Gastgewerbe Gedankensplitter



Freitag, Juni 30, 2006

Zuckersteuer-Revival.

Von einem mittlerweile emeritierten Professor für Sozialpolitik, der auch mit der Geschichte der Sozialpolitik, insbesondere aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, vertraut war, habe ich gelernt, daß kaum ein sozialpolitischer Vorschlag, so blöde er auch noch ist, nicht schon einmal gemacht worden ist oder gar meist nur vorübergehend Gesetzeskraft erlangt hat. In den Zeiten der fetten Koalition, wo jeden Tag eine (vermeintlich) neue Sau durchs Dorf getrieben wird, kommt mir bei manchen Vorschlägen dieser alte, nette Herrn wieder in den Sinn.

Angesichts der sommerlichen Schwüle indes wundert es mich wenig, daß jetzt auch noch Menschen, von denen man annehmen sollte, sie würden sich an der Schweinehetz nicht beteiligen, weil sie Wichtigeres zu tun haben, mit merkwürdigen Ideen daher kommen. So hat der Mikrobiologe Alexander Kekulé von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine Steuer auf gesundheitsgefährdende Lebensmittel vorgeschlagen (siehe: "Viele Wege führen in den Staatssäckel", in: Spiegel vom 30. Juni 2006). Man solle sich überlegen, ob man nicht auf das gesamte Junk-Food, etwa auf Süßigkeiten, eine eigene Steuer erheben sollte.

Nun denn, das was hier vorgeschlagen wird, gab es sehr lange als Zuckersteuer: Bereits im 16. Jahrhundert wurde vielerorts ein Zuckerzoll verlangt, auch um die einheimischen Zuckerrübenbauern vor importiertem Rohrzucker zu schützen. Nachdem die Staaten entdeckt hatten, wie sich damit Einnahmen erzielen lassen, zockte man auch die einheimischen Zuckerbauern ab. 1841 wurde in Deutschland wie auch in vielen anderen etwas früher oder später eine Zuckersteuer eingeführt, die meist nach dem Gewicht der angelieferten Zuckerrüben bemessen wurde oder auch nach dem Volumen des Zuckerrübensaftes. Die Zuckersteuer wurde in Deutschland aus guten Gründen zum 1. Januar 1993 abgeschafft, um Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der Europäischen Union abzubauen. In der Tat macht eine Steuer, die auf einer bestimmten Stufe der Herstellung von zuckerhaltigen Produkten für den Endverbraucher ansetzt, wenig Sinn. Es kommt zu Ausweichreaktionen der Hersteller und Konsumenten, zu Fehlallokationen bzw. zu bürokratischen Exzessen, wenn man sich daran machen würde, Endverbraucherprodukte nach ihren Inhaltsstoffen steuerlich zu beurteilen.

Die Online-Redaktion des "Spiegels" macht sich derweil aus solchen makabren Vorschlägen einen Jux und fordert ihre Leser auf:
"Doch der Wettbewerb der kreativen Steuerideen ist längst im Gange. Wir sind davon überzeugt, dass SPIEGEL-ONLINE-Leser mindestens genauso gute Ideen haben. Schreiben Sie uns an steuerideen@spiegel.de Ihre Vorschläge, worauf Sie Steuern erheben würden, um dem Staat endlich ein sorgenfreies Erfüllen seiner Aufgaben zu ermöglichen. Aber Achtung: Die Süßstoffsteuer und die Zündwarensteuer gab es in Deutschland schon mal."
Gemach, Ihr Spiegel-Redakteure. Da kann ich flugs einen alten Aprilscherz zweitverwerten, die "Weinwertzuwachssteuer".

Wanderer, kommst Du nach Suedtirol.

Herbert Vigl vom Berggasthof Plörr in Südtirol hat mir geschrieben, daß er unseren Blog begeistert liest und einige Anregungen daraus aufgegriffen hat:
  • Er hat auf der Homepage seines Hotels mit der Anbindung von Flickr begonnen.
  • Es gibt eine eigene Flickr-Group Ploerrclub, in die er Bilder hochlädt. Im passwortgeschützten Bereich seiner Website, "Club" genannt, empfiehlt er seine Gästen, ihre Urlaubsfotos in die Flickr Group hineinzustellen. Der Erfolg sei aber bislang mäßig, eine Erfahrung, die ich mit ihm teile. Vielleicht kann man den meist eher weniger internetaffinen Gästen, die dennoch begeistert digitale Fotos schießen, das Hochladen in Flickr für sie zu übernehmen. Bei einem befreundeten Brauer bringen Gäste rege Papierabzüge von Fotos vorbei, die zeigen, wie sie in fernen Ländern sein Bier trinken. Für alle, die vielleicht mit der englischsprachigen Benutzeroberfläche so ihre Probleme haben, empfiehlt Herbert Vigl die deutschsprachige Flickr-Schule von Marsianer.de.
  • Auch mit dem Bloggen hat Herbert Vigl im Februar 2006 begonnen. Das Blog "Wandern in Südtirol" macht Gästen bebilderte Vorschläge für Wandertouren, sicherlich ein nützlicher Content für ein Hotel in einer Region, die von Wanderern besonders geschätzt wird. Man kann sich per RSS-Feed über neue Wanderideen informieren lassen.

    Nachtrag vom 25. September 2006: Dieses bisherige Blog wurde aus technischen Gründen ersetzt durch www.blog.suedtirol-reisen.com. Es gibt ein RSS-Feed, regelmäßige Einträge aus und über Südtirol, sowie interessante Bildbeiträge aus Flickr-Pool von Herbert Vigl.

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Landkarten bemalen.

Landkarten, die man auf der eigenen Website einbinden möchte, um die Lage des eigenen gastronomischen Objektes darzustellen, sind ein leidiges Thema:
  • Leicht verletzt man Urheberrechte, z.b. wenn man Druckwerke einscannt und online stellt oder aus Auszüge aus Online-Karten als Bilddateien einbindet.
  • Es gab auch einige unseriöse Anbieter, die angeboten haben, kostenlos Links zu ihren Stadtplänen und Routenplanern einzubauen, und dann versucht haben, abzukassieren. Ich selbst habe vor ein paar Jahren auch mal eine Rechnung über knapp 10.000 DM erhalten. Gottseidank konnte ich beweisen, daß dieser Service früher als kostenlos angeboten gewesen ist. Man hat sich damit herausgeredet, derjenige, der diese Zusage gemacht habe, sei nicht mehr in diesem Unternehmen beschäftigt und nie berechtigt gewesen, eine solche Zusage zu machen, und entging nur knapp einer Klage meinerseits, die Forderung als unberechtigt festzustellen.
  • Mittlerweile gibt es zwar eine Reihe kostenloser Anbieter, die erlauben, Landkarten einzubinden, teilweise als Link, teilweise als Graphik, wie z.B. Google Maps oder Infospace und auch der ebhosting-Services 1und1.com bietet seit einem Jahr so etwas an. Beispiel: Café Abseits Lageplan.
Leider bieten diese Anbieter bisher keine Möglichkeit, die Karten zu gestalten, z.B. bestimmte Punkte zu markieren, in den Karten herumzumalen oder Symbole und Bilder einzufügen. Die Contentschmiede hat jetzt darauf hingewiesen, daß Google Maps, genauer gesagt das Tool Quickmaps nunmehr erweiterten Möglichkeiten bietet: "Google Maps einfach erstellen". Man kann damit auch Touren darstellen, etwa einen Rundweg mit touristischen Sehenswürdigkeiten rund um den eigenen Betrieb.

Beck's Level 7 und Beck's Chilled Orange.

Bremen, Juni 2006. Nach den Innovationen Beck's Gold und Beck's Green Lemon startet die internationale Marke in Handel und Gastronomie ab Juli 2006 bundesweit eine erneute Produktoffensive auf dem deutschen Biermarkt. Mit Beck?s Level 7 ? frischer Geschmack, extra Energie und Beck?s Chilled Orange ? Erfrischend, Spritzig, Orangig, ergänzt eine der führenden Marken im Segment der Biermischgetränke ihr Sortiment um zwei weitere Neuheiten:
  • Beck's Level 7 steht für einen neuen erfrischenden Energy-Mix mit Guarana und einem erhöhten Koffeingehalt.
  • Beck's Chilled Orange bietet den besonderen Geschmack der Winterorange Kumquat und ein außergewöhnlich fruchtig-frisches Aroma mit einer angenehmen Süße.
Beide Produkte haben einen Alkoholgehalt von 2,5 Prozent und werden in der transparenten Weißglasflasche angeboten. Laut unabhängiger Marktforschung liegt die Kaufbereitschaft jeweils bei über 80 Prozent.
"Die starke Marke Beck's setzt immer wieder Zeichen mit attraktiven und verbraucherrelevanten Innovationen für Kunden und Konsumenten. Sie ist seit Jahren erfolgreich mit steigenden Absätzen auf dem deutschen Markt präsent und steht für hohe Wertschöpfung im Segment der Premiumbiere. Nach der beeindruckenden Entwicklung von Beck's Gold und Beck's Green Lemon erweitern wir das Sortiment um zwei zusätzliche Gewinnbringer: Beck's Level 7 und Beck's Chilled Orange. Damit werden wir in Zukunft noch stärkeren Anteil am dynamisch wachsenden Markt für Biermischgetränke haben"
erläutert Andreas Hilger, Geschäftsführer Marketing InBev Deutschland.

Abverkaufsstarke Samplingaktionen an außergewöhnlichen Orten wie Fashion-Stores und Fitness-Studios, Werbung in TV und Fachmedien, umfangreiche PR-Maßnahmen und eigens entwickelte Internetseiten unter www.becks-level7.de und www.becks-chilled-orange.de sowie zahlreiche Werbemittel machen auf die neuen Produkte millionenfach aufmerksam.

Beide Neuheiten werden in folgenden Gebinden angeboten: Einzelflasche, Sixpack und 24er Kasten 0,33 Liter (Einzelflaschen bzw. vier Sixpacks). (Quelle: Pressemitteilung von Inbev).

Heiliger Florian.

Hans-Ulrich Jörges, der Fernsehlautsprecher des "Stern", begrüßt in einem Kommentar die zum 1. Januar 2007 beschlossene Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes auf 19%: "Trinken macht gesund", in: Stern vom 29. Juni 2006 (nur kostenpflichtig zugänglich; inhaltlich aber keinen Cent wert).

Er wäre glaubwürdig, wenn er fordern würde, daß Zeitungen und Zeitschriften wie der Stern nicht mehr nur mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz in Höhe von 7% belastet würden, sondern für solche Erzeugnisse der allgemeine Mehrwertsteuersatz gelten würde.

Voelkel reagiert auf Orangensaft-Test der Stiftung Warentest.

Wie vermutet gibt es schnelle Reaktionen auf den Orangensaft-Test der Stiftung Warentest. Meines Wissens als erster Anbieter, der mangelhaft bewertet worden ist, hat Voelkel reagiert: "Voelkel Demeter Orangensaft wieder einwandfrei", in: Presseportal.

Deren Reaktion erscheint mir nicht nur dringend notwendig sondern auch durchaus angemessen, sehr sachlich und - auch wenn ich von PR nicht soviel verstehe wie der PR-Blogger Klaus Eck - sogar vorbildlich zu sein für ein gutes Krisenmanagement.

