Gastgewerbe Gedankensplitter


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Montag, Juli 03, 2006

NGG Bayern schmeisst sich an die Linkspartei ran.

Der bayerische Landesverband der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß, Gaststätten positioniert sich immer mehr im politischen Abseits. So biederte sich der stellvertretende Landesvorsitzende der bayerischen Mini-Gewerkschaft, Peter Schmidt, am Samstag auf der Landesmitgliederversammlung der bayerischen SED/PDS/Linkspartei in den Bamberger Haas-Sälen als Gastredner an (siehe dazu eine Einladung (PDF) der Kommunisten), um deren für die Zeit ab dem 15. Juli 2006 geplante Mindestlohnkampagne zu unterstützen.

Er forderte - entgegen der Beschlußlage des Deutschen Gewerkschaftsbundes - einen Mindestlohn in Höhe von 8 Euro, verschwieg aber, daß seine Gewerkschaft vor wenigen Tagen mit der Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband einen neuen Entgelttarifvertrag abgeschlossen hat, dessen unteren Stufen weit darunter liegen.

In einer Pressemitteiung der NGG Bayern zu diesem Tarifvertrag ("Neuer Mantel- und Entgelttarifvertrag") wird davon gesprochen, er gelte für die "150.000 Beschäftigten des bayerischen Gastgewerbes". Dies ist schlichtweg falsch. Er gilt nur für solche Beschäftigungsverhältnisse, bei denen der Arbeitgeber Mitglied des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes ist (schätzungsweise 40% aller Arbeitgeber) und bei denen zugleich der Arbeitnehmer Mitglied der NGG ist (schätzungsweise weniger als 5 Prozent; wohlweislich werden keine branchenbezogenen Mitgliedszahlen der NGG veröffentlicht).