Gastgewerbe Gedankensplitter



Dienstag, Januar 31, 2006

Blog-trifft-Gastro 2006: Historische Speisekarten.

Herr Pratsch von der Hotelfachschule Heidelberg, bei der wir am letzten Samstag zu Gast sein durften, hat jedem Teilnehmern ein Faksimile einer historischen Speisekarte geschenkt. Thorsten Sommer von der Speisekarten-Seite.de erhielt standesgemäß sogar ein Origial (siehe die Fotos von Theo Huesmann).

In der Kürze der Zeit habe ich mir von den vielen historischen Speisekarten, die ausgestellt worden waren, leider nur einen Teil oberflächlich anschauen können.

Die Abbildungen dieser Speisekarten sollten online gestellt werden, damit sie der Welt zur Verfügung stehen, am besten mit Erläuterungen und Verweisen
  • zu den historischen Hintergründen,
  • zu den Gästen, für die spezielle Speisefolgen und Menükarten entworfen worden sind,
  • zu den Gerichten, Zutaten usw., die es heute teilweise gar nicht mehr gibt bzw. aus der Mode gekommen oder verboten sind,
  • zu korrespondierenden Speisekarten anderer Sammlungen.
Sicherlich ist so etwas von der Hotelfachschule nicht zu leisten. Aber vielleicht gibt es Studierende auch anderer Fach- und Hochschulen, Wissenschaftler, für die dies ein spannendes Forschungsthema wäre und im Rahmen von Diplomarbeiten und Disserationen angreifbar. Und vielleicht gibt es auch Sponsoren, die sich nützlich machen wollen. Ich unterstelle vorlaut, daß seitens der Hotelfachschule keine Gründe dagegeben sprechen.

Siehe zu diesem Thema auch frühere Beiträge: "Historische Speisekarten" und "Zur Geschichte des Restaurants".

Brauereien und Gasthausbrauereien in der Schweiz.

Philippe Corbat hat seine Linksammlung "Beers in Switzerland" aktualisiert. Enthalten sind auch einige auf Bier spezialisierten Shops, Bierfestivals.

Montag, Januar 30, 2006

Bankraeueber.

Sie sollten ihr Bankkonto genau beobachten. Einige Krankenkassen haben zu hohe Sozialversicherungsbeiträge eingezogen. Über die Hintergründe informiert "krankenkassen direkt": "Datenpanne: Firmen durch zu hohe Sozialbeiträge belastet".

Awards fuer Hotels.

Welche Preise, Auszeichnungen, Awards gibt es für besonders gelungene Hotels?

Ich fange mal an mit den mir bekannten internationalen Auszeichnungen:Weiter geht es mit deutschen Awards:
  • Die Busche Verlagsgesellschaft vergibt einen Preis zum "Wellness Hotel des Jahres" als Anerkennung und Würdigung für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wellness-Hotellerie.
  • Hogast, Österreichs führende Einkaufsgenossenschaft für Hotellerie und Gastronomie vergibt, den hogast-Internet-Award für Gastronomen und Hoteliers Österreich, Bayern und Südtirol Zeit. Bewertet wird nicht das Hotel selbst, sondern der Webauftritt durch eine Fachjury. Es gibt zusätzlich auch einen Publikumsabstimmung, deren Ergebnis in die Gesamtauswertung einfließt.
  • Der Leadersclub Deutschland vergibt jährlich einen Leaders Club Award für neue und innovative Gastro-Konzepte. Hotels kommen also dann in Frage, wenn das integrierte gastronomische Konzept neu und innovativ ist. So gewann 2006 das "east" in Hamburg, eine Design-Destination mit Restaurant, Bar, Lounge und Hotel.
  • Die Herforder Brauerei vergibt den Herforder Preis an Unternehmerpersönlichkeiten, an Gastgeber mit außergewöhnliche Ideen, die beispielhafte Konzepte entwickelt haben. Dieser Preis kommt also nur für Hoteliers in Frage, die zugleich auch Gastronomen sind und z.B. mit ihrem Hotelrestaurant oder ihrer Bar Erfolg haben. Die Bewertungskriterien fokussieren auf die Person des Unternehmers. Aber natürlich fällt der Schatten des Ruhms auch auf das oder die Objekte des ausgezeichneten Gastronomen.
  • Der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. & Marcellino's vergeben gemeinsam die Rankingliste "Top 10 der deutschen Hotellerie" in acht Kategorien. Das Ranking basiert auf Berichten von Geschäftsreisende, der häufig in Hotels übernachtet. Dabei schreibt der Gast einen kurzen Kommentar und vergibt Punkte auf einer Skala von 1 bis 10 jeweils für Wohnen/Schlafen, Arbeiten, Service und Ambiente. Zusätzlich recherchieren Fachredakteure Fakten und Indizes. Die Ergebnisse werden jährlich veröffentlicht, zuletzt im Buch "Marcellino?s Hotel Report Deutschland 2005/2006. 555 Insidertipps für Geschäftsreisende". Geboten wird ein aktueller Überblick über die Hotel-Szene in Deutschland. Wo träumt man auf Rosen gebettet? Wo ist das Interieur zu schön, um beim Schlafen die Augen zu schließen? Außerdem verraten Promis verraten ihre Insider-Tipps. Ein Index mit über 40 Optionen verrät Besonderheiten der Hotels.

Sonntag, Januar 29, 2006

Freunde, Links, Weblogs.

Seine Worte sind mir etwas zu schmalzig. Doch im Kern drückt er richtig aus, warum er und ich und viele andere bloggen. So kann ich auf ihn verweisen, wenn mich jemand entgeistert fragt, warum ich mich um Gottes willen für acht Stunden in ein Auto bzw. in die Bahn gesetzt habe, um am Blog-trifft-Gastro 2006 teilzunehmen. Carolin Wiedemann hat den Journalisten und Blogger Peter Praschl interviewt: "Kiemenatmung auf dem Sofa", in: Heise vom 28. Januar 2006.

Er antwortet auf den üblichen Vorwurf, Blogger würden "reale Kontakte" vernachlässigen:
"Ich selbst habe durch mein Weblog viele enge Beziehungen zu Leuten aufgebaut, die mir unter den Bedingungen des Realen ? sozusagen als carbon units - nie begegnet wären. Wie hätte ich einen Marcel-Proust-Leser, der gerade in Ecuador für die Unesco arbeitet, je kennen lernen können? In der Blogosphäre entstehen Freundschaften zwischen Menschen, die einander durch Wörter, Texte näher kommen als viele Körper, die sich aufeinander einlassen. Ich komme mit Menschen zusammen, weil sie ähnliche Weltbilder und Psychen haben wie ich, und nicht nur, weil sie einfach in derselben Straße in Bahrenfeld wohnen."
"Das Interview ist eine Vorveröffentlichung aus dem neuen Netz-Magazin WebWatching (ab 01.02.2006), das Studierende des Hamburger Instituts für Journalistik und Kommunikationwissenschaft entwickelt haben."

Samstag, Januar 28, 2006

Blog-trifft-Gastro 2006: Hotelfachschule Heidelberg.

Heute nachmittag ab 14.30 Uhr führt uns Erik Pratsch durch die Hotelfachschule Heidelberg. Wer nicht dabei sein kann, kann sich die Räume in einer Virtuellen Tour (Panoramabilder) anschauen.

An der Hotelfachschule Heidelberg kann man sich ausbilden lassen zum:
  • Staatlich geprüfter Hotelbetriebswirt / Staatlich geprüfte Hotelbetriebswirtin mit Ausbildereignung,
  • Staatlich geprüften Gastronom / Staatlich geprüften Gastronomin
  • Staatlich geprüften Sommelier / Staatlich geprüften Sommeliere. Die Fachschule für Sommeliers ist die einzige Einrichtung in Deutschland, in der die Sommelier-Weiterbildung in Vollzeitform (einjährig) angeboten wird.
Diese Führung durch die Hotelfachschule Heidelberg ist ein Modul von Blog-trifft-Gastro 2006.

Vorab gibt es zur Begrüßung eine Schokoladenverkostung und Informationen rund um die süße Verführung durch Michaela Schupp von der chocolats-de-luxe.de GmbH.

Das ganze Programm.

Freitag, Januar 27, 2006

Erstmalig kostenlose Beratung zur Speiseplanoptimierung auf der Internorga.

Nestlé FoodServices, einer der führenden Aussteller auf der alljährlich stattfindenden Internorga vom 3. bis 8. März auf dem Hamburger Messegelände, setzt auch 2006 wieder Maßstäbe in der Kunden- und Serviceorientierung. Während der sechs Messetage können sich erstmalig interessierte Küchenchefs aus allen Bereichen des Foodservice-Marktes kostenlos und unverbindlich zum Thema "Gesund Essen und Speiseplangestaltung" beraten lassen. Das ernährungswissenschaftliche Team von Nestlé FoodServices bietet dieses Beratungsthema an, weil ein attraktives und gesundheitlich ausgewogenes gastronomisches Angebot zu einem der entscheidenden Erfolgsfaktoren im Außerhaus-Markt geworden ist. Ziel dieser individuellen Beratung ist es, das gastronomische Angebot optimal auf die aktuellen Trends, die Gästeerwartungen vor Ort sowie die küchentechnischen Möglichkeiten anzupassen. Aus diesem Grund lädt das kompetente Beratungsteam aus dem Schulungszentrum der Nestlé FoodServices alle Interessierten ein, auf den Stand EG 06 in Halle 12 zu kommen.

Für eine optimale, praxisnahe Beratung wird den Interessenten empfohlen Speisepläne bzw. Speisekarten mitzubringen. Sollte sich während der Beratung herausstellen, dass eine umfangreiche, grundlegende Analyse und Optimierung sinnvoll ist, schicken die Profis von Nestlé FoodServices dem jeweiligen Kunden nach der Messe eine detaillierte Speiseplanung zu.

Nestlé FoodServices GmbH Internorga 2006 Halle 12, Stand EG 06 (Quelle: Pressemitteilung von Nestlé Foodservice).

Hotellerie und Gastronomie setzen auf Fußball-WM:

Deutschlands Gastronomen und Hoteliers fiebern dem Mega-Event des Jahres 2006 - der Fußball-Weltmeisterschaft - entgegen. Der ohnehin schon boomende Städtetourismus wird durch das nach Olympia weltweit größte Sportereignis noch weiter wachsen. Davon profitieren vor allem Gastronomie und Hotellerie, erklären Fachleute im Vorfeld der 80. INTERNORGA vom 3. bis 8. März auf dem Hamburger Messegelände.

Allgemein wird der Deutschland-Tourismus immer beliebter. 2004 verzeichnete die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp neun Prozent bei Übernachtungen ausländischer Touristen.
"Im vergangenen Jahr wurde erstmals die 45-Millionen-Grenze übertroffen"
berichtet DZT-Pressesprecherin Martina Binhack.
"Diese positive Entwicklung setzt sich fort. In den ersten zehn Monaten 2005 hatten wir bereits 42 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste - ein Plus von sechs Prozent gegenüber 2004"
so Binhack weiter. Die größten Zuwächse ausländischer Gäste gab es aus den USA, der Schweiz und Großbritannien. Insgesamt ist nach wie vor die Niederlande Gäste-Nation Nummer eins in Deutschland vor den USA und Großbritannien.

