Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Juni 17, 2006

Krankenversichrungsbeitrage auf Zinseinkuenfte und Unternehmensgewinne.

Da die herrschenden Politiker zu feige sind, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung um Leistungen zu kürzen, für die der einzelne selbst vorsorgen kann und sollte, wie
  • die Vorsorge für den Lohnausfall im Falle einer Krankheit,
  • die Krankheitskosten infolge selbst verschuldeter Verkehrs- und Sportunfällen und
  • die Folgekosten von Drogenkonsum und selbst veranlaßen Verunstaltungen wie Piercing und Schönheitsoperationen,
  • die Kosten für Kindesverhütung und -tötung,
kommen sie auf die verrücktesten Ideen, anderen Leuten in die Taschen zu greifen.

Der SPD-Vorsitzende Beck will Zinseinkünfte und Selbständige zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung heranziehen: "Selbständige sollen GKV-Beiträge zahlen".

Wieso die Heranziehung von Zinseinkünften zu Mehreinnahmen führen soll, bleibt mir rätselhaft. Natürliche Personen haben in Deutschland unterm Strich vermutlich mehr Zinsausgaben als Zinseinahmen. Ist es wirklich angebracht, daß der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung sinkt, wenn sich jemand z.B. für einen Hausbau verschuldet? Da ist der Vorschlag der Grünen, auch Mieteinnahmen beitragspflichtig zu machen, konsequenter. Doch das Landei Beck ist zu feige, sich den Zorn aller Eigenheim- und Eigentumswohnungsbesitzer zuzuziehen.

Auch die Heranziehung von Einkünften aus selbständiger Tätigkeit bei der Berechnung von Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung kann unangenehme Konsequenzen für die Liquidität der gesetzlichen Krankenversicherungen haben. So fallen dann bei Verlusten aus selbständiger Tätigkeit auch die bisherigen Beiträge aus der nebenberuflicher, unselbständiger Tätigkeit weg oder verringern sich. Für kleine Selbständige ist es in der Regel nicht schwierig, ihren Gewinn so zu definieren, daß er negativ wird (z.B. durch eine Ansparabschreibung). Und Selbständige, bei denen was zu holen wären, gehen meistens keiner unselbständigen Nebentätigkeit nach und wenn doch, würde es ihnen die Beck'sche Reform verleiden.