Gastgewerbe Gedankensplitter



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Montag, September 18, 2006

Wirtshaeuser als Nachrichtenboersen.

In dem Artikel "Ort des Saufteufels und der Demokratie" von Gerhard Meszaros, in: Die Presse vom 18. September 2006 (via Speisekarten-Seite.de von Thorsten Sommer), werden eine Reihe von Zitaten des Wiener Historikers Prof. Dr. Martin Scheutz über die Geschichte des Wirtshaus in der Neuzeit wiedergegeben.

In der "guten alten Zeit" sah die Welt noch etwas anders aus als heute:
"Die Wirte gehörten in der Frühen Neuzeit zur Oberschicht der Gesellschaft. 'Um ein Wirtshaus zu eröffnen, war viel Kapital notwendig, das musste man sich leisten können', so Scheutz. Der Einfluss der Wirte war auch der zentralen Rolle ihrer Unternehmen zuzuschreiben. 'Wirte waren immer besser informiert als die anderen.' Und das wussten sie für ihre persönliche Macht zu nutzen. Die Zusammensetzung der Stadträte war neben den Händlern und Kaufleuten stark von den Wirten geprägt. Scheutz: 'Das spiegelt, im Sinne von Max Weber, den Zusammenhang von ökonomischer Potenz und politischer Repräsentation wider.'
Lang, lang ist es her... Heute lassen sich die Gastronomen von Sesselfurzern und Politikern ins Bockshorn jagen.

Mehr über die "Zur Geschichte des Restaurants".