Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, Oktober 21, 2006

Auf der Suche nach einem Image.

Wolfgang Burgard, der Chef der deutschen Carlsberg-Tochter, hat der "Rheinischen Post" ein Interview gegeben: "Carlsberg-Chef: "Bier muss Wellness werden", in: Rheinische Post vom 20. Oktober 2006.
"Stattdessen wächst das Plastikflaschen-Bier ungemein. Damit wiederum haben wir nicht gerechnet. Aber bei Licht betrachtet ist das gar nicht so abwegig. Geschmacklich tut sich das wenig."
Stimmt. Bei Fernsehbieren kann auch ich keinen Unterschied schmecken. Und wirklich gute Biere werden in so einem Zeug nicht abgefüllt."
"Wie bekommen wir die Frauen zum Bier. Sorten mit weniger oder ohne Alkohol - auch beim Weizen - werden deshalb wichtiger, aber auch milderes Bier. Da hat Becks uns mit 'Gold' schon was vorgemacht - das muss die Branche anerkennen. Bier-Mix-Getränke schwimmen auf einer ähnlichen Welle.
Alle Brauereistrategen, die starken Frauen schwache Biere aufschwatzen wollen, sollten sich mal die Bilder vom Bockbieranstich der Bamberger Mahr's Bräu anschauen. Oder besser noch die Bockbiersaison in Bamberg nutzen, um vor Ort einen Blick auf die Menschenmassen und insbesondere den sehr hohen Anteil junger Männer und vor allem Frauen werfen, die an Bockbieranstichen teilnehmen.
"Es wird jetzt stark um werbewirksame Schlüsselbegriffe gehen. So wie in der Hotelbranche. Da hieß die Wanne früher 'Schwimmbad', dann 'Pool' und heute 'Wellness-Oase'. So was brauchen wir jetzt für's Bier."
Vielleicht sollte Carlsberg mal bei seinen Kollegen nachfragen, die das schon lange machen, wie
  • der Brauerei Karlsberg ("Karla"),
  • der Staatlichen Brauerei Weihenstephan ("XAN") oder
  • der Klosterbrauerei Neuzelle ("Marathon").