Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, Februar 02, 2006

Lunchspark.

Lunchspark nennt sich eine erfolgreiche, kalifornische Website, virtuelle Community bzw. Networking-Tool (via PRWeb).

Der Mittagstisch hat nicht nur in den USA sondern auch in Deutschland an Bedeutung verloren. Dies ist im Grunde eine Entwicklung seit der französischen Revolution. Vorher speiste man in bürgerlichen Haushalten überwiegend mittags zwischen 13 und 15 Uhr. Wegen der Deputiertenversammlungen, die üblicherweise bis 17 Uhr dauerten, verlagerte sich die Hauptessenszeit der Volksvertreter und ihnen folgend der meisten Bürger auf den Abend.

Heutzutage konkurriert die Gastronomie insbesondere zur Mittagszeit mit Bäckern, Metzgern, dem Lebensmitteleinzelhandel oder der Mikrowelle im Büro wie vor Jahrzehnten mit dem "Henkelmann". Und manche Menschen verkneifen sich ganz und gar, mittags etwas zu essen.

Charles Tran, der die Idee zu Lunchspark hatte, wollte auf das Mittagessen nicht verzichten. Da er beruflich angespannt war und seine Freunde deshalb selten zu Gesicht bekam, entschloß er sich, mit ihnen beim Mittagstisch zu treffen. Lunchspark hilft, sich mit seinen Freunden und Bekannten, mit Geschäftspartnern und Menschen, die man gerne kennenlernen möchte, zum Mittagessen zu verabreden.

Anders ausgedrückt: Lunchspark ist eine Suchmaschine für Kontakte, die Lust haben, miteinander essen zu gehen. Man kann suchen nach:
  • Plätzen (z.B. Restaurants).
  • Menschen
  • Tags, also Begriffen, die andere Nutzer etwa Restaurants zugeordnet haben.
Der große Erfolg, den diese Community hat, hat die Macher überrascht. Eigentlich sollte es nur ein kleines Werkzeug für den Freundeskreis werden. Deshalb ist die Nutzung auch kostenlos. Doch es hat sich verselbständigt und die Nutzerzahlen explodieren. Mittlerweile sind in den USA bereits 154.014 Plätze verzeichnet und auch in Deutschland 1032 gelistet.

Mehr über die Entwicklung dieses Projekts verrät der Lunchspark Blog. Charles Tran hat ein paar Hundert Dollar für Werbung ausgegeben und, wie zu erwarten gewesen ist, damit Geld zum Fenster rausgeschmissen. Er sagt auch, welche Werbemöglichkeiten er benutzt hat und mit welchem Erfolg.

Ich kann das aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen. Ich habe seit der Gründung von Abseits.de Anfang 1998 einmal ca. 30 Mark für eine Anzeige in Zeit Sidestep ausgegeben, natürlich für die Katz q.e.d. Seit letztem Jahr schalte ich Google Adwords für andere Websites von mir, aber eigentlich nur, um damit zu spielen und zu lernen, wie es funktioniert. Man sollte sich wohl auf Öffentlichkeitsarbeit und Suchmaschinen-Marketing konzentrieren, anders gesagt auf Inhalte.

Für Gastronomen ist Lunchspark in zweifacher Hinsicht interessant:
  • Man kann es selbst nutzen, um mit interessanten Menschen essen zu gehen.
  • Man sollte sich darum kümmern, daß das eigene Objekt verzeichnet ist und gut bewertet wird. Siehe z.B. die Kommentare über das Aquamarina in München.

Kommentare:
Hi, thanks for the feedback.

I'm glad to hear about your experience too. I'm also still playing with adwords/overture, but unless I have to budget to compete with the big boys (yahoo, microsoft, etc, I think I will stick with development something people find useful.

email: charles dot tran at lunchspark dot com
 
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