Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Januar 29, 2006

Freunde, Links, Weblogs.

Seine Worte sind mir etwas zu schmalzig. Doch im Kern drückt er richtig aus, warum er und ich und viele andere bloggen. So kann ich auf ihn verweisen, wenn mich jemand entgeistert fragt, warum ich mich um Gottes willen für acht Stunden in ein Auto bzw. in die Bahn gesetzt habe, um am Blog-trifft-Gastro 2006 teilzunehmen. Carolin Wiedemann hat den Journalisten und Blogger Peter Praschl interviewt: "Kiemenatmung auf dem Sofa", in: Heise vom 28. Januar 2006.

Er antwortet auf den üblichen Vorwurf, Blogger würden "reale Kontakte" vernachlässigen:
"Ich selbst habe durch mein Weblog viele enge Beziehungen zu Leuten aufgebaut, die mir unter den Bedingungen des Realen ? sozusagen als carbon units - nie begegnet wären. Wie hätte ich einen Marcel-Proust-Leser, der gerade in Ecuador für die Unesco arbeitet, je kennen lernen können? In der Blogosphäre entstehen Freundschaften zwischen Menschen, die einander durch Wörter, Texte näher kommen als viele Körper, die sich aufeinander einlassen. Ich komme mit Menschen zusammen, weil sie ähnliche Weltbilder und Psychen haben wie ich, und nicht nur, weil sie einfach in derselben Straße in Bahrenfeld wohnen."
"Das Interview ist eine Vorveröffentlichung aus dem neuen Netz-Magazin WebWatching (ab 01.02.2006), das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationwissenschaft entwickelt haben."