe.

Thorsten Sommer behauptet, "serbische Bohnensuppe" sei von den Speisekarten verschwunden. Ganz so stimmt das nicht, wie eine Suche bei Google nach "serbische Bohnensuppe Speisekarte" ergibt.

Auch an der zitierten Vermutung ("Die Rückkehr der Serbischen Bohnensuppe" von Achim Beinsen, in: Das Wort der Woche vomn 22. Juli 2005), die serbische Bohnensuppe wäre im Zuge des Balkankonfliktes als politisch unkorrekt von den Speisekarten verbannt worden, habe ich so meine Zweifel. Ich erinnere mich vage daran, daß bis Ende der 70er Jahre in nicht wenigen Gaststätten eine Dosensuppe von Unox deren Etikett behauptete, eine serbische Bohnensuppe zu beinhalten, mit Wasser im Volumen verdoppelt, erhitzt und im Preise verdrei- oder vervierfacht verabreicht worden ist. Das hat wohl auf die Dauer nicht so sehr gemundet.

Unox hatte 1962 begonnen, konzentrierte und tafelfertige Dosensuppen auf den Markt zu werfen. Seit 2000 ist Unox eine Marke von Unilever.

Der Niedergang der serbischen Bohnensuppe in der deutschen Speisegastronomie war vielleicht auch der Tatsache geschuldet, daß Suppen in den 80ern und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts generell ziemlich "out" gewesen sind. Sie galten als Fettmacher, als spießig. Eine ganze Generation mimte mit Inbrunst den Suppenkasper. Da mußte erst ein jüdischer Stand-Up-Komiker in New York den Suppen-Nazi auf die Schippe nehmen, um nach Ausstrahlung seiner Sitcom "Seinfeld" in Deutschland Suppenbars in Deutschland salonfähig zu machen. Die "serbische Bohnensuppe" hat dies aber nicht reanimiert.

ritzy.

In Amerika und England steht ritzy für luxuriös, vortrefflich, fashionable. Der Begriff ist eine Hommage an Cäsar Ritz. "Hotelier der Könige und König der Hoteliers" wurde er von seinem Freund König Eduard VII genannt. Das 1898 erbaute Pariser Hotel "Ritz" trägt seinen Namen.

In der Küche dieses Hotels arbeitete Georges-Auguste Escoffier (1847-1935), der dort als Küchenchef die Arbeitswelt der Köche revolutionierte. Er führte eine strenge Arbeitsteilung ein. In der "brigade de cuisine" (Küchenbrigade oder kitchen team) arbeiten gut trainierte Experten mit klar definierten Aufgabengebieten. Diese Brigaden bestanden aus einem "chef", auch "gros bonnet" genannt, einem "sauce chef", einem "entremettier" für Suppen, Gemüse und Nachspeisen, einem "rôtisseur" für das Fleisch und einem "garde manger" für alle Beilagen und kalten Speisen. Escoffier's Werk "Guide culinaire" avancierte später zur "Bibel aller Köche" (Deutsche Übersetzung von Walter Bickel).

Insoweit ist der Name ritzy für ein neues Weiterbildungsangebot für Hotellerie, Gastronomie und Tourismus im schweizerischen Kanton Wallis gut gewählt.

Hintergrund dieses Portals ist eine radikale Veränderung der Zulassungsbedingungen für die Gastronomie in Wallis. Bis 2004 sind Wirte- und Hotelfachkurse obligatorisch gewesen. Neueinsteiger müssen nunmehr nur eine eintägige Prüfung über die grundlegenden Kenntnisse ablegen und können sich darauf vorbereiten wie und wo sie wollen, also auch online, z.B. auf dem Portal ritzy in einem virtuellen Klassenzimmer mit modularen Kursen. Wer nicht online bzw. mit Schulungsunterlagen, die per CD-ROM zur Verfügung gestellt werden, kann auch Präsenzveranstaltungen besuchen.

Finanziert werden diese Aus- und Weiterbildungsaktivitäten durch Abgaben, die zwangsweise von den Walliser Restaurations- und Beherbergungsbetrieben (incl. Campingplatzbetreiber) erhoben werden (gemäß Art. 17 des Gesetzes über die Beherbergung, die Bewirtung und den Kleinhandel mit alkoholischen Getränken).

Die Kurse kann man auch belegen, wenn man nicht Inhaber oder Mitarbeiter eines Walliser Betriebes ist, der dafür Beiträge zahlt. Dann aber sind die Kurse gebührenpflichtig.

Das Kursangebot ist beeindruckend und für deutsche Verhältnisse innovativ:So wundert es mich nicht, daß die Gastgewerbe Gedankensplitter, die Sie gerade lesen, in der Linksammlung von ritzy nicht fehlen.

Freitag, Juli 22, 2005

Bierverkostung im 5-Sterne-Hotel.

Am 17. Juni 2005 fand im 5-Sterne-Hotel Dorint Sofitel in Wiesbaden, wo üblicherweise exklusive Weinverkostungen durchgeführt werden, eine Bierverkostung mit Bieren von 10 oberfränkische Brauereien vom Faß statt. Derartige Bierverkostungen sollen zukünftig regelmäßig dort durchgeführt werden. Bierspezialitäten können auch in einer 5-Sterne-Umgebung mithalten. Organisiert wurde die Verkostung von Bernd Rolle, Jörg Schilling, dem Küchenchef des Hotels Dorinth in Wiesbaden und Christof Pilarzyk vom Brauereigasthof Grosch in Rödental, gleichzeitig geschäftsführender Vorstand von Bierland Oberfranken e.V., einer neuen Werbegemeinschaft fast aller oberfränkischen Brauereien. Mehr darüber: "Bierverkostung in Wiesbaden" von Bierland Oberfranken e.V.

Spar direkt.

Einen herzlichen Glueckwunsch an den ShopBlogger zur heutigen Eröffnung seines zweiten Ladens.

Ich bin davon überzeugt, daß dem erfahrenen Einzelhandelskaufmann nicht passiert, was unerfahrenen Existenzgründern in der Gastronomie droht, die nach dem schnellen Erfolg ihres ersten Objektes ein zweites oder gar drittes Objekt eröffnen. Wenn sich die Gründer zunehmend aus ihren Objekten zurückziehen, etwa um weitere zu eröffnen, besteht die Gefahr, daß die Qualität leidet (vor allem: fehlende Sauberkeit, Qualität der Speisen, Service-Schnelligkeit und -freundlichkeit). Um diese Qualitätsmängel zu vermeiden, muß eine hierarchische Ebene zwischen der Front und den Gründern eingeführt werden (leitende Angstellte) und/oder die Mitarbeiter müssen geschult und angewiesen werden, qualitätsvolle Arbeit zu leisten. Die kostet zwar Geld, aber weniger als die Folgen mangelnder Qualität wie Nacharbeit, Ausschuss, Kulanz wegen Mängeln, Verlust an Stammgästen.

Mehr über Erfolg in der Gastronomie.

Donnerstag, Juli 21, 2005

Brauereien-Erlebnis-Touren.

Fünf Brauereien-Erlebnis-Touren hat die Tourismuszentrale Fränkische Schweiz zusammengestellt. In der Fränkischen Schweiz gibt es auf rund 2000 Quadratkilometern 70 Brauereien, die das Bier oft nur für den Hausgebrauch in der eigenen Gastwirtschaft herstellen. In einem neuen Prospekt werden jetzt fünf Wander- und drei Fahrradtouren zu den schönsten Brauereigasthöfen vorgestellt. In ganz Franken gibt es insgesamt sogar über 300 Brauereien.

Entruestet.

Die Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten kritisiert den Umgang mit Lehrlingen in der Gastronomie: "Viele schwarze Schafe", in: Märkische Allgemeine vom 21. Juli 2005.

Mittwoch, Juli 20, 2005

Tarifkonflikt in Bayern.

