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Donnerstag, Januar 26, 2006

Für Gruendungsberater: Informationssystem startothek ist online.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte, hat gemeinsam mit Dr. Peter Fleischer, Vorstand KfW-Bankengruppe und Dr. Stephan Articus, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, die sog. startothek, ein zentrales Informationssystem mit allen für Existenzgründer relevanten Informationen, ins Leben gerufen.

Staatssekretär Schauerte:
"Mühsame Recherchen in Publikationen und bei zahlreichen Behörden gehören der Vergangenheit an. Mit der startothek steht ab sofort eine aktuelle umfassende und für Jedermann verständliche Datenbank mit allen Gründungsvorschriften und Genehmigungserfordernissen zur Verfügung."
Und Dr. Peter Fleischer ergänzt:
"Die ?startothek? bietet Gründungsberatern wertvolle Unterstützung dabei, angehenden Unternehmern den Weg in die berufliche Selbständigkeit zu ebnen. Die KfW Mittelstandsbank unterstützt die neue, von der Bundesregierung initiierte Beratungsplattform deshalb gerne."
Datenbank zu allen gründungsrelevanten Rechtsbereichen

Die startothek beinhaltet Informationen zu den für ein Unternehmen wichtigen Rechtsbereichen Gesellschafts- und Gewerberecht, Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsschutzrecht, Baurecht und Umweltrecht. Nach Eingabe vorhabensbezogener Daten wie Branche, Mitarbeiterzahl oder Investitionsort erstellt die startothek eine Übersicht über alle für den jeweiligen Einzelfall einzuholenden Genehmigungen und erläutert detailliert die aus Gesetzen und Verordnungen resultierenden Erfordernisse. Darüber hinaus werden Ansprechpartner und weitere Informationsquellen benannt. Auf diese Weise ermöglicht die startothek, dass Kammern, Kommunen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und freiberufliche Unternehmensberater ihre Beratungsaufgabe künftig kompetenter, schneller und preisgünstiger wahrnehmen können.

Die Initiatoren

Die startothek wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zusammen mit der KfW Mittelstandsbank entwickelt. Das Projekt, das bereits seit Oktober 2005 erprobt wird, wird in der Startphase durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Mittelstandsbank - und nach der Anlaufphase - durch Lizenzgebühren finanziert. Die lizenzpflichtige Phase beginnt am 1.3.2006, bis dahin haben alle Berater die Möglichkeit das Tool kostenlos zu testen.

Saarland startet flächendeckend

Als erstes Bundesland wird das Saarland mit der "Saarland Offensive für Gründer" die startothek flächendeckend anbieten. Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, erklärte als Vertreter der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände:
"Die Kommunen haben in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten für Existenzgründer verstärkt. Wir sind davon überzeugt, dass die Datenbank startothek auf große Akzeptanz in den Kommunen stoßen wird. Mit diesem Instrument können unsere Initiativen unterstützt werden, zentrale Ansprechpartner für die Existenzgründer zur Verfügung zu stellen. Die startothek wird zudem wesentlich dazu beitragen, Gründern bessere und schnellere Informationen zugänglich zu machen, sodass die Umsetzung von Gründungsvorhaben erheblich beschleunigt werden kann."
Die startothek steht allen Gründungsberatern unter der Homepage www.startothek.de" über eine einfache online-Anmeldung zur Verfügung. (Quelle: Pressemitteilung von Existenzgruender.de).

Kommentar: Da die bundeseigene KfW-Bankengruppe die in diesem Informationssystem angebotenen Informationen Existenzgründern nicht kostenlos zur Verfügung stellt, sondern ziemlich happige Gebühren dafür verlangt, spricht nicht gerade für ein gründungsfreundliches Klima in Deutschland. Und daß das Bundeswirtschaftsministerium so etwas noch mit Steuergeldern unterstützt, sagt mehr über die Wirtschafspolitik von Rotgrün und Rotschwarz aus, als deren Repräsentanten lieb sein kann.

Kommentare:
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