Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, März 25, 2006

Becks cocoa Kakaomanufaktur.

Michael Beck, der Gründer von Becks Cocoa Kakaomanufaktur in München, hat sich trotz des großen Andrangs von Besuchern der Hoga 2006, die seine Schokoladenkreationen kosten wollten, Zeit für mich genommen.

Angebotsvielfalt, farblich abgestimmt

Auf den ersten Blick ist mir aufgefallen, daß die Farben der Verkaufsverpackungen für Endverbraucher farblich aufeinander abgestimmt sind. Als 68er kennt man so etwas ja noch von der edition suhrkamp. Die Farben sind aber auch so gewählt, hat mir Michael Beck verraten, daß sie auch beliebig kombiniert schön aussehen. So kann man als Wiederverkäufer sich auf einen Teil seiner zur Zeit 13 verschiedenen Trinkschokoladen beschränken und hat dennoch immer eine harmonische Produktgruppe im Regal stehen.

Für die Gastronomie kommen weniger diese 125 Gramm-Packungen in Frage (es sei denn, um sie zu außer Haus weiter zu verkaufen) als die Portionspackungen mit jeweils 17 Gramm oder die Dosen mit jeweils 500 Gramm. Die Haltbarkeit stellt auch geöffnet kein Problem dar, denn im Unterschied zu einigen anderen Anbieten von Trinkschokoladen enthalten sie kein Milchpulver, sondern werden mit Milch frisch zubereitet.

Natürlich haben solch hochwertigen Produkte ihren Preis. 500 Gramm kosten zur Zeit 9,90 Euro netto zuzüglich Mehrwertsteuer und Versand. Der übliche Verkaufspreis in der Gastronomie liegt bei ca. 2,50 bis 3,00 Euro. Dennoch liegt der Wareneinsatz incl. der zusätzlich erforderlichen Milch bei meiner Rechnung bei ca. 27%, wenn man für die Portion nur 2,50 Euro verlangt.

Angebotsvielfalt, farblich abgestimmt

Ich habe darauf hinweisen können, daß ich mit dem Bamberger "Mahlwerk" bereits ein Objekt kenne, das seine Trinkschokoladen führt (siehe dazu meine Vorstellung "Mahlwerk").In einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 27. Oktober 2004 (PDF) ist zu lesen, in der Gastronomie würden Becks Schokoladen schwer Fuß fassen, denn die Gastronomen zögen etablierte Marken vor. Sicherlich sind diese außergewöhnlichen Trinkschokoladen nicht für jeden Betrieb zu empfehlen und Michael Beck scheut sich auch, in kleineren Städten (von vielleicht unter 15.000 Einwohnern) mehrere Gastronomen zu beliefern. Doch man muß ja nicht immer das haben, was alle anderen auch haben, oder?