Gastgewerbe Gedankensplitter



Mittwoch, Mai 31, 2006

Mindestlohn fuer Zeitarbeit vereinbart.

Der Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes meldet, daß er für die Zeitarbeitsbranche mit den Arbeitgeberverbänden Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen einen Mindestlohn vereinbart hat. Er liegt ab dem 1. Juli 2006 mit 6,10 Euro für die neuen Bundesländer incl. ganz Berlin und mit 7,00 Euro für die alten Bundesländer erheblich unter dem vom DGB geforderten gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro. Er soll in zwei Schritten steigen: zum 1. Januar 2008 auf 7,31 Euro (in den alten Bundesländern) bzw. auf 6,36 Euro (in den neuen Bundesländern). Dieser Tarifvertrag soll aber laut Vertrag erst dann "Wirkung entfalten", wenn "die Arbeitnehmerüberlassung in den sachlichen Anwendungsbereich des Arbeitnehmerentsendegesetzes aufgenommen wird".

Diese für Teile Deutschlands über dem Marktlohn liegenden Vergütungssätze bieten u.a. der Gastronomie Chancen, für andere Branchen Dienstleistungen zu Preisen anzubieten, die kostengünstiger sind, als wenn sie weiter auf Zeitarbeitsunternehmen zurückgreifen.

Gaeste-Messe zum neunten Mal in Leipzig.

Vom 4. bis 7. November 2007 findet die Internationale Fachmesse GÄSTE zum neunten Mal in Leipzig statt. Rund 350 Aussteller, unter ihnen zahlreiche Marktführer, werden dazu erwartet.

"Für Fachbesucher bietet die Messe erneut ein breit gefächertes Spektrum an innovativen Produkten, Konzepten und Marketing-Ideen", kündigt Projektdirektorin Ulrike Lange an. "Vor allem in den Bereichen Küchen- und Betriebstechnik, Einrichtung und Ausstattung, Nahrungs- und Genussmittel sowie Dienstleistung werden zahlreiche interessante Firmen präsent sein." Begleitend dazu wird das Fachprogramm, das erstmals unmittelbar in die Messehallen integriert ist, aktuelle, informative und unterhaltsame Einblicke in die Branche gewähren.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt die GÄSTE 2007 auf die osteuropäischen Nachbarländer mit Fokus Polen und Tschechische Republik. Unter anderem wird eine internationale Kooperationsbörse die Anbahnung von Kontakten zwischen Ost und West unterstützen. (Pressemitteilung der Leipziger Messe GmbH).

Dienstag, Mai 30, 2006

Rekordernte von 82 800 Tonnen Spargel im Jahr 2005.

Im Jahr 2005 wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts von deutschen Spargelfeldern 82 800 Tonnen Spargel geerntet. Das war die mit Abstand größte Spargelernte seit der Wiedervereinigung. Die diesjährige Spargelsaison hat wegen der kühlen Frühjahrswitterung verspätet begonnen. Diese hohe Erntemenge war das Ergebnis der kontinuierlichen Flächenausweitung im Spargelanbau und der sehr guten Ernteerträge. Spargel wurde 2005 auf einer Fläche von gut 21 000 Hektar (ha) angebaut, wovon 18 100 Hektar im Ertrag standen. Damit wuchs auf einem Fünftel der gesamten Gemüseanbaufläche in Deutschland Spargel. Es wurde ein durchschnittlicher Ernteertrag von 45,7 Dezitonnen je Hektar (1 Dezitonne = 100 Kilogramm) erzielt.

Die bedeutendsten Spargelanbauländer sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg; auf diese zusammen entfällt mehr als die Hälfte der ertragsfähigen Spargelanbauflächen. 2005 wurden entsprechend 57% der deutschen Spargelernte in diesen Ländern erzeugt. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes)

Mehr über Spargel.

Samstag, Mai 27, 2006

Vinothek im BASF Gesellschaftshaus bietet moderne Form der Weinproben.

Mit der neuen Vinothek im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen schuf das Consultingunternehmen Pencom Ploner Partner eine neues modernes Gastro-Konzept für Weinproben. Der Erfolg gibt ihm recht: Die Vinothek entwickelte sich seit der Eröffnung am 6. Februar 2006 zum Bindeglied zwischen der anspruchsvollen Gastronomie im Gesellschaftshaus und dem BASF Weinkeller.

Mit 3000 Weinsorten und einer Million vorrätiger Flaschen zählt der 1901 gegründete Weinkeller heute zu den Top Ten der Weinfachhändler in Deutschland. Für die Verkostung dieser Schätze stellt die neue Vinothek eine professionelle und dabei zeitgeistige Location dar. Konzeption und Realisierung lagen in den Händen von Pierre Nierhaus, der hier seine weltweite Erfahrung in Sachen Trend sowie seine Kompetenz als Gastronom und Konzeptentwickler gebündelt einfließen ließ. Der 48 qm große Raum ist in der Länge genutzt: zentrales Element ist der hohe Community Table ? eine Anleihe aus der New Yorker Gastro-Szene ?, an dem zehn Gäste sowie der Probensprecher Platz nehmen können. Insgesamt sind Sitzplätze für 28 Personen vorgesehen. Der hintere Bereich des Raumes dient als Vorbereitungsküche für kleine Speisen und weingerechte Häppchen.

Im Sinne der ungezwungen-kommunikativen Atmosphäre in der Vinothek können die Gäste beim Schneiden von Brot und Käse selbst Hand anlegen. Der Probensprecher hat alle erforderlichen Werkzeuge an seinem Platz versammelt, der Wein befindet sich gekühlt unter dem Tisch. Bei den Proben wechselt die Lichtleiste von atmosphärisch sanftem Schimmer zu hellem Prüflicht: Unter Anleitung des Sommeliers können die Teilnehmer so die Farbe und Klarheit des Weines erkennen und beurteilen lernen. Mittels Satellitentechnik kommen Bilder von den Erzeugerregionen direkt nach Ludwigshafen. Ein Ausflug nach Südafrika oder nach Kalifornien? Kein Problem. Flatscreen und ein Premium-Soundsystem vermitteln den Eindruck, mitten im Weinberg zu stehen.

Das Innendesign mit seiner warmen Anmutung stammt von Dena Rawle. Die seit 1991 in Deutschland lebende Britin hat ihren Schwerpunkt auf Raumgestaltung für Hotellerie und Gastronomie gelegt und bereits mehrere Vorzeigeobjekte geschaffen ? Wissen und Erfahrungen, die ihr bei der Gestaltung der Vinothek zugute kamen.
"Es ist überzeugend gelungen, zwei wesentliche Komponenten für ein funktionierendes Konzept unter einen Hut zu bringen: zum einen ein ansprechendes Ambiente, in dem die Gäste sich wohl fühlen, zum anderen ein optimales Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter"
so Jean Georges Ploner, der mit seinem Unternehmen das Projekt von der Idee und Konzeption bis zur Umsetzung leitete.
Aus einer unbedeutenden Fläche wurde ein Raum mit einer beeindruckenden Nutzbarkeit geschaffen: Die perfekte Ergänzung der BASF Weinkeller und ein wichtiges Zusatzangebot für das Gesellschaftshaus."
Mit den eigens kreierten Weinerlebniswochen zu ausgewählten Regionen und Anbaugebieten wird für die Vinothek und zugleich für den Weinkeller geworben. Für Gäste des Gesellschaftshauses können kleine Weinproben als Extra vor einer Abendveranstaltung durchgeführt werden.

(Quelle: Pressemitteilung von articolare lena i. kraft public relations).

Gesetzlicher Mindestlohn: Schwer zu kontrollieren.

Laut einer Meldung der Netzeitung von heute ("Union und SPD nähern sich bei Mindestlohn an") hat Jürgen Peters, der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Metall, gesagt, man müsse also nicht nur einen Mindestlohn festsetzen, sondern auch dafür sorgen, dass die Behörden kontrollierten, ob er tatsächlich gezahlt werde.

Ihm gegenüber ist festzuhalten:
  • Ein gesetzlicher Mindestlohn begründet einen zivilrechtlichen Anspruch eines Arbeitnehmers auf einen Lohn in dieser Höhe. Betroffene Arbeitnehmer können diesen Lohn einzuklagen, wenn sie bereit sind, das Risiko zu tragen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit danach gekündigt zu werden.
  • Ein gesetzlicher Mindestlohn begründet kein Klagerecht eines Dritten über den Kopf des betroffenen Arbeitnehmers hinweg.
  • Eine Regelung über den gesetzlichen Mindestlohn könnte analog zum Paragraphen 5 des Gesetzes über zwingende Arbeitsbedingungen bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen (Arbeitnehmerentsendegesetz) Regelungen beinhalten, die abweichendes Verhalten als Ordnungswidrigkeiten bestrafen. Die Frage ist aber, ob der Staat bereit ist, die Strafjustiz mit solchen Verfahren zu strapazieren. Diese Verfahren sind überaus aufwendig, denn es wird in den meisten Fällen nicht ohne ein Sachverständigengutachten abgehen. Es müßten in der Regel eine Vielzahl von Bruttolohnkomponenten geprüft werden, um überhaupt herauszufinden, welcher Stundenlohn, der in der Abgrenzung mit dem gestzlichen Mindestlohn verglichen werden könnte, tatsächlich gezahlt wird.

Ginkgo.

Das Ginkgo-Museum in Weimar befindet sich im 1. Geschoß oberhalb eines Ladens am Weimarer Marktplatz, der alles Mögliche rund um das Thema "Ginkgo" führt und seit 1992 hier so geführt wird. Auf rund 100 Quadratmetern erfährt man alles über Ginkgo und damit auch über trendige bzw. touristisch interessante Aspekte wie Asien, Wellness/Gesundheit, Natur und Goethe.

Ginkgo-Museum, Weimar

Natürlich kann man Ginkgo auch essen. Im Ginkgo-Shop gibt es unter anderem Ginkgo-Tees, Ginkgo-Kräuter-Senf, Ginkgo-Gelees, Ginkgo-Kräutertee-Likör und Olivenöl mit Ginkgo.

Divan.

Eine Oase der Ruhe ist das orintalische Café-Restaurant Divan in einem versteckten Innenhof am Rande der Weimarer Fußgängerzone. Es feiert am 10. Juni seinen zweiten Geburtstag.

Diwan

Ein Teil des an sich nicht schönen Innenhofs wird mit herrlich blauen Gouloises-Sonnenschirmen und handbemalten Sonnensegeln abgeschirmt und beschattet.

Ich habe im "Diwan" einen Pfefferminztee getrunken

Pfefferminztee

und einen frischen, hübsch dekorierten Hirtensalat mit warmem Brot gegessen

orientalischer Salat

und dabei gelernt, daß die Zigarettenmarke Gouloises nicht nur Aschenbecher und Teelicht-Halter sondern merkwürdigerweise auch Zuckerstreuer als Werbemittel bietet.

Gouloises-Werbemittel


Der Name "Divan" spielt geschickt auf die Gedichtsammlung "West-Östlichen Diwan" des in Weimar allgegenwärtigen Goethe an. Man kann ihn aber auch einfach mit "Sitzung" übersetzen. Man sitzt wirklich gemütlich im "Divan". Abends ist hier mehr los. Dann gibt es auch Lesungen, Konzerten, Kleinkunst und Bauchtanz. Denn auf persisch bedeutet "Divan" soviel wie Gedichtesammlung.

Gross, groesser, am groessten.


Daß es hier richtig große Bratwürste gibt, schreit dieser Bratwurststand auf dem Weimarer Marktplatz auch auf seiner Rückseite laut und vernehmlich. Ob sie wirklich groß und gut sind, habe ich nicht probiert.

Volxfruehstueck.

Sonntags um 12 Uhr gibt es in Weimar gelegentlich ein "Volxfrühstück", verspricht die Aussenwerbung dieser etwas ungewoehnlichen, gaststättlichen Stätte.


"Volxfrühstücke" sind eine Initiative antifaschistischer Gruppen.

ACC Cafe Restaurant in Weimar.

