Gastgewerbe Gedankensplitter



Montag, Juli 31, 2006

Bewusstseinswandel als Chance für Hotellerie und Gastronomie.

Bio boomt - nicht nur an der Ladentheke, auch in Hotels oder Restaurants steigt die Nachfrage. Der erste internationale BioKongress am 08. und 09. November 2006 gibt Impulse, wie man diesen gesellschaftlichen Bewusstseinswandel erfolgreich nutzen kann und so ein Alleinstellungsmerkmal in einem einzigartigen Wachstumsmarkt erreicht.

Im Rahmen von Fachvorträgen und Best Practices erfahren Gastronomen und Hoteliers alles zum Thema "Bio in Hotel und Restaurant": Die Bandbreite reicht von grundlegenden Informationen zu Biolebensmitteln (Qualitätskriterien, Sicherheit, Lieferbedingungen, Zertifizierung, Marktentwicklung etc.) bis hin zu baubiologischen Fragen (Baustoffe, Elektrosmogschutz, Wasservitalisierung, Raumharmonisierung etc.).

Die Kongressbesucher können sich in der Speakers Corner individuell beraten lassen und sich bei der festlichen Abendveranstaltung austauschen. Aussteller aus Food und Non-Food zeigen auf der Produktmeile praxistaugliche Lösungs- und Umsetzungsmöglichkeiten. Der Kongress möchte Impulse für das eigene Gewerbe geben. Ein Umdenken des Managements und das Denken in größeren Zusammenhängen kann dem Unternehmen ein Alleinstellungsmerkmal in einem Wachstumsmarkt, ein Umsatzwachstum und das Erschließen eines neuen Kundenpotenzials bringen.

Veranstalter des BioKongresses sind der Verein Die BIO-Hotels, Bioland e.V., das Seehotel Zeulenroda und die Agentur Rittweger & Team. Schirmherr des BioKongress ist Prof. Dr. Franz Theo Gottwald, Vorstand der Schweisfurth Stiftung.

Die Kongressgebühr beträgt 320,00 ? (zzgl. MwST, inkl. Verpflegung, ohne Übernachtung), Buchungen bis 15. September 2006 werden mit 15% Frühbucherrabatt vergütet.

Hintergrundinformation zum Thema

Während Bio-Produkte oder Baubiologie vor fünf Jahren noch Randthemen waren, rücken sie mit zunehmender Selbstverantwortung für die Gesundheit in den Mittelpunkt des Alltags: Ruhe und Entspannung stellen den Ausgleich zum täglichen Stress und den quantitativen Anforderungen dar.

Durch Lebensmittelskandale und Gentechnik werden gesunde Ernährung und "Bio" immer mehr zu einer Selbstverständlichkeit. Dabei ist Bio mehr als gesunde Ernährung,
"Bio ist Respekt vor allem, was lebt."
so Stephan Bode, Geschäftsführender Direktor des Seehotel Zeulenroda. Prof. Dr. Franz Theo Gottwald ergänzt dazu:
"Am Essen erkennt man die Kultur der Werte eines Menschen."
Bereits 78% der deutschen Bevölkerung [Quelle: Studie Ökobarometer 2005] greifen regelmäßig zu Bio-Lebensmitteln, damit steigt auch die Nachfrage in Gastronomie und Hotellerie. Ludwig Gruber, Management Verein "Die BIO-Hotels" gibt zu bedenken:
"Wenn die Hotellerie und Gastronomie diesen Weg nicht mitgeht, bleiben in zwei bis drei Jahren automatisch diese Gäste weg."
Neben gesunder Ernährung ist auch die biologische Raumqualität, gerade bei der Ausrichtung eines Hotels auf Gesundheit und Wellness, entscheidend.

Vielen Hoteliers und Gastronomen ist der gesellschaftliche Wandel bewusst, aber für das Alltagsgeschäft nicht greifbar. Der erste internationale Bio-Fachkongress und die handverlesene Produktmeile - vom 08. bis 09. November 2006 im Seehotel Zeulenroda - geben Antworten, liefern Fakten und setzen Impulse zur praktischen Umsetzung. Ein Partner dazu ist der Bioland e.V., führender deutsche ökologische Anbauverband:
"Bioland steht für Bio in Premiumqualität. Wir beraten Betriebe bei der Umstellung auf Bio-Produkte, unterstützen beim Aufbau von Lieferantenkontakten und führen Mitarbeiterschulungen durch. Mit neuen Partnern organisieren wir unsere sogenannte Auftaktveranstaltung, bei der in festlichem Rahmen medienwirksam die Auszeichnung überreicht wird."
so Paul Hofmann, Bioland e.V.

(Quelle: Pressemitteilung des Biokongresses).

Nicht jeden Trend mitmachen.

Auch mittelgroße Brauereien wie die Kirner Privat Bauerei sind mit Biermixgetränken im Geschäft. "Coolmix" ist ein Pils-Cola-Mix, "Lemon Mix" ein Radler. Beide gibt es in der 0,33 l-Longneck-Flasche. Abgesehen davon, verweigert sich die Brauerei den Trends zu Billigbieren, zu Biermixgetränken und zu Gold-Bieren: "Gold, Frucht und billig kein Thema" von Manfred Janß, in: Main-Rheiner vom 31. Juli 2006.

Die Brauerei Bischoff in Winnweiler in der Pfalz hingegen, neben der Kirner Brauerei eine der beiden letzten größeren Privatbrauereien in Rheinland-Pfalz, bietet eine ganze Reihe von Biermixgetränken:
  • twin free aus alkoholfreiem Pils und Limonade - ein alkoholfreies Radler ist recht ungewöhnlich. Ich kann aber nach meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, daß alkoholfreie Radler immer häufiger verlangt werden.
  • twin Bier mit Zitrone - das klassische Radler
  • twin Weizen mit Zitrone - ein Weizenradler, ebenfalls stark im Kommen.
  • Black Elwis aus 50% Pils + 50% coffeinhaltiger Limonade, ein weiteres Produkt, das meines Wissens von keiner anderen Brauerei angeboten wird.
  • Wheaver - Cola-Bier-Mischgetränk aus 75% Bischoff UR-WEISSE und 25% kalorienarmer, coffeinhaltiger Limonade mit Guanabana-Aroma.
  • Amigos - ein Biermischgetränk mit Tequila-Geschmack.

Biosaft-Preis der Bio-Hotels.

Warum nicht einmal einen Lieferanten per Wettbewerb suchen?

Im Rahmen "Best of Bio" suchen die Bio-Hotels die besten biologischen Obst- und Gemüsesäfte sowie Fruchtsirupe.

Seit 2004 prämieren die Bio-Hotels biologische Lebensmittel unter dem Motto "Best of Bio". Nach den Genusspreisen für Wein (2004) und Schokolade (2005) (Ranking und Punktebewertungen en détail (PDF)) geht es heuer um das Thema Saft in allen Formen und Disziplinen.

Am 6. und 7. November 2006 werden im Seehotel Zeulenroda die eingereichten Säfte von einer ausgesuchten Jury verkostet und am 8. November im Rahmen der Herbstversammlung der BIO-Hotels gefeiert. Die Gala ist in eine Biomesse und ein Forum eingebettet - eine attraktive Voraussetzung für genügend Presse vor Ort.

Informationen und Anmeldunterlagen unter bestofbio.info.

Sonntag, Juli 30, 2006

Gastgewerbe-Wiki.

Ich habe heute ein Gastgewerbe-Wiki eingerichtet.


Das Gastgewerbe-Wiki ist ein Projekt zum Aufbau eines Nachschlagewerks mit Tipps und Ratschlägen sowohl für Existenzgründer im Gastgewerbe als auch für gestandene Gastronomen und Hoteliers. Jeder kann mit seinem Wissen, seinen Fragen und Antworten beitragen.

Wer nicht weiß, was ein "Wiki" ist, findet eine leicht verständliche Einführung in "Checkliste Nr. 16: Wikis erstellen" (PDF) vom Berufsverband Information Bibliothek e.V.

Außerdem gibt es dort eine Reihe weiterer, leicht verständlicher und praxisnaher Checklisten:
"Ab 2003 veröffentlicht die Kommission für One-Person Libraries in lockerer Folge 'Checklisten', welche bei Alltagsproblemen einer One-Person Library eine Hilfestellung geben sollen. Sie sind als ein neues 'Format' konzipiert, als Working Papers, welche einem Aufgabenbereich Struktur zu geben vermögen und in Stichworten die 'Essentials' des betreffenden Gebietes auflisten sollen."
Wenn Sie an diesem Wiki mitarbeiten wollen, verrate ich Ihnen gerne das dazu notwendige Passwort: webmaster@abseits.de.

Regensburger Pressewirbel.

Maria Eichhorn, die drogenpolitische Sprecherin der CSU im Bundestag, ehemalige Studienrätin und über die Landesliste in den Bundestag geschobene Abgeordnete es Deutschen Bundestags, hat sich in einem Interview der "Berliner Zeitung" für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie ausgesprochen: "CSU-Politikerin Eichhorn für Rauchverbot in Gastronomie", in: Swiss Online vom 30. Juli 2006. Auch Angestellte und Besucher von Gaststätten müssten besser vor dem Passivrauchen geschützt werden.

Eine Anmerkung kann ich mir dazu nicht verkneifen: Der Bund ist für ein gesetzliches Rauchverbot zum Schutz der Gäste seit der Föderalismusreform nicht mehr zuständig. So etwas könnten nunmehr nur noch die Bundesländer im Rahmen des Gaststättenrechts beschließen. Mir ist nicht bekannt, daß es dafür in der CSU-Landtagsfraktion in Bayern eine Mehrheit gibt, noch daß Maria Eichhorn bei den CSU-Landtagsabgeordneten deswegen vorgesprochen hätte.