Doch vor allem die Deutschen entdecken ihre Heimat wieder. Ihr Anteil am gesamten Deutschland-Tourismus beträgt 73 Prozent. Das am stärksten steigende Tourismus-Segment ist der Städtetourismus mit einem Plus von 7,8 Prozent (2004). Bei den so genannten "Magic Cities", den neun größten deutschen Städten, stiegen die Übernachtungen zwischen 2001 und 2004 im Durchschnitt um 10,8 Prozent, wobei Hamburg (+23,9%), Köln (+18,2%) und Berlin (+16,9%) herausragten.
"Der Trend geht weg von dem einen großen Jahresurlaub hin zu mehreren kürzeren Reisen. Davon profitiert vor allem der Städtetourismus"
erklärt Dr. Bettina Bunge, Marketingleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung der Hamburg Tourismus GmbH (HHT).

Große Erwartungen haben Hotellerie und Gastronomie an die Fußball-WM. Martina Binhack:
"Die Fußball-WM ist ein großer Wirtschaftsfaktor. Wir erwarten nach konservativen Prognosen rund fünf Millionen zusätzliche Übernachtungen. Schon im Vorfeld des Ereignisses gibt es Steigerungen im Tagungs- und Kongressbereich. Zudem sollen rund 50.000 neue Arbeitsplätze - darunter etwa 20.000 dauerhafte Jobs - geschaffen werden."
Nicht nur die nackten Zahlen zur WM, sondern vor allem die Folgewirkungen seien entscheidend, meint Dr. Bunge:
"Ich erwarte einen Wettbewerb der WM-Städte um das beste Image bei den Gästen. Es werden Bilder und Berichte aus den jeweiligen Regionen um die Welt gehen. Die WM ist eine große Chance für den Tourismus der nächsten Jahre."
Und Tourismus sorgt für Umsatz.
"Der touristische Gesamtkonsum in Deutschland erreicht pro Jahr ein Volumen von rund 135 Milliarden Euro"
"erklärt Binhack. Davon entfielen etwa 108 Milliarden Euro auf inländische Touristen. Rund 2,8 Millionen Beschäftigte sind im erweiterten deutschen Tourismus-Bereich tätig. Der Besuch von Verwandten und Freunden, Shopping sowie Events und Veranstaltungen sind die wichtigsten Anlässe für den Städtetourismus, weiß Dr. Bunge. In Hamburg beispielsweise, hat die HHT ermittelt, landen durchschnittlich 32 Prozent des Gäste-Budgets in den Kassen der Gastronomie, rund 14 Prozent der Ausgaben gehen an die Hotellerie.

Wichtige Impulse im WM-Jahr erhalten Gastronomen und Hotelliers auf der INTERNORGA. So raten Gregor Maihöfer, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Hamburg, und Manfred Schulze-Smolka, Hotelier und Vizepräsident des Dehoga Hamburg, ihren Kollegen, die Chancen der Fachmesse zu nutzen.
"Die Kurzfristigkeit selbst ist heute der Trend in der Gastronomie. Die Gast will ständig etwas Neues. Da ist die Leitmesse INTERNORGA als Orientierungshilfe und Ideengeber von unschätzbarem Wert"
so Maihöfer. Und der Hotelier Schulze-Smolka sagt:
"Im Hotel muss praktisch immer etwas erneuert werden, weil es verbraucht ist oder dem Zeitgeist nicht mehr entspricht. Wenn Investitionen anstehen, sollten diese möglichst noch vor der WM angegangen werden. Die INTERNORGA bietet eine Fülle von Tipps und Anregungen und zeigt aktuelle Trends ? von der Hotelzimmer-Ausstattung bis hin zu Details wie der Speisekarten-Gastaltung."
Die INTERNORGA 2006, 80. Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist vom 3. bis 8. März 2006 täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Rund 950 Aussteller aus mehr als 20 Ländern präsentieren Neuheiten, Trends und Komplettlösungen für den Außer-Haus-Markt. Eintritt für Fachbesucher: 23 Euro (Zweitageskarte 32 Euro), Fachschüler: 10 Euro. Der Einlass erfolgt nur nach Legitimation als Fachbesucher. (Quelle: Pressemitteilung der Hamburg Messe).

Zum geplanten Verbot von Alkoholwerbung.

Die Fachzeitung "Lebensmittel-Praxis" berichtet am 25. Januar 2006 über Pläne der EU-Kommission, Werbung für Bier zu regulieren: "Bier: Brauer fürchten Brüssels Pläne".

Aus der Sicht der Gastronomie wie auch des Getränkefach- und Einzelhandels sind die geplanten Einschränkungen der Werbung für Bier zwiespältig zu beurteilen. Generell ist bei solchen und ähnlichen Regulierungen (wie etwa der Alcopop-Steuer, dem Rauchverbot in der Gastronomie oder der Pflicht, Genfood zu kennzeichnen) zu befürchten, daß der Aufwand für die Gastronomie, diesen Regelungen zu entsprechen, steigt und die Konsumenten verunsichert werden und lieber privat konsumieren.

Die geplanten Änderungen im Detail:
  • Die Erhöhung der Alkoholsteuer führt zu einer Veränderung der Struktur der Getränkenachfrage. Bestimmte Betriebstypen, für die ein höherer Konsum von Spirtiuosen, Wein oder Bier ein zentraler Stellenwert im Konzept zukommt, leiden darunter (je nach der Ausgestaltung - also ob die Alkoholsteuer oder Biersteuer erhöht oder auch eine Weinsteuer eingeführt wird).
  • das geplante Werbeverbot für Bier und für andere alkoholische Getränke lenkt Werbebudgets weg vom Fernsehen, Printmedien, Internet und vor allem weg vom Sportsponsoring und treibt sie in die Läden der Vertriebskanäle. Gaststätten und Einzelhandel sind dann die Orte, an denen für Alkoholika geworben, neue Produkte bekannt gemacht werden können. Die Industrie wird sich ihre Plätze in Gastronomie und Einzelhandel teuer erkaufen müssen.
  • Das Verbot von Alkoholwerbung erschwert die Werbung für neue Produkte und zementiert bestehende Marktanteile von Marken ein. Die Marktführer können ihre Marketingbudgets verringern und ihre Profite steigern oder sie reduzieren ihre Preise.
  • Die Industrie wird versuchen, über Umwege zu werben, etwa in den Urlaubsregionen der Deutschen und über ausländische Medien, die in Deutschland vertrieben werde.
  • die geplante Einschränkung des Verkaufs und eine Erhöhung des Alters, ab dem Alkohol gekauft werden darf, trifft vor allem solche Konzepte, die sich an Jugendliche und junge Erwachsene wenden. Der Effekt ist jedoch gering, da Jugendliche Alkohol in Gruppen konsumieren und sich über ältere Gruppenmitglieder Alkohol beschaffen.
  • Infolge all dieser geplanten Maßnahmen wird der Alkohol-Schmuggel, das illegale Brennen von Alkohol und das legale Heimbrauen von Bier zunehmen. Da die Regelungen zum legalen Brennen von Alkohol durch Private in der Europäischen Union nicht harmonisiert sind, werden große Mengen privat gebrannten, nicht versteuerter Alkoholiker den Markt überschwemmen. Im Inland wird es meist kaum zu erkennen sein, ob diese Produkte etwa in Polen legal oder illegal gebrannt worden sind. Nachteilig für die Gastronomie ist, daß Produkte dieser alternativen Beschaffungswege in der Regel nicht in der Gastronomie konsumiert werden.

Wellness Who is Who.

Wellness Who is Who ist der in einer Auflage von 25.000 Exemplaren erscheinende, deutsch-/englischsprachige Branchenführer des Deutschen Wellness Verbandes. Gelistet sin Wellness-Anbieter vom Hotel bis zum Anti-Aging-Institut ihre Geschäftspartner und Bezugsquellen: Hersteller, Lieferanten, Dienstleister, Medien, Messen, Veranstalter, Verbände und Organisationen rund um Beauty, Fitness, Spa und Health.

Anläßlich der Fachmesse Beauty International in Düsseldorf im März 2006 erscheint eine Null-Nummer. Im Juli folgt die Hauptausgabe 2006, ab März 2007 Neuausgaben im Jahresrhythmus.

SPD fordert Mindestlohn.

Der SPD-Vorsitzende Klaus Platzeck hat sich laut einer Meldung des Spiegels vom 27. Janar 2006 ("Platzeck erwärmt sich für Mindestlöhne") auf der Bezirkskonferenz des DGB Berlin-Brandenburg für einen Mindestlohn wie in den USA ausgesprochen. Diese Forderung wurde bereits auf der letzten Vorstandsklausur in Mainz beschlossen (siehe: "In der SPD gibt es keine alten Gräben mehr", in: Hamburger Abendblatt vom 17. Januar 2006).

Er hätte vielleicht, damit ihn seine Gewerkschaftsfreunde nicht mißverstehen, auch erwähnen sollen, daß der gesetzliche, bundesweite Mindestlohn in den USA 5,15 US-Dollar beträgt, also umgerechnet 4,34 Euro.

Relaunch der Website des Deutschen Wellness Verbandes.

Auf der relaunchten Website des Deutschen Wellness Verbandes können Gäste ihre persönlichen Erlebnisse mit Wellness-Angeboten schildern: "Wellness-Erfahrungen", ein Angebot, von dem bisher aber noch kein Gebrauch gemacht worden ist.

Fast so als würde man unsere Empfehlungen mitlesen, bietet der Deutsche Wellness Verband statt eines Newsletters einen RSS-Feed an.

In der Rubrik Rezepte stellt der Sporternährungs-Fachmann und Küchenchef Roy Kieferle eine wechselnde Auswahl an schnell umsetzbaren Rezepten aus der Wellness-Vitalküche vor. Roy Kieferle
"ist der Pionier der Naturkostküche in Deutschland und kocht seit über zwanzig Jahren in seinem Restaurant 'Wagnerstüble' im Luftkurort Dobel (Scharzwald). Durch zahlreiche Fernsehsendungen und eigene Serien ist er einem Millionenpublikum bekannt. Daneben schätzen Profi- und Spitzensportler seine Beratung. Zu Kieferles "Kundschaft" gehören so bekannte Bundesligavereine wie der VfB Stuttgart, Bayer Leverkusen und der SSV Ulm."
Die Rezepte stammen aus dem Buch "Das Fitness-Duo", das Roy Kieferle zusammen mit dem Diplom-Sportlehrer Michael Kutzner verfasst hat.

Regionale Verpflegungsstrategien.

"Aus der Landschaft auf den Teller" (PDF, ca. 1 MB) - unter diesem Motto stellt Tafelfreuden Bodensee 8 Besipiele für nachhaltige Verpflegungsstrategien rund um den Bodensee in einer Broschüre vor.

FrankFOOD: Regionale Lebensmittel in Frankfurts Schulkantinen.

FrankFOOD heißt das Gemeinschaftsprojekt, mit dem die Verbraucherzentrale Hessen und das Institut für ländliche Strukturforschung den Einsatz von regionalen Qualitätslebensmitteln in der Verpflegung von Ganztagsschulen in Frankfurt fördern wollen. Das Schulamt Frankfurt unterstützt das Modellprojekt aktiv. FrankFOOD wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.

