Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, Februar 07, 2006

Lohndumping.

Klaus Winter berichtet über Deutsche, die im Ausland, vor allem in Österreich und der der Schweiz, in der Gastronomie arbeiten: "Deutsche Fachkräfte wandern aus", in: Welt am Sonntag vom 5. Februar 2006.

Insoweit das Tarif-Lohnniveau z.B. in Österreich geringer ist als das Tariflohn in Deutschland, könnte man von Lohn-Dumping sprechen. Dumping bedeutet nämlich, daß ein Anbieter seine Produkte im Exportmarkt billiger anbietet als auf dem Heimatmarkt, ein Phänomen, das man z.B. bei Automobilen kennt und beim Re-Import deutscher Fahrzeuge aus dem Ausland nutzt.

Insoweit ist es ein Schmarrn, wenn Gegner der EU-Dienstleistungsrichtlinie davon sprechen, Menschen aus den EU-Beitrittsländern würden, wenn sie in Deutschland arbeiten, Lohndumping betreiben. Tatsächlich verdienen sie in Deutschland eher mehr als in ihrer Heimat: "EU: Lohndumping mit Dienstleistungsrichtlinie", in: Telepolis vom 7. Februar 2006.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag: "Auswirkungen der EU-Öffnung auf die Gastronomie in Deutschland".