Vielleicht hätte man sich aber ein Call-Center leisten sollen oder die eigenen Mitarbeiter motivieren sollen, eine Hotline, die eigens eingerichtet worden ist, nicht nur zu Zeiten zu betreiben, in denen Finanzbeamte in ihre Sessel zu furzen pflegen:
"Zur Information der Verbraucher hat Voelkel eine Hotline eingerichtet, bei der sich Verbraucher über den genauen Sachverhalt informieren können. Die Hotline ist vom 26.06.06 bis zum 07.07.06 unter der Nummer 05846 / 950 555 Montag bis Freitag von 9:00 bis 17:00 Uhr und Samstag von 9:00 bis 14:00 Uhr erreichbar."
Aber ich weiß, daß es schwierig ist, ein Call-Center auf die Schnelle so zu qualifizieren, daß man auch dort unbequeme Fragen akkurat beantworten kann. Eine gute FAQ auf der Website hätte aber vielleicht viele Fragen beantworten können und geholfen, daß nicht so viele zum Telefonhörer greifen und würde rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

"Neuartige Rundfunkempfangsgeraete".

Michael Grossklos informiert in der Readers Edition der Netzeitung über eine Verfassungsbeschwerde der Vereinigung der Rundfunkgebührenzahler (VGRZ) gegen schwammige Bestimmungen im Rundfunkgebührenstaatsvertrag (PDF) und im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag sowie in der Satzung über das Verfahren zur Leistung der Rundfunkgebühren (PDF). Siehe dazu: "Kritik an ?schwammiger? Grundlage für Gebühreneinzug" (via "GEZ: Auch Richter sollen zahlen", in: law blog).

Demnach würden z.B. weitere Gebühren fällig, wenn ein Gastronom ein Fernsehgerät in seinem Arbeitszimmer beruflich nutzt, z.B. eine Kochsendung schaut, um Anregungen für seinen Betrieb zu finden. Dann müßte er zweimal zahlen, zum einen für das Gerät im Wohnzimmer, zum anderen für das Gerät im Arbeitszimmer. Dies betrifft aber nicht nur Fernsehgeräte, sondern alle "neuartigen Rundfunkempfangsgeräte" wie UMTS-fähige Handys, Webserver, Navigationsgeräte oder Laptops.

Donnerstag, Juni 29, 2006

Orangensaft-Test der Stiftung Warentest.

Die Stiftung Warentest hat Orangensaft aus Orangensaftkonzentrat und Direktsäfte getestet. Die Testergebnisse dürften für Furore sorgen, nicht nur bei den Kunden und Gästen, sondern auch in der Gastronomie und den Lieferanten. Unter den als mangelhaft und nur ausreichend getesteten Orangensäften sind auch Produkte von einigen Anbietern, die ihre besondere Gastronomiekompetenz betonen, um höhere Preise zu rechtfertigen. Am besten hat der Orangensaft von Aldi Süd und Aldi Nord abgeschnitten.

Der von uns ausgeschenkte Orangensaft von Bayla wurde nicht getestet, wie auch Orangensäfte anderer regionaler Anbieter.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an eine ziemlich heftige Diskussion mit einem Aussendienstmitarbeiter eines Saftanbieters auf der vorletzten HOGA in Nürnberg. Ich habe ihm (nicht ihm persönlich sondern seiner Branche) vorgeworfen, daß unsere Gäste mittlerweile bei Discountern und in Supermärkten bessere Säfte kaufen können als sie der Gastronomie über den Getränkefachgroßhandel angeboten werden. Insbesondere auf Tiefkühlsäfte und direkt gepresste Säfte, die gekühlt werden müssen, ist der Getränkefachgroßhandel gar nicht oder unzureichend vorbereitet. Ihm fehlen nicht nur Tiefkühlkapazitäten sondern auch Lieferfahrzeuge zur gemeinsamen Lieferung von Tiefkühl-, Kühl- und ungekühlten Produkten. Für die Gastronomie ist es fatal, wenn die Verbraucher zu Hause bessere Säfte trinken können und feststellen müssen, daß ihnen in der Gastronomie für schlechtere Produkte hohe Preise abverlangt werden.

Mehr über "Säfte, Nektare und Schorlen" und "Saftbars".

Coffee Shop & Places - Die Inhaberin der San Francisco Coffee Company erlaeutert Hospitality Management Studenten ihre Philosophie und Strategie.

Der Trend ist offensichtlich: während familiäre Betriebe und Gourmetrestaurants weiterhin um ihre Existenz ringen müssen, boomen vor allem die Fastfood-, Franchise- und Systemgastronomiekonzepte.

Branchenprimus McDonald's besticht durch das Niedrigpreiskonzept, ermöglicht durch große Absatzmengen und Marktpräsenz. Der Erfolg beruht seit über 50 Jahren auf den vier Determinanten Vorhersagbarkeit, Effizienz, Berechenbarkeit sowie Kontrolle. Ausgestattet mit allem, was ein gastronomisches Unternehmen erfolgreich macht, begnügt es sich nicht mit Burgern und Pommes Frites. In den vergangen drei Jahren mauserte sich McDonald's zur größten Coffee-Shop Kette mit deutschlandweit über 100 McCafé.

Interessiert an dem, was Münchens erfolgreichste Coffee Place Unternehmerin dem Expansionsdrang des Fastfoodriesen entgegenzusetzen hat, wurde von Prof. Dr. Axel Gruner ein Gesprächstermin mit der Juristin Dr. Katharina Bernau-Seiguer vereinbart, die zusammen mit ihrem amerikanischen Ehemann die San Francisco Coffee Company aufgebaut hat.

Die Hospitality Management Studenten erfuhren, dass das Preisniveau des Unternehmens bei dem von Starbucks liegt. Dr. Bernau-Seiguer:
"Qualität hat seinen Preis und dies wissen auch unsere Gäste. Es ist nicht nur Kaffee, sondern ein Lifestyle-Produkt was wir verkaufen. Bei Tchibo, McCafé etc. ist dies nicht unbedingt der Fall."
Der Gast registriert dies nicht nur mittels seiner Geschmacksnerven, sondern auch im Portmonee; der Espresso wird von SFCC mit 2 Euro in Rechnung gestellt, während in McDonald's McCafé lediglich 1,50 Euro zu entrichten sind. Neben hervorragenden Kaffeespezialitäten wurden den Studenten mehrere Perspektiven bei der San Francisco Coffee Company angeboten. Vom interessanten Praktikumsangebot in der Zentrale, an das eine Barista-Ausbildung gekoppelt ist, über eine Vollzeittätigkeit als Assistent Manager oder Manager bis zu Diplomarbeiten reichte das Kooperationsangebot der Geschäftsführerin. Da kommt es sicherlich manchen Studenten der Fakultät Tourismus gelegen, dass im November 2006 gegenüber vom Pasinger Hauptbahnhof im Zuge der Innenstadtaufwertung ein San Francisco Coffee Place eröffnet.

Exkursion Hospitality Management

Foto: Hospitality Management Studenten der FH München und Prof. Dr. Gruner (dritter von rechts) im Gespräch mit Frau Dr. Bernau-Seiguer (Mitte, mit Sonnenbrille). Veröffentlichung mit Erlaubnis von Prof. Dr. Axel Gruner.

(Quelle: Pressemeldung der FH München, Fakultät Tourismus vom 28.6.2006).

Mittwoch, Juni 28, 2006

Aenderungen beim Antidiskriminierungsgesetz.

Wir streiten schon seit Anfang 2005 gegen das "Antidiskriminierungsgesetz", damals noch gegen den rot-grünen Gesetzesentwurf. Die CDU/CSU hat dann im Tausch gegen eine höhere Steuersubvention für die Landwirtschaft ihre Wähler verarscht und diesem rot-grünen Gesetzesentwurf im Wesentlichen zugestimmt - unter verschämter Umbenennung in "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz".

Erst nach heftigen Protesten sind jetzt ein paar Details korrigiert worden (siehe dazu: "Antidiskriminierungsgesetz erneut geändert", in: kobinet vom 28. Juni 2006.)

Die Korrekturen im Einzelnen:
  • "Wer diskriminiert wird, muß jetzt innerhalb von 2 Monaten schriftlich Ansprüche erheben (§§ 15 IV, 21 V 1 AGG)." Die auf zwei Monate verkürzte Dauer, innerhalb derer Ansprüche geltend gemacht werden müssen, sollten Sie als eventuell betroffener Unternehmern zu nutzen versuchen, indem Sie Menschen, die Ansprüche mündlich geltend machen, hinhalten und auf eine spätere Entscheidung vertrösten. Zudem muß derjenige, der Ansprüche geltend macht, die schriftliche Geltendmachung belegen.
  • "Der Diskriminierte muß Indizien beweisen, die eine Benachteiligung wegen eines Diskriminierungsgrundes vermuten lassen" (§ 22 AGG). Damit wurde die Beweispflicht gegenüber der früheren Formulierung verschärft ("Tatsachen glaubhaft machen, die eine Benachteiligung wegen eines Diskriminierungsgrundes vermuten lassen"). So reicht etwa eine eidesstatliche Versicherung des Diskriminierten nicht mehr aus. Eine denkbare Strategie ist es deshalb, jemand, der Ansprüche geltend machen will, zu bitten, eine notariell beurkundete, eidesstattliche Erklärung vorzulegen. Daß er damit wenig anfangen kann, kann man ihm nach Ablauf der Verjährungsfrist von zwei Monaten sagen.
  • Gewerkschaften und Betriebsräte dürfen Arbeitgeber nur noch verklagen, die grob gegen die Vorschriften des AGG verstoßen (§ 17 AGG). Was grob ist, wird nicht klargestellt. Darüber läßt sich streiten.
  • Die wichtigste Änderung ist der Wegfall des Schutzes wegen der Weltanschauung (§ 1 Abs. 1 AGG). Deshalb macht es Sinn, Anforderungen an Arbeitnehmer, Mieter und Kunden bereits im Unternehmensleitbild zu formulieren.

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Merkblatt zur Umsatzsteuererhoehung um 3 % auf 19 % mit Wirkung vom 01.01.2007.

Wie wir schon frühzeitig befürchtet haben ("Mehrwertsteuererhoehung erzwingt hoehere Preise im Gastgewerbe" vom 12. Mai 2005), wird der allgemeine Mehrwertsteuersatz zum 01.01.2007 von 16 auf 19 Prozent erhöht. Der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 Prozent wird unverändert beibehalten.

Ein "Merkblatt zur Umsatzsteuererhöhung um 3 % auf 19 % mit Wirkung vom 01.01.2007" (PDF) der IHK Darmstadt gibt Unternehmen Antworten auf Verfahrensfragen.

Zusätzlich ein paar mehr oder weniger koschere Tipps von mir dazu:
  • Eigentlich kommt es auf den Zeitpunkt der Ausführung der Lieferung an. Das heißt auch, daß sie Geschenkgutscheine, die sie bis Ende 2006 verkaufen und die erst nach dem Jahreswechsel eingelöst werden, auch mit dem neuen, höheren Mehrwertsteuersatz verbuchen müssten. Es gilt jedoch eine Sonderregelung, nach der sie Gutscheine, die bis zu zwei Monate nach der Steuererhöhung eingelöst werden, mit dem alten, niedrigeren Mehrwertsteuersatz verbuchen dürfen. Die Frage ist ohnehin, ob, wenn sie die Erlöse sofort buchen, der Einlösezeitpunkt bei einer Umsatzsteueraußenprüpfung feststellbar ist, wenn sie die Gutscheine nicht numerieren und die Ausgabe und Einlösung nicht erfassen.
  • Insbesondere die gleichzeitige Absenkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatz schwächt die Wettbewerbsposition im Vergleich zum Lebensmitteleinzelhandel, zu Bäckern, Metzgern usw. noch mehr. Versuchen Sie einen möglichst großen Umsatzanteil zu dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz abzuschließen (siehe dazu: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken").
  • Denken Sie daran, Angebote für das nächste Jahr, die sie heuer machen, bereits mit dem erhöhten Mehrwertsteuersatz zu kalkulieren.
  • Informieren Sie Ihre Kunden, denen Sie regelmäßig liefern oder leisten und mit denen Sie Bruttopreise vereinbart haben, über die von Ihnen beabsichtigen Preiserhöhungen. Ob und wie Sie diese höheren Preise durchsetzen können, wäre dann im Einzelfall zu prüfen.
  • Wenn Sie im nächsten Jahr Rechnungen erstellen, müsse sie unterscheiden, ob die Leistung in 2006 oder in 2007 erfolgt ist.
  • Gastronomische Umsätze an Silvester 2006 unterliegen bis zur Putzstunde dem alten, niedrigeren Mehrwertsteuersatz. Hoffentlich lassen es Ihre Gäste in dieser Nacht noch einmal richtig krachen...

Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden.

Thomas Flip aus Dresden weist in seinem neuen Blog TourDresden auf das neue Maritim Hotel & Internationales Congress Center Dresden in Dresden hin: "Sanierter Erlwein-Speicher glänzt als Kongresshotel". Thilo Specht über dieses neue Blog: "TourDresden. Das urbane Blog", in: Der Radebeuler Bärentöter.

Für das Hotel wurde ein 1913/14 von Hans Erlwein erbauter, ehemaliger städtischen Speicher umgebaut. Es befindet sich am Elbufer zwischen Marienbrücke und Sächsischem Landtag.

Hans Erlwein (1872 bis 1914) ist Stadtbaurat in Dresden gewesen und zuvor Stadtbaumeister in Bamberg. Siehe dazu auch die Monographie "Hans Erlwein. (1872 - 1914). Stadtbaurat in Bamberg und Dresden (Gebundene Ausgabe)" von Günter Kloss.

Im Februar 1981 hatte ich das Vergnügen, als Redakteur einer alternativen Stadtzeitung aus erster Hand über die Hintergründe einer Besetzung des alten Bamberger Elektrizitätswerkes zu berichten, das ebenfalls von Hans Erlwein stammt. Es wurde durch die mutige Tat von mehr als 200 Bambergern und die anschließende Solidarisierung einer breiten Mehrheit der Bamberger Bürger gerettet, obwohl es der Bamberger Stadtrat dem Erdboden gleich machen wollte. Heute beherbergt es, mit geringem Aufwand restauriert, die Bamberger Volkshochschule. Die damaligen Besetzer wurden von Bamberger Richter - teils mit schlechtem Gewissen - wegen Hausfriedensbruch abgeurteilt, wenn auch meist zu einer eher symbolischen Strafe von nur 10 Tagessätzen. Die Bamberger Stadtverwaltung und der Bamberger Stadrat lassen sich wegen der gelungenen Elt-Werk-Sanierung feiern, haben aber ein Vierteljahrhundert lang gegenüber den Hausbesetzern noch immer kein öffentliches Wort der Entschuldigung über die Lippen gebracht.

Kaffee als Wellnessdrink.

Kaffee reduziere das Risiko für Diabetes vom Typ 2, nicht wegen des darin enthaltenen Koffeins sondern wegen Mineralstoffen oder Antioxidantien zurückgehen, die in den Kaffeebohnen enthalten seien: "Mit Kaffee ohne Zucker", in: Bild der Wissenschaft vom 28. Juni 2006.

Besonders die hohe Anzahl der Tassen, die von denjenigen getrunken worden ist, bei denen eine positive Wirkung festgestellt worden ist ("mehr als sechs Tassen") dürfte den etwas traurigen Aussendienstmitarbeiter einer Kaffeerösterei, der uns gestern beliefert hat, fröhlich stimmen. Die große Hitze erfreut die Brauereien, läßt aber den Kaffeeverbrauch zurückgehen. Gottseidank ist ja auch Bier, in Maßen genossen, ein Wellnessdrink, wie überhaupt trinken gesund sein soll...

Dienstag, Juni 27, 2006

Die viergeteilte Forelle.

Eine Abschlussprüfung für Köche wird zu einem eher amüsanten Fall (wenn auch nicht für den Prüfling) vor dem Verwaltungsgericht Würzburg: "Koch-Prüfung war zu schwer", in: schreibmaschine (via law blog).

schreibmaschine ist ein Blog von Patrick Wötzel, freier Journalist aus Würzburg, der seit Februar 2006 u.a. mit teils amüsanten Gerichtsreportagen Einblicke erlaubt in die mehr oder weniger heile Welt fränkischer Provinz, wo man noch Muße hat, sich herumzustreiten. Fast so wie in der guten alten Zeit des königlich-bayerischen Amtsgerichts. Über seine Motivation zu bloggen, schreibt er:
"Ich bin Jurist, Gerichtsberichterstatter, Lokal-Journalist, Sportreporter.

Mein Revier: Würzburg.

Als eifriger Blog-Leser und - Beobachter wollte ich schon lange ein eigenes haben..."

Pointoo.

Pointoo ist eine neues Tool zur Generierung, Verwaltung und Nutzung von selbsterstellten georeferenzierten Inhalten und stammt aus dem Hause Holtzbrinck eLab (via Themenblog, gefunden im Fischmarkt).

Da georeferenzierte Inhalte für gastgewerbliche Anbieter natürlich sehr interessant sind, weil sich Bier per Datenleitung schlecht zapfen läßt, habe ich natürlich gleich den Pointoo Blog abonniert.

Der Nützlichkeitswert von Pointoo ist - angesichts des frühen Entwicklungsstadiums dieses Tools verständlich - noch bescheiden. Man kann sich z.B. alle Pointoos einer Stadt, z.B. Bamberg, anzeigen lassen. Offensichtlich besteht die Datenbank nicht nur aus nutzergenerierten Inhalten, sondern vor allem aus erworbenen Inhalten. Diese wurden am 7. März hinzugefügt, sind aber von zweifelhafter Qualität:
  • So existert das Restaurant "Zum Reichelbräu" in Bamberg seit Anfang 2005 nicht mehr und die dazugehörige Website habe ich der Kulmbacher Brauerei als dem Inhaber der Namensrechte längst übergeben.
  • Auch die angegebene URL unseres Café Abseits ist veraltet und fuhrt nur dank einer serverseitigen Weiterleitung zu unserer "neuen" Website (seit 2002 in Betrieb!).
Ganz nett hingegen ist, daß bei den Daten der einzelnen gastronomischen Objekte auch der dazugehörige Geocode angegeben wird. Weniger schön ist, daß man dazu nicht die Geocode-Daten der dazugehörigen Website des Objektes verwendet, sondern die Geocodes von Google Map. Im Falle unseres Café Abseits führt dies dazu, daß die Gaststätte in die Mitte der nächsten Straßenkreuzung placiert wird, was vor allem während der Rush Hour etwas ungemütlich werden könnte.

Man kann die eigenen POIs auch auf einer Website dynamisch einbinden. Das sieht dann - ohne das Design anzupassen - etwa so aus:


Demographische Prognose der Nutzung von Websites.

Wenn die Prognosetool Demographics Prediction des AdCenters von Microsoft (via Basic Thinking Blog) recht hat, dann hat Abseits.de in der Altersgruppe 35 bis 49 Jahre einen überdurchschnittlich Besucheranteil von 25,65% im Vergleich zu allgemeinen 23%. Auch bei den über 50jährigen ist der Anteil 17,04% erheblich höher als die üblichen 13%. Gar doppelt so hoch wie normal ist der Anteil der unter 18jährigen (also der Schüler und Auszubildenden) mit 19,99 %.

Nach einer Analyse der Nutzerverhaltens von Suchmaschinen wird Abseits.de überwiegend von Männern genutzt (62%). Mißtrauisch macht mich aber, daß z.B. Maggi's Kochstudio angeblich vor allem von Männern genutzt wird (74%) und von den 18-24jähren.

Daß das ganze vorerst nicht mehr ist als eine nette Spielerei, weiß auch Microsoft:
"The statistics on this page are based on undisclosed size of sample data and are for proof of concept only. Actual results may vary."

Die fette Regierung plant hoehere Grundsteuern.

Man käme wohl zu nichts mehr anderem, wenn man über all die Ideen schreiben würde, die der fetten Koalition und Regierung in den Sinn kommmen, die Bürger mit höheren Steuern zu belasten. Das neueste Schwein, das durch's Dorf getrieben wird, stinkt nach höheren Grundsteuern für Betriebsgrundstücke: "Regierung plant höhere Grundsteuer" von Jens Tartler, in: Netzeitung vom 27. Juni 2006.

Von höheren Grundsteuern für Betriebsgrundstücke wäre auch das Gastgewerbe massiv betroffen. Gastronomen und Hotelliers auf eigenen Grundstücken werden unmittelbar belastet. Pächtern stellt der Verpächter die Grundsteuer als Nebenkosten in Rechnung.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer bietet eine Übersicht über die Grundsteuer-Hebesätze deutscher Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern: "Deutsche Städte im Steuervergleich".

Pierre Nierhaus zu Gast bei Vinzent Klink im SWR.

Über die spannendsten Trends in den Restaurants dieser Welt berichtet Pierre Nierhaus am 5. Juli um 18:15 Uhr in der SWR-Sendung "Koch-Kunst mit Vincent Klink". Die Koch-Show mit Vincent Klink und Moderator Markus Brock ist seit 1997 ein Dauerbrenner. Jede Sendung widmet sich einem Thema, zu dem ein Experte im Studio zu Gast ist.

Zur Frage, was ist trendy in New York, in Bangkok, in Las Vegas oder Shanghai und was davon dürfen wir hier in Deutschland bald erwarten, wurde Pierre Nierhaus eingeladen. Der TV-Koch begleitet Pierre Nierhaus mit kulinarischen Variationen auf dem Tripp durch die Trendmetropolen der Welt, die Nierhaus für die Pencom Gastroexpeditionen erspürt und erkundet hat. Jedes Jahr führen die Pencom Trendreisen für Profi-Gastronomen dorthin, wo Richtung weisende Impulse und frische Ideen zu entdecken sind.

(Quelle: Pressemitteilung von Lena Kraft, articolare public relations).

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Flexibilisierungsstrategien in der Hotelarbeit: Das Beispiel der Zimmerreinigung.

Im IAT-Report Mai 2006 (PDF) ist in der Einleitung zu lesen (danke für den Tipp an Simon Hengel von der Akademie.de):
"Die Fußball-Weltmeisterschaft unter dem Motto 'Die Welt zu Gast bei Freunden' lockt in diesem Jahr zahlreiche internationale Gäste nach Deutschland. Auch wenn die weit gespannten Er-wartungen manches Hoteliers zuletzt aufgrund zahlreicher Stornierungen durch die offiziellen Vermarkter einen deutlichen Dämpfer erhielten, bietet das Großereignis Anlass genug, die Ent-wicklungen in der ?gastlichen Branche? etwas näher in Augenschein zu nehmen. Wie sich zeigt, verändern sich unter dem starken Wettbewerbsdruck Beschäftigung und Arbeitsprozesse z.T. erheblich. Das gilt in besonderem Maße für eine Tätigkeit, die zweifellos zum Kernbereich der Hotelarbeit zählt, die Reinigung und Herrichtung der Hotelzimmer. Zählte diese Abteilung in der Vergangenheit zu den beschäftigungsintensivsten im ganzen Hotel, so findet man heute in vielen Häusern kaum noch hoteleigene Mitarbeiter/innen, weil Fremdfirmen diese Aufgabe übernommen haben und das Hotel allenfalls noch die Kontrollfunktion in eigener Hand behält. Dabei entsteht das Risiko, dass sich die Qualität der Arbeit für die Beschäftigten verschlechtert."
Im Kern der Studie werden Flexibilisierungsstrategien in der Hotelarbeit am Beispiel der Zimmerreinigung dargestellt. Wenn man vom sozialromantischen Habitus der Autoren absieht, bietet der Beitrag durchaus erste Ideen, wie man die Kosten verringern kann.