Der bayerische Landesbezirk der Gewerkschaft Nahrung, Genuß und Gaststätten fährt eine massive Schmutzkampagne gegen einige Gastronomen in München: "In der Münchner Gastronomie wird weiterhin gelogen und betrogen!" vom 18. Juli 2005.

Hintergrund der Vorwürfe ist die Tatsache, daß zum 31. März 2005 der Lohntarifvertrag zwischen der NGG und dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband gekündigt worden ist. Dieser Tarifvertrag entfaltet seine Fortwirkung deshalb nur noch für solche Beschäftigungsverhältnisse, die vor dem 31. März 2005 abgeschlossen worden sind und bei denen
  • der Arbeitgeber Mitglied der DEHOGA und der Arbeitnehmer Mitglied der NGG ist oder
  • bei denen im Arbeitsvertrag explizit auf den Tarifvertrag Bezug genommen worden ist.
Seitdem sind bayerische Arbeitgeber, auch wenn sie der DEHOGA angehören, tariffrei. Allein der Wucherparagraph begrenzt die Lohnhöhe nach unten auf einen Lohn, der maximal bis zu 30% unter dem ortsueblichen liegt.

Seit April 2005 bewegen sich deshalb die Löhne im bayerischen Gastgewerbe bei neuen Arbeitsverträgen in Richtung auf marktkonforme 5 Euro je Stunde für ungelernte Kräfte im Raum München.

Neues Feature von Amazon: Search Inside.

Amazon.de bietet ein neues, herausragendes Feature "Search Inside!", eine Volltextsuche in tausenden von Büchern.

Amazon.com, also die englischsprachige Website von Amazon, hat diese Funktionalität schon im Oktober 2003 eingeführt. Siehe dazu unseren damaligen Hinweis: "Volltextsuche in Buechern bei Amazon" vom 24. Oktober 2003. Damals habe ich geschrieben:
"Ob dieser Service auch auf Amazon.de eingeführt werden soll, ist ungewiß. Erfahrungsgemäß werden jedoch Tools und Services, die sich in den USA bewähren, nach einiger Zeit in den weiteren Websites von Amazon auch eingeführt."
Daß sich Amazon.de damit aber fast zwei Jahre Zeit läßt, hätte ich nicht gedacht.

Home Replacement Meals.

Welch starke Konkurrenz der Gastronomie im Einzelhandel erwachsen könnte, wenn der Einzelhandel statt Stellen zu streichen und seine Kunden in der Schlange stehen zu lassen, Service bieten würde, kann man sich in Großbritannien in den Filialen von Tesco anschauen, dem nach eigenen Angaben "largest grocery homeshopping service in the world". Daniel Meier schreibt darüber aus London im Schweizer Tages-Anzeiger vom 20. Juli 2005: "Detailhändler schielen auf Tesco":
"Angesichts der weitläufigen Kühlregale mit vorgefertigten Mahlzeiten im Tesco in Watford wird klar, dass die Schweiz in dieser Disziplin noch am Anfang steht. Da gibt es einen griechischen Salat, bei dem die gerüsteten Zutaten - Gurken, Tomaten, Fetakäse, Oliven - in einer Plastikschale mit vier Abteilen eingeschweisst sind. Zusammenleeren, fertig. Oder Pouletschenkel, gewürzt und angebraten. Pfannenfertig ist das falsche Wort - aufwärmen in der Mikrowelle. Angesprochen werden längst nicht nur Singles: Wie wärs mit einem vollständigen asiatischen Convenience-Gericht für vier Personen, verpackt in einer Kartonschachtel mit Traggriff?"
Mehr über den Trend zu Home Replacement Meals:

Take-Away-Angebote hervorheben.

Take Away- und Lieferdienste verzeichnen ja auch Zuwachsraten in einer insgesamt in Deutschland stagnierenden Branche (siehe dazu: "Gastronomie als Käufermarkt"). In den meisten Gaststätten kann man Speisen und Getränke wohl auch mitnehmen. Doch viele Gaststätten vergessen, ihren Gästen diesen Service nahezubringen.

Ein positives Gegenbeispiel bietet das Restaurant "Zum Engel" in Sulzbach mit einer speziellen Home Menü Card, also einer Auswahl von Speisen, die sich besonders zur Mitnahme eignen.

Wenn Sie Ihr Außer-Haus-Geschäft forcieren, vergessen Sie nicht, sich darum zu kümmern, wie Sie die Speisen optimal zum Mitnehmen verpacken. Lassen Sie sich einfach mal von einem Anbieter beraten, z.B. von der Rausch Verpackung GmbH in Augsburg oder von Bunzl Verpackungen.

Aufklärung erwünscht! Sind Sie ein richtiges Tagungshotel?

Ich verstehe Sie nicht! Sie haben ein Hotel, vielleicht gar ein Tagungshotel, schaffen es aber nicht, Ihre Teilnehmer und schon gar nicht mich als Trainer für Ihr Haus zu begeistern. Wie steht es um Ihr Hotel: Sind Sie ein wirkliches Tagungshotel? Machen Sie den Check! Oder ist es Ihnen schlichtweg egal, was ein Trainer von Ihrem Haus denkt? Diese Einstellung kann unangenehme Folgen für Ihr Haus haben. Warum? Erst vor kurzem war ich wieder auf einem Seminar für Trainer und Hoteleinkäufer mit ca. 60 Teilnehmern und die Vernetzung der Trainer untereinander wurde mir aufs Neue bewusst. Abends, in geselliger Runde, packte jeder seine persönlichen "Hotel-Horror-Geschichten" zur Belustigung aller aus. Auch ich steuerte meine persönliche Hitliste der schlechtesten Tagungshotels bei. Aber auch einige positive Beispiel wurden ausgetauscht und natürlich gleich notiert. Denn die Erfahrung zeigt, ein Tagungshotel in dem das Ambiente und die Verpflegung stimmt, sowie Service gelebt wird, ist schwer zu finden. Bin ich dann begeistert, empfehle ich das Hotel aktiv weiter (an Kollegen) aber auch an Kunden, teilweise gleich auf meinem Angebot: "Für die Durchführung des Seminars empfehlen wir das Hotel Beispielhof in Musterheim!"

Wie steht es denn um Ihr Haus? Sind Sie ein wirkliches Tagungshotel, oder nennen Sie sich nur so?

Wie steht es um Ihre Ausstattung?

  • Sind Ihre Stühle bequem (für langes sitzen) und intakt (oder fallen die Lehnen ab?) Haben Sie ausreichend stabile, höhenverstellbare (und gar rollbare) Flipcharts und genug Papier vorrätig?
  • Haben Sie ausreichend Standard-Metaplanwände (Pinnwände) mit Papier bespannt und zusätzlichen Pinnandeln? (Manche Hotels bespannen gleich die Vorder- und Rückseite doppelt? gute Idee!)
  • Bieten Sie einen Moderationskoffer an? (Aufgefüllt und mit funktionstüchtigen Stiften etc.)? Ein Trauerspiel, was einem in manchen Hotels als Moderationskoffer verkauft wird!

Wie steht es um Ihre Verpflegung?

  • Stellen Sie ausreichend Getränke und große Gläser bereit, oder gehören Sie zu den Häusern die meinen, dass für 10 Teilnehmer 3 Flaschen Wasser für einen halben Tag ausreichen? Stellen Sie auch stilles Wasser bzw. mit wenig Kohlensäure zur Verfügung?
  • Gibt es bei Ihnen die "Suppenkoma-Garantie"? D.h. mittags ist das Essen so schwer, dass allen Teilnehmer das Kinn garantiert auf die Brust fällt? Oder haben Sie eine leichte Alternative?
  • Wie sehen bei Ihnen die Kaffeepausen aus? Obst, Gemüsesticks, Jogurt, Kekse und Nussmischungen oder eher fette Berliner, Teilchen oder gar Kekse aus der 1,99 Euro Tüte (so billig, dass sogar die Teilnehmer anfangen darüber zu sprechen)?
  • Sind Sie bei den Essenszeiten flexibel?

