Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, Mai 11, 2006

Hamburger DEHOGA stellt Vereinbarung ueber Nichtraucherplaetze in Frage.

Der Hamburger Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) habe seine Mitglieder und alle übrigen Gaststätten- und Restaurantbesitzer dazu aufgerufen, bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni gut die Hälfte ihrer Plätze zu Nichtraucherzonen zu erklären. Der Aufruf richte sich an Lokale, die Speisen anbieten, die eine Fläche über 75 Quadratmeter und mehr als 40 Plätze haben: "Restaurants: Hälfte der Plätze für Nichtraucher" von Diana Zinkler, in: Hamburger Abendblatt vom 11. Mai 2006.

Leider findet sich auf der Website der DEHOGA Hamburg keine Bestätigung für diese Meldung. Der Hamburger Landesverband würde damit dem Bundesverband, der eine anderslautende Vereinbarung mit dem Bundesgesundheitsministerium getroffen hat, die eine niedrigere Quote vorsieht, in den Rücken fallen.

Kommentare:
Ob nun Bundesverband oder Hamburg, 3%, 30% oder angebliche 100% ? nicht einmal die handvoll Dehoga-Mitglieder hat es unter sich geschafft in "30% der Speisegaststätten über 75qm 30% "Nichtraucherplätze" einzurichten". Die Aussage irgendetwas bis zur WM zu "schaffen" ist lächerlich, wird die Vereinbarung doch vorraussichtlich nicht einmal bis 2008 erreicht.

Und was ein Wirt in 3 Jahren nicht schafft, wird er nie schaffen, bzw. erst Recht nicht bis zur WM.

Die Vereinbarung bleibt Blödsinn ? sie nutzt Wirten sowie Gästen nicht und schiebt eine klare Regelung nur auf. Von der Tabakindustrie gesponsorte Schildchen die vereinzelt auf Tischen im Raum verteilt, helfen niemandem, außer den Zigarettenproduzent.

Man stellt sich wiedereinmal die Frage ob die Dehoga für die Interessen der Mitglieder der Gastrobranche, oder für die der Tabakindustrie eintritt.
 
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