Die Berliner Zeitung schreibt in einem Artikel "Rauchverbot rasch umsetzen" vom 28. Juni 2006:
"Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) behauptet, die Branche sei mit einer Rate von 31,5 Prozent erfolgreich gewesen. Eichhorn hat nach eigenen Angaben aber Erkenntnisse, dass das nicht stimmt. 'Es wird immer klarer, das das Ziel nicht erreicht worden ist', begründete sie die neue Haltung, die von den Gesundheitspolitikern der Union geteilt werde."
Da bin ich aber gespannt, ob sie diese "Erkenntnisse" belegen kann. Ich bitte darum, sie mir mitzuteilen, Frau Eichhorn, damit ich sie hier veröffentlichen kann: news@abseits.de. Oder haben Sie gelogen?

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Fette Gans.

Köstlich amüsiert habe ich mich über eine Satire im Wirtschaftsteil der heutigen Welt am Sonntag: "Die erstaunliche Wandlung eines häßlichen Entleins" von Flora Wisdorff.
"Das erste Mal seit 21 Jahren braucht die BA 2006 keinen Zuschuß mehr vom Bund, sie erwirtschaftet sogar Überschüsse. Im ersten Halbjahr waren es 3,8 Milliarden Euro, für das Gesamtjahr rechnet BA-Chef Frank-Jürgen Weise mit sechs Milliarden."
Diesen Überschuß als Beleg für eine erfolgreiche Reform der Bundesagentur für Arbeit anzuführen, ist wirklich amüsant. Die Überschüsse resultieren daraus, daß die Unternehmen im ersten Halbjahr 2006 7 Monatsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung haben zahlen müssen, was die Autorin um des Gags willen nicht erwähnt.

Zum Gelingen der Satire beigetragen hat auch ein Mitarbeiter der BA, der Glaswände als Beleg für eine Transparenz des Arbeitsvermittlungsverfahrens anführt:
"Auch wenn es der arbeitslose 'Kunde' einmal in die 'Eingangzone' in der ersten Etage geschafft hat, soll er spätestens nach 15 Minuten bedient werden. Die Stühle mit dem roten Metallgitter und der alte, braune Teppich erinnern noch sehr an das alte Arbeitsamt. Aber Westkamp verweist auf die Glaswände, hinter denen die Mitarbeiter die Kunden ein erstes Mal informieren und einen Termin mit dem Vermittler festlegen. 'Das ist transparent.'
Lustig ist auch das Verfahren, mit welchem die Bundesagentur für Arbeit Produkte entwickelt und relauncht:
"Dann beginnt die zweite Reformphase - eine Phase, in der korrigiert wird. Wie zum Beispiel bei der Weiterbildung. Da habe das Pendel ein bißchen zu weit in eine Richtung ausgeschlagen, sagt Thönnes. 'Es ist genauso wie bei einem Unternehmen. Erst bringt man die Produkte auf den Markt, und dann müssen sie oft noch einmal verändert werden, damit sie vom Markt angenommen werden.'"
Wenn ein Markenartikler auf die Idee käme, ein Produkt gleich national einzuführen, ohne es zuerst im Labor und dann auf einem Testmarkt, etwa Haßloch, zu überprüfen, würde man ihn im hohen Bogen feuern. Landen würde er dann dort, wo er hingehört, bei der Bundesagentur für Arbeit.

Essbare Landschaften ausgezeichnet.

Der Betrieb Eßbare Landschaften wurde vom Wettbewerb "Deutschland - Land der Ideen" ausgezeichnet: "Geschmackserlebnisse aus dem Kräutergarten", in: Welt am Sonntag vom 30. Juli 2006.

Ralf Hiener, einer der beiden Existenzgründer, hat sein Fachwissen auch in Büchern verewigt: Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "Essbare Landschaften und Wildpflanzen".

Juedisch-israelisches Restaurant in Cuxhaven eroeffnet.

In Cuxhaven hat ein neues jüdisch-israelisches Restaurant aufgemacht: "Jerusalem". Neben jüdischer und israelischer Küche werden auch koschere Weine angeboten.

Mehr über koschere Restaurants.

Interessant ist die Website dieses Restaurants auch aus einem anderen Grund. Sie wurde mit dem Google Page Creator gestaltet, das ist ein Projekt des Google Laps und erlaubt es, kostenlos und einfach, Websites zu erstellen und sich von Google hosten zu lassen. Siehe dazu auch: "Google Page Creator: Einfach und schnell Webseiten erstellen" in: Golem vom 23. Februar 2006.

Opladener Bierboerse.

Die Opladener Bierbörse wird 20 Jahre alt! Die Jubiläumsveranstaltung, die 20. Opladener Bierbörse und somit das größte Bierfestival der Welt, öffnet am Freitag, den 11.08.2006 wieder für vier Tage seine Tore.

Die Opladener Bierbörse war die erste Veranstaltung dieser Art weltweit und ist mittlerweile zur größten Bierbörse der Welt angewachsen. Jährlich können 400.000 Besucher aus Nah und Fern aus ca. 1.000 verschiedenen einheimischen und exotischen Biersorten probieren. Neben der großen Bierauswahl bietet die Opladener Bierbörse auch ein Bühnenprogramm der Spitzenklasse. Neben dem jährlichen Auftritt von Guildo Horn & seinen orthopädischen Strümpfen wurden in den vergangenen Jahren auch nationale und internationale Bands, wie Hot Chocolate, De Höhner, Purple Schulz, Brings, Max Mutzke, The Sweet und Bay City Rollers präsentiert.

Aktion U16

Einzigartig ist in Opladen auch die Aktion U16. Jugendliche unter 16 Jahren haben nur in Begleitung ihrer Eltern Zutritt zur Bierbörse.

Internationales Berliner Bierfestival.

Vom 4. bis 6. August 2006 findet das 10. Internationale Berliner Bierfestival statt. Das Jubiläum des "längsten Biergartens der Welt", der traditionell über gut zwei Kilometer an der Karl-Marx-Allee zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor eingerichtet wird, begleitet in diesem Jahr ein Festumzug der Brauereifahrzeuge am Sonnabend, dem 5. August, durch das Zentrum der Stadt. Das faszinierende Schauspiel einer rollenden Show des Brauereigewerbes steht unter dem Motto "Es ist kaum zu fassen!", wobei das Bier im Fass natürlich eine ganz besondere Rolle spielt. Vom historischen, pferdegezogenen Vier- und Mehrspänner bunt geschmückt mit großen Fässern, über originelle Oldtimer bis hin zu modernen Brauereifahrzeugen der Gegenwart erleben die Berliner und ihre Gäste zwischen City und Biermeile ein anschauliches Stück Brauereigeschichte.

Der Festumzug wird sich in zwei Teilen bis Parkplatz Koppenstraße zum Bierfestival bewegen. Die Pferdegespanne setzen sich um 13 Uhr von der Straße am Lustgarten in Gang. Gemeldet haben unter anderen das berühmte Wernesgrüner Sechsergespann mit Gambrinus, dem Gott der Biere, das Berliner Bürgerbräu-Vierergespann, das Berliner Kindl Zweiergespann mit den Berliner Originalen Nante und Pauline, ein Pferdegespann der Privatbrauerei Ernst Bauer aus Leipzig, ein Lübzer Pferdegespann und andere. Die Fahrt geht über die Karl-Liebknecht-Straße, Spandauer Straße, Grunerstraße, Karl-Marx-Allee, Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor. Dort wird gewendet und über die Karl-Marx-Allee, den Strausberger Platz, die Lichtenberger Straße, Palisadenstraße zum Parkplatz Koppenstraße gezogen, wo die Fahrzeuge gegen 15.00 Uhr eintreffen.

Der Fahrzeug-Korso mit Pkw und Lkw startet um 13.30 Uhr auf der Straße des 17. Juni, im Bereich Entlastungsstraße. Die Strecke führt über die Straße des 17. Juni, den Platz des 18. März, die Ebertstraße, die Behrenstraße, die Glinkastraße, Unter den Linden, die Karl-Liebkecht-Straße, die Spandauer Straße, die Grunerstraße, die Karl-Marx-Allee, den Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor und dann zurück über die Karl-Marx-Allee, den Strausberger Platz, die Lichtenberger Straße, die Palisadenstraße zum Parkplatz Koppenstraße, wo er gegen 15 Uhr erwartet wird. In diesem Zug darf man sich auf den Schultheiss Lager Schwarz-Oldtimer, die Stadtbrauerei Wittichenau und die Vereinsbrauerei Apolda mit Feuerwehr, ein Magirus der Weyermann Malzfabrik, den Kindl-Oldtimer, den fahrbaren Stralsunder Brauerei-Strandkorb, das Pick up vom Bergquell Löbau, die Rhönbrauerei Dittmar mit dem Trabbi Dübener Ei, das Privatbrauerei Metzler-Kraz, den Hohenfelder Brauerei Lappmann?s Dunkel-Framo, den Vielanker Brauhaus Oldtimer und andere freuen.

Beim 10. Internationalen Berliner Bierfestival werden mehr als 250 Brauereien aus 80 Ländern mit über 1750 Bierspezialitäten erwartet. 2005 waren 650.000 Freunde des Bieres als Besucher zu verzeichnen. Das Biererlebnis der Superlative ist eine Veranstaltung der PRÄSENTA GmbH und wird vom Bundesverband mittelständischer Privatbrauereien e.V. als ideeller Träger begleitet.