Eine kleine Polemik kann ich mir doch nicht verkneifen. In der Studie heißt es:
"Die Arbeitsplätze in den Fremdfirmen, die wir in den Fallstudien angetroffen haben, wurden weit überwiegend von Migrantinnen und Migranten besetzt."
In der Tat gehören das Gastgewerbe wie auch das Reinigungsgewerbe zu den Branchen, in denen am meisten für die Integration von Menschen ausländischer Abstammung bzw. mit schlechten deutschen Sprachkenntnissen in den Arbeitsmarkt getan wird. Doch dieses verdienstvolle Engagement wird leider von den Gewerkschaften, die ja auch Osteuropäern auf Teufelkommraus den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt verwehren möchten, diffamiert. Siehe dazu die Anti-McDonald's-Kampagne der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß, Gaststätten.

Ansonsten kann man den Autoren nur raten, sich einmal mit der Fachliteratur zu beschäftigen, wie etwa dem Buch "Housekeeping Management im Hotel". Das steigert die Hochachtung vor der anspruchsvollen Tätigkeit der Zimmerreinigung.

Montag, Juni 26, 2006

Duesseldorf im Jahre des Herrn 1989.

Nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist die Messe Düsseldorf mit ihren Akkreditierungsregeln:
"Mitglieder von Internet-Redaktionen werden aufgrund der allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung nur gegen Vorlage eines anerkannten Presseausweises akkreditiert. Ausnahme: Internet-Redaktionen, die zu Vollredaktionen oder Verlagen gehören, z.B. Die WELTonline usw.."
Deren Kollegen von der Nürnberg Messe (AFAG) haben es bereits 2004 besser gewußt. Siehe dazu unseren früheren Beitrag "Messeakkreditierung von Bloggern" vom 23. April 2004.

Was das mit dem Jahr 1989 zu tun hat? In diesem Jahr entwickelte Tim Berners-Lee eine Software, mit der auch die kleinen, privaten Computer untereinander Verbindung aufnehmen konnten, gewissermaßen die Erfindung des World Wide Webs. Heute, 17 Jahre später, wird eigentlich weniger darüber diskutiert, was Internetredatkionen taugen als vielmehr, ob und inwieweit gedruckte Zeitungen und Zeitschriften überlebensfähig sind. Schauen wir mal, wie lange es dauert, bis sich dies bis nach Düsseldorf herumgesprochen hat...

Trendige Snacks stillen den Hunger der mobilen Gesellschaft zu jeder Zeit.

Omas klassische Mahlzeiteneinteilung "Frühstück, Mittagessen, Abendbrot" gibt's nicht mehr. Die mobile Gesellschaft unserer Tage stillt ihren Hunger öfter, gesünder und vor allem rund um die Uhr: Trendige Snacks, neu und innovativ, gekühlt oder tiefgekühlt, stehen im Blickpunkt der Trendschau "Snack 'n' Go", die in diesem Jahr die drei Düsseldorfer Foodmessen InterMopro / InterCool / InterMeat (Internationale Fachmessen für Molkereiprodukte, Tiefkühlkost, Speiseeis, Fleisch- und Wurstwaren; 24. bis 27. September 2006) räumlich und thematisch mit der hogatec (Internationale Fachmesse Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung; 24. bis 28. September 2006) verbinden wird.

In der Halle 7 des Düsseldorfer Messegeländes - damit direkt in der Schnittstelle zwischen den Foodmessen und der hogatec - werden in der Trendschau TK-Snacks sowie Käse-, Fleisch- und Wurst-Snacks präsentiert, die direkt vor Ort auch verkostet werden können. Food "around the clock", heißt das Verzehrsmotto unserer Generation, und dahinter steckt die Botschaft, dass der Verbraucher heute zu jeder Tages- und Nachtzeit seine ganz individuellen Hungerbedürfnisse stillen möchte - zu Hause oder unterwegs. Das Angebot an snackigen Nahrungsmitteln reicht von Fast- und Finger-Food bis hin zum schnellen Gourmet-Teller. Gastronomie, Lebensmittel-Einzelhandel, Tankstellen, Metzgereien und Bäckereien: Sie alle profitieren von diesem aktuellen Konsumtrend.

Alle Aussteller der drei Food-Fachmessen sind eingeladen, sich aktiv mit passenden Snackprodukten an der Trendschau zu beteiligen. Insgesamt werden zu InterMopro, InterCool und InterMeat rund 900 Aussteller und 32.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet. Auf der hogatec 2006 laden zeitgleich über 500 Aussteller dazu ein, sich einen repräsentativen Überblick über aktuelle Trends, Tendenzen und Entwicklungen der Branchen Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu verschaffen. Diverse Themenparks, spezielle Sonderthemen und ein attraktives Rahmenprogramm aller Veranstaltungen versprechen einen effektiven Messebesuch und runden das Ausstellungsangebot in den Messehallen ab.

Der Zutritt zu allen vier Messen wird mit nur einem Ticket möglich sein. Die Tageskarte kostet Euro 25,-, im Online-Vorverkauf Euro 18,-. Schüler, Studenten und Auszubildende zahlen Euro 10,-. Eine Zwei-Tages-Karte gibt es für Euro 40,-, im Online-Vorverkauf für Euro 32,-. Der Katalog der hogatec kostet Euro 15,- und die Kataloge der InterMopro, InterCool, InterMeat jeweils Euro 8,-. Alle Eintrittskarten berechtigen zur kostenlosen An- und Abreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). (Quelle: Pressemitteilung der Messe Düsseldorf).

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Die fette Regierung schroepft Beschaeftigte mit einem Monatslohn zwischen 400,01 und 800 Euro.

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat die fette Koalition für Arbeitnehmer im Bereich der Gleitzone, also mit einem Monatslohn zwischen 400,01 und 800 Euro, die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung hochgesetzt und zwar mit Wirkung bereits ab dem 1. Juli 2007. Bereits im kommenden Monat, wird diese Arbeitnehmergruppe mit den sogenannten "Midi-Jobs" deutlich weniger Nettolohn überwiesen bekommen.

Der genaue Betrag der Mehrbelastung hängt von der Lohnhöhe ab, von der jeweiligen Höhe des Krankenversicherungsbeitrages der Krankenkasse, welcher der Arbeitnehmer angehört, und von einer etwaigen Kinderlosigkeit. Der Arbeitgeberbeitrag bleibt wie bisher.

Zwei Beispiele:
  • Bei einem Monatslohn von 600 Euro und einem Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 13,3 Prozent, steigt der Arbeitnehmerbeitrag von 95,91 Euro auf 105,95 Euro.
  • Bei einem Lohn von 405 Euro verdoppelt er sich fast von 20,45 Euro 40,41 Euro.
Man sieht an diesem Beispiel, wie gut es die fette Regierung jenseits aller Büttenreden meint mit Arbeitnehmern mit geringem Einkommen...

Weitere Einzelfälle kann man mit dem Gleitzonenrechner berechnen.

Mehr darüber: "Deutliche Beitragssteigerung für "Midijobs" bis 800 Euro" von Krankenkassen-direkt.de.

Brauereien kreativ nutzen.

Gegen das Brauerei-Sterben wurden unterschiedliche Strategien entwickelt: Betriebsschließungen, Fusionen, Einkaufen in die Absatzkanäle (Gastronomie, Getränkefachgroßhandel), Verbreiterung des Sortiments durch den Vertrieb und teilweise auch die Produktion von Mineralwasser, alkoholfreie Getränke, Wein, Säften und Spirituosen, z.B. durch die Übernahme von Mineralbrunnen und Keltereien, bis hin zu Biermixgetränken.

Auf die Idee, die vorhandenen Brauereianlagen zur Herstellung anderer Produkte als Bier zu nutzen, sind nur wenige gekommen:
  • Bereits 1993 kreierte der australische Brauer Duncan MacGillivray in Adelaide ein Zitronenbier. Ein Nachbar fragte ihn, ob er was er mit einer Überproduktion von Zitronen anfangen könne. Das Zitronenbier "Two Dogs", das man auch als alkhoholhaltige Limonade betrachten kann, wird mittlerweile nicht nur in Australien, sondern auch in den USA, Europa und Asien vertrieben.
  • Die Peter-Brauerei in der Rhön braut unter Zuhilfenahme eines Bakterienstammes des Kambucha-Pilzes Bionade.
  • Die Brauerei Eder & Heylands brüht aus Tee Tradewinds Iced Tea in Lizenz des amerikanischen Originals.

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Samstag, Juni 24, 2006

Servicepannen.

In seinem Artikel "Pannenparade im Hotel", in: Die Welt vom 24. Juni 2006, teilt der Autor Heinz Horrmann die "Rangliste" der großen Patzer in zwei Abteilungen auf:
  • Fehler von Mitarbeiter,
  • Schwachstellen der Hardware, also Pannen, die Planer und Interieur-Designer zu verantworten haben.
(gefunden in Alexander Hänsels Feinschmeckerblog).

Die Fehler im Service lassen sich meines Erachtens weiter aufteilen:
  • systembedingte Service-Fehler: falsch temperierte Produkte (zu warme Getränke, ausreichend warme Speisen), mangelnde Produktqualität (z.B. Sand im Salat), lange Wartezeiten, fehlende Sauberkeit, Zahlungsmöglichkeiten (z.B. keine Akzeptanz von Kreditkarten), ungenügende Auswahlmöglichkeit (z.B. zu schmales Sortiment, schmales Preisspektrum).
  • ablaufbedingte Service-Fehler: z.B. Fehler bei Reservierungen oder "vergessene" Bestellungen, wenn diese Fehler aus einer falschen Ablauforganisation resultieren.
  • unangemessene Einstellungen und Verhaltensweisen des Service-Personals: z.B. Unverschämtheiten gegenüber Gästen und fehlende Bereitschaft zu dienen, z.B. Belieferung mit falschen Produkten aus Unachtsamkeit, verschlampte Bestellungen, falsche Rechnungen.
Maßnahmen zur Fehlervermeidung müssen bei systembedingten Fehler an der gastronomischen Konzeption ansetzen, etwa dem Küchenmanagement. Die Häufigkeit ablaufbedingter Fehler kann man verringern, wenn man den Betriebsablauf verbessert. Unangemessene Einstellungen und Verhaltensweisen kann man in begrenztem Umfange durch Schulungen mindern. Am besten man stellt nur solche Mitarbeiter ein, deren Persönlichkeitsmerkmale stimmen. Siehe dazu meinen früheren Beitrag "Erfolg in der Gastronomie".

Klagerecht fuer Betriebsraete und im Betrieb vertretene Gewerkschaften.

Henning Wüst, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht, erörtert auf seiner Website www.allgemeines-gleichbehandlungsgesetz.de die Bedeutung des Klagerechts für Betriebsräte und im Betrieb vertretenen Gewerkschaften, wie es im geplanten Antidiskriminierungsgesetz (von der Politik verschämt "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz" genannt) vorgesehen ist: "Stichwort: 'Klagerecht' für Betriebsräte und Gewerkschaften".

Um sich vor solchen Klagen zu schützen, sollte man sich nach meiner Meinung darum kümmern, daß es im eigenen Betrieb keinen Betriebsrat gibt und kein einziger Mitarbeiter einer Gewerkschaft angehört. Da ohnehin die Personalauswahl zu den den wichtigsten Aufgaben eines Unternehmens gehört, empfiehlt es sich, die Anforderungsprofile so zu definieren, daß Gewerkschaftsmitglieder sie regelmäßig nicht erfüllen.