Wie steht es um den Service?

  • Wissen Sie und Ihre Mitarbeiter, was es heißt, Tagungen zu veranstalten? Wird in den Pausen automatisch der Raum ?aufgeräumt? und die Getränke etc. aufgefüllt, oder muss ich jedes Mal darum bitten?
  • Sind Sie und Ihre Mitarbeiter ein wirklicher Gastgeber, oder geben Sie dies nur vor?
  • Sind Sie kleinlich und stellen Sie Regeln auf, die keinen Sinn machen? (Bei einer Tagung mit 26 Teilnehmern belegten wir aus Versehen für 30 min einen Tagungraum der gerade frei war, aber nicht gebucht. Ergebnis: Die Teilnehmer wurden während der Gruppenarbeit des Raums verwiesen!!) oder (Ein Tagungshotel in der Nähe von Berlin erlaubt den Gebrauch von 10 Flipchart-Blättern pro Tag und berechnet für jedes weitere Zusatzkosten!)
  • Geben Sie den Trainern einen Schlüssel, damit dieser den Raum abschließen kann?
  • Bringen Ihre Mitarbeiter zusätzliches Material nur herein oder hängen Sie es gleich an das Flipchart bzw. die Metaplanwand?
  • Unterstützen die Mitarbeiter die Wünsche der Trainer oder sehen Sie diese eher als lästig an?
  • Wie gehen Sie bzw. Ihre Mitarbeiter mit Reklamationen um? Neulich fing? ein Kellner mit einem Kunden einen Streit an, ob ein Viertel Wein korkt oder nicht! D.h. hat Ihr Personal Entscheidungskompetenz z.B. dem Gast einen Ausgleich anzubieten?

Wie steht es um die Leistungen für Trainer?

  • Haben Sie einen Trainerraum mit PC, Drucker und Internetanschluss (evtl. auch Fax)?
  • Geben Sie den Trainern besonders ruhige oder schöne Zimmer oder ein Late-Check-Out?
  • Halten Sie eine Kopfkissenauswahl für Trainer vor?
  • Halten Sie für den Trainer z.B. eine Flasche Wasser oder einen kleinen Obstkorb auf dem Zimmer bereit?
Wie interessiert sind Sie am Feedback der Trainer?

  • Zeigen Sie wirkliches Interesse am Feedback für Trainer? Und möchten Sie sich wirklich verbessern?
  • Warum laden Sie Ihren nächsten Trainer nicht nach dem Workshop auf ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee ein und fragen Ihnen nach seinen Eindrücken? Hören Sie zu, machen Sie sich Notizen ABER verteidigen Sie sich oder das Haus nicht. Vielleicht schreiben Sie im Anschluss einen Brief, wenn Sie die Anregungen in die Tat umgesetzt haben.
Und? Was war das Ergebnis des Checks? Können Sie sich auf die Schulter klopfen oder sehen Sie noch den einen oder anderen Verbesserungspunkt? Vielleicht wird Ihnen auch klar, warum Firmen sich in der Zwischenzeit für ein anderes Haus entschieden haben. Bei Ihnen sind alle Gäste und Trainer zufrieden? Wirklich? In den meisten Fällen bin ich angeblich auch zufrieden, weil ich keine Lust auf Diskussionen und Verteidigungsarien habe. Oder weil ich mir sicher bin, dass sich sowieso nichts ändern wird. Gleichzeitig nehme ich das Hotel in meine "Nie-wieder-Liste" auf. Überlegen Sie sich, wie Sie sich abheben können, wie Sie Ihre Gäste und Trainer begeistern können. Einige Anregungen haben Sie bekommen, weitere finden Sie http://ideentower.blogs.com/ideentower/2005/06/liebe_hotels_es.html oder entwickeln Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern neue Ideen. Sie werden sehen, es macht Spaß gemeinsam Ideen zu entwicklen und auch umzusetzen! Und Sie und Ihre Mitarbeiter haben viel mehr Spaß mit begeisterten Kunden! Oder besuchen Sie mal mit Ihren Mitarbeitern ein Top-Tagungshotel und spüren Sie den Unterschied. Über Ihre Kommentare freue ich mich! Der Autor ist Trainer bei Avenue Innovationsentwicklung (http://www.click-on-avenue.com/) und betreibt das Ideenweblog http://www.ideentower.de/

Dienstag, Juli 19, 2005

Butter bei die Fische.

So langsam kommt ja Butter zu den Fischen beim Frosta-Blog, z.B. mit einem bebilderten Reisebericht "Zum Fischen nach Alaska", in dem ein Mitarbeiter der Abteilung Forschung und Entwicklung von seiner Reise nach Alaska erzählt, wo der Lachs für Frosta-Produkte hergestellt wird, und "warum der Frosta-Lachs ausgerechnet aus Alaska kommt".

Kurz nach Start des Blogs hatte Bernd Röthlingshöfer zu Recht noch am Beispiel dieses Blogs erläutert, "wie man sein Blog besser nicht startet".

Squeeze.

Squeeze ist eine Fruchtsaft-Bar in Zürich. Im Angebot sind einige Produktgruppen, die wir auch schon in Beiträgen vorgestellt haben (mit Links zu unseren Artikeln):
  • Smoothies. Pürierte, nicht gepreßte Früchte, evtl. mit Joghurt oder Fruchtsorbet angereichert.
  • Juices. Säfte, bei Squeeze aus frischen oder gefrorenen Früchten.
  • Tapioca Tea, auch (nicht) bekannt als Bubble Tea.
Das konkrete Sortiment von Squeeze ist leider nicht online gestellt. Das ist meines Erachtens ein Fehler. Sie sollten Ihr Speise- und Getraenkekarte online stellen und zwar auch mit Preisen. Ihre Besucher suchen harte Fakten.

Kriterien fuer Betriebsuebernahme.

Der Schweizer Branchenverband Gastrosuisse hat eine knappe Checkliste (DOC) mit den wichtigsten Kriterien, die vor einer Betriebsübernahme im Gastgewerbe geprüft werden sollten, online gestellt.

Moosmuehle.

Die Moosmühle in Hefenhofen in der Schweiz ist ein ganzheitliches, vegetarisches und rauchfreies Kurs- und Ferienzentrum. An diesem stilvollen Ort werden Kurse und Seminare mit ganz unterschiedlichem Inhalt für Erwachsene und Kinder angeboten von einer Ausbildung zum/zur GesundheitsberaterIn,, über Reiki, Brain Gym, Reitwochen für Kinder, Meditative- und Kreistänze, Kindertanzkurse, Vegetarischen Vollwertkochkursen bis hin zu Yoga und Mental-Training. Einzelpersonen oder kleine Gruppen können hier aber auch individuelle Ferientage verbringen und nach Lust und Laune vom vielseitigen Angebot profitieren. Zudem werden die Gäste mit einer vegetarischen Vollwertküche aus grösstenteils biologischen Zutaten verwöhnt.

Das breite Kursangebot bietet sicherlich auch anderen Anbietern, die auf Wellness und Kinder fokussieren, Anregungen für eigene Angebote.

Montag, Juli 18, 2005

Zusatzverkaeufe an Fahrrad-Touristen.

Daß Fahrrad-Touristen - anders als früher gedacht - eine lukrative, zahlungskräftige Zielgruppe sind, eher älter als jünger, eher gut betucht und bürgerlich als mit geringer Ausgabebereitschaft, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Ein Hotelier im Altmühltal, unmittelbar an einem Radwanderweg gelegen, hat mir erzählt, als der Weg einst festgelegt worden sei seien die Anwohner der Dorfmitte dafür gewesen, der Weg solle den Dorfrand nur tangieren, damit man im Zentrum nicht von den Radlern belästigt würde. Jetzt neideten ihm die Gaststätten und Übernachtungsbetriebe seine Lage am Radwanderweg.

