Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, Oktober 31, 2005

Bier in Magnumflaschen.

Nachdem Heineken in Österreich (also über die Brau Union AG) eine 1,5 Liter-Magnumflasche versuchsweise mit Erfolg als Weihnachtsgeschenk in den Handel gegeben hat hat, geht man in diesem Jahr mit 600 Hektolitern in diesem Gebinde (für 7,90 Euro) auf den Markt: "Die neue Heineken 1,5 Liter Magnum Flasche: Das exklusive Weihnachtsgeschenk für Biergenießer (Pressemiteilung der Brau Union AG).

Ganz so neu sind Magnumflaschen mit Bier nicht. Z.B. bietet die Klosterbrauerei Neuzelle seit vielen Jahren eine 3-Liter-Flasche (also "Doppelmagnum" als "Badebier" für 21 Euro an sowie eine Magnumflasche mit Kirsch-Bier. Überhaupt bieten viele Gasthausbrauereien ihr Biere auch größere Gebinden, etwa in 2-Liter-Siphons, etwa das Brauhaus Babben im Spreewald, die kleinste Brauerei Brandenburg. Sie machen damit meist aus der Not (fehlende bzw. nicht rentable Flaschenabfüllerei) eine Tugend und füllen ihr Bier frisch vom Zapfhahn ab, sobald Gäste danach verlangen.

Branchen-Communities auf der Basis von OpenBC.

Die Community Openbc.com haben wir ja bereits im Oktober 2004 vorgestellt: "Social Software" und im Mai 2005 verkündet: "Immer mehr Gastronomen nutzen OpenBC".

Auf der Basis dieser Lösung wurden mittlerweile zwei spezielle Communities für das Gastgewerbe gestartet:
  • GastroLounge.com ist ein im im Herbst 2005 von der Schweizer MediaFacts GmbH gegründeter und auf openBc aufgebauter Internet-Branchen-Club für "Hoteliers, Gastronomen, Touristiker, für Investoren, Finanzdienstleister, Berater, Architekten, Marketingexperten, Wissenschaftler und viele andere welcher der Branche nahestehen" und soll "nach erfolgreicher Lancierung im deutschsprachigen Raum in bis zu 16 verschiedenen Sprachen ausgebaut werden".
  • Hotelido.com ist ein Business-Netzwerk speziell für die Hotelbranche. Betreiber ist hotelido e.K. in Freiburg. hotelido.com wird von einem unabhängigen Fachbeirat beraten. Mitglieder dieses Fachbeirats sind: Prof. Dr. Roland Conrady, Dekan Tourismuswirtschaft (FH Worms), Prof. Dr. Dagmar Hettinger, Hotellerie (FH Worms) und Prof. Dr. Hans Rueck, Marketing (FH Worms).

Erster Platz in Moskau.

7 x Gold, 1 x Silber, 3 x Bronze - und der erste Platz in der Gesamtwertung: Mit diesem tollen Ergebnis kehrte das deutsche Köche-Team, das sich aus Mitgliedern der deutschen Jugend-Köchenationalmannschaft zusammensetzt, von seinem Einsatz beim International Kremlin Culinary Cup zurück. Herzlichen Glückwunsch!

Trainer Frank Ottersbach kann stolz sein auf "seine Jungs": Die Mitglieder der deutschen Jugend-Köchenationalmannschaft, die ihr Land und den Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD) beim International Kremlin Culinary Cup in Moskau vertreten haben, holen sich den Gesamtsieg! Die Anforderungen und das Wettbewerbsprogramm beim ersten internationalen Wettbewerb dieser Art in Russland waren umfangreich wie selten. 18 Köche-Teams aus aller Welt zeigten ihr Können in mehr als 15 Kategorien - für die Gesamtwertung mussten mindestens acht davon präsentiert werden.

Keine leichte Aufgabe für die internationale Jury, der u.a. Vertreter aus den USA, Südafrika, China, Frankreich, Schweden, Japan, Großbritannien, Österreich und Russland angehörten. Juryvorsitzender Axel Rühmann:
"Den russischen Veranstaltern gilt ein großes Lob für ihre herzliche Gastfreundschaft und die aufwändige Organisation. Die zweite Auflage dieses neuen Wettbewerbs im kommenden Jahr wird ganz sicher von den Erfahrungen und kleinen Startschwierigkeiten profitieren."
In der Gesamtwertung hatte die junge deutsche Mannschaft mit sieben Gold-, einer Silber- und drei Bronzemedaillen schließlich die Nase vorn - gefolgt von den Teams aus Korea und Russland. Das Teilnehmerfeld, das sich aus erfahrenen Mannschaften wie Malta, Italien und Rumänien zusammensetzte, fand beste Bedingungen vor - auch wenn die An- und Abfahrt in der Metropole Moskau sowie die Logistik zum Teil sehr viel Zeit und Geduld in Anspruch nahmen. Axel Rühmann:
"Die deutsche Mannschaft hat eine super Leistung gezeigt und fachliches Können sowie Nervenstärke bewiesen. Die Teilnahme und der erste Platz in Moskau waren für dieses junge Team ein großer Erfolg."
Als Preis für ihre tolle Leistung konnte die deutsche Mannschaft am Samstagabend (29.10.05) in einem der prachtvollen Säle des Kremls den Kremlin Culinary Cup ein handgearbeitetes Kunsthandwerk-Objekt aus Glas, Holz und Metall in Form eines Obelisks entgegen nehmen. Ein ganz besonderer Moment an einem ganz besonderen Ort.

Eingebettet in die gastronomische Fachmesse PIR, die bereits zum achten Mal mehr als 200 Aussteller auf das moderne Messegelände Crocus Expo in Moskau lockte, begeisterte der 1. International Kremlin Culinary Cup viele interessierte Fachbesucher. Beim täglichen Live-Kochen gab es einiges zu sehen: In zehn Showküchen wechselten mehrmals am Tag das Programm und die Köche, die vom Appetizer bis zum Zuckerschaustück die ganze Palette ihres Berufs zeigten. Parallel zum International Kremlin Cup fanden außerdem die russischen gastgewerbliche Meisterschaften und diverse Kochwettbewerbe statt. (Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).

Sonntag, Oktober 30, 2005

Betrunkene Kellner und andere Geschichten.

Wer den Schaden hat, spottet jeder Bechreibung. Benedikt Müller hat gleich zwei Geschichten aus Wien beigesteuert:

Abgabe auf Einwegverpackungen statt Dosenpfand.

Schon lange plädiere ich für einen Ersatz des Dosenpfands durch eine Abgabe auf Einwegverpfackungen: "Abgabe statt Dosenpfand". Jetzt unterstützen auch Holger Wenzel, der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels, und Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuß-Gaststätten, diesen Vorschlag: "Handel plädiert für Dosensteuer", in: Spiegel vom 30. Oktober 2005. Aus der Sicht der Wissenschaft und des Umweltschutzes ist eine Abgabe sowieso die bessere, zumindest eine ökologisch genauso effiziente Lösung.

Plaza Culinaria in der Messe Freiburg.

Freiburg, 31. Oktober 2005 - 100 Aussteller mehr und fast doppelt so groß wie letztes Jahr: Die zweite Plaza Culinaria vom 4. bis 6. November ist in allen Dimensionen gewachsen. Die Nachfrage der Aussteller war so groß, dass die kulinarische Erlebnis- und Verkaufsmesse sich nun auf zwei Hallen der Messe Freiburg erstreckt.

Es ist diese besondere Atmosphäre, die den Charakter der ersten Plaza Culinaria ausmachte und auch diesmal zu finden sein wird: Gruppiert um eine größere Plaza und eine kleinere Piazetta, durchziehen Sträßle und Gässle die kulinarische Stadt und bieten regensicheres und warmes Fußgängerzonen-Flair im November. Der Einkaufsbummel kann allerorten unterbrochen werden durch ein Versucherle hier und ein Gläschen da. Und wenn man ausspannen möchte, kann man auch "richtig" essen und dabei dem bunten Treiben zuschauen: Ganz "kulinarische Stadt" eben ? aber ohne Wettersorgen.

Die Produktwelten, die auf der Plaza Culinaria zu finden sind, reichen von Spezialitäten & Delikatessen bis hin zu Küchen- & Tischkultur. Alles, was man zum Genießen braucht, wird es geben: Die Zutaten für ein feines Essen im Feinkost-Laden und auf dem Bauern-Markt, den Sekt und Wein direkt vom Winzer, das Bier bei der Brauerei, die Accessoires für Küche und Tisch im Fachhandel oder die Tipps für Dekoration und Ambiente vom Berater. Die Vielfalt umfasst auch Pralinen und Tee, Brände und Käse, Öle und Trüffel, Wurstspezialitäten und Torten, Gewürze und Zigarren und vieles mehr. Wer Genuss liebt bzw. lebt und in der ungemütlichen Jahreszeit seiner Seele ein paar Streicheleinheiten zukommen lassen möchte, für den ist die Plaza Culinaria wie geschaffen.

Eines der Highlights in diesem Jahr ist die "Gastregion Elsaß". In Kooperation mit dem elsässischen Tourismusverband ADT präsentieren sich zahlreiche Gastronomen und Spezialitäten-Anbieter in einem speziellen "Quartier Alsacien" in Halle 1. Hier gibt es Essen von Sterneköchen und Spezialitäten wie Schnecken und Gänseleber, Münsterkäse und Weine, Gebäck und vieles mehr, wofür sich ein Ausflug ins Elsaß lohnen würde.

Genießen mit allen Sinnen ? wer vom Degustieren und Philosophieren, Bummeln und Kaufen pausieren möchte, sollte sich Kochstudio und Aktionsbühne nicht entgehen lassen. Im Kochstudio werden über 20 Mal TV-Köche, Sterneköche und regionale Größen den Kochlöffel kreisen lassen. Unter anderem Johann Lafer sowie die Gourmet-Päpste Marc Haeberlin und Emile Jung werden ihre Kreationen zaubern, die meist komplizierter klingen, als sie es sind. Bereits das Zuschauen wird Genuss sein, das Probieren der Ergebnisse sowieso und das anschließende Nachkochen zu Hause hoffentlich auch.

