Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Mai 13, 2006

Gaeste abstempeln.

Gäste abzustempeln ist immer noch eine weit verbreitete Methode der Einlaßkontrolle. Wer gezahlt hat, bekommt als "Quittung" einen Stempel auf die Haut gedrückt. Gäste können dann das Veranstaltungsgelände beliebig verlassen und wieder eintreten, ohne erneut zahlen zu müssen, wieder eintreten können sollen.

Eine Auslaßkarte auszugeben, die zum Wiedereintritt berechtigt, ist weniger praktikabel, falls viele gleichzeitig den Veranstaltungsort verlassen. Zudem kann man Auslaßkarten weiterverkaufen. Besucher könnten sich einen Eintritt gewissermaßen teilen, was nicht immer erwünscht ist.

Auch Armbänder oder ein Button können weitergegeben werden. Sie sind zudem in der Anschaffung teurer als zu stempeln. Für Buttons als Eintrittskarten spricht jedoch, daß Käufer von vorverkauften Buttons sie vielleicht schon vorher tragen und damit Werbung für das Event machen. Bei Events, die sich wiederholen, machen Gäste, die den Button nach dem Event tragen, zudem Werbung für das Folgeevent. Schöne Buttons, Anstecker, Pins usw. können zudem gesammelt werden und als Sammlerstücke neue Zielgruppen ansprechen.

Um zu vermeiden, daß Stempel "abgedrückt" werden, also direkt oder über eine aufgeschnittene Kartoffel auf die Haut eines anderen Besuchers übertragen werden, der sich damit den Eintritt erschleichen will, kann man wischfeste Stempelfarben verwenden, die bei normaler Beleuchtung "unsichtbar" sind und nur mit einer Schwarzlicht-Leuchte (UV-Licht) sichtbar gemacht werden. Besucher wehren sich mehr oder weniger gegen sichtbare Stempel, weil sie sie schlecht abbekommen und sich damit die Klamotten sichtbar verschmutzen. Beides entfällt bei unsichtbaren Stempeln. Zur Kontrolle kann man batteriebetriebene und damit handliche und leicht und überall einsetzbare UV-Lampen verwenden.

Stempelabdrucke kann man auch zur Werbung nutzen. Beworben werden kann das eigene Objekt oder Event. Man kann damit aber auch für andere werben. marketing-blog.biz hat ein schönes Beispiel gefunden: "Abgestempelt". Geworben wird für ein Taxiunternehmen, damit angetrunkene Gäste nicht mit eigenem Fahrzeug nach Hause fahren. Man kann dafür ein paar Euro verlangen. Oder man vereinbart "Personalfahrten", damit Mitarbeiter nach der Arbeit günstig nach Hause kommen. In der Taxibranche ist es nicht unüblich, solche Fahrten unter dem Normalpreis anzubieten. Meist werden sie, ohne den Taxometer einzuschalten, zu pauschalen Preisen abgewickelt.