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Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter zum Krankenkassenwechsel.

Die Techniker Krankenkasse und die Gmünder Ersatzkasse erhöhen ihre Beitragssätze zum 1. Juli 2006. Siehe dazu: "Fünf Millionen Arbeitnehmer zahlen mehr", in: Die Welt vom 24. Juni 2006.

Dummerweise zahlen auch Sie als Arbeitgeber mehr, wenn ihre Mitarbeiter in einer teuren Krankenkasse Mitglied sind. Ein Arbeitgeber kann zum Wechsel in eine Krankenkasse mit einem niedrigen Beitragssatz zwar nicht zwingen, aber sehr wohl dazu ermutigen. Wie das geht, erfahren Sie in meinem Beitrag "Kosten sparen durch einen Krankenkassenwechsel" vom 14. April 2003.

Freitag, Juni 23, 2006

Energieverbrauch von Gastro-Kuechen.

Gelegentlich wird von Existenzgründern nach dem Energiebedarf von gastronomischen Betrieben gefragt. Eine grobe Schätzung des Energieverbrauchs in Kilowattstunden erlauben die Benchmarks für Küchen von Energiekampagne Gastgewerbe der Adelphi Research gGmbH.

Merkelsteuer, das wird teuer.

Der von der SPD vor der Bundestagswahl 2005 geplante "Aktionstag gegen die Merkelsteuer" ist eine gute Idee (siehe dazu: "SPD plant Wahlkampfslogan: 'Merkelsteuer, das wird teuer'", in: Die Welt vom 27. Juli 2005).

Der 1. Januar 2007, der Tag, an die Mehrwersteuer von 16 auf 19 Prozentpunkte steigt, ist dafür jedoch nicht geeignet. Denn dann sind Abgeordnete und Minister von fliegenden Torten, Eiern und Tomaten nur schwer zu erreichen.

Siehe zum Thema auch: "Gäste werden die Zeche zahlen", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 23. Juni 2006.

Torani Toasted Marshmallow Sirup.

Von Torani gibt es neu: "Torani Toasted Marshmallow Sirup", z.B. gelistet von der IFBI International Food & Beverage Import GmbH in Berlin.

Berlin School of Coffee.

Die Berlin School of Coffee bietet der Gastronomie und dem Spezialitäten-Einzelhandel neben einem Kursspektrum auch individuell konzipierte Workshops und externe Trainingsprogramme.

Hotelpreise nach Gewicht des Gastes.

Das ist wirklich nichts für Schwergewichtsblogger: "Gewichtige Hotelpreise" von Ideentower.

Donnerstag, Juni 22, 2006

Nichtraucherschutz ist Sache des Hausherrns.

In einer Pressemitteilung der Bundesregierung vom 22. Juni 2006 ("Nichtraucherschutz weiter verbessern") wird die Haltung der Mehrheit der Gastronomen unterstützt, es sei "vor allem auch der jeweilige Inhaber des Hausrechts gefordert, wenn es um Maßnahmen des Nichtraucherschutzes" gehe.

In der Tat geht es beim Thema Nichtraucherschutz nicht um öffentliche Räume, sondern um Gasträume, in denen sich Menschen aufhalten, die dort zu Gast sind. Dem gegenüber steht der Gastronom und seine Mitarbeiter. Er ist Gastgeber und Hausherr und enscheidet alleine darüber, ob geraucht werden darf oder nicht. So war es, so ist es und so wird es bleiben.

Wer das anders sieht, verwechselt die öffentlich-rechtliche Erlaubnispflicht des Gaststättengesetzes (PDF) mit dem zivilrechtlichen Verhältnis zwischen Gastronom und Gast. Siehe dazu auch: "Gastronomie und Hausrecht" von anwaltshotline.org.

Die Mehrwertsteuer soll bis 2010 auf 25 Prozent steigen.

Die fette Regierung werde die Mehrwertstuer ab 2008 in mehreren Schritten bis 2010 um 6 Punkte auf 25 Prozent erhöhen, spekuliert die Financial Times Deutschland vom 22. Juni 2006: "SPD plant massive Steuererhöhung für Gesundheitsreform".

Das vermute ich auch. Doch im Gegensatz zur fetten Koalition habe ich wenig Hoffnung, daß sich mit diesen Steuermilliarden der Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung auf bis zu 6 Prozent des Bruttolohns senken lassen wird. Die massiven Kostensteigerungen werden diese Milliarden auffressen, denn die fette Koalition hat Angst, die Ausgaben zu begrenzen. Siehe dazu unseren früheren Beitrag: "Krankenversichrungsbeitrage auf Zinseinkuenfte und Unternehmensgewinne".

Um die desaströsen Folgen einer Erhöhung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes zu begrenzen, sollten Gastronomen versuchen, einen möglichst hohen Umsatzanteil zum ermäßigten Mehrwertsteuersatz abzuschließen. Siehe dazu: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken".

Mittelstaendler gegen Antidiskriminierungsgesetz.

Stuttgart. Der Mittelstand lehnt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ab und will zukünftig noch vorsichtiger bei der Einstellung neuer Mitarbeiter sein. Dies ist das Ergebnis einer BDS-Umfrage unter über 400 BDS-Mitgliedern zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, das heute in erster Lesung im Bundestag behandelt wird. BDS-Präsidentin Dorothea Störr-Ritter:
""Im Mittelstand brodelt es. Statt weniger Bürokratie wird noch mehr draufgesattelt, statt weniger Steuern, steigen die Belastungen. Die Bundesregierung verliert zunehmend die Unterstützung im Mittelstand."
So deutlich äußern sich jedenfalls die Unternehmer bei der BDS-Umfrage. 89 Prozent der Befragten finden das Gesetz schlecht und verlangen, dass es - wie von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch im November 2005 im Deutschen Bundestag versprochen - nicht über die europäischen Vorgaben hinaus geht. Lediglich fünf Prozent befürworten das Gesetz. Rund sechs Prozent geben an, nicht zu wissen, wie sie dazu stehen. Doch auch die Mitteilungen an die Bundesregierung, die der Verband abgefragt hat, sprechen eine deutliche Sprache: Während die einen das Gesetz als 'Anschlag auf die Vertragsfreiheit' oder als 'Unternehmerdiskriminierung' betrachten, sehen andere 'viel Arbeit auf die Gerichte' zukommen.

Gesetz schützt nicht vor Diskriminierung

Dabei halten die meisten Unternehmer das Gesetz an sich für unzweckmäßig. 95 Prozent glauben nicht, dass durch das Gesetz tatsächlich mehr Schutz vor Diskriminierung erreicht wird. Aus ihrer Sicht ist Diskriminierung in der Arbeitswelt nicht die Regel, sondern die absolute Ausnahme. Die Offenheit gegenüber anderen Kulturen bei Personal und Gästen ist in der Hotellerie und Gastronomie das täglich Brot, betont ein Hotelier.
"Arbeitnehmer aus dem Ausland haben in vielen Betrieben schon lange persönlichen Anschluss an die Unternehmer- oder Kollegenfamilien gefunden. Das gute Miteinander von Alt und Jung ist für die Betriebe ohnehin eine existenzsichernde Vorraussetzung"
so Störr-Ritter. Insgesamt fühlen sich 86 Prozent der Befragten in ihrer unternehmerischen Freiheit eingeschränkt.

Mehr Bürokratie - weniger Neueinstellungen

Insbesondere ärgert die Unternehmer, dass ihnen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter, aber auch bei der Beförderung de facto mehr Bürokratie zugemutet wird, um möglichen Klagen aus dem Weg zu gehen. So kann ein abgelehnter Bewerber zukünftig bis zu drei Monate Ansprüche gegen den Arbeitgeber geltend machen, wenn er glaubhaft eine vermeintliche Diskriminierung behauptet. Arbeitgeber müssen dann wiederum nachweisen, dass sie Bewerber bei der Auswahl nicht diskriminiert haben. Sollte das Gesetz zum 1. August tatsächlich in der aktuellen Form in Kraft treten, hat das deshalb auch Auswirkungen auf das Einstellungsverhalten der Mittelständ-ler. Während das Gesetz nur für 27 Prozent keinen Einfluss hat, wollen 61 Prozent ihr Einstellungsverhalten überdenken und nur noch im Ausnahmefall einstellen. Noch härter fällt die Entscheidung von weiteren 13 Prozent aus. Sie wollen lieber gar keine Mitarbeiter mehr einstellen, als sich auf die Risiken einzulassen.
"In einer kleinen Firma muss 'die Chemie' unter den Mitarbeitern stimmen, damit wir Erfolg haben. Ein Mitarbeiter der nicht passt kann vieles kaputt machen. Ist dies das Ziel der Regierung?"
fragt ein Mittelständler verzweifelt an die Adresse der Bundesregierung. Störr-Ritter:
"Der Unternehmer muss auch nach seinem Bauchgefühl entscheiden können, wer für die Betriebsmannschaft der oder die Richtige ist."
Eine klare Meinung haben die Mittelständler auch zum Verbandsklagerecht. Über 92 Prozent lehnen es ab, dass Gewerkschaften und Betriebsräte die Möglichkeit haben sollen, Arbeitnehmer im eigenen Namen zu vertreten. Acht Prozent sind für das Verbandsklagerecht.

Störr-Ritter abschließend:
"Die Mittelständler sind gegen jegliche Diskriminierung, aber auch gegen diesen Weg, dagegen vorzugehen. Das Gesetz darf so nicht beschlossen werden."
(Quelle: Pressemitteilung des Bundes der Selbständigen Baden-Württemberg e.V.)

Der Bund der Selbständigen Baden-Württemberg e.v. hat eine fünfseitige Analyse Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz / Antidiskriminierungsgesetz - Bedeutung für den Mittelstand- (PDF) zum Download gestellt.

Grand Hotel Manager.

Bereits mehrmals haben wir Wirtschaftssimulationsspiele empfohlen, nicht nur zur Entspannung sondern auch für das bessere Verständnis der komplexen Zusammenhänge gastgewerbelicher Betriebe, etwa für Existenzgründer:Am 26. Juli 2006 erscheint bei dem Mönchengladbacher Software-Verlag Randomedia das Simulationsspiel "Grand Hotel Manager" (via Feinschmecker Blog).

Auch wenn man als Existenzgründer eher selten ein Grand Hotel eröffnet, kann es nicht schaden, sich mit dem Zusammenspiel vielfältiger Erfolgsfaktoren in einem solch großen Betrieb vertraut zu machen. Der Hersteller schreibt darüber:
"Erfahren Sie, welche Fähigkeiten die Mitarbeiter des Hotels besitzen und setzen Sie sie entsprechend ein: An der Rezeption wollen Gäste einchecken und das Restaurant ist bis auf den letzten Platz voll. Haben Sie schon das Kongresszentrum für die große Konferenz vorbereitet? Diese Situation können Sie nur mit Teamwork und kühlem Kopf überstehen, denn: nur begeisterte Kunden kommen auch gerne wieder! Der große Hotelkomplex und die tolle 3D-Grafik mit verschieden wählbaren Kameraperspektiven gibt dem Spiel die richtige Atmosphäre! Testen Sie Ihre Management-Qualitäten in diesem spannenden und abwechslungsreichem Spiel!"
Für dieses Spiel haben rondomedia und das Kölner Unternehmen Hotel Reservation Service (HRS) eine Marketing-Kooperation beschlossen, schreibt das Online-Spiele-Magazin Gamers.at:
"Im Spiel selbst, auf der Produktverpackung und bei allen Marketingaktivitäten wird HRS als führendes Hotelportal Werbepartner sein. Gemeinsame Aktionen, z.B. ein Gewinnspiel mit einem Verwöhn-Wochenende als Hauptpreis, werden das Release des Spiels begleiten. Abgerundet wird der Marketingmix durch eine gemeinsame PR-Kampagne"

Mittwoch, Juni 21, 2006

Chilled Food.