Im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Institut für Agrarökonomie der Universität Göttingen stellten die Projektpartner am 7.12.2005 im Frankfurter Ökohaus Ziele und Hintergründe von FrankFOOD und dem Göttinger Parallelprojekt einer interessierten Fachöffentlichkeit vor. Im Workshop wurden Praxisbeispiele aus dem Bundesgebiet und Konzepte moderner Ernährungsbildung präsentiert sowie Chancen und Potenziale einer regionalen Lebensmittelversorgung diskutiert.

Der Ausbau von Ganztagsschulen mit der Verpflichtung zum Angebot einer warmen Mittagsverpflegung für die Schüler eröffnet für mögliche Lieferanten und Anbieter aus den angrenzenden Frankfurter Regionen neue Absatzchancen. Die Belieferung von Schulküchen und Caterern mit regionalen Produkten stärkt die regionale Wirtschaft und schont auch die Umwelt.

Ziel des FrankFOOD?Projektes ist es, bis Sommer 2006 mit drei ausgewählten Schulen und Kooperationspartnern in Frankfurt machbare Konzepte umzusetzen. Bis zum Projektende 2007 ist die Ausweitung auf drei bis fünf weitere Schulen geplant. Im Rahmen des Modellprojektes werden Caterer z. B. bei der Optimierung ihres Angebotes beraten, regionale Erzeuger beim Aufbau neuer Vermarktungskanäle und der Verbesserung der Logistik unterstützt.

Das Thema Ernährung und Landwirtschaft aus der Region soll bei Lehrern, Schülern, Eltern, Caterern, Erzeugern und Lieferanten geweckt und die Themen im Bildungsprozess umgesetzt werden.

Anlass der Projektvorstellung von FrankFOOD war eine Gemeinschaftsveranstaltung mit dem Institut für Agrarökonomie an der Georg-August-Universität Göttingen. Das zeitgleich gestartete Göttinger Forschungsprojekt "Regionale Verpflegung in Ganztagsschulen" wurde ebenfalls präsentiert. Anschauliche Beispiele aus der Praxis lieferten auch Gemeinsames Fazit der Experten: Der Aufbau gemeinsamer Netzwerke mit regionalen Akteuren ist von zentraler Bedeutung.

Zum Teilnehmerkreis des ersten Treffens gehörten Anbieter von Schulverpflegung, Verbandsvertreter der regionalen Landwirtschaft, Vertreter interessierter Schulen, von Ministerien und Interessensverbänden.

Donnerstag, Januar 26, 2006

Dialogforen der AHGZ auf der Intergastra.

Zu zwei Dialog-Foren mit hochaktuellen Themen lädt die Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung während der Intergastra in Stuttgart ins Congresscentrum A.

Dialog Forum Gastronomie, Pierre Nierhaus
Fit für die Zukunft - Trends weltweit und ihre Umsetzung
Vortrag am Montag, 20. Februar 2006, 11:30 Uhr

Die Aufbruchstimmung nutzen! Nach schwierigen Jahren sieht Pierre Nierhaus für die Gastronomie die Zeit gekommen, optimistisch nach vorn zu blicken und durchzustarten. Gerade jetzt können Mittelständler ihre Vorteile ausspielen: Kreativität, Flexibilität und Schnelligkeit bei der Umsetzung neuer Konzepte und Strategien. Welche Entwicklungen zu berücksichtigen sind und wie zukunftsweisende Konzepte aussehen, zeigt er an Beispielen aus Trendmetropolen rund um den Globus. Nierhaus, selbst Gastronom und Konzeptentwickler, zeigt auf, was davon hierzulande anwendbar ist und gibt Profitipps zur Umsetzung.

Diskussionsrunde: Junge Unternehmer zeigen neue Wege - Mit Optimismus in die Zukunft, Moderator: Pierre Nierhaus.

Was hebt erfolgreiche Gastronomen von anderen ab? Wie sehen ihre Visionen und Konzepte aus? Was haben sie als Schlüssel zum Erfolg erkannt? Welche Chancen sehen sie für den Nachwuchs? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderator Pierre Nierhaus mit fünf Erfolgsgastronomen. Mit dabei auf dem Podium: Franziska Schumacher.

Dialog Forum Hotellerie, Dr. Gisela Hank-Haase
Wirtschaftlichkeit und Rentabilität von Wellnessbereichen in Hotels,
Vortrag am Dienstag, 21. Februar 2006, 11:30 Uhr

Der Wellnessmarkt hat sich für die deutsche Hotellerie zu einem wichtigen Nachfragesegment entwickelt. Im Wettbewerb um den zahlungskräftigen Wellnessgast werden zunehmend Investitionen erheblichen Ausmaßes getätigt. Über Wirtschaftlichkeit und Rentabilität der Wohlfühloasen liegen nach wie vor wenig gesicherte Erkenntnisse vor. Die Euphorie vieler Hoteliers, mit immer aufwändigeren und größeren Anlagen erfolgreich konkurrieren zu können, kann sich leicht als Kostenfalle entpuppen.

Wie sich Wellnessbereiche für die Hotellerie als wirtschaftlich sinnvolle und für den Gesamtbetrieb rentable Investitionen rechtfertigen lassen, wird Frau Dr. Hank-Haase anhand von Zahlen, Fakten und Modellrechnungen aufzeigen.

Dr. Gisela Hank-Haase ist seit 1987 Geschäftsführende Gesellschafterin der ghh consult GmbH, Dr. Hank-Haase & Co, verantwortlich für mehr als 700 Projekte in 50 Ländern und auch tätig als Privatdozentin für die internationale Hotellerie und den Kongressmarkt.

Diskussionsrunde: Hoteliers präsentieren erfolgreiche Konzepte
Moderatorin Svenia Alberti

Welche Konzepte wurden innerhalb der Hotellerie erfolgreich umgesetzt, wie entwickeln sich Wünsche und Erwartungen potenzieller Zielgruppen, welche Trends und Tendenzen sind im Angebotsbereich zu berücksichtigen. Welche Chancen und welche Risiken ergeben sich bei neuen Investitionen? Diese und weitere Fragen diskutiert Moderatorin Svenia Alberti mit fünf Hoteliers.

Der Eintritt zu den Foren ist im Messeeintrittspreis enthalten.(Quelle: Website der Intergastra).

Für Gruendungsberater: Informationssystem startothek ist online.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte, hat gemeinsam mit Dr. Peter Fleischer, Vorstand KfW-Bankengruppe und Dr. Stephan Articus, Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände, die sog. startothek, ein zentrales Informationssystem mit allen für Existenzgründer relevanten Informationen, ins Leben gerufen.

Staatssekretär Schauerte:
"Mühsame Recherchen in Publikationen und bei zahlreichen Behörden gehören der Vergangenheit an. Mit der startothek steht ab sofort eine aktuelle umfassende und für Jedermann verständliche Datenbank mit allen Gründungsvorschriften und Genehmigungserfordernissen zur Verfügung."
Und Dr. Peter Fleischer ergänzt:
"Die ?startothek? bietet Gründungsberatern wertvolle Unterstützung dabei, angehenden Unternehmern den Weg in die berufliche Selbständigkeit zu ebnen. Die KfW Mittelstandsbank unterstützt die neue, von der Bundesregierung initiierte Beratungsplattform deshalb gerne."
Datenbank zu allen gründungsrelevanten Rechtsbereichen

Die startothek beinhaltet Informationen zu den für ein Unternehmen wichtigen Rechtsbereichen Gesellschafts- und Gewerberecht, Steuerrecht, Sozialversicherungsrecht, Arbeitsschutzrecht, Baurecht und Umweltrecht. Nach Eingabe vorhabensbezogener Daten wie Branche, Mitarbeiterzahl oder Investitionsort erstellt die startothek eine Übersicht über alle für den jeweiligen Einzelfall einzuholenden Genehmigungen und erläutert detailliert die aus Gesetzen und Verordnungen resultierenden Erfordernisse. Darüber hinaus werden Ansprechpartner und weitere Informationsquellen benannt. Auf diese Weise ermöglicht die startothek, dass Kammern, Kommunen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften und freiberufliche Unternehmensberater ihre Beratungsaufgabe künftig kompetenter, schneller und preisgünstiger wahrnehmen können.

Die Initiatoren

Die startothek wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zusammen mit der KfW Mittelstandsbank entwickelt. Das Projekt, das bereits seit Oktober 2005 erprobt wird, wird in der Startphase durch den Europäischen Sozialfonds (ESF), das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, die KfW Mittelstandsbank - und nach der Anlaufphase - durch Lizenzgebühren finanziert. Die lizenzpflichtige Phase beginnt am 1.3.2006, bis dahin haben alle Berater die Möglichkeit das Tool kostenlos zu testen.

Saarland startet flächendeckend

Als erstes Bundesland wird das Saarland mit der "Saarland Offensive für Gründer" die startothek flächendeckend anbieten. Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, erklärte als Vertreter der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände:
"Die Kommunen haben in den vergangenen Jahren ihre Aktivitäten für Existenzgründer verstärkt. Wir sind davon überzeugt, dass die Datenbank startothek auf große Akzeptanz in den Kommunen stoßen wird. Mit diesem Instrument können unsere Initiativen unterstützt werden, zentrale Ansprechpartner für die Existenzgründer zur Verfügung zu stellen. Die startothek wird zudem wesentlich dazu beitragen, Gründern bessere und schnellere Informationen zugänglich zu machen, sodass die Umsetzung von Gründungsvorhaben erheblich beschleunigt werden kann."
Die startothek steht allen Gründungsberatern unter der Homepage www.startothek.de" über eine einfache online-Anmeldung zur Verfügung. (Quelle: Pressemitteilung von Existenzgruender.de).

Kommentar: Da die bundeseigene KfW-Bankengruppe die in diesem Informationssystem angebotenen Informationen Existenzgründern nicht kostenlos zur Verfügung stellt, sondern ziemlich happige Gebühren dafür verlangt, spricht nicht gerade für ein gründungsfreundliches Klima in Deutschland. Und daß das Bundeswirtschaftsministerium so etwas noch mit Steuergeldern unterstützt, sagt mehr über die Wirtschafspolitik von Rotgrün und Rotschwarz aus, als deren Repräsentanten lieb sein kann.

Zur geplanten Abschaffung des Gaststaettengesetzes.

Laut einer Meldung der Financial Times Deutschland vom 24. Janaur 2006 plant die Bundesregierung, das Gaststättengesetz abzuschaffen: "Regierung will Hürden für Wirte beseitigen".