35 Mal wird auf der Aktionsbühne Information und Unterhaltung geboten und auch hier gibt es mit Ursula Cantieni, bekannt aus ?Die Fallers? und Peter Gaymann, dem Mann mit dem Cartoon-Huhn, Prominenz. Daneben gibt es Musik und Showeinlagen, Vorträge und Wissenswertes, Wettbewerb und Degustationen. Die Bandbreite reicht vom Jazz-Frühschoppen bis zum Afrika-Vortrag und von Trüffeln bis Comedy, es wird also für jeden etwas dabei sein.

Wer es gerne ruhiger und intensiver mag, kommt bei 14 Seminaren und drei Abend-Events auf seine Kosten. Hier ist Gelegenheit für das besondere Erlebnis von Essen, Trinken und Genießen ? ob beim Seminar "Wasser ist Leben" oder beim fünfstündigen Einführungsseminar "Zeit für Wein ? Weinwissen für Einsteiger". Abends kommen Gourmets beim "Plaza-Culinaria-Sternemenü" auf ihre Kosten, Zigarrenliebhaber können sich auf die "Cigar Night" freuen und für alle Weinfreunde (und solche, die es werden wollen) wird die "Weißweinparty" veranstaltet. Wer einen erlebnisreichen Tag voller Genuss auf der Plaza Culinaria stilvoll abschließen möchte, ist hier genau richtig.

Alles zur Plaza Culinaria, wie Ausstellerliste, Rahmenprogramm, Hintergrund-Infos und Daten & Fakten findet man im Internet unter www.plaza-culinaria.de. Auch der Online-Kauf von Seminar-Karten ist möglich. (Quelle: Pressemitteilung der Messe Freiburg).

Freitag, Oktober 28, 2005

Mil Frutas.

Best Practice Business stellt die brasilianische Eiscafé-Kette Mil Frutas vor: "Mil Frutas - Exotisches Eis aus Brasilien". Eis, kombiniert aus Süßigkeiten und exotischen Gewürzen, könnte mir auch schmecken.

Arnd Feye besichtigt Frosta.

Der Sternekoch Arnd Feye, wie Radio Bremen sagt, Bremens bester Koch) besucht den Tiefkühlkosthersteller Frosta, um sich anzuschauen, wie man ohne Zusatzstoffe große Mengen Tiefkühlkost herstellen kann. Danach geht er in sein Restaurant "L'Orchidee" im Bremer Ratskeller und und kocht dort mit Felix Ahlers, dem Vorstand Marketing und Vertrieb, einem gelernten Koch, um die Wette. Zu sehen am Sonntagabend, ab 19.10 Uhr im "Fit for Fun TV" auf VOX (via FROSTA Blog).

Donnerstag, Oktober 27, 2005

Internationaler Weinpreis der BioFach.

Bis Ende Oktober 2005 laufen die Anmeldungen zum Internationalen Weinpreis der BioFach 2006 in Nürnberg ein. Zum 8. Mal bewertet dann eine internationale Fachjury die rund 500 Spitzenweine aus ökologischem Anbau in den Kategorien Weiß-, Rot-, Rosé-, Schaum- und Dessertwein. Dabei ist die Teilnahme am Internationalen Weinpreis zunächst unabhängig von der Messebeteiligung. Die feierliche Preisverleihung findet im Rahmen des Messerundgangs von Ehrengästen und Presse am ersten Messetag statt. Wenn die Weltleitmesse für Bio-Produkte vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg an den Start geht, sind unter den insgesamt gut 2.000 Ausstellern auch ca. 250 Anbieter von Wein, Sekt und Champagner. Damit ist die BioFach zugleich die größte Bio-Weinfachmesse der Welt.

Die Aussteller kommen aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich und Spanien, aber u. a. auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Aber nicht nur die bekannten Provenienzen warten mit einem umfangreichen Angebot auf, sondern ebenso kleinere, weniger bekannte Anbaugebiete. Außerdem werden in der Weinhalle 8 sogenannte Beisortimente für Weinhändler präsentiert. Das sind beispielsweise Accessoires wie Gläser oder Karaffen. Und auch Großhändler, Weinbau- und Weinhandelsverbände sind mit ihren Winzern und weiteren Ansprechpartnern unmittelbar vor Ort.

Weinqualität ? was heißt das eigentlich?

Ist ein Wein qualitativ hochwertig, wenn er möglichst vielen Menschen schmeckt, ökologisch und nach modernen Standards der Kellerwirtschaft produziert wurde? Gibt es überhaupt objektive Kriterien der Weinqualität? Berechtigte Fragen der Verbraucher, die sich von der Flut des Angebots oft eher abgeschreckt als angeregt fühlen.

Die gängigste Beurteilungsform sind Weinbewertungen durch Punktvergabe. Farbe, Duft und Geschmack eines Weines werden mit entsprechender Punktzahl versehen. Nach dieser Bewertungsrichtlinie ist der Wein mit der höchsten Punktzahl der beste. Oft sind aber diese Auszeichnungen schwer nachvollziehbar. Selbst Fachleute mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen und Vorlieben beurteilen ein und denselben Wein völlig unterschiedlich. Deshalb sollten nicht eigene Vorlieben Grundlage einer möglichst objektiven Qualitätseinteilung sein, sondern fachlich relevante, nachvollziehbare und überprüfbare Komponenten.

Internationaler Weinpreis der BioFach mit neuem Bewertungsmodus

Deshalb setzen die Degustatoren der weltgrößten Bio-Wein-Verkostung auch hier qualitativ neue Maßstäbe: Die fachliche Beurteilung eines Weines bezieht sich zuerst auf seine Sorten- und Herkunftstypizität. Was heißt typisch? Kein Riesling ist wie der andere und doch gibt es vergleichbare und immer wiederkehrende Auffälligkeiten. Ähnliche Düfte, Säurestruktur oder das Zusammenspiel verschiedener anderer inhaltsstofflicher Gruppen wie Mineralstoffe, Alkohol oder Süße sind Ausgangswerte zur Einteilung der Weine. Auch in verschiedenen Anbauregionen wird man immer wieder auf Gemeinsamkeiten im Geschmack oder Geruch stoßen. Zur Weinbeurteilung sind aber nicht nur Traubensorte und Herkunft ausschlaggebend, sondern auch Art und Weise, wie der Winzer die Trauben im Weinberg behandelt und den werdenden Wein im Keller ausbaut. Bevorzugt er traditionelle Ausbauformen mit Eichenfässern, wird sich der Wein anders präsentieren, als beim modernen Ausbau im Stahltank.

Alle diese Parameter zeigen sich in inhaltsstofflichen Konzentrationen, veränderten Duftstoffen sowie schmeck- und fühlbaren Elementen im Wein. Ein Großteil dieser Inhaltsstoffe und deren Kombinationen lassen sich erkennen und zuordnen. Gefragt wird jetzt nicht mehr: Schmeckt es gut oder nicht, sondern: Wo liegen die Unterschiede? Hier ist natürlich hohe Professionalität der Degustatoren gefragt, die ihre Erfahrung einbringen, um auch Nuancen herauszuriechen und -zuschmecken, die dem Wein seine Einzigartigkeit verleihen.

Nur eine klare und systematische Vorgehensweise, die sich nicht von Vorlieben, sondern inhaltstofflichen Parametern leiten lässt, erlaubt eine nachvollziehbare Bewertung. Eine solche Weinbeurteilung wird Wein und vor allem auch Winzer besser gerecht, der sich ein ganzes Jahr lang bemüht, einen ordentlichen Wein zu produzieren. Eine solche Prämierung honoriert geleistete Anstrengungen. Individualität und Originalität in der Weinherstellung erhalten den ihnen gebührenden Platz.

Sicher gibt es auch nach dieser neuen Bewertungsmethode ?Grauzonen?, in denen sich die Fachleute nicht einig sind, ob ein Wein charaktervoll oder schon fehlerhaft ist. Nur im Austausch miteinander lässt sich dann klären, wie ein ?strittiger? Wein zu beurteilen ist. In den Betrachtungsweisen unterschiedlich geprägter Fachleute, die ihre persönlichen Vorlieben zurückstellen und nachvollziehbaren Erfahrungen den Vorrang geben, liegt die benötigte Objektivität, um Wein wiedererkennbar zu kommunizieren. Sensorische Analyse und möglichst objektive, systematische Vorgehensweisen sind Grundlage der speziellen BioFach-Weinprämierung. Diese aufwändige, mehrtägige Arbeit übernehmen die Degustatoren des Internationalen Weinpreises der BioFach ? Winzer, Önologen, Sommeliers, Weinfachleute aus Handel, Gastronomie sowie Fachjournalisten, um mit den so entstandenen Weinbeschreibungen Facheinkäufern und später natürlich den Verbrauchern die Entscheidung zu erleichtern. Ob ein Wein schmeckt oder nicht, darf nach wie vor jeder selbst entscheiden!

Den besten Überblick über den internationalen Bio-Weinmarkt bietet die BioFach 2006 vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg. Vergangenes Jahr stellten sich 461 ökologisch erzeugte Weine aus aller Welt den hochsensiblen Sinnesorganen der Degustatoren. Diese zeigten sich überaus zufrieden und vergaben 26 Mal Gold, 35 Mal Silber und sprachen 67 Empfehlungen aus. Selbstverständlich werden sämtliche Siegerweine in geführten Degustationen auf der Messe vorgestellt. (Quelle: Pressemiteilung der BioFach Nürnberg).

Bio-Markt weltweit auf Expansionskurs.

Gut 2.000 Aussteller, davon über zwei Drittel aus dem Ausland, und über 33.000 Facheinkäufer erwartet die BioFach 2006 vom 16. bis 19. Februar im Messezentrum Nürnberg. Als Land des Jahres steht diesmal das neue EU-Mitglied Polen im Fokus des Messegeschehens.