Wenn ich in Weimar leben würde, wäre das ACC Café-Restaurant wohl mein Stammlokal. Es liegt mitten in der Stadt gegenüber dem Schloß und dennoch, könnte man meinen, fast im Grünen, etwas abseits halt, was ja mitunter ein gutes Zeiche ist, weil man sich im Abseits häufig mehr um seine Gäste bemüht als im Hexenkessel.

ACC Cafe Restaurant Weimar

Ich habe dort unter anderem einen leckeren Sanddorn-Nektar aus Mecklenburg getrunken.

Zur Werbung setzt man unter anderem ein Auto ein, das in Größe, Typ, Farbe und Beschriftung zum alternativ-szenischen Konzept paßt:

Autowerbung

Corporate Identity.

Auf meiner individuellen Gastro-Tour Weimar ist mir dieser Straßenaufsteller

Strassenschild

ins Auge gefallen und das Thema Corporate Identity aufgestoßen. Oberflächlich betrachtet passen der Gaststättenname "Louis", ein Catering-Angebot thailändischer Küche und Wernesgrüner Pils nicht so recht zusammen. Doch wenn man sich das Café Louis etwas näher anschaut, ist das Konzept durchaus stimmig.

Das "Café Louis" wurde benannt nach dem Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (1772?1806). Man erzählt über ihn, er habe in seinem letzen Lebensjahr nichts als Champagner gesoffen, vormittags sechs Flaschen und über ein Dutzend am Tage. "Dabei war aber auch nicht die leiseste Spur von Trunkenheit jemals an ihm zu merken, noch war seine Körperschönheit und sein blühendes Aussehen im mindesten gewichen."

In seinen halbwegs nüchternen Jahren hat er auch Kammermusik komponiert, der man im Café Louis lauschen kann.

Mehr über den Womanizer und Frustsäufer in der Biographie "Der preußische Apoll. Prinz Louis Ferdinand von Preußen 1772-1806" von Uwe A. Oster.

Ferienjobber und Praktikanten.

Was müssen Arbeitgeber beachten, die Praktikanten oder Ferienjobber beschäftigen wollen? Ab welchem Alter dürfen Jugendliche arbeiten? Welche Arbeits- und Pausenzeiten gelten? Sind Praktikanten und Ferienjobber auch über die Berufsgenossenschaft unfallversichert? Was, wenn es sich um ein Schulpraktikum handelt?

Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Faltblatt "Unfallversicherung für Praktikanten und Ferienjobber - was Arbeitgeber wissen müssen" (PDF, 381 KB) des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG).

Alternativ können Sie sich dieses Faltblatt auch kostenlos bestellen: info@hvbg.de.

(Quelle: Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten).

Berechnungsmodul Feuerloescher.

Arbeitsstätten müssen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden mit Feuerlöschern ausgestattet sein. Um die Anzahl der bereitzuhaltenden Feuerlöscher ermitteln zu können, müssen Art und Umfang der Brandgefährdung sowie die Grundfläche des zu schützenden Bereichs bekannt sein. Nach Eingabe der jeweils abgefragten Rahmenbedingungen hilft Ihnen das Berechnungsmodul zur Ermittlung der notwendigen Anzahl der Feuerlöscher der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten unter Berücksichtigung des Löschvermögens die notwendige Anzahl von Feuerlöschern zu ermitteln, die erforderlich sind.

(Quelle: Newsletter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten).

about-drinks: Trendbarometer "Biermarkt".

about-drinks.com, eine neue "Online-Plattform des "Who-is-Who" in der deutschen Getränkebranche", hat die Zwischenergebnisse einer aktuellen Umfrage "Trendbarometer Biermarkt" zur Verfügung gestellt. Sie soll regelmäßig die wichtigsten Tendenzen des Getränke-Marktes aufzeigen.

aboutdrinks | Trendbarometer "Biermarkt" (Zwischenstand Mai 2006)

1. Welche Pils-Marke hat Ihrer Ansicht nach das größte Wachstumspotenzial (Top 3)?
  • Becks: 47,1%
  • Krombacher: 23,5%
  • Bitburger: 17,6%
  • sonstige: 11,8%
2. Welche Brauerei bietet Ihrer Ansicht nach das beste Gesamtsortiment (Top 3)?
  • Brauerei Beck GmbH & Co. KG: 32,5%
  • Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co.: 28,7%
  • Brauerei C.& A. VELTINS GmbH & Co.: 18,5%
  • sonstige: 20,3%
3. Welche Brauerei bietet Ihrer Ansicht nach die beste Außendienstbetreuung (Top 3)?
  • Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co.: 35,6%
  • Bitburger Brauerei Th. Simon GmbH: 27,4%
  • Brauerei Beck GmbH & Co. KG: 19,4%
  • sonstige: 17,6%
4. Wenn Sie morgen Ihre Pils-Marke ändern, oder Ihr Sortiment ergänzen könnten, welche Marken würden Sie wählen (Top 3)?
  • Becks: 47,1%
  • Krombacher: 17,6%
  • Bitburger: 11,8%
  • sonstige: 23,5%
5. Welche drei Biermixgetränke haben Ihrer Ansicht nach das größte Wachstumspotenzial (Top 5)?
  • Becks Green Lemon: 24,1%
  • Mixery: 18,2%
  • Salitos: 15,9%
  • Veltins V+ Lemon: 13,6%
  • Desperados: 9,9%
  • sonstige: 18,3%

6. Wie schätzen Sie das Marktpotenzial folgender Bereiche für die nächsten drei Jahre ein?
Bereichfallendstagnierendsteigend
Pilsener 47%53%0%
Weizenbier0%34%66%
Biermixgetränk12%18%70%
Alcopops 47%24%29%
Vodka15%56%29%
Rum29%65%6%
Kräuterlikör 18%35%47%
Flavoured Spirituosen18%29%53%
Wein6%29%65%
Malzbier9%19%72%
Energy-Drinks12%35%53%
Wasser24%29%47%
7. Welche Auswirkung wird die Umsatzsteuererhöhung für den Handel im Bezug auf zukünftige Umsätze haben?
Umsätze werdenfallenstagnierensteigen
12%59%29%

8. Welche Auswirkung wird die Umsatzsteuererhöhung für die Gastronomie im Bezug auf zukünftige Umsätze haben?
Umsätze werdenfallenstagnierensteigen
48%52%0%
(Quelle: Pressemitteilung von about-drinks.com).

Freitag, Mai 26, 2006

Interaktive Wertschoepfung.

Als das Drucken und der Buchdruck erfunden worden sind, ging es weniger darum Geld zu verdienen. Vielmehr sollten Inhalte unter das Volk gebracht werden, das sich handgeschriebene Bücher nicht leisten konnte. Heutzutage hingegen scheuen die meisten Verlage die kostenlose Verbreitung von Inhalten wie der Teufel das Weihwasser. Dabei entwickeln sich bei digitalen Inhalte die Grenzkosten der Verbreitung gegen Null. Siehe dazu auch meinen älteren Artikel "Buchverlage im Zeitalter des Internets".

Die Autoren des Buches "Interaktive Wertschöpfung. Open Innovation - Mass Customization - Value Creation", also Ralf Reichwald und Frank Piller, dürfte es einige Überredungskunst gekostet haben, den etablierten Verlag Gabler dazu zu bewegen, wenigstens Teile des Buches kostenlos online zu stellen. Sie schreiben dazu:
"Für einen etablierten Verlag wie Gabler ist diese Strategie völlig neu, deshalb dürfen wir auch (noch) nicht den vollständigen Text online stellen. Doch wir glauben, dass Innovation auf den freien und einfachen Zugriff auf Wissen basiert. Unser Ziel ist in erster Linie die Anregung einer Diskussion von Open Innovation und Mass Customization. Und als Wissenschaftler sind wir natürlich dadurch motiviert, dass möglichst viele Leute unsere Arbeiten lesen und zitieren. Dem kommt ein "Open Publishing" nur entgegen."
Die Erfahrungen anderer Verleger, die Inhalte kostenlos online zur Verfügung gestellt haben, sprech jedoch dafür, daß die Hoffung der Autoren in Erfüllung geht:
"Gleichzeitig hoffen wir jedoch auch auf das faire Verhalten unserer Leser: Wenn sie das Buch mögen, sollen sie es auch kaufen, um die Wertschöpfung des Verlags zu honorieren. Zudem ist der Ladenpreis nur unwesentlich teurer als ein Ausdruck des ganzen Buchs, bei gleichzeitig deutlich höherer Qualität."
Wenn Gastronomen mit den Begriffen "interaktive Wertschöpfung", "open innovation" und "mass customizing" konfrontiert werden, um die sich dieses Buch dreht, werden sie sich mit Unverständnis oder gar Grausen abwenden. Tatsächlich geht es jedoch um betriebswirtschaftliche Verhaltensweisen, die den meisten Gastronomen an sich gut vertraut sind. Denn Gastronomen sind es gewohnt, ihren Gästen in die Augen und auf die Finger zu schauen.

Bei der "interakiven Wertschöpfung" gestalten Gastronomen Produkte und Dienstleistungen zusammen mit ihren Gästen. Mitunter bestimmen Gäste sogar ihre Entwicklung und Herstellung.

"Open Innovation" bezeichnet den Einbezug der Gäste in die Produktentwicklung. Ein Beispiel aus der Gastronomie ist ein Ideenwettbewerb des Fünf-Sterne-Hotel Marriott am Potsdamer Platz. Kinder bis zum Alter von 12 Jahren konnten Vorschläge für das Speiseangebot und ihre Darreichungsform machen: Wettbewerb: Kinder können Marriott-Speisekarte gestalten" von Katrin Schoelkopf, in: Berliner Morgenpost vom 11. Dezember 2003.

Bei der "Mass Customization" erhält jeder einzelen Kunde genau das Produkt, das seinen Wünschen entspricht, zu einem von ihm akzeptierten Preis. Dies ist gängiges Prinzip bei Partyservice und Catering oder auch bei der Bewirtung von Familien- und Betriebsfeiern. Ein schönes Beispiel aus der Gastronomie ist der Online-Shop des Partyservice Lehrieder in Nürnberg. Neben Angeboten, die in traditioneller Weise im Rahmen einer individuellen, persönlichen Beratung zusammengestellt werden, können sich Kunden aus einem Katalog standardisierter, einzelner Produkte ein individuelles Paket aus Speisen, Getränken, Ausstattungsgegenständen und Dienstleistungen zusammenstellen. An sich ist ein solcher Online-Shop zwar trivial, aber er wird hier in geschickter Weise dazu benutzt, daß sich der Kunde gewissermaßen selbst berät.

Downloads und weiterführende Informationen zum Buch finden Sie auf der Website zum Buch open-innovation.com.

Donnerstag, Mai 25, 2006

Gaestepolitik Leipziger Diskotheken.

Mephisto 97.6, ein Radio aus Leipzig, hat eine Feature online gestellt ("'Du kommst hier NICHT rein!'), in dem massive Vorwürfe gegen Leipziger Diskotheken und Clubs erhoben wird, sie würden diskriminieren.

Bei der angesprochenen Problematik prallen zwei Welten aufeinander:
  • Gastronomen sehen ihre Betriebe als die ihren an. Sie suchen sich die Gäste aus, die zum Konzept und zu den anderen Gästen passen. Sie können sich in ihrer Haltung bestätigt sehen z.B. durch die Ansichten des Nobelpreisträger Gary S. Becker, der in seinem Aufsatz "A Note on Restaurant Pricing and Other Examples of Social Influences on Price" aus dem Jahre 1991, ausführt, daß die Zufriedenheit eines Gastes auch davon abhängt, von wievielen und welchen anderen Gästen sie besucht werden. Ein Übermaß an Gästen wie auch nicht passende Gäste können dazu führen, daß die Zahl der Gäste so dramatisch abnimmt, daß das Objekt an sich für alle Gäste uninteressant wird.
  • Menschen, die sich unerwünscht dazu gesellen wollen, Antidiskriminierungs-Gutmenschen und einige Politiker betrachten hingegen Gasträume als quasi-öffentliche Räume, die wie Verkehrswege, staatliche oder kommunale Wälder, Badeseen, Flüsse, Schulen oder Krankenhäuser grundsätzlich von allen genutzt und aufgesucht werden dürfen. Sie verwechseln die staatliche Konzessionierung mit einer staatlichen Finanzierung oder mit öffentlichem Eigentum.
Das Gaststättengesetz hilft nicht weiter. Es regelt nur als gewerberechtliches Spezialgesetz primär das Verhältnis von Gewerbetreibendem und Staat. Anders ausgedrückt: Es berechtigt Gastronomen jedermann oder bestimmte Personen zu bewirten, verpflichtet sie aber nicht dazu.