Ganz so durchdacht scheint mir der Vorschlag nicht. So stellen sich mir unter anderem folgende Fragen:
  • Darf nach dem Wegfall des Gaststättengesetzes jedermann, z.B. auch der Einzelhandel Alkohol ausschenken?
  • Bislang gibt es unterschiedliche Vorschriften für Öffnungszeiten. Das Ladenschlußgesetz gilt für die Wettbewerber der Gastronomie wie den Einzelhandel, Bäcker, Metzger. Für die Gastronomie gelten landesspezifische Sperrstundenregelungen. Gilt der Ladenschluß in Zukunft auch für die Gastronomie? Oder darf der Einzelhandel in Zukunft bis zur Sperrstunde verkaufen?
  • Wenn unterschiedliche Öffnungszeiten außerhalb des Gaststättengesetzes in anderer Form geregelt werden, wer soll dann nach welchen Kriterien entscheiden, ob ein Betrieb Gastronomie oder Einzelhandel ist, insbesondere da die Betriebsformen der Gastronomie und des Handels zusammenwachsen und sich immer ähnlicher werden? Siehe dazu auch unseren Artikel "Gastronomie als Käufermarkt".
  • Wie ist es einzuschätzen, wenn ein Einzelhändler seinen Kunden anbietet, auch alkoholische Getränke bei ihm zu trinken, und dann aus seinem Status als "Gastronom" folgert, daß für ihn die Ladenschlußzeiten nicht mehr gelten und er auch nach Ladenschluß verkaufen darf?
Zu begrüßen wäre es aber auf alle Fälle, wenn die Kommunen durch eine Reform des Gaststättengesetzes daran gehindert werden, weiterhin Gebühren abzukassieren, die den Aufwand maßlos übersteigern und die Antragssteller als wehrlose Opfer kommunaler Wegelagerei ausbeutet. Bislang werden, wenn ein neuer Betreiber eine Erlaubnis beantragt, rund eine halbe Monatspacht (regional unterschiedlich) fällig, obwohl der Aufwand der Behörde meist nur darin besteht, ein standardisiertes Formular auszufüllen und auszuhändigen. Sowas dürfte nicht mehr als 10 bis 20 Euro kosten, selbst wenn man, wie im öffentlichen Dienst üblich, langsam arbeitet.

Mittwoch, Januar 25, 2006

Inhalte fuer Ihre Website.

Ihre Websites mit aktuellen Inhalten zu versorgen, fällt vielen Gastronomen schwer. Nun kann man z.B. den Inhalts dieses Blogs, den Sie gerade lesen, syndizieren (zweitverwerten), wenn man mich zuvor fragt, aber er ist eher für Gastronomen gedacht und nicht für Gäste, die Ihre Website besuchen.

Aber es gibt eine Reihe von anderen RSS-Feeds, die Ihre Gäste eher interessieren dürfen und die Sie unter den jeweils beschriebenen Bedingungen zweitverwerten dürfen, so z.B. die Feeds von Wein-Plus.de.

Mein Tipp: Suchen Sie in den Katalogen mit RSS-Feeds nach Inhalten, die zum Thema Ihres Objektes passen, und fragen Sie die Autoren, ob Sie sie zweitverwerten dürfen.

Aber auch einige Web-Hostings-Services, wie z.B. 1und1.com, bieten ihren Kunden sogenannte "Content-Module", also die Möglichkeit, Inhalte (kostenlos bzw. in den Gebühren für Ihre Hostings-Dienstleistung inbegriffen) in Ihre Websites einzubauen. So habe ich in die Website unseres Catering & Partyservices Abseits Catering & Partyservice in die rechte Spalte Nachrichten zum Thema Essen & Trinken einfließen nachen. Diese Nachrichten werden automatisch aktualisiert, ohne daß ich einen Finger rühren muß.

Kostenlos verwenden darf man auch die News von Winzer.de. Sie haben dabei sogar die Wahl zwichen zwei technischen Lösungen: iFrame fuer Anfaenger und RSS-Feeds für den etwas fortgeschritterenen Homepage-Bastler. Überzeugen Sie sich aber bitte, ob dies noch gilt, wenn Sie diese Zeilen lesen, und respektieren Sie die einschränkenden Bedingungen der Autoren. Ein Beispiel, wo diese News eingebaut worden sind, ist die Website der Ferienwohnung Nahe Bingen.

Berufsgenossenschafts-Beitragsrechner.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten hat einen Beiragsrechner online gestellt, mit dem sich ein Teil der Zahllast berechnen läßt, der sogenannte Eigenumlagebeitrag. Die tatsächliche Zahllast verringert sich um eventuelle Beitragsnachlasse, die Unternehmen gewährt werden, die wenig Unfallkosten verursacht haben. Außerdem werden nicht berechnet:
  • die Insolvenzgeldumlage, die an die Bundesagentur für Arbeit weitergeleitet wird, die damit von einer Insolvenz betroffenen Unternehmen Gelder auszahlt, um Arbeitnehmern bis zu drei geschuldeten Monatslöhne zu zahlen, und
  • die Ausgleichsumlage, die an Berufsgenossenschaften mit höheren Risiken eines Arbeitsunfalls weitergeleitet wird. Mit dieser Umlage wird das Gastgewerbe gezwungen, höhere Risiken z.B. des Baugewerbes mit zu tragen (gelinde gesagt eine Unverschämtheit!)
  • evtl.Beiträge für freiwillige Höherversicherungen.
Für gastgewerbliche Business-Pläne usw. genügt es meist den Aufwand für die Berufsgenossenschaft mit ca. 2% der Bruttolohnsumme grob zu schätzen.

Lehrveranstaltung: Der Muenchner Hotelmarkt ? Moeglichkeiten und Grenzen für neue Anbieter & Quellmaerkte.

Der Fachbereich Tourismus der FH München widmet sich den Möglichkeiten und Grenzen für den Münchner Hotelmarkt ? einzelne Vorträge sind auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Unter dem Motto "Der Münchner Hotelmarkt ? Möglichkeiten und Grenzen für neue Anbieter & Quellmärkte" findet unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Gruner und Prof. Dr. Djamal Benhacine vom 06.02. bis 10.02.2006 eine praxisorientierte Lehrveranstaltung statt. Ungefähr 60 Studierende des 5. und 6. Semesters der Fachrichtung Hospitality Management werden partizipieren.

Vorträge und Gespräche mit Praktikern wie Christoph Härle, Executive Vice President Jones Lang LaSalle Hotels und Dr. Burkhard von Freyberg, Treugast Unternehmensberatung sowie Conrad Mayer, Hotelier, BHG Vizepräsident sollen zusätzliche Erkenntnisse bringen.
"Das Ziel der Veranstaltung ist, Marktchancen für neue Hotelkonzepte sowie Zielgruppen zu ermitteln"
so die beiden Professoren Gruner und Benhacine.

20 externen Personen wird nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit gegeben, nachfolgende Vorträge zu besuchen:

Dienstag, 07.02.2006 - Alte Kapelle, FH Campus Pasing
10:00 - 11:00 Uhr: Vortrag Hotelmarkt München
Christoph Härle, Executive Vice President Jones Lang LaSalle Hotels
Gasthörer & Presse herzlich willkommen

Mittwoch, 08.02.2006 - Alte Kapelle, FH Campus Pasing
10:00 - 11:00 Uhr: Vortrag Hotelmarkt München
Dr. Burkhard von Freyberg, Treugast Institute und Unternehmensberatung
Gasthörer & Presse herzlich willkommen.

Freitag, 10.02.2006 - Alte Kapelle, FH Campus Pasing
ab 10:00 Uhr - ca. 12:30 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse durch Studenten
12:30 Uhr - 13:00 Uhr: Resümee
Gasthörer & Presse herzlich willkommen

Anmeldungen von Interessierten bitte an axel.gruner@fhm.edu

Organisation & Moderation: Prof. Dr. Axel Gruner & Prof. Dr. Djamal Benhacine. Ansprechpartner: Prof. Dr. Axel Gruner, Tel. 089 - 12 56 - 21 31, axel.gruner@fhm.edu
(Quelle: Pressemitteilung von Prof. Dr. Gruner).

Laden Sie sich bitte den vollständigen Ablaufplan der Veranstaltung (PDF) herunter.

Dienstag, Januar 24, 2006

Berliner Gaenseaktie.

Burkhard Schneider berichtet in seinem Blog "Best Practice Business" über eine "Originelle Marketingaktion Berliner Gänseaktie" des Restaurants Friedenau in Berlin hin. Diese Aktion ist im Vorjahr so gut angenommen worden, daß sie wiederholt wird.

Diese Aktion weist einige clevere Details aus:
  • Das Angebot ist mengenmäßig verknappt, was den Abverkauf forciert. Man kann nur 25 Aktien bzw. Gänse kaufen.
  • Das Angebot ist zweifach zeitlich befristet: beim Verkauf der Aktien und beim Konsum der Gänse.
  • Der Erlös wird ungefähr ein Dreivierteljahr im Voraus vereinnahmt. Das spült Geld in die Kasse.
  • "Bei Abholung der Aktie findet eine sofortige Gewinnausschüttung von 10 % in Form von einer Gutschrift auf Ihren Speise- oder Getränkeverzehr statt." D.h. die "Gänseaktie" sorgt nicht nur für einen Konsum bei Einlösung der Aktie sondern auch am Tage des Erwerbs der "Aktie".
  • Die "Aktie" ist recht anspruchsvoll gestaltet.
Sie können eine vergleichbare Aktion natürlich auch mit anderen saisonalen oder nur begrenzt oder schwierig beschaffbaren Produkten durchführen, wie Trüffel, Spargel oder einem Osterlamm, aber auch Getränken wie neuem Wein oder Bockbier usw.

Siehe dazu meinen Artikel "Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe".

Ask Jeeves Pictures.

ASK Jeeves hat eine neue Bildersuchmaschine Ask Jeeves Picutres als BETA-Version online gestellt. Ich habe ein paar mir geläufige Suchbegriffe ausprobiert und bin von der Qualität der Suchergebnisse recht angetan. Ein Beispiel: Oskar Lafontaine. Mir fehlt jedoch, etwa im Vergleich zur Bildersuche von Google die direkte Anzeige der Dateigröße, der Auflösung, der Bildquelle und des Bildtitels.

Es sieht so aus, als würde Ask Jeeves den Fotos anhand des Dateinamens, des Titels und des Namens des Autors der Webseite, auf der das Bild eingebunden ist, Suchbegriffe zuordnen. Erläuterungen dazu habe ich bei Ask Jeeves (noch) nicht gefunden.

Montag, Januar 23, 2006

Saft-Blog: Der Walther.

"Der Walther" ist ein Blog der Saftkelterei Kelterei Walther GmbH & Co. KG in Arnsdorf. Im März 2005 haben wir über deren "Saft in der Bag-in-Box" berichtet.

Die Geschäftsführererin Kirstin Walther schreibt mir heute:
"Was die Saftboxen betrifft, muß ich sagen, es läuft wirklich mehr als zufriedenstellend. Allerdings weniger in der Gastronomie, mehr im Einzelhandel und im Direktverkauf. Inzwischen bundesweit und sogar schon in Polen (Warschau). Wir bieten inzwischen 3 Liter, 5 Liter und eben auch die 10 Liter an. Das Sortiment wird ständig erweitert, weil die Nachfrage so groß ist und ich hoffe, daß wir bald keine Flaschen mehr verkaufen müssen."
Zur Intention ihres Blogs schreibt Kirstin Walther in ihrem ersten Eintrag:
"lange Zeit wußte ich nicht, was es mit diesen "Weblogs" auf sich hat. Erst als ein Bekannter (viele Grüße an Martin Roell an dieser Stelle) in seinem eigenen einen Artikel darüber veröffentlichte, wie ihm verschiedene Sorten unseres Bio-Sortimentes schmecken und was dann passierte, wußte ich, daß ich mich mit diesem Thema unbedingt befassen sollte.

Am besten - Sie schauen sich diesen Beitrag mal im Original an! Dann wissen Sie, was ich meine. Dazu kam, daß wir immer mehr Anfragen von Kunden erhielten per Mail, Telefon oder auch per Post, die nicht nur uns persönlich betrafen, sondern auch viel mit allgemeinen Fragen über Gesundheitsaspekte, Inhaltsstoffe von Fruchtsäften, aber auch Fragen zur Bedienung unserer Saftbox etc. zu tun hatten.