Nach einer anfänglich eher zögerlichen Entwicklung des biologischen Landbaus schreitet heute die "ökologische Revolution" mit Siebenmeilenstiefeln voran. Bio-Wurst, Kräuter, Säfte, Obst und Gemüse aus Polen erfreuten sich reger Nachfrage. Premiere feiert 2006 die Naturkosmetik-Fachmesse als eigenständige Veranstaltung parallel zur BioFach. Mit rund 200 Ausstellern in der eigenen Messehalle und selbstbewusstem Werbeauftritt wird sie ihrem hervorragenden Ruf als international bedeutendste Fachmesse für Naturkosmetik noch besser gerecht. Ebenfalls in eigener Messehalle präsentiert sich das deutlich erweiterte Bio-Weinsegment mit rund 250 Anbietern von Wein, Sekt und Champagner. Den nötigen fachlichen Hintergrund auf der größten Bio-Weinfachmesse gibt?s im Weinforum mitten in der Halle. Und selbstverständlich darf ausgiebig degustiert werden.

Fast überall auf der Welt wachsen ökologischer Landbau und Vermarktung von Bio-Produkten. Während einige Länder auf den Export setzen, entwickelt sich vor allem in den westeuropäischen Staaten, den USA und Japan die Bio-Vermarktung kontinuierlich weiter. Dort wirken unterschiedliche Kräfte für den Markterfolg. In Großbritannien und der Schweiz sind es eindeutig die konventionellen Filialisten, die den größten Marktanteil für sich verbuchen. In Frankreich und Deutschland stärken unabhängige Fachgeschäfte die Branche.

Den Weltmarkt für Bio-Lebensmittel schätzt Amarjit Sahota von der britischen Unternehmensberatung Organic Monitor für das Jahr 2004 auf 27 Mrd. US-Dollar.
"Der Zuwachs lag bei 8-10 %, wobei das größte Plus in Nordamerika zu beobachten war. Ein gesundes Wachstum gab es auch in Europa. Asien legt zu, da die Erzeugung in Ländern wie China, Indien und Thailand zunimmt. Die hohen Zuwachsraten werden sich weltweit auch in 2005 fortsetzen"
so Sahota.

Wachstumsmärkte für Bio-Produkte in Frankreich und Großbritannien

Der Markt für Bio-Produkte ist in Frankreich mit 1,7 Mrd. EUR etwa halb so groß wie in Deutschland. Der Bio-Anteil am gesamten Lebensmittelmarkt liegt bei 1,3 % (Deutschland: 2,4 %). Treibende Kraft in der Entwicklung ist der Fachhandel mit seinen 2.500 Naturkostläden, Fachgeschäften für Reformwaren und Bio-Supermärkten. Den Zuwachs für den Naturkostsektor beziffert 2004 die Studie der deutsch-französischen Unternehmensberatung Ecozept mit 12 %. Zwei Drittel der untersuchten Naturkostgeschäfte hatten in Frankreich ein Umsatzwachstum zu verzeichnen. Dabei schnitten vor allem Bio-Supermärkte mit durchschnittlichen Steigerungen von 17 % gut ab.

Während Deutschland im konventionellen Lebensmittelhandel für den Verbraucher zu den preisgünstigsten Ländern in Westeuropa gehört, spiegelt sich das hohe Preisniveau in Frankreich auch im Naturkostsektor wider: Verbraucherpreise für Bio-Lebensmittel sowohl in Naturkostgeschäften wie im konventionellen Handel liegen rund 30 % über den Preisen in Deutschland. 80 % der Bio-Lebensmittel, so die Stichprobe von Ecozept, sind in Frankreich deutlich teurer als in Deutschland.

Auch Großbritannien kann sich seit Jahren über sehr gute Wachstumsraten freuen. Obwohl sich das jährliche Plus um die Jahrtausendwende von 20-30 % auf inzwischen rund 10 % reduzierte, hat das Königreich einen stark wachsenden Bio-Markt. Jeder Haushalt gibt 59 Britische Pfund (87 EUR) im Jahr für Bio-Produkte aus. In den letzten zehn Jahren ist die Nachfrage um das Zehnfache gestiegen ? von 100 Mio. GBP 1993/94 auf 1,12 Mrd. GBP (1,6 Mrd. EUR) 2003/04. Trotz wachsender Nachfrage ging die Anbaufläche in den letzten zwei Jahren zurück, 2004 um 5 % auf 688.000 ha. Dies entspricht einem Anteil von 4 % an der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Österreichs Biobauern streben 8 % Anteil am Lebensmittelmarkt an

"Bio ist in Österreich nach wie vor eine Erfolgsgeschichte", so Johannes Tomic, Obmann von Bio Austria, dem neuen Dachverband der Bio-Bauern. Mit Gründung von Bio Austria wurden die drei Anbauverbände Bio Ernte Austria, Arge Biolandbau und ÖIG in Bio Austria überführt. Ziel von Bio Austria ist es, den Bio-Marktanteil bis 2008 auf 8 % zu verdoppeln. Bereits jeder zehnte Bauer in Österreich wirtschaftet biologisch: 20.000 Bio-Betriebe bearbeiten 13,5 % der landwirtschaftlichen Fläche. Nach den Vorstellungen von Bio Austria soll die Zahl der Biobauern jedes Jahr um 10 % wachsen.

Österreichs Biobauern erwirtschaften mit ihren Produkten derzeit Umsätze von 400 Mio. EUR. Davon werden 70 % im Lebensmittelhandel verkauft, 10 % direkt vermarktet, 12 % von Großküchen verarbeitet und 8 % exportiert. Potential sieht Bio Austria vor allem bei Großküchen und im Export. Schon jetzt werden täglich 40.000 Großküchen-Essen in Wien aus Bio-Lebensmitteln zubereitet, Tendenz steigend. Derzeit wird etwa ein Drittel der Bio-Kartoffeln aus Österreich nach Großbritannien exportiert. Gemeinsam mit der Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing haben sich die Biobauern auf die lückenlose Qualitätssicherung für Bio-Lebensmittel geeinigt. Startschuss für eine noch bessere Qualitätskontrolle ist im Januar 2006.

Schweizer sind Weltmeister im Bio-Genuss

Die Schweiz hat nicht nur die höchsten Alpengipfel, hier lässt man sich auch die meisten Bio-Lebensmittel schmecken. 150 Schweizer Franken (97 EUR) gibt der durchschnittliche Eidgenosse pro Jahr für den Einkauf von Bio-Produkten aus. Dies ist mehr als doppelt so viel wie in Deutschland (42 EUR) und knapp dreimal so viel wie in den USA (35 EUR). 2005 wuchsen in der Schweiz die Zahl der Bio-Betriebe (+2 %) und der Biomarkt (+3 %) zwar nur geringfügig, trotzdem steht das Land im internationalen Vergleich mit an vorderster Stelle. 11 % der Betriebe wirtschaften biologisch, das ist weltweit Platz drei nach Liechtenstein und Österreich (Jahrbuch Biolandbau Schweiz 2005, herausgegeben vom Forschungsinstitut für Biologischen Landbau, FiBL, in Zusammenarbeit mit Bio Suisse). Nach Einschätzung von FiBL und Bio Suisse wird der Öko-Landbau auch weiterhin wachsen, wenn auch nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren.

Treibende Vermarktungskraft ist die Coop Schweiz, die durch ein breit gefächertes Angebot 51 % des Bio-Umsatzes auf sich vereint. 25 % entfallen auf Migros und lediglich 15 % auf den Fachhandel. 5 % werden direkt vermarktet, der Rest geht über die Ladentische des Lebensmittelhandwerks.

Bio-Markt in Deutschland boomt

2004 war für die gesamte Bio-Branche in Deutschland ein überaus erfolgreiches Jahr. Die Umsätze stiegen um 13 % auf 3,5 Mrd. EUR. Unterschiedlich profitierten die einzelnen Vermarktungswege von diesem erfreulichen Plus. Der Naturkostfachhandel legte um 15 % zu, der konventionelle Einzelhandel (LEH) sogar um 17 %. Mit ihrem schnell drehenden Kernsortiment haltbarer Ware und Babynahrung erzielten Drogeriemärkte die größten Zuwachsraten (+25 %) ? allerdings von einer niedrigen Ausgangsbasis aus (Prof. Ulrich Hamm/Kassel im ZMP Ökomarkt Forum). Ein geringeres Wachstum erreichten die Direktvermarkter mit jedoch immerhin 8 %. Die meisten Bio-Produkte gehen im Lebensmitteleinzelhandel (36,5 %) über den Ladentisch. Es folgen Naturkostfachhandel (26 %), Direktvermarkter (16 %), Reformhäuser (7,5 %) und Lebensmittelhandwerk sowie sonstige Vermarktungswege, z.B. die Drogeriemärkte, mit jeweils 7 %. 20.909 deutsche Unternehmen produzieren, verarbeiten oder importieren biologische Lebensmittel (Statistisches Bundesamt). Die meisten (jeweils ca. 5.700) sind in Bayern und Baden-Württemberg tätig.

Da die Preise für Bio-Lebensmittel tendenziell sinken, ist die Umstellungsbereitschaft in der Landwirtschaft derzeit nicht besonders groß. Die Öko-Anbaufläche wuchs 2004 nur geringfügig auf rund 760.000 ha, das entspricht 4,5 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Knapp 4 % aller landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten ökologisch.

Das im September 2001 eingeführte staatliche deutsche Biosiegel ist auf dem Siegeszug. Rund 30.000 Produkte aus 1.400 Unternehmen tragen derzeit das begehrte Logo, täglich kommen 20 neue Produkte hinzu.

Für 2005 deutet alles auf eine Fortsetzung der Erfolgsstory. Im ersten Halbjahr verzeichneten die Großhandelsunternehmen im Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel hohe Zuwachsraten. Der Großhandelsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 % auf 281 Mio. EUR. ?Wir haben einen Aufschwung auf breiter Front. Zum erneuten Umsatzplus trugen erfreulicherweise alle Vertriebswege bei, auch kleinere Fachgeschäfte und Hofläden, nicht nur die Bio-Supermärkte?, kommentiert Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN Herstellung und Handel. Umsatzrenner im Naturkosthandel sind nach wie vor Frischwaren wie Obst, Gemüse und Milchprodukte. In diesem Segment stieg der Umsatz überproportional um 18 %, bei Trockenprodukten um 11 %. Ähnlich Positives meldet der Naturkosteinzelhandel. Hier stand im ersten Halbjahr 2005 ein Plus von 12 % zu Buche (Umsatzbarometer der Fachzeitschrift BioHandel). (Quelle: Presssemitteilung der BioFach Nürnberg).