Bei freiem Eintritt laden auch diesmal wieder 20 Bierregionen der Welt ein. Auf 16 Bühnen wird Live-Musik geboten.

Speicherstadt Kaffeeroesterei.

In der Speicherstadt Hamburgs betreiben Thimo Drews und Andreas Wessel-Ellermann die Speicherstadt Kaffeerösterei. Sebastian Bertram stellt sie vor in seinem Artikel "Kaffeehaus der Zukunft", in: Welt am Sonntag vom 30. Juli 2006.

Nachahmenswert sind Kaffeeseminare für Endverbraucher mit einer Dauer von eineinhalb Stunden für 13 Euro. Themen sind:
  • Wie schmeckt der teuerste Kaffee der Welt?
  • Was macht einen Kaffee zur Spezialität?
  • Wie bereitet man Kaffee optimal zu?
  • Wie bewahrt man Kaffee am besten zu Hause auf?
  • Warum bekommt mir Espresso besser als 'normaler' Kaffee?
Mit solchen Seminaren können Coffee Shops, Kaffeebars, aber auch andere kaffee-orientierte Konzepte ihre Kompetenz beweisen.

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Lange Nase.

Auf die Geschichte der Speiseeisherstellung in Deutschland geht ein Artikel von Lars Petersen in der Welt am Sonntag vom 30. April 2006 ein: "Wie aus Gefrorenem Capri wurde". Nebenbei wird verraten, woher der Ausdruck "Langnese" stammt.

Mehr über "Eis und Eisgetränke".

Rauchverbot am Arbeitsplatz.

Zwei Auswirkungen des von einigen Bundestagsabgeordneten geplanten gesetzlichen Rauchververbots auf private Haushalte (Wohnungen) werden bisher in der öffentlichen Debatte kaum beachtet:
  • Ein Rauchverbot in Gaststätten wird viele Raucher verleiten, statt Gaststätten aufzusuchen, daheim zu bleiben. In den Haushalten erhöhen sich damit die gesundheitlichen Risiken für die darin lebenden Kinder und Jugendlichen. Siehe dazu unseren früheren Hinweis auf entsprechende wissenschaftliche Erkenntnisse.
  • In privaten Haushalten, in denen Arbeitnehmer beschäftigt werden, z.B. als Babysitter, Putzfrauen, Haushaltshilfen, egal ob offiziell beschäftigt oder schwarz, wäre nach der geplanten gesetzlichen Neuregelung das Rauchen strikt verboten und zwar nicht nur während der Arbeitszeiten dieser Arbeitnehmer, sondern rund um die Uhr.
Man kann natürlich argumentieren, eine umfassende Kontrolle aller Wohnungen sei rechtlich, personell und finanziell nicht möglich. Doch was soll eine gesetzliche Regelung, wenn von vornherein klar ist, daß sie nicht durchgesetzt werden kann?

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Weinpreiskalkulation.

Daß man Flaschenweine günstig anbieten sollte, predige ich seit langem.

In einem Artikel der Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag vom 30. Juli 2006 über die geplante Eröffnung einer Weinbar in Zürich ("Discounter Denner steigt in die Gastronomie ein und eröffnet Weinbars") ist zu lesen:
"Es ist aber davon auszugehen, dass Denner einen Deckungsbeitrag verrechnen und nicht mit einem hohen Faktor (etwa dreimal den Einstandspreis) den Kalkulationsfehler vieler Gastwirte wiederholen wird. Gemäss den jetzigen Plänen sollen zahlreiche Provenienzen zu einer kleinen Menu-Auswahl glasweise ausgeschenkt werden."
Mit seinen geplanten Weinbars will der führende Schweizer Lebensmitteldiscounter Denner seine Weinkompetenz stärken. Laien und Profis sollen die Möglichkeit erhalten, das Denner-Sortiment in einer neuen Umgebung zu degustieren.

Am Ende dieses Artikels wird auch auf das Scheitern des Weinbar-Konzepts von Mövenpick eingegangen.

Ich habe das Scheitern eines ähnlichen Konzepts in Bamberg erlebt (gottseidank als Gast). Ein Weinhändler wollte vor allem Wein verkaufen und die angebotenen Flaschen, damit die Gäste sie probieren knnen, auch ausschenken. Die Preise der ausgeschenkten Flaschenweine wurden mit einem Aufschlag von 100% äußerst knapp kalkuliert. Doch die Gäste verlangten nach preiswerten Schoppenweinen statt die knapp kalkulierten, absolut gesehen dennoch teuren und besseren Flaschenweine zu konsumieren. Im Laufe der Zeit wurde das Konzept den Gästewünschen angepaßt, der Raum für die Flaschenweine verringert, das Flaschenweinsortiment schmäler und die Anzahl der Schoppenweine vergrößert. Man konnte auch sagen, die Qualität der Weine dem schlechten Geschmack der Gäste angepaßt. Aus einem Handelskonzept mit Weindegustation wurde eine stinknormale Weinschänke. Aber das war geschah in den 80er Jahren. Vielleicht hat sich der Weingeschmack des Publikums mittlerweile verbessert? Und vermutlich ist Zürich ein besseres Pflaster für hochwertige Weine als Bamberg.

Samstag, Juli 29, 2006

Gesetzlicher Mindestlohn im Jahre 2009: 5,70 Euro.

Das amerikanische Repräsentatenhaus hat beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn in den nächsten drei Jahren von umgerechnet 4,05 Euro auf 5,70 Euro zu erhöhen: "Repräsentantenhaus erhöht Mindestlohn und senkt Erbschaftssteuer", in: "Der Standard" vom 29. Juli 2006. Ob der Senat mit seiner Mehrheit der Demokraten dem zustimmt, ist noch ungewiß.

In Deutschland träumen SED/SED-PDS/PDS/Die Linkpartei/NGG/Ver.di von 7,50 Euro.

Seminar "Der mobile Fruehstuecksservice".

Borco Höhns, ein Hersteller von Verkaufsfahrzeugen, Verkaufsmobilen, Verkaufsständen und Pavillons, bietet am 24. September 2006 n Frankfurt am Main ein Spezialseminar für alle Branchen "Der mobile Frühstücksservice". Das Seminar ist gedacht für Bäcker, Metzger, Caterer, Gastronomen, Partyservice-Betreiber und Neueinsteiger aus anderen Branchen. Einladung (PDF), Anmeldung (PDF).

Monster.

Laut einer Meldung von F1total.com ("Mateschitz-Kronprinz hat bei Red Bull gekündigt") machen vier ehemalige Mitarbeiter von Red Bull in den USA dem österreichischen Energiedrink mit ihrer Marke "Monster" Konkurrenz. Er sei von Red Bull geschmacklich kaum zu unterscheiden, werde aber in Fässern verkauft (Red Bull gibt es nicht in größeren, kostengünstigeren Gebinden) und sei in der amerikanischen Gastronomie aus Kostengründen sehr beliebt.

Siehe dazu auch: "Monster vs. Red Bull", in: Newsweek vom 11. März 2006.

Die Idee selbst ist nicht neu. Auch in Europa haben einige versucht, Red Bull mit ähnlich schmeckenden Produkten in großen, preiswerten Gebinden aus der Gastronomie zu verdrängen, etwa das Postmix-Getränkekonzentrat "Big Pump" im 20 Liter-Kanister.

Trendlebensmittel.

Im Online-Lexikon Wikipedia findet sich ein Überblicksartikel über "Trendlebensmittel".

Weiches Ei nur gegen Unterschrift.

Wer im Hotel "Vier Jahreszeiten" auf Borkum ein weich gekochtes Frühstücks-Ei serviert bekommen möchte, muss vorher unterschreiben, daß er das Hotel im Falle einer Erkrankung auf Grund des Verzehrs eines weich gekochten Eis von jeglicher Verantwortung frei spricht: "Ein weiches Ei gibtqs nur gegen Unterschrift", in: Ostfriesen-Zeitung vom 29. Juli 2006.

Eine Fotoserie entsteht.

Der Verband der Köche Deutschlands startet in Kooperation mit dem REWE-Großverbraucher-Service in der VKD-Fachzeitschrift KÜCHE eine neue, didaktische Serie zum Thema "Kalte Schauplatten für einen Wettbewerb - Worauf kommt es an?". Die aufwändige Foto- und Textproduktion für insgesamt neun Folgen wurde jetzt in Frankfurt abgeschlossen.

Einmal beim Finale dabei sein, einmal auf dem "Treppchen" stehen und zeigen, was man im Training gelernt hat: Die erfolgreiche Teilnahme am renommierten Nachwuchswettbewerb um den REWE-Deutschland-Pokal ist für viele angehende Köchinnen und Köche eines der Highlights ihrer noch jungen Karriere. Und weil Auszubildende, die sich für den REWE Deutschland-Pokal und das komplexe Thema kalte Kochkunst interessieren, viele Fragen haben, wurde die neue Serie von VKD und REWE entwickelt. Antworten auf ihre Fragen sowie einiges mehr rund um kalte Schauplatten können Auszubildende, Ausbilder und interessierte Kolleginnen und Kollegen ab Oktober in der KÜCHE-Serie "Step by Step" nachlesen. Außerdem: Tipps rund ums Erstellen von Terrinen, Galantinen, Rouladen & Co., Chemisieren und Anrichten sowie Hilfestellung bei der Planung und Vorbereitung auf die Teilnahme am Wettbewerb.

Die Aufnahmen für die Serie entstanden im Studio von Claudia Rothenberger in Frankfurt - an den wohl heißesten Tagen des Jahres. Die Ergebnisse können Sie ab Oktober in der VKD-Zeitschrift KÜCHE nachlesen.

