Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, Juni 20, 2006

Rauchverbot im Bundestag.

Angesichts eines Gruppenantrags von 50 militanten Nichtrauchern unter den Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen fordere ich den Deutschen Bundestag auf, sich gefälligst um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern, im Bundestag mit allen dazu gehörigen Räumen (auch in den Büros der Abgeordneten) ein Rauch- und Alkoholverbot einzuführen und auch das Koksen zu unterlassen. Es darf nicht mehr passieren, daß ein besoffener Abgeordneter eine Bundestagsrede hält und das Plenum rumgrölt, statt dagegen einzuschreiten. Es gibt auch heute noch keinen Alkoholtest für Abgeordnete. Warum wohl?

Klaus Uwe Benneter, der geschaßte, frühere Generalsekretär der SPD, hat erkannt, wie schlecht begründet ein gesetzliches Rauchverbot ist:
"Wenn ein Rauchverbot tatsächlich so gut für den Umsatz von Gaststätten sei, würde ja der Wettbewerb von allein für die ersten rauchfreien Kneipen sorgen."
Dieses Zitat findet sich in einem Artikel des Spiegels von heute: "Nichtraucher sollen zu Hause bleiben" von Christopher Stolzenberg und Carsten Volkery.

Ich teile die darin wiedergegebene Meinung der SPD-Abgeordneten Nina Hauer nicht, Nichtraucher sollten zu Hause bleiben. Sie sollten vielmehr Gaststätten beglücken, die rauchfrei sind, und in den anderen nicht rumzicken.

Kommentare:
Nichtraucher sollen also "nicht rumzicken"; also doch zuHause bleiben!, klasse! Wo es doch keine rauchfreien Kneipen, keine rauchfreie Bar und kaum ein rauchfreies Lokal gibt, und Nichtraucherzonen lächerlich sind.


Erstens gibt es keine rauchfreien Gaststätten, zweitens sind Lokale Arbeitsplätze und drittens hier für 8. Gründe warum sich die Gastronomen gegen Mehrumsätze und Rauchfreiheit wehren:


1) der Wirt raucht selbst

2) er hat Angst vor Mehrumsätzen

3) er bleibt lieber auf seinen Stammkunden sitzen

4) "es hat sich noch niemand beschwert bei mir" - logisch weil die Nichtraucher eh nicht in seine Kneipe gehen

5) 90% meiner Gäste rauchen, da kann ich doch das rauchen nicht untersagen.

6) er will keinem Gast "Nein" sagen, d.h. auch wenn von 10 Gästen einer rauchen will, wird er es erlauben

7) aber es ist doch in allen Kneipen erlaubt

8) ich hab mal irgendwie irgendwo von irgendwem gehört das irgendwie irgendwo das mit der Rauchfreiheit nicht so geklappt hat

Klassischer Fall von Marktversagen.

Wer so mit seinen Gästen umgeht ("Marke rumzicken") soll mal selber den Schnabel halten und überlegen ob der Wirt oder doch lieber der Gast König sein sollte, und ob der Wirt vorschreiben sollte was der Kunde gutfinden soll und was nicht.

Aber das ist wieder typisch. Am Montag verbannt man nichtrauchende Gäste, am Dienstag wundert man sich warum die Umsätze so lau sind, am Mittwoch ruft man nach Vater staat der die Mehrwehrsteuer senken soll.

Armes Deutschland. Dumme Wirte. Also bei der nächsten Lokalinsolvenz, einfach mal die Klappt halten, und überlegen ob der Schritt ins Unternehmertum richtig war, wenn Gäste so lästig sind.
 
Gibt es denn wirklich niemand unter den Anhängern eines Rauchverbots, der bereit ist, das Risiko einzugehen, eine rauchfreie Gaststätte aufzumachen? Und wenn nicht, warum wohl?
 
Erstens ist es nicht Aufgabe der Gäste, deren Wunsch nicht befriedigt wird, in die Gastro-Branche einzutreten,

zweitens, wie ich in Punkt 7 schon schreibe, ist logisch das bei Rauchfreiheit eines einzelnen Lokals die rauchenden Gäste ins nächste gehen, und der Wirt Gäste verliert (oder das zumindest denkt). Deswegen lässt er es beim alten, tut nichts, bzw. wartet auf eine Lösung für alle, bei dem niemand Gäste verliert, weil Raucher dann eben nicht in ein anderes Lokal wechseln.

Zudem will kein Wirt der Welt einem Gast "Nein" sagen, so wird er immer ja sagen, selbst wenn er Gefahr läuft Gäste durch den Qualm zu verlieren. Und naja, dann sind da ja noch die wirkungslosen Lüftungsanlagen denkt der schlaue Wirt, wenn ich die paar tausend dafür ausgebe, ist der Rauch weg, und ich kann alle ansprechen, denkt der Wirt, und alles bleibt beim alten.

Wie gesagt, klassischer Fall von Marktversagen ? aber vollends.
 
Ich zicke nirgendwo rum.
Wo der Wirt das Rauchen zulaesst
denke ich mir F*ck You und gehe nicht
hin (-> sein Verlust).

Starbucks betreibt uebrigens erfolgreich rauchfreie Cafes.
 
SebastianP25 sollte erst mal an seiner Rechtschreibung arbeiten,ehe er an der Intelegenz der Gastwirte zweifelt.
Niemandem in diesem Land wird vorgeschrieben,ein Lokal zu betreten,in dem geraucht wird.In öffentlichen Gebäuden,die ich früher oder später gezwungen bin sie zu betreten,habe ich vollstes Verständnis dafür.Aber selbst im Bundestag,also dem öffentlichsten aller deutschen Gebäude,wehrt man sich gegen diesen eklatanten Eingriff in die Freiheit jedes Einzelnen.Randbemerkung: Ich bin selber seit zwei Jahren Nichtraucher.
 
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