Gastgewerbe Gedankensplitter


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Mittwoch, März 29, 2006

Geschlossene Gesellschaft.

Miriam Silverberg geht in der jüngsten Ausgabe vom 28. März 2006 des kostenlosen Newsletters des Restaurant Report der Frage nach, ob man seinen Betrieb für eine private Veranstaltung zur Verfügung stellen sollte, die es notwendig macht, anderen Gästen den Zutritt zu verwehren: "To Close or Not to Close (for a Private Party!)".

Dagegen spreche, daß sich dann Gäste, denen man den Zutritt verweigern müßte, als Aussenseiter fühlen würde, insbesondere wenn man einfach nur ein lapidares Schild an die Tür hängt.

Aber auch große Gruppen, die den Gastraum weitestegehend, aber nicht vollständig füllen, können für die anderen Gäste unangenehm sein. Ihnen droht, daß sie auf schlechte Plätze abgeschoben werden und der Betrieb außer Stande ist, sie neben der großen Gruppe angemessen zu bewirten. Dann wäre es vermutlich besser, den Betrieb für andere zu schließen und sich auf die Gruppe zu konzentrieren.

Meines Erachtens sollte man in der stammgastorientierten Gastronomie:
  • rechtzeitig, Tage, wenn nicht Wochen voraus, kommunizieren, daß man wegen einer "geschlossenen Gesellschaft" Stammgästen und Laufgästen den Zutritt verwehren wird. "Kommunzieren" kann bedeuten: per Aushang, auf Wochenspeiseplänen, auf der Website, per Newsletter, evtl. auch per Inserat in einer Zeitung oder Zeitschrift, die von den Stammgästen gelesenn wird, anzukündigen, daß an einem bestimmten Tag eine "geschlossene Veranstaltung" stattfindet.
  • Solche "geschlossenen Gesellschaften" nicht zu häufig zu bewirten oder
  • einen bestimmten Wochentag für "geschlossene Gesellschaften" frei zu halten und diesen Tag gegenüber den anderen Gästen als "Ruhetag" zu kommunzieren.
  • Falls es personell, organisatorisch und räumlich möglich ist, kann man evtl. die Nachfrage von Stammgästen an solchen Tagen auf andere Weise befriedigen, etwa indem man einen Lieferservice anbietet oder Räume, die man normalerweise nicht gastronomisch nutzt, zu Ersatzräumen umfunktioniert oder zusätzliche Flächen in der Außengastronomie improvisiert.
  • Evtl. kann man sich auch mit einem Kollegen absprechen und empfiehlt sich wechselseitig.