Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, März 14, 2006

Sketchup.

Google hat Sketchup gekauft (via Basic Thinking Blog), das ist eine intuitiv zu bedienende Software, mit der man dreidimensionale Ansichten aus Konstruktionszeichnungen, Architekturplänen usw. erzeugen, anzeigen und ändern kann. Man kann damit z.B. Messestände visualisieren. Sketchup ist mit den meisten anderen, von Designern verwendeten Modellierungs-, Bildbearbeitungs- und Darstellungsanwendungen kompatibel. Mit ihm können Architekten, Film- und Set-Designern, Spieleentwicklern, Grafikküntler usw. Designideen umsetzen.

Innenarchitekten können Sketchup z.B. verwenden, um
  • Raumpläne zu entwickeln und Ihre Kunden durch Ihre Designs zu führen
  • Schattenstudien für Innen und Außen zu entwerfen
  • Farbkompositionen in Echtzeit durchzuführen
  • Materialien und Stoffe zu vergleichen und zu analysieren
  • Innenräume mit hochwertigen Drag&Drop-Umgebungen (Komponenten) auszufüllen.
Was hat man als Gastronom davon?
  • Man kann sich schnell und kostengünstig 3-D-Ansichten von Entwürfen neuer Objekte, von Relaunchs bestehender Objekte oder von Teilbereichen wie etwa der Aussengastronomie erstellen lassen und diese Entwürfe mit seinem Architekten, Berater, mit Partnern, Handwerkern, Mitarbeitern und evtl. Stammgästen oder Key-Account-Gästen und mit Vermietern oder Geldgebern diskutieren.
  • 3-D-Ansichten sind Laien wie den meisten Gastronomen eher verständlich als zweidimensionale Architekturpläne.
  • Sie zeigen Objekte so, wie sie von Gästen wahrgenommen werden.
  • Man kann mithilfe von Komponenten die Ansichten "mit Leben füllen", also mit menschliche Figuren in 3D.
Eine Demoversion ist kostenlos; Lizenzen für die Software selbst haben zur Zeit noch einen Preis. Es gehört jedoch zur Philisophie von Google, Software kostenlos zur Verfügung zu stellen, um eine schnelle Marktdurchdringung zu erzielen und dann das Feedback, die Kritik und Verbesserungsvorschläge der Gemeinschaft der Nutzer zu nutzen, um in einem zweiten Schritt mithilfe dieser Community Erlöse zu erzielen, etwa durch Werbung. Deshalb würde es mich nicht überraschen, wenn auch diese Software bald kostenlos zur Verfügung stehen würde, zumindest in einer eingeschränkten Version.

Eine Möglichkeit, mit Sketchup Geld zu verdienen, besteht z.B. darin, Lieferanten von Gastromöbeln, Küchengeräten usw. anzubieten, ihre Produkte als Komponenten im Sketchup-Format zur Verfügung zu stellen. Die 3D-Komponente eines Herstellern könnte mit dem Produktangebot und der technischen Produktinformation auf der Website bzw. in einem Online-Shop dieses Herstellers verknüpft werden. Anwender könnten fertige Pläne bzw. Darstellungen in Bestell-Listen umwandeln oder Kalkulationsprogrammen übergeben. Sketchup würde mit einer Provision für die Verkaufsunterstützung belohnt.