Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Mai 21, 2006

Qualitaetsjournalismus: Handelsblatt.

Ich habe volles Verständnis, wenn am Sonntagabend Online-Redakteure keinen Bock haben, Beiträge zu schreiben. Aber dann sollten sie es sein lassen. Sonst blamiert man sich:
"Nach der 49:65-Niederlage am vergangenen Donnerstag gerieten die Bamberger am Sonntagabend nie ernsthaft in Gefahr. Glen Mcgowan war mit 23 Punkten Sieggarant für die Franken."
(Quelle: "Alba und Bamberg verschaffen sich Matchbälle").

Glen Mcgowan spielt in Wahrheit nicht für die Franken, sondern für das unterlegene Team von Rheinenergy Köln.

Das "Handesblatt" ist mir im letzten Dezember schon einmal mit einem vergleichbaren Fehler aufgefallen: "Qualitätsjournalismus". Man hat offensichtlich ein grundsätzliches Problem im Qualitätsmanagement. Für ein überregionales Pflichtblatt aller deutschen Wertpapierbörsen ist sowas schon bedenklich.

Man kann natürlich einwenden, Sport sei nicht so wichtig. Aber im Unterschied zu Wirtschaftsnachrichten läßt sich der Wahrheitsgehalt von Sportnachrichten in der Regel einfach feststellen. Und wer glaubt wirtschaftlichen Prognosen und Kommentaren, wenn ein Zeitung daran scheitert, schlichte Fakten von Sportereignissen korrekt zu veröffentlichen?