Was liegt näher als den radelnden Gästen etwas mit auf den Weg zu verkaufen? Die Winzer an den Hängen des Mont Ventoux, am Wege der Tour de France gelegen, füllen Wein in eine Fahrrad-Trink-Glasflasche ab und schmücken es mit dem Bild eines Rennradfahrers. Eine gute Idee für Zusatzverkäufe, gefunden in Zornos Marketing-Tagebuch.

Siehe dazu einen Hinweis auf ein Verzeichnis von Übernachtungsmöglichkeiten für Radwanderer: Bett & Bike.

Sonntag, Juli 17, 2005

Musik mit Stil.

Der Musiker Mark Barrott liefert mit seiner Firma Music Styling zur musikalischen Berieselung in Hotels, Restaurants, Fitnessstudios u.v.m. Zu seinen Kunden zählen mehr als 50 Starwood und Hyatt International Objekte weltwet, das Sheraton Diana Majestic in Mailand, das St. Regis Grand?s in Rom und New York, das Park Lane in London, das Grand Hyatt?s in Hong Kong und Berlin, und die Park Hyatt Objekte weltweit, einschließlich Mailand, Madrid, Chicago, Zürich und Seoul und das Imperial in New Delhi.

Mehr darüber in einem Beitrag von Dirk Engelhardt: "Musik in der Luft", in: Welt am Sonntag vom 17. Juli 2005.

Brunch contra Fruehstueck à la carte.

Ein Abgesang auf das Büfett von Gabriele Thiels und Silke Wichert: "Ein Teller geht noch", in: Welt am Sonntag vom 17. Juli 2005.
"Heute, so scheint es, erkennt man ein gutes Café daran, daß es sonntags Frühstück à la carte serviert. Ausschließlich. Ein weichgekochtes Ei, Schinken und Toast. Als Gedeck. Ohne Futterneid. Ohne Schlange. Ohne Büfett."
Da bin ich froh, daß es in unserem Café Abseits in Bamberg nur Frühstück à la carte gibt.

Samstag, Juli 16, 2005

Sonnenstich-Award VI.

Es ist heiß in Deutschland, Hinterbänkler fühlen sich berufen, sich um unseren Sonnenstich-Award zu bewerben. So bettelt der CSU-Bundestagsabgeordnete Herbert Frankenhauser in der Bild-Zeitung um diese Auszeichnung. Bier sei ein Lebensmittel wie Brot oder Milch und da für diese Produkte der halbe Mehrwertsteuersatz gilt, müsse auch der Mehrwertsteuersatz für Bier von 16 auf 7 Prozent abgesenkt werden. ("CSU will Bier billiger machen", in: Spiegel vom 16. Juli 2005).

Echt lustig: Mithilfe der CSU wurde die Biersteuer zum 1. Januar 2004 erhöht. Der Bierbrauer-Bund hat dagegen noch eine Verfassungsbeschwerde laufen. Doch das hat der Präsident des Deutschen Instituts für Reines Bier e.V. und DaimlerChrysler-Lobbyist Frankenhauser aus der berüchtigten Münchener CSU wohl in der Hitze des Gefechts vergessen.

Freitag, Juli 15, 2005

BMWA sucht Gastronomie-Gruenderinnen und -Gruender aus Berlin und Brandenburg fuer Tag der offenen Tuer.

Am 27. und 28. August 2005 veranstaltet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) einen Tag der offenen Tür. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Ideen erfolgreich gestalten".

Für das Catering sucht das BMWA kreative Gründerinnen und Gründer aus Berlin und dem Land Brandenburg. Ob Fingerfood, regionale Delikatessen oder originelle Schnell-Küche: insbesondere Ich-AGler, aber auch andere Gründer aus dem Gastronomiebereich können hier ihre kulinarischen Spezialitäten zum Verkauf anbieten.

Erwartet werden etwas 4.000 - 6.000 Besucher, nach den bisherigen Erfahrungen konsumieren ca. 10-15 Prozent davon Speisen.

Sind Sie interessiert?

Wenn Ihr Unternehmen nicht älter als drei Jahre alt ist und seinen Sitz entweder in Berlin oder im Land Brandenburg hat, können Sie sich gerne bewerben. Bitte fügen Sie Ihrem Bewerbungsschreiben folgende Unterlagen bei:
  • Kopie der Gewerbeanmeldung
  • Bewilligungsbescheid des Existenzgründungszuschusses bzw. Überbrückungsgeldes
  • Kurze Unternehmensbeschreibung bzw. Beschreibung Ihres Angebots
  • Beschreibung des benötigten Platzbedarfs, Anforderungen an den Standort (Innen-/Außenbereich), Zugang zu Versorgungsleitungen (Strom/Wasser)
Ihre vollständige Bewerbung schicken Sie bitte bis zum 15. Juli 2005 per Post, Fax oder per E-Mail an: Michael Vagedes GmbH, Emotional Brand Building, Frau Nelly Fenske, Domstraße 17, Zürich-Haus, 20095 Hamburg, E-Mail: nelly.fenske@michael-vagedes.de, Telefax: 040 30300-333. (Quelle: Existenzgruender.de.

Donnerstag, Juli 14, 2005

Rekordbeteiligung beim Sommermeeting der FBMA- Region West in Muenster.

Beim Sommermeeting der Region West der Food & Beverage Management Association (FBMA) am 10. und 11. Juli 2005 hatte Regionaldirektor Josef Schulte ganz auf Qualität gesetzt: Zwei spannende Locations mit dem Speicher No. 10 von Caterer bröker und dem Parkhotel Schloss Hohenfeld, dazu als Zugpferd der Consulter Peter Sessinghaus mit einem Vortrag zum Thema Dumpingpreise.

Aus der Region West, die aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland besteht, kamen 62 Hotelmanager, Gastronomen und Führungskräfte der Zulieferindustrie in die Domstadt. Gastgeber war FBMA-Vizepräsident Peter Rothenberger, dessen Haus zu den vier "Münster Top Hotels" gehört und die Auszeichnung "Ausgewähltes Tagungshotel zum Wohlfühlen" trägt. Der Sonntagabend stand im Zeichen der Kommunikation beim Grillfest im Schlosspark. Dass ein Grillfest ein kulinarischer Genuss sein kann, bewiesen das Parkhotel Küchenteam und Wolfgang Stein, FBMA-Mitglied und kreativer bröker-Küchenchef, die gemeinsam 1001 Variation von Grillwürstchen zubereitet hatten - aus unterschiedlichsten Zutaten und mit Würzung von traditionell über asiatisch bis orientalisch.

Am nächsten Morgen ging es per Fahrrad in die Speicherstadt zur bröker Catering und Event GmbH. Auf fast 100 Jahre Firmengeschichte kann das Familienunternehmen zurückblicken, das heute von den Brüdern Franz-Josef und Berthold Bröker geführt wird. Am neuen Firmensitz im Speicher No. 10 sind Veranstaltungsräume, die Küche, Logistik sowie die Verwaltung zusammen gefasst. Franz-Josef Bröker begrüßte die FBMA-Mitglieder und stellte ihnen auf einem Rundgang die beeindruckende Eventlocation vor: die historische Backhalle für 750 Personen mit angrenzendem Außengelände für 3.000 Personen sowie das Casino. 80 Mitarbeiter gehören zum Unternehmen, das für Gastronomie mit Erlebniswert wie dem Candlelight-Dinner im Elefantenhaus des Allwetterzoos bekannt ist. Zugleich ist bröker Betriebscaterer und betreibt die die Gastronomie im Hauptbahnhof und im Pablo Picasso Graphikmuseum.