Nachdem wir im August letzten Jahres den ersten "Walther" - unsere Kundenzeitung in Papierform - veröffentlichten, waren wir sehr überrascht über die vielen Leserbriefe und die vielen Fragen. Zum Beispiel wollten Leser wissen, wo man den Aroniabäumchen bekommt und was man aus Aroniabeeren noch zubereiten kann - außer Saft.

So entschieden wir, auch so etwas "neumodisches" einzuführen.

Es ist geplant, aus allen Bereichen unseres Unternehmens zu berichten und Fragen zu beantworten, vielleicht auch Verbesserungsvorschläge für neue Säfte oder neue Verpackungen, hier auf diesen Seiten zu veröffentlichen. Außerdem wollen wir natürlich auch kritische Dinge besprechen (Was gefällt den Kunden NICHT an unseren Produkten?), Politik wer mag, womit kleine Unternehmen wie wir zu kämpfen haben, wir wollen unsere Kunden vorstellen (wenn sie mögen). Eigentlich passt ja so gut wie alles in solch einen Weblog herein."
Ich hoffe, daß diesem umweltfreundlichem System auch in der Gastronomie Erfolg beschieden ist und sich auf dem neuen Blog viele Leute umschauen.

Strassenreinigungs- und Abfallgebuehren in Thueringens Landeshauptstadt explosionsartig gestiegen.

Schockiert empfingen die Erfurter Unternehmer im Hotel- und Gastgewerbe die Bescheide der Landeshauptstadt Erfurt über Abfallgebühren und der Gebühren der Straßenreinigung für das Jahr 2006.

Offensichtlich wurden hier Unternehmen weit über das normale Maß hinaus belastet, welches einen sachlichen Rechtfertigungsgrund weitgehend entbehrt.

Bei den Entgelten für die Abfallentsorgung bezogen auf eine 1.100 l Tonne ist entsprechend der Bescheide eine Gebührenerhöhung von 81,66 % zu verzeichnen. Dieser enorme Anstieg kann nicht allein, durch die seit 2005 vorgeschriebene thermische Behandlung, begründet werden.

Für die Straßenreinigung ist eine Erhöhung der Gebühren in der Reinigungsklasse S1 von 26,01 ? auf 42,64 ? zu konstatieren. Dies entspricht einer Erhöhung von 64 %. Durch den Wegfall von anteiligen Berechnungen beim Hebesatz der Straßenreinigung kann dies im Einzelfall sogar eine 140%ige Steigerung der Gebühren bedeuten. In einem Hotel musste gar eine Erhöhung von 174,5 % errechnet werden.

Diese explosionsartige Entwicklung der Gebühren steht in keinem realen Verhältnis und bedeutet für die Unternehmen, insbesondere des Tourismusgewerbes, eine weitere massive Kostenbelastung.

Beide Satzungen zur Erhebung der Gebühren wurden am 23. Dezember 2005 im Erfurter Amtsblatt veröffentlicht. Für die Unternehmer im Hotelgewerbe ganz offensichtlich zu kurzfristig diese Mehrkosten in einer entsprechenden Preiskalkulation, insbesondere im Bereich der Vorbuchung, umzulegen.

Diese exorbitante Kostensteigerung muss schlussfolgernd über andere Wege kompensiert werden. Angesicht der Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik vom 16.01.2006, wonach die Unternehmen im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe von Januar bis November 2005 wiederum Umsatzeinbußen von nominal 1,1 % und real um 2,2% hinnehmen mussten, scheint dies jedoch kaum möglich. (Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Thüringen).

Worueber sich Gaeste aergern.

Das Schweizer Radio DRS thematisiert in der Reihe "Espresso" Problemfelder der Gastronomie aus der Sicht von Gästen. In der heutigen und vorherigen Sendungen ging es um:
  • "Halbe Portion - grosser Ärger".
    "Halbe Portion - grosser Ärger. Sei es zum Kaloriensparen oder wegen dem kleinen Hunger: Wer im Restaurant einkehrt, will nicht immer das mehrgängige Menue. Kleinere Portionen werden aber nicht überall serviert und wer nur gerade die Vorspeise bestellt, bezahlt nicht selten einen Preisaufschlag."
  • "Gruppenreservation im Restaurant".
    "Das «Säli» für eine Geburtstagsfeier oder die Mahlzeit nach der Trauerfeier. Eine solche Reservation ist im Prinzip verbindlich. Hat man eine Anzahl Menues bestellt, müssen diese auch bezahlt werden - allerdings nicht der ganze Betrag. Rechtsberaterin Doris Slongo gibt Auskunft."
  • "Preisdeklaration in Restaurants".
    "Das Gesetz ist unmissverständlich: In Restaurants müssen die Preise für Essen und Getränke klar deklariert sein. Der Gast entnimmt diese Preisangaben der Speisekarte oder speziellen Tafeln oder informiert sich beim Personal. Espresso kennt Fälle, wo sich Gastwirte um diese gesetzlichen Vorgaben foutieren und hat den Branchenverband Gastrosuisse mit diesen Fakten konfrontiert."
  • "Teigwaren für über 70 Franken".
    "Ein gediegenes Nachtessen hat seinen Preis. Kostet die Vorspeise nun aber mehr als Hauptspeise und Dessert zusammen, kann etwas nicht stimmen. Mit einer solch gesalzenen Rechnung sah sich kürzlich ein Espresso-Hörer aus dem Kanton Bern konfrontiert."
Um sich die knapp zweiminütgen Sendungen online anhören zu können, benötigt man einen Realplayer.

Betriebsraeume - intensiv genutzt fuer Partyservice.

Die Stadt Frankfurt am Main hat dem Gastronomen Klaus-Peter Kofler einen Imbiss im Frankfurter Zoo gekündigt. Der hat dagegegen geklagt und gewonnen, aber die Sache ist noch nicht ausgefochten: "Imbiss macht den Zoo nicht froh", in: Wiesbadener Kurier vom 21. Januar 2006.

Amüsiert hat mich der angebliche Vorwurf der Stadt, der Pächter nutze die günstig gemietete Großküche im Zoo angeblich fast ausschließlich für seine Partyservice-Speisenproduktion. In unserer Mailing-Liste Gastro-Einsteiger empfehle ich Existenzgründern, die Catering und Partyservice planen, sich pachtgünstige Objekte oder Betriebsräume Dritter zu suchen, die zur Lebensmittelverarbeitung zugelassen sind und diese dafür anzupachten oder unter zu pachten. In Oberfranken hat einmal ein Caterer eine Gaststätte angepachtet und sie - zum Ärger der Brauerei, die darin Bier vertreiben wollte - gar nicht erst eröffnet, sondern ausschliesslich als Küche und Lager genutzt. Clevere Brauereien als Verpächter schreiben deshalb in den Pachtverträgen Mindestöffnungszeiten vor oder vereinbaren Mindestabnahmemengen oder das Recht auf Kündigung, wenn vereinbarte Abnahmemengen unterschritten werden.

Sonntag, Januar 22, 2006

Blog-trifft-Gastro 2006: Weitere Teilnehmer.

Theo Huesmann, der das Treffen Blog-trifft-Gastro 2006 dankenswerterweise koordiniert, hat die Landkarte mit den angemeldeten 20 Teilnehmern aktualisiert. Einige kenne ich bereits persönlich vom Treffen im letzten Jahr, andere "nur" aus dem Internet. Ganz besonders freue ich mich auf drei mir bis dato unbekannte Menschen:
  • Michaela Schupp, Geschäftsführerin, und Carolin Schütze, Operations Managerin, von Chocolats-de-luxe.de, einem Online-Shop bester Schokoladen.
  • Christoph Horrix, Redaktion und Objektleitung des Magazins "Feine Adressen".
  • Martin Dannenmann, Leiter der Hotelfachschule Heidelberg. In dieser Schule findet das erste Modul des Treffens statt, durch die uns Erik Pratsch, daselbst Technischer Oberlehrer, führen wird.

Bewerbung bei McDonald's.

Der Wiwi-TReFF, eine Online-Zeitung für Wirtschaftswissenschaften bzw. ein Portal für Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaft, Job und Praktika, salopper formuliert für BWLer, dokumentiert einen Bewerbungsbogen von McDonald's mit den ziemlich frechen Antworten eines Bewerbers. Der zuständige Mitarbeiter von McDonald's, der über die Einstellung zu entscheiden hatte, scheint Humor zu haben. "Dieser Bewerbungsfragebogen von McDonalds wurde wirklich so ausgefüllt und der Bewerber auch tatsächlich eingestellt!", schreibt wiwi-treff.de.

Bierreise durch Suedafrika.

Strelo Aktivreisen offeriert diverse Bierreisen, sogar eine neuntägige individuelle Rundreise als Selbstfahrer oder als geführte individuelle Gruppenreise "Auf der Bierroute durch Südafrika".

The Burgundian Babble Belt.

Die Burgundian Babble Belt ist eine englischsprachige, internationale Community von Freunden belgischer Biere, in der aber nicht nur darüber gesprochen wird, sondern auch über Biere aus den USA, Großbritannien, Deutschland oder den Niederlanden und vieles mehr:
"we love finding out about and discussing quality beers from all over the world. We also enjoy hearing about and visiting the great beer bars of the world; travelling; meeting new friends from all over the world; sport; music; great food, and many other interests."
Viele "Babblers", wie sie sich nennen, unternehmen regelmäßig Bierreisen. Deshalb haben sie auf ihrer Website Erfahrungsberichte gesammelt sowie Inhalte, die für solche Spezialtouristen von Interesse sind.

Wer auf die Idee gekommen ist, nach Belgien zu reisen, um die einzigartige belgische Bierkultur kennenzulernen, ist in neuen BBB Travel section gut aufgehoben mit ihren Stadt- und Provinzführern, in denen die besten Bier-Cafés, Brauereien, Bier-Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten vorgestellt werden. Als Einstieg empfehle ich die Sammlung der besten Reiseberichte, die in den letzten Jahren von Babblers geschrieben worden sind.

Natürlich sollte man, wenn man ein bierorientiertes Konzept fährt, solche Communities im Blick haben und wenn z.B. Bierfreunde im Forum dieser Gemeinschaft ankündigen, eine Reise an den eigenen Standort zu unternehmen, reagieren und sie z.B. auf ein Bier einladen.

Solche Communities sind aber auch Anlaufpunkte zur qualitativen Marktforschung, in der es gilt, Aussagen von Zielgruppen über ihre Ansprüche an Produkte und Dienstleistungen zu gewinnnen. Weitere Bier-Communities unterschiedlicher Größe:
  • Ratebeer, eine Communitiy, die kompetent Biere bewertet.
  • Kampagne für Gutes Bier, Österreich, eine Community, angetrieben vom Bierpapst Conrad Seidl.
  • Kampagne für Gutes Bier, Hamburg, gewissermaßen die Speerspitze für ein bundesweites Pendant zur österreichischen Kampagne für Gutes Bier.
  • Campaign for Real Ale, das britische Vorbild, dem die Kampagnen für Gutes Bier in Östereich und Hamburg nacheifern, das unter anderem große Bierfestivals in London oder Cambridge veranstaltet, eigene Bücher herausgibt und vertreibt, eine auflagenstarke Mitgliederzeitung herausgibt und vieles mehr.
  • Bamberger Bierbäuche, eine kleine lokale Community.
  • Franconian Beer Guide, eigentlich eine persönliche Website von Fred Waltman aus Kalifornien, in deren Forum sich aber eine kleine Community gefunden hat.