Robert Lücke sinniert in der Frankfurter Rundschau vom 21. Juni 2006 über Chilled Food, also gekühlte Fertiggerichte, auch in der Gastronomie, und über deren Vor- und Nachteile im Vergleich zu Tiefkühlprodukten: "Tüte auf, fertig, essen" (via Frosta Blog).

Siehe dazu auch unsere Beiträge "Home Meal Replacement" und "Gastronomie als Käufermarkt" sowie einen älteren Artikel " Home Meal Replacement Finds Its Place at the Table", in: Restaurant.org vom November 1996, das ist die Website der National Restaurant Association, also dem amerikanischen Pendant zum Deutschen Hotel- und Gaststättenverband.

Markenrecht contra Domainrecht.

Ein Urteil des Oberlandesgerichts Köln ("Markenrecht vs. Domainrecht", in: Sedo.de vom 19. Juni 2006) dürfte alle erfreuen, die vor allem wegen der damit verbundenen Kosten keinen Bock haben, ihren Domainnamen als Marke abzusichern, nur um zu vermeiden, daß ihnen jemand mit der gleichnamigen Marke die Domain streitig zu machen versucht. In der letzten Zeit hat z.B. der Shopblogger die die Marke Shopblogger angemeldet.

Coca-Cola BlaK.

Coca-Cola hat in Frankreich und den USA Coca-Cola Blak eingeführt (via Adverblog).

Mehr darüber: "Coca Cola's Antwort auf steigenden Red Bull Erfolg heißt: Blak", in: marke.at. Coca-Cola BlaK ist demnach eine Mischung aus klassischem Coca-Cola und Kaffeeauszügen in einer schwarzen Flasche mit Aluminiumhülle und enthält 20 Kalorien pro 100 Milliliter. In Deutschland wird Coca-Cola BlaK (noch) nicht angeboten.

Vielleicht eine Chance für graue Importeure aus Frankreich und für Gastronomen, die mit einem Produkt Aufmerksamkeit erregen wollen, daß es anderswo noch nicht gibt...

Andererseits wer mag schon die früheren Innovationen Coca-Cola Vanille und Cherry trinken? Siehe dazu: "Coca-Cola punktet mit Vanille" von Henning Kruse, in: Die Welt vom 31. März 2003, und "Historie 1980 bis 1989" von coca-cola-gmbh.de.

Veranstaltungstermine per Google Calendar veroeffentlichen.

Man kann jetzt Termine, die man per Google Calendar verwaltet, ganz einfach Besuchern seiner Website zur Verfügung stellen. Mehr darüber: "Google Calendar jetzt auch in Webseiten und Blogs integrierbar" von Simon Hengel, in: Akademix Seitenblicke vom 21. Juni 2006.

Ich habe das natürlich gleich für mein Eventblog genutzt: Feierhof vom 24. bis 28. August 2006 im Schloß Geyerswörth, Bamberg.

Dienstag, Juni 20, 2006

Rauchverbot im Bundestag.

Angesichts eines Gruppenantrags von 50 militanten Nichtrauchern unter den Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen fordere ich den Deutschen Bundestag auf, sich gefälligst um die eigenen Angelegenheiten zu kümmern, im Bundestag mit allen dazu gehörigen Räumen (auch in den Büros der Abgeordneten) ein Rauch- und Alkoholverbot einzuführen und auch das Koksen zu unterlassen. Es darf nicht mehr passieren, daß ein besoffener Abgeordneter eine Bundestagsrede hält und das Plenum rumgrölt, statt dagegen einzuschreiten. Es gibt auch heute noch keinen Alkoholtest für Abgeordnete. Warum wohl?

Klaus Uwe Benneter, der geschaßte, frühere Generalsekretär der SPD, hat erkannt, wie schlecht begründet ein gesetzliches Rauchverbot ist:
"Wenn ein Rauchverbot tatsächlich so gut für den Umsatz von Gaststätten sei, würde ja der Wettbewerb von allein für die ersten rauchfreien Kneipen sorgen."
Dieses Zitat findet sich in einem Artikel des Spiegels von heute: "Nichtraucher sollen zu Hause bleiben" von Christopher Stolzenberg und Carsten Volkery.

Ich teile die darin wiedergegebene Meinung der SPD-Abgeordneten Nina Hauer nicht, Nichtraucher sollten zu Hause bleiben. Sie sollten vielmehr Gaststätten beglücken, die rauchfrei sind, und in den anderen nicht rumzicken.

Terroristenabwehr bei der Bieranlieferung.

Auch auf das Gastgewerbe kommen massive Verteuerungen der bezogenen Waren, insbesondere der Liefer- und Transportkosten, zu, wenn ein Verordnungsentwurf der EU-Kommission "Verbesserung der Sicherheit der Lieferkette" so umgesetzt werden sollte, wie sich dies die EU-Sesselfurzer vorstellen: "DIHK: Überzogene Überwachung im Güterverkehr verhindern" vom 20. Juni 2006.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag weist zurecht darauf hin, daß nicht alle Güter und nicht jedes Element ihrer Transportkette terrorgefährdet sind. Die Bundesregierung sei gut beraten, den Verordnungsvorschlag vom Ende her zu denken und den Sicherheitszuwachs mit dem Administrations- und Kostenaufwand abzuwägen. Richtig wäre es, Gefahrenpotenziale zu identifizieren und gezielt zu beseitigen.

Nur schwacher Zusammenhang zwischen niedriger Entlohnung und Armut.

Die Propagandisten eines gesetzlichen Mindestlohns lieben es, von einem niedrigen Stundenlohn auf ein niedriges Einkommen und auf Armut zu schließen. Dabei sind die Verhältnisse in Wirklichkeit viel komplizierter. Das Deutsche der deutschen Wirtschaft in Köln ist dem vermeintlichen Zusammenhang von Niedriglohn und Armut empirisch auf den Grund gegangen. Danach leben nur 17 Prozent der Arbeitnehmer mit einem geringen Lohn in einer Gemeinschaft, die man als arm bezeichnet: "Zwei Paar Schuh'" (PDF) vom 13. Juni 2006.

Steuererhoehungen ab 2008.

Die fette Koalition plant Steuererhöhungen zugunsten des "Gesundheitsfonds" ab 2008 in Höhe von 14 Milliarden Euro. Siehe dazu: "Dossier Koalition plant Pauschale für Privatkassen", in: Financial Times Deutschland vom 20. Juni 2006.

Vernünftiger wäre es die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen zu begrenzen. Siehe dazu unseren früheren Beitrag: "Krankenversichrungsbeitrage auf Zinseinkuenfte und Unternehmensgewinne".

Montag, Juni 19, 2006

Musterarbeitsvertraege.

Nicht nur Existenzgründer verlangen nach Mustern für Arbeitsverträge, auf deren Autor man sich verlassen. Zu finden sind solche Musterverträge z.B. auf der Website des AuS-Portals.

Simon Hengel schreibt darüber:
"AuS-Portal ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Köln, Jena und Eichstätt mit arbeitsrechtlichen und sozialrechtlichen Informationen. Neben aktuellen Neuigkeiten gibt es eine Urteilssammlung, eine Sammlung von Arbeitsmusterverträgen und Mustervertragsklauseln und eine Sammlung einschlägiger Statistiken..."
in: Akademix: Seitenblicke vom 19. Juni 2006.

Sie sollten aber, bevor Sie die diese Vertragsmuster verwenden, die wichtigen Hinweise des AuS-Portals beachten.

Die Vertragsmuster stammen aus dem Buch "Der Arbeitsvertrag. Handbuch der Vertragspraxis und -gestaltung" von Prof. Dr. Ulrich Preis, Geschäftsführender Direktor des Forschungsinstitut für Deutsches und Europäisches Sozialrecht und des Instituts für Arbeits- und Wirtschaftsrechts, Universität zu Köln.

Themenparks.

themeparker.com verzeichnet Themenparks u.a. per Google Maps und versucht sich als zentrale Website für Vergnügungsparks zu etablieren, etwa mit einem großen, jedoch noch weitgehend verwaistem Forum (via Google Maps Mania).

Siehe dazu auch unseren Beitrag über "Themen-Restaurants".

Chef's Blogs Directory.

Als ultimatives Verzeichnis von Lebensmittel-Blogs bezeichnet sich das englischsprachige Verzeichnis Chef's Blogs ("chef" bedeutet hierbei "Küchenchef", nicht zu verwechseln mit dem deutschen Ausdruck "Chef" für Vorgesetzter).

Ein Blick in die Abteilung der deutschsprachigen Blogs (Chef's Blogs Directory - Non-English Language > German), um zu überprüfen, ob der Mund nicht zu voll genommen wurde, zeigt, daß hier in der Tat viele Blogs gelistet sind.

Sonntag, Juni 18, 2006

Hotelpress.

Hotelpress.de bietet gegen eine monatliche Gebühr von 48 Euro individualisierbare Zeitungen für Hotels, die täglich als PDF zugesandt werden und vor Ort für die Gäste beliebig oft ausgedruckt und verteilt werden können. Individuelle Infos der Hotels können berücksichtigt werden. Zudem kann man die Zeitung im Corporate Desgin des Hotels (Logo, Farben) erscheinen lassen (via "Mit einer Nischenzeitung erfolgreich werden" von Burkhard Schneider, in: best practice business blog vom 18. Juni 2006).

Wenn man sich die Mühe machen will, kann man jedes Exemplar personalisieren, also den Namen des Gastes eindrucken ("Persönliches Exemplar für Herrn X"). Die Zeitung ist in Farbe, kann aber auch schwarz-weiß ausgedruckt werden.

Ein kostenloses vierzehntägiges Probeabo kann bestellt werden. Und man kann sich eine ältere Ausgabe herunterladen, um sich anzuschauen, wie sowas ausgedruckt auf dem eigenen Drucker aussieht.

Mit News am Abend bietet das Handelsblatt ein ähnliches Angebot, wenn auch eher für größere Abnehmer bzw. Auflagen. Siehe dazu unseren Bericht von der Frankfurter Buchmesse 2004: "PDF als Paid Content".

Samstag, Juni 17, 2006

Reichweiten-Historie von Websites.

Alexa bietet die Option, die Entwicklung des Traffics einer Website von 2002 an darzustellen (wählen Sie dazu die Option "max"). Das sieht für Abseits.de so aus:



Leider läßt sich diese Graphik nicht dynamisch generieren, sondern nur auf Website von Alexa.com erzeugen. Der Link dazu.

Diese Graphik gibt die Anzahl der User pro eine Million User an. Siehe dazu: "What is Reach?". Alternativ kann man sich den "Rank", also den Platz unter allen Websites dieser Welt anzeigen lassen



oder die Anzahl der Seiten, die von dieser Website pro eine Million Seiten aller Websites aufgerufen worden sind.

Zur Problematik der von Alexa.com veröffentlichen Daten siehe meinen früheren Beitrag "Reichweite von Websites ermitteln".

Fester Redaktionsschluss und Lokalausgaben bei Internetzeitungen.

Mit der "Zukunft der Zeitungsverlage" steht es, vorsichtig formuliert, nicht zum Besten aus.

Deshalb spricht einiges dafür, wenn Uwe Knüpfer, der ehemalige Chefredakteur der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, eine Internet-Tageszeitung für das Ruhrgebiet starten will. Siehe dazu: "Ehemaliger WAZ-Chef startet Online-Zeitung", in: de.internet.com vom 16. Juni 2006.

Aber wie kann bloß man auf den Gedanken kommen, eine solche Zeitung nicht ständig zu aktualisieren, sobald neue Beiträge verfaßt oder redigiert worden sind? Die Begründung, so könne der Leser sich einmal täglich seine Zeitung ausdrucken, erscheint mir sehr weit hergeholt. Wenn ich Leser dieser Zeitung wäre, würde ich immer die aktuellste Ausgabe haben wollen und nicht auf neue Meldungen oder den neuesten Stand von Ereignissen verzichten wollen, nur um das zweifelhafte Vergnügen zu haben, eine genauso veraltete Ausgabe zu besitzen wie die anderen Leser. Die drucktechnisch bedingte Notwendigkeit eines festen Redaktionsschlusses auf ein völlig anderes Verfahren zu übertragen, erscheint mir schlichtweg nicht angemessen. Zumal auch Printzeitungen mitunter Ausnahmen machen und z.B. im Verlaufe der Produktion aktualisierte Ausgaben nachschieben oder gelegentlich den Redaktionsschluß verschieben.

Auch das Konzept der "Lokalausgaben" erscheint mir wenig durchdacht. Online kann man, weil keine Druck- und Logistikkosten anfallen, jedem Leser alle Ausgaben zur Verfügung stellen. Statt jedem Leser eine von der Zeitung festgelegte regionale Selektion zuzumuten, sollte man es dem Leser überlassen, welche Rubriken und regionale Ausgaben ihn interessieren. So gibt es z.B. Pendler, die sich für ihren Wohn- und ihren Arbeitsort interessieren, Studierende, die bezüglich ihres Studienortes und des Wohnorts ihrer Familie auf dem Laufenden bleiben wollen, oder Leser, die sich für mehrere "Verbreitungsgebiete" interessieren. Die Chancen, die das Internet insoweit bietet, werden durch ein technisch überholtes Konzept von Lokalausgaben verspielt.

Nun kann man einwenden, Leser seien für Zeitungen das Letzte. Es gelte allein, die Interessen von Anzeigenkunden zu anzusprechen, und diese seien noch in der Vorstellung von Lokalausgaben und festen Erscheinungstagen befangen. Das glaube ich nicht. Gerade wer online Anzeigen schaltet, kennt die Möglichkeiten, regionale Zielgruppen zu erreichen und pfeift auf jede vordergründige Regionalisierung von Lokalausgaben, deren Mittelpunkt und Grenzen er nicht bestimmen kann. Siehe dazu: "Regional Targeting mit Google Adwords".

Krankenversichrungsbeitrage auf Zinseinkuenfte und Unternehmensgewinne.

Da die herrschenden Politiker zu feige sind, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung um Leistungen zu kürzen, für die der einzelne selbst vorsorgen kann und sollte, wie
  • die Vorsorge für den Lohnausfall im Falle einer Krankheit,
  • die Krankheitskosten infolge selbst verschuldeter Verkehrs- und Sportunfällen und
  • die Folgekosten von Drogenkonsum und selbst veranlaßen Verunstaltungen wie Piercing und Schönheitsoperationen,
  • die Kosten für Kindesverhütung und -tötung,
kommen sie auf die verrücktesten Ideen, anderen Leuten in die Taschen zu greifen.

Der SPD-Vorsitzende Beck will Zinseinkünfte und Selbständige zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung heranziehen: "Selbständige sollen GKV-Beiträge zahlen".

Wieso die Heranziehung von Zinseinkünften zu Mehreinnahmen führen soll, bleibt mir rätselhaft. Natürliche Personen haben in Deutschland unterm Strich vermutlich mehr Zinsausgaben als Zinseinahmen. Ist es wirklich angebracht, daß der Beitrag für die gesetzliche Krankenversicherung sinkt, wenn sich jemand z.B. für einen Hausbau verschuldet? Da ist der Vorschlag der Grünen, auch Mieteinnahmen beitragspflichtig zu machen, konsequenter. Doch das Landei Beck ist zu feige, sich den Zorn aller Eigenheim- und Eigentumswohnungsbesitzer zuzuziehen.

Auch die Heranziehung von Einkünften aus selbständiger Tätigkeit bei der Berechnung von Beiträgen zur gesetzlichen Krankenversicherung kann unangenehme Konsequenzen für die Liquidität der gesetzlichen Krankenversicherungen haben. So fallen dann bei Verlusten aus selbständiger Tätigkeit auch die bisherigen Beiträge aus der nebenberuflicher, unselbständiger Tätigkeit weg oder verringern sich. Für kleine Selbständige ist es in der Regel nicht schwierig, ihren Gewinn so zu definieren, daß er negativ wird (z.B. durch eine Ansparabschreibung). Und Selbständige, bei denen was zu holen wären, gehen meistens keiner unselbständigen Nebentätigkeit nach und wenn doch, würde es ihnen die Beck'sche Reform verleiden.

Kategorisierung barrierefreier Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Deutschland.

Im Mai 2002 ist das Behindertengleichstellungsgesetz in Kraft getreten. Am 12. März 2005 haben die Verbände Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V. (DEHOGA Bundesverband), Hotelverband Deutschland e.V. (IHA), Sozialverband VdK Deutschland e.V., Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte e.V., Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV), Deutscher Gehörlosen-Bund e.V. und Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. (ISL) "Mindeststandards für die Kategorisierung barrierefreier Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe in Deutschland" (PDF) definert. Mit ihnen soll die Information behinderter Reisender über barrierefreie gastgewerbliche Angebote verlässlicher gestaltet werden. Behinderte Gäste sollen durch die standardisierte Beschreibung von Ausstattung und Einrichtung und die entsprechende Kennzeichnung stets ein Hotel oder Restaurant finden können, das den Anforderungen der jeweiligen Behinderungsart auch wirklich entspricht.

Angesichts des drohenden Antidiskriminierungsgesetzes bieten diese Standards unverbindliche Anhaltspunkte für die behindertengerechte Ausgestaltung gastgewerblicher Betriebe.

Freitag, Juni 16, 2006

Kooperation BookaTable und GoYellow.

Ab sofort sind bookatable-Restaurants im Rahmen einer Zusammenarbeit für 3 Monate kostenlos bei GoYellow.de mit einem Top-Eintrag gelistet.

Mehr über diese beiden in früheren Beiträgen von uns:

Gewerbesteuern auf Betriebsausgaben.

Das Bundesfinanziministerium plant, gezahlte Zinsen, Mieten, Lizenzgebühren und Leasingraten gewerbesteuerpflichtig zu machen: "Kirchen fürchten Steuerausfälle" von Donata Riedel, in: Handelsblatt vom 16. Juni 2006. Siehe dazu auch unsere frühere Meldung: "Doch keine Substanzbesteuerung bei der Gewerbesteuer?".

Die Höhe der sich ergebenden Gewerbesteuerzahllast hängt vom lokalen Hebesatz ab, z.B. 20% bei einem lokalen Hebesatz von 400%. Ausserdem gibt es für Einzelunternehmer und Personengesellschaften Gewerbesteuerfreibeträge, über deren Erhöhung politisch noch diskutiert wird.

Sollte dieser ökonomsche Unsinn, wonach Unternehmen auf Betriebsausgaben Steuern zahlen müssten, wirklich beschlossen werden, können Unternehmen, bei denen die geplante Änderung zu einer höheren Gewerbesteuerzahllast führt, versuchen, diesem Liquiditätsverlust zu begegnen:
  • Verhandeln Sie mit Ihrem Verpächter und Vermieter die Höhe der Pacht bzw. Miete nach. Die gewerbesteuerlicher Belastung von Pachten und Mieten wird ohnehin deren Niveau zügeln und senken.
  • Vereinbaren Sie mit Ihren Leasinggebern eine vorzeitige Beendigung des Leasingsvertrages und die Übernahme des Leasingguts in Ihr Betriebsvermögen.
  • Schulden Sie um in niedrig verzinste Darlehen. Nehmen Sie z.B. Darlehen von Familienangehörigen auf oder gewinnen Sie Lieferanten und Gäste als Kreditgeber. Zinsen können dann in höheren Wareneinstandspreisen der Lieferanten versteckt werden bzw. in nicht ausgewiesenen Naturalrabatten gegenüber Stammgästen, die Kredite gewähren.
  • Überlegen sie mit Ihrem Steuerberater, ob es sich lohnt, Ihren Betrieb aufzuspalten, um Geewerbesteuerfreibeträge mehrfach in Anspruch nehmen zu können.
Die Vorteilhaftigkeit dieser und weiterer Gestaltungsmöglichkeiten wird noch dadurch gesteigert, daß das Finanzministierium zudem plant, die Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer von der Einkommensteuer abzuschaffen.

Winelovers lieben Korkengeld.

In einem früheren Beitrag habe ich Sie gefragt, wieviel Korkengeld Sie verlangen?

Winelovers.net ist ein Verzeichnis von mehr als 600 Restaurants (mit einem Schwerpunkt im amerikanischen Bundesstaat Philadelphia), in denen man seinen Wein mitbringen kann, wenn man dafür ein Korkengeld bezahlt oder sogar darauf verzichtet wird (via "Go for the Appetizers, Bring Your Own Grape Juice", in: ResearchBuzz vom 15. Juni 2006.)

Die Startseite von WineLovers besteht aus einer Suchfunktion. Man kann direkt nach dem Namen des Restaurants suchen, auswählen, ob Restaurants angezeigt mit oder ohne Korkengeld (corkage fee) angezeigt werden sollen, nach der Art der Küche, im Umkreis einer (amerikanischen) Postleitzahl. Ergänzt wird die zentrale Datenbank durch eine Linksammlung zum Thema Wein. Die Ergebnislisten bieten neben den Kontaktdaten die URL der gefundenen Objekte, Hinweise auf Außengastronomie, Reservierungserfordernis.

Beweggründe von Gästen, eigenen Wein mitbringen zu wollen, können z.B. sein:
  • Sie finden im Angebot der Gaststätte nichts, was ihnen zusagt.
  • Sie wollen einen ganz bestimmten Wein, den Sie z.B. geschenkt bekommen haben, aus dem Urlaub mitgebracht oder gerade ersteigert haben, trinken und dazu gut speisen.
  • Sie wollen mit ihren eigenem Weinwissen angeben und legen Wert auf eine eigene Auswahl.
  • Sie haben für besondere Gelegenheiten Wein gesammelt und wollen trotzdem in einer Gaststätte feiern.
Aus der Sicht der Gastronomie sollten Gäste, die ihren eigenen Wein mitbringen, eigentlich gerne gesehen werden:
  • Es handelt sich um Gäste, die Wert auf guten Wein legen. Sie werden ergänzend zu den mitgebrachten Weinen oder bei anderen Besuchen auch den guten Weinkeller der Gaststätte zu schätzen wissen.
  • Ein "Korkengeld" erlaubt es dem Gast, hochpreisige Weine zu konsumieren, die ein Gastronom kaum kalkulieren bzw. vorhalten könnte.
  • Nicht zuletzt erweitert sich, wenn der Gast seinen Wein mitbringen kann, sein Budget für die Speisen.
Natürlich kann man als Gastronom auf den Deckungsbeitrag nicht verzichten. Man verlangt ihn vom Gast als "Korkengeld", als eine Art Entschädigung für den entgangenen Gewinn, wenn der Gast eine Flasche Wein aus der Weinkarte der Gaststätte getrunken hätte.

Virtueller Tresen.

Vor knapp einem Jahr haben wir die soziale Software "RatePubs" vorgestellt. Ein besonderes Feature, genannt "Personal Recommendations" erlaubt es, Kontakt mit Besuchern von Gaststätten aufzunehmen, die man selbst auch besucht. So entstehen Listen von Freunden und deren Freunden.

Heute stellt Mark Pohlmann von SinnerSchrader in deren Blog Fischmarkt neue Features von Qype vor: "Die neuen Qype-Features". Die Funktion "Lieblingsplatz markieren" erlaubt es, Orte anzugeben, an denen man sich häufig aufhält.
"Mit dieser Funktion läßt sich wunderbar ein "virtueller Tresen" aufbauen. Also: wer ist auch öfter mal im Reh? Bitte Flagge zeigen (nein, ausnahmsweise mal nicht die deutsche). Die Lieblingsplätze schreien natürlich danach, recht bald mit einer Dating-Funktion angereichert zu werden."
Mehr über "Qype" in unserer Vorstellung vom 27. April 2006.

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Donnerstag, Juni 15, 2006

Anheuser-Busch, Bitburger und Erdinger Weissbraeu.

Die Fachzeitschrift Werben & Verkaufen spekuliert über eine ganz oder teilweise Übernahme der Brauerei Bitburger durch Anheuser-Busch: "Unruhe bei Bitburger" vom 15. Juni 2006.

Siehe dazu auch eine frühere Meldung: "Anheuser-Busch erwägt Einstieg in Deutschland" von Birgit Dengel, in: Financial Times Deutschland vom 12. Juni 2006.

Interessant erscheint mir in diesem Zusammenhang auch, daß Erdinger und Bitburger seit Herbst 2005 zusammenarbeiten. Siehe unseren früheren Beitrag "Erdinger und Bitburger arbeiten in Zukunft zusammen".

Umsatz im Gastgewerbe April 2006: Real - 3,0% zum April 2005.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz des Gastge­werbes in Deutschland im April 2006 nominal um 2,3% und real um 3,0% niedriger als im April 2005. Im Vergleich zu dem im März 2006 erzielten Umsatz ergab sich im April 2006 nach Kalender- und Saisonbereinigung ein Umsatzrückgang um nominal 0,6% und real 0,5%.

Nur die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören, erzielten nominale und reale Umsatzsteigerungen gegenüber April 2005 (nominal + 1,7%, real + 0,6%). Die Unternehmen des Beherbergungsgewerbes (nominal - 4,8%, real - 5,0%) und des Gaststättengewerbes (nominal - 1,3%, real - 2,2%) blieben dagegen nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats.

In den ersten vier Monaten 2006 wurde im Gastgewerbe nominal 1,2% und real 1,9% weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum abgesetzt. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts).

AGs und GmbHs: Sofort aus der Kirche austreten.

Laut einer Meldung des Handelsblattes vom 15. Juni 2006, die man eigentlich eher am 1. April vermuten sollte, plant die SPD die Einführung der Kirchensteuerpflicht für Kapitalgesellschaften: "SPD will AGs Kirchensteuer aufdrücken".

Wenn Sie daraufhin als GmbH-Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft zum Einwohnermeldeamt marschieren, um dort für ihre Kapitalgesellschaft den Austritt aus der katholischen oder evangelischen Kirche zu beantragen, sollten Sie eine Kopie dieses Artikels mitnehmen. Sonst erklärt man Sie dort für völlig meschugge, ein Privileg, das zweifelsfrei dem SPD-"Finanzexperten" Reinhard Schultz zusteht. Als Finanzexperte ist der bislang nicht so sehr in Erscheinung getreten, sonst hätte das Handelsblatt seinen Namen nicht falsch geschrieben. Aber vielleicht darf man sich so bezeichnen lassen, wenn man nebenbei vom Energiekonzern Vattenfall bezahlt wird und sich deshalb fragen lassen muß, ob man dessen Interessen im Bundestagsausschuß "Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit" wie geschmiert vertritt. Siehe dazu: "Ein SPD-Abgeordneter gegen 'Industriefeinde'" von Matthias Meisner, in: Tagesspiegel vom 18. Januar 2005.

Mittwoch, Juni 14, 2006

Rauchverbot in Gaststaetten: Umsatzminderungen mit der Umsatzsteuer verrechnen?

Laut einem Artikel im Spiegel ("Die Anti-Raucher-Front wird breiter" vom 14. Juni 2006) hat Martina Bunge, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, studierte Diplom-Lehrerin Marxismus-Leninismus und Mitglied der SED/SED-PDS/PDS/Die Linkpartei seit 1980, bestritten, daß es in Gaststätten zu Umsatzeinbußen komme, wenn ein gesetzliches Rauchverbot eingeführt würde.

Ich habe sie deshalb gefragt:
"Darf ich daraus schließen, daß Sie meine Forderung unterstützen, die betroffenen gastronomischen Unternehmen dürften, falls es wider Ihr Erwarten doch zu Umsatzeinbusssen kommt, ihre Umsatzminderungen mit den Umsatzsteuerzahllasten verrechnen?"

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Dienstag, Juni 13, 2006

Tradewinds Iced Tea.

Ab dem 26. Juni 2006 schenken wir im Café Abseits Eistee der Marke Tradewinds aus und zwar in den Sorten "Lemon with a twist of Lime" (Zitrone) und "Sunny Red Orange" (Blutorange) mit ausschließlich natürlichen Aromastoffen.

Die amerikanische Marke Tradewinds wird in Deutschland von der Finesty Getränke GmbH in Großostheim in Lizenz der 1992 in Cincinatti, USA, gegründeten Tradeswinds Beverage Company hergestellt. Dahinter steckt die Brauerei Eder & Heylands.

Tradewinds wird nicht - wie viele anderen Eistees - aus Teekonzentrat hergestellt, sondern aus echtem schwarzen Tee der Qualitätsstufe "Orange Pekoe" aus Sri Lanka und Indien im Sudkessel gebrüht. Er wird frisch abgefüllt in geschmacksneutrale Longneck-Glasfaschen und hat einen vollen Tee-Geschmack.

Da dieser Eistee unfiltriert abgefüllt wird, setzt sich ein Tee-Depot aus natürtrübem Satz am Boden ab. Kenner, die den vollen Teegeschmack schätzen, schütteln ihn deshalb vor dem Trinken. Wer einen milderen Geschmack bevorzugt, kann Tradewinds natürlich auch ungeschüttelt genießen und das Tee-Depot als naturtrüben Satz am Boden lassen.

"Tradewinds Superpremium Iced Tea" wurde schon mehrfach vom renommierten deutschen Gastromagazin FIZZZ als einer der besten Eistees ausgezeichnet. Eine Silbermedallie der Monde Selection in Brüssel zeigt, "dass Tradwinds" auch im internationalen Qualitätswettbewerb einer der besten Eistees der Welt ist.

Siehe dazu auch die Reportage "Iced Tea: Nicht gebraut, sondern gebrüht" von Reiner Trabold, in: Echo Online vom 12. August 2005.

Link.

Jetzt setz ich mal ganz frank und frei, ohne auf die bescheuerten Verlinkungsregeln des Bundesgesundheitsministeriums zu achten, einen Link auf die Gesundheitsministerin.

Deren beruflicher und politischer Lebenslauf ist nicht ganz vollständig. Ihr politischer Lebensweg beginnt, wenn die Website des Gesundheitsministeriums nicht lügen würde, 1983 mit dem Eintritt in die SPD. Davor hat sie, was verschämt verschwiegen wird, für den verfassungsfeindlichen Kommunistischen Bund Westdeutschland für den Bundestag kandidiert (siehe dazu auch: "Ulla und die Kommunisten" von Corinna Emundts, in: Cicero ohne Datum). Der KBW hat jahrelang lernbegierige Studenten an Universitäten tyrannisiert. Einigen der "Genossen" vom KBW habe ich Mitte der 70er Jahre während meines Studiums in Heidelberg mit Wonne in die Fresse gehauen, wenn sie mich mal wieder am Betreten der Veranstaltungsräume oder einer Bibliothek hindern wollten. Ulla Schmidt ist vermutlich nicht darunter gewesen, denn sie hat damals in Aachen agitiert. Schade eigentlich.

Zur Frage, ob man auch ohne Genehmigung einen Link auf eine Website setzen darf, hat Rechtsanwalt Udo Vetter bereits alles Notwendige und Hinreichende sagt: "Liebe Ulla Schmidt", in: law blog.

Nachtrag vom 14. Juni 2006: Die Verantwortlichen der Website des Grüne Jugend Bundesverbands machen sich einen Jux aus den bescheuerten Verlinkungsregeln des Bundesgesundheitsministeriums und verwickeln die hilflosen Bürokraten in einen irrwitzigen Disput. Bürokratische Systeme haben, wie man bei Franz Kafka nachlesen kann, in solchen Auseinandersetzungen den Nachteil, daß sie sich an ihre eigenen Regeln halten müssen. Gegenüber unbürokratisch agierenden Gegnern á la Till Eulenspiegel wirken sie dann ungemein hölzern bis zur Lächerlichkeit. Doch lesen Sie selbst den Schriftverkehr der Grünen Jugend mit den Sesselfurzern: "Sollten Sie dem nicht Folge leisten, werde ich rechtliche Schritte gegen Sie einleiten".

myMaps24.

myMaps24 ist eine auf Google Maps basierende Suchmaschine für Immobilien in Deutschland "und in Zukunft für alle Dinge, bei denen der Ort eine Rolle spielt". Es sind bereits über 100.000 Angebote enthalten. Die Daten stammen von immobilienscout24.de. Dies ist ein Portal der Scout24 Holding GmbH. Immobilienscout24.de kooperiert z.B. auch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Anbieter von Immobilien können ihr Objekt bei mymaps24.de kostenlos listen.

Mehr darüber: "Google Maps revolutioniert Wohnungs- und Immobilien Suche" von Klaus Patzwaldt, in: at-web.de.

Montag, Juni 12, 2006

54 Milliarden Euro fuer "Rote Karte gegen Kinderarbeit".

In den Reihen der fetten Regierung scheint jedes Gefühl für Zahlen, finanzielle Mittel und Schulden verloren gegangen zu sein. Soeben meldet das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, die Bundesregierung unterstütze die Kampagne "Rote Karte gegen Kinderarbeit" der Internationalen Arbeitsorganisation mit sage und schreibe 54 Milliarden Euro: "Rote Karte gegen Kinderarbeit".

Samstag, Juni 10, 2006

Speisekarten-Quiz.

Thorsten Sommer hat in seinem Speisekarten-Blog eine lehrreiche Quiz-Serie rund um das Thema Speisekarten begonnen: Teil I und Teil II.

Wer in die im 2. Teil des Quiz aufgeworfene Frage, wie günstig man Wein in Flaschen anbieten sollte, etwas tiefer einsteigen möchte, findet in meinem Beitrag "Flaschenweine günstig anbieten" einige Punkte, die es zu berücksichtigen gilt. Ganz allgemein sollten die Preise die Höhe und Struktur der Prozesskosten des jeweiligen Betriebs spiegeln. Siehe dazu auch: "Activity Based Costing".

Korruptionsvorwuerfe gegen Gastgewerbe-Verbaende.

In ihrem Artikel "Die diskrete Lobby der Raucher", in: Süddeutsche Zeitung vom 9. Juni 2006, werfen Dietmar Jazbinsek und Felix Berth Verbänden des Gastgewerbes vor, sich von der Zigarettenindustrie korrumpieren zu lassen.

Freitag, Juni 09, 2006

RSS-Feeds von Hotels.

Ein paar Hotels, die ihre Neuigkeiten auch als RSS-Feed bereitstellen:Weitere Beispiele von gastgewerblichen Betrieben mit RSS-Feeds: .