Die Herausforderungen von Preis- und Qualitätspolitik standen im Mittelpunkt des Vortrages von Peter Sessinghaus am Nachmittag. Auch die Hotellerie blieb vor der "Geiz ist geil!"-Mentalität nicht verschont: die Schnäppchenjagd grassiert und häufig werden Verhandlungen letztendlich über den Preis entschieden. Statt Fokussierung auf den Preis rückte Sessinghaus die Orientierung auf den Gast in den Vordergrund. Mit vielen Beispielen führte er den Hotelmanagern vor Augen, dass sie ihren Marktwert durch Leistung und individuelle Besonderheiten selbst bestimmen. Dazu gehören ein Aufenthalt mit Erlebniswert, ein stimmiges Preis-Leistungsverhältnis und die Kommunikation dieses Angebotes durch Marketing und Verkauf.

Nach Einschätzung von FBMA- Regionaldirektor Josef Schulte, Interims Manager Savoy Hotel Frankfurt und General Manager für die Michels Hotelgruppe Deutschland, sind Dumpingpreise trotz stagnierender Gästezahlen als langfristige Folge des 11.Septembers nicht der Ausweg aus der Krise:
"Die Kunden sind preisbewusst und Reise erfahrener geworden. Sie haben ein gutes Gespür für ein angemessenes Angebot und sind bereit für Qualität und aufmerksamen Service Geld auszugeben."
Josef Schulte forderte seine Kollegen auf, die Gäste nicht nur zufrieden zu stellen, sondern ihnen mehr zu bieten:
"Gäste wollen überrascht werden, sie suchen den 'Aha'-Effekt".
Mit begeistertem Applaus wurde der Referent Sessinghaus verabschiedet. Anschließend ging es auf dem Drahtesel zurück ins Parkhotel zur Kaffeepause als Ausklang des FBMA Sommermeetings. (Quelle: Presssemitteilung der Food & Beverage Management Association (FBMA)).

Frédérique Lardet - neue Praesidentin des Leaders Club Frankreich.

Am 15. Juni 2005 wählten die Mitglieder des Leaders Club Frankreich Frédérique Lardet zur Präsidentin und damit zum Nachfolger von Michel Porcel. Erstmals übernimmt damit eine Frau dieses Amt. Frédérique Lardet steht neben Olivier Bertrand seit 2004 an der Spitze der Groupe Bertrand und war zuvor für "3 Brasseurs" sowie als Consultant tätig. Zu Groupe Bertrand gehören landesweit 65 Restaurant- und Snackkonzepte unter den Marken Bert?s, Eris, Quick und Toastissimo. In Paris führt die Gruppe ferner die Themenrestaurants Latina Cafe, Impala Lounge, House of Live, Sir Wilson, Libre-Sens, Tse, Maoh, Ital, Le Kiosque, Fogao und Brasserie Lipp.

Fréderique Lardet wird in ihrem neuen Amt von einem Rat unterstützt, der sich aus Führungskräften der Zulieferindustrie sowie Gastronomen, u.a. Thierry Bégué, George V Restauration / Chai 33, Eric Hego, Agapes Restauration, Karl Steppe, Blue Elephant Ltd. zusammensetzt.

Der Leaders Club ist ein Zusammenschluss führender Gastronomen eines Landes unter Einbindung von Entscheidungsträgern der Industrie im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen. Der Leaders Club Deutschland versteht sich als Wirtschaftsclub sowie Austausch- und Kommunikationsplattform mit starker europäischer Ausrichtung. Gegründet wurde er im März 2001, nach dem Vorbild des französischen Leaders Club. (Quelle: Pressemitteilung des Leadersclub Deutschland).

Mittwoch, Juli 13, 2005

Hotel-Blog.

Das Hotel del pintor in Màlaga, Spanien, hat eine Blog gestartet (via CorporateBloggingInfo).

Karla.

Der Trend zu Wellness-Drinks bzw. Functional Drinks macht sich langsam auch bei Bieren breit. Nach dem "Marathon" aus der Klosterbrauerei Neuzelle und dem "Xan" aus der Staatlichen Brauerei Weihenstephan, gibt es nunmehr auh "Karla" von der Karlsberg-Brauerei, einer indirekten Beteiligung von Heineken über Schörghuber.

Als besonderen Gag hat man sich - im Unterschied zu XAN, das vor allem über ausgewählte Einzelhändler, Kliniken usw. vertrieben werden soll und Marathon, das per Internet und direkt vertrieben wird - den Vertriebsweg Apotheke ausgedacht.

Bei der Entwicklung der neuen Marke KARLA hat Karlsberg nichts dem Zufall überlassen: Unter Anleitung des Karlsberg Institute of Biosience (Kiobis), einem Unternehmen des Karlsberg Verbunds, arbeiteten Wissenschaftler, Brauer und Apotheker Hand in Hand. Als Partner konnte Karlsberg den Apothekenverbund "1A-Gesund" ? einem Zusammenschluss von 20 saarländischen Apothekern ? gewinnen. Wissenschaftliche Erkenntnisse trafen so auf praxisnahes Know-how. Aus dem gemeinsamen Erfahrungsschatz wurden Indikationen benannt, Zielgruppen definiert und Rezepturen entwickelt. Manuel Meissner, Sprecher von 1A-Gesund, berichtet:
"Der Grundgedanke, Wirkstoffe aus der Apotheke mit dem guten Geschmack von Karlsberg zu verbinden, ist bei allen Beteiligten auf große Zustimmung gestoßen. Die Idee trifft den Nerv der Zeit. Man möchte sich, seinem Körper und seinem Geist Gutes tun und da darf der Genuss nicht zu kurz kommen."
Mit der Platzierung in der Apotheke setzt Karlsberg auf eine eindeutige Differenzierung von "unspezifischer" Wellness-Interpretation. Aber auch die Marktpotenziale sind erheblich: Über 21.500 Apotheken können national für das neue Wellness-Getränk KARLA erschlossen werden.
"Darüber hinaus bieten Apotheken als Point of Sale für KARLA ein hohes Maß an Beratung und Glaubwürdigkeit bei den gesundheitsbewussten Konsumenten"
so Karlsberg-Chef Dr. Weber.

Karlsberg präsentiert KARLA in zwei Sorten, die sich im Geschmack und in der Wirkung ergänzen.
  • KARLA balance sorgt für Ruhe und Ausgeglichenheit. Seine beruhigende Wirkung erzielt KARLA balance durch Hopfen- und Melissenextrakte, sowie seinen leichten Alkoholgehalt von nur 1,0 Volumenprozent. Der leichte Biergeschmack wird mit ausgewählten Fruchtkomponenten bekömmlich und harmonisch abgerundet.
  • KARLA well-be unterstützt durch seine Inhaltsstoffe Folsäure, Lecithin und Sojaextrakte das tägliche Wohlbefinden. Harmonie von körperlichem und geistigem Wohlbefinden ist für viele Menschen in der Mitte des Lebens von zentraler Bedeutung. KARLA well-be wurde speziell für diese Anforderungen der aktiven Menschen mittleren Alters entwickelt. Deren Konsumwünsche standen im Fokus bei der Produktentwicklung von KARLA. Dabei setzt das Gesundheitsgetränk bewusst auf guten Geschmack. Getreu dem Motto: Was gut ist, darf auch gut schmecken.
"Betrachtet man die Grundvoraussetzungen für KARLA, war dieses Getränk schon lange überfällig"
so Dr. Richard Weber über die neue Getränkekreation. Für ihn gehören die Themenfelder Bier und Gesundheit zusammen. Positive Wirkungen erzielt beispielsweise der reiche Anteil an Magnesium, Kalium, Vitaminen und energiespendenden Kohlehydraten.

KARLA wird zunächst exklusiv in allen 1A-Gesund-Apotheken saarlandweit vertrieben. Der Testmarkt soll Erkenntnisse für eine weitergehende nationale und internationale Distribution liefern. Karlsberg unterstreicht mit KARLA erneut seine Stellung als führende Innovationsbrauerei. Schon bei den Biermischgetränken war das Homburger Unternehmen First Mover am Markt. Mit dem neuen Vertriebskanal in der Apotheke mischt Karlsberg nun erneut die Brauwelt auf. (Quelle: Pressemitteilungen der Karlsberg-Brauerei).