Bier mit Tomatensaft.

Nicht nur deutschen Fernsehbieren macht der Umsatzrückgang von Bier zu schaffen: "Anheuser-Busch spürt harten Wettbewerb mit Wein", in: Financial Times Deutschland vom 27. Oktober 2005. Anheuser-Busch wolle diesem Trend begegnen, indem Bars mit Rezepten für neuartige Cocktails versorgt werden. Dabei wird Bier unter anderem mit Grenadine-Sirup oder Tomatensaft gemischt. Vielleicht empfiehlt sich ein Blick auf unseren Beitrag über "Biermixgetränke".

Bierabsatz im dritten Quartal 2005 um 1,6% gesunken.

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im dritten Quartal 2005 in Deutschland 29,0 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. Das waren 0,5 Millionen Hektoliter oder 1,6% weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. In den Zahlen nicht enthalten sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern ausserhalb der Europäischen Union eingef�ührte Bier.

Biermischungen - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen - waren im dritten Quartal 2005 mit 0,9 Millionen Hektoliter oder 3,2% am gesamten Bierabsatz beteiligt; das ist ein Plus von 11,6% gegen�ber dem dritten Quartal 2004.

24,8 Millionen Hektoliter (- 1,5%) der abgesetzten Menge wurden auf Grund der Verwendung im Inland versteuert. Steuerfrei wurden 4,2 Millionen Hektoliter abgesetzt (- 2,1%). Davon gingen 3,3 Millionen Hektoliter (- 3,9%) in EU-Länder, 0,8 Millionen Hektoliter (+ 6,1%) in Drittländer und 53 560 Hektoliter (- 3,9%) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Optimale Produktfotos mit einfachen Mitteln.

Wie Sie auch als Foto-Amateur mit einfachen Mitteln zu gekonnten Produktfotos kommen, sagt Ihnen Jacqueline Esen in einem ausführlichen Beitrag von Akademie.de: "Optimale Produktfotos für Ebay und Online-Shops".

Ihre Tips helfen auch, wenn man Produkte auf der eigenen Website darstellen will, ohne direkte Verkaufsabsicht. Siehe dazu auch unsere kleine Linksammlung Fotos für die Gastronomie".

Getraenkeschankanlagenrecht geaendert.

Die hygienischen Anforderungen an Getränkeschankanlagen haben seit 1.7.2005 eine andere Rechtsgrundlage. Die Getränkeschankanlagenverordnung trat am Tag zuvor außer Kraft. Statt dieser Spezialvorschrift ist jetzt die Lebensmittelhygieneverordnung anzuwenden. Mehr darüber: "Änderungen beim Getränkeschankanlagenrecht" von Klaus Dörsam auf der Website der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (via Newsletter der BGN vom 27. Oktober 2005).

Notopfer Berlin: Grosse Koalition plant massive Erhoehung der Lohn- und Einkommensteuer.

Am 9. Dezember 1949 beschloß der Bundestag, daß auf alle innerdeutschen Briefsendungen eine Steuermarke im Wert von zwei Pfennigen mit der Aufschrift "Notopfer Berlin" augeklebt werden müssen. Zum Wohle West-Berlins. Jetzt wollen sich die Berliner nicht mehr mit zwei Pfennigen begnügen, sondern sie verlangen bis zu 12% der Einkommen- und Lohnsteuer. Und sie verlassen sich nicht mehr darauf, daß die Penunzen auf Briefe geklebt werden, sondern kassieren diesen Aufschlag auf die Lohnsteuer sicherheitshalber gleich beim Arbeitgeber ab: "Deutsche sollen länger arbeiten", in: Spiegel vom 27. Oktober 2005.

Aus der Sicht des Gastgewerbes wäre eine solche Lösung angesichts der vergleichsweise niedrigen Löhne und geringen Gewinne, die in der Branche versteuert werden, sicherlich immer noch besser als eine Anhebung der Mehrwertsteuer auf bis zu 20 Prozent.

Mittwoch, Oktober 26, 2005

Merkel-Muentefering-Steuer.

Angesichts der zu erwartenden Anhebung der Mehrwertsteuer auf 18, 19 oder gar 20 Prozentpunkte, überlege ich mir, ob die Gastronomie nicht darauf verzichten sollte, diese Mehrwertsteuererhöhung explizit in die Preise einzukalkulieren. Stattdessen könnte man bei jedem Kassiervorgang einen zwei-, drei- oder vierprozentigen Aufschlag verlangen mit dem ausdrücklichen Hinweis auf die große Koalition. Zudem händigen wir eine Liste mit den Telefonnummern der für den Wahlkreis zuständigen Bundestagsabgeordneten aus, um den Unmut der Gäste dorthin zu lenken, wo es weh tut. Damit würde die Verantwortung für die Preissteigerung klar gestellt. Sonst baden es mal wieder die Gastronomen aus, wenn der Staat als Beutelschneider die Steuern erhöht.

Entwicklung der Abonnentenzahlen von Blogs vergleichen.

Mit Compareblogs kann man sich neuerdings auch die Entwicklung der Zahl der Abonnenten von Blogs im Zeitverlauf anzeigen lassen (via E-Business Blog). Siehe z.B. im Vergleich von "Bernd Röthlingsdorfer" und "Gastgewerbe Gedankensplitter", dem Blog, das Sie gerade lesen.

Die Zahl der Abonnenten, die angegeben wird, unterschätzt dabei die wirkliche Anzahl der Abonnenten systematisch, denn es werden nur solche Abonnenten ausgwertet, die die RSS-Dateien der Blogs per Bloglines abonniert haben, einem populären Online-RSS-Reader, nicht jedoch weitere RSS-Reader und die Leser von Webseiten, auf denen RSS-Feeds syndiziert werden. Weitere 335 Leser haben unseren Blog per Bloglet abonniert, d.h. sie erhalten neue Einträge täglich per E-Mail. Jedoch ist die Dynamik der Entwicklung der Leserschaft auch im Vergleich zwischen Blogs gut erkennbar. Vermutlich ist dies auch ein Indikator für die Anzahl der Leser insgesamt, also die Masse, die sich Webseiten mit einem Browser anschauen.

Eindrucksvoll ist auch die Entwicklung der Abonnentenzahl von Bildblog, dem Preisträger des Grimme Online Award 2005, etwa im Vergleich zu "Gastgewerbe Gedankensplitter".

Dienstag, Oktober 25, 2005

Erstes deutsches I-Pod Hotel.

Essen, 25. Oktober 2005. Der I-Pod Video wurde erst vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit vorgestellt, die Gäste des Best Western Hotel Ypsilon in Essen können ihn jetzt schon kostenfrei nutzen.

Seit heute steht den Hotelgästen der I-Pod Video mit 60 Gigabyte Speicherplatz kostenfrei zur Verfügung, ob zur Unterhaltung im Hotelzimmer, zum Jogging oder im hoteleigenen Fitnessraum und den Solarien.

Die Gäste haben die Wahl zwischen 300 Musiktiteln zu wählen, oder die von zu Hause vertrauten Podcastshows auf dem I-Pod laden zu lassen. Podcasts sind kommerziell oder privat produzierte Radioshows für den Computer, MP3 Spieler oder I-Pod.

Das Best Western Hotel Ypsilon bietet seit einigen Wochen den ersten deutschsprachigen Podcast über die Hotellerie und Gastronomie an, in den nächsten Tagen wird der erste Hotelnewsletter als Podcast folgen.

Apple verkaufte alleine im letzten Quartal 6 Millionen I-Pods, des weiteren öffnet sich mit dem Podcasting ein spannendes und interessantes Medium, daß wir unseren Gästen und Kunden nicht vorenthalten möchten, so Ralf J. Hoffmann, der Geschäftsführende Gastgeber des best Western Hotel Ypsilons. (Quelle: Pressemitteilung des Western Hotel Ypsilons).

Pflicht zur Teilnahme am Umlageverfahren zum Mutterschaftsgeld auch fuer groessere Betriebe.

Der bürokratische Aufwand steigt immer mehr. Ab 2006 sollen nach einem aktuellen Gesetzentwurf an Stelle des Lohnfortzahlungsgesetzes (LFZG) ab 2006 ein Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen für Mutterschaftsleistungen und Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Aufwendungsausgleichsgesetz - AAG) treten. Darin ist festgelegt, dass künftig alle Arbeitgeber - unabhängig von der Anzahl ihrer Beschäftigten - zur Teilnahme am Umlageverfahren zum Mutterschaftsgeld verpflichtet werden sollen. Siehe dazu Barmer Briefe Nr. 3/2005: "Geänderte Lohnfortzahlungsversicherung".

Davon sind - Schilda läßt grüßen - auch solche Betriebe betroffen. die überhaupt keine weiblichen Mitarbeiter beschäftigten.

Geaenderte Fristen fuer Sozialversicherungsmeldungen.

Ergänzend zu unserem Beitrag "Ab 2006: Pflicht zur elektronischen Uebermittlung von Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweisen" empfehlen wir einen Blick auf " eänderte Meldefristen" von Barmer.de. Gleichzeitig mit den Änderungen bei der Datenübermittlung werden auch die Fristen für die Abgabe der Meldungen ab 2006 angepasst.

Lieferservice fuer belegte Bagel in Koeln gesucht.

Ein Leser sucht fuer sein Unternehmen, das von Düsseldorf nach Köln umgezogen ist, im Raum Köln einen Lieferservice für belegte Bagel.

Speisekarten-Aufbau.

Thorsten Sommer hat mir mit seiner Kritik "Speisekarten aus Sicht eines Vertriebsexperten" an einem Artikel "Die Speisekarte als Verkaufsinstrument" von Hans-Joachim Holst in der Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung vom 23. Oktober 2005, die Worte aus dem Mund genommen.

Der unter dem Schlagwort "Dramaturgie einer Speisekarte" vorgeschlagene Aufbau einer Speisekarte ist in der Tat eine denkbare Lösung für einen denkbaren Betrieb, ein Beispiel, aus dem man Anregungen für die eigene Speisekarte gewinnen kann, jedoch keine Lösung, die man allen Betrieben überstülpen sollte, auch wenn sich 08/15 vieleicht effizient als Beraterleistung verkaufen läßt.

