Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, September 30, 2005

Schnitzelfreunde.

Du bist Deutschland: die Website der Vereinigung der Schnitzelfreunde Deutschland hat Biggi Mestmäcker gerade noch gefehlt.

Minijobs bringen den Arbeitsmarkt in Bewegung.

Die geringfügige Beschäftigung hat in den letzten fünf Jahren um über 30 Prozent zugenommen. Mit den Minijobs steigt allerdings auch die Bewegung auf dem Arbeitsmarkt: Bei den ausschließlich geringfügig Beschäftigten ist die Fluktuation mit 63 Prozent mehr als doppelt so hoch wie bei voll sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (29 Prozent). Vor allem in Branchen mit hohen Anteilen von gering qualifizierten Beschäftigten - etwa im Hotel- und Gaststättengewerbe und bei der Gebäudereinigung - ist zu befürchten, dass gering qualifizierte Beschäftigte nur noch in Minijobs Arbeit finden und dadurch zunehmend Schwierigkeiten haben könnten, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Das zeigt der soeben erschienene IAT-Report 2005-07, in dem Thorsten Kalina und Dorothea Voss-Dahm vom Institut Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) die Fluktuation der Arbeitskräfte und Beschäftigungsstruktur in vier Dienstleistungsbranchen untersuchen.

Im Jahr 2004 arbeiteten 15% aller abhängig Beschäftigten in einem Minijob. Besonders hohe Anteile verzeichneten bestimmte Dienstleistungssektoren: Im Einzelhandel und im Hotelgewerbe ist jeder 4. Arbeitsplatz ein Minijob, im Reinigungsgewerbe übt fast jeder zweite abhängig Beschäftigte einen Minijob aus. Zwei Drittel aller Minijobber treten innerhalb eines Jahres eine neue Stelle an oder beendigen sie wieder. Insofern sind "normale" Beschäftigungsverhältnisse wesentlich stabiler als geringfügige Beschäftigungsverhältnisse.

Die Fluktuation der Beschäftigten in den vier Branchen verläuft allerdings nach sehr unterschiedlichen Mustern: Hotel- und Gaststättengewerbe und Reinigungsgewerbe sind zu charakterisieren durch einen hohen Anteil gering qualifizierter Beschäftigter, eine starke Verbreitung von Minijobs und eine hohe Fluktuation aller Beschäftigten. Dagegen sind Einzelhandel und Gesundheitssektor stark auf Beruflichkeit orientiert. In beiden Branchen liegt der Anteil von Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt. Vor allem im Einzelhandel wird deutlich, dass manche Minijobber durchaus qualifiziert sind. Sie verfügen z. T. über eine lange Betriebsbindung, leisten hochwertige Dienstleistungsarbeit und sind mit den betrieblichen Abläufen vertraut wie andere Beschäftigte auch. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Einzelhandelsunternehmen ihren Bedarf an Minijobbern in hohem Maße aus früher in voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen arbeitenden und beruflich qualifizierten Beschäftigten decken können. Für bestimmte Erwerbsgruppen wie Schüler und Studierende, Frauen mit erwerbstätigem Partner sowie Rentner ist die Tätigkeit im Einzelhandel lediglich ein "Zuverdienst" und unter Umständen sogar eine attraktive Beschäftigungsform. Für andere, die auf ein existenzsicherndes Einkommen angewiesen sind, sinkt jedoch die Möglichkeit, eine Arbeitsstelle mit einem ausreichenden Stundenvolumen zu finden. Sie werden entweder in andere Branchen abdrängt oder müssen mit einem Einkommen von 400 Euro auskommen in der Hoffnung, zu einem späteren Zeitpunkt ihre Stunden aufstocken zu können. (Quelle: Pressemitteilung des Instituts Arbeit und Technik (IAT) in Gelsenkirchen).

Rheinland-Pfalz: Gaststaettenverordnung wird weiter liberalisiert.

Die Liberalisierung und Entbürokratisierung im Gaststättenbereich schreitet voran: Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hat die in der Gast­stättenverordnung geregelten speziellen baurechtlichen Vorschriften für gastro­nomische Betriebe durchforstet und von allen überflüssigen Regelungen befreit. Übrig bleiben lediglich solche Vorgaben, die aus sicherheits-, gesundheits- oder hygienerechtlichen Aspekten erforderlich und von den Gästen selbst nicht ohne weiteres überprüfbar sind. ?Damit soll der für die Gastronomen erforder­lichen finanziellen und bürokratischen Aufwand verringert und den wirtschaft­lichen Handlungsspielraum der regionalen Gastronomie erweitert. Außerdem werde den Ordnungsbehörden bei den Kommunen mehr Entscheidungsspiel­raum eingeräumt:
  • In Zukunft kann jetzt beispielsweise auf die obligatorische Kennzeichnung der Türen von Gästezimmern verzichtet werden.
  • Ferner wird nicht mehr vorge­schrieben, dass die Räume beheizbar sein müssen.
  • Auch die Vorschrift, dass Wohn- und Schlafräume von den Schankräumen getrennt sein müssen, wird aufgehoben.
  • Eine weitere Deregulierungsmaßnahme stellt die Verkürzung der Sperrzeiten für gewerblich betriebene Spielhallen von 23 Uhr bis 7 Uhr auf 0 Uhr bis 6 Uhr dar.
  • Schließlich wurden die speziellen Vorschriften in der rheinland-pfälzischen Gaststättenverordnung für Straußwirtschaften dahingehend erweitert, dass nicht nur wie bisher Erzeuger von Wein aus Trauben eine Straußwirtschaft betreiben dürfen, sondern auch Apfelweinerzeuger.
Die Sechste Landesverordnung zur Änderung der Gaststättenverordnung ist am 21. September 2005 in Kraft getreten. Nachdem bereits im Jahr 2001 die allgemeinen Sperrzeiten für Schank- und Speisewirtschaften sowie für öffent­liche Vergnügungsstätten erheblich verkürzt wurden, werden jetzt die Vorschriften für rheinland-pfälzische Gaststätten weiter gelockert. (Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz)

FBMA-Meeting der Region Sued in der Allianz Arena.

Sie war der unbestrittene Star des dritten FBMA-Meetings der Region Süd: die Allianz Arena. Die Chance, in dem modernsten Stadion Europas zu tagen und bei einer Fachführung hinter die Kulissen zu blicken, lockte 56 Mitglieder der Food & Beverage Management Association am 19. September 2005 nach München. Traditionell fand das Meeting während des Oktoberfestes statt.

Treffpunkt zum zünftigen Frühstück der aus ganz Bayern angereisten Hoteldirektoren, F&B-Manager und Repräsentanten der Zulieferindustrie war das Restaurant "Arena à la carte". In dem angrenzenden bayerischen Stübl informierte Regionaldirektor Herbert Dorfner die Mitglieder über Neuigkeiten aus dem Verband wie den November-Workshop unter dem Motto "Mut". Im Fachprogramm stand die Produktinnovation aus dem Hause Gebrüder Hepp - ein Induktions-Chaving Dish ? sowie Neues von Villeroy & Boch im Mittelpunkt. Anschließend präsentierte das Welser Unternehmen Connex Touristik alternative Vermarktungsformen für Hotels.

Gespannt warteten alle Teilnehmer auf ihre Spezial-Führung durch die Allianz Arena: Nach dem Besuch der Kabinen des FC Bayern und des TSV 1860 München, des berühmten Spielertunnels, der Kommentatorenplätze hoch auf dem Oberrang und dem grandiosen Blick über das riesige Stadion von den Rängen aus erhielten die FBMA-Mitglieder zusätzlich einen Einblick in Technik, Produktion und den Küchenbereich. Rund zweitausend Gäste werden täglich in den Restaurants betreut, zusätzlich zu den Spieltagen und Sonderveranstaltungen. Nach der fast dreistündigen Führung wechselte die Gruppe auf die Wies?n zum traditionellen Ausklang im "Löwenbräu-Zelt".

Die FBMA ist eine der größten berufsständischen Vereinigungen im Gastgewebe. Sie bietet ihren Mitgliedern Erfahrungsaustausch, Weiterbildung sowie Aufbau und Pflege von Kontakten in Kreisen von Kollegen und zur Industrie.

Oeffentlich zugaengliche Kantinen.

David Gunderlach aus Berlin hat auf seiner Website diekantinen.de ein Verzeichnis deutscher Kantinen online gestellt (via Notizen für Genießer). Er will damit seinen Usern zeigen,
"wo sich möglicherweise Kantinen, die öffentlich zugänglich sind, in ihrer Nähe befinden. Das kann die Kantine im Rathaus sein, oder auch die eines Unternehmens. Wir haben auch einige SB-Restaurants gelistet."
Es können sich Betriebe eintragen lassen, die - und sei es auch nur temporaer - öffentlich zugänglich sind, auch wenn sie nicht hundertprozentig gemäß der Betriebsarten-Abgrenzung des Statistischen Bundesamtes einer Kantine entsprechen:
"Verpflegungseinrichtung mit Verkauf von Speisen und Getränken, gewöhnlich zu ermäßigten Preisen, an bestimmte Personengruppen durch: Sport-, Betriebs- und Bürokantinen; Schulkantinen und -küchen; Mensen; Messen und Kantinen für Armeeangehörige."

Erleichterter Hinzuverdienst fuer Empfaenger von Arbeitslosengeld II.

Zum 1. Oktober erhöht sich die Hinzuverdienstgrenze für Empfänger von Arbeitslosengeld II und darüber hinaus gehende Einkommen werden großzügiger angerechnet. Siehe dazu: "Gesetzliche Neuregelungen zum 1. Oktober 2005", in: Bundesregierung.de.

Nachdem die bisherige Regelung (85% Anrechnung ab dem ersten Euro) kaum Anreiz für einen Hinzuverdienst geboten hat, dürften jetzt mehr Empfänger von Arbeitslosengeld II motiviert sein, bis zu 100 Euro monatlich hinzu zu verdienen. Überlegen Sie deshalb, ob Sie Arbeiten in Ihrem Hause organisatorisch und zeitlich so weit aufspalten können, daß diese Gruppe potentieller Mitarbeiter in Frage kommt.

Ausser-Haus-Verzehr in Deutschland.

Die Umsätze im Außer-Haus-Verzehr haben sich in Deutschland in den letzten Jahren rückläufig entwickelt. Im ersten Halbjahr 2005 gibt es hingegen erste Anzeichen für eine Trendwende in den Teilsegmenten Kantinen, Catering und Hotels. Gespart wird aber nach wie vor bei Restaurantbesuchen, während sich die Selbstbedienungsgastronomie großer Beliebtheit erfreut. Auch das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher nimmt weiter zu, was insbesondere die Umsätze von so genanntem Health- und Ethno-Food stärkt. Vom aktuellen Frische-Trend profitiert auch der Bereich Chilled Food.

Die aktuelle Marktanalyse der Consline AG zeigt Entwicklungen und Trends - differenziert nach Vertriebswegen und Produktgruppen - auf und liefert somit eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für Gastronomieunternehmen, Groß- und Einzelhändler sowie Lebensmittelhersteller. Die Studie "Außer-Haus-Verzehr in Deutschland: Steht die Trendwende bevor?" können Sie kostenlos (aber registrierungspflichtig) downloaden.

Familie Perrin.

Eine Burgunder Winzerfamilie aus Beaucastel (Perrin et Fils) schreibt über ihre Weine, ihre Arbeiten im Winzer und über Speisen, die zu ihren Weinen passen in The Perrin Family Weblog (englisch) bzw. Le Blog de la Famille Perrin (französisch).

Donnerstag, September 29, 2005

Tag der offenen Tuer.

Für einen gastronomischen Betrieb einen "Tag der offenen Tür" zu veranstalten, klingt auf den ersten Blick komisch. Stehen Gaststätten nicht per se jedem offen? Kann man nicht - zumindest bei Front-Cooking-Konzepten - auch den Köchen auf die Finger schauen?

Ein Bericht über einen "Tag der offenen Tür" von McDonald's ("McDonald?s-Restaurants öffnen Küchentüren", in: Cafe-Future.net vom 29. September 2005) zeigt, was man sich dafür alles einfallen lassen kann:
  • Blick in die Küche (besser noch sind Mini-Kochkurse, Kochvorführungen mit der Möglichkeit, ungewöhnliche Speisen oder Zutaten zu probieren.
  • Warenkundliche Informationen, aber auch Erläuterungen, woher man seine Produkte bezieht. Man kann auch seine Lieferanten zu bewegen versuchen, mitzumachen.
  • Informationen über Qualitätsstandards und betrieblichen Umweltschutz.
Besonders dankbare Partner für solche Veranstaltungen der Öffentlichkeitsarbeit sind Kindergärten und Schulen, die gerne Exkursionen einplanen. Bei Kindern muß man sich natürlich einiges einfallen lassen, um ein kindgerechtes Programm auf die Beine zu stellen.

Vielfältige Erfahrungen mit der Durchführung von kindgerechten Exkursionen hat das Umweltamt der Kreisstadt Siegen: "Führungen und Exkursionen für Schulen und Kindergärten". Davon können Sie lernen, wie man solche Exkursionen den Kindergärten schmackhaft macht.

Erfahrungen, wie man kindgerecht Themen darstellt, haben auch Museumspädagogen, Theater für Kinder und Clowns, die Programme für Kinder machen. Schauen Sie sich einfach mal in Ihrer Gegend um, wer Veranstaltungen für Kinder offeriert, lassen Sie sich beraten oder schauen Sie sich wenigstens an, wie die sowas machen.

Siehe dazu auch das weitergehende Konzept der Mini-Köche.

Kennzahlen verschiedener gastronomischer Betriebstypen.

Das Schweizer Kompetenz-Zentrum für das Gastgewerbe und die Hotellerie AG in Kriens-Luzern hat "Kennzahlen verschiedener Betriebstypen" (PDF) veröffentlicht.

Neue Trends und innovative Konzepte in der Gastronomie.

Michael Hostmann, der Direktor des Kompetenz-Zentrum für das Gastgewerbe und die Hotellerie AG in Kriens-Luzern hat am Tag der Tourismuswirtschaft der Fachhochschule Salzburg am 7. März 2005 einen Vortrag gehalten zum Thema "Neue Trends in der Gastronomie ? innovative Konzepte" (PDF).

Lesen Sie zur Einführung auch ein Interview mit Michael Hostmann über Fehler, Trends und Chancen der Gastronomie, erschienen in der Infos & News Broschüre Nr. 3 - Herbst 2004 von Gastro Graubünden.

Arbeitsplatzeffekte der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland.

Katja Barthels faßt in der "Zeit" die Ergebnisse einiger Studien über die Arbeitsplatzeffekte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zusammen: "Das Jobwunder" vom 29. September 2005.

Fass mich an.

Michael Schmitz studiert Informatik an der Universität des Saarlandes und arbeitet auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz bei Prof. Wahlster. Seine Interessen umfassen auch "user interfaces", also die Art und Weise, wie Menschen mit Maschinen umgehen. Zusammen mit Andreas Butz und Harald Hullmann hat er im Sommersemester 2004 ein Seminar zum Thema "Tangible User Interfaces" (berührbare Benutzeroberflächen) gehalten.

Herausgekommen ist unter anderem die Idee eines Bierdeckels, in dem Drucksensor versteckt ist, der jede Veränderung des auf ihm lastenden Gewichts an einen Computer hinter dem Tresen weiterleitet: "'Schlauer' Bierdeckel bestellt Nachschub", in: futurezone des ORF vom 29. September 2005.

Diese Idee hat zumindest mehr Charme als Bier per SMS zu bestellen.

Mittwoch, September 28, 2005

Qualitaetssiegel "Q" Servicequalitaet Thueringen weiter auf dem Vormarsch.

Im Rahmen der Sitzung der Fachgruppe des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes "Hotellerie und Tourismus" im Hilton Hotel Weimar, erhalten heute 6 weitere touristische Unternehmen das Qualitätssiegel "Q" Servicequalität Thüringen, diese werden durch den Geschäftsführer Dirk Ellinger überreicht.

Das Qualitätssiegel "Q" Servicequalität Thüringen stellt eine wirkungsvolle und praxisnahe Methode dar, die Dienstleistungs-qualität in einem Unternehmen zu analysieren, zu standardisieren und zu sichern. Bei diesem Prozess ist das Unternehmen frei von äußeren Vorgaben, eigene Standards werden entwickelt und nach eigenen Vorlagen beliebig weiterentwickelt. Dabei steht Qualität und deren permanente Verbesserung für den Gast unablässig im Mittelpunkt. Das Qualitätssiegel schafft mehr Transparenz und Sicherheit und dient dem Gast als Wegweiser zu den Qualitätsbetrieben in Thüringen.

Seit der Einführung des Qualitätssiegels im Oktober 2003 im Freistaat Thüringen, wurden bereits 251 Mitarbeiter aus Hotels, Pensionen, Gaststätten, Freizeit- und Kultureinrichtungen, Tourist - Informationen, Tourismusvereinen, Kurverwaltungen und weiteren mit der Thüringer Tourismuswirtschaft verbundenen Einrichtungen, zu Qualitäts-Coachs der Stufe I ausgebildet und 31 touristische Unternehmen wurden mit dem Qualitätssiegel "Q" Servicequalität ausgezeichnet.

Folgende Betriebe haben nunmehr erfolgreich die Stufe I des Qualitätssiegels absolviert und sich der eigenen Qualitätsprüfung unterzogen und erhalten heute das Qualitätssiegel "Q" Servicequalität Thüringen:
  • Hilton Hotel, Weimar
  • Haus Vergissmeinnicht, Oberhof
  • Hotel Villa Altenburg, Pößneck
  • Hotel Anna Amalia, Weimar
  • Gast- und Pensionshaus Hodes, Rudolstadt
  • Landgasthof 'Bohlenblick'/Pension Töpferstüb´l, Saalfeld
(Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes e.V.).

Pernod Mixing Magic Cocktail Contest.

Anläßlich des 200. Geburtstags von Pernod hat Pernod USA einen Cocktail-Wettbewerb ausgeschrieben. Das Cocktail-Rezept muß Pernod enthalten. Der Sieger erhält eine Reise für zwei Personen zum Feier des 200. Geburtstags von Pernod am 21. November 2005 in Paris. Die Endausscheidung findet in San Fracisco am 17. Oktober statt. Der Sieger-Cocktail wird auch in die Rezeptenliste von Pernod USA aufgenommen.

Dienstag, September 27, 2005

Studie zeigt: Markentreue für Bier haengt von Pils, Weizen oder Gold ab.

Pils, Weizen oder "Gold"-Bier ist nicht nur eine Frage der Vorliebe, sondern auch der Treue. Während nur 15,7 Prozent der Pils-Genießer vor dem Einkauf nicht wissen, welche Marke es sein soll, ist die Zahl der Unentschlossenen auf dem jungen Markt der "Gold"-Biere mit 28,7 Prozent wesentlich höher. Auch bei Weizen entscheidet sich der Konsument häufig spontan für eine Marke (23,8 Prozent). Anders sieht dies im Weißbier-Land Bayern aus. Hier sind die wenigsten bei der Wahl ihres Weißbieres nicht gefestigt (13,8 Prozent). Das ist das Ergebnis einer unabhängigen Biermarken-Studie des Marktforschungsinstituts dpm-team, die im Juli 2005 über das Umfrageportal Meinungspool internet-repräsentativ erhoben wurde. Die Studie basiert auf einer bundesweiten Online-Befragung von 1.000 Personen im Alter von 18 bis 49 Jahren.

Insgesamt kaufen und genießen zwei Drittel aller Befragten (63,1 Prozent) Bier. Neben Pils (79,6 Prozent) und Weizen (52,6 Prozent) sind zurzeit "Gold"-Biere (27,1 Prozent) sehr beliebt. Betrachtet man jetzt die Markentreue etwas genauer, so wird deutlich, dass die meisten Pils-Konsumenten zwar wenige Biermarken in Betracht ziehen (73,3 Prozent), aber nur gut jeder Zehnte (11,0 Prozent) immer die gleiche Marke kauft. Dagegen wird das bevorzugte Weizen von jedem Siebten (14,2 Prozent) ohne Kompromisse ausgewählt. Noch klarer ist das Bild bei "Gold"-Bieren: Hier weiß fast jeder Fünfte (19,3 Prozent) genau, welche Marke es sein muss.

Auf der Einkaufsliste stehen die Marken
  • Beck´s (31,7 Prozent),
  • Warsteiner (19,2 Prozent),
  • Erdinger (15,4 Prozent),
  • Krombacher (14,6 Prozent),
  • Bitburger (12,2 Prozent)
ganz oben. Aber auch
  • Oettinger (11,4 Prozent),
  • Paulaner (10,1 Prozent),
  • Veltins (9,8 Prozent),
  • Jever (9,2 Prozent) und
  • Franziskaner (8,7 Prozent)
werden gern ausgesucht. Muss der Befragte sich jedoch für eine Marke entscheiden, die er gegenüber anderen bevorzugt, so verschiebt sich das Bild leicht. Beck´s (15,2 Prozent) bleibt zwar überlegen vorn, doch das preisgünstige Oettinger (5,7 Prozent) schafft den Sprung vom sechsten auf den zweiten Platz direkt neben Warsteiner (5,7 Prozent).

So zeigt die Studie, dass die meisten Biertrinker immer noch zu Markenbier greifen und günstigeren Alternativen eher skeptisch gegenüber stehen. Konsumenten wünschen sich vor allem ein Bier mit einem guten Geschmack (MW 1,3 / Skala von 1 = sehr wichtig bis 6 = sehr unwichtig) und einer hohen Qualität (MW 1,6). Trotzdem wird am Beispiel Oettinger deutlich, dass der Preis des Bieres nicht unwichtig (MW 2,6) ist und viele Konsumenten inzwischen dieses Bier gegenüber Premium-Marken bevorzugen.

Die beschriebene Studie bestehend aus einem Grafikbericht und detaillierten Tabellen kann gegen eine Schutzgebühr (Versand per E-Mail 48,- Euro inkl. MwSt.) unter presse@dpm-team.de bestellt werden. Das Hamburger Unternehmen dpm-team ist in den Bereichen Marktforschung und Marketingberatung etabliert. Als Spezialist für Kommunikation und Kundenzufriedenheit realisiert dpm-team Studien, die als Basis für die Entwicklung von Maßnahmen zur Steigerung der Kundenzufriedenheit dienen. (Quelle: Pressemitteilung von dpm-team Marktforschung).

Die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Statt ihre Zeit mit unwichtigen Fragen wie vorbeugende Maßnahmen gegen die Vogelgrippe zu vergeuden, haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen, in den nächsen Monaten verstärkt zu prüfen, ob die Gastronomen Paragraph 6 des Gaststättengesetzes akkurat einhalten: "Verschärfte Kontrollen beim Apfelsaftgesetz".

Mir zumindest hat dieser Schmarrn das lustige Erlebnis beschert, daß sich zwei Kontrolleure ergebnisoffen gestritten haben, ob ein Angebot von uns bei einer Veranstaltung denn nun gesetzeskonform sei oder nicht. Das mag daran liegen, daß diese schwachsinnige Gesetzesvorschrift zu fortgeschrittener Stunde in dem dafür zuständigen Bundestagsausschuss formuliert worden ist, als einige der Abgeordneten möglicherweise - zumindest der Outpout läßt es vermuten - nicht mehr ganz nüchtern gewesen sind. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Preisauszeichnung in der Gastronomie: Zur Reform des Gaststättengesetzes § 6".

Google-Index erweitert.

"Google schaltet zum Firmenjubiläum neue Index-Datenbank frei" lese ich im Abakus Seo Blog.

Für das Suchwort "Gastronomie" gibt es jetzt 11,5 Millionen Ergebnisse. Abseits.de steht auf Platz 8. Für "Gastgewerbe" findet man uns bei 3,49 Millionen Ergebnissen auf Platz 1.

Aber ich glaube, daß das "Geburtstagsgeschenk" von Google ein Fake ist. So nennte Google, wenn ich frage, wieviele Dateien von Abseits.de im Index sind, die Zahl 60.900. Abseits.de besteht aber aus weniger als 11.000 Dateien, sagt zumindest eine Statistik meines Webhosting-Providers. Angezeigt werden bei Google ohnehin nur jeweils die ersten tausend Einträge.

Erdinger und Bitburger arbeiten in Zukunft zusammen.

Über die Zukunft des Weißbierspezialisten Erdinger wird seit vielen Jahren spekuliert. Von freundschaftlichen Beziehungen zu Anheuser-Busch wurde schwadroniert. Soeben meldet die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung, Bitburger habe eine enge Kooperation mit Erdinger vereinbart: "Erdinger und Bitburger kooperieren".

In einer Pressemitteilung von Bitburger heißt es:
"'Diese Kooperation bietet uns die Chance, unser Vertriebsnetz weiter auszudehnen und die Marktstellung von Erdinger zu festigen. Und gleichzeitig hilft es, die Eigenständigkeit unserer Brauerei zu sichern', so Werner Brombach. Das Potential ist jedenfalls sehr groß, da die Bitburger Gruppe mit der Marke Bitburger nicht nur Deutschlands führende Gastronomiemarke im Markenportfolio hat, sondern mit König Pilsener eine weitere sehr gastronomieorientierte Marke führt. Insgesamt zählt die Gruppe rund 70.000 Gastronomien zu ihren Partnern. Auch die Bitburger Gruppe sieht in der Vereinbarung große Chancen. 'Für uns ist diese Kooperation mit Erdinger eine ideale Ergänzung, können wir doch jetzt unseren Partnern die weltweit führende Weißbiermarke offerieren', betont Peter Rikowski die Vorteile aus Bitburger Sicht. Zum Portfolio der Bitburger Gruppe gehören neben Bitburger u. a. die Marken König Pilsener, Köstritzer Schwarzbier, Wernesgrüner und Licher.

Neben den Gemeinsamkeiten als Familienunternehmen verbindet beide Partner auch der Anspruch, ausschließlich Premiummarken höchster Qualität zu vermarkten. Der Vertrag sieht vor, dass die Vertriebsteams beider Unternehmen weiterhin parallel und unabhängig voneinander den deutschen und österreichischen Markt bearbeiten. Es besteht ausschließlich eine gegenseitige vertriebliche Unterstützung; eine kapitalmäßige Verflechtung besteht nicht.

Die Licher Brauerei ist in die Vereinbarung nicht einbezogen. Hier wird die Einführung eines eigenen Weizenbieres erwogen, das ausschließlich für die regionale Licher Gastronomie vorgesehen ist."
Erdinger hatte, so mein Eindruck, im Hauptsabsatzgebiet zwei Probleme:
  • Viele Brauereien sind im Laufe der Jahre dazu übergegegangen, selbst Weißbier zu brauen oder im Lohnbrauverfahren eigene bei anderen Brauereien brauen zu lassen. Erdinger wurde als Handelsmarke ausgelistet oder nur noch ohne Engagement mitgeführt oder als Türöffner für Neukunden ausgenutzt.
  • Die Expansion von Erdinger hat dazu geführt, daß der Kultstatus, den diese Brauerei insbesondere in den 70ern und 80er Jahren des letzten Jahrhunderst genossen hat, verblasst ist. Anderen, kleineren Brauereien wie etwa der Brauerei Gutmann in Titting, gelang es in ihren kleineren Einzugsgebieten per Mundpropaganda und mit hohem Qualitätsanspruch zu regionalen Kultmarken aufzusteigen.
Ob die Kooperation zwischen Bitburger und Erdinger erfolgreich sein wird? Ich bin skeptisch:
  • Bitburger kann Erdinger im Ausland wenig nützlich sein. Und umgekehrt wird es Erdinger kaum gelingen, Bitburger im Ausland wirklich weiterzubringen. Da sind die Weißbiermarken Paulaner und Franziskaner in der Zusammenarbeit mit Heineken und Interbrew wahrlich besser aufgestellt.
  • Wenn ich mich auf Messen mit Mitarbeitern von zwei Brauereien unterhalte (einer Kooperation einer Pils-Marke mit einer starken Weißbiermarke), sehe ich durchaus Probleme bei der Integration unterschiedlicher Vertriebsphilosophien.
  • Zwar kann man versuchen, in Gaststätten, die eine Bezugsvereinbarung mit Bitburger oder Erdinger haben, die jeweils andere Marke auch durchzusetzen. Aber selbst wenn dies gelingt, kann es Erdinger passieren, daß sie aus solchen Gaststätten, die Bezugsvereinbarungen mit anderen Pilsmarken haben, wegen der Zusammenarbeit mit Bitburger rausfliegen.

Montag, September 26, 2005

Nachgesalzen.

Vincent Klink vom Restaurant Wielandshöhe hat schon seit 2003 Erfahrungen als Blogger gesammelt, zumindest wenn man darunter im weitesten Sinne auch versteht, wenn jemand ein Content Management System benutzt, um seine Website häufig mit aktuellen Meldungen aus der eigenen Erfahrungswelt bzw. über den eigenen Betrieb zu aktualisieren. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Selbst ist der Mann".

Seit dem 22. September 2005 bloggt Vincent Klink zusammen mit den Köchen Bertram Blauel von "Blauel's Restaurant" und Karl-Josef Fuchs vom Hotel Spielweg bei der Wochenzeitung "Die Zeit" im Gemeinschafts-Blog "Nachgesalzen".

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Sonntag, September 25, 2005

Bierdeckel der DDR.

In einer ehemaligen Silbermine wurde 1902 die Firma Kurprinz gegründet. Aus einer kleinen handwerklichen Pappenfabrikation wuchs die angeblich größte Bierdeckel-Fabrik der Welt. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden im verstaatlichten Volkseigenen Betrieb Pappenwerke Schirma in Sachsen die meisten Bierdeckel der DDR hergestellt. Heute existiert sie immer noch als Kurprinz Georg Keil GmbH. Mehr darüber unter Zeitungsinserate von cybeer.ch, einer Website mit Informationen über Brauereigeschichte und Bierkultur in der Schweiz und in der ehemaligen DDR von Beat Hauser, seit 1988 Mitglied beim Gambrinus, dem Tauschring der Schweizer Bierteller-Sammler, der dem Internationalen Brauereikultur-Verband e.V. (IBV) angeschlossen ist, und seit 2001 auch Mitglied der Förderergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern e.V. (FvB) und seit 2002 des Vereins Unser Bier in Basel.

Weitere Sammler-Websites zum Thema:
  • Sven Hausdorf widmet sich u.a. dem Thema Bierdeckel der DDR.
  • Das Sepzialgebiet von Matthias Walther aus Kreischa sind alte Bieretiketten und Vorkriegsbierdeckel (über 400) aus Dresden und Umgebung.

Sag zum Abschied leise Servus.

Dirk Kurbjuweit hält im Spiegel vom 26. September 2005 eine Grabesrede auf Gerhard Schröder: "Putsch gegen die Wirklichkeit". Man hätte es auch kürzer sagen können: Der Herr trinkt zu viel.

Samstag, September 24, 2005

Der Schnitt.

Einer meiner Tips, die Gästebindung zu erhöhen, ist, man sollte dem Gast Rituale bieten, also informelle Verhaltensweisen und Abläufe, deren Kenntnis ihn zum Insider machen und die er als Insider-Wissen weitererzählen kann.

So hat vor ein paar Jahren die Brauereigaststäte "Schlenkerla" in Bamberg einen Volkszorn entfacht, als der "Schnitt" abgeschafft worden ist. Der "Schnitt" ist ein gut halb voll gefülltes Seidla (0,5 l) Glas Bier (halb voll mit Bier und Schaum bis zum Anschlag), den man zum halben Preis eines ganzen Seidlas bekommt. Die Regeln sind:
  1. Um einen Schnitt bestellen zu dürfen, muß man vorher mindestens ein ganzes Seidla bestellt haben.
  2. Es gibt nur einen Schnitt.
Als es den "Schnitt" im "Schlenkerla" noch gegeben hat, habe ich einmal leicht fahrlässig nach dem ersten Schnitt gewagt, einen zweiten Schnitt zu bestellen, und bin fürchterlich "zur Sau" gemacht wroden. Zu recht, wenn man gegen die Regeln verstößt! In unserem Café Abseits gibt es natürlich weiterhin bei allen Faßbieren einen "Schnitt".

John Conen aus London, aktives Mitglied der britischen Campaign for Real Ale, hat in seinem Buch "Bamberg and Franconia: Germany's Brewing Heartland. A guide to beers, breweries and pubs", mit dem er Touristen aus dem englischsprachigen Ausland fränkische Brauereien, Pubs und Kneipenkultur nahe bringen will, in einem eigenen Kapitel eine ganze Reihe weiterer informeller Regeln zusammengestellt, die in fränkischen Brauereigaststätten und Bierkneipen gelten. Wissen Sie z.B., was es bedeutet, wenn man seinen Bierkrug mit der Öffnung zur Seite so auf den Tisch legt?

Dies ist auch ein pragmatischer Beitrag zur Diskussion der Frage, was virales Marketing ist und - wichtiger noch - wie man Mundpropaganda anzetteln kann: "Virales Marketing auf dem Vormarsch" von Thomas Zorbach.

Kann Schlemmen richtig teuer werden?

Mit obiger Frage hatten sich Amtsgericht und Landgericht Augsburg kürzlich zu befassen.

Die Beklagte hatte beim Besuch eines Restaurants der gehobenen Kategorie u.a. eine Flasche Rotwein bestellt. Beim Nachschenken war entweder, so die Beklagte, das Weinglas umgefallen, oder, so die Klägerin, der Beklagten die Rotweinflasche aus der Hand geglitten. Jedenfalls wurden die cremfarbenen Polster der Sitzecke am Tisch der Beklagten und die Wand mit Rotwein ?bekleckert?. Die Klägerin, die zwischenzeitlich sämtliche Möbelstücke neu hatte beziehen lassen, weil der alte Stoff nicht mehr erhältlich war, verlangte Schadensersatz und forderte die Beklagte auf, den Schadensvorgang an ihre Haftpflichtversicherung weiterzugeben.

Diese erstattete der Klägerin vorgerichtlich bereits 326,20 ? für Malerarbeiten und pauschal 500,00 ? für die restlichen Schäden. Weitergehende Ansprüche lehnte sie ab. Die Klägerin hatte von den gesamten Kosten der neuen Sitzbezüge, die über 5.000,00 ? lagen, einen Teilbetrag von 3.000,00 ? gefordert und zog wegen der Differenz von 2.356,13 ? vor Gericht.

Das Amtsgericht wies die Klage in erster Linie mit der Begründung ab, die Klägerin treffe ein derart überwiegendes Mitverschulden an dem Schadensumfang, dass keine Haftung der Beklagten mehr gegeben sei, da sie einen nicht zu reinigenden und nicht mehr ersetzbaren Stoff zum Überzug gewählt habe (Az.: 23 C 149/03).

Damit gab sich das klägerische Restaurant nicht zufrieden und legte Berufung zum Landgericht ein.

Die Richter der 4. Zivilkammer (Vorsitz Vizepräsident Dr. Axel Bergemann) wiesen in der mündlichen Berufungsverhandlung die Klägerin deutlich darauf hin, dass sie von der stillschweigenden Vereinbarung eines Haftungsauschlusses zwischen dem Besucher eines Restaurants und dem Betreiber für solche Schäden ausgingen, die im Zusammenhang mit den üblichen Verrichtungen beim Essen und Trinken stünden, soweit diese Schäden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht worden seien. Der Betreiber einer Gaststätte erkläre durch sein Speisen- und Getränkeangebot auch schlüssig, dass er die üblichen Gefahren durch Verschütten, Kleckern und ähnliches übernehme und dass insoweit den Gast keine Haftung treffen solle. Auch wies das Gericht darauf hin, dass in einem gehobenen Restaurant mit entsprechend teureren Sitzbezügen, einen Gast, der sich selbst ein Glas Wein einschenke, allein hierdurch keine grobe Fahrlässigkeit treffe und durch dieses Verhalten auch der stillschweigend vereinbarte Haftungsausschluss nicht wieder aufgehoben werde. Wolle ein Gastwirt bei einer fahrlässigen Verschmutzung seines Mobiliars vom Gast Schadensersatz verlangen, noch dazu in Höhe von letztendlich über 3.000,00 ?, müsse er den jeweiligen Gast vor dem Besuch deutlich darauf hinweisen, welche finanziellen Risiken der Besuch der Gaststätte mit sich bringe. Kein Besucher eines Restaurants rechne nämlich damit, dass er bei einem immer wieder einmal vorkommenden Missgeschick, wie dem Verschütten von Getränken, von einem Gastwirt mit Schadensersatzansprüchen über mehrere tausend ? überzogen werde.

Aufgrund der Hinweise der Berufungskammer nahm die Klägerin schließlich die Berufung zurück. (Quelle: Pressemitteilung des Langerichts Augsburg) (via Gumia von Theo Husmann).

Das Landgericht Augsburg ging in seinem Urteil von einer "stillschweigenden Vereinbarung eines Haftungsauschlusses zwischen dem Besucher eines Restaurants und dem Betreiber für solche Schäden aus, die im Zusammenhang mit den üblichen Verrichtungen beim Essen und Trinken stünden, soweit diese Schäden nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht worden seien." Wenn man sich das Urteil bzw. die Pressemitteilung zu diesem Urteil etwas genauer anschaut, sieht man, daß nicht jede Haftung des Gastes ausgeschlossen wird. Der Gastronom sollte aber darauf achten, daß der finanzielle Schaden in einem vernünftigen Verhältnis bleibt. Wir haben bei uns z.B. einen wischbaren Fußboden und Lederpolster auf den Bänken. Da wischt man einfach mal drüber und schon ist der Rotwein weg. Notfalls kann man einen Teil des Lederpolsters austauschen.

Olle Fritten.

Die Pressemitteilungen der Stoever AG sind wirklich nicht schlecht, nicht marktschreierisch, vielmehr informativ. Ein Beispiel ist eine Pressemeldung vom Dezember 2003:
"Pommes und Dipps aus eigener Herstellung Aldrup, im Dezember 2003. Galten über Jahrzehnte hinweg Pommes frites im Normalschnitt mit Ketchup und/oder Mayonnaise als der Snack-Klassiker schlechthin, stellt sich das Angebot heute viel differenzierter dar: Sowohl die Pommes-Schnittvarianten als auch die Saucen/Dipps sind vielfältiger geworden. Das Sortiment der von Stöver selbst hergestellten Pommes frites ist breit gefächert: Allein 16 Varianten ? frische wie tiefgekühlte ? stehen zur Verfügung. Darunter Pommes frites im Normal-, Fein-, Wellen- und Grobschnitt, die zumeist in der Fritteuse zubereitet werden. Hinzu kommen ?Backfrites?, die sich auch für eine Regenerierung im Backofen eignen. Gecoatete Produkte wie ?KRIXX?, Pommes frites im Kreuzschnitt; ?Frites-Finesse?, Pommes frites im leicht gesalzenen Knuspermantel bzw. ?Crazy-Frites?, geringelt geschnittene Pommes frites mit knusper-würzigem Überzug runden das Angebot an Pommes frites bei Stöver ab.

Gleichermaßen vielfältig ist auch das Sortiment an Dipps aus eigener Herstellung: Von pikanten Feinkostsaucen und Salsas, wie z. B. Mango-Sauce, Exotic-Sauce ?Shanghai?, Chili-Sauce ?El Paso? oder die feurige Tex-Mex Salsa-Sauce ?Hot & spicy?, bis hin zu diversen (Curry)Ketchups, Remouladen und verschiedenen Mayonnaisen reicht die Palette. Auch klassische Saucen wie American-, Italian- und French-Dressing, Knoblauch- und Joghurt-Dressing sowie pikante Cocktail-, Kräuter-, Zitronen- und Holland-Dressings werden heute als Dipp zu Pommes frites serviert."
Aus mir nicht bekannten Gründen stammt die jüngste Pressemitteilung, die auf der Website online gestellt worden ist, jedoch von Ende 2003!

Wie wäre es, eine gute, branchenerfahrene Agentur zu engagieren, die aktuellere Texte verfaßt? Etwa:

Koch oder Kellner.

Gerhard Schröder beschrieb im Oktober 2003 sein Koalitionsverständnis vor einiger Zeit mal als "das Verhältnis zwischen Koch und Kellner". Er, der Koch Gerhard Schröder, sei unentbehrlich, er bestimme Menue und Geschmack. Der Kellner, Außenminister Joschka Fischer, sei leicht austauschbar. Nun ja, wer hat nicht schon einmal einen Koch kennengelernt, der aus Frust zum Alkoholiker geworden ist?

Doch wenden wir uns ernsthafteren Menschen zu.

In ihrem Artikel "Are You in the Right Part of the Restaurant?", in: Restaurant Report, geht Miriam Silverberg der Frage nach, ob Gastronomen eher in der Küche oder im Servicebereich arbeiten bzw. dort ihren Schwerpunkt setzen sollten (via Restaurant Report E-Mail Newsletter, Ausgabe 186 vom 22. September 2005).

Dann droht die Pleite.

In seinem Artikel "10 Restaurant Financial Red Flags", in: Restaurant Report, diskutiert John Messel zehn Indikatoren, die, wenn sie kritische Werte erreichen, signalisieren, daß eine Gaststätte über kurz oder lang pleite zu gehen droht (via Restaurant Report E-Mail Newsletter, Ausgabe 186 vom 22. September 2005).

John Messel ist Präsident der Unternehmensberatung Restaurant Resource Group in Boston.

Zu strategischen Mißerfolgsursachen siehe meinen Artikel "Erfolg in der Gastronomie".

Freitag, September 23, 2005

Hamburger-Blog.

Das Blog A Hamburger Today ist ein Blog von vier Amerikanern über den beliebtesten amerikanischen Sandwich, den Hamburger, aber auch den Cheeseburger und alle anderen Belag-Varianten. Drei der Macher wohnen an der Ostküste, einer an der Westküste der USA. Sie machen gemeinsam als a href="http://www.hatchback.net/">Hatchback Media auch den Lebensmittel-Blog Slice über Pizza. Hamburger-Restaurants können Anzeigen nicht direkt schalten, sondern nur über das Anzeigennetzwerk BlogAds (via Simon Hengel von Akademie.de).

GPS-Radtouren.

Als erstes Hotel im Paderborner Land bietet das Vital Hotel Westfalen-Therme seinen Gästen einen Service, sich bei ihren Radtouren von einem GPS - Satellitennavigationsgerät leiten zu lassen. Das Hotel hat dazu ein Info-Heft mit den schönsten Routen von 3,5 km bis 76 km mit vielen Hinweisen rechts und links der Strecken erstellt. Alle Routen beginnen und enden vor dem VITAL HOTEL. Ergänzt wird dieses Informationsangebot durch ein Happy-Weekend-Angebot und die Möglichkeit, ein Fahrrad und ein GPS-Gerät zu mieten.

Weitere Anbieter (kleine Auswahl) von GPS-Radtouren:
  • Auf GPS-Radtouren in Niedersachsen hat sich "Rad & Tour" in Cuxhaven spezialisiert.
  • Auch die Mittelweser-Touristik GmbH bietet eine "Drei Flüsse, ein Meer"-Radtour in der Mittelweser-Region. Ausgangs- und Zielpunkt der fünf Tage dauernden Pauschaltour ist das Steinhuder Meer. Durch Hochmoore und Feuchtwiesen, Vogelbiotope und einsame Wälder geht es entlang der drei Flüsse Leine, Aller und Weser. Die Tagesetappen haben eine Länge zwischen 45 und 60 Kilometern, für Gepäcktransfer ist gesorgt. An der Strecke locken historische Mühlen, romanische Klöster, gotische Kirchen, Fachwerkstädtchen und viel unberührte Landschaft.
  • Der Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal bietet eine Hase-Ems Tour. Man kann sich ein Rad leihen oder auch mit eigenem Rad touren. Das GPS-System führt den Radler dann den Radfernweg Hase-Ems Tour entlang. Das GPS-Gerät kann reserviert werden. Beim Start der Tour in Osnabrück wird das GPS-Gerät übergeben und in die Bedienung eingewiesen.
  • Die Regionalmanagement Wirtschaftsregion Bamberg-Forchheim GmbH mit Sitz in Bamberg hat eine Website GPS Urlaub - Der Touring-Guide online gstellt, ein Fahrrad-Portal für Bamberg, Forchheim und Umgebung.
Weiterführende Informationen zum Thema bietet die Website das-rad-ruft.de von zwei Hobbyfahrern, die irgendwann einmal damit angefangen haben, regelmäßig Touren mit dem Rad zu unternehmen. Die Tagestouren in verschiedenen Regionen Deutschlands sowie eine Tourenwoche um den Bodensee werden am PC geplant und per Garmin emap am Lenker gefahren. gps-tour.info bietet GPS-Tourdaten für Touren im In- und Ausland.

Da sowohl der Radtourismus als auch die Benutzung von GPS boomt, sind sie als Gastronom und mehr noch als Hotelier gut beraten:
  • auf ihrer Website ihre GPS-Koordinaten anzugeben.
  • GPS-Fahrradtouren um ihren Standort online zu stellen.
  • GPS-Fahrradtouren anzubieten, bei denen ihre Produke und Dienstleistungen eingebunden sind
  • mit anderen Anbietern zu koooperieren.
Gedruckte Tourenführer speziell für GPS-Touren sind noch rar:
  • Der Tourenführer "Biken im Allgäu : 30 Touren für Mountainbiker mit GPS-Tracks auf CD-ROM" von Klaus Schlösser, erschienen im SL-Verlag ist eine der Ausnahmen.
  • In Paderborn gibt es aber sogar schon einen Tourenführer für "Die schönsten InlineSkate-Touren im Paderborner Land" mit zwölf abwechslungsreichen Rundkursen, die sich auch für Radfahrer eignen. Sie verlaufen überwiegend auf asphaltierten landwirtschaftlichen Wegen ohne Autoverkehr und ohne nennenswerte Steigungen. Bei fünf der zwölf Touren gibt es eine kürzere und eine längere Variante. Die Streckenlängen liegen zwischen 11 und 24 Kilometern - ideal also für eine entspannende Runde nach Feierabend. Einige Touren sind außerdem miteinander kombinierbar, so dass sich maximal eine Inlinetour von rund 100 Kilometern durchführen lässt. Zu jeder Inline-Tour gibt es eine genaue Karte und - für "Kartenmuffel" - zusätzlich eine präzise Streckenbeschreibung. Die Inlinetouren können auch mit GPS-Satellitennavigation gefahren werden.

Donnerstag, September 22, 2005

Freibier fuer Bayern-Bezwinger.

Laut einer Meldung der Bild-Zeitung hat die Bitburger Brauerei der ersten Fußball-Bundesligaverein, der gegen den FC Bayern gewinnt, 10.000 Liter Freibier versprochen. Bei jedem Sieg der Bayern kommen 1.000 Liter dazu: "10.000 Liter Freibier für den ersten Bayern-Bezwinger", in: Kleine Zeitung vom 22. September 2005.

Als Liebhaber wirklich guter Biere kann ich da den Bayern nur noch die Daumen drücken.

DAwiki.

Im Februar 2005 haben wir Wikipes vorgestellt, ein Rezepte-Sammlung auf der Basis eines Wikis.

dienstag-abend.de ist ein Restaurantführer auf der Basis eines Wikis. Zunächst sollen Restaurants in Berlin, später in ganz Deutschlands aktuell und verlässlich erfaßt und bewertet werden.

Ein Berliner Gastronom hat dazu einige teilweise grundsätzliche, teilweise eher technische Fragen bzw. Kritikpunkte geäußert:
  • Kein Test soll verändert werden. Also entsteht zwangsläufig eine lange Liste von Tests über die dann via Diskussion diskutiert werden kann. Warum kann dann jeder die Tests bearbeiten?
  • Bei Wikipedia geht es bei einem Begriff schließlich immer nur um "eine" richtige Definition oder Beschreibung. Bei DAWiki bilden jedoch stets nur subjektive Meinungen die Tests, die wiederum unantastbar sind. Ob sich ein Restaurantinteressent durch Diskussionen klickt? Oder ob er einfach nach schneller Information sucht um anschließend nicht selbst experimentieren zu müssen sondern um einfach gut Essen zu gehen?
  • Neue Tests können an jede beliebige Stelle der Testliste gesetzt werden. Theoretisch kann so ein neuer Test immer oben platziert werden bzw. andere nach unten verschoben werden. Wie soll da einigermaßen Ordnung gehalten werden?
  • Momentan sehe ich keine einheitiche Testvorlage. Ich habe zwar schon alle möglichen Vorlagen gefunden, aber wenn ich auf weitere Tests und dann auf Bearbeiten gehen geht es erstmal mit ganz normalem Text los. Wer selbst nicht Wikipedia-erfahren ist wird da einige Schwierigkeiten haben.
  • Warum soll ein Gast, der einen Test abgegeben hat, mit anderen Testern über deren Beurteilungen diskutieren? Das Meiste ist sowieso Geschmacksache - und darüber lässt sich bekanntlich "trefflich" streiten. Nur hat ein Tester daran überhaupt Interesse? Und wenn sich dann ein Restaurantinhaber (der am ehesten daran Interesse hat) einschaltet wird es doch ganz automatisch eher unsachlich?!
  • Bei gedruckten Restaurantführern gibt es ja auch höchst unterschiedlich ausfallende Testergebnisse für ein und dasselbe Restaurant. So wird es auch hier passieren. Dem wird nur durch weitere Tests oder Diskussionen beizukommen sein. Aber nicht alle Gäste mit einem guten Geschmack und Urteilsvermögen sind gleichzeitig wild darauf sich durch die WIKI-Syntax zu kämpfen und ihre guten oder schlechten Erfahrungen einzubringen. Selbst wenn die Bedienung einfacher wäre, was tun mit den langen Testlisten? Irgendwo stand dass eventuell ältere ins Archiv wandern. Wer wird sie da suchen? Vor allem, sind ältere Tests die schlechteren? Wohl kaum.
  • Wikipedia lebt ja von der schieren Masse der Nutzer. Aber je mehr Interessenten über ein Restaurant bei DAWiki berichten, desto länger wird die Liste und somit für Interessenten, die sich informieren wollen, unübersichtlicher. Das ist für mich irgendwie ein großer Widerspruch.
Mittlerweile wurden im DAwiki-Portal auf diese Fragen des Kollegen geantwortet.

Grundsätzlich kann ich selbst zu diesem Führer nur das wiederholen, was ich neulich zu einem anderen bereits geschrieben habe: LocaCheck. Wobei mir unklar ist, ob das Wiki-Konzept (also die Möglichkeit für jedermann, daran mitzuarbeiten) ausreicht, die notwendige Mundpropaganda anzuregen.

Offline hat vor vielen Jahren bereits Zagat in den USA und später Marcellino's ein ähnliches Konzept erfolgreich umgesetzt. (Siehe dazu auch unsere Linksammlung "Restaurant- und Hotelführer"). Dabei wurden jedoch die Äußerungen der Gäste durch eine Redaktion angeleitet und strukturiert und ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, diese redaktionellen Tätigkeiten durch den Verkauf von Führern und Werbung darin zu finanzieren. Beim DAwiki kann ich - wie auch bei anderen Online-Restaurantführern - ein Erfolg versprechendes Geschäftsmodell nicht erkennen.

Gutschein-Karussell.

Ein interessantes Gutschein-Konzept stellt Jochen Krisch in seinem am 27. Mai 2005 gstarteten Weblog "Exciting Commerce" zum Thema Elektronischer Handelskonzepte für kleine und große Händler vor: "Gutschein-Karussell" (via PR Blogger).

Angesichts der branchenspezifischen Preise und Rohgewinnspannnen könnte man es in der Gastronomie so ausgestalten: Jeder Gast erhält nach dem Zahlen ab einem bestimmten Betrag (sagen wir mal ab einem Betrag, der einem Hauptgericht und einem Getränk entspricht, z.B. 15 Euro), einen Gutschein in Höhe von z.B. 2 Euro, der aber sofort eingelöst werden muß. Die Reaktionen können unterschiedlich sein:
  • Der Gast nutzt nur den Gutschein aus und leistet sich z.B. einen Absacker.
  • Der Gast unterbricht seinen Aufbruch und entschließt sich, seinen Besuch zu verlängern.
Wichtig ist es, daß der Gutschein nicht für Take-Away gilt. Es bringt ja nichts, wenn der Gast einfach nur Waren nach Hause entführt.

Alternativ könnte man die Gültigkeit des Gutscheins auf einen bestimmten folgenden Tag begrenzen, idealerweise natürlich einen Tag, an dem normalerweise weniger los ist. So könnte man z.B., wenn man am Wochenende viele Gäste hat, versuchen, den Montag besser auszulasten.

Man sollte das "Gutschein-Karussell" nicht ankündigen, sondern die Gäste überraschen. Zum einen sprechen sich überraschende Wohltaten schneller herum. Zum zweiten kann man dann die spezifische Ausgestaltung jederzeit anpassen und den Gästestrom genau steuern.

Wenn man mit der Ausgabe von Gutscheinen erst am späten Abend beginnt, sobald sich die Gaststätte zu leeren anfängt, vermeidet man, daß Gäste, die ihren Gutschein konsumieren, Sitzplätze blockieren, die von neuen Gästen eingenommen werden könnten.

Natürlich ist das "Gutschein-Karussell" in seiner Sofortverzehr-Variante in der Gastronomie nicht ganz so effizient wie im Einzelhandel. Gäste können nicht beliebig lange und viel verzehren und trinken. Und sie können die zusätzlich erworbenen Produkte und Dienstleistungen nicht bevorraten.

Sie können das Gutschein-Karussell in ihrem Objekt ohne große organisatorische Vorbereitung und jederzeit zum Laufen bringen, täglich an ihre spezifische Situation und die mit dem Gutschein-Karussell gemachten Erfahrungen anpassen und laufend korrigieren.

Siehe dazu auch unsere früheren Beiträge

Mittwoch, September 21, 2005

Werbung auf Strohhalmen.

Die Gastronomie eignet sich vorzüglich als Ort für below the line-Werbung Dritter, also Werbeformen "unterhalb" von Zeitungsanzeigen (mit ihren Werbezeilen / lines). Beispiele:Eine neue Idee ist Werbung auf Strohhalmen (via Bernd Röthlingshöfer).

Als Gastronom sollte man sich überlegen,
  • ob solche Drittwerbung zum Konzept und Ambiente des eigenen Objektes passt (was auch eine Frage der Wertigkeit der Werbemittel und ihrer Gestaltung ist),
  • ob man diese Möglichkeiten nicht besser zur Werbung für das eigene Objekt oder andere eigene Projekte nutzen sollte.
  • welche Werbepartner für das eigenen Objekt in Frage kommen. Lieferanten sind zwar leichter ansprechbar, aber denken Sie auch an lokale Unternehmen mit ähnlichen Zielgruppen, z.B. Reisebüros, Fahrschulen, Naturkosthändler, Buchhändler, Friseure usw.
  • Nicht verkaufbare Werbemöglichkeiten kann man eventuell für Sponsoring verwerten.
Siehe dazu auch meinen grundlegenden Artikel zum Thema "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik".

Dienstag, September 20, 2005

La Cuisine des Jeunes.

La Cuisine des Jeunes ist ein Projekt der Schweizer Fleischwirtschaft. Sie fördert das Networking unter den Jungköchen und bringt junge Köche mit erfahrenen Meistern des Fachs zusammen und hilft Kochprofis, sich in der Branche einen Namen zu machen.

Die Website www.lcdj.ch bietet
  • eine kostenlose Stellenbörse für junge Profiköche,
  • Infos & Links zu Weiterbildung, Freizeit und vielem mehr.
  • ein Diskussionsforum für junge Küchenprofis.
Jährlich sind Jungköche aufgefordert, das originellste, schönste und beste Rezept zum jeweiligen Motto mit Schweizer Fleisch zu kreieren. Am Finalkochen messen sich die vier Finalisten vor der Fachjury und Medienvertretern und legen den Grundstein für ihre Karriere.

Straussenjaegerschnitzel und mehr.

www.proviande.ch ist die Website der Schweizer Fleischwirtschaft, einer Genossenschaft mit Mitgliedern aus den Reihen der Produzenten, Vermittler sowie Verwerter von Fleisch. Sie bietet vielfältige Informationen zum Thema Fleisch für Konsumenten, Fleischprofis und Medienschaffende.

Aus einem Bildarchiv mit Bildern von allen möglichen Fleischstücken kann man sich Bilder herunterladen oder in hoher, druckfähiger Qualität auf CD-ROM bestellen. Bei einer Verwendung dieser Bilder müssen bestimmte Konditionen beachtet werden. (Danke für den Tip an Simon Hengel von der Akademie.de).

Mehr über "Graphiken, Bilder, Clip-Arts, Bilder, Fotos und andere Ressourcen für die Gastronomie".

Übrigens: So sieht ein Straussenjägerschnitzel aus.

Rauchverbot in Grossbritannien: Flucht aus der Kueche.

Zur Zeit bieten 29% aller britischen Kneipen (Pubs) keine Speisen an. Da Gaststätten, in denen nur Getränke ausgeschenkt werden, vom Rauchverbot ausgenommen sind, könnte sich ihr Anteil auf bis zu 40% erhöhen, und in Gegenden mit geringem Einkommen sogar auf bis zu 50%: "Pubs will shut kitchens to evade smoking ban", in: The Independent vom 5. September 2005.

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Montag, September 19, 2005

Politischer Missbrauch von Rahmenkriterien fuer die Verpflegung in Ganztagsschulen.

Die gemeinsam mit dem Ökologischen Großküchen Service (ÖGS) sowie den Verbraucherzentralen und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) entwickelten bundesweiten Rahmenkriterien für die Verpflegung in Ganztagsschulen (PDF) enthalten auch Anforderungen an die Essensanbieter, die sich nicht objektiv aus den gesundheitlichen Anforderungen an eine kindgerechte Ernährung ergeben, mit denen vielmehr ideologische Zielsetzungen des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft durchgesetzt werden sollen:
  • So wird in einer "Checkliste für anzufordernde Unterlagen eines Essensanbieters" eine Bestätigung verlangt, "dass nur tarifgebundenes und sozialversichertes Personal eingesetzt wird". Dies hat nicht nur nichts zu tun mit der Gesundheit der Schüler, sondern versucht auch, nicht tarifgebundene Arbeitgeber zur Einhaltung von nicht allgemein verbindlich erklärten Tarifverträgen zu verpflichten und verletzt damit die in Artikel 9 Grundgesetz garantierte Koalitionsfreiheit.
  • In den "Kriterien für die Auswahl, Qualität und Herkunft der Lebensmittel" wird verlangt, "mindestens 10 Prozent der eingekauften Lebensmittel (bezogen auf den Gesamtwareneinsatz) stammen aus ökologischer Landwirtscaft." Dies wird wie folgt erläutert: "Die Zahl '10 Prozent' bezieht sich auf den geldwerten Anteil der Bio-Produkte am gesamten Wareneinkauf für die Mittagsverpflegung in der jeweiligen Einrichtung." Es geht den Herausgebern der Rahmenkriterien offensichtlich nicht darum, daß Bio-Produkte um der Gesundheit der Schüler willen eingesetzt werden. Vielmehr geht es um eine ideologisch motivierte Förderung der Öko-Landwirtschaft.

Kongress für Schulverpflegung zeigt Alternativen zu Pommes, Burger & Co.

Pommes von der Imbissbude, Pausenbrot oder vollwertiges warmes Essen - welche Variante ist die gesündeste für die Mittagspause in der Schule? Wie lässt sich eine qualitativ hochwertige Schülerversorgung finanzieren? Welche Kost muss geboten werden, um dem Geschmack der Schüler ebenso gerecht zu werden wie den Ansprüchen der Ernährungswissenschaft? Antworten auf diese brisanten Fragen gibt der Kongress für Schulverpflegung "Essen in der Schule - ein starkes Stück Gesundheit", der in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift GVManager zum zweiten Mal auf der GÄSTE 2005 veranstaltet wird. Am 2. November 2005 treffen dazu Experten aus Politik, Unternehmen, Verbänden, Wissenschaft und Verbraucherorganisationen mit Vertretern des Schulwesens sowie Catering-Firmen zusammen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Kongresses stehen die Ganztagsschule sowie erfolgreiche Projekte aus der Praxis.

Kein Frühstück - schlechte Noten

Während in den ostdeutschen Bundesländern die Schülerspeisung bereits flächendeckend organisiert ist, wird sie mit den geplanten Ganztagsschulen auch bundesweit einen wahren Boom erleben. Mehr als vier Milliarden Euro stellt der Bund dafür zur Verfügung. Dabei sollen die Heranwachsenden nicht nur satt werden und "irgend etwas" essen. Vielmehr gilt es, eine Verpflegung anzubieten, die den aktuellen ernährungswissenschaftlichen Kriterien entspricht und deren Qualität das Schulklima positiv beeinflusst. Wenn sich Schule zunehmend auf den ganzen Tag erstreckt, werden die Auswahl eines geeigneten Verpflegungskonzeptes, die Organisation und Gestaltung der gemeinsamen Mahlzeiten und ihre Verknüpfung mit Kultur- und Bewegungsangeboten zu wichtigen Aspekten des Schulalltags.

Welche Modelle der Schülerverpflegung es gibt und wie sie in der Praxis umgesetzt werden, war Inhalt des 1. Kongresses für Schulverpflegung im Rahmen der GÄSTE-Fachmesse 2003. Rund 250 Vertreter von Schulen und Verwaltungen, Catering-Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen sowie der Lebensmittelindustrie hatten sich erstmals mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) Sachsen und der CMA zusammen gesetzt, um die Entwicklung voranzubringen. Zwei Jahre später nun ist das Thema bundesweit an den Schulen angekommen. Denn "ein entsprechendes Verpflegungsangebot schafft nicht nur optimale Voraussetzungen für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit", wie Professor Ulrike Arens-Azevedo, Mitglied des Wissenschaftlichen Präsidiums der DGE, betont. "Die Schüler erlernen auch ein günstiges Ernährungsverhalten sowie Ess- und Tischkultur."

Das ist schon deshalb bedeutsam, weil in vielen Familien die einst traditionellen Rituale - speziell die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten - an den Rand gerückt sind. Zudem bewahrt eine ausgewogene Ernährung vor möglichen gesundheitlichen Risiken. Immerhin sind in Deutschland bereits 18 bis 20 Prozent der Sechs- bis unter 17-Jährigen übergewichtig.

Besser essen - besser lernen

Gemeinsam mit dem Ökologischen Großküchen Service (ÖGS) sowie den Verbraucherzentralen entwickelte die DGE bundesweite Rahmenkriterien für die Verpflegung in Ganztagsschulen (PDF). So sollen die Speisenangebote eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Verpflegung sicherstellen, hohen Genusswert bieten, vielfältig und abwechslungsreich sein, Abneigungen bzw. Vorlieben der Schüler berücksichtigen und das Kennenlernen neuer Gerichte und Lebensmittel sowie unterschiedlicher Esskulturen ermöglichen.

Mit diesen Richtlinien erhalten Schulträger und Schulen eine Entscheidungshilfe, um eine realisierbare und gesundheitsfördernde Mittagsverpflegung in Ganztagsschulen zu gestalten. Dazu gehören auch eine angenehme Atmosphäre, ansprechende Räumlichkeiten, die appetitliche Präsentation der Speisen und die Beteiligung an Tischdiensten. Die Rahmenkriterien für die Schulverpflegung berücksichtigen zudem wirtschaftliche, ernährungsphysiologische, qualitative und ökologische Kriterien bei Einkauf und Auswahl der Lebensmittel. Ebenso werden regionale, ökologische und saisonale Angebote genutzt.

Die Zusammenstellung der Lebensmittel und Mahlzeiten orientiert sich an den Empfehlungen der DGE. Generell sollen reichlich pflanzliche Lebensmittel und Getränke, mäßig tierische Lebensmittel und sparsam fettreiche Lebensmittel und Süßwaren angeboten werden. Ein Wochenspeiseplan über fünf Tage setzt sich aus einem Fleischgericht, einem vegetarischen Eintopf oder Auflauf, einem Seefischgericht, einem vegetarischen Gericht und einem frei gewählten Gericht (mit Fleisch oder fleischfrei mit Vollkorngetreide bzw. einem süßen Hauptgericht) zusammen. Zusätzlich sollen mindestens zwei bis drei Mal frisches Obst, Rohkost oder frischer Salat und mindestens zwei Mal frische Kartoffeln angeboten werden.

Lehrer, Eltern und Schüler müssen an jeder Schule gemeinsam prüfen und entscheiden, in welcher Variante diese Speisen angeboten werden und wer das Essen liefern soll. Denn der Einbau und der Betrieb einer eigenen Küche wird sich aus Kosten- und Wirtschaftlichkeitsgründen nur in den seltensten Fällen lohnen. Derzeit bewähren sich zwei Formen: der Bezug von speziell geeigneter Tiefkühl-Kost und die Aufbereitung der Speisen vor Ort oder die Versorgung mit warmen Speisen in Thermoporten. Meist liefern Catering-Unternehmen nach kinder- und schülergerechten Speiseplänen die fertig gekochten Menüs an die Schulen und managen die gesamte Versorgung in eigener Regie - von der Herstellung und Anlieferung der Speisen über das Bestell- und Abrechnungssystem sowie die Speisenausgabe bis hin zum Reinigen von Geschirr und Räumen.

Die Brisanz des Themas ist nach wie vor hoch. Deshalb wird sich der 2. Kongress für Schulverpflegung auf der Leipziger GÄSTE 2005 mit einem offenen Brief an die Kultusminister der Länder sowie die Bundesregierung wenden, um eine "Genussoffensive" für gesundes Schulessen und die Einführung eines Unterrichtsfaches "Gesunde Ernährung" zu initiieren. Zu den Erstunterzeichnern werden namhafte deutsche Spitzenköche und Vereinigungen zählen. (Quelle: Pressemitteilung der Leipziger Messe).

Gaeste 2005.

Gastlichkeit ist Trumpf auf der Leipziger Messe - ganz besonders im nächsten Herbst: Vom 30. Oktober bis 2. November 2005 lädt die Fachmesse Gäste 2005 zum nunmehr achten Mal auf das neue Messegelände ein. Rund 400 Aussteller, darunter zahlreiche Marktführer, werden auf der Internationalen Fachmesse für Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung ihre neuesten Produkte präsentieren. Aktuelle Trends und kreative Ideen prägen auch das Rahmenprogramm, das sich vom "Internationalen Leipziger Preis der Köche" über Fachkongresse bis zum "Culinarium" - einem Forum mit Starköchen - spannt.

Neben bewährten Veranstaltungen setzt die GÄSTE 2005 neue Schwerpunkte auf die Themen Schlafen sowie Wellness im Hotel. So informiert das Forum "Schlafplatz Hotel" darüber, wie man den Schlafkomfort - der wesentlich mitentscheidet, ob ein Gast wiederkommt - als überzeugendes Marketing-Argument nutzen kann. Zudem erfährt der Hotelier, wie viel Hygiene ein Bett braucht und wie individuelle Lösungen im Housekeeping die Arbeit erleichtern. Das "Wellness-Forum" informiert Urlaubs- ebenso wie City- und Tagungshotels sowie Pensionen über Chancen, das Bedürfnis nach Wellness und Gesundheitsförderung in Business umzusetzen.

Mit Wild und Fisch zum Sieg

Fisch als Vorspeise, Wild für den Hauptgang und Süßes zum Dessert sind die kulinarischen Vorgaben für den "Internationalen Leipziger Preis der Köche", der zum siebten Mal auf der Leipziger GÄSTE-Messe ausgetragen wird. Sechs Köcheteams kreieren je ein Drei-Gang-Menü sowie vier Fingerfood-Gerichte. Am 1. November werden die Preisträger auf der Messe gekürt. Dem siegreichen Team winkt ein Preis von 7.500 Euro oder eine gleichwertige Studienreise in die USA, den Platzierten werden Geldpreise zwischen 4.500 und 900 Euro überreicht. Für ein illustres Ambiente beim Finale des Teamkochwettstreits sorgt ein eigens in der Messehalle errichtetes "Spiegelzelt" - ein Art Deco-Bauwerk mit unzähligen Spiegeln im Innern, das einst als mobiler Tanzpavillon konstruiert wurde und heute als imposantes Veranstaltungs-Domizil eine Renaissance erlebt.

Tourismus in der erweiterten EU

Welche Angebote der Gast sucht und wie viel Qualität der Markt bietet, diskutiert der zweite Kongress "Marktplatz Hotel 2005", der am 1. November gemeinsam von IHA, DEHOGA-Verbänden der neuen Bundesländer und Leipziger Messe ausgerichtet wird. Zu den Schwerpunkten der Veranstaltung gehört die EU-Osterweiterung mit ihren Chancen und Risiken für den deutschen Tourismus. Referent Norbert Tödter von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT): "Erfolg versprechende Chancen haben jene deutschen Hotels, die sich auf die Mentalität ihrer Gäste einstellen und spezifische Angebote unterbreiten."

Appetit auf Schule


Wie sich eine qualitativ hochwertige Schülerversorgung realisieren und finanzieren lässt, welche Kost dem Geschmack der Schüler ebenso gerecht wird wie den Ansprüchen der Ernährungswissenschaft - das ist Thema des zweiten Kongresses "Essen in der Schule - ein starkes Stück Gesundheit". Am 2. November präsentieren dazu Experten aus Bildungswesen, Industrie und Wissenschaft ihre Erfolg versprechenden Konzepte und bewährten Praxis-Projekte. Zentrales Thema der diesjährigen Veranstaltung ist die Ganztagsschule mit ihren Ansprüchen an eine schmackhafte, kind- und jugendgemäße Ernährung. Um die Brisanz der Thematik zu unterstreichen, wird sich der 2. Kongress für Schulverpflegung auf der Leipziger GÄSTE 2005 mit einem offenen Brief an die Kultusminister der Länder sowie die Bundesregierung wenden, um eine "Genussoffensive" für gesundes Schulessen und die Einführung eines Unterrichtsfaches "Gesunde Ernährung" zu initiieren.

Gastronomie vom Feinsten

Spitzenköche live sind drei Mal täglich im "Culinarium" zu erleben, dem lukullischen Trendforum der GÄSTE 2005. Am ersten Messetag (30. Oktober) lädt der Chef der Military-Köche und Sieger der Köche-Olympiade 2004 Thomas Brunk zum "Kochen mit Kaffee" ein. Der 31. Oktober widmet sich dem Fisch; Akteur ist Küchenchef Rene Bobzin von den "Rothen Forellen" in Ilsenburg, der 2002 vom "Gault Millau" als "Entdeckung des Jahres" gekürt wurde. Hochwertige Convenience-Produkte präsentiert tags darauf Peter Griebel, Küchenchef vom Estrel Hotel Berlin. Am letzten Messetag schließlich bereitet Sternekoch Marcello Fabbri vom legendären Weimarer "Hotel Elephant" exklusive Fleischspezialitäten zu. Regionale Weine aus den Weingütern Schloss Wackerbarth, Saale-Unstrut Pawis sowie Schloss Proschwitz runden die halbstündigen Kochvorführungen ab, und ein Digestif- und Zigarrenservice beendet jeweils 16.00 Uhr den Messetag im "Culinarium".

Das Auge isst mit

Nach seiner spektakulären, Guinnessbuch-würdigen Skulptur zur GÄSTE 2003 tritt das Gemüse schnitzende "Wang Dream Team" erneut in Aktion. Mehrmals täglich stellen die "Kochartisten" ihre Finger- und Kunstfertigkeit unter Beweis und verarbeiten rund 30 einheimische wie exotische Obst- und Gemüsesorten zu Skulpturen. Die Schnitzwerke -Blumenkörbe, schnäbelnde Tauben, farbenprächtige Kakadus, Mini-Pferde im Galopp... - schmücken kalte Büffets ebenso wie festliche Tische. Organisatorin Konstanze Töpel: "Wer seinen Gästen solche Schaustücke kredenzt, zeigt, dass er Essen und Trinken mit Seele verkauft!" Weitere attraktive Vorführungen gibt es im Margarine-Modulieren sowie beim Gestalten eines "heißen" Büfetts mit Body-Painting.

Klassisch oder crazy

Mit ausgefallenen Kreationen rund um den gedeckten Tisch können gastronomische Betriebe vom Landgasthof bis zum Gourmet-Restaurant auf der GÄSTE ihren perfekten Auftritt inszenieren. Ob klassische Tischkultur oder verrückte Showeffekte: Beim Wettbewerb "TOP-Tafel-Idee" ist alles erlaubt, was den Gast fasziniert und den Fachmann überzeugt. Veranstaltet wird der Wettbewerb von den DEHOGA-Landesverbänden Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen; Ausrichter ist der THÜHOGA. Eine Fach-Jury wird die originellsten Tische küren.

Einzigartiges Messe-Trio

Erstmals findet die Leipziger GÄSTE im Verbund mit zwei weiteren kulinarischen Fachmessen statt. Unter Regie der Messe Stuttgart werden die 14. SACHSENBACK, Fachmesse für das Bäcker und Konditorenhandwerk, sowie die 12. FleiFa, Fachmesse für das Fleischerhandwerk, auf dem neuen Leipziger Messegelände veranstaltet. Damit erhalten Fachbesucher einen umfassenden Überblick über aktuelle Innovationen für das Gastgewerbe, die Gemeinschaftsverpflegung und das Lebensmittelhandwerk. SACHSENBACK und FleiFA, die zum fünften bzw. zweiten Mal am Standort Leipzig ausgerichtet werden, beginnen gemeinsam mit der GÄSTE am 30. Oktober 2005 und enden einen Tag früher am 1. November. Mit nur einem Ticket können sich die Fachbesucher sich auf allen drei Messen informieren. (Quelle: Pressemitteilung der Leipziger Messe).

Parasiten.

Im Online-Portal Stimme.de schreibt Helmut Buchholz über die Klagen von Gastronomen auf dem 35. Weindorf Heilbronn über sich selbst versorgende Besucher, die sich ihre Getränke mitbringen statt sie bei den beteiligten Gastronomen zu kaufen: "Die Selbstversorger sind Parasiten".

Meines Erachtens deutet dies auf Fehler der Gastronomen und Veranstalter hin, die sich zu wenig Gedanken gemacht haben über ihre Erlöspolitik. Siehe dazu meinen Artikel "Erlöse im Gastgewerbe: Erlösquellen und Preispolitik". Andererseits sind die Preise für Weine auf der Veranstaltung Weindorf Heilbronn mit Flaschenweinpreisen ab 7 Euro und ab 1 Euro für 0,1 l Wein - und das bei einem reichhaltigen Programm mit Live-Musik bei freiem Eintritt - wirklich so zivil, daß man sich über solche Gäste wundern kann. Im Angebot waren 300 verschiedene Weine und 16 Jahrgangssekte. Das 36. Weindorf findet vom 14.09-22.09.2006 statt.

Ganterpreise.

In einem Bericht über eine Insolvenzversteigerung der Marburger Brauerei ("Letztes Kapitel der Marburger Brauerei endet", in: Oberhessische Presse vom 19. September 2005) ist mir folgender Passus über die Insolvenzgründe aufgefallen:
"Die Umsätze seien nicht zurückgegangen, jedoch habe es eine Steigerung beim Flaschen- und einen Rückgang beim Fassbier gegeben. Aufgrund geringerer Füllkosten beim Fassbier hätte das dreifache an Flaschenbier verkauft werden müssen, um dieses Ungleichgewicht aufzufangen."
Vermutlich hat die Marburger Brauerei wie viele andere Brauereien, trotz niedrigerer Herstellkosten für Faßbier, im Vertriebsweg Gastronomie höhere Preise verlangt als im Einzelhandel (siehe dazu auch unseren Artikel "Bierabnahmepreise in der Gastronomie"). Wer den Ast absägt, auf dem er sitzt, fällt vom Baum.

Freitag, September 16, 2005

Deutschlands Koeche haben gewaehlt.

Frankfurt am Main/Hamburg, 14. September 2005. Die Mitglieder des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. (VKD) hatten in diesem Jahr die Wahl - bei der Zusammensetzung des VKD-Gesamtvorstandes 2005-2009. Die Briefwahl-Ergebnisse für das fünfköpfige Präsidium wurden heute im Rahmen der 17. Generalversammlung des VKD in Hamburg bekannt gegeben: Ctefan Wohlfeil folgt als neuer Präsident des VKD auf Reinhold Metz (66), der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stand, und setzt sich mit 1811 Stimmen gegen den zweiten Präsidentschaftsanwärter Bernd Malter (55, 1314 Stimmen) durch. Vier Vizepräsidenten (VP) komplettieren das neue Präsidium des VKD, das sich nun wie folgt zusammensetzt:
  • Präsident Ctefan Wohlfeil (46), Hamburg
  • VP Nord: Matthias Schantin (45), Bremen
  • VP Ost: Thomas Strauß (54), Dresden
  • VP West: Holger Wegmann (56), Münster
  • VP Süd: Axel Rühmann (54), Insel Reichenau
Am zweiten Tag der Generalversammlung - ausgerichtet vom VKD-Zweigverein Kochklub Gastronom Hamburg und unterstützt von Edeka Großverbraucher-Service sowie weiteren starken Partnern aus der Industrie - fällt die Entscheidung für die Besetzung der insgesamt sechs Fachausschüsse des VKD, die den Gesamtvorstand vervollständigen. Zu dem Drei-Tage-Programm an Alster & Elbe gehören neben Wahlen, Aussprachen und Satzungsänderungen u.a. ein Senatsempfang im Rathaus Hamburg, "Action im Speicher" sowie viel Kommunikation. (Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands e.V.).

Giftliste.

Wieso ist der noch amtierende Bundesfinanzminister Hans Eichel eigentlich sauer, daß die Bild-Zeitung behauptet, er habe ein Konzept zur Haushaltssanierung? Die Existenz einer "Giftliste" sei "durch rechtsverbindliche Äußerungen von politisch neutralen Ministeriumsbeamten widerlegt" worden. Dies würden die Beamten auch unter Eid wiederholen, bekräftigte Hans Eichel: "Eichel wehrt sich", in: Die Welt vom 16. September 2005. Ich schwör drauf, daß Hans Eichel kein Konzept zum Schuldenabbau hat. Sonst hätte er einen Haushaltsplan 2006 fristgerecht vor den Bundestagswahlen vorgelegt.

Donnerstag, September 15, 2005

Wie man in die Google News kommt - weitere Moeglichkeiten.

"Medien-news verrät: Wo man kostenlos Nachrichten im Internet veröffentlichen kann" von pressemitteilung.ws.

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag: "Wie man in die Google News kommt".

Pasta-Noris.

Pasta-Noris ist ein Nürnberger Anbieter von mobilen Backsystemen, z.B. Bäcköfen auf Anhängern.

Pizza & Coke.

Ein Plakat der Agentur Biedermann/McCann-Erickson for Coca-Cola Paraguay verknüpft geschickt das Thema Pizza (Pizza-Hut) und Coca Cola: "The Coke Pizza", in: adverblog.com.

Wegweiser.

Eine interessante Werbung der niederländischen Biermarke Amstel, eine Marke von Heineken, für ihre Verkaufsstellen in Amsterdam: "Die Durststrecke" (via Werbeblogger.de via Advertising/Design Good News von Frederik Samuel).

Mittwoch, September 14, 2005

Noch ein Ferienwohnungs-Blog.

Im Oktober 2003 habe ich als Versuchsprojekt, aber auch um meinem Bruder einen Gefallen zu tun, der eine Ferienwohnung vermietet, die Website www.ferienwohnung-nahe-bingen.de" als Blog gestartet.

Heute teilt mir Thilo Specht, Mitbetreiber der Ferienwohnung Stadtvilla Radebeul mit, daß er am 5. September 2005 - in diesem Falle zusätzlich zu einer traditionellen Website www.stadtvillaradebeul.de - das Blog "Der Radebeuler Bärentöter" gastartet hat. Er vesteht es auch als Alternative zu einem Newsletter:
"Unter anderem war ein Newsletter geplant, der einmal im Quartal auf zwei bis drei Seiten Geschichten und Informationen aus Radebeul und Dresden beinhaltet. Leider hat es dieses Projekt nie auf einen der oberen Plätze der Agenda geschafft. Weshalb der Newsletter jetzt nach gut einem Jahr kurzerhand eingeäschert wurde. 'Der Radebeuler Bärentöter' ist ab sofort ein Weblog.
Wobei anzumerken ist, daß Blog und Newsletter sich nicht ausschliessen. Man kann seinen Lesern ermöglichen, neue Postings zu abonnieren, entweder als RSS-Feed oder per E-Mail, etwa mihilfe von bloglet.com.

Die Kombination einer statischen Website, die man sich eventuell von einem externen Dienstleister machen läßt, und einem Blog, das man selbst schnell, einfach und, von den Kosten des Internetzugangs abgesehen, kostenlos aktualisieren kann und das über eine bessere Positionierung in den Suchmaschinen Interessenten für die Ferienwohnung heranschafft, ist sicherlich für viele eine geschickte Kombination.

Mir gefällt im Blog "Der Radebeuler Bärentöter" unter anderem die offene Kommunikation interner Zahlen. So vergleicht Herr Specht in einem Beitrag "Ferienwohnung Stadtvilla Radebeul in Zahlen" die beachtliche Auslastungsquote seiner Ferienwohnung von 60,89 % und seine mittlere Aufenthaltsdauer von 4,7 Tagen mit den durchschnittlichen Erfolgskennziffern in Radebeul und Umgebung.

Viana & Tofutown.

Viana ist eine Traditionsmarke der Tofutown.com GmbH, einem nach eigenen Angaben langjährigem Pionier und Innovationsführer bei rein pflanzlichen Bio-Produkten. Die Firma verarbeitet landwirtschaftliche Rohstoffe wie Weizen, Sojabohnen und frisches Bio-Gemüse zu Fleischalternativen, Tofuprodukten, Soja- und Reisdrinks sowie feinen Sojasahnen.

Die Gründungsgeschichte von Tofutown (noch als Viana Naturkost GmbH in Köln) ist ungewöhnlich. Lebensmittelproduzentinnen, Tofumacher und junge Musiker haben sich zusammengetan.

Alle Produkte werden selbst hergestellt, was insoweit bemerkenswert ist als die Lohnherstellung (also bei anderen Herstellern produzieren zu lassen), durchaus nicht branchenunüblich ist.

Das Lebensmittelwerk hat seinen Standort in Wiesbaum in der Vulkaneifel, das als "Tofutown" bezeichnet wird.

Mit dem Aufschnitt "Prima mild smoked" gewann man 2004 den Trend-Preis des Vegetarierbundes Deutschland. In diesem Jahr brachte man die weltweit ersten aufschlagbaren Sojasahne auf den Markt. 30% der Produktion wird bereits exportiert.

Der Kundenbindung dient nicht nur die Website sondern auch die "Viana Tofutown News", einen mehrsprachige Veggie Lifestyle Zeitung, die vielen Viana Produkten beiliegt und auf eine Auflage von insgesamt ca. eine Million Stück im Jahr kommt (vier Ausgaben). 80% der Kunden sind nach Angaben von tofutown "normale" Verbraucher sind, nur 20% sind Vegetarier. (Quelle: Website von Tofutown). (via Frosta-Blog).

Chefsachen.

Im Rahmen einer Koooperation zwischen dem Wirtschaftsmagazin Focus Money und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit vertreibt Focus Money einen Info-Koffer für Gründerinnen, Gründer und junge Unternehmen, genannt "Chefsachen". Er kostet 49 Euro und enthält unter anderem:
  • die wichtigsten Existenzgründungsbroschüren des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) mit detaillierten Hinweise für die Erstellung eines Businessplans, Informationen zur Vorbereitung eines Finanzierungsplans, Tipps zur geeigneten Rechtsform, zur Buchführung, der richtigen betrieblichen Absicherung, Checklisten, Anlaufstellen und vieles mehr.
  • die CD-ROM "BMWA-Softwarepaket 7.1" beigelegt, mit der Gründerinnen und Gründer ihren individuellen Businessplan ausarbeiten können.
  • die CD-ROM "Turbo-Lister", ein Programm zum Handel auf eBay und das eBay-Verkäuferhandbuch
  • Rabattgutscheine für die GelbeSeiten, für Webhosting- und Internetzugangs-Dienstleistungen von Schlund + Partner, für ShopPro, ein Starterpaket mit Büromaterialien von Staples, für den Time & More 200-Tarif des Mobilfunk-Unternehmens E-Plus.
  • 13 Wochen lang das Wirtschaftsmagazin Focus-Money.
Einige der Produkte und Dienstleistungen dieses Pakets wie die Broschüren und die Software des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit kann man auch ohne dieses Paket kostenlos bestellen bzw. herunterladen.

Google Blogsearch.

Seit gestern bietet Google mit blogsearch.google.com einen neuen Service, eine Suchmaschine für Blogeinträge:
  • Die Indizierung ist phantastisch schnell. So wurde der vorhergehende Beitrag dieses Blogs, das Sie gerade lesen, bereits innerhalb weniger Minuten indiziert.
  • Aber es werden zumindest zur Zeit noch nicht alle älteren Beiträge indiziert. So sind zur Zeit von diesem Blog "Gastgewerbe Gedankensplitter" erst 192 Beiträge der 5.203 Beiträge ausgewiesen.

Krups BeerTender.

Ein gepflegtes Bier könne man nur in der Gastronomie trinken. Von diesem Mythos leben immer noch einige Eckkneipen. Obwohl seit einige Jahren für das Catering Systeme zur Verfügung stehen, mit denen man vor Ort Bier in erstklassiger Qualität zapfen kann (siehe z.B. unseren Bericht über "smartDraft - wenn 30-Liter-KEGs zu gross sind").

Für den Bereich privater Haushalte macht der Krups BeerTender Furore. Heineken vertreibt ihn in den Niederlanden angeblich mit solch großem Erfolg, daß man mit der Produktion angeblich kaum nachkommt. Auch in der Schweiz wurde er getestet: beertender.ch. Ab dem 1. Oktober 2005 wird der Krups BeerTender auch in Österreich für 249,00 Euro angeboten, wo Heineken über seine Beteiligung Brau Union Marktführer ist. Siehe dazu: "Ozapft is! Verkaufsstart des Krups-BeerTender erfolgt am 1. Oktober", in: Elektrojournal vom 14. September 2005.

Das BeerTender System besteht aus einem Zapfgerät der Marke Krups und einem 4-l Mehrwegfass. Der BeerTender ist mit den Maßen (HxBxT: 47,5x48,5x30,0cm) ungefähr so groß wie eine Espressomaschine. Das vorgekühlte Fass wird in das Gerät eingesetzt und angeschlossen. Das Gerät hält das Fass automatisch unter Druck, bleibt von diesem Moment an 30 Tage lang frisch und lagert das Fass bei der richtigen Temperatur. Das BeerTender System erfordert keine Reinigung.

Mit dem Start des BeerTenders bieten die drei österreichischen Marken der Brau Union ? Heineken, Zipfer Urtyp und Gösser Märzen ? ihre Biere in entsprechenden 4-Liter-Mehrweg-Fässer (die so genannten "Kegs") zum Kauf im Lebensmittelhandel an.

Da werden sich der Getränkefachgroß- und -einzelhandel und die Gastronomie aber freuen...

Aus betriebswirtshaftlicher Sicht betrachtet kopieren Krups und Heineken damit das erfolgreiche Modell von Philips und Douwe Egberts mit dem Kaffeeautomaten Senseo, das wiederum ein altbekanntes Abzockermodell der Hersteller von Tintenstrahldruckern imitiert: ein preisgünstiges Gerät wird lanciert und man verdient sicht mit Tintenpatronen bzw. Kaffeepads zu Wucherpreisen dumm und dämlich.

Mindestlohn - wissenschaftlich gesehen.

Wenige Tage vor der Bundestagswahl haut der Wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestags der SED/SED-PDS/PDS/Die Linkspartei in seiner Publikationsreihe "Der aktuelle Begriff" den aktuellen Begriff "Gesetzliche Mindestlöhne" (PDF) um die Ohren.

Montag, September 12, 2005

WMF übernimmt Schaerer.

Drei der fünf weltweit grössten Hersteller von Kaffeeautomaten für das Gastgewerbe haben ihren Sitz in der Schweiz. Sie beliefern Giganten wie McDonald?s, Ikea, Starbucks und Burger King. Doch für Baristas kommen eher italienische Maschinen in Frage. WMF übernehme Schaerer berichtet Romeo Regenass: "Schweizer Automaten für die Welt", in: Tages-Anzeiger Online vom 12. September 2005.

Episoden von Gastfreundschaft.

Die Podcasts "Episoden von Gastfreundschaft" sollte man sich anhören. In der ersten Episode geht es um "Ketchup für den Hummer", in der zweiten um "Neue Azubis im Hotel und Restaurant.

Der Begriff Podcasting leitet sich ab aus den Begriffen "Broadcasting" (auf deutsch Fernsehen) und dem Namen des weit verbreiteten MP3-Players iPod. Podcasts sind Audio-Dateien im mp3-Format, die zum Herunterladen aus dem Internet zur Verfügung gestellt werden. Man findet sie z.B. auf dem Portal Podster.de.

Sonntag, September 11, 2005

Bos Food.

Die Geschichte des Düsseldorfer Gourmet-Caterers Bos Food begann 1990 mit einer Tonne kanadischem Wildreis, der Ralf Bos und Ralf Borkowsky zur Vermarktung angeboten wurde. Sie gingen auf Kundensuche; es stellte sich heraus, daß es viele potentielle Kunden für exklusive Gourmet-Proukte gab. Im Laufe von vier Jahren stieg das Sortiment auf 900 Artikel, die Mitarbeiterzahl auf zehn; bis 2000 wuchs man auf 5.500 Kunden und 1.600 ARtikel, angefangen bei Frischeprodukten wie Trüffel, Pilze oder Geflügelspezialitäten, über Reis- und Asia- Spezialitäten, bis hin zu Ölen, altem und ältestem Aceto und Champagner zurückgreifen. Heute (Juni 2004) hat Bos Food an ihrem neuen Firmensitz in Meerbusch über 50 Mitarbeiter, mehr als 4.400 Produkte und ca. 7.000 Kunden aus ganz Deutschland.

In dem umfangreichen Sortiment habe ich Dinge entdeckt, von denen ich nicht mal gewusst habe, daß es sie gibt, so z.B.
  • goldfarbene Steak-Flaggen (medium, rare, well done)
  • Ebereschenmark
  • mit Lavendel oder Ingwer aromatisierten Ahornsirup. Es gibt auch eine Testbox mit sechs verschieden aromatisierten Ahornsirups und eine weitere Testbox mit nicht aromatisierten Ahornsirupen verschiedener Qualitätsstufen.
  • Wachtelbohnen
  • "Killepitsch", ein Kräuterlikör aus der Destillerie Busch,
  • Veilchen-Aroma.
  • Kaltgerührte Wildpreiselbeeren, mit Zitrusfruchtsaft und Strohrum, von Franz Raneburger aus der Berliner "Remise". Siehe dazu auch "Desserts so himmlisch wie Zeta-Jones", in: Welt am Sonntag vom 11. September 2005.

Salz&Pfeffer verlieh 5 Preise für besondere Verdienste in und um Gastronomie und

Anlässlich der Gala vom 10. September 2005 im Lake Side Casino, Zürich, verlieh die Edition Salz&Pfeffer ihre jährlichen Pfefferzeichen und zeichnete fünf Preisträger für ihre hervorragenden Verdienste in und um Gastronomie und Tourismus aus. Und das sind die Preisträger 2005:
  • Der Mutmacher-Preis ist dotiert mit 10'000 Franken und belohnt mutige Ideen und deren Umsetzung. Salz&Pfeffer verlieh den Mutmacher-Preis an Joggeli-Caterer Hans Berchtold (Bertold Catering AG) mit seinen Bahnhof Restaurants Basel. Hans Berchtold ist wohl einer der letzten Privaten, der ein Bahnhofbuffet pachtet. Er hat dabei bewiesen, dass er an seine Visionen glaubt und den Mut auch dann nicht verliert, wenn eine gigantische Baustelle vor seiner Haustür klafft (Bau des Eurobahnhofes Basel).
  • Der Tourismus-Preis für hervorragende Leistungen im Tourismus ist dotiert mit 7'500 Franken. Er wurde verliehen an Thomas Frei (Hotel Bernerhof) und Hanspeter Reust (Gstaader Käsephilosoph). Die beiden Berner Oberländer lancierten vor acht Jahren die "Saveurs", einen Anlass, der Gourmets aus nah und fern nach Gstaad lockt. Sie haben dadurch geschafft, was viele nicht einmal versucht haben: Ganz Gstaad unter einem Dach zu vereinen und zum Inbegriff hochstehender Gastronomie zu machen.
  • Der Daniel Eggli-Preis für einen rundum gut geführten Gastrobetrieb qualifiziert den Betrieb, die Mitarbeiterphilosophie und Betriebskultur und ist dotiert mit 5'000 Franken. Er wurde verliehen an Georges Wenger, der seit bald 25 Jahren das Hôtel Georges Wenger führt. Wenger ist ein unermüdlicher Forscher nach den echten, authentischen Produkten zu wahren, traditionellen Rezepturen. Er hat es geschafft, ein überregionales Publikum scharenweise in die Freiberge zu locken.
  • Der Salz & Pfeffer-Preis, dotiert mit 5'000 Franken, steht für hervorragende Leistungen in Küche und Service und wurde verliehen an Antonio Colaianni, vom Restaurant "Il Casale" in Wetzikon. Der Gemütsmensch Colaianni steckt voller kulinarischer Ideen, die er mit viel Leidenschaft umsetzt und Tag für Tag auf die Teller bringt. Er steht immer selbst hinter dem Herd. Die Speisen tragen Colaiannis persönliche Handschrift und begeistern nicht nur die Jury des Salz&Pfeffer-Preises.
  • Der Zukunftsträger-Preis ist mit 10'000 Franken dotiert und wurde für hervorragende Leistungen in der Nachwuchsförderung verliehen an Louis Bischofsberger, Gasthof Kreuz, Egerkingen. Seit 1989 kocht der passionierte Koch im Gasthof Kreuz in Egerkingen, seit 1993 ist er Besitzer. Ein Drittel seiner Mitarbeiter sind Lehrlinge. Sie waren es, die ihren Chef für den Zukunftsträger 2005 nominiert haben. Grund: Er sei ein echtes Vorbild, motivierend, spontan, unternehmungslustig. Seine über 50 Lehrlinge, die er bisher ausgebildet hat, schickte er mit der Durchschnittsnote 5.2 ins Berufsleben. Der Zukunftsträger-Preis wird vom Hauptsponsor, dem Lebensmittelunternehmen Bischofszell gestiftet und durch eine eigens zusammengestellte Jury verliehen.
(Quelle: Pressemitteilung der Edition Salz&Pfeffer AG).

Samstag, September 10, 2005

Wasser bei Deutschen beliebter als Bier .

Die Deutschen trinken lieber Wasser als Bier. Dieser Trend, der sich 2003 erstmals andeutete, setzte sich im vergangenen Jahr durch. Nach den neuen Branchenstudien MediaReport "Alkoholfreie Getränke" und "Alkoholische Getränke" des ProSiebenSat.1-Vermarkters SevenOne Media stieg der Mineralwasserverbrauch zwischen 1994 und 2004 pro Kopf und Jahr um über 30 Prozent auf rund 130 Liter. Gleichzeitig ging der Bierkonsum um 16 Prozent auf 116 Liter zurück. Der Trend zu mehr alkoholfreien als alkoholischen Getränken zeigt sich auch im Gesamtmarkt. Insgesamt stieg der Durchschnittsverbrauch von alkoholfreien Getränken in den letzten zehn Jahren auf 285 Liter (plus 24 Prozent). Der Konsum von Alkoholika sank dagegen auf 146 Liter (minus 12 Prozent). Ähnlich wie in anderen Branchen der Ernährungsindustrie konsumieren die Verbraucher auch bei Getränken immer mehr Wellness- und Convenience-Produkte.

Die Unternehmen haben den Gesundheitstrend früh erkannt und begleiten den Boom der Lifestyle Getränke mit teils wachsenden Werbebudgets. So haben sich beispielsweise die Werbeinvestitionen für alkoholfreies Bier mit 24,5 Millionen Euro im letzten Jahr gegenüber 2003 (11,3 Mio. ?) mehr als verdoppelt. Insgesamt ist der Getränke Werbemarkt nach einem Brutto-Werbeplus von 1,7 Prozent in 2004 verhalten in das Jahr 2005 gestartet.

TV bleibt mit überdurchschnittlich hohen Werbeanteilen unangefochtenes Werbemedium Nummer Eins, sowohl bei den alkoholfreien als auch bei den alkoholischen Getränken. Dabei liegt der Schwerpunkt der TV-Kampagnen für alkoholfreie Getränke auf der Zielgruppe der Frauen zwischen 14 und 50 Jahren. Sie werden am effektivsten in der Zeit zwischen 6 und 17 Uhr erreicht. Werbung für Bier spricht vor allem Männer zwischen 30 und 49 Jahren an, Werbung für Spirituosen eher die 20- bis 49-Jährigen. Bei den alkoholischen Getränken liegt der Werbezeitenschwerpunkt vor allem in der Prime Time (20-23 Uhr). Alle Zielgruppen werden besonders wirksam durch die Privatsender angesprochen.

Auf jeweils rund 60 Seiten analysieren die Media Reports "Alkoholfreie Getränke" und "Alkoholische Getränke" wichtige Entwicklungen im Getränkemarkt. Sie enthalten zudem Informationen und Beispiele für die Mediaplanung. Untersucht wurden zum Beispiel Werbedruck und Flightingstrategien von Werbekampagnen. Die Studien können gegen eine Schutzgebühr von jeweils 40 Euro per Mail (info@sevenonemedia.de) bestellt werden. (Quelle: Pressemitteilung der SevenOne Media.