Dienstag, Juli 12, 2005

Richtigstellung.

Das Handelsblatt titelt: "Stiegler poltert sich ins Abseits". Da muß ich heftig widersprechen. Der intelligenteste bayerische Sozialdemokrat wurde hier nicht gesichtet. Und das ist gut so.

CIA.

Heidi Friedrich porträtiert das Culinary Institute of America: "Das Harvard des Kochens", in: Spiegel vom 12. Juli 2005.

Beiträge von Abseits.de über das CIA.

Gaststaetten managen von zu Hause aus.

Die Software von Remote Technologies erlaubt es Gastronomen, ihre Objekte von zu Hause oder aus dem Urlaub zu managen. Das System besteht aus:
  • Beobachten per Video und Videoaufzeichnung.
  • Fernsteuerung des Kassensystems.
  • Mitarbeiterüberwachung.
  • E-Mail-Verkehr.
  • Finanzberichte in Echtzeit.
Alles online.

Jeff Walton, der Softwareentwickler, Gründer und Inhaber von Remote Technologies, sagt dazu:
"The necessities such as payroll, scheduling and productivity control are all critical for the success of every business, so I was determined to find a way to manage these key areas from my second home in Central Oregon."
Und Dan Bartkowski, Inhaber des Cricket Café in Portland ergänzt:
"What an awesome product! Remotemgr.com literally takes the place of one full time employee, and gives me control anytime, anywhere."
(Quelle: Pressemitteilung von Remote Technologies).

Montag, Juli 11, 2005

Wahlprogramm der CDU/CSU online.

Das Wahlprogramm der CDU "Deutschlands Chancen nutzen. Regierungsprogramm 2005 - 2009" (PDF, 454 KB) kann heruntergeladen werden.

Ich hoffe, daß die CDU/CSU keine absolute Mehrheit der Sitze im Bundestag bekommt und im Rahmen von Koalitionsverhandlungen vielleicht erreicht werden kann, daß auf die geplante Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 18 Prozent zugunsten der Streichung von Ausgaben im Rahmen eines Haushaltssicherungsgesetzes verzichtet wird. Z.B. ließen sich die Löhne, Gehälter und Pensionen im Öffentlichen Dienst durch eine generelle Kürzung (um 20 bis 30 Prozent) marktkonform und leistungsgerecht gestalten.

Sonntag, Juli 10, 2005

Vanessa Kullmann.

Deike Uhtenwoldt porträtiert Vanessa Kullmann, Gründerin der Kette "Balzac Coffee" und fragt Professor Dr. Günter F. Müller von der Universität Koblenz-Landau, nach den wichtigen Eigenschaften von erfolgreichen Existenzgründern: "Wer ist ein Gründertyp? - das 1x1 der Selbständigkeit", in: Hamburger Abendblatt vom 9. Juli 2005.

Freitag, Juli 08, 2005

Tongdang.

Bonny Kang hat in der jüngst eröffneten Filiale des thailändischen Restaurants Tongdang in San Marino (Kalifornien) gespeist und dort ein paar Fotos geschossen.

"Tong" bedeutet Gold "Dang" die Farbe rot, beides zusammen bedeutet Kupfer. Die Farbe Kupfer steht dabei für Geschmack und Farbe der thailändischen Küche. Aber "Tongdang" steht auch für Glück und Erfolg, denn die ersten Münzen wurden aus Kupfer hergestellt. Natürlich finden sich die Farben Kupfer und Gold auch im Objekt wieder.

Die Speisekarte (PDF; 1,2 MB).

Donnerstag, Juli 07, 2005

Umsatz im Gastgewerbe Mai 2005: Real - 5,4% zum Mai 2004.

Der Umsatz des Gastgewerbes in Deutschland lag im Mai 2005 nominal 4,4% und real 5,4% niedriger als im Mai 2004. Im Vergleich zum Vormonat April ergab sich im Mai 2005 nach Kalender- und Saisonbereinigung ein Umsatzrückgang um nominal 3,3% und real 3,4%. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2005 wurde im Gastgewerbe nominal 1,6% und real 2,8% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum abgesetzt.

Die Ergebnisse basieren auf einem neu gebildeten repräsentativen Berichtsfirmenkreis im Gastgewerbe (neue Stichprobe aus dem Unternehmensregister). Basisjahr für die Berechnung der Messzahlen ist nun das Jahr 2003 (2003 = 100). Detaillierte Ergebnisse sowie an das neue Basisjahr angepasste Daten für den Zeitraum vor 2003 bietet die Datenbank Genesis Online (www.destatis.de/genesis).

In allen drei Bereichen des Gastgewerbes wurde im Mai 2005 nominal und real weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt: Bei den Kantinen und Caterern, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal - 0,6%, real - 1,7%), im Gaststättengewerbe (nominal - 3,5%, real - 4,4%) und im Beherbergungsgewerbe (nominal - 6,7%, real - 7,6%).

Zur Aktualisierung des Berichtskreises:

Der alte Berichtsfirmenkreis stammte aus der letzten Handels- und Gaststättenzählung im Jahr 1993 und hatte im Laufe der Jahre an Repräsentativität eingebüßt. Die konjunk­turelle Entwicklung im Gastgewerbe stellt sich nach den aktuellen Ergebnissen aus der neuen Stichprobe für das Jahr 2004 und die ersten Monate des Jahres 2005 negativer dar als aus der Befragung der Unternehmen im alten Berichtskreis.

Veränderung 2004 zu 2003: Alter Berichtskreis nominal - 1,3%, neuer Berichtskreis ? 1,6%;

Veränderung Januar bis April 2005 zu Januar bis April 2004: Alter Berichtskreis nominal + 1%, neuer Berichtskreis - 0,7%.

(Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

rotkaeppchens catering service auf Expansionskurs.

Rotkäppchens Frühstücks Service heißt ab sofort rotkäppchens catering service. Die Umfirmierung ergab sich aufgrund des großen Erfolges im Bereich Catering, der sich nun auch im Firmennamen ausdrückt. Mit dem neuen Namen geht auch ein Relaunch des Corporate Design einher.

1997 gründeten Ruth und Ingo Zeband "Rotkäppchens Frühstücks Service" in Viersen. Mit einer breiten Produktpalette von belegten Brötchen und kreativen Snacks belieferten sie Mitarbeiter direkt an ihrem Arbeitsplatz. Die Nachfrage war bald so groß, dass in Form eines Franchisesystems expandiert wurde. Der erste Partner eröffnete 2002 seinen Betrieb in Neuss, heute zählen fünf Partner zum System. Immer stärker kristallisierte sich die Belieferung von Meetings, Veranstaltungen und Feiern mit Imbissplatten, Canapées, Fingerfood, Salaten und Petit Fours als zusätzlicher Geschäftsbereich heraus, was nun zur Umfirmierung in "rotkäppchens catering service" führte.

Ausgereiftes Konzept
"Der neue Name und die Geschäftsfelderweiterung sind Bausteine unserer Expansionsstrategie"
erklärt Ingo Zeband.
"Mit einer modernen Werbelinie und einem repräsentativen Internetauftritt wollen wir auf uns aufmerksam machen und in ganz Deutschland und im deutschsprachigen Ausland Partner und natürlich Kunden gewinnen."
In den letzten Monaten wurde deshalb auch intensiv am System gearbeitet. Lieferverträge mit Lebensmittelgroßhändlern wurden ausgehandelt um allen Partnern dieselben günstigen Einkaufspreise und dieselbe Qualität garantieren zu können. Eine individuell auf das System abgestimmte Controlling-Software wurde eingeführt, die tägliche Erfolgskontrolle und somit die Steuerung des gesamten Betriebes erlaubt.
"Wir bieten unseren Franchisenehmern ein ausgereiftes, erprobtes Konzept, mit dem sie bereits nach vier Monaten den Break-even erreichen"
betont Zeband. Und das bei vergleichsweise geringen Investitionskosten von 35.000 Euro für Einrichtung des Geschäftsbetriebes, Einstiegsgebühr, Softwarelizenz und Rücklage.

