Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Oktober 22, 2006

Veranstaltungen in mehreren Gaststaetten gleichzeitig.

Eine Küchenhure packt aus berichtet über Erfahrungen mit der "Night of Bars Wiesbaden".

Den Machern dieser Barnacht will ich mit dem Verweis auf diesen kritischen Bericht nicht in die Sahne spucken. Ich bin von solchen Konzepten überzeugt. Doch aus Fehlern lernt man und aus Fehlern anderer billig.

Die angeblichen Fehler, von denen berichtet wird, sind nicht nur für solche Gemeinschaftswerbeaktionen typisch, sondern passieren auch bei Aktionen und sogar bei der Gestaltung von neuen gastronomischen Konzepten:
  • Der Ablauf wird nicht aus der Sicht eines Besuchers/Teilnehmers/Gastes gedanklich durchgespielt bzw. bei vergleichbaren Betrieben oder Events ausprobiert. Z.B. ist es bei Veranstaltungen, die an mehreren Orten verteilt stattfinden, extrem wichtig, daß die Teilnehmer wissen, wie und wann es weitergeht. Ausserdem sollten Missgeschicke simuliert werden und wichtige atypische Abläufe. Idealerweise gibt es eine zentrale, allseits bekannte und jederzeit erreichbar Telefonnummer, bei der man sich informieren kann. Besser noch "Scouts" sind am Abend präsent, bei denen man sich persönlich erkundigen kann.
  • Die Teilnahmebedingungen müssen klar sein und umfassend kommunziert werden. Z.B. durften sich die Gäste in einigen Bars nicht an die Tische setzen. Das ist verständlich aus der Sicht des Betreibers und wird von den Teilnehmern auch akzeptiert, wenn sie es vorher gesagt bekommen.
  • Wenn sich gastronomische Betriebe präsentieren, sollte sie ihr übliches Niveau eher zu übertreffen versuchen als es abzusenken. Wenn man wegen Überfüllung das Sortiment oder den Service einschränken muß, sollte man dies kommunizieren, sich dafür entschuldigen. Die meisten Besucher werden verstehen, daß es ein außerwöhnlicher Abend ist.
  • Wenn eine Bar normalerweise Cocktails à la carte mischt, sollte man an solchen Tagen nicht auf vorgemischte Drinks ausweichen. Oder man überläßt den Gästen die Wahl, ob sie schnell einen vorgemischten Cocktail trinken wollen oder die Geduld aufbringen, auf einen frisch gemischten Cocktail zu warten. Es wird wohl auch akzeptiert, wenn man besonders aufwendige Cocktails an solchen Tagen verweigert und dies vorher klar kommunziert.
Über ähnliche Konzepte haben wir bereits berichtet:

Kommentare:
Ich werde am 04.11. in Zürich sein.
Dort gibt es das Event:

Die lange Nacht der Hotelbars.

http://www.dielangenachtderhotelbars.ch

Bin sehr gespannt wie diese aufgebaut ist.
 
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