Stauder bleibt Gastro-Biermarke.

Die seit einem Jahr amtierende, neue Führungsdoppelspitze der Privatbrauerei Jakob Stauder will die bisherige Premium-Strategie, die auf die Gastromie fokussiert, fortsetzen: "Stauder will Düsseldorf erobern", in: Welt am Sonntag vom 22. Januar 2006.

Interessant auch der Hinweis auf eine radikale Neuorganisation, bei der die bisherige funktionale Organisation aufgelöst und Teams gebildet worden sind, die jeweils für bestimmte Kunden zuständig sind, so daß es aus Sicht der Gastronomie jeweils einen konkreten Ansprechpartner für alle Fragen gibt.

Monkey's Plaza.

In dem Düsseldorfer Pilotprojekt "Monkey's Plaza" sollen ab März 2006 drei Restaurants Kunst und Kochkunst miteinander verbinden: Kunstaktie finanziert Gourmet-Konzept", in: Welt am Sonntag vom 22. Januar 2006. Siehe dazu auch einen Bericht der "Rheinischen Post" vom 11. November 2005: "Monkey?s goes Downtown".

Interessant ist die Finanzierung durch Kunst-Aktien, bei denen die Aktienurkunden signierte Graphiken von Jörg Immendorff sind und damit zugleich eine Spekulation auf gastronomischen Erfolg und auf steigende Preise für Graphiken von Jörg Immendorff ermöglichen.

de niño - Kids & Coffee.

Britta Stahlberg stellt das neue Lokal "de niño - Kids & Coffee" in Elmsbüttel vor, in dem schwangere Frauen, junge Mütter und deren Nachwuchs besonders willkommen sind: "Café für Knirpse: Wo Kinder Könige sind", in: Welt am Sonntag vom 22. Januar 2006.

Ungewöhnlich ist das Angebot von Breigläschen von Alete, einer Marke von Nestlé, Hipp und Milumil, einer Folgemilchmarke von Milupal. Bei uns kann man zwar gerne seine mitgebrachten Breiflaschen aufwärmen lassen, aber auf die Idee, sowas vorrätig zu halten, sind wir noch nicht gekommen. Und auch die Idee, Kindern "Baby Latte" anzubieten, einen Milchschaum ohne Kaffee, aber mit Kakaopulver bestreu, ist nett.

Mehr über "Marketing in der Gastronomie: Zielgruppe Kinder und Jugendliche".

Penny Urlaubskarte.

Penny, Teil der REWE-Handelsgruppe, verkauft Hotelgutscheine in Form einer sogenanten "Penny Urlaubskarte". Zur Verfügung stehen 1.400 Hotels, darunter aber auch Gasthöfe und Pensionen, in Deutschland und Europa, bis zu zwei Personen (der Karteninhaber sowie eine Begleitperson) können so oft sie wollen) in einem Hotel ihrer Wahl für eine Mindestbuchungsdauer von zwei Nächten für maximal 35 Euro pro Person und Nacht im Doppelzimmer inclusive Frühstück übernachten. Die Urlaubskarte kostet 79 Euro und ist ein Jahr lang gültig.

Das Konzept erinnert an die BahnCard und wendet sich an Menschen, die mit dem selben oder wechselnden Partnern viel in Hotels übernachten.

Um die üblichen Preise mit den Preisen zu vergleichen, die man mit dieser "Urlaubskarte" erhält, habe ich mir willkürlich drei Hotels herausgegriffen:
  • Hotel "Schwan und Post" in Bad Neustadt. Mit der Penny Urlaubskarte beträgt der Preis 34,50 Euro pro Nacht und Person im Doppelzimmer. Laut Website betragen die Preise ab 69 Euro je Doppelzimmer, sind demnach genauso preiswert (oder teuer) wie mit der Penny Urlaubskarte.
  • Hotel Westfalia in Halle an der Saale. Der Preis mit der "Penny Urlaubskarte" beträgt 25,50 Euro. Der Preis laut Website liegt bei 60 Euro je Doppelzimmer, also umgerechnet pro Person bei 30,00 Euro und damit höher als mit der "Penny Urlaubskarte". Man muss aber, wenn man allein in diesem Hotel die Gebühr für die "Penny Urlaubskarte" wieder reinholen wollte, 9 Nächte übernachten.
  • Als drittes Beispiel habe ich mir eine Großstadt rausgesucht und zwar Berlin und dort das "Dämeritz Seehotel". Mit der Penny Urlaubskarte kostet die Nacht 34,00 Euro. Das Doppelzimmer kostet laut Preisliste 90 Euro. Im Vergleich dazu spart man also 11 Euro pro Person und Nacht mit der Penny "Urlaubskarte" und man müßte viermal übernachten, um die Gebühr für die "Penny Urlaubskarte" reinzuschlafen.

Julius Meinl expandiert mit Designcafés.

Der österreichische Kaffee-Marktführer Julius Meinl, der auch Tee und Marmelade vertreibt, plant eine Kette von Kaffeehäuser in Österreich, Deutschland und Osteuropa, moderne Designcafés, die von Matteo Thun entworfen worden sind. Getestet wurde das das Konzept in Chicago (Julius Meinl Café Chicago): "Eigene Kaffeehaus-Kette von Julius Meinl: Kaffee-König geht jetzt in die Offensive!", in: Networld vom 22. Januar 2006.

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Samstag, Januar 21, 2006

Beilagenaenderung.

In seinem Blog "Aus dem Leben einer Küchenschabe" erzählt der anonyme "Kesselmeister", der seit 20 Jahren als Koch und Küchenchef arbeitet und dessen Chef "die grenzenlose Weisheit und Güte besessen hat im Restaurant ein WLan-Netz zu intstallieren", warum er sich heute über drei Gäste geärgert hat: "na dann halt nicht...".

Es bietet sich eine Gelegenheit, über die "beliebten" Themen Beilagenänderungswünsche von Gästen zu diskutieren und wie man damit umgehen sollte.

Das Hotel und Restaurant "Goldener Ochsen" in Göppingen Hohenstaufen vermerkt auf einer Speisekarte zum Beispiel explizit "Keine Beilagenänderung".

Google Videos per Trick auch fuer Deutsche anschaubar.

Vor kurzem haben wir Google Video vorgestellt ("Firmenvideos per Google Video zum Download anbieten") und angemerkt, daß deutsche Besucher zur Zeit die Playback-Funktion leider noch nicht nutzen können. Das hat sich zwar offiziell noch nicht geändert. Aber Panagiotis Kolokythas hat einen Trick gefunden, mit dem man sich die Videos dennoch anschauen kann: "Ausgetrickst: Google Video auch für deutsche Anwender", in: PCWelt vom 16. Januar 2006.

Mit diesem Link können Sie sich z.B. ein kurzes Video des auf Hummer spezialisierten Restaurants Schellengers in New Jersey anschauen.

Gesetz ueber den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen.

Henning Wüst, ein Fachanwalt für Arbeitsrecht, stellt in seinem Blog das neue "Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen" vor. Es hat zum 1. Januar 2006 die Regelungen des Lohnfortzahlungsgesetzes abgelöst: "Das neue Gesetz über den Ausgleich der Arbeitgeberaufwendungen (AAG)", in: arbeitsrechtblog.de.

FroSTA Bistro II.

Über das FroSTa Bistro haben wir frühzeitig berichtet:In der "Welt" vom 18. Januar 2006 wird es von Florian Hanauer vorgestellt: "Tiefkühlproduzent will mit Bistro neue Kunden locken".

Burkhard Schneider fragt sich: "Frosta-Bistro - Marketinggag oder wichtiger Bestandteil einer zukunftsorientierten Marketingstrategie?", in: Best Practice Business vom 21. Januar 2006.

Burkhard Schneider weist zurecht darauf hin, daß auch Maggi ein Bistro betreibt, den "Maggi Kochstudio Treff" in Frankfurt am Main. Interessant sind die Unterschiede im Design der beiden Objekte:
  • Der Maggi Kochstudio Treff (Foto des Gastraums) ist in den Maggi-Farben gehalten, die zumindest mich etwas nervös machen würden.
  • Das FroSTa Bistro (Foto) erinnert von der Einrichtung her nichts an FroSTa (zumindest ist auf den Fotos nichts erkennbar; Florian Hanauer schreibt, auf den Salzstreuern stünde ein Hinweis auf das Frosta-Reinheitsgebot). Das einzige was mich stört (ich kenne nur Fotos), sind die ausschliesslich kleinen Tische. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Grosse Tische".

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Messepreise von Hotels.

David Selbach beschreibt unterschiedliche Preisstrategien von Hotels in Messestädten: "Wenn Messehotels wirklich günstig sind", in: Financial Times Deutschland vom 21. Januar 2006.

Siehe dazu auch unseren Beitrag "Zeitliche Preisdifferenzierung im Gastgewerbe".

CDU gegen ermaessigten Mehrwertsteuersatz fuer das Gastgewerbe.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Laurenz Meyer, der, weil er als Berufspolitiker von seinem frühreren Arbeitgeber RWE Geld angenommen hat, vom Amt des CDU-Generalsekretärs zurücktreten mußte (nicht ohne eine Abfindung zu kassieren) und jetzt, statt schamerfüllt in der Versenkung zu bleiben, schon wieder als "wirtschaftspolitischer Sprecher" der Union große Töne spuckt, behauptet, es sei die Position der CDU, einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für personalintensive Dienstleistungen (also auch des Gastgewerbes) in Deutschland nicht einzuführen. Siehe dazu: "Union gegen ermäßigte Mehrwertsteuer", in: Netzeitung vom 21. Januar 2006.

Da hat zur Jahreswende der CSU-Abgeordnete Ernst Hinsen als tourismuspolitisches Feigenblatt der Bundesregierung noch andere Töne gespuckt: "Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus".

Deutscher Wein in der Gastronomie.

Rheinhessischer Wein sei in der regionalen Gastronomie Rheinhessens nicht ausreichend präsent, haben die Autoren einer Studie "Erlebnis Weinkulturlandschaft Rheinhessen" von Project M recherchiert, schreibt Klaus Mümpfer in seinem Beitrag "Wo liegt denn eigentlich Rheinhessen?" in der "Allgemeinen Zeitung vom 20. Januar 2006. Somit sei das Thema Wein für die Gäste in Rheinhessen "noch nicht verlässlich erlebbar".

Nun, ähnliches findet man auch mehr oder weniger in anderen deutschen Weinregionen, nicht aber in Österreich. Meines Erachtens liegt der Grund in einer falsch konzipierten Vertriebskanalstrategie der deutschen Winzer. In Österreich gewähren Winzer ihren Vertriebskanälen Fachhandel und Gastronomie ca. 25% Rabatt auf den Listenpreis und verweigern in der Regel Direktkäufern gleich hohe Rabatte. In Deutschland werden Fachhändlern und Gastronomen nur niedrigere Rabatte gewährt, so um die 15% auf die Listenpreise. Und wenn Endverbraucher bei den Winzern direkt nachfragen, können sie mitunter Weine sogar preisgünstiger einkaufen als in den Fachhandel und in die Gastronomie geliefert wird. Dadurch verliert die Gastronomie die Fähigkeit, Flaschenweine außer Haus zu verkaufen und kann beim Weinverkauf in en Gaststätten selbst die notwendigen Aufschläge nicht mehr kalkulieren. Kein Wunder, daß die Gastronomie häufig lieber ausländische Weine anbietet, bei denen die Gäste die Preise in der Gastronomie mit den Preisen der Winzer nicht so einfach vergleichen können.

Wenn der deutsche Weinbau wirklich daran interessiert ist, daß sich die deutsche Gastronomie in den Weinanbaugebieten für Weine aus der Region stark macht, muß er seine Listenpreise bei den eigenen Endverbraucherkunden durchsetzen und der Gastronomie höhere Rabatte auf diese Preise gewähren.

Pauschale Beitraege fuer Mini-Jobs sollen um 5 Prozentpunkte steigen.

Laut einer Meldung der "Märkischen Allgemeinen" vom 20. Januar 2006 beabsichtigt die Bundesregierung die pauschalen Beiträge für Mini-Jobs von 25 auf 30 Prozent zu erhöhen: "Minijobs werden teurer".

Der Zeitpunkt, ab dem diese Änderung in Kraft treten soll, wurde nicht genannt, genauso wenig wie die Auftteilung auf die verschiedenen pauschalen Beitragssätze. Zur Zeit werden fällig:
  • 12 Prozent pauschaler Rentenversicherungsbeitrag
  • 11 Prozent pauschaler Krankenversicherungsbeitrag (nur für gesetzlich Krankenversicherte)
  • 2 Prozent pauschale Lohnsteuer (nur falls nicht über eine Lohnsteuerkarte abgerechnet wird.
Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband erwartet, wenn dieser Plan umgesetzt werden würde, eine Zunahme der Schwarzarbeit: "Kritik an höheren Minijob-Pauschalen", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 20. Januar 2006.

Rechnerisch müßte die Lohnsumme für Mini-Jobs um 17% sinken, um eine gleich bleibende Beitragszahlung zu erreichen.

In Frage kommt auch eine Erhöhung des Monatslohns, etwa durch eine Erhöhung der Stundenzahl, auf knapp über 400 Euro pro Monat, also in die sogenannte Gleitzone. Die Abgaben hängen in der Gleitzone nicht nur von der Höhe des Lohns sondern auch von dem Beitragssatz der gewählten gesetzlichen Krankenversicherung und von der Lohnsteuerklasse des Arbeitnehmers. Die konkreten Abgaben, die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu zahlen haben, können Sie berechnen etwa mit dem Gleitzonenrechner der DAK oder entsprechenden Tools anderer Krankenkassen.

Freitag, Januar 20, 2006

Die Zange von Tim Maelzer.

Man mag über Tim Mälzer die Nase rümpfen, er erweist sich als Verkaufstalent. Die Schweizer Lurch AG setzt auf ihn bei der Vermarktung von Küchengeräten und -zubehor wie Sicherheitsdosenöffner, Butangasbrenner, Dressingshaker, Salz- und Pfefferstreuer, Gewürzmühle, Raspel, Hobel oder Flex-Besen.

Eine Zange, die Tim Mälzer werbewirksam verwendet, die "All-in-One Zange 30,5 cm Tim Mälzer" ist sogar der aktuelle Top-Seller von Amazon.de in der Rubrik "Küche und Haushalt". Es handelt sich um eine 18/10 Edelstahl-Zange mit Nylon-Enden gegen Kratzer in beschichteten Pfannen und Töpfen.

Irgendwie erinnert mich das Teil an eine Zange, die ein gewisser Jamie Oliver in Großbritannien beworben hat. Aber ich kann mich auch täuschen.

Gemein: Verfruehter Aprilscherz.

Die Zeit der weihnachtlichen Sentimentalitäten sei vorbei, habe Claus Grötz festgestellt, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Juristen und Strafrichter am Bundesgerichtshof. Er habe gefordert, daß die Gewinnung von Aussagen mittels leichter Foltermaßnahmen und die Verwertung solcher Aussagen zukünftig möglich zu machen seien: "Juristenbund macht sich für Folter stark", in: Spiegel vom 1. Januar 2006.

Nun spricht spricht wenig dagegen, Juristen Folter anzudrohen, ihnen Schlaf und Nahrung zu entziehen, sie mit Elektroschocks zu malträtieren und unter Drogen zu setzen - vor allem dann, wenn man sie zum Schweigen bringen will.

Doch die Meldung ist ein Fake gewesen und die Agentur AP und infolge auch der "Spiegel" sind darauf reingefallen. Den Qualitätsjournalisten ist nicht aufgefallen, daß es weder einen Bund Deutscher Juristen noch einen BGH-Strafrichter Claus Grötz gibt. Die Macher des Fakes hatten zwar eine Domain für diesen fiktiven Verband errichtet. Die Website des Bundesgerichtshof zu hacken, wäre nicht ganz so einfach gewesen. Dort sind auch die Namen der Richter der Strafsenate zu finden. In einem Erklärungsversuch räumt der "Spiegel" den Machern des Fakes ein, sie wüßten, wie es im Qualitätsjournalismus abgeht:
"Allerdings dürften die Urheber durchaus die Tücken des Nachrichtengeschäfts kennen und auf bessere Verbreitungschancen an einem nachrichtenarmen Feiertag mit beschränkten Recherchemöglichkeiten spekuliert haben."
Wie wäre es mit googeln, wenn das berühmte Spiegel-Archiv verbarrikadiert ist?

Auf der Website der wackeren Juristen heißt es in einem Nachtrag vom 2. Januar 2006 süffisant:
"Der Interviewanfrage des MDR kann Herr Dr. Claus Grötz nicht nachkommen. Er hat nach der berechtigten Rücktrittsforderung der Grünen-Geschäftsführerin Steffi Lemke seine Ämter als BDJ-Vorsitzender und Strafrichter am Bundesgerichtshof niedergelegt."
Damit ist die Latte für rechtzeitige Aprilscherze 2006 hoch gelegt.

Leserhunger.

Leserhunger ist ein kollektives Blog und wendet sich an alle, "die viel Zeit in Bibliotheken und Archiven, nicht selten mit knurrendem Magen", ein "kulinarischer Bibliotheks- und Archivführer", der nicht nur Bibliotheken und Archive vorstellt, sondern dazu auch kulinarische Angebote in ihrer Nähe.

So wird bei der Vorstellung der Staatsbibliothek Bamberg auf gebackene Karpfen hingewiesen, auf Schweinsbraten mit Wirsinggemüse, auf die legendäre Leberkäsemmel der Metzgerei Liebold (ergänzender Hinweis von mir: immer nur mit Kümmelbrötchen bestellen!), auf das Rauchbier vom Schlenkerla und die Brauereigaststätte Klosterbräu, eine Auswahl, der man eine Ortskenntnis nicht absprechen kann. Auch wenn ich einen Besuch in unserem Café Abseits empfehlen würde, um dort einige der 40 bis 50 verschiedenen Biere (je nach Bockbiersaison) zu empfehlen.

Nebenbei: Die Anmerkung "zum Schweinebraten wird meist Wirsing gereicht, der aus unerfindlichen Gründen püriert wird" hat mich an eine Betriebsausflugs-Reisegruppe eines Literaturverlages erinnert, die sich beim Tourismus-Service der Stadt Bamberg in barschen Worten über einen von uns servierten angeblichen "wässrigen Wirsing" beschwert hat. Wir haben die Reklamation damals, um Höflichkeit bemüht, so beantwortet:
"Das Wirsinggemüse wird von uns nach fränkischer Rezeptur aus frischem, püriertem Wirsing zubereitet. Es enthält - abgesehen von Sahne - nur die Eigenflüssigkeit des Gemüses. Es mag aber sein, daß diese traditionelle Zubereitungsart, die zu einer breiigen Konsistenz führt, einer Erwartungshaltung widerspricht, die von einer andersartigen, eher bißfesten Gemüsebeilage ausgeht. Wir sind in Zukunft auf Wunsch generell oder auch für einzelne Gruppe gerne bereit, andere Gemüsesorten als Beilage anzubieten oder einen gemischten Salat."
Weniger dezent formuliert, hätte die Antwort gelautet, die Literaten sollen ihr "Gemüse al dente" dort kauen, wo sie herkommen.

Viral Marketing.

In Zusammenarbeit mit der Schweizer Agentur Angelink hat das nach eigenen Angaben führende Schweizer Fachportal für Marketing Marketing.ch ein Special mit interessanten Fachberichten, nützlichen Ideen und praktischen Tipps zum Thema "Viral Marketing" zusammengestellt.

Siehe zu diesem Thema auch meinen Artikel: "Viral-Marketing".

Fitte Kinder.

Das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund hat Kriterien der Optimierten Mischkost, kurz Optimix entwickelt.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat im Rahmen der Aktion Fitkid praktische Tipps online gestellt.

Siehe dazu auch: "Kindergarten-Mahlzeiten auf dem Prüfstand", in: Web.de vom 19. Januar 2006.

Siehe zum Thema Kindergarten- und Schulcatering auch unseren früheren Hinweis: "Fortbildungsprogramm fuer Schul-Catering"

Recht und Unrecht.

Sandra Infanger hat in ihrem Blog einige interessante Fragen zu Recht und Unrecht gestellt und hofft auf Antworten, bezogen auf das Schweizer Rechtssystem. Antworten für das deutsche Rechtssytem gibt es demnächst hier. Einfach ab und zu vorbeischauen. Eine der Fragen will ich sofort beantworten:

Frage: "Wenn ein Gast ein Glas Wasser verlangt (kein Mineralwasser, sondern Gewöhnliches) darf man ihm dafür was verlangen? (ich meine Rechtlich). Und wenn nein, wann nicht?"

Antwort: Ein Gastronom darf für seine Dienstleistung, ein Glas Leitungswasser zu servieren oder produktbezogen ausgedrückt ein Glas Leitungswasser, einen Preis verlangen. Wenn ein Preis in seiner Speisekarte steht und diese Speisekarte dem Gast zur Verfügung steht oder er auf Nachfrage eine erhält, muß der Gast zweifelsfrei zahlen, wenn er dieses Produkt bestellt und seine Bestellung akzeptiert wird.

Verlangt der Gast eine Dienstleistung oder ein Produkt, das im Preisverzeichnis nicht enthalten ist, müssen sich Gast und Gastronom entweder auf einen Preis einigen oder wenn sie bei Bestellung und Bestellannahme über den Preis nicht sprechen, wäre - letztlich von einem Gericht eventuell unter Hinzuziehung eines Sachverständigen - zu entscheiden, welcher Preis dafür ortsüblich und bezogen auf das sonstige Preisniveau des Gastronomen angemessen ist. Alternativ könnte man den Deckungsbeitrag eines alternativen Getränks (etwa Mineralwasser) als angemessenen Preis ansetzen, also den entgangenen Gewinn, weil man statt eines gelisteten Produkts eine Alternative serviert hat.

Ob ortsüblich für Leitungswasser ein Preis verlangt wird, ist regional unterschiedlich. Welche Turbulenzen zu erwarten sind, wenn man in einem Land wie Österreich, wo das kostenlose Glas Leitungswasser als Zugabe zum Kaffee traditionell dazu gehört, Geld verlangt, deutet ein Artikel der Wiener Tageszeitung "Der Standard" an: "Saft und Wasser ist erfrischend teuer" vom 1. Juli 2004 (dummerweise nur noch für Abonnenten zugänglich).

Warum es sinnvoll sein kann, bestimmte Produkte und Dienstleistungen kostenlos anzubieten, verraten wir in unserem früheren Beitrag "Kostenlos fliegen".

Deutsch-franzoesische Freundschaft.

Saure Kalblunge mit Herz mit Baguette im Angebot einer Gaststätte in Bamberg.

Donnerstag, Januar 19, 2006

Neuer Bachelor-Studiengang Integrierende Gesundheitsfoerderung.

Gesundheit/Wellness und Freizeit/Touristik bilden die beiden Schwerpunkte des neuen Studiengangs Integrierende Gesundheitsförderung, der in diesem Wintersemester an der Fachhochschule Coburg aus der Taufe gehoben wurde.

Prof. Dr. Heinrich Schafmeister, Präsident der Fachhochschule Coburg, eröffnet feierlich zusammen mit Staatssekretär Jürgen Heike, vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, am Montag, 23. Januar 2006 um 10.30 Uhr den Studiengang. Anschließend wird Studiengangsleiter Prof. Dr. Axel Scheftschik detailliert über das neue Studienangebot informieren. Dr. Eva Maria Adamer-König wird über qualitative Aspekte von Ausbildungen im Gesundheitsbereich sprechen. Sie leitet den Studiengang Gesundheitsmanagement im Tourismus an der österreichischen Fachhochschule Johanneum in Bad Gleichenberg und beriet die Coburger FH bei der Konzeption des Studiengangs. Abschließend spricht der Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ludwig Hagn, über die Bedeutung der Gesundheitsförderung in seiner Branche. (Pressemitteilung der FH Coburg).

Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel mit gentechnisch veraenderten Zutaten III.

Bereits am 27. April 2004 haben wir hingewiesen auf die "Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Zutaten".

Der Informationsdienst Gentechnik meldet heute, unter Bezug auf die "Nürnberger Nachrichten" ("Kontrollen in Gaststätten"), die grüne, bayerische Landtagsabgeordete Ruth Paulig habe "schärfere Kontrollen" in der Gastronomie gefordert, ob "diese ihre Gäste wie vorgeschrieben auf genveränderte Zutaten und Speisen hinwiesen".

Frau Paulig sollte vielleicht, wenn sie ihre Diäten in einem Edel-Italiener verausgibt, einen Blick in Küche und Lager werfen und dann sagen, welche Lebensmittel dort gentechnisch verändert sind oder nicht. Ich kann das nicht und die Lebensmittelkontrolleure auch nicht, wenn es nicht auf einem Etikett drauf steht. Aber Frau Paulig weiß es sicher besser als "Umweltexpertin".

Essen aus der Tiefkuehltruhe.

Gestern wurde das Frosta-Bistro in Hamburg offiziell eröffnet. Der ShopBlogger war dabei und schreibt darüber:
"Die Idee zum FRoSTA-Bistro finde ich übrigens klasse und den Schritt dahin sehr mutig. In einem Bistro im Grunde nur Fertiggerichte aus der Tiefkültruhe anzubieten ist doch sehr außergewöhnlich. Es werden übrigens die originalen Packungen verwendet, die man auch aus dem Supermarkt kennt - und die Qualität spricht für sich. Die angebotenen Speisen brauchen sich im Vergleich mit in anderen Bistros/Gaststätten angebotenen Speisen absolut nicht zu verstecken und für rund 5 Euro pro Portion liegen sie auch preislich im absolut grünen Bereich."
Versuche von Herstellern, Marken themasierende Gaststätten aufzubauen, sind nicht immer von Erfolg gekrönt. Ein Beispiel: Nutelleria.

Problematisch ist vor allem, daß das Branding von Produktmarken und von Gaststätten verknüpft wird, obwohl die Markenführung anderen Gesetzmäßigkeiten folgt. So sind Konflikte zwischen Produktmarken und Gastronomiemarken grundsätzlich vorprogrammiert. Ein extremes Beispiel ist der bis vor die Gerichte geführte Streit zwischen der Klosterbrauerei bzw. Kloster Andechs und Der Andechser Bayerische Gastronomie AG, auch wenn es dabei eigentlich mehr um persönliche Eitelkeiten im Kloster als um Markenkonflikte ging. Weniger öffentlichkeitswirksame Konflikte gibt es aber auch z.B. in den vielen "Leitgaststätten" der Brauereien, also solcher Gaststätten, die den Namen einer Biermarke oder Brauerei tragen oder ergänzend führen. Nicht selten versuchen dort die Brauereien allzu sehr in das Objekt hineinzuregieren, obwohl es sich fast immer um Betriebe mit selbständigen Pächtern oder Eigentümern handelt. Ein kleines Beispiel für einen alltäglichen Konflikt: Die Brauereien verlangen, daß Biergläser verwendet werden, die Aufdrucke der Brauereien oder Biermarken tragen. Diese sind aber teurer als neutrale Gläser. Wir haben uns dann immer geweigert, die Mehrkosten zu tragen und uns auf den Standpunkt gestellt, daß, wenn wir kostenlose Werbung für diese Biermarken machen, man uns gefälligst auch die Gläser kostenlos überlassen sollte oder zumindest nur soviel dafür zahlen müssen, was neutrale Gläser kosten.

Wenn man wie Frosta das Gastronomie-Projekt eher spielerisch angeht in dem Sinne, daß es dem Produktmarketing, auch organisatorisch, untergeordnet bleibt und eventuelle Konflikte zugunsten der Produktmarke entschieden werden, eröffnet es jedoch interessante Möglichkeiten etwa für die Marktforschung wie Produkttests und die Entwicklung von Verwendungsempfehlungen, Serviervorschlägen usw.

Zeitungen selektiv lesen.

Wo die Reise bei Zeitungen hingeht, zeigt z.B. die "Washington Post". Sie bietet mittlerweile über 150 verschiedene RSS Feeds. Was das für ein Zeug ist, erklärt die Bundeskanzerlin. Weniger technisch formuliert, können Sie sich damit alle Artikel der "Washington Post" (und anderer Informationsanbieter, die sowas bieten) zu einem bestimmten Thema (Sachthema, Region oder Kommentare/Rubriken eines bestimmten Journalisten) raussuchen lassen und gezielt lesen, also eine Art Ausschnittdienst abonnieren. Es gibt für unsereiner auch einen RSS-Feed zum Thema Bars & Clubs.

Auch viele deutschsprachige Zeitungen und Zeitschriften bieten mittlerweile sowas, von Tageszeitungen mit nationalem Anspruch wie der "Frankfurter Allgemeinen" bis zu Provinzblättern wie der "Märkischen Allgemeinen", wenn auch nicht so differenziert wie die "Washington Post". Immerhin bietet die "Märkische Zeitung" schon 46 verschiedene Feeds, überwiegend regionale Polizeiberichte, aber auch einer Serie "100 Jahre Teltowkanal".

Die "Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung" ist z.B. auch schon recht fortschrittlich und bietet regionale RSS-Feeds, mit denen Sie sich Artikel aus den Bundesländern, die Sie interessieren, zu Gemüte ziehen können (zumindest die Teaser, vollständige Artikel sind den Abonnenten vorbehalten).

Mittwoch, Januar 18, 2006

Tuerkische Texte online uebersetzen.

Leider ist meine Recherche nach einem Online-Übersetzungstool, das türkische Webseiten ins Deutsche oder ins Englische übersetzt, gescheitert. Immerhin ist mir dabei eine kommentierte Linksammlung von "Online Übersetzung und Wörterbuch für deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, russisch etc." von linker.ch über den Weg gelaufen.

Übersetzen lassen wollte ich mir Texte der türkischen Website Gastronomi. Die englischsprachigen Zusammenfassungen unter "Summaries" haben mich neugierig gemacht.

Viez.

Karl Heinz Gnarhe, ein Trierer Blogger, beschwert sich in seinem privaten Blog über die Gastronomie, die sein Lieblingsgetränk Viez (Apfelwein) nicht zu würdigen weiß:
"Mein Lieblingsgetränk Viez im Spiegel der Trierer Gastronomie: Da Viez eigentlich das Getränk ist, das ich mit der Region Trier-Land assoziiere, ist es traurig zu sehen, wie dieses klassische "Arme-Leute-Getränk" immer mehr zum Premium Gesöff für übersättigte Studenten wird. Die Preise klettern ständig, zwei Euro oder mehr sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die Krönung ist: Man bekommt es in einen Glas serviert! Die Argumente der Gastronomen, die Porzen seien zu teuer, oder das sie immer geklaut werden, zählen nicht...

Da ich aber stolzer Besitzer einer Porz bin, und prinzipiell immer versuche, alle Probleme diplomatisch zu lösen, bleibt mir nur eines übrig: Ich nehme meine eigene Porz mit, schreibe mit einem wasserfesten Stift meinen Namen auf die Unterseite und verleihe Sie für die Zeit meines Aufenthaltes in der Gaststätte dem Wirt. So kann ich dann aus meiner Porz den leckeren Viez einnehmen."
Wie kann man als Gastronom Gästen wie ihn binden:
  • Man kann Porze (Apfelweinkrüge, Bembel) beschaffen, sie personalisieren (mit dem Namen des Gastes beschriften) und für den Stammgast bereithalten. Sowas ist in einzelnen Biergaststätten in Bayern noch von altersher üblich. Gäste haben ihren Stammkrug. Besonders attraktiv, wenn sie deutlich sichtbar plaziert werden. Gäste sind stolz, ein Stück in ihrer Stammgaststätte zu besitzen. Und die Gaststätte macht deutlich, daß man viele Stammgäste hat und sie zu ehren weiß. Variationen in der Spitzengastronomie sind Zigarren, die im Humidor einer Bar, auf ihre Eigentümer warten (natürlich vorausbezahlt), oder edle Obstbrände, vorausbezahlte Flaschen, die mit Namensschildern versehen, in Glasvitrinen ausgestellt werden, wie etwa in der Newman's Bar des Hotels Ritz-Carlton in Wolfsburg.
  • Man kann Anreize bieten, regelmäßig oder häufig zu kommen, etwa in der Form von Subskriptionspreisen oder nachgelagerten Rabatten auf Volumen, die der Gast konsumiert. Mehr darüber in unserem Artikel "Instrumente der Kundenbindung in der Gastronomie: Wie kann man die Bindung eines Gastes erhöhen?"). Eine extreme Variante wäre, eine ausgesuchte Produktqualität Stammgästen vorzubehalten.

Dienstag, Januar 17, 2006

Voreroeffnungswerbung II.

Element des Preopening-Marketings eines gastronomischen Objekts kann oder sollte eine Information der Zielgruppen (Gäste, Reisemittler, Lieferanten und Mitarbeiter/Bewerber) über den Projektfortschritt sein. Dazu eignet sich vorzüglich die Website insbesondere aber auch ein "Projekttagebuch" in Form eines Blogs. Siehe dazu auch unsere früheren Beiträge über "Voreröffnungswerbung" und "Eröffnungswerbung".

Theo Huesmann hat auf der Insel Föhr ein Restaurant entdeckt, daß über den Baufortschritt auf seiner Website berichtet: "Nachgeschaut: Restaurant Neueröffnung", in: Gumia vom 17. Januar 2006. Es handelt sich um das Café & Restaurant No Eins in Wyk.

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