Gesunder Genuss - frisch und kreativ

Der Außer-Haus-Konsum steigt seit Jahren kontinuierlich und ein Ende des Trends ist nicht abzusehen. Vor allem den Aspekten Wellness, Gesundheit, Leichtigkeit, Frische & Saisonalität kommen immer größere Bedeutung zu. Aspekte, denen "rotkäppchens catering service" Rechnung trägt. Denn unter dem Motto "Gesunder Genuss - frisch und kreativ" werden nur Premium- und Delikatess-Qualitäten verarbeitet, täglich frisch. Viel Wert legt man bei rotkäppchens auf kreative Kompositionen unter Berücksichtigung saisonaler Spezialitäten. Über 60 verschiedene Produkte sind derzeit im Frühstücksservice im Angebot, für Caterings wird das Angebot ganz individuell nach den Wünschen des Kunden zusammengestellt. Und das alles zu einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis.

rotkäppchens catering service beliefert Mitarbeiter von Unternehmen an jedem Arbeitstag zwischen 8 und 11 Uhr direkt an ihrem Arbeitsplatz, ohne Vorbestellung und ohne Abnahmeverpflichtung. So entfallen lange Mittagspausen außerhalb der Firma und die Mitarbeiter können sich trotzdem gesund und abwechslungsreich ernähren.
"Sicher ein wichtiger Aspekt für den Arbeitgeber"
wie Ingo Zeband betont.
"In allen Städten ab 200.000 Einwohnern mit gewerblich geprägter Struktur sehen wir deshalb Bedarf an unserem Service - ein immenses Potenzial für unsere zukünftigen Franchisepartner."
(Quelle: Pressemitteilung von rotkäppchens catering service).

Dienstag, Juli 05, 2005

10. fish international 2006.

Die Vorbereitungen für die 10. fish international 2006 in Bremen laufen auf Hochtouren. Die fish international vom 12. bis 14. Februar 2006 ist mee(h)r als eine Messe - es ist eine Kombination aus Geschäftsmesse, Konferenzen, Foren, Kulinarium und internationalem Branchentreff.

Neue Märkte, neue Themen und neue Zielgruppen: Mit mehreren Foren lädt die internationale Fachmesse fish international 2006 in der Messe Bremen vom 12. bis 14. Februar 2006 zu Dialog und Wissenstransfer ein: Das Ost-West-Forum beispielsweise wird eine gute Möglichkeit bieten, Kontakte zu knüpfen und sich gleichzeitig neueste Informationen über Rohwarenbeschaffung, Produkttrends, Verpackungstechnik, Kühlketten und Logistik zu holen. Im Jahr 2006 erwartet die von vier auf drei Tage verkürzte fish international rund 11.000 Besucher und fast 500 Aussteller aus 40 Ländern. Hier die Highlights 2006 auf einen Blick:
  • Aquakultur-Forum in Halle 6: Vermarktungsstrategien für Produkte aus Aquakultur, Forum für Erzeuger, Industrie, Handel, GV und Gastronomie, Präsentation der Vielfalt der Aquakulturprodukte.
  • Ost-West-Forum in Halle 5: "Fischverarbeitung - Trends und Technologien".
  • Verarbeitungstechnologie in Halle 4: "Robotik ­- Innovationen in der Fischverarbeitung", K-Robotix und Homann Feinkost präsentieren mit weiteren Unternehmen eine innovative Verpackungsstraße.
  • Kulinarium, Fisch & Seafood zum Genießen, in Halle 6: Die Koch-Show mit Starköchen und dem Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD).
(Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).

Montag, Juli 04, 2005

Soziale Software.

Regelmäßigen Leser dieses Blogs ist sicherlich schon aufgefallen, daß wir ziemlich häufig Websites und Tools vorstellen, die gemeinhin als "social software" bezeichnet werden, und sie auch selbst einsetzen:
  • Z.B. nutzen wir flickr.com, um Gaststätten im Bild vorzustellen, die unsere kalifornische Flickr-Bekannte Bonny Kang in New York oder Kalifornien, besucht. Oder wir setzen Flickr.com ein, um in unserem Event-Blog Feierhof.de Bilder verfügbar zu machen und es Besuchern zu ermöglichen, Bilder selbständig beizusteuern.
  • Streng genommen kann man auch Blogs zu dieser Art von Software rechnen, zumindest wenn bestimmte Features installiert sind, die es Lesern erlauben, Kommentare beizusteuern und auf andere Postings in anderen Blogs zu verweisen.
  • Eine Reihe von Lesern hat auch schon meine Einladung angenommen, einen kostenlosen Account im Open Business Club zu eröffnen.
Weitere Social Software, die wir vorgestellt haben:Eine Autorengruppe (Nils Elbert, Anne Röhling, Michael Lohbusch, Bernd Hofmann, Michael Smith und Anne-Mareike Homfeld) hat heute im renommierten Handelsblatt einen Artikel veröffentlicht, der zeigen will, wie Blogs, Flickr und Co. das Internet verändern: "Soziale Revolution im Netz".

Inserat.


Einladung zur Geburtstagsfeier.

In gut sieben Wochen (vom 25. bis 29. August 2005) feiern wir den 7. Geburtstag von Abseits.de im Rahmen unseres Open-Air-Festivals Feierhof Geyerswörth inmitten der Bamberger Altstadt und im Rahmen der Bamberger Sandkerwa. Ich freue mich besonders auf auswärtige Leser, Abonnenten und Blogger und lade Sie gerne auf ein Bier ein. Schicken Sie mir einfach eine E-Mail.

Das erste Bild zeigt den Innenhof von Schloß Geyerswörth, wo wir feiern werden, während eines Weinfestes vor einigen Wochen.


Das zweite Bild zeigt das Schloß Geyerswörth (rot) im Hintergrund und im Vordergrund das Alte Rathaus von Bamberg.

Afri-Cola an der Tanke.

Afri-Cola soll ab September 2005 auch in Tankstellenshops vertrieben werden, also über Lekkerland-Tobacco, erzählt Heinz Breuer, Vorstand der Mineralbrunnen Überkingen AG in einem Interview: "Wichtigste Säule ist die Marke", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 4. Juli 2005.

Dann ist es wohl für Szene-Gastronomen an der Zeit darüber nachzudenken, dieses Produkt auszulisten. Es gibt ja auch Alternativen, die es nicht an jeder Tanke billiger zu kaufen gibt als in der Gastronomie.

Sonntag, Juli 03, 2005

Koch-Umfrage.

Sozioland.de führt zur Zeit eine Umfrage durch, bei der es um Kochsendungen im Fernsehen geht, um die Ambitionen von Hobbyköchen und die häuslichen Kochgewohnheiten. Unter allen registrierten Teilnehmern verlost sozioland.de in Zusammenarbeit mit dem Matthaes-Verlag eins von sechs Kochbüchern "Edle Desserts" (von Norbert Frank) und weitere Kochbücher in Zusammenarbeit mit Butlers.

Sozioland.de existiert seit dem 1. Dezember 2003 und ist ein Online-Panel der Globalpark GmbH in Köln-Hürth. Die Teilnehmer beantworten Fragen, die sich auf die unterschiedlichsten Themen aus den verschiedensten Lebensbereichen beziehen. Ihre Antworten werden zu Zwecken der Markt- und Sozialforschung ausgewertet. So geben die Teilnehmer ihre Einstellungen, Vorlieben und Interessen weiter.

Die Mitglieder werden per E-Mail zur Teilnahme an den jeweiligen Befragungen eingeladen. Dabei werden sie über das Thema sowie ungefähre Dauer der Befragung informiert. Die Teilnahme bei Sozioland.de ist kostenlos und freiwillig und kann zu jedem Zeitpunkt beendet werden. Jeder Teilnehmer darf sich nur einmal registrieren lassen.

Die Befragungen finden wöchentlich statt. Umfrage-Start ist immer dienstags.

RatePubs.

Auf RatePubs.com kann man Gaststätten bewerten. Auch wenn das Traffic recht hoch ist, sind erst ein paar Bewertungen deutscher Gaststätten enthalten, vor allem von irischen Pubs, was wenig verwundert, denn RatePubs ist ein Service von Minotaur Software in Cork, Irland.

Ein besonderes Feature, genannt "Personal Recommendations" erlaubt es, Kontakt mit Besuchern von Gaststätten aufzunehmen, die man selbst auch besucht. So entstehen Listen von Freunden und deren Freunden, ähnlich wie bei anderen Social Software-Tools. Weitere Feaures sind:
  • MyNews - Mini-Blogs, mit denen man seine Freunde darüber informieren kann, was sich Neues im Leben getan hat.
  • MyTags - Mitglieder können sich selbst mit Tags beschreiben, z.B. ihre Hobbies angeben.
  • MyLocal - eine Liste der Gaststätten, die man häufiger besucht. So kann man in den entsprechenden Listen seiner Freunde stöbern, um neue Gaststätte zu finden, die interessant sein könnten.
  • MyFriends - Bekannte ("friends") finden und mit ihnen in Kontakt bleiben.
  • Besprechungen von Gaststätten - der Kern der Website.
Zentraler Ansatzpunkt sind Empfehlungen.
"Combining virtual networks with immediate ones means that a person can gain the benefits of recommendations without having to work at building a list of friends. This makes the site immediately useful to anyone. Of course the more a person uses the site, either by writing reviews or making friends, the more recommendations we can provide. This is the real benefit of social networking."
Persönliche Empfehlungen können auch auf den PDA heruntergeladen und ausgedruckt werden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos.

Das Marketing von RatePubs.com ist clever. Man erlaubt nicht nur die Zweitverwertung des Contents (der Bewertungen) sondern belohnt sogar im Rahmen eines Partnerprogramms Affiliates die Websites vermitteln auf denen die Bewertungen zweitverwertet werden.

Das Geschäftsmodell von RatePubs.com besteht darin, daß Gaststätten eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft beantragen können (zum Preis von 480 Euro per anno). Außerdem nimmt man am Anzeigennetzwerk Google Adsense teil.

Was sind die Vorteile einer Premium-Mitgliedschaft?
  • Premium-Mitglieder können ein Gästebuch in ihre eigene Website integrieren, in dem die Besprechungen eingeblendet werden. Dabei können schlechte Besprechungen ausgeblendet werden.
  • Premium-Mitglieder steht ein Mailinglisten-Service zur Verfügung. RateBars.com sammelt die Abonnements, versendet die E-Mails und verwaltet die Abbestellungen. Ein Anmeldeformular kann in die eigene Website integriert werden.
  • Premium-Mitglieder können mit einem sogenannten "EasyManage"- Tool Informationen auf ihrer eigenen Website online aktualisieren.

Das einzig Wahre.

Matthias Wulf und Wolfgang Pott haben für die Welt am Sonntag mit dem Inhaber der Brauerei Warsteiner Albert Cramer und dem Warsteiner-Chef Gustavo Möller-Hergt über fallende Absätze, das Sterben der Brauereien und die Expansion ins Ausland gesprochen: "'Volumen ist das falsche Ziel'", in: Welt am Sonntag vom 3. Juli 2005.

Albert Cramer behauptet unter anderem, die Verbraucher gäben immer weniger Geld aus. Das träfe besonders die Premium-Marken.

Ich will den Begriff "Premium" nicht übernehmen, weil man nie so recht weiß, ob damit gute Qualität gemeint ist oder nur ein vages Versprechen guter Qualität. Qualitativ wirklich hervorragende Biere wie die der Klosterbrauerei Andechser, der Münchener Augustiner-Bräu, der Bamberger Mahrsbräu (und weiterer oberfränkischen Brauereien) erfreuen sich steigender Umsätze, auch in Hektolitern gerechnet, und können ihre Preise stetig steigern. Nur solche Brauereien, die eine eher durchschnittliche Qualität mit hohen Werbeetats und markigen Sprüchen ausschreien, leiden unter Absatzrückgängen. Gebt einfach einen Teil der Werbebudgets euren Braumeistern, damit sie zeigen können, daß sie mit besseren Zutaten und mehr Zeit für die Bierherstellung bessere Qualitäten produzieren können als zur Zeit. Dann wird man eure Biere auch wieder trinken wollen.

Köstlich amüsiert habe ich mich über eine Aussage von Möller-Hergt. Wenn mal jemand eine Satire schreibt über Bier-Marketing, kann er den Satz mit der "Innovation" eines im Dunklen leuchtenden Etiketts einfach übernehmen:
"Wir haben vor zwei Jahren eine ähnliche Flasche wie die Beck's-Gold-Flasche auf den Markt gebracht, allerdings nur in der exklusiven Gastronomie. Unsere Flasche ist durchsichtig, und das Etikett leuchtet im Dunkeln - eine Innovation."
Mir fällt dabei ein Gespräch ein mit einem Braumeister und Brauereiinhaber einer sehr profitablen, kleinen Brauerei im Steigerwald. Er verwendet immer noch die alten Euronorm-Flaschen, hat vor vielen Jahren weder die Umstellung auf die schlankeren NRW-Flaschen mitgemacht noch stellt er wie viele anderen in den letzten Jahren auf Bügelverschlußflaschen um. Er sagte mir:
"Ich warte einfach ab. Wenn ich unter den Letzten bin, die Euronorm-Flaschen verwenden, bekommt das wieder Kultstatus. Meinen Kunden sage ich, ich hätte kein Geld für neue Flaschen, weil ich alles für gute Zutaten, neue Technik und Umweltschutz ausgebe."

Samstag, Juli 02, 2005

Kochzutaten-Lieferservice Besos Food.

Anfang 2004 habe ich über einen ersten deutschen Anbieter eines Kochzutaten-Lieferservices berichtet sowie über Vorläufer in den USA und Großbritannien.

Ein weiterer Anbieter in San Francisco ist Besos Food. Wie so eine Lieferung aussehen kann, zeigt SFist.com auf einem Foto: "Deliver Us From Yet Another Burrito". Die Angebotsbeschreibung von Besos Foods umfaßt:
  • Zutatenliste.
  • erforderliche Küchengeräte und bestimmte Zutaten wie Salz & Pfeffer, die man im Haushalt des Kunden voraussetzt.
  • Nährwerte.
  • Meinungen von Testessern.
  • Fakten.
  • Kochanweisungen.
Siehe z.B. das Produkt "Natural Pan Seared Steak with Baby Potatoes, Zucchini, Balsamic Red Onion, Summer Greens and Green Peppercorn Herb Butter".

Lebensmittel so abzupacken, vorzubereiten und auszuliefern oder zur Abholung bereit zu stellen, daß Kunden daraus genau ein Essen für eine bestimmte Anzahl von Gästen zubereiten kann, und eine Kochanweisung beizulegen, bieten noch viel zu wenige Lebensmittelhändler an.

Gastronomen, aber auch Metzger, haben mir ihren Küchen bzw. Verkaufsräumen wohl auch die besseren Vorausetzungen, Lebensmittel neu zu portionieren und zum Kochen vorzubereiten. Warum nutzen Sie diese Nische so selten? Warum offerieren z.B. Direktvermarkter von Spargel dazu nicht auch Kartoffeln, Butter, Sauce Hollandaise, Schinken, Steaks usw. und vielleicht auch einen passenden Wein?