Gastgewerbe Gedankensplitter


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Dienstag, Juli 04, 2006

Mehr als ein Katalog.

Im Hitflip Merchant Blog wird ein Referat von Markus J. Krechting von Neckermann.de auf dem Kongreß Challenging Communications am 3. Juli 2006 kurz zusammengefaßt:
"Für Neckermann bedeutet das Internet im Unterschied zum Katalog eine Ausweitung in drei verschiedenen Dimensionen. Zum ersten kann man zu den bestehenden Produkten mehr Informationen anbieten. Zum zweiten kann man per Internet zu vernünftigen Kosten mehr Reichweite erreichen. Zum dritten kann man im Internet mehr Sortiment anbieten und sogar Fremdsortimente integrieren."
Was kann man als Gastronom und Hotellier daraus lernen:
  • Bieten Sie zu Ihrem Haus und zu Ihren Produkten mehr Informationen als unbedingt notwendig. Websites von Restaurants, die z.B. die nicht einmal ihre Speisekarte online stellen oder keine Preise angeben, sind mir ohnehin ein Greuel. Aber man kann online darüber hinaus auch das Informationsbedürfnis solcher Besucher befriedigen, die mehr wissen wollen. Ein eigenes Beispiel ist meine Ankündigung, Tradewinds Iced Tea auszuschenken.
  • Natürlich sind in erster Linie Übernachtungsanbieter und Gaststätten in touristisch interessanten Regionen an größerer Reichweite interessiert. Aber man kann sich auch als gastronomischer Betrieb, der abseits liegt, interessant machen. So trudeln in unser Bamberger "Café Abseits", das abseits der Touristentrampelpfade der Bamberger Altstadt liegt, häufig sogar ausländische Gäste ein, etwa aus Italien, Österreich oder den USA. Und in diesen Wochen werden wir von Engländern heimgesucht, von denen knapp 300 in Bamberg wohnen, um von hier aus Spiele der Fussballweltmeisterschaft sich anzuschauen und Bamberger Bier zu genießen. Dazu hat unser Image als Bierspezialausschank beigetragen und die lobende Erwähnung in englischsprachigen Kneipenführern, Foren von Bierliebhabern oder im Online Beer Guide to Bamberg and Franconia.
  • Auch die Chance, Fremdsortimente anzubieten auf der eigenen Website, wird noch zu selten genutzt. Ein fast schon klassisches Beispiel ist das Berliner Restaurant Sophieneck, das in Zusammenarbeit mit einem Kulturarrangements-Service Stadtführungen anbietet.