(Quelle: Pressemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).

Freitag, Juli 28, 2006

Schokonudeln aus Riesa.

Schokonudeln werden aus Hartweizengrieß, frischen Eiern, Kakaopulver und Puderzucker hergestellt. Das schokoladige Nudeldessert kann man z.B. mit heißen Kirschen oder Karamellsauce und Vanilleeis genießen. Schokonudeln sind eine Kreation von Teigwaren Riesa.

Die Wochenzeitung "Die Zeit" blamiert sich.

Meinem Artikel "Was ist bei der Namenswahl gastronomischer Objekte zu beachten?" kann ich ein weiteres Beispiel hinzufügen. Rechtsanwalt Udo Vetter verweist in seinem law blog auf einen Bericht in der Berliner Morgenpost ("Großverlag verliert Klage gegen Bistro"), wonach die Wochenzeitung "Die Zeit" den Berliner Bistrobesitzer Serdar Yildirim verklagt habe. Er hatte sein Lokal "Brotzeit" genannt. Vor dem Landgericht Berlin ist der Bucerius-Verlag damit aber gescheitert. Die Richter konnten keine Verwechslungsgefahr erkennen.

Daß ausgewachsene Juristen (ich vermute zumindest mal, daß beim Bucerius-Verlag solche beschäftigt sind) auf die absurde Idee kommen, den Begriff "Zeit" besetzen zu wollen wie weiland andere einen Buchstaben und eine Farbe, bleibt mir ein Rätsel. Wenn schon, solle man gegen andere Zeitungen vorgehen wie "Abendzeitung", "Ärzte-Zeitung", Aichacher Zeitung und viele mehr. Zumindest wenn man sich noch einmal lächerlich machen will.

Daß der Bucerius-Verlag sich ausgerechnet Hamburg und nicht Berlin als Gerichtsort ausgesucht hat, verwundert mich nicht. Zum einen würgt man damit dem kleinen Berliner Gastronomen den Aufwand rein, sich in Hamburg vor Gericht vertreten zu lassen. Zum anderen muß man bei Entscheidungen besonders dieses Gerichts mit allem rechnen. Es hat in diesem Fall mit einem vernünftigen Urteil überrascht.

Zur Vorgeschichte siehe: "Großverlag geht gegen Bistro-Namen vor" von Rainer L. Hein, in: Welt vom 19. Juli 2006.

Artikelsammlung ueber Lebensmittel in der Gastronomie.

Die Branchenmagazin "Gastgewerbe", das offizelle Fachorgan des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, hat ein 52seitiges Special mit allen Beiträgen des Jahres 2005 über Lebensmittel zum Download online gestellt: "Foodthemen 2005" (PDF, ca. 10,4 MB!).

Trinkrituale.

In meinem Artikel über "Kunden- bzw. Gästezufriedenheit in der Gastronomie" schreibe ich
"Man sollte den Kunden Rituale bieten, also Verhaltensweisen und Abläufe, deren Kenntnis ihn zum Insider machen. So hat vor ein paar Jahren die Brauereigaststäte "Schlenkerla" in Bamberg einen Volkszorn entfacht, als der "Schnitt" abgeschafft worden ist. Der "Schnitt" ist ein gut halb voll gefülltes Seidla (0,5 l) Glas Bier (halb voll mit Bier und Schaum bis zum Anschlag), den man zum halben Preis eines ganzen Seidla bekommt. Die Regeln sind: 1. Um einen Schnitt bestellen zu dürfen, muß man vorher mindestens ein ganzes Seidla bestellt haben. 2. Es gibt nur einen Schnitt. Als es den "Schnitt" im "Schlenkerla" noch gegeben hat, habe ich einmal leicht fahrlässig nach dem ersten Schnitt gewagt einen zweiten Schnitt zu bestellen und bin fürchterlich "zur Sau" gemacht wroden. Zurecht, wenn man gegen die Regeln verstößt! Ein anderes Ritual in fränkischen Bierkellern und bayerischen Biergärten ist es, daß man seine Brotzeit mitbringen darf, auch wenn es in vielen Bierkellern mittlerweile auch ein reichhaltiges Angebot an kalten und warmen Speisen gibt. Die Kenntnis solcher Regeln, die man z.B. "Preußen" gegenüber erläutern kann, macht den Einheimischen zum "Insider" und gibt ihm das Gefühl, heimisch zu sein."
Der Blick auf ungewöhnliche Rituale wird Einheimischen durch ihre Vertrautheit nicht selten versperrt. Sie werden eher von Auswärtigen wahr genommen. So beschreibt der Londoner John Conen in seinem Buch "Bamberg and Franconia: Germany's Brewing Heartland" viele Rituale (Regeln, Verhaltensweisen) beim Biertrinken und Gaststättenbesuch in Bamberg und Umgebung, die man, wenn man dort lebt, in Fleisch und Blut übergegangen sind. Er hat sie bei seinen zahlreichen Besuchen in Bamberg gesammelt. Nebenbei: sein englischsprachiges Buch ist das beste Buch zum Thema; es gibt auch kein deutschsprachiges, das ihm Paroli bieten kann.

In der neuesten Ausgabe der "Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung" wird auf einen besonderen Service hingewiesen, den das Münchener Hofbräuhaus seinen Stammgästen bietet. Man kann dort für 284 Euro per anno eine Art Schließfach mieten, in den man seinen persönlichen Bierkrug einschließen kann: "Privilegierte Gäste schließen Krug ein". Wenn die Deckel der Maßkrüge offen stehen, weiß die Bedienung, das Nachschub erwünscht ist. In Bamberg, wo man die meist offenen Bierkrüge mit einem Bierdeckel vor herabfallenden Tieren schützt, legt man seinen Krug auf die Seite, um zu signalisieren, daß er leer ist und die Bedienung einen weiteren gefüllten Bierkrug (bei Halbliterkrügen "Seidla" genannt) bringen möge.

Das Münchener Hofbräuahaus ist auch die einzige Gaststätte (zumindest soweit mein Blick reicht), die auf ihrer Homepage ihren Stammgästen eine direkten Link zu einer Übersicht aller Stammtische (Gruppen), die sich dort treffen, widmet. Es sind rund 90 Stammtische, die teilweise auch im Bild und mit weiterführenden Informationen vorgestellt werden, wie z.B. der Verein gegen betrügerisches Einschenken e.V., eine Institution, die es in Franken bezeichnenderweise nicht gibt, sondern nur in der Stadt, wo das Oktoberfest stattfindet.

Solche Ideen lassen sich nicht nur für Bier von anderen Gaststätten kopieren. Sie lassen sich auch auf andere Getränke übertragen. Variationen in der Spitzengastronomie sind Zigarren, die im Humidor einer Bar, auf ihre Eigentümer warten (natürlich vorausbezahlt), oder edle Obstbrände, vorausbezahlte Flaschen, die mit Namensschildern versehen, in Glasvitrinen ausgestellt werden, wie etwa in der Newman's Bar des Hotels Ritz-Carlton in Wolfsburg.

Gasthausbrauerei - Wachstumsbranche? Einige Anregungen für Vielfalt und mehr Wachstum.

Für Lars Seyfrid von der Kampagne für gutes Bier e.V. in Hamburg ist die Gastronomie - noch mehr als der Getränkefachhandel - der Dreh- und Angelpunkt für ein qualitätsbewußtes und vielfaltsorientiertes Ansehen des Bieres. Als Beitrag zu einer in diesem Sinne positiven Entwicklung des Bierangebots hat er sich dankenswerterweise bereit erklärt, eine Reihe von Artikeln zum Thema Bier & Brauereien auf Abseits.de zu veröffentlichen.

Heute ist ein Artikel hinzugekommen, in dem er für die Nische der Gasthausbrauereien Anregungen gibt für mehr Wachstum und Vielfalt: "Gasthausbrauerei - Wachstumsbranche? Einige Anregungen für Vielfalt und mehr Wachstum".

Wenn Sie diesen Artikel kommentieren möchten oder Vorschläge für weitere Themen haben, nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion oder schreiben Sie eine E-Mail an: lars" at "kgbier.de.

Bereits veröffentlicht wurden folgende Beiträge von Lars Seyfrid:.

Donnerstag, Juli 27, 2006

Backe, backe Kuchen.

Die japanische Kulturwissenschaftlerin Satsuki Sakuragi schreibt am Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Tübingen an einer Dissertation über die soziokulturelle Bedeutung des Kuchens in Deutschland. Mehr darüber: "Japanische Studie über deutsche Kuchenkultur" von Marion Schmidt, eine Sendung in der "Servicezeit: Essen & Trinken" des WDR vom 21. Juli 2006.
"Bei ihrer Untersuchung der zwischenmenschlichen Aspekte des deutschen 'Kuchenrituals' hat Satsuki Sakuragi auch festgestellt, dass selbst gebackener Kuchen bei uns sehr oft als Ausdruck von Mutterliebe verstanden wird."
Warum nutzen Sie in Ihrer Gaststätte nicht die Chancen, die sich daraus bieten?
  • Backen Sie den Kuchen, den Sie Ihren Gästen anbieten, selbst und zwar einen Kuchen, der so schmeckt und aussieht als habe ihn eine Hausfrau gemacht.
  • Engagieren Sie eine/n Subunternehmer/-in oder eine/n Mitarbeiter/-in, die Kuchen nach Hausfrauenarbeit backen kann. So hat das Bamberger Café Cador eine Frau eingestellt, die vor allem fuer "hausgemachte" Kuchen verantwortlich ist.
    "Alle Kuchen und Torten werden bei uns selbst gebacken. Eigens hierfür angestellt ist Brunhilde Albert, oder einfach nur Bruni, unsere Expertin in Sachen hausgemacht. Mit viel Liebe und Einsatz sind sie und ihr Mann Oswald ein fester Bestandteil des Teams."
  • Sie können hausgebackenen Kuchen auch auf Ihrer Website zum Versand anbieten.
  • Bieten Sie auch Kuchen take & bake an, also Rührteig, den man zu Hause selbst backen kann. Das dafür ein Markt vorhanden ist, wird durch die Tatsache belegt, daß es mittlerweile auch schon industrielle Anbieter für flüssigen Fertigteig in Aluformen gibt wie die Audrey Cake GmbH in Salzkotten bzw. Kuchenmeister ("Ready to Bake" in den Geschmacksrichtungen Schoko, Zitrone, Stracciatella und Marmor).