Mehr über den Aufbau einer Speisekarte.

Digitale Kuhglocke II.

Über die Absicht der Berliner Sozis, Arbeitnehmer auch in der Gastronomie zum Tragen einer Chipkarte zu zwingen, haben wir bereits berichtet: "Digitale Kuhglocke". In dem Artikel "SPD will Schwarzarbeit mit Chipkarten bekämpfen", in: Berliner Morgenpost vom 25. Oktober 2005, werden nun Détails enthüllt.

Ich habe nicht verstanden, welcher Vorteil eine solche digitale Chipkarte im Vergleich zum bereits vor Jahren eingeführten Sozialversicherungsausweis haben soll. Insbesondere schützt er nicht vor dem "Trick", einen Ausweis als gestohlen zu melden, den Ersatzausweis einzusetzen und den angeblich verlorenen Ausweis weiterzugeben.

Nicht akzeptabel ist, daß, wie geplant, Arbeitgeber bestraft werden sollen, wenn Arbeitnehmer ihrer Pflicht nicht nachkommen, diese Ausweise mit sich zu führen oder offen zu tragen. Es sei sogar daran gedacht, ein Verwarnungsregister aufzubauen, das dem Flensburger Punkteregister für Autofahrer entspricht. Beim Überschreiten einer noch festzulegenden Punktzahl könnte Unternehmen die Gewerbezulassung entzogen werden.

Montag, Oktober 24, 2005

Starbucks-Klatsch.

Starbucks Gossip ist ein privates Blog über Starbucks (via Business Blog Consulting). "Gossip" bedeutet auf deutsch soviel wie Geschwätz, Klatsch, Tratsch. Dieses Blog hat es sich zur Aufgabe gemacht, "America's favorite drug dealer" zu beobachten.

Siehe zum Thema "Brand Blogs" (Blogs, die bestimmte Marken thematisieren): "Brand Blogs Capture the Attention of Some Companies" vom Tania Ralli, in: New York Times vom 24. Oktober 2005.

Weissbierpils.

Weißbierpils ist nicht einfach ein Mix aus einem obergärigen Weißbier und einem untergärigen Pils. Bei der Erfindung des Braumeisters Hubert Brandl aus Pfaffenhofen wird Pils und Weißbier zusammen gebraut: "Weißbierpils kommt auf den Markt", in: Rheinische Post vom 24. Oktober 2005.

Vom Brauhaus Pfaffenhofen gibt es schon seit längerem ein Weißbier mit Sekt-Geschmack. Möglich macht?s ein spezieller Hefestamm, der normalerweise nur für die Champagner- oder Sektherstellung verwendet wird. Der fruchtige Geschmack stammt vom Hefestamm, Aromen oder Champagner wird dem Bier nicht hinzugefügt. Es handelt sich also technisch gesehen, um ein Bier, das nach dem Reinheitsgebot gebraut wird und nicht um ein Mixgetränk.

Weiberbier.

Fredy Lang berichtet über das Vordringen von Kölsch-Bier in die Gaststätten Düsseldorfs: "Hilfe, unser Bier wird dünn!", in: Express vom 23. Oktober 2005.

Melitta Cup: Kochen mit Kaffee.

Dass Kaffee als Zutat in einem Menü wunderbare Kreationen ergibt, das haben alle Teilnehmer am 1. Europäischen Kochwettbewerb um den Melitta Cup im vergangenen Jahr bewiesen. Jetzt geht's in die zweite Runde - Einsendeschluss ist der 10. Februar 2006.

Profiköche und Patissiers in allen Ländern Europas sind aufgerufen, sich an der zweiten Auflage des Wettbewerbs "Kochen mit Kaffee" zu beteiligen. Eine echte Herausforderung! Kaffee im Dessert ist schließlich nichts Neues, aber Fisch- oder Fleischkreationen mit Kaffee erfordern besonderes Fingerspitzengefühl und Freude am Experimentieren.

Geboren wurde die Idee vom Mindener Unternehmen Melitta SystemService, das gemeinsam mit dem Verband der Köche Deutschlands e.V. (VKD) und der VKD-Fachzeitschrift KÜCHE Initiator und Veranstalter dieses Wettbewerbs ist.

Jetzt ist die Jury gespannt auf die Einsendungen der zweiten Runde - gefordert sind eine Menüaufstellung für vier Gänge sowie Gesamtpreis-Kalkulation, Materialanforderung, Beschreibung von Rezeptur & Zubereitung und Fotos der Menükomponenten.

Die offiziellen Ausschreibungsunterlagen als PDF-Dokument auf www.vkd.com oder per Post erhältlich beim: Verband der Köche Deutschlands, Kennwort: Melitta Cup, Steinlestraße 32, 60596 Frankfurt. Einsendeschluss ist der 10. Februar 2006. (Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).

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Das Thueringer Gastgewerbe im August 2005 - Weniger Umsatz, aber mehr

Die Thüringer Unternehmen des Gastgewerbes setzten nach vorläufigen Ergebnissen des Thüringer Landesamtes für Statistik im August 2005 nominal, d.h. in jeweiligen Preisen 2,3 Prozent weniger um als im August 2004. Real, also preisbereinigt, betrug der Rückgang 3,2 Prozent. Von Januar bis August 2005 wurde im Thüringer Gastgewerbe nominal 1,1 Prozent und real 2,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum abgesetzt.

Der Umsatzrückgang fiel in Thüringen deutlich höher aus als im bundesdeutschen Durchschnitt. Die Gastgewerbeumsätze in Deutschland lagen im August 2005 nominal um 0,2 Prozent und real um 1,1 Prozent unter dem Ergebnis vom August 2004.

In den einzelnen Branchen verlief die Entwicklung unterschiedlich:
  • Bei den Kantinen und Caterern wurde ein Umsatzplus von nominal 4,5 Prozent und real 3,4 Prozent verbucht.
  • Im Beherbergungsgewerbe wurde nominal ein Plus von 0,6 Prozent und real ein Minus von 0,4 Prozent erwirtschaftet.
  • Das Gaststättengewerbe meldete Umsatzeinbußen um nominal 5,2 Prozent und real 6,0 Prozent.
Im August 2005 waren im Thüringer Gastgewerbe 3,2 Prozent mehr Personen beschäftigt als im entsprechenden Vorjahresmonat. Dieser Zuwachs ist auf einen Anstieg der Anzahl der Teilzeitbeschäftigten um 12,9 Prozent zurückzuführen. Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten verminderte sich um 3,7 Prozent. (Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik).

Heineken verzichtet in Grossbritannien auf Fernsehwerbung.

Gestern bin ich mich noch gegen Fernsehbiere hergezogen ("Krombacher jammert"). Heute lese ich im Adverblog: "Heineken says goodbye to TV ads". Verwiesen wird auf einen Artikel in der "Times", wonach Bob Marijnen, Management-Direktor von Heineken Großbritannien gesagt habe:
"The enormously cluttered environment in TV ads makes it difficult to make standout ads. It's also very expensive and it's questionable as to its effectiveness.

?I?m not saying it?s farewell to TV for ever. We will look at it again, but for the time being we need to look at other avenues, in particular by creating more visibility for the brand at the point of purchase."
Das Budget für Fernsehwerbung in Höhe von 6,5 Millionen Pfund soll nunmehr in Sportsponsoring und "point-of-sale promotions". Der Lebensmittel- und Getränkefacheinzelhandel und die Gastronomie werden Heineken dankbar sein. Werden auch in Deutschland Brauereien lieber die Gastronomie mit Aktionen und Werbekostenzuschüsen beglücken statt ihr Geld im Fernsehen aus dem Fenster zu werfen?

Sonntag, Oktober 23, 2005

Gutscheine im Insolvenzverfahren.

Vor drei Jahren haben wir redaktionell über das Konzept "Nutelleria" mit einer ersten Filiale in Frankfurt am Main berichtet. Heute wurde bei uns nachgefragt, wo man Gutscheine dieses Betriebs einlösen könne, da die Frankfurter Filiale nicht mehr existiere.

Ich habe mal nachrecherchiert. Angeblich läuft seit dem 18. April 2005 ein Insolvenzverfahren gegen die Betreibergesellschaft Gustitalia Deutschland GmbH. Insolvenzverwalter sei der Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Ludwig Westrick in Bonn. Siehe dazu eine Übersicht des RWS-Verlags.

Ob man in einem Insolvenzverfahren Ansprüche aus Gutscheine geltend machen kann, weiß ich nicht. Vermutlich hat man einen Anspruch auf Barauszahlung bei solchen Gutscheinen, die man gekauft hat, nicht aber bei kostenlos erhaltenen Gutscheinen für Warenproben usw. Ob man, falls man einen Anspruch hat, auch Geld sieht, steht auf einem anderen Blatt.

Krombacher jammert.

In meinem Artikel "Wie wir entscheiden, welche Biere im Café Abseits ausgeschenkt werden" aus dem Jahre 2002 erkläre ich Existenzgründern in der Gastronomie, welche Kriterien ich in unserem Bamberger Bierspezialausschank Café Abseits bei der Bierauswahl anlege. Dort heißt es:
"Dabei kristallisiert sich bei uns zur Zeit ein Trend hin zu den Bieren aus der näheren Umgebung heraus... Ausländische Biere aber auch die viel beworbenen "Fernsehbiere" können unseren Gästen in der Regel gestohlen bleiben. Dies widerspricht vielen Behauptungen und Prognosen in der Fachpresse, vor allem weil unsere Gäste im Durchschnitt recht jung sind mit einem hohen Anteil von Studenten und Akademikern.

Bewußt keine Rolle spielt die Höhe der Werbeaufwendungen der Brauereien. Mittlerweile sind die meisten Brauereien aus dem Wahn von steigenden Umsätzen durch mehr Werbung schweißgebadet und einige sogar übernahmereif aufgewacht."
Deshalb kann mich mich eine Meldung in der "Welt am Sonntag" von heute wenig überraschen: "Krombacher verfehlt Ziele" von Wolfgang Pott. Der deutsche Marktführer verkaufe weniger Bier als geplant. Schuld seien der schlechte Sommer und Billiganbieter. Eine Strategie gegen die Flaute fehle.
"Denn trotz ihres Millionen Euro schweren Engagements hat es Krombacher bislang nicht geschafft, die in Bielefeld verankerte kleine Brauerei Felsenkeller als Branchenprimus zu verdrängen. Geld allein macht eben längst keine Sieger."
Nun ja. Wenn "Premium-Brauereien" ihre Biere austauschbar mit den Bieren von Billiganbietern machen, sind sie selbst schuld an ihren Schwierigkeiten. Wer und wer sich weniger in der Bierqualität als
  • in einer aufwendigen Ausstattung der Bierwerbemittel,
  • mit immer neuen Flaschen und Kästen,
  • mit hohen Werbeaufwendungen,
  • Zusatzangeboten, die Bierkisten beigelegt werden, und
  • aufwendiger Distribution
von Billiganbietern unterscheidet, braucht sich nicht zu wundern, daß der Kunde dann zum klar positionierten, preiswerteren Produkt greift.

Samstag, Oktober 22, 2005

Digitale Kuhglocke.

Michael Müller, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Berliner Abgeordetenhaus will angeblich durchsetzen, daß Beschäftigte in der Berliner Gastronomie für jedermann sichtbar eine Chipkarte tragen müssen, die den Namen, das Geburtsdatum, die Sozialversicherungsnummer und ein Passbild des Mitarbeiters enthalten. Mehr in dem Beitrag "Mit der Chipkarte gegen die Schwarzarbeit", in: Süddeutsche Zeitung vom 21. Oktober 2005.

Betroffen wären auch Mitarbeiter von Cateringunternehmen, die an einem anderen Standort gemeldet sind.

Vielleicht sollte man besser Abgeordnete verpflichten, sich derart auszuweisen. Dann könnte man sie auf dem Strich und bei der Entgegennahme von Bestechungsgeldern leichter identifizieren....

Existenzgruender-Tagebuecher.

In einem Webtagebuch der Deutschen Telekom berichten diverse Existenzgründer in Interviewform chronologisch über ihren Alltag:Es sind mir einige innovativen Ideen dieser Gründer ins Auge gefallen. Z.B. hat Christian von "Summa Cultura"
"mit Hilfe von Google Adwords ... eine Studie gemacht mit 1.200 Befragten, in der das Konzept ausführlich präsentiert wurde, wo ich die Zahlungsbereitschaft abgefragt habe usw. So war es mir möglich, für den Businessplan relativ konkrete Zahlen über die Zielgruppe und über Menschen zu gewinnen, die das Produkt kaufen würden. Ich habe bei Google-AdWords etwa 1.000 Euro gelassen, und es gab auch einen Provider, der die Umfrage gehostet hat, und der hat auch noch einen Obulus bekommen."

Innensuche.

Mit einer abgespeckten Suche genannt "Innensuche", die nur die Register, Inhaltsverzeichnisse, Vorworte, Klappentexte, Leseprobe und Informationen zu den Autoren indiziert statt Bücher vollständig zu digitalisieren, glaubt die MIDVOX GmbH, ein unabhängiger Marketingdienstleister für Sortimenter, Online-Händler und Verlage, den Volltextsuchmaschinen von Google Print (seit kurzem auch für deutschsprachige Bücher online: print.google.de) und Amazon Search Inside! Paroli bieten zu können. In einer Pressemitteilung des Advanced Book Catalog heißt es vollmundig:
"Die Suchergebnisse erreichen die gleiche Qualität wie eine Volltextsuche über den gesamten Buchinhalt."

Freitag, Oktober 21, 2005

Neue Gaeste braucht das Land.

Die aktuelle Ausgabe 9/2005 von Brand Eins hat das Schwerpunktthema "Erkenne die Möglichkeiten". Enthalten ist unter anderem "Ehrliches Essen" (Untertitel: "Die deutschen Gastronomen leiden unter Umsatzrückgängen. Einige sagen: Das liegt an den Gästen. Na, dann sucht euch doch neue!") von Mathias Irle.

Dieser Artikel ist noch nicht online. Das Magazin "Brand Eins" selbst verkennt die Möglichkeiten des Internets stellt nur ausgewählte Beiträge online. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Halbwegs einsichtig".

In einem weiteren Artikel wird Stefan Fritsche und seine Klosterbrauerei Neuzelle vorgestellt: "Nur das Reinheitsgebot stört (manchmal)" von Martin Kaluza, ein Thema, das in in diesem Blog schon mehrfach angesprochen habe und als "Schinderhannes-Marketing" bezeichne.

"Brand eins" abonnieren.

Geschaeftsideen.

Der Newsletter der Zeitschrift "Die Geschäftsidee" des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG stellt in seiner aktuellen Ausgabe vom 21. Oktober 2005 u.a. zwei Existenzgründer aus der Gastronomie vor:

Best of Bio - Award für Spitzenschokoladen.

Renommierte Verkoster, Spitzenköche, Fachjournalisten und Sensoriker haben Ende September in Salzburg die besten Bio-Schokoladen ermittelt. Am 16. November 2005 werden die Gewinner bei einer Gala im BIO-Hotel Wolf-Dietrich im Herzen der Mozartstadt mit dem Best of Bio Award prämiert.

Die Auszeichnung der Hotelvereinigung "Die BIO-Hotels" geht jährlich an ökologische Erzeugnisse, die sich durch erstklassige Qualität und besten Geschmack auszeichnen. Zur elfköpfigen Jury des Best of Bio Award 2005 gehörten unter anderem Spitzenkoch und Eurotoques-Präsident Ernst-Ulrich Schassberger sowie Christian Burkia, Geschäftsführer von Slow Food Tirol. Sie wählten aus 60 Sorten die Gewinner in den vier Kategorien Milchschokolade, aromatisierte und gefüllte Schokolade sowie Edelbitter. Der Wettbewerb wurde vom Fachbereich Sensorik der Fachhochschule Wiener Neustadt begleitet. Weitere Informationen, Pressetexte und Bilderdownloads erhalten Sie unter www.bestofbio.info (Quelle: Pressemitteilung der BIO-Hotels).

Messe-Blog.

Marco Neuber und Henry Booz (Netztaucher GbR) setzen zur Online-Vermarktung der Regionalmesse "Kulinarium" in Schwedt, an der sich 14 Aussteller beteiligen, das Live-Blog uckermarketing.info ein. Bei diesem schönen Beispiel, wie man Blogs als Website für Events nutzen kann, vermisse ich Links zu den Websites der Aussteller. Aber vielleicht haben die noch keine eigene Internetpräsenzen.

Donnerstag, Oktober 20, 2005

Gastgewerbe-Websites im Open Directory Project.

Ein Editor des deutschen Teil des Open Directory Projects berichtet im Blog der deutschsprachigen Editoren über die Schwierigkeiten der Rubrizierung gastgewerblicher Websites und einen Relaunch der diesbezüglicher Ordner: "Gastgewerbe sortiert".

Ein paar Fakten über das ODP, die Sie vielleicht noch nicht wissen, aber wissen sollten:
  • Die Datenbank des Open Directory Projects wird von zahlreichen Suchmaschinen (zur Zeit 340 weltwelt benutzt, davon 29 deutschsprachigen Nutzern.
  • Man kann seine Website beim Katalog anmelden. Dazu wählt man sich eine passende Rubrik ein (bitte vorher den oben verlinkten Beitrag "Gastgewerbe sortiert" anschauen, damit man sich in der passenden Rubrik anmeldet. Sehr wichtig ist, daß deutschsprachige Seiten nur im deutschsprachigen ODP angemeldet werden dürfen, englischsprachige Seiten (auch mit deutschen Inhalten wie z.B. über eine deutsche Stadt) nur im englischen OPD. Wenn Deine Seite akzeptiert ist, dauert es 2 Wochen bis mehrere Monate bis sie auf den Partnerseiten aufgelistet ist, die die Open Directory Daten benutzen. Updates erfolgen normalerweise wöchentlich, aber jeder Partner hat seinen eigenen Zeitplan.
  • Man kann - anders wie oft behauptet - auch thematisch verschiedene Seiten einer Website unter verschiedenen Rubriken anordnen. Von Abseits.de sind z.B. 12 verschiedene Seiten im Katalog verzeichnet.
  • Man darf die Datenbank des Katalogs herunterladen und unter bestimmten Bedingungen in seine eigene Website einbauen.

Le Café du Commerce, Paris.

Einen Blick in das "Café du Commerce" in Paris hat Tin Green geworfen.

1922 wurde das frühere Stofflager in der Nähe des Eiffelturms in ein dreigeschossiges Restaurant umgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es in eine Suppenbar-Kette integriert und von "Le Chartier" in "Le Commerce" umgetauft. 1988 wurde es renoviert und zum "Café du Commerce", ganz im Stile eines authentischen Pariser Bistros.

Pizza-Gutscheine fuer Basketball-Fans.

Bereits in der dritten Saison der Bamberger Basketballbundesligamannschaft GHP Bamberg, dem Deutschen Meister, haben Besucher der Heimspiele die Chance, Gutscheine für zwei große Pizzen nach eigener Wahl des Bamberger Café Abseits zu gewinnen. Ein Fotograf schießt Fotos von besonders enthusiastischen oder auffällig gekleideten Besuchern. In der jeweils folgenden Ausgabe der Hallenzeitung ist dann ein Foto abgedruckt, auf welchem der Gewinner oder die Gewinnerin zu sehen ist. Die Gutscheine können am GHP-Fan-Stand abgeholt werden.

Kochgefluester 2005 in Muenchen.

Genießen, probieren, informieren. Mit diesem Versprechen öffnet die Messe Kochgeflüster rund ums Kochen am 18. November 2005 zum ersten Mal ihre Türen für alle Freunde kulinarischer Genüsse. Bis zum 20. November können sich Profi- und Hobbyköche, Feinschmecker, Gastronomen und alle, die das Kochen und das Essen lieben, auf der Münchener Praterinsel inspirieren und verwöhnen lassen. Nicht nur die Lust am Kochen liegt den Veranstaltern am Herzen ? als leidenschaftlichen Genießern ist es ihnen auch ein Anliegen, wieder mehr heimische Produkte in die Töpfe zu bringen und auch Alternativen zum Fast Food aufzuzeigen. Die Praterinsel ist durch die zentrale Lage direkt an der Isar, ihrer Geschichte als Schnapsdestillerie und ihre alten Gewölbehallen ein wunderbarer Ort, sich mal in aller Ruhe mit dem Thema Kochen zu beschäftigen.

Sterne- und Spitzenköche lassen sich über die Schulter schauen, verraten Tipps und Tricks und lassen die Gäste die Zubereitung der Speisen hautnah erleben. Vorträge über gesunde Ernährung, Bioprodukte, Diäten, Wellness und Abwechslung in der Küche ergänzen die Messe um die theoretische Seite des Kochens. Fragen der Besucher stoßen jederzeit auf ein offenes Ohr.

Auch auf der Suche nach den neuesten Accessoires für die Küche werden Besucher fündig. (Quelle: Pressemitteilung von Kochgeflüster).

Geboten ist ein umfangreiches Rahmenprogramm u.a. mit
  • "Wein & Wissen" der UIW Unabhängige Internationale Weinakademie München
  • Sensorik & Aroma Seminar
  • Geruchs- und Geschmacksparcour für Kinder
  • Riesling ? Große Vergleichsverkostung
  • Geführte Degustationen
  • Vortrag Portugal ? Von Finis terrae zum Hot Spot der Weinwelt
  • Vortrag Drink Pink - Die Welt des Rosé.

RhoenSprudel Benecol senkt bei taeglichem Genuss den Cholesterinspiegel.

Auf der diesjährigen Anuga in Köln wurde der innovative Fruchtdrink RhönSprudel Benecol vorgestellt. Dabei handelt es sich um den ersten Fruchtdrink, der bei regelmäßigem Verzehr den Cholesterinspiegel auf natürliche Weise senken kann. Bereits ab einem Zeitraum von zwei Wochen kann der tägliche Genuss einer Flasche RhönSprudel Benecol (0,33 l) den Gesamtcholesterinspiegel um bis zu 10% reduzieren (den LDL-Cholesterinspiegel sogar bis zu 15%). Basierend auf natriumarmen, ausgewogen mineralisiertem RhönSprudel Mineralwasser, wird RhönSprudel Benecol in der Geschmacksrichtung Orange-Apfel erhältlich sein. Der cholesterinsenkende Fruchtdrink zeichnet sich durch einen weichen und fruchtigen Geschmack aus und ist kalorienarm, vitaminreich und zudem ein diätetisches Getränk, das also auch von Diabetikern konsumiert werden kann.

RhönSprudel Benecol ist im Einkauf recht teuer. Der empfohlene Verkaufspreis im Einzelhandel liegt bei 5,89 Euro für 6 x 0,33 l. (Quelle: Pressemitteilung von RhönSprudel). In der Gastronomie hängt der Verkaufspreis natürlich von der objektbezogenen Kalkulation ab und dürfte sich zwischen 2,50 und 3,50 Euro je Flasche bewegen, wenn man sich an einem durchschnittlichen Deckungsbeitrag orientiert.

Mehr über Functional Drinks.

Toiletten-Marketing.

Das Fünf-Sterne-Hotel Sofitel im neuseeländischen Queenstown macht mit seinen Herrentoiletten Furore. Models schauen den Männern beim Pinkeln zu. Einige Gäste haben sich beschwert; die meisten sind begeistert. Man kann sich das auch in einem Video anschauen. (via Adverblog).

Aufsehen bei den Gästen erregt auch die außergewöhnliche Toilettenanlage im Hotel "Schloß Rheinfels" in St. Goar im rustikalen mittelalterlichen Ambiente in Symbiose mit modernster Sanitärtechnik.
"Der Gang zum Urinal wird zum Überlebenskampf, zum 'letzten Gefecht', Aug'in Aug' mit der Guillotine. Welcher Hebel ist der richtige? Einer der beiden fördert das benötigte Wasser, der andere??..???

Zum Händewaschen bedarf es des körperlichen Einsatzes an der Wasserpumpe und die Handinnenflächen trocknet stilvoll Heißluft aus einem gebogenen Kupferrohr."
Siehe dazu auch einen früheren Beitrag über "Ambient Media", also Werbeformen, die dem Ambiente, dem Lebensumfeld der Zielgruppe angepaßt sind.

Mittwoch, Oktober 19, 2005

Top 100 Business-Blogs.

Klaus Eck hat für die PR-Agentur Ketchum eine Liste der wichtigsten deutschsprachigen Corporate Blogs zusammengestellt.
"In der Top 100 Business Blog-Liste werden Unternehmens-Blogs kurz vorgestellt, die nach Anzahl von Quellen und Beitragsverlinkung in Blogstats bis Ende September am besten abgeschnitten haben."
Das Blog "Gastgewerbe Gedankensplitter", das Sie gerade lesen, steht auf Platz 35 - gar nicht so schlecht für ein Branchen-Blog.

Firehouse Subs.

Firehouse Subs gehört zu den am schnellsten wachsenden Sandwich-Ketten bzw. -franchisegebern in den USA. Pro Filiale werden durchschnittlich 590.000 US-Dollar umgesetzt, erstaunlich auch in Relation zu den Wettbewerbern Subway, Quizno's und Blimpie. Ein Schwerpunkt des Sortiments sind warme Subs (was auch der Name andeutet). Man setzt auf lokales Marketing.

Um die Franchisenehmer zu einem Marketing zu befähigen, das die unterschiedlichen Wettbewerbsverhältnisse vor Ort berücksichtigt, hat man sich von dem Beratungsunternehmen Quantified Marketing Group ein Handbuch entwickeln lassen, daß den Franchisenehmern dabei hilft, genannt "Guide to CPR: Creatively Promoting your Restaurant". Es enthält eine Einführung in die Philosophie des Nachbarschafts-Marketings und Checklisten, Planungshilfen, Marktforschungsergebnisse und Begriffserläuterungen. Zusätzlich werden 20 Taktiken vorgestellt, die von den Franchisenehmern mit vorhandenen Mitteln umgesetzt werden können. Um das Vertrauen der Franchisenehmer in das Handbuch zu gewinnen, wurden die Manager der besten fünf Läden interviewt und ihre Erfolgsgeschichten als Fallstudien aufgenommen.

Dienstag, Oktober 18, 2005

Personalisierter Freizeit- und Reiseplan kostenlos ausdrucken.

In einem früheren Beitrag über "Der Buchhandel im Zeitalter des Internets" habe ich als ein denkbares Beispiel für die zukünftigen Trends zur Individualisierung und laufenden Aktualisierung von Buchinhalten beschrieben:
"Der Käufer des Reiseführers gibt seine Interessen an, seine Reisezeit, sein Hotel, seine Anreiseart, seine Mitreisenden usw. und bekommt einen Reiseführer, der auf ihn und seine konkrete Reise abgestimmt ist, mit tagesaktuellen Informationen bis hin zu aktuellen Sonderangeboten oder Gutscheinen für Produkte und Dienstleistungen am Urlaubsort, vorbereiteten Bestellmöglichkeiten z.B. für kulturelle und sportliche Veranstaltungen und Aktivitäten. Beispiel (mittlerweile eingestellt): Da bestellt man sich den Städteführer London und erhält darin gleich die aktuellen Veranstaltungstermine (bei booktailortravel.com)."
Der in Bamberg beheimatete "mobile Reisebegleiter" beLocal.de meldet heute unter dem Begriff "My beLocal" einen personalisierten Freizeit- und Reiseplan im Taschenformat zum Ausdrucken. Online ist eine solche Personalisierung lokaler Freizeit- und Reiseinformationen bereits seit Oktober 2005 verfügbar.

Jetzt kann man beliebig viele persönliche Reisepläne erstellen. Auf Tastendruck erhält man einen persönlichen Cityguide als PDF-Dokument im Taschenformat, mit vielen nützlichen Zusatzinformationen.Weitere Features:
  • Sind in der Zielregion nur wenige Veranstaltungen vorhanden, so sucht beLocal automatisch nächstgelegene Veranstaltungen in der Umgebung.
  • Alle My beLocal-User können ihre persönlichen Eindrücke und Meinungen zu allen Inhalten hinterlassen.
  • Weitere Funktionen sind geplant.
Über beLocal haben wir erstmals im Januar 2003 berichtet: "Gastronomen können sich kostenlos bei beLocal eintragen".

Leistungsmissbrauch im Sozialstaat.

Der 33seitige Report "Vorrang für die Anständigen - Gegen Missbrauch, 'Abzocke' und Selbstbedienung im Sozialstaat. Ein Report vom Arbeitsmarkt im Sommer 2005" (PDF, 183,3 KB) des Bundeswirtschaftsministeriums belegt, daß auch die rot-grüne Bundesregierung vom Leistungsmißbrauch gewußt hat. Effektiv dagegen vorgegangen ist man nicht.

Stattdessen reagierte das Ministerium nur in solchen Fällen, wo etwa Journalisten Fälle von Leistungsmißbrauch offen gelegt haben. Ein Beispiel:
"Die Mitarbeiterin einer PDS-Bundestagsabgeordneten wurde sogar dabei erwischt, wie sie Arbeitslosengeld II-Empfängern in der Bürgersprechstunde Tipps für den Sozialmissbrauch mit auf den Weg gab. Sie sollten doch eine Wohngemeinschaft bilden, riet sie einem Paar, das nach den Kriterien des Gesetzes gegenseitig füreinander aufkommen müsste. 'Sie behaupten, Sie seien kein Paar und jeder wirtschaftet für sich', erklärte die PDS-Mitarbeiterin: 'Sie müssen die Wohnung nur so einrichten, als wären Sie kein Paar.' Pech für die unlautere Beraterin: Die Ratsuchenden entpuppten sich als ZDF-Reporter, die den Vorgang mit versteckter Kamera dokumentierten. 'Ich sage den Leute nur ihre Möglichkeiten, entscheiden muss jeder selber', rechtfertigte sie sich im Nachhinein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit ließ diese Ausflucht nicht gelten, zeigte die Mitarbeiterin umgehend bei der Staatsanwaltschaft Berlin an und bat um die Aufnahme von Ermittlungen."
Siehe dazu auch "Regierungsbroschüre über Hartz IV sorgt für Aufruhr" von Maike Rademaker, in: Financial Times Deutschland vom 18. Oktober 2005.

Toiletten der Welt.

Auf der Website urinal.net finden sich Fotos und Reisebeschreibungen von Toileten aus aller Welt, z.B. im Taj Mahal. (via Contentschmiede).

Damit eröffnen sich Gastronomen und ihren Architekten Einblicke in Möglichkeiten, Toiletten außergewöhnlich zu gestalten, als Hingucker oder passend zum Thema des Restaurants. Es gibt auch eine Rubrik Toiletten in Hotels und Restaurants

Siehe zum Thema Toiletten auch unsere Linksammlung "Gedanken zum Welttoilettentag".

Montag, Oktober 17, 2005

Warsteiner Weine bald auch in Deutschland erhaeltlich.

Im Juli dieses Jahres haben wir über den Einstieg von Warsteiner ins Weingeschäft berichtet: "Warsteiner macht in Wein". Heute meldet die Berliner Morgenpost, daß sich auch deutsche Weingourmets auf Warsteiner Weine freuen dürfen: "Warsteiner bringt noch in diesem Jahr Wein ins Regal".

Sonntag, Oktober 16, 2005

Kirchlicher Dienst im Gastgewerbe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Der Kirchliche Dienst im Gastgewerbe ist eine Einrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Er bietet Seelsorge und Begleitung für alle, die im Hotel- und Gastgewerbe tätig sind, unabhängig von ihrer Religionszugehörigket. Er setzt sich besonders für Benachteiligte und Schwache, insbesondere Jugendliche ein, will sie vor Ausnutzung, Ausgrenzung und Vereinnahmung bewahren. Er bietet zahlreiche Angebote und Dienstleistungen für Menschen im Gastgewerbe an. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Großraum Nürnberg, Fürth, Erlangen und den umliegenden Naherholungsgebieten sowie in München für Südbayern.

Die AZUBI-AGs des Kirchlichen Dienstes im Gastgewerbe richten sich an angehende Fachkräfte aus dem Hotel- und Gastgewerbe. Ziel ist es, die Auszubildenden bei ihrer Prüfungsvorbereitung zu unterstützen und Prüfungsängste abzubauen. Es gibt Azubi-AGs zur Zeit in München, Miesbach und in Nürnberg.

Branchenmagazin "gastgewerbe".

gastgewerbe - Das Branchenmagazin ist das offizielle Fachorgan der DEHOGA-Landesverbände:
  • Bayerischer Hotel- und Gaststättenverband (BHG)
  • DEHOGA Gastgewerbe NRW
  • DEHOGA Schleswig-Holstein
  • Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg
  • DEHOGA Saarland
und wird herausgegen vom Verlag Gastgewerbe Informations-, Medien- und Verlagsgesellschaft mbH in Düsseldorf.

Online verfügbar sind neben ausgewählten Artikeln der aktuellen Printausgabe eine Reihe von Fachartikeln sowie einige Marktübersichten, etwa über Handelsgruppen in Deutschland, Einkaufsverbände oder Druckdämpfer.

Samstag, Oktober 15, 2005

Weinskandal.

Als Gastronom wird man zur Zeit mit Angeboten überschwemmt, in denen Weine für um die 1,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Liter offeriert werden. Dafür gibt es zwei Gründe:
  • Die Lager von Winzern, Genossenschaften und Händlern sind voll.
  • Wein ist ein verderbliches Gut und einfache Weine bauen nach ein paar Jahren ab.
Ein weiterer Grund für die Misere liegt vielleicht auch in einer EU-Verordnung, wonach die Ausfuhr von Wein bis zu einer Menge von 300.000 Litern nicht mehr deklariert werden muss. Dies wurde wohl mißbraucht, um Weine aus populäreren Anbaugebieten mit Weinen aus weniger gut verkäuflichen Anbaugebieten zu strecken.

Die Weinbauregion Rioja und das nationale österreichische Weinkomitee haben reagiert und den Export von Fassweinen untersagt, meldet der WeinReporter: "Deutsche Kellereien fälschten österreichische Weine in grossem Stil".

Skurril ist an der Geschichte, daß beim Glykol-Weinskandal in den 80er Jahren umgekehrt deutscher Wein mit österreichischen Weinen gestreckt worden ist. Aufgeflogen ist das damals, weil die österreichische Brühe Glykol enthielt und man so das Glykol bis zur "Quelle" zurückverfolgen konnte. So ändern sich die Zeiten...

Mitarbeiter-Blogs von McDonalds.

Steve Crescenzo berichtet in seinem Corporate Hallucinations blog, Brian Kramer von McDonalds, der an seinem aktuellen Seminar "The Master Class of Employee Communications: 100 Great Ideas That Work" teilnehme, habe erzählt, McDonalds sei darüber, ein Blog-Pilotprogramm für seine Mitarbeiter zu entwickeln (via CorporateBlogging.Info).

Lisa Grover, eine andere Seminarteilnehmerin, steuert in ihrem Kommentar einige Ideen bei, worüber McDonalds-Mitarbeiter schreiben könnten:
  • Karrierechancen und Karrieren bei McDonald's
  • Ein Tag im Leben eines Restaurantmanagers
  • Wie McDonalds von den Gästen wahrgenommen wird.
  • Neue Produkte und Verfahren
  • Wettbewerber
  • Fettsucht und Diäten
  • Produkte aus anderen Ländern.
Wenn Sie in Ihrem Unternehmen auch Blogs einsetzen wollen, sollten Sie die Regeln des Corporate Weblog Manifesto beherzigen. Sie stammen von Robert Scoble, einem Microsoft-Mitarbeiter.

Leonetto Cappiello.

Der 1875 in Italien geborene, im Jahre 1930 naturalisierte Franzose Leonetto Cappiello arbeitete als Karikaturist und als Plakatmaler. Er zeichnete für bedeutende Pariser Zeitungen wie den "Figaro", illustrierte Bücher und entwarf mehrere hundert Plakate. 1935 schuf er für die Bar des Restaurant Dupont in Paris ein Fresko.

Im vergangenen Herbst erschien in englischer Sprache eine Monographie über seine Plakate mit über 500 Abbildungen seiner Plakate: "Cappiello: The Posters of Leonetto Cappiello" von Jack Rennert.

Eine Auswahl seiner Plakat-Lithographien aus dem Themenbereich Getränke, die Sie bei unserem Partner Art.com kaufen können:

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Geraete zur Sushi-Produktion.

Sushi Expert bietet Geräte zur Herstellung von Sushi wie Reiswäscher, Reiskocher, Reismischer, Reisballformgeräten, Sushi-Wickelmaschinen,Shari-Mari-Geräten, Maki-Sushi-Schneldegeräten, Laufbänder zur Präsentation und vieles mehr (via Contentschmiede).

Freitag, Oktober 14, 2005

Selbst reinigende Oberflaechen.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik in Dresden haben entdeckt, wie man Oberflächen mit erheblich geringerem Reinigungsaufwand reinigen kann:
"Putzhilfe eingebaut", in: innovationsreport vom 14. Oktober 2005.

Ab 2006: Pflicht zur elektronischen Uebermittlung von Sozialversicherungsmeldungen und Beitragsnachweisen.

Bereits seit dem 1.1.2005 sind Arbeitgeber und Unternehmer theoretisch verpflichtet, Lohnsteuerbescheinigungen sowie Lohnsteuer- und Umsatzsteuer(vor)anmeldungen elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Praktisch hingegen gilt: "Elster ist tot".

Ab dem 1.1.2006 tritt die Verpflichtung hinzu, Sozialversicherungs- und Beitragsnachweise elektronisch an die Krankenkassen zu übermitteln.

sv.net steht für "Sozialversicherung im Internet" und ist eine Anwendung zur Kommunikation zwischen Arbeitgebern und den Annahmenstellen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Anwendung wird kostenlos zur Verfügung gestellt (d.h. auf CD-ROM zugesandt) und zwar einmal pro Arbeitgeber (jede weitere Bestellung einer sv.net Produktlizenz wird berechnet). Aber Vorsicht: Der Anbieter behält sich das Recht vor, jederzeit bei Updates abzukassieren.Es stehen zwei Versionen zur Verfügung:
  • sv.net/classic ist eine Software zur Installation auf einem PC
  • sv.net/online ein Internetanwendung.
Übermittelt werden müssen:
  • Meldungen zur Sozialversicherungen (An- und Abmeldungen, Jahresmeldungen usw.),
  • Beitragsnachweise.
Details zu sv.net/online finden Sie z.B. auf der Website der Innungskrankenkasse, aber auch auf den Websites der Minijob-Zentrale (Bundesknappschaft) und weiterer Krankenkassen.

Egal, bei welcher Kasse Sie Ihre Meldungen online erstellen, Sie können damit nicht nur die Meldungen an die jeweilige Kasse absetzen sondern auch die Meldungen an die anderen Kassen bzw. die Bundesknappschaft.

Bei den Untenehmen fällt, soweit sie ihre Lohn- und Gehaltsbuchhaltung im Hause erledigen, ein erheblicher Aufwand an:
  • die Kosten der Beschaffung des notwendigen Zertifikats, wenn ein Lohn- und Gehaltsprogramm statt sv.net classic zur elektronischen Versendung von Meldungen und Beitragsnachweisen benutzt werden soll (die AOK Bayern verkauft eine dreijährige Lizenz z.B. für 45 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer),
  • die Kosten der Installation der Software und deren Updates (zur Zeit noch kostenlos),
  • Aufwand zum Lernen der korrekten Bedienung dieser Software an (die AOK Bayern bietet zweistündige Kurse; die Personal- und Reisekosten der Teilnehmer muß der Arbeitgeber tragen).
Profiteure sind allein die Finanzbehörden und Krankenkassen, die sich die manuelle Erfassung bzw. das Einscannen der Formulare sparen.

Unfreundlicherweise ist sv.net/clasic kein Ersatz für klassische Abrechnungsprogramme (dann wäre dieses Programm auch für Arbeitgeber nützlich), da weder Entgelte noch Sozialversicherungsbeiträge und steuerliche Abzüge errechnet werden.