Natürlich darf die Art und Weise der Zurückweisung selbst nicht gegen Strafbestimmungen verstoßen, z.B. beleidigend sein. Es empfiehlt sich deshalb, grundsätzlich nie einen Grund anzugeben, warum man Eintritt gewährt oder ablehnt.

Siehe dazu auch:

Fremde Markennamen in Metatags unzulaessig.

Der Bundesgerichtshof habe entschieden, die Verwendung fremder Marken in Html-Metatags sei nicht zulässig, meldet Heise am 23. Mai 2006: "BGH: Verwendung fremder Marken in html-Metatags nicht zulässig".

Das hohe Gericht hat damit einen Streit um des Kaisers Bart geschlichtet, denn zumindest die in Deutschland dominante Suchmaschine Google berücksichtigt weder den Inhalt des Meta-Tags Description noch des Meta-Tags Keywords als Ranking-Kriterium. Siehe dazu auch meine ältere Übersicht "Eigenheiten der wichtigsten Suchmaschinen" aus dem Jahre 2001.

Es ist schon erstaunlich, mit welcher oberflächlichen Ernsthaftigkeit sich Juristen um Belanglosigkeiten streiten. Bedeutsam ist die entschiedene Frage für Dritte eigentlich nur, wenn sich das Urteil auf die Rechtsprechung zur Verwendung von Markennamen in Google Adwords übertragen ließe.

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Dienstag, Mai 23, 2006

Text Links Ads Worth Calculator.

Das von Robert Basic ausgegrabene Tool Text Link Ads Worth Calculator läßt sich nicht nur dazu verwenden, eine ungefähre Vorstellung davon zu bekommen, was Inserate auf der eigenen Website wert sind. Man kann damit auch den Marktwert von Inseraten auf fremden Websites analysieren lassen. Die Ergebnisse sind sicherlich nur begrenzt vertrauenswürdig, meist aber realistischer als die Phantompreise mancher Anbieter von Anzeigenplätzen.

Für die Startseite des Blogs, das Sie gerade lesen, ergibt sich ein durchaus realistischer Preis von 81 US-Dollar für ein Inserat in der rechten Navigationsspalte. Ein entsprechendes Inserat auf der Startseite von Abseits.de liegt mit 54 US-Dollar darunter, was korrekt ist, da diese statische Seite naturgemäß weniger Besucher findet als das Blog. Hingegen erscheinen mir die kalkulierten Preise für innere Seiten überhöht. So wird für unsere Linksammlung "Kaffeemaschinen und -mühlen für die Gastronomie" ein Preis von 27 US-Dollar im Monat genannt, der unverschämt hoch wäre.

Ich erspar mir Ärger mit konkurrierenden Gastronomie-Portalen und verzichte auf die Angabe kalkulierter Preise, die sich für diese ergeben. Probieren Sie es einfach selbst mal aus.

Die vergleichsweise hohen Preise, die für Webseiten von Abseits.de angegeben werden, dürfen darin begründet sein, daß der Kalkulation solche Faktoren zugrunde gelegt werden, in denen Abseits.de stark ist:
  • Besucherzahlen ("traffic"),
  • Thema der Website (ich bin beim Test von "other" ausgegangen, da keines der Themen, die zur Auswahl stehen, auf Abseits.de paßt. Vermutlich muß man für ein b2b-Portal eher höhere Preise ansetzen).
  • Linkpopularität.
Wozu ist dieses Tool nützlich?
  • Sie finden einen Anhaltspunkt für einen realistischen Preis, wenn Sie mal jemand fragt, ob man auf Ihrer Website ein Inserat oder einen Textlink schalten kann.
  • Sie können ermitteln, ob ein angebotener Linktausch Gleiches mit Gleichem vergällt.
  • Sie können abschätzen, ob ein Ihnen angebotener kostenpflichtiger Link bzw. ein Inserat vernünftig kalkuliert ist.

Montag, Mai 22, 2006

Fasspfand.

Seit Anfang Mai 2006 verlangen österreichische Brauereien ein Faßpfand von 30 Euro. Bisher wurden in Österreich diese Mehrweggebinde pfandfrei zur Verfügung gestellt. (Siehe dazu: "Biergalerie", in: ÖGZ ohne Datum, gelesen am 22. Mai 2006).

In Deutschland wird dies von Brauerei zu Brauerei unterschiedlich gehandhabt. Bei der Klosterbrauerei Weissenohe, die vor einigen Jahren ein Faßpfand eingeführt hat, hat man mir erzählt, daß sich der Rücklauf erheblich beschleunigt habe.

Die österreichische Brauereiwirtschaft begründet die Einführung eines Faßpfandes vor allem mit einer mißbräuchlichen Verwendung der Fässer. Vermutlich geht es den Brauereien auch darum, schwarze und graue Vertriebskanäle zu erschweren. Dafür reicht eine Pfandpflicht jedoch nicht aus. Vielmehr müßte jedes einzelne Pfand eindeutig identifiziert werden können, etwa durch eingebaute RFIDs. Aber daran wird gearbeitet.

Die Liquidititätsbelastung jedes einzelnen Gastronomen hält sich mit ein paar Hunderte Euro in Grenzen. Der Liquiditätsgewinn bei den Brauereien ist jedoch - Kleinvieh macht auch Mist - enorm. Leidtragende sind wohl neben der Gastronomie vor allem der Getränkefachgrosshandel. Er wird wohl insbesondere bei wenig umschlagenden Nischenbieren auslisten oder sich der Pfandpflicht per Individualvereinbarung mit den Brauereien zu widersetzen versuchen.

Ob sich die Brauereien mit der Pfandpflicht einen Gefallen tun, wage ich zu bezweifeln. Am längeren Hebel sitzen angesichts eines enormen Angebots mehr oder weniger austauschbarer Biere die Vertriebskanäle, nicht die brauereigebundene Gastronomie, aber die freien Gastronomen und Getränkefachgroßhändler. Sie werden sich ihr Geld schon wieder zurückzuholen wissen.

Sonntag, Mai 21, 2006

Qualitaetsjournalismus: Handelsblatt.

Ich habe volles Verständnis, wenn am Sonntagabend Online-Redakteure keinen Bock haben, Beiträge zu schreiben. Aber dann sollten sie es sein lassen. Sonst blamiert man sich:
"Nach der 49:65-Niederlage am vergangenen Donnerstag gerieten die Bamberger am Sonntagabend nie ernsthaft in Gefahr. Glen Mcgowan war mit 23 Punkten Sieggarant für die Franken."
(Quelle: "Alba und Bamberg verschaffen sich Matchbälle").

Glen Mcgowan spielt in Wahrheit nicht für die Franken, sondern für das unterlegene Team von Rheinenergy Köln.

Das "Handesblatt" ist mir im letzten Dezember schon einmal mit einem vergleichbaren Fehler aufgefallen: "Qualitätsjournalismus". Man hat offensichtlich ein grundsätzliches Problem im Qualitätsmanagement. Für ein überregionales Pflichtblatt aller deutschen Wertpapierbörsen ist sowas schon bedenklich.

Man kann natürlich einwenden, Sport sei nicht so wichtig. Aber im Unterschied zu Wirtschaftsnachrichten läßt sich der Wahrheitsgehalt von Sportnachrichten in der Regel einfach feststellen. Und wer glaubt wirtschaftlichen Prognosen und Kommentaren, wenn ein Zeitung daran scheitert, schlichte Fakten von Sportereignissen korrekt zu veröffentlichen?

Product Placement in Blogs.

In meinem älteren Beitrag "Wie können sich Weblogs finanzieren?" habe ich als eine der vielen Möglichkeit, mit Blogs Geld zu verdienen, angegeben:
"Als Profi-Blogger arbeiten, also als eine Art Journalist/Redakteur/PR-Mensch, der Postings für ein Blog eines anderen verfaßt. Schon seit einigen Jahren ist es üblich, geplante Spielfilme mit eigenen Sites zu bewerben, oft bereits in der Entstehungsphase. Zum erstenmal wurde beim Spielfilm "I Love Your Work" ein Blog dazu verwendet. Aufgezeichnet werden Anekdoten und Geschehnisse an den Drehtagen. Engagiert wurde dafür die Webloggerin Helen Jane..."
Damals habe ich nicht an die ähnliche Möglichkeit gedacht, daß Hersteller Bloggern hochpreisige Produke überlassen, damit sie diese ausprobieren und darüber berichten.

Auch wenn man als Gastronom gewohnt ist, daß man mit Produktproben, Naturalrabatten, Werbemitteln und auch sogenannten "Werbekostenzuschüssen" zugedeckt wird, gehen zwei aktuelle Beispiele doch erheblich darüber hinaus:
  • "AMD verleiht X2-Notebooks an Blogger", in: Golem vom 21. Mai 2006. 50 Personen bekommen leihweise ein aktuelles Notebook und müssen zwei Monate über ihre Erfahrungen auf dem Blog amd-notebooks.de berichten.
  • "Glaubwürdigkeit & Diskussionskultur" von DonAlphonso vom 21. Mai 2006 über eine Aktion, bei der Opel vier Bloggern je einen Astra leihweise zur Verfügung gestellt hat und ein paar Euro dazu als Aufwandsentschädigung für Sprit, Parkgebühren, Knöllchen usw. Siehe dazu das Blog, in dem die Ergebnisse der Tests veröffentlicht werden sollen: Astra Blog.
Ob Heinz Erhardt damals auch schon für sein Lied "Fährt der alte Lord fort, fährt er nur im Ford fort" von General Motors bezahlt worden ist?

Superior Taste Award.

iTQi ist eine Organisation von Küchenchefs und Sommeliers, mit dem Ziel, geschmacklich hoch stehende Lebensmittel und Getränke zu ermitteln und auszuzeichnen. Die Produktbewertung erfolgt durch eine Jury, zusammengesetzt aus renommierten europäischen Küchenchefs, Getränkeexperten und Sommeliers, die den 9 angesehensten kulinarischen Organisationen Europas, wie den französisch-belgischen Maîtres Cuisiniers, der französischen Académie Culinaire, der Federerazione dei Cuochi Italiana, dem Verband der Köche Deutschlands, Academia Española de Gastronoimia, den Jeunes Restaurateurs d?Europe, Euro-Toques und der Association de la Sommellerie Internationale, angehören.

Eine Liste der Awards 2006.

Unternehmen, die mit ihren Produkten an den Blindtests teilnehmen wollen, müssen dafür Gebühren zahlen. Insoweit sind meines Erachtens die verliehenen Auszeichnungen von zweifelhaftem Wert. Andererseits ist es sicherlich so, daß kompetente Verkostungen einen erheblichen Aufwand bedeuten, weswegen auch andere Verkostungen wie die der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft gebührenpflichtig sind.

Die Testberichte werden nicht veröffentlicht, sondern sind nur den Herstellern zugänglich. Vertrauenswürdiger wären die Ergebnisse, wenn auch abgelehnte Produkte und deren Testergebnisse veröffentlicht werden würden. Doch diesem Risiko würden sich Hersteller zahlenderweise wohl nicht aussetzen. Auch dies spricht meines Erachtens gegen solche "Wettbewerbe".

Wein und Sekt von der Lebenshilfe.

Die Lebenshilfe Bad Dürkheim stellt in ihrem Weinbaubetrieb Wein und Sekt her. Mehr als ein Viertel der 11,5 Hektar Weinberge sind Terrassenanlagen, auf denen Klassiker wie Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Kerner und Müller-Thurgau bei den Weißweinen, Spätburgunder, St. Laurent und Cabernet Sauvignon bei den Rotweinen angebaut werden. Als Bioland-Betrieb setzt die Lebenshilfe konsequent auf organisch-biologischen Weinbau. Zur Preisliste.

Siehe dazu auch: "Arbeitsplaetze fuer Behinderte in der Gastronomie".

Samstag, Mai 20, 2006

Generationenwechsel im Familienhotel.

Ein seit Jahrzehnten im Familienbesitz befindliches und nun vor der Übergabe an die nächste Generation stehendes Land- oder Stadthotel soll im Mittelpunkt einer neuen Fernsehproduktion stehen. Der Hotelverband Deutschland (IHA) unterstützt die ausführende gut.tut.gut.productions GmbH aus Kloster Schäftlarn nach Kräften beim Casting für diese DokuSoap und lädt alle in Frage kommenden Hotels, Gasthöfe oder Pensionen zu einer unverbindlichen Bewerbung ein.

Gesucht wird ein Familienbetrieb in Deutschland, der über den gesamten Zeitraum des Generationenwechsels von der Re-Positionierung bis zur räumlichen Neugestaltung begleitet werden will.
"Natürlich stehen für alle hierbei zu lösenden Problembereiche ausgewiesene und namhafte Experten der Familie zur Seite. Somit wird der Betrieb nicht nur von der einzigartigen medialen Aufmerksamkeit profitieren, sondern sicher auch von der externen Fachexpertise"
lädt Fritz G. Dreesen als Vorsitzender des Hotelverbands Deutschland (IHA) geeignete Kolleginnen und Kollegen ein, sich um die Hauptrolle der DokuSoap zu bewerben.

Beabsichtigt sind zehn bis zwölf wöchentliche Sendungen à 25 Minuten ein Format das wesentlich von den Protagonisten selbst leben wird.
"Für die Hotellerie insgesamt ist eine solche aus dem wirklichen, betrieblichen Alltag gespeiste Fernsehserie eine hervorragende Chance, breite Bevölkerungskreise en passant für Branchenthemen zu interessieren und zu sensibilisieren. Daher findet das Konzept unsere volle Unterstützung"
begrüßt Dreesen die Produktionsidee.

Interessierte Hoteliers richten ihre aussagekräftige, unverbindliche Bewerbung bitte an den

Hotelverband Deutschland (IHA)
Stichwort: TV-Casting
Am Weidendamm 1A
10117 Berlin
TV-casting@hotellerie.de

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2006. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

(Quelle: Pressemitteilung des Hotelverbands Deutschlands (IHA).)

Google Trends als Marktforschungs-Tool.

Der "Radebeuler Bärentöter" hat sich Gedanken gemacht über die Möglichkeiten, Google Trends für die Tourismus-Marktforschung zu nutzen: "Google Trends gibt Antworten auf Fragen der Tourismus-Industrie" vom 17. Mai 2006.

Mehr über Google Trends.

Den "Radebeuler Bärentöter" haben wir bereits im letzten Sommer vorgestellt: "Noch ein Ferienwohnungs-Blog".

Blog-trifft-Gastro 2007.

Das Treffen "Blog-trifft-Gastro" findet im kommenden Jahr zum dritten Male statt und zwar am Samstag, 27., und am Sonntag, 28. Januar 2007, in Hamburg. Am Vorabend (26. Januar 2007) könnten sich Gastro-Blogger aus Hamburg und früh anreisende Teilnehmer schon mal vorab locker zusammensetzen. Das Treffen endet voraussichtlich mit einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag, 28. Januar 2007. Die Koordination vor Ort hat netterweise Guido Marquardt, Geschäftsführer der Kochpiraten GmbH, übernommen.

Einen Rückblick auf das Blog-trifft-Gastro 2006 mit vielen Links hat Thorsten Sommer zusammengestellt.

BRAU Beviale 2006: Getraenkemarkt Deutschland.

Vom 15. bis 17. November trifft sich die europäische Getränkewirtschaft auf ihrer in diesem Jahr wichtigsten Investitionsgütermesse, der BRAU Beviale 2006 im Messezentrum Nürnberg. Rund 1.500 Aussteller präsentieren Getränke-Rohstoffe, Technologien, Logistik und Vermarktungsideen. Angebotsschwerpunkt mit rund 700 Ausstellern ist eindeutig die gesamte Technologie: Maschinen für Herstellung, Abfüllung und Verpackung von Getränken; technische Ausstattung für Betrieb und Labor sowie energietechnische Anlagen. Rund 850 deutsche Unternehmen, darunter auch die weltmarkt-führenden Hersteller von Füll- und Verpackungsmaschinen, stellen die größte nationale Beteiligung. Aus weit über 40 Ländern der Erde reisten die Aussteller der BRAU Beviale 2006 nach Nürnberg. Stark vertreten sind italienische, österreichische und britische Firmen. Der beliebte Messe-Mix aus professioneller Präsentation und persönlicher Begegnung erwartet wieder rund 37.000 investitionsfreudige Besucher.

Wachsende Investitionsfreude verzeichnet der Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen im VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer) endlich auch wieder im Heimatland der BRAU Beviale. Ein spürbares Anziehen der Inlandsnachfrage und ein Auslandsgeschäft, das unverändert auf vollen Touren läuft, lassen den Verband zuversichtlich auf das laufende Jahr blicken. Das Auflösen des Investitionsstaus nach sprichwörtlich langer Durststrecke ist Anlass, vor der BRAU Beviale 2006 einen Fokus auf den Getränkemarkt Deutschland zu richten.

Sonderstatus für den deutschen Getränkemarkt

Über Jahre hinweg wurde der Vielschichtigkeit des Getränkemarktes Deutschland höchst ungenügend Rechnung getragen. Wenn die Internationalisierung von Märkten zu einer Angleichung der jeweiligen Verhältnisse führt, dann werden hochkomplexe Märkte wie der deutsche Getränkemarkt in Betrachtungsmodelle gezwängt, die es zwar gestatten, ihn in eine Reihe mit anderen gesättigten Märkten zu stellen und zu vergleichen. Doch diese Modelle sind dem deutschen Getränkemarkt weder angemessen noch entsprechen sie der Realität. Will man über den deutschen Getränkemarkt ein faires Urteil fällen, muss man ihm einen Sonderstatus einräumen, der sich in vielen Besonderheiten begründet.

Entgegen anders lautenden Meldungen ging der Getränkekonsum in Deutschland seit 1994 nicht zurück, sondern stieg von 675 auf 707 Liter pro Kopf (2004, Wild, Heidelberg). Oft hatte man nur den Bierkonsum im Blick, der tatsächlich im gleichen Zeitraum von 139 auf 115 Liter zurück ging. Auch Hausgetränke wie Kaffee oder Tee wurden weniger getrunken (von 200 auf 190 Liter). Dagegen stieg aber der Konsum alkoholfreier Getränke um fast 60 Liter ? von 226 auf 285 Liter. Auch Milch machte deutlich munterer und 10 Liter plus (von 79 auf 89 Liter). Der Konsum von Sekt, Wein und Spirituosen veränderte sich nur leicht (von 30 auf 28 Liter), wobei es innerhalb dieses Segments zu Verschiebungen kam. Bier musste zugunsten von alkoholfreien Getränken, Wein und nicht zu vergessen Biermischgetränken Volumina abgegeben. Das ist im Vergleich zu anderen reifen Märkten wie Großbritannien oder den USA ungewöhnlich. Dort gerät Bier ausschließlich durch alkoholhaltige Getränke (Spirituosen, Alcopops und Wein) in Bedrängnis.

Parallelen und Differenzen

Was den deutschen grundlegend von anderen reifen Getränkemärkten unterscheidet und bislang eine Konsolidierung in großem Umfang verhinderte, sind neben geschmacklichen Präferenzen vor allem kulturelle und Aspekte der Unternehmenskultur.

Legt man das Modell der Konsolidierung von Märkten zugrunde, dann folgt auf eine Phase des Rückgangs an Marktteilnehmern die Konzentration auf wenige Player, die wiederum einer Phase von Unternehmensneugründungen weicht. In Bezug auf den deutschen Getränkemarkt kann man daraus nur zwei Schlüsse ziehen: Entweder verharrt Deutschland nach wie vor in Phase 1 oder es entwickelt sich ganz anders, als es das Modell vorzuschreiben scheint. Bei genauerer Betrachtung spricht vieles für die zweite These. Trotz sinkenden Bierkonsums um durchschnittlich ein Prozent jährlich hat Deutschland 1.274 Brauereien und rund 220 Getränkeabfüllbetriebe. Dass die Zahl der Braustätten im vergangenen Jahrzehnt fast konstant blieb, liegt zum einen an der Gründung von Gasthausbrauereien, zum anderen am Fehlen einer Exit-Strategie (Unternehmensverkauf) in der Vorstellungswelt deutscher Brauer und Getränkehersteller. Was unter anderem in den USA die Konsolidierung der Brau- und Getränkeindustrie in den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts flott voran trieb, war eine "take the money and run"-Mentalität unter den Brauereibesitzern.
"Wenn Du schlau bist, nimmst Du das Geld und gehst,"
dachten viele. Deshalb präsentiert sich der US-amerikanische Biermarkt heute als nahezu modellhafter Biermarkt in Phase 3, auf dem drei große Konzerne mit rund 80 Prozent Marktanteil das Sagen haben, während die verbliebenen Regionalbrauer, Importbiere und die 1.415 Microbrewers (6 Prozent Marktanteil) den Rest unter sich aufteilen.

Zweifellos sind kulturelle Faktoren ausschlaggebend, wenn deutsche Brauer, Getränkeabfüller und Getränkefachgroßhändler ihr Unternehmen lieber selbst weiterführen als verkaufen - auch wenn sie dadurch geringere Margen in Kauf nehmen müssen. Dies soll nicht heißen, die Welle der Konsolidierung hätte den deutschen Markt verschont. Nachdem sich Ende der 90er Jahre nur einzelne Brauereien zusammenschlossen, begann sich 2001 mit dem Einstieg von Holsten bei König, von InBev (früher: Interbrew) bei Beck's und Diebels sowie von Heineken bei Paulaner/Kulmbacher der Konzentrationsprozess zu beschleunigen. Im Jahr 2004 erreichte die Fusionswelle mit dem Einstieg von Carlsberg bei Holsten, der Übernahme von König und Licher durch Bitburger und dem Kauf von Brau&Brunnen durch Radeberger einen vorläufigen Höhepunkt. Die internationalen Braukonzerne InBev, Heineken und Carlsberg haben mit den Unternehmenskäufen in Deutschland signifikante Absatzmengen (gemeinsam ca. 30 Mio. hl) erwerben können. Dennoch sind die jeweiligen Marktanteile mit leicht über bzw. unter zehn Prozent (Stand 2005) noch relativ klein. Trotzdem vereinen die acht größten Brauereikonzerne in Deutschland einen Marktanteil von ca. 60 Prozent auf sich. Dies entspricht ungefähr dem Konzentrationsgrad auf dem deutschen Mineralwassermarkt, wo sechs Unternehmen geschätzt 50 Prozent Marktanteil haben. Mit geringerer Marktmacht ausgestattet präsentieren sich die Großen des deutschen Getränkefachgroßhandels. Obwohl die Zahl der Betriebe mit 5.400 relativ hoch erscheint, hat die Konzentration schon dazu geführt, dass heute knapp 1.000 Betriebe 88 Prozent des Umsatzes erzielen.

Konzentration und Konsolidierung haben auf dem deutschen Getränkemarkt nur eine begrenzte Aussagekraft. Tatsächlich sind viele der leichthin als "Konzentrationsprozesse" bezeichneten Firmenzusammenschlüsse in Wahrheit nichts anderes als Gebietsabrundungen im besten geographischen Sinne. Dies mag auch als Begründung dafür dienen, weshalb es in Deutschland noch immer keinen homogenen nationalen Markt gibt, wie man ihn aus anderen Ländern kennt, sondern nur eine Vielzahl von deutlich abgegrenzten Regionalmärkten bzw. Teilmärkten. In der Konsequenz bedeutet dies auch das Fehlen einer starken nationalen Marke: stark im Sinne von 19 Prozent Marktanteil für Bud Light in den USA, 33 Prozent für Guinness in Irland oder 27 Prozent für Heineken in den Niederlanden. Im Vergleich dazu haben sich die größten deutschen Biermarken, Oettinger und Krombacher, bisher nur je 6 Prozent Marktanteil erkämpfen können.

Ein weiterer Aspekt, der die Sonderstellung des deutschen Marktes unterstreicht, ist die Gewinnmarge, oftmals abwertend auch als "Ertragsschwäche" bezeichnet (2005, Biermarkt-Report KPMG). Im Ranking der profitablen Biermärkte weltweit liegt Deutschland im hinteren Bereich mit einem geschätzten Ertrag (EBITDA) von durchschnittlich 4,6 EUR/hl; im Vergleich dazu die Spitzenverdiener in Kanada mit 36 EUR/hl! Doch Deutschlands Brauer sind nicht allein mit ihrem einstelligen Euro-Verdienst. Im benachbarten Tschechien wurden 2004 geschätzt 3,6 in Italien 6,9 und in Spanien 6,6 EUR/hl erzielt. Die Boommärkte China und Russland haben an Erträgen 4,1 bzw. 0,7 EUR/hl vorzuweisen. Nun gibt es keinerlei Regeln oder gar Naturgesetze, die vorschreiben, welche Erträge Unternehmen zu erwirtschaften haben. Allen internationalen Benchmarks zum Trotz, unterliegt die Höhe der Marge auch der unternehmerischen Selbstbestimmung. Daher ist grundsätzlich nichts gegen Margen im einstelligen Bereich einzuwenden, solange es Unternehmern gelingt, damit nachhaltig zu wirtschaften und einen Investitionsstau abzuwenden, der den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.

Der deutsche Getränkemarkt und das Einwegpfand: Es gibt wohl keinen besseren Beweis für die Sonderrolle, die Deutschland international spielt, als das vor drei Jahren eingeführte Einwegpfand. In der Folge verschwand eine weltweit gebräuchliche Verpackungsart - die Dose - in Deutschland fast völlig aus dem Markt. Selbst jetzt, nach der Einführung einer neuen Pfandregelung am 1. Mai 2006, wird es wohl schwierig mit dem Comeback.

Wachstum in gesättigten Märkten

Ziel aller deutschen Getränkeunternehmen in den kommenden Jahren wird es sein, Wachstum zu generieren, das Überleben sichert. Wachstum definiert sich aber nicht mehr aus den Steigerungsraten von zu entwickelnden Märkten, in denen ein Mangel die Bedürfnisse bestimmt. Das Wachstum in den westlichen Ländern stößt immer mehr auf eine Sättigung. Der Markt selbst wächst nicht mehr wie gewohnt. Unternehmen, die dies erkannt haben, versuchen über regionale Expansion sowie durch eine kluge Preis- und Markenpolitik organisches Wachstum zu erzielen, das die Marge steigen lässt und die Kapitalbasis für notwendige Investitionen verbreitert. Unternehmen, denen dies gelingt, stehen im Fokus - nicht nur in Deutschland.

(Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

Freitag, Mai 19, 2006

Kulinarische Flanke: Jan Theofel kocht WM-Menues.

Wenn Jan Theofel (26) aus Stuttgart-Zuffenhausen an die Fußball-WM denkt, dann denkt er weniger an Tore, Pässe und Fouls, sondern eher an exotische Zutaten, leckere Menüs und stapelweise Kochbücher. Wer jetzt glaubt, er sei für die Verpflegung der Balljäger zuständig, der irrt, denn Jan Theofel ist Hobbykoch und hat sich für die WM eine Herkulesaufgabe gestellt: Pünkt-lich zu jedem der 64 Spiele sollen auf seiner Webseite je zwei Rezepte erscheinen, jeweils passend zu dem Land, aus dem die Kontrahenten kommen.

Da auch jede der Gastgeberstädte schon ab 9. Mai vor dem WM-Start mit einem Gericht bedacht wird und einige Zusatzrezepte dazwischen geschoben werden, kommen über 150 Rezepte zusammen. Diese werden ergänzt durch mehrere Dutzend Besprechungen von Kochbüchern aus denen Jan Theofel seine Anregungen für diese globale Kochaktion gewonnen hat. Bei seinen Rezepten setzt er auf Original-Gerichte aus landestypischen Zutaten.

Seit Monaten ist er dabei, sich aus der ganzen Welt Spezialitäten zu besorgen: Kochbananen aus Afrika, rätselhafte Zapoten aus Mexiko und schwarze Bohnen aus Costa Rica. Mal wird er in der Stuttgarter Markthalle fündig, mal muss ein Internetversand bemüht werden. Und über hundert Kochbücher hat er gekauft.

Die dicksten Probleme hatte er bei Costa Rica und Paraguay: Deutschsprachige Kochbücher gibt es keine. Pro Mannschaft möchte er mindestens vier Rezepte in petto haben, damit es bis ins Achtelfinale sicher reicht. Zur Sicherheit hat er für Argentinien, Brasilien, Frankreich, Italien und Deutschland mit je acht Rezepten schon bis zum Finale vorgeplant.

Jan Theofel nimmt es mit seinen Rezepten ganz genau. Was gekocht wird, soll nachher nicht nur schmecken, sondern muss auch gut aussehen und dekorativ angerichtet sein. Jedes Wochenende sind Freunde bei ihm: Gemeinsam kochen und essen gehört dazu. Schon seit Ende 2004 veröffentlicht er in seinem Weblog "Jans Küchenleben" - einer Art Küchen-Logbuch unter www.theofel.de/plog/ - Berichte aus seiner Privatküche und beteiligt sich an Internet-Rezeptwett-bewerben.
"Ich will die Leute ermutigen auch Gemüsefonds, Blätterteig oder Schokonudeln einmal selbst zu machen und möchte zeigen, dass es nicht immer Halbfertigprodukte sein müssen,"
erklärt Theofel, der im Alltagsberuf Softwareentwickler in der eigenen 6-Mann-Firma ist. Bei jedem Gericht ist vermerkt, ob es für eine laktose- oder glutenfreie Ernährung geeignet ist und ob es auch für Veganer akzeptabel ist. Daneben reizt es ihn, den WM-Angeboten der großen Firmen mit dem Format "Weblog" Paroli zu bieten und aufzuzeigen, was man damit auch als Einzelner alles erreichen kann.
"Schon jetzt lesen monatlich 30.000 Besucher meine Rezepte, ich bin sicher, dass sich das während der WM noch steigern lässt,"
lächelt er.

Bis zum Endspiel am 9. Juli, hat Jan Theofel rund 1000 Stunden gekocht und mehrere tausend Euro für Zutaten, Kochbücher und Geräte ausgegeben.
"Ich bemühe mich gerade um Sponsoren, um einen Teil des Geldes wieder hereinzuholen,"
sagt der Hobbykoch, wohl wissend, dass die meisten Firmen ihre WM-Gelder schon vergeben haben.

Und bei der nächsten Fußball-WM 2010 will Theofel die Texte auf deutsch und englisch parallel veröffentlichen.

Link direkt zur WM-Aktion.

World Beer Cup 2006: Ausgezeichnete Biere und Brauereien.

Über die Teilnehmer des World Beer Cup 2006 der Brewery Association haben wir bereits berichtet: "Initiative 'Die Freien Brauer' beim World Beer Cup in Seattle stark vertreten".

Jetzt wurde die diesjährigen Sieger veröffentlicht.

Für jemand, der sich wenig mit Bier beschäftigt, ist die Vielzahl der Kategorien, in denen Biere verkostet worden sind, beeindruckend. Die mangelnde Präsenz vieler deutschen Biere und Brauereien in zahlreichen Kategorien ist auch eine Folge des vermaledeiten Reinheitsgebots und der sich daraus ergebenden geringen Experimentierfreude der meisten deutschen Brauereien.

Michael Plank, der Inhaber der gleichnamigen Privatbrauerei Michael Plank im bayerischen Laaber dürfte sich über den Titel "World Beer Cup Champion Brewery and Brewmaster" in der Kategorie Kleinbrauereien zu Recht sehr gefreut haben. Wenn Sie mal wieder auf der Autobahn zwischen Nürnberg und Regensburg brausen, machen Sie einen Abstecher zu einem der besten Brauer der Welt, trinken Sie seine Biere und übernachten Sie in seinem Gasthof.

Donnerstag, Mai 18, 2006

Top Blogs zum Thema E-Commerce.

Jochen Krisch hat das Blog, das Sie gerade lesen, netterweise in eine Liste "Top 10 Blogquellen (Stand: Mai 2006)", in: Exciting Commerce vom 18. Mai 2006, aufgenommen. Das sind für ihn solche Blogs, die beim Thema E-Commerce auf die Sprünge helfen und laufend gute Anregungen und Impulse liefern. Unter den zehn gelobten Blogs sind nur zwei deutschsprachige, drei von deutschen Autoren (Robert Basic und Dr. Frank Piller).

Sonntag, Mai 14, 2006

Gastro-Tour Weimar.

Vom 15. bis 18. Mai 2006 mache ich einen Kurzurlaub in Weimar und werde mich dort am Rande auch nach gastronomisch Interessantem umschauen. An diesen Tagen werde ich voraussichtlich keine neuen Beiträge einstellen.

Anschauen will ich mir neben touristischen Sehenswürdigkeiten in Weimar wieauch einiges in der Umgebung von Weimar wie
  • Dornburg.
  • das Restaurant "Am Goethebrunnen" mit Weinen aus Saale-Unstrut und Meißen in Bad Berka im Ilmtal, 13 Kilometer südlcih von Weimar.
sowie gastronomisch interessante Objekte:Diese Tipps habe ich unter anderem den Reiseführern "Marco Polo Reiseführer Weimar mit Umgebung" von Bernd Wurlitzer und Kerstin Sucher und "Lonely Planet Germany" entnommen.

Nebenbei: Es ist schon etwas sonderbar, daß der beste Reiseführer für Deutschland in englischer Sprache von einem ausländischen Verlag herausgegeben wird. Aber seit Anfang Mai gibt es erstmal 16 Titel auch auf deutsch. Siehe dazu: "Die blaue Reisebibel erscheint auf Deutsch", von Antje Blinda, in: Spiegel vom 3. Mai 2006.

Ausstellung in Wien: Kuechenkunst und Tafelkultur - Kulinarische Zeugnisse aus acht Jahrhunderten.

Die Österreichische Nationalbibltiothek in Wien zeigt noch bis zum 31. Oktober 2006 in ihrem Prunksaal die Ausstellung "Küchenkunst & Tafelkultur" mit kulinarischen Zeugnissen aus ihren Beständen.

Es geht dabei natürlich vor allem um Bücher, insebesondere Kochbücher. Gezeigt werden aus der reichen Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek einige der ältesten und kostbarsten Exemplare.

Laut Angaben der Aussteller werden "diese aufschlussreichen kultur- und sozialgeschichtlichen Zeugnisse" erstmals in einer umfangreichen Ausstellung wissenschaftlich aufgearbeitet. Auch die vielfältigen Formen der Tafelkultur, die den Glanz von höfischen Banketten - neben den lukullischen Freuden - wesentlich mitbestimmten, werden beleuchtet.

Die ältesten Ausstellungsstücke wie das handgeschriebene und um 1400 datierte Kochbuch des Wiener Dorotheerklosters überraschen mit aus heutiger Sicht haarsträubenden Rezepten, bei denen auch gesundheitliche Aspekte berücksichtigt wurde. Aus der Zeit nach der Erfindung des Buchdrucks sind Kochbücher zu sehen wie die reich illustrierten Renaissance-Kochbücher des Papstkochs Bartolomeo Scappi oder des kurfürstlichen Hofkochs Marcus Rumpold.

Österreichische Kochbücher des 19. Jahrhunderts gewinnen aus deutscher Sicht ihren besonderen Reiz durch den Einfluß aus der böhmischen und ungarischen Küche.

Die Ausstellung behandelt wauch Sonderthemen wie das Spannungsverhältnis zwischen Diätetik und Kulinarik, den Wandel bei den Zutaten, die Kunst des Würzens und Konservierens sowie die Anfänge der Verschriftlichung der Kochkunst und die Speisenzubereitung unter religiöser und medizinischer Kontrolle (Diäten und Fasten).

Was Gastronomen besonders interessieren dürfte: Eigene Kapitel sind unter anderem auch der Küche als Arbeitsplatz, dem Wandel im Kücheninstrumentarium, der Küche als Schauplatz und Tatort (Stichwort: Vergiftungen) gewidmet und der repräsentativen Dimension des öffentlichen Mahls und Inszenierungen, wie auch Ritualen (Stichwort: Kunst des Tranchierens und Serviettenlegens).

In einer kleinen "kulinarischen Heimatkunde" wird ein Blick auf die Anfänge der Restaurantkultur in Österreich geworfen. Puppenküchen und Puppenkochbücher sind zu sehen, aber auch, wie sich die Armen-, Not- und Kriegsküche in den jeweiligen Kochbüchern widerspiegelt.

Abschließend wird der Einfluß der Globalisierung auf die Koch- und Essgewohnheiten des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Stichworte hierfür sind chinesische und arabische Kochbücher, aber auch Survival- oder Comic-Kochbücher.

Auf der Website der Österreichischen Nationalbibltiohek kann man sich in einer Galerie Abbildungen der Höhepunkte der Ausstellung anschauen.

Zu dieser Ausstellung gibt es auch einen luxuriösen Katalog aus dem Brandstätter-Verlag: "Küchenkunst & Tafelkultur. Kulinarische Zeugnisse aus acht Jahrhunderten" von Hannes Etzlstorfer, dem Kurator der Ausstellung.

Siehe dazu auch einige Rezensionen der Ausstellung:

Samstag, Mai 13, 2006

Mit Feiertagen Besucher locken.

Vor kurzem habe ich über die enormen Besucherzahlen geschrieben, die man erzielen kann, wenn man bei saisonalen Suchbegriffen wie "Muttertag" gut positioniert ist: "Muttertag".

Als empirischer Beleg dient folgende Graphik. Sie zeigt die Anteile der Suchbegriffe, über die Besucher von Abseits.de uns am 12. Mai 2006 in Suchmaschinen gefunden haben. Fast drei Viertel sind an diesem Tag wegen des Suchbegriffs "Muttertag" zu uns gekommen:

Chart Suchbegriffe

Per Google Trends läßt sich zeigen, daß der Suchbegriff "Muttertag" insoweit gefragter ist als etwa "Vatertag" und "Pfingsten", aber weniger bedeutsam als "Ostern". Überragend ist die Bedeutung von "Weihnachten". Silvester ist hingegen fast so gefragt wie Weihnachten.

Als Gastronom sollten Sie aber nicht daran verzweifeln, zu versuchen, sich für diesen Suchbegriff unter die ersten zehn Treffer bei Google zu optimieren. Bei über 26 Millionen Treffern insgesamt ist dies ein schier aussichtsloses Unterfangen, auf jeden Fall aber Zeitverschwendung.

Konzentrieren Sie sich besser auf Suchbegriffs-Kombinationen, wie z.B. aus "Weihnachten" und dem Namen Ihrer Stadt oder Region. Geeignet sind auch weniger gefragte Variationen des Suchbegriffs "Weihnachten". Lesen Sie dazu meinen früheren Artikel "Wie man geeignete Schlüsselwörter finden kann".

Tante Marie's Cooking School.

Sam Breach alias Sixy Beast hat einen Kochkurs an der kleinen, privaten Kochschule Tante Marie's Cooking School in San Francisco besucht, die seit 1979 existiert, und 36 Fotos davon gemacht. Es ging um "French Country Cooking". Lehrerin ist Jennifer Knapp gewesen.

Die Kochschule besitzt zwei Schulungsräume mit jeweils 16 Arbeitsplätzen. Einer davon kann alternativ auch zu Kochvorführungen mit bis zu 35 Teilnehmern benutzt werden.

Absolventen dieser Kochschule arbeiten mittlerweile als Küchenchefs, Restaurantbesitzer, Food-Autoren, Kochlehrer, Konditoren und Bäcker, Gourmetlebensmittel-Hersteller, Personalchefs, Kochbuchautoren und Caterer.

Das Lehrkochbuch "The Tante Marie's Cooking School Cookbook: More Than 250 Recipes for the Passionate Home Cook" von Mary S. Risley ist, warum auch immer, noch nicht ins Deutsche übersetzt worden.

Bullen-Blog.

Sachen gibt es. Die Polizei von Los Angeles betreibt seit dem 10. Mai 2006 ein LAPD Blog (via The Social Software Blog; wenn es ein Fake sein sollte, ist es gut gemacht).
"Our online journal is an interactive tool that we use to deliver real-time, unfiltered information. We invite you to take a look inside the Department to learn more about the men and women in blue who have sworn to protect and to serve you....

Through compassionate and constitutional community policing practices, we want to enhance the relationship between the Los Angeles residents and police.

Our ultimate goal is for the role of law enforcement officials to evolve from distance protectors and rapid responders to true partners and conduits for meaningful social change. "
schreibt darin Chief William J. Bratton in seiner Begrüßungsansprache.

Da bin ich mal gespannt, wann die Gangster nachrüsten.

Blogs deutscher Polizisten scheitern wohl daran, daß man mit mechanischen Schreibmaschinen, Brieftauben und diversen Hierarchie-Stufen, um Beiträge abzusegnen, kaum zeitnah posten kann.

Familienbande.

Eines der noch wenigen Beispielen eines Restaurant-Blogs ist das zik.blogger.de (via Notizen für Genießer). Das Blog gibt Dr. Walter Simon heraus, ein Anwalt in Stuttgart, für seinen Bruder Jürgen Simon, den Wirt und Koch des fränkischen Restaurants "Zur Iphöfer Kammer" mit seiner experimentierfreudigen Küche. Das Restaurant selbst hat keine eigene Internetpräsenz - zumindest wenn man diesen Begriff eng faßt.

Tatsächlich gibt es viele anderen Möglichkeiten als eine eigene Website im Internet präsent zu sein. Die Website eines Fans des eigenen Objekt oder auch eines Verwandten ist sicherlich keine schlechte Lösung, zumal einem halb Außenstehenden vieles interessanter vorkommen mag als Insidern, denen Besonderheiten des eigenen Objekts kaum noch auffallen.

Gastgewerbliche Betriebe können auch ohne eigene Website viele Spuren im Netz hinterlassen, z.B. in Hotel- und Restaurantführern wie z.B. Restaurant-Kritik.de, in Meinungsportalen wie Qype, in Foto-Communities wie Flickr und in vielen anderen Portalen des Sozialen Internets (Web 2.0).

Gaeste abstempeln.

Gäste abzustempeln ist immer noch eine weit verbreitete Methode der Einlaßkontrolle. Wer gezahlt hat, bekommt als "Quittung" einen Stempel auf die Haut gedrückt. Gäste können dann das Veranstaltungsgelände beliebig verlassen und wieder eintreten, ohne erneut zahlen zu müssen, wieder eintreten können sollen.

Eine Auslaßkarte auszugeben, die zum Wiedereintritt berechtigt, ist weniger praktikabel, falls viele gleichzeitig den Veranstaltungsort verlassen. Zudem kann man Auslaßkarten weiterverkaufen. Besucher könnten sich einen Eintritt gewissermaßen teilen, was nicht immer erwünscht ist.

Auch Armbänder oder ein Button können weitergegeben werden. Sie sind zudem in der Anschaffung teurer als zu stempeln. Für Buttons als Eintrittskarten spricht jedoch, daß Käufer von vorverkauften Buttons sie vielleicht schon vorher tragen und damit Werbung für das Event machen. Bei Events, die sich wiederholen, machen Gäste, die den Button nach dem Event tragen, zudem Werbung für das Folgeevent. Schöne Buttons, Anstecker, Pins usw. können zudem gesammelt werden und als Sammlerstücke neue Zielgruppen ansprechen.

Um zu vermeiden, daß Stempel "abgedrückt" werden, also direkt oder über eine aufgeschnittene Kartoffel auf die Haut eines anderen Besuchers übertragen werden, der sich damit den Eintritt erschleichen will, kann man wischfeste Stempelfarben verwenden, die bei normaler Beleuchtung "unsichtbar" sind und nur mit einer Schwarzlicht-Leuchte (UV-Licht) sichtbar gemacht werden. Besucher wehren sich mehr oder weniger gegen sichtbare Stempel, weil sie sie schlecht abbekommen und sich damit die Klamotten sichtbar verschmutzen. Beides entfällt bei unsichtbaren Stempeln. Zur Kontrolle kann man batteriebetriebene und damit handliche und leicht und überall einsetzbare UV-Lampen verwenden.

Stempelabdrucke kann man auch zur Werbung nutzen. Beworben werden kann das eigene Objekt oder Event. Man kann damit aber auch für andere werben. marketing-blog.biz hat ein schönes Beispiel gefunden: "Abgestempelt". Geworben wird für ein Taxiunternehmen, damit angetrunkene Gäste nicht mit eigenem Fahrzeug nach Hause fahren. Man kann dafür ein paar Euro verlangen. Oder man vereinbart "Personalfahrten", damit Mitarbeiter nach der Arbeit günstig nach Hause kommen. In der Taxibranche ist es nicht unüblich, solche Fahrten unter dem Normalpreis anzubieten. Meist werden sie, ohne den Taxometer einzuschalten, zu pauschalen Preisen abgewickelt.

Freitag, Mai 12, 2006

WM-Food aus aller Welt: Weltmeisterliche Genuesse aus Osteuropa.

(aid) - Dass nicht nur der Ball rund ist, sondern auch die passenden Gerichte zu den WM-Spielen eine runde Sache sind, zeigen wir Ihnen in dieser Woche mit kulinarischen Anregungen aus Osteuropa. Gleich nach dem Eröffnungsspiel gegen Costa Rica wird die deutsche Mannschaft am 14. Juni auf den zweiten Gruppengegner Polen treffen. In der ersten Runde warten aber auch auf andere Teilnehmerländer Mannschaften mit osteuropäischem Flair. So treffen zum Beispiel in Gruppe E die USA, Italien und Ghana auf Tschechien.

Neben den bekannten würzigen Suppen- und Eintopf-Gerichten "Bigos", "Borschtsch" oder "Soljanka" punkten die Osteuropäer schon jetzt mit ballrunden WM-Genüssen fürs Fußball-Buffet. Insbesondere Pirogi, gefüllte Teigtaschen, Bliny, süße plinsenähnliche Pfannkuchen, oder Bubliki, Kringel aus Weißbrotteig, sind WM-verdächtige Hits aus der polnischen und ukrainischen Küche. Sie lassen sich süß wie herzhaft mit allerlei Leckereien füllen und sind das ideale Häppchen für den WM-Hunger. Überraschen Sie Ihre Gäste außer mit appetitlich belegten Bubliki mit etwas kulinarischem Hintergrundwissen während der Halbzeitpause: Viele von uns denken beim ringförmigen Hefegebäck mit dem Loch in der Mitte eigentlich spontan an den amerikanischen Bagel und liegen damit gar nicht so falsch ? denn der "Beugal" (österreichisch für "Hufeisen") wurde von jüdischen Einwanderern über Österreich in die USA gebracht. Das ursprünglich polnische Gebäck in Hufeisen-Form war bei der jüdischen Bevölkerung Polens sehr beliebt. Da am "Shabbat" nicht gearbeitet werden durfte, eignete sich der Bagel-Teigling ideal zur Vorbereitung. Der Teig konnte über Nacht gekühlt liegen bleiben und problemlos nach Ende des "Shabbats" fertiggestellt werden. Die Herkunfts-Geschichte der Bliny ist nicht weniger symbolträchtig. Das runde Gebäck hatte eine rituelle Bedeutung bei den alten Slawen in der vorchristlichen Zeit. Die runde Gebäckform erinnerte an die Sonne, deren Wiedergeburt nach dem Winter gefeiert wurde. Durch die russischen, vor allem jüdischen Immigranten sind die schmackhaften Küchlein schließlich in ganz Europa und den USA bekannt geworden. Der Einfluss Russlands auf die polnische, aber auch der polnische wie jüdische Einfluss auf die ukrainische Küche ist bei Teigspeisen wie diesen deutlich spürbar. So trägt der Name "Pirogi", die man ebenfalls in der Ukraine und Russland gebacken oder frittiert gerne zu "Borschtsch" reicht, die Wortbedeutung "pir" für "Gastmahl" in sich.

Warum versuchen Sie sich nicht bis nächste Woche an Bliny, Pirogi & Co.? Ein wenig WM-Training schadet bekanntlich nicht und schließlich wird es bald Zeit, fußballrunde Zeichen zu setzen.

(Quelle: Pressemitteilung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.).

Donnerstag, Mai 11, 2006

Zankou Chicken.

Mit dem Slogan "The best chicken in town" wirbt Zankou Chicken mit sechs Betrieben in Los Angeles. Die Filiale in Los Angeles hat meine Flickr-Partnerin Bonny Kang besucht und ein paar Fotos geschossen.

Der erste Betrieb wurde 1962 von Vartkes Iskenderian und seiner Familie mitten in Beirut im Libanon gegründet. Nach 20 Jahren verkaufte er diesen Betrieb und wanderten nach Los Angeles aus. In Hollywood wurde der erste Betrieb in Hollywood eröffnet und von Schauspielern, Künstlern, Autoren, Musikern entdeckt. 1992 wurde ein zweiter Betrieb in Glendale eröffnet und von dem enormen Erfolg angesteckt, wurden schnell weitere Betriebe aufgemacht.

Berühtm ist Zankou für seine legendäre Knoblauchsauce und außergewöhnliches Fast Food zu vergleichsweise günstigen Preisen. Im Angebot sind Hähnchen, Wraps und Salate, fast immer ist Knoblauchsauce dabei. Der eigene Anspruch an das Konzept ist sehr hoch:
" To provide the most natural, fastest, freshest, tastiest Mediterranean food in the world."
Zankou Chicken setzt voll auf Mundpropaganda:
"Our philosophy is that customers are the most important factor in our business. We must exceed their expectations and delight them in every way possible. Their experience at Zankou Chicken should be such that they will want to tell their friends and family about us, because word-of-mouth is still the best form of advertising. We strive to meet our customers changing needs and always appreciate their feedback."

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Newspaper Snippet Generator.

Ein nettes Tool ist der Tageszeitungs-Ausschnitt-Generator von Fodey.com. Man kann damit einen fiktiven Ausriß einer Zeitung beliebigen Namens erzeugen. Man sollte dabei aber darauf verzichten, wenn man das Ergebnis veröffentlicht, den Namen einer existierenden Zeitung zu verwenden.

fiktiver Zeitungsausriß

(via marketing-blog.biz).

Rauchfrei in Stadte.

Das Stadter Tagblatt hat stichprobenartig getestet, ob im Kreis Stadte Nichtraucherplätze in der Gastronomie angeboten werden: "Die Gastronomie bleibt verqualmt" vom 11. Mai 2006.

Gastronomie-Betriebe, die in einer regionalen Liste als rauchfrei geführt werden möchten, können ab heute auf der Internetseite www.tageblatt.de/rauchfrei ihre Daten eintragen: Anschrift, Platzzahl, eigener Nichtraucherbereich, geplante Nichtraucherplätze.

Hamburger DEHOGA stellt Vereinbarung ueber Nichtraucherplaetze in Frage.

Der Hamburger Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) habe seine Mitglieder und alle übrigen Gaststätten- und Restaurantbesitzer dazu aufgerufen, bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft am 9. Juni gut die Hälfte ihrer Plätze zu Nichtraucherzonen zu erklären. Der Aufruf richte sich an Lokale, die Speisen anbieten, die eine Fläche über 75 Quadratmeter und mehr als 40 Plätze haben: "Restaurants: Hälfte der Plätze für Nichtraucher" von Diana Zinkler, in: Hamburger Abendblatt vom 11. Mai 2006.

Leider findet sich auf der Website der DEHOGA Hamburg keine Bestätigung für diese Meldung. Der Hamburger Landesverband würde damit dem Bundesverband, der eine anderslautende Vereinbarung mit dem Bundesgesundheitsministerium getroffen hat, die eine niedrigere Quote vorsieht, in den Rücken fallen.

Eigendarstellung gastronomischer Betriebe in Qype.

Qype haben wir vor einigen Tagen empfohlen: "Qype".

Wer als Gastronom dort nicht vertreten war, weil noch kein Gast dort das eigene Objekt rezensiert hat, stand vor einem Dilemma. Soll man selbst den eigenen Betrieb kommentieren, nur um in Qype gelistet zu sein? Und welche Note gibt man dem eigenen Betrieb? Ich selbst habe mir damit beholfen, daß ich möglichst neutral mit einer Durchschnittsnote bewertet habe.

Jetzt teilt Qype in ihrem Newsletter vom 11. Mai 2006:
"Als Beitrag getarnte Eigenwerbung ist auf QYPE nicht erwünscht und wird von unseren Nutzern bei Entdeckung auch meist sofort gemeldet. Dennoch haben wir zur weiteren Steigerung der Tranzparenz nun eine Möglichkeit geschaffen, wie Unternehmen sich auf QYPE mit zusätzlichen Informationen selbst darstellen können. Bis auf weiteres sind diese Möglichkeiten für Unternehmen kostenlos. Mehr Informationen dazu finden sich in unseren FAQs."
Jetzt muß ich nur noch meine unfreiwillige "getarnte Eigenwerbung" durch eine Selbstdarstellung ersetzen und dann meine "getarnte Eigenwerbung" löschen.

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Google Trends.

Google Trends aus der Versuchsküche von Google erlaubt es, die Häufigkeit von gewählten Suchbegriffe seit Anfang 2004 graphisch darzustellen, getrennt nach Suchen in der allgemeinen Google-Datenbank und in den Google News und auch differenziert nach Städten, Ländern ("Regionen") und Sprachen.

Für den Suchbegriff Muttertag sieht man z.B. daß danach übers Jahr recht wenig und dafür rund um bzw. vor allem vor und am Muttertag vergleichweise viel gesucht wird.

Man kann auch verschiedene Suchbegriffe vergleichen. Z.B. zeigt eine Suche nach "Erdinger, Paulaner" in der regionalen Verteilung erhebliche Unterschiede. Erdinger ist z.B. in Brasilien stark, Paulaner in Singapur, Paulaner im Italienischen, Erdinger im Portugiesischen.

Weitere Beispiele zeigt das S-O-S SEO Blog.

Siehe dazu auch einen früheren Beitrag über "Blogpulse", ein ähnliches Tool, das aber seine Daten zur Trendanalyse Blogs entnimmt. Analysen von Suchmaschinenabfragen dürften nicht nur auf mehr Daten basieren, sie sind vermutlich auch konservativer. Trendanalysen aus Blogs sind wohl eher mit den Trendanalysen aus News vergleichbar, die Google Trends auch liefert - in der unteren der beiden Graphiken.

Arbeitsklima-Index.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer ist auf der Suche nach Pilotbetrieben, in denen der DGB einen Arbeitsklima-Index ermitteln könnte: "DGB-Chef will Trendwende erzwingen", in: Financial Times Deutschland vom 11. Mai 2006.

Vielleicht fängt er ganz einfach mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund selbst und den in ihm zusammen geschlossenen Gewerkschaften und dazugehörigen Unternehmen an. Dann hätte man zumindest mal einen unteren Referenzwert. Die von ihm avisierten "Einsparpotenzial in Millionenhöhe" durch eine "bessere Nutzung von Synergien im Bereich IT", also die Entlassung von Mitarbeitern in der Gewerkschaftsverwaltung, könnte man dann schon mal stimmungsmäßig erfassen.

Nicht vergessen sollte er folgende Unternehmen: Bank für Gemeinwirtschaft, Coop, Volksfürsorge, Neue Heimat, Büchergilde, Bund-Verlag, Beamtenheimstättenwerk , Beteiligungsgesellschaft der Gewerkschaften AG.

Für einen internationalen Vergleich bietet drängt sich die österreichische Gewerkschaftsbank Bawag auf. Siehe dazu: "Allianz will BAWAG kaufen", in: Kurier vom 11. Mai 2006.

Muttertag.

Vor wenigen Jahren habe ich einmal Online-Workshops zum Thema "Seitenoptimierung für Suchmaschinen" gehalten. Aus diesen alten Zeiten stammen noch einige Seiten von Abseits.de zum Thema "Seitenoptimierung für Suchmaschinen", die ich nicht mehr aktualisiere, weil heutzutage, wer nicht gerade Online-Shops betreibt und Produkte wie Sex, Viagra, Sportlernahrung oder Versicherungen an den Mann bringen möchte (siehe dazu auch meinen Beitrag "Marktforschung per Klickpreis"), auf Tipps und schmutzige Tricks nicht mehr angewiesen ist. Es genügt, wenn man einen oder mehrere Blogs betreibt, um in Suchmaschinen ganz vorne zu sein, oder anders ausgedrückt: nützliche Inhalte bereitstellt.

Aus diesen alten Tagen stammt auch noch eine Webseite zum "Muttertag", gewissermaßen eine Fingerübung zu einem stark umkämpften Thema, für das Google mehr als 4 Millionen Treffer angibt. Ich kümmere mich seit Jahren nicht mehr um diese Seite, für die ich mich inhaltlich schämen sollte, allein ich aktualisiere jedes Jahr das wechselnde Datum des Muttertages im Titel dieser Seite. Sie erscheint immer noch brav unter den ersten zehn (zur Zeit auf Platz 7) der Trefferliste von Google zum Suchbegriff "Muttertag".

Pünktlich einige Tage vor dem Ereignis beginnen die Erlöse aus Google Adsense wie auch der Abverkauf von Büchern, CDs usw. zum Thema Muttertag zu steigen. Ein paar hundert Euro Mehreinnahmen kommen so pro Muttertag jedes Jahr zusammen.

Was können Sie als Gastronom daraus lernen? Nutzen Sie Feiertage nicht nur für besondere gastronomische Angebote, sondern stellen Sie auch Inhalte darüber auf Ihre Website. Viele Internetnutzer suchen nach solchen Themen, nicht zuletzt nach Geschenkideen und Möglichkeiten, auch in der Gastronomie zu feiern. Übersichten über Feiertage bietet z.B. Feiertage.net.

Das "Andechser"-Namensrecht und die Zukunft der bisherigen "Andechser"-Betriebe.

Über die Eröffnung der Gaststätte "Andechser" in Wiesbaden haben wir im Juli 2003 berichtet: "Andechser in Wiesbaden". Nach einem noch nicht rechtskräftigen Urteil des Landgerichts München, in welchem dem Kloster Andechs die Namensrechte zugesprochen worden sind (siehe dazu unseren Beitrag "Kloster Andechs wieder Herr seines Namens"), stellt sich die Frage, wie es mit dem Gaststättenbetrieb in Wiesbaden und evtl. auch den weiteren "Andechser"-Betrieben weitergeht: "Andechser" vor Aus?", in: Wiesbadener Kurier vom 11. Mai 2006.

Mittwoch, Mai 10, 2006

Fischplatten vom Metzger.

Das deutsche Fleischerhandwerk macht nach eigenen Angaben bereits 12 Prozent seines Gesamtumsatzes mit Party- und Plattenservice, sieben Prozent im Imbißbereich und der mobile Verkauf erzielt drei. Siehe dazu: "Die Grundstrukturen des deutschen Fleischerhandwerks" von Fleischerhandwerk.de.

Dabei beschränken sich die Kollegen mit den blutigen Händen nicht auf Fleisch und Wurst. So arbeitet der Deutsche Fleischer-Verband mit der Deutsche See GmbH zusammen und bietet ein Seminar mit dem Titel "Fischkompetenz im Partyservice" an. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht praktisches Arbeiten mit Fisch im Partyservice, so zum Beispiel dessen Zubereitung oder besondere Plattenlegetechniken. Vermittelt werden ebenso Grundlagenkenntnisse, die beispielsweise bei der kompetenten Kundenberatung wichtig sind, wie auch Kenntnisse zur Distribution. Ziel der eintägigen Veranstaltungen ist es, Fleischer-Fachgeschäften, die einen Partyservice betreiben, Kompetenz im Umgang mit Fisch zu vermitteln. Das Seminar kostet 80 Euro und findet am 29. Mai 2006 in der Deutschen See-Niederlassung in Frankfurt, Ferdinand-Porsche-Straße 20, statt.

Bockbiere: Heiss verehrt und kalt getrunken.

Die Kochpiraten haben eine Maibock-Verkostung durchgeführt.

Aus der Sicht der Gastronomie möchte ich aus eigener Erfahrung ergänzen, daß sich entgegen der auch in Österreich beobachteten Null-Bock-auf-Bockbier-Mentalität der Bockbieranteil in der Gastronomie auf bis zu 10% steigern läßt. Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag über "Bockbieranstiche".

Die zitierte Servierempfehlung der Brauereien mit 7 Grad Celsius ist eigentlich nicht angemessen. Siehe dazu: "Das richtige Einschenken" von bierundwir.de, wo 10 Grad empfohlen werden.

Aber ich muß zugeben, daß es meistens in der Gastronomie, so auch in unserem Bamberger Café Abseits, nicht praktikabel ist, Biere mit verschiedenen Temperaturen zu kühlen. Theoretisch könnte man zwar Bier in Kühlschränken mit verschiedenen Temperaturzonen temperieren, die etwa für Weine angeboten werden. Aber meistens ist dafür kein Platz im Thekenbereich vorhanden. Wir behelfen uns damit, daß wir Bockbiere in den Randbereich der Kühltheke einstellen, der geringfügig wärmer ist als direkt an der Kälteplatte.

Zudem neigen viele Gäste, die nicht zu dem harten Kern der Bierkenner zählen, dazu, ihr Bier eher kälter zu mögen. So ist wenig bekannt, aber nicht erstaunlich, daß man den Bierabverkauf steigern kann, wenn man statt der üblichen knapp 6 Grad Celsius den Bierkeller und die Kühltheke auf knapp unter 5 Grad Celsius einstellt. Siehe dazu auch: "Tipps rund um den Bierausschank. Die Lagerung" von der privaten Weißbierbrauerei Schneider.

BlooZone meets GHP Bamberg.

Ein Segment des mobilen Marketings ist das "bluetooth mobile marketing", also die Ansprache von potentiellen Kunden über die Bluetooth-Schnittstelle eines Handys.

Die Play Offs der deutschen Basketball-Bundesliga nutzt das Bamberger Unternehmen Iventmedia für einen Test ihres Konzepts BlooZone. In der Bamberger Jako-Arena wird erstmals bei einem bedeutendes, nationales sportliches Großereignis die Sportstätte mit Hotspots ausgestattet. Bei den Halbfinalspielen des amtierenden deutschen Meisters GHP Bamberg können sich alle Besucher und Zuschauer kostenlose Inhalte ihrer Lieblingsmannschaft auf das Handy laden. Sobald die Bluetooth-Schnittstelle eines Handys aktiviert ist, erkennt der Hotspot das mobile Endgerät und versendet eine Anfrage, ob man kostenlose Inhalte downloaden möchte. Nach erteilter Zustimmung laden sich innerhalb weniger Sekunden hochauflösende Wallpaper einzelner Spieler, Newsticker zur Mannschaft, Coupons für Merchandise-Artikel und ein frecher Soundausschnitt auf's Handy.

Die Neuheit BlooZone wurde speziell für die Event- und Sportbranche entwickelt: Mit Bloozone lassen sich komplette Hallen, Stadien und andere großflächige Umgebungen systematisch vernetzen.

Auch für die Gastronomie eröffnen sich dabei neue Möglichkeiten der direkten Kundenansprache sowohl für das Catering während des Events auch für Gaststätten außerhalb der Veranstaltungsstätten. Speisekarten, Tages- und Monatsangebote, sowie spezielle Produktbeschreibungen werden kostenlos auf das Handy der Gäste geladen werden. Mit Verzehrgutscheinen, Rabatten und Coupons können Anreize für einen Besuch in der Gastronomie gesetzt werden. Informationen zu besonderen Service- und Dienstleistungen verbessern das Image der Gastronomie. Unterschiedlichste Unterhaltungsformate (Musik, Videos, Spiele) vertreiben den Gästen die Langeweile.

Siehe dazu auch: "BlooZone meets GHP Bamberg", in: OpenPR.

Siehe auch frühere Beiträge zum Thema "Mobiles Marketing":

Blog macht dem Umsatz Beine.

In einer Lokalausgabe der "Sächsischen Zeitung" ist ein Artikel ("Tupperparty im Netz") über das Saftblog der Kelterei Walther erschienen sowie ein Interview mit der Bloggerin und Geschäftsführerin Kirstin Walther. Berichtet wird von gestiegenen Verkaufszahlen des keltereieigenen Internetshops und einer erheblich gesteigerten Reichweite (den vormals nur in der Region bekannte Anbieter erreichen sogar Anfragen aus europäischen Nachbarländern und aus den USA).

Vetternwirtschaft.

Wie erst jetzt herausgekommen ist, dient das Antidiskriminierungsgesetz auch dazu, Parteifreunde zu bedienen. Neben zusätzlichen Stellen im Familienministerium soll ein 16-köpfiger Beirat eingerichtet werden, der "mit Vertretern von gesellschaftlich relevanten Gruppen besetzt" sein solle. Anders ausgedrückt: Es geht um Aufwandsentschädigungen und Spesen für gute Kumpels der Parteien der fetten Koalition. Siehe dazu: "Wut in der Union über das Antidiskriminierungsgesetz", in: Welt vo 10. Mai 2006.

In der Pressemitteilung, in der der Gesetzesentwurf erläutert worden ist, hat man diesen Umstand verschämt verschwiegen. Der Gesetzesentwurf selbst wurde noch nicht veröffentlicht. Man wird wissen, warum.

In dem gescheiterten Gesetzesentwurf der Grünen (PDF) liest sich das so:
"(1) Zur Förderung des Dialogs mit gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen, die sich den Schutz vor Be- nachteiligungen wegen eines in § 1 genannten Grundes zum Ziel gesetzt haben, wird der Antidiskriminierungsstelle des Bundes ein Beirat beigeordnet. Der Beirat berät die Antidiskriminierungsstelle des Bundes bei der Vorlage von Berichten und Empfehlungen an den Deutschen Bundestag nach § 27 Abs. 4 und kann hierzu sowie zu wissenschaftlichen Untersuchungen nach § 27 Abs. 3 Nr. 3 eigene Vorschläge unterbreiten.

(2) Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beruft im Einvernehmen mit der Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sowie den entsprechend tätigen Beauftragten der Bundesregierung oder des Deutschen Bundestages die Mitglieder dieses Beirats und für jedes Mitglied eine Stellvertretung. In den Beirat sollen Vertreterinnen und Vertreter gesellschaftlicher Gruppen und Organisationen sowie Expertinnen und Experten in Benachteiligungsfragen berufen werden. Die Gesamtzahl der Mitglieder des Beirats soll 16 Personen nicht überschreiten. Der Beirat soll zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern besetzt sein.

(3) Der Beirat gibt sich eine Geschäftsordnung, die der Zustimmung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bedarf.

(4) Die Mitglieder des Beirats üben die Tätigkeit nach diesem Gesetz ehrenamtlich aus. Sie haben Anspruch auf Aufwandsentschädigung sowie Reisekostenvergütung, Tagegelder und Übernachtungsgelder. Näheres regelt die Geschäftsordnung."

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DEHOGA Berlin empfiehlt Existenzgruendern Abseits.de.

Der Landesverband Berlin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes empfiehlt auf seiner Website unter dem Titel "Hinweise zur Gründung eines Gastgewerbes" neben informativen Seiten der Industrie- und Handelskammer Berlin und des Berliner Senats u.a. auch zwei Artikel von Abseits:
"Einzelheiten zur Auswahl des richtigen Standortes finden Sie unter www.abseits.de/standort.htm hier finden Sie unter www.abseits.de/existenzgruender.html auch weitere Tipps."

Dienstag, Mai 09, 2006

Individueller Katalogservice.

Meldungen aus dem Verlagswesen gehören eigentlich nicht in dieses Blog. Aber ich will eine Ausnahme machen, denn
  • Wiley-VCH ist ein Fachverlag, dessen amerikanische Mutter John Wiley & Sons auch zu gastgewerblichen Themen zu den besten weltweit gehört - behaupte ich mal.
  • Als "virtueller Buchhändler" bemühe ich mich auch etwas in dieser Branche auf dem Laufenden zu bleiben.
  • Blogs, Zeitungen und Zeitschriften wie auch Bücher spielen mehr oder weniger auf dem selben Spielfeld.
Der Wiley-Verlag bietet ab sofort ein personalisiertes Fachbuchverzeichnis, einen sogenanten Individuellen Katalogservice. Man stellt seine Interessen ein und kann sich eine Literaturliste (in schwarz-weiß) als PDF herunterladen und ausdrucken. 36 Fachgebiete stehen frei kombinierbar zur Auswahl. Enthalten sind alle lieferbaren und im nächsten halben Jahr erscheinenden Buchtitel von Wiley-VCH, Verlag Helvetica Chimica Acta, GIT Verlag, Ernst & Sohn, Siemens/Publicis, sowie die wichtigsten Titel von John Wiley & Sons. Alphabetisch nach Autoren sortiert, werden die Titel mit Bibliografie vorgestellt, aktuelle Vorbestellpreise sind farblich hervorgehoben. Ein Inhalts-, Autoren- und Titelverzeichnis erleichtern das rasche Auffinden der gewünschten Information, das Bestellformular bietet eine einfache und schnelle Bestellmöglichkeit. Nutzen können diesen Service nicht nur Buchhändler sondern jeder, der Lust darauf hat.

Dieser neue Service wird zwar nicht explizit als "Beta" ausgewiesen. Aber man hat den "Geist" von Beta-Versionen wohl begriffen und bietet einen direkten Kontakt, der Fragen und Anregungen zu beantworten und aufzugreifen verspricht. Etwas ungeschickt ist meiner Meinung nach, daß man den Newsletter, in dem diese Neuerung angekündigt wird, als anonymes Unternehmen ("Ihr Wiley-VCH Alerting Service Team") verschickt und auch der Kontakt für Fragen und Anregungen sich hinter einer E-Mail-Adresse versteckt, die man nicht einer natürlichen Person zuordnet. Ich kann natürlich nachvollziehen, daß große Unternehmen nicht in Menschen denken, sondern in Stellen. Aber diese unmenschlichen Zeiten sind von gestern.

Ich habe diesen neuen Service natürlich gleich mal ausprobiert. Auserwählt habe ich mir ein Verzeichnis, das lediglich Bücher aus dem Bereich "Gastronomie, Hotellerie und Touristik" (PDF) enthält.

Wie könnte man diesen Service nutzen bzw. weiterentwickeln?
  • Man könnte den Nutzern erlauben, individualisierte Kataloge an deren Kunden zu versenden, zum Download auf der eigenen Website anzubieten oder auch auszudrucken und in Papierform auszulegen oder weiterzugeben.
  • Man könnte innerhalb der einzelnen Fachgebiete weitere Selektionen zulassen, z.B. eine Begrenzung auf Bücher, die in den nächsten sechs Monaten erscheinen werden, oder auch die Möglichkeit, einzelne Titel, Autoren usw. abzugrenzen oder auszuschließen.
  • Man könnte alle Titel mit Suchbegriffen auszeichnen (das macht man ja sowieso) und den Nutzern erlauben, sich individuelle Kataloge für ausgewählte Suchbegriffe und Suchbegriffskombinationen zu erstellen oder auch zu abonnieren.
  • Man könnte - wenn man zusätzlich Cover-Abbildungen in die zur Zeit noch puristische Literaturliste einbindet - auch unter Zuhilfenahme von modernen Farblaserdruckern, wie sie von Book-on-Demand eingesetzt werden, als Verlag den Kunden anbieten, individualisierte Kataloge auszudrucken und ihnen zuzusenden. Am besten mit Eigenwerbung des Kunden, so daß der Kunde (Buchhändler, Gastronom, Hotellier, Unternehmensberater, Lehrer usw.) seinen eigenen Kunden und Gästen eine gebrandete Version anbieten könnte.