Blind, blinder, MdB.

Nach der parlamentarischen Sommerpause soll der Gesetzentwurf für eine Gesundheitsreform in den Bundestag eingebracht werden. Nachdem sich das Bundeskabinett am Mittwoch, dem 12. Juli 2006, auf die Eckpunkte einer Reform verständigt hat, hat im Gesundheitsministerium die Arbeit am Entwurf des Gesetzes begonnen.

Am 3. Juli 2006 habe ich über die geplante Gesundheitsreform geschrieben ("Der Berg hat eine Maus geboren"):
"In Bezug auf den beschlossenen Gesundheitsfonds hat sich noch niemand seiner Befürworter zur Frage geäußert, mit wieviel Tausenden von neuen Sesselfurzern die für die Verwaltung dieses Fonds zu errichtende Organisation ausgestattet werden und wer die Kosten dafür tragen soll."
So langsam scheint es einigen der Bundestagsabgeordneten zu dämmern, daß die Befürworter eines Gesundheitsfonds keine Vorstellung darüber besitzen, wie er praktisch funktionieren soll, also wer die Kosten trägt, welche Menschen dort die Arbeit erledigen sollen oder welches die Standorte sein sollen:
"Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Elke Ferner, betonte im Deutschlandradio Kultur mit Blick auf einen befürchteten Stellenabbau, der Beitragseinzug müsse auch weiterhin dezentral erfolgen. Denkbar sei beispielsweise, dass die Kassen weiterhin die Beiträge einzögen, allerdings für den Fonds. Die Umverteilung über den Risikostrukturausgleich könne dann im Fonds erfolgen. Eine andere Möglichkeit sei die Einziehung der Beiträge nach dem Modell der Rentenversicherung, meinte Ferner. 'Dort sind die Versicherten den einzelnen Rentenversicherungsträgern zugeordnet. So könnte man das auch mit den Arbeitgebern machen', schlug die SPD-Politikerin vor."
(Zitat aus: "Schmidt: Kassen müssen sparen", in: Handelsblatt vom 27. Juli 2006.

Da macht sich die Kaufmannsgehilfin und Quotenfrau Elke Ferner ja reichlich spät Gedanken. Warum hat sie nicht vor der Sommerpause ihre Gesundheitsministerin gefragt, wie der Gesundheitsfonds praktisch funktionieren soll?

Werbung auf Pizzakartons.

So etwas kommt dabei heraus, wenn sich eine renommierte Werbeagentur wie Saatchi & Saatchi für den Brauereionzern Carlsberg in der Schweiz um eigentlich banale Pizzakartons kümmert: "La Ola aus der Pizza-Schachtel", in: Marketing-Blog.biz.

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag "face".

Yahoo Searchmarketing: Hoechstgebote fuer Suchbegriffe.

Yahoo Searchmarketing erlaubt es, sich anzeigen zu lassen, wie oft ein Suchbegriff im vergangenen Monat über das Partnernetzwerk von Yahoo gesucht wurde. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die aktuellen Höchstgebote für den jeweiligen Suchbegriff einzusehen und wer was geboten hat. So betrug das Höchstgebot für den Suchbegriff "Gastronomie" 0,31 Euro. Für Platz 7 in der Liste angezeigter "Sponsoren" muß man immerhin noch 0,15 Euro zahlen. Für "Versicherung" drängeln sich 30 Bieter. Für Platz 1 sind 91 Cent fällig, für Platz 30 immerhin noch 15 Cent. Das Höchstgebot für "Absinth" liegt bei 0,59 Euro,

Weitere Tools, mit denen man Suchbegriffe finden kann, habe ich in meinem früheren Beitrag "Wie man geeignete Schlüsselwörter finden kann" vorgestellt. Siehe auch: "Was AdWords kosten" und "Kostenpflichtige Suchmaschinen: Lohnt sich das?".

IAT untersuchte moegliche Auswirkungen eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland.

Bei Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von 7,50 Euro hätten 4,6 Millionen Beschäftigte in Deutschland Anspruch auf eine Lohnerhöhung. Auf die Unternehmen kämen 10 bis 12 Milliarden Euro Zusatzkosten zu, von denen allerdings auch der Staat über Steuereinnahmen sowie 3,7 bis 4,2 Milliarden Euro Mehreinnahmen für die Sozialversicherungen profitieren würde. Zu diesen Ergebnissen kommen die Arbeitsmarktforscher Dr. Claudia Weinkopf und Thorsten Kalina vom Forschungsschwerpunkt "Flexibilität und Sicherheit" des Instituts Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen) in einer Modellrechnung auf Basis des Sozioökonomischen Panels für 2004.

Durch den Mindestlohn würden vor allem die Einkommen von Beschäftigten in den unteren Lohngruppen steigen, die meist in bescheidenen Einkommensverhältnissen leben und die Einkommenssteigerung unmittelbar in den Konsum umsetzen.
"Den eventuell steigenden Preisen stünde also eine mindestens gleichhohe Steigerung der Kaufkraft entgegen"
erläutert Forschungsdirektorin Dr. Claudia Weinkopf.
"Durch den Mindestlohn könnte es sich dann z.B. ein Wachmann leisten, zum Frisör zu gehen, auch wenn der Preis für den Haarschnitt leicht steigen würde."
Und auch der Staat verdient mit - an der Mehrwertsteuer.

Nach den Berechnungen arbeiten 14,6 Prozent aller Beschäftigten in Deutschland zu Stundenlöhnen unter 7,50 Euro. Von einem Mindestlohn in dieser Höhe würden überdurchschnittlich gering Qualifizierte (28,8 Prozent) profitieren, ebenso Frauen (18,3 Prozent). Ihr Anteil an allen Mindestlohnbeziehenden läge bei fast zwei Dritteln. Unter ausländischen Beschäftigten würden 17,5 Prozent den Mindestlohn bekommen, die meisten - knapp 94 Prozent - wären aber Deutsche. Die Einführung eines Mindestlohns würde sich vor allem im Dienstleistungssektor auswirken, wo fast 80 Prozent der Mindestlohn-Berechtigten arbeiten. Branchen, die besonders betroffen sind, wären Private Haushalte mit Hauspersonal (61,1%), Erbringung von sonstigen Dienstleistungen (55,2%), Gastgewerbe (51,3%), Landwirtschaft und gewerbliche Jagd (30,3%), Kraftfahrzeughandel, Reparatur und Instandhaltung von KFZ, Tankstellen (28,2%), Kultur, Sport und Unterhaltung (26,2%), Einzelhandel (25,5%) sowie Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen (23,5%).

Vor allem kleine Unternehmen wären vom Mindestlohn betroffen: In Kleinstbetrieben (unter 5 Beschäftigte) hätte jeder Dritte Anspruch auf eine Lohnerhöhung. Mit zunehmender Betriebsgröße geht dieser Anteil deutlich zurück, so dass in Großbetrieben (200 bis 2.000 Beschäftigte) nur noch jeder Zehnte bzw. in Betrieben mit mehr als 2.000 Beschäftigten jeder 13. Beschäftigte den Mindestlohn bekommen würde.

Bereits heute muss der Staat in erheblichem Umfang Niedrigstlöhne subventionieren, stellen die Arbeitsmarktforscher fest. Im September 2005 bezogen gut 900.000 Erwerbstätige ergänzende Leistungen der Grundsicherung (Hartz IV), weil ihr eigenes Einkommen nicht ausreichte, um ihren Bedarf zu decken - davon rund 280.000 Vollzeitbeschäftigte. Dr. Claudia Weinkopf:
"Das zeigt, wie wichtig die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes in Deutschland ist. Denn ohne eine gesetzlich fixierte Untergrenze besteht die Gefahr, dass Unternehmen die 'Ausfallbürgschaft' des Staates zunehmend nutzen, um Löhne weiter abzusenken."
(Quelle: Pressemitteilung des Instituts Arbeit und Technik (IAT/Gelsenkirchen)).

Drei Anmerkungen kann ich mir nicht verkneifen:
  • Die Behauptung, den eventuell steigenden Preisen stünde also eine mindestens gleichhohe Steigerung der Kaufkraft entgegen, gilt nur für eine geschlossene Volkswirtschaft. Unter den realen Verhältnissen in Deutschland fließt ein erheblicher Teil der Kaufkraft ins Ausland ab.
  • Ein Anspruch auf Lohnerhöhung bedeutet nicht, daß die betroffenen Arbeitnehmer diesen Lohnanspruch auch durchsetzen und ihren Arbeitsplatz behalten. In Wirklichkeit wird man z.B. in der der Gastronomie von Full-Service auf Teilselbstbedienung umstellen, von Teilservice auf Selbstbedienung umstellen, den Convenience-Grad der Waren erhöhen, in der Küche Systeme anschaffen, die mehr oder weniger selbständig kochen, die Öffnungszeiten verringern, Hotelzimmer nicht mehr jeden Tag sauber machen, sondern nur noch vor der Anreise, auf Systeme einführen, mit denen Gäste selbst ein- bzw. auschecken können usw. Zudem werden Ferien in Deutschland weniger konkurrenzfähig und noch mehr Menschen im preiswerteren Ausland Urlaub machen.
  • Leider wurden die Auswirkungen nur hinsichtlich der Betroffenheit verschiedener Branchen untersucht und nicht auch nach der Betroffenheit verschiedener Regionen. So sind Regionen wie München und Stuttgart kaum betroffen, hingegen würde sich ein gesetzlicher Mindestlohn von 7,50 Euro in den neuen Bundesländern katastrophal auswirken.

Mittwoch, Juli 26, 2006

Ohne zu jammern.

"Ohne zu Jammern 6 Mark für'n Milchkaffee hinlegen, aber bei Büchern bis zum Umfallen sparen wollen..."
lamentiert Miriam in ihrem Blog Buchhändleralltag und Kundenwahnsinn, den ich Ihnen schon einmal ans Herz gelegt habe: "Kundenklobber".

Robert Basic bezeichnet ihn als "wunderbares Daily Soap-Blog".

Da ich sowohl Milchkaffee verkaufe (für nur 2,20 Euro) als auch Bücher aller Preislagen, ist es mir relativ egal, wofür Sie Ihr Geld bei mir rausschmeißen.

Existenzgruendung aus Arbeitslosigkeit: Der neue Gruendungszuschuss.

Ab dem 1. August 2006 ersetzt der neue Gründungszuschuss den Existenzgründungszuschuss ( Ich AG ) und das Überbrückungsgeld. Das neue Förderinstrument richtet sich an alle Existenzgründer, die Arbeitslosengeld beziehen und sich beruflich selbstständig machen wollen. Empfänger von Arbeitslosengeld II können die Förderung nicht in Anspruch nehmen.

Insgesamt beträgt die Förderdauer bis zu 15 Monate. Sie ist in zwei Phasen unterteilt:
  • In den ersten neun Monaten nach dem Unternehmensstart erhalten Gründer neben Leistungen in Höhe ihres individuellen monatlichen Arbeitslosengeldes monatlich eine Pauschale von 300 Euro, um sich so in der gesetzlichen Sozialversicherung absichern zu können.
  • Nach Ablauf der ersten neun Monate kann sich eine zweite Förderphase von weiteren sechs Monaten anschließen. In diesem Zeitraum wird nur noch die Pauschale von 300 Euro für die Sozialversicherung gezahlt. Allerdings müssen die Jungunternehmer vor Beginn der zweiten Förderphase ihre Geschäftstätigkeit und ihre hauptberuflichen unternehmerischen Aktivitäten nachweisen.
Es werden nur Gründungen gefördert, die im Haupterwerb erfolgen und einen Arbeitsumfang von mindestens 15 Stunden pro Woche aufweisen. Gründer müssen außerdem bei Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit noch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von mindestens 90 Tagen haben. Ausnahme: Wer vor dem 31. Juli seine Gründungsvorbereitungen unter den Bedingungen des Überbrückungsgeldes begonnen hat, sein Unternehmen aber erst nach dem 31. Juli gründet und ausschließlich wegen eines zu geringen Restanspruchs auf Arbeitslosengeld keinen Anspruch auf einen Gründungszuschuss hat, kann noch bis zum 31. Oktober 2006 mit dem bisherigen Überbrückungsgeld gefördert werden.

Existenzgründer, die den neuen Gründungszuschuss beantragen möchten, müssen durch die Selbstständigkeit ihre Arbeitslosigkeit beenden. Ein direkter Übergang von einer Angestelltentätigkeit in eine geförderte Selbstständigkeit ist also nicht möglich.

Ein noch bestehender Anspruch auf Arbeitslosengeld wird übrigens während der Förderung aufgebraucht. Ausnahme: Es ergibt sich ein neuer Anspruch durch den Abschluss der freiwilligen Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung.

Arbeitnehmer, die ohne wichtigen Grund ihr bestehendes Arbeitsverhältnis selbst kündigen, erhalten für die Dauer von drei Monaten keine Förderung.

Um den Antrag für den Gründungszuschuss zu stellen, müssen Gründer die Stellungnahme einer fachkundigen Stelle vorlegen. Diese Stellungnahme gibt Auskunft über die Tragfähigkeit des Existenzgründungsvorhabens. Fachkundige Stellen können zum Beispiel Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Kreditinstitute oder Gründungszentren sein. Außerdem müssen Antragsteller die für sie zuständige Agentur für Arbeit von ihrer persönlichen und fachlichen Eignung überzeugen. Sollten Zweifel an der Eignung bestehen, kann von dem Antragsteller verlangt werden, an einer Maßnahme zur Eignungsfeststellung oder an einem Existenzgründungskurs teilzunehmen.

Wer Arbeitslosengeld II bezieht und sich selbstständig machen möchte, kann bei der für ihn zuständigen Arbeitsgemeinschaft oder Optionskommune ein Einstiegsgeld beantragen.

Bereits laufende Förderungen mit einem Existenzgründungszuschuss bzw. mit dem Überbrückungsgeld werden von der Neuregelung nicht tangiert.

Zwischen Januar 2003 und Juni 2006 wurde bundesweit in mehr als 395.000 Fällen ein Existenzgründungszuschuss gewährt, Überbrückungsgeld wurde in diesem Zeitraum in mehr als 570.000 Fällen bewilligt.

(Quelle: Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit).

Preismonitor.

Das Stastische Bundesamt hat einen neuen Preismonitor veröffentlicht. Anhand von Grafiken kann man sich über die Preisentwicklung ausgewählter Waren und Dienstleistungen auch des Gastgewerbes informieren.

Für das Gastgewerbe wurden folgende Produkte und Dienstleistungen ausgewählt:
  • Bier
  • Mineralwasser
  • Fleischgericht
  • Übernachtung mit Frühstück
Details werden in einem Begleittext (PDF) erläutert.(Quelle: Pressemitteilung des Statischen Bundesamts).

Gutes Benehmen Glueckssache?

Üœber die Freundlichkeit in der Gastronomie und Hotellerie wird oft und gerne öffentlich diskutiert. Aber wie schaut es umgekehrt aus: Wie benehmen sich die Gäste? Dieser Frage will die Fachzeitschrift Gastronomie-Report mit einer Umfrage unter Gastronomen und Hoteliers nachgehen. Hat sich das Benehmen in den letzten Jahren gewandelt? Benehmen sich Frauen besser als Männer? Gibt es gravierende Unterschiede in den Altersgruppen und welches Benehmen ärgert Gastronomen und Hoteliers am meisten?

Die erste Bilanz, 2 Tage nach Start der Umfrage ist bereits sehr aufschlussreich. Auf die Frage, welches Benehmen am meisten ärgert, sind Kommentare zu hören wie:
"€žVon uns wird immer Höflichkeit erwartet, für die Gäste scheint es ein Fremdwort zu sein."
Oder:
"€žAm meisten ärgert mich die herablassende Art mancher Gäste. Teilweise werden die Servicemitarbeiter wie Sklaven behandelt: Ich Gast zahle -€“ Du Bedienung machst, was ich will!"
Auch kein Musterbeispiel für gutes Benehmen ist die folgende Geschichte: žJemand rennt von der Straße rein aufs Klo, ohne etwas zu sagen, und nimmt dann auch noch die Reserve-Rolle mit!

Hoteliers und Gastronomen aus ganz Deutschland können noch bis Anfang September an der Online-Umfrage teilnehmen (www.gastro-panel.de). Schau'€™ mer mal, ob es die Jungen oder die Alten sind, die sich mehr "€ždaneben"€œ benehmen und ob es ein Nord-/Südgefälle gibt. (Quelle: Pressemitteilung des Gastronomie-Reports, München).

Fragen rund um das gesetzliche Rauchverbot in Gaststaetten.

In einem Kommentar zu einem früheren Eintrag wurden in Bezug auf das von einigen Abgeordneten des Deutschen Bundestags geplante, gesetzliche Rauchverbot in Gaststätten einige Fragen gestellt, die ich gerne beantworte. Die Antworten stehen natürlich unter dem Vorbehalt, daß der Wortlaut der gesetzlichen Änderung, wenn sie denn eine Mehrheit fände, noch nicht im Einzelnen bekannt ist:

Frage: Die Leute werden doch die Zeche prellen, wenn sie sich mal kurz fürs Rauchen nach draußen verabschieden.

Antwort: Dies ist in der Tat ein praktisches Problem, um das sich Sesselfurzer nicht kümmern. Man wird nicht umhin kommen, in solchen Betrieben, in denen Zechprellerei dann eine Rolle spielt, sofort abzukassieren. Erfahrungsgemäß zögern aber Gäste, die man bereits abkassiert hat, weitere Bestellungen aufzugeben. Wo es räumlich möglich ist, sollte man deshalb Raucherplätze weniger auf der Straße als etwa in Innenhöfen, im Garten usw. einrichen. Geschickt gemacht, kann man praktisch seine Raumkapazitäten ausweiten.

Frage: Das geht alles nicht, der Lärmschutz vor der Kneipe geht vor.

Antwort: Der Gesetzgeber wird nicht umhin kommen, die Technische Anleitung Lärm zu ändern, und die Tageszeit, ab der weniger Lärm zulässig ist (zur Zeit: 22 Uhr) nach hinten zu verschieben, am besten bis auf 1.00 Uhr nachts. Bis dahin kann man, mit gewissen Chancen, daß dies toleriert wird, schon mal Fakten schaffen.

Frage: Was ist mit den meterhohen Kippen vor den Lokalen?

Die Kosten der Entsorgung obliegen den Kommunen. Dennoch wird es aus ästhetischen Gründen angebracht sein, die Straßenfläche zusätzlich täglich zu kehren. Wenn zufällig neben dran ein Bundestagsabgeordneter wohnt, kehren Sie ihm den Dreck vor die Türe.

Frage: Ich bin ein Tabakladen, und verkaufe auch Kaffee, darf ich das Rauchen erlauben?

Antwort: Das gesetzliche Rauchverbot wird im Rahmen des Arbeitsschutzes eingeführt. Ein Tabakladen wäre dann betroffen, wenn dort Arbeitnehmer beschäftigt werden. Betriebe - nicht nur Tabakläden, sondern auch Gaststätten und alle anderen Betriebe - in denen nur der Unternehmer selbst tätig sind oder nur Familienangehörige mithelfen, sind davon nicht betroffen. Nicht betroffen sind auch Vereine oder Genossenschaften, in denen Mitglieder im Rahmen ihrer satzungsgemäßen Pflichten Arbeitsleistungen erbringen.

Frage: Ich betreibe eine Bar, krieg' ich eine Ausnahmegenehmigung?

Antwort: Meines Wissens sind Ausnahmegenehmigungen nicht geplant. In New York hat aber die Stadtverwaltung das gesetzliche Rauchverbot zum Abzocken benutzt und gegen Zahlung mehrerer Tausend US-Dollar Ausnahmegenehmigungen erteilt, eine Idee, auf die auch deutsche Sesselfurzer kommen könnten.

Frage: Wir sind ein Versammlungsort, kriegen wir eine Ausnahme?

Antwort: Das geplante gesetzliche Rauchverbot macht sich nicht an Eigenheiten oder Nutzungsarten von Räumen fest, sondern setzt allein am Vorhandensein von Arbeitsplätzen an. Wenn in einer Versammlungsstätte z.B. nur Vereinsmitglieder unentgeltlich helfen oder nur der Unternehmer selbst tätig ist, entfällt dort auch das Rauchverbot. Das geplante Rauchverbot dient ja dem Schutz von Arbeitnehmern und nicht dem Schutz von Gästen oder Teilnehmern einer Versammlung.

Frage: Wir schließen um 8 unsere Küche, kriegen wir danach eine Ausnahme?

Antwort: In den Küchen selbst gilt bereits heute aus lebensmittelrechtlichen Gründen ein Rauchverbot. Wenn im Gastraum keine Arbeitnehmer beschäftigt werden, gilt das Rauchverbot nicht, unabhängig von der Tageszeit.

Frage: Wir haben 5 Räume, können wir davon 4 zu Fumoirs machen?

Antwort: Wenn in diesen Fumoirs keine Arbeitnehmer beschäftigt werden (also auch keine Bedienungen dort Speisen oder Getränke hineintragen), darf man so viele Fumoirs einrichten, wie man will.

Frage: Aber das rauchen in meinem Lokal zu verbieten ist doch gegen das Grundgesetz, ich will klagen!

Antwort: Verplempern Sie Ihre Zeit nicht mit sowas. Dafür gibt es Verbände.

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Neue Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness in Nuernberg.

Sie ist jung, natürlich schön, sprüht vor Ideen. Schon auf der BioFach stets umschwärmt, wird ihre Kompetenz von Fachleuten hoch geschätzt. Manch einer beneidet sie um ihre glänzenden Zukunftsaussichten. Ihr Name: Vivaness. Erstmals geht die Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness vom 15. bis 18. Februar 2007 parallel zur BioFach an den Start. Mit dabei sind weit über 200 Anbieter hochwertiger Naturkosmetik- und Körperpflegeprodukte sowie von Drogerieartikeln. Erweitert wird das Angebot ab 2007 um die Segmente Naturapotheke, Heilmittel, Wellness und Accessoires. Damit ist Vivaness die international bedeutendste Fachmesse für Naturkosmetik.

Wie der Naturkosmetik-Markt selbst, entwickelt sich die Nürnberger Leistungsschau der Weltmarktführer hervorragend: Seit dem Jahr 2000 verdoppelten sich sowohl Ausstellerzahl als auch vermietete Fläche. Mehr als jeder dritte Besucher der BioFach 2006 (36 %) interessierte sich auch für Naturkosmetik. Ab 2007 bietet die moderne Messehalle 7A den passenden Rahmen für reizvolle Produktpräsentationen und außergewöhnliche Sonderschauen der Vivaness. Die Positionierung mitten im Messerundlauf der BioFach mit direkter Anbindung an Kongresszentrum und Eingangsbereich Ost garantiert kurze Wege für Fachhändler, Kosmetikerinnen, Friseure, Apotheker oder Fachleute aus Wellness-Instituten. Wichtig ist: Vivaness und BioFach finden auch künftig immer parallel statt. Ein Ticket gewährt Facheinkäufern Zutritt zu beiden Messen. BioFach und Vivaness 2007 erwarten insgesamt gut 2.100 Aussteller und über 37.500 Besucher aus aller Welt.

Naturkosmetik wächst grenzenlos

Naturkosmetik ist ein dynamischer Nischenmarkt. Experten schätzen das Marktvolumen 2006 in Deutschland auf 450 bis 600 Mio. EUR. Damit hat sich der Markt seit 2003 verdoppelt (Branchenreport Naturkosmetik 2004, D). In Deutschland sind die Zuwächse moderater geworden und liegen zwischen 5 und 10 %. Der Exportanteil am Umsatz steigt. USA, Japan, Korea und Taiwan sind exponierte Märkte, in denen deutsche Weltmarktführer Wachstumsraten zwischen 50 und 100 % verzeichnen. In den USA wird bis 2010 ein Wachstum von 50 % erwartet (BioFach-Kongress 2006, Organic Trade Association, OTA, USA). Auch in Europa, allen voran die großen Märkte Frankreichs und Großbritanniens, steigt das Interesse an Naturkosmetik.

Die Vertriebswege geraten in Bewegung

In Deutschland kann man eine behutsame Öffnung der Vertriebswege erkennen. So eröffnete einer der führenden Naturkosmetik-Hersteller eigene Verkaufscounter in ausgewählten Kaufhäusern. Naturkosmetik erobert Parfümerien und hochwertige Fachgeschäfte, braucht sie doch ein entsprechendes "kosmetisches" Shopping-Umfeld, um neue Zielgruppen zu erschließen. Die Anforderung an Präsentation und Service steigen. Schwerer werden sich künftig traditionelle Naturkostgeschäfte tun. Sicher bleiben sie nach wie vor eine starke Kraft im Vertrieb von Naturkosmetik. Doch werden vor allem die Fachgeschäfte und Bio-Supermärkte erfolgreich sein, die es verstehen, mit einer kompetenten Kosmetikabteilung neue Zielgruppen an die Naturkosmetik heranzuführen.

Kosmetik-Einkaufsstätte der Wahl ist für die Mehrzahl der deutschen Konsumenten der Drogeriemarkt (Kommunikationsanalyse 2004, Gruner & Jahr, D). 51 % kaufen hier ihre Gesichtspflege; 9 % in der Parfümerie oder in der Apotheke, 2 % im Naturkostgeschäft oder Reformhaus. Drogeriemärkte greifen den Naturkosmetik-Trend auf. Die meisten Betreiber bieten ein großes Sortiment, das ? ergänzt mit Teillistungen von Qualitätsmarken ? vor allem von den eigenen Handelsmarken dominiert wird. Der Lebensmittelhandel, der ebenfalls einen erheblichen Marktanteil an Produkten für die tägliche Körperpflege hält, prüft derzeit das Segment Naturkosmetik. Zwar wird die Käuferreichweite durch die Einführung von Naturkosmetik bei einem deutschen Lebensmitteldiscounter faktisch erweitert, ob jedoch hochwertige Kosmetik hier so erfolgreich wie Bio-Lebensmittel vermarktet werden kann, bleibt abzuwarten.

International ist Naturkosmetik häufiger als in Deutschland im konventionellen Handel zu finden. Allein in den USA erreicht der konventionelle Handel 20 % Marktanteil (OTA). Dabei entstehen interessante Vermarktungskonzepte. Naturkosmetik-Shops und SPA-Konzepte sind sowohl an der 5th Avenue in New York, in Budapest, Rom, Mailand, Shanghai oder auf Barbados zu finden. Mehr und mehr Wellnesshotels und Day-SPAs bieten Behandlungen mit Naturkosmetik an und tragen so dem Bedürfnis nach ganzheitlichen Behandlungskonzepten Rechnung. Die hohe Qualität von Naturkosmetik entspricht dem Lebensstil einer weltweit wachsenden Zielgruppe, der auch Aspekte wie Gesundheit und Nachhaltigkeit wichtig sind.

Naturkosmetik ist nicht gleich Naturkosmetik

Kein Wunder, dass die gesamte Kosmetikindustrie auf diesen wachsenden Markt schaut. Auf 10 % Marktanteil wird der Umsatz naturnah positionierter Marken in Deutschland geschätzt.

Seit 1997 legt ein eigens entwickeltes Regelwerk fest, was bisher auf der BioFach und nun auf der Vivaness als Naturkosmetik zugelassen wird. Das Zulassungssystem hat inzwischen den Charakter eines Gütesiegels angenommen: Hersteller werben damit, dass ihre Produkte auf der Weltleitmesse für Bio-Produkte präsentiert werden dürfen. Daneben existieren seit 1999 Richtlinien der "Arbeitsgruppe Naturkosmetik" des Bundesverbandes Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen (BDIH), deren Ergebnisse ebenfalls in die Vivaness-Zulassungskriterien einfließen. Das im Jahr 2001 eingeführte BDIH-Prüfzeichen "Kontrollierte Naturkosmetik" gibt Konsumenten die Sicherheit eines hohen Qualitätsstandards, regelmäßiger Kontrolle und unbedenklicher Inhaltsstoffe. Das Zeichen nutzen derzeit rund 60 Firmen für mehr als 2.500 zertifizierte Produkte. Es setzt Standards, an denen sich viele Hersteller orientieren. Doch fehlt ein international akzeptiertes Siegel für Naturkosmetik, das dem Konsumenten Sicherheit gibt. Die Verbände haben dies erkannt und arbeiten an einer gemeinsamen Lösung.

Derzeit unterscheidet der Markt:
  1. Echte Naturkosmetik verzichtet auf synthetische Konservierung, synthetische Farb- und Duftstoffe sowie Paraffine. Tierversuche werden weder durchgeführt noch in Auftrag gegeben. Rohstoffe kommen soweit möglich aus kontrolliert-biologischem Anbau. Echte Naturkosmetik-Produkte (nicht Marken) können zusätzlich zertifiziert sein.
  2. Die Reformbranche hat seit Jahrzehnten ihre eigenen Qualitätskriterien definiert und autorisiert Marken. Sie lässt mehr Hilfsstoffe zu als BDIH-kontrollierte Naturkosmetik, verzichtet jedoch auf jeglichen Rohstoff vom toten Tier.
  3. Naturnah positionierte Marken greifen auf Grund mangelnder klarer gesetzlicher Richtlinien einzelne Naturaspekte heraus und nutzen diese geschickt in ihrer Kommunikation. Die eingesetzten Rohstoffe unterscheiden sich erheblich von echter Naturkosmetik. So sind synthetische Konservierungsmittel ebenso in den Produkten zu finden wie problematische Farb- und Duftstoffe.
Moderne Performance

Gesichtspflegeprodukte sind die wichtigste Warengruppe in der Naturkosmetik. Mit über 50 % Umsatzanteil spiegelt diese Warengruppe die Kompetenz und das Vertrauen in die Naturkosmetik wider (Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel, IKW, Biovista 2005, D). Haarpflege- und Stylingprodukte konnten auf Grund der hohen Qualitätsanforderungen lange nicht im gleichen Umfang wie im konventionellen Kosmetikmarkt hergestellt werden. Die Innovationskraft der Naturkosmetikbranche wird hier besonders deutlich. Hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung münden in die Herstellung attraktiver Produkte. Von modernen Shampoos und Stylingprodukten über Pflanzenhaarfarben bis zur dekorativen Kosmetik wird heute jede Warengruppe in Naturkosmetikqualität angeboten, die auch den hohen Convenienceansprüchen der Kunden gerecht wird. Steigende Nachfrage nach effektiven Anti-Ageing- und Wellnessprodukten für zu Hause oder nach Natur-Parfums unterstreicht das wachsende Vertrauen der Verbraucher. Wissenschaftliche Nachweise belegen die Wirksamkeit der Naturkosmetik. So hat beispielsweise eine der führenden Naturkosmetikmarken innerhalb von nur zwei Jahren die Marktführerschaft in Deutschland für Anti-Cellulite-Produkte übernommen.

Branchenkenner gehen auch für die nächsten Jahre von einem international wachsenden Naturkosmetikmarkt aus. Wer es versteht, seinem Produkt oder Geschäft ein unverwechselbares eigenes Profil zu geben, mit Kompetenz eine emotionale Welt aufzubauen, die von Glaubwürdigkeit, fairem Handel und Nachhaltigkeit getragen wird, kann auch künftig auf Erfolg vertrauen. Die beste Möglichkeit, sich umfassend über den internationalen Markt für Naturkosmetik und Wellness zu informieren bietet die Vivaness ? vom 15. bis 18. Februar 2007 im Messezentrum Nürnberg.

(Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

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Dienstag, Juli 25, 2006

Minizahnbuersten aus dem Automaten.

Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Hölle als man denkt, die man aus Automaten kaufen kann, von Pommes frites bis zu "Notfall-Slips".

Nicht ganz so außergewöhnlich ist das Angebot von Brush & Go, nämlich Minizahnbürsten aus dem Automaten. Er funktioniert voll mechanisch und ist daher unabhängig vom Stromnetz und wartungsfrei. Für einen Euro wirft der Automat eine Kapsel mit einer brush & go! aus. Die Zahncreme ist in die Bürste integriert. Wasser wird nicht benötigt.

Die Automaten findet man in Bars, Pubs, Gaststätten, Kinos... eigentlich überall, wo man zu essen oder zu trinken bekommen kann. Anbieter ist die SGL Hygieneservice e.K. in München. Gastronomen werden am Umsatz beteiligt.

Veltins dementiert Verkaufsabsicht.

Die Brauerei C. & A. Veltins hat heute auf ein Interview des Chefs der Radeberger-Gruppe (siehe unseren Beitrag "Brauereisterben: Spekulationen") reagiert und Verkaufsabsichten dementiert: "ots.CorporateNews: Brauerei C. & A. Veltins GmbH / Klares Dementi zu ...", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 25. Juli 2006.

Koelscher Kluengel.

Im Magazin Brandeins stellt Jens Bergmann das Kartell des Kölner Brauerei-Verbands vor: "Marken-Kolumne: Das Familienbier", in: Brandeins Nr. 5/2006.

Der Top-Kongress auf der hogatec.

Das AHGZ Hotelforum findet statt auf der hogatec 2006 in Düsseldorf am 26. September 2006, ca. 10:00 h - 15:15 h im Congress Center Ost.

Unter dem Motto "Etappen auf dem Weg zur Zukunftssicherung" berichten 11 Experten präsentieren - mit zahlreichen Best-Practice-Beispielen zu den Themen (eine Auswahl):
  • Wie Sie die Zukunft nicht verschlafen
  • Welche Investitionen wirklich wichtig sind
  • Wie Sie trotz Konzentration bestehen können
  • Warum Markenbildung immer wichtiger wird
  • Wie Sie die Betriebsnachfolge vorbereiten
  • Wie Sie mit neuen Konzepten und Produkten Ihr Geschäft ankurbeln
Es sprechen u.a.(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Fachverlags).

Montag, Juli 24, 2006

Teegiesserei, Bamberg.

Was macht ein Schauspieler, der in der Gastronomie eine neue Existenz gründet? Er sucht sich einen Bühnenbildner für das Ambiente und er ergänzt das kulinarische Angebot mit literarischen und anderen Klein-Kunst-Abenden. Dazu gibt es Zeitschriften, Bücher, Spiele, Sessel, Sofas. Fertig ist eine Oase in der Bamberger Altstadt: "Teegießerei".

Das Sortiment hat - wie der Name schon sagt - einen Schwerpunkt auf Tee. Aber auch Kaffeeliebhaber kommen auf ihre Kosten. Neben den üblichen schwarze und grünen Tees aus China, Darjeeling, Ceylon, Nepal, Assam, Indien und Japan, grünen Jasmin- und Rosentees, Rooibushtees, Kräuter- und Früchtetees gibt es
  • Osmanthusblüten-Tee
  • einen über Harzen und Kiefernnadeln geräucherten Tee
  • einen Braunen Tee oder
  • einen Weißen Tee
  • einen Thé à la Marrakesh
  • u.v.m
Insgesamt 50 verschiedene Teesorten, darunter viele aus kontrolliert biologischem Anbau, aber auch Eistee wie Roibush-Lem-on-Ice, Black-Minzter-Green oder Vanilla-Chai und Belluneser Eis-Espresso.

Passend zum Konzept ist die "Teegießerei" komplett rauchfrei.

5.200 Betriebe im Nichtraucherfuehrer des DEHOGA Bundesverbandes.

Am 15. Mai startete der neue Online-Nichtraucherführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband) mit rund 4.000 Betrieben. Zwei Monate später sind nun schon 5.200 Betriebe eingetragen. Gerade im Vergleich zu anderen Online-Restaurantführern ist dies eine beachtliche Zahl. Von den 5.200 Betrieben sind über 800 komplett rauchfrei und fast 1.600 verfügen über einen abgetrennten Nichtraucherraum.
"Vielen Dank an alle, die mitmachen! Denn je höher die Zahl der Betriebe, desto eher lässt sich ein gesetzliches Rauchverbot verhindern"
sagt Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbandes. Erfreulich sei, dass täglich weitere Gastronomen aus dem ganzen Bundesgebiet hinzukommen, die die Chance nutzen und ihren Betrieb unter www.nichtraucherfuehrer.de präsentieren.
"Und es lohnt sich, denn das Online-Portal verzeichnet jeden Tag 500 Besucher"
berichtet Ernst Fischer.

Der DEHOGA Bundesverband appelliert an alle Betriebe, beim Online-Nichtraucherführer mitzumachen, um auch künftig die größtmögliche Wahlfreiheit für Unternehmer und Gäste zu gewährleisten. Ernst Fischer:
"Wir setzen uns für mehr Markt und weniger Staat ein."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands).

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Brauereisterben: Spekulationen.

Ulrich Kallmeyer, der Chef der Radeberger Gruppe äußert sich in einem Interview des Focus vom 24. Juli 2006: "Radeberger will größter Bierbrauer werden".

Interessant ist aus der Sicht der Gastronomie, daß die Radeberger Gruppe im Herbst dieses Jahres neue Biermixgetränke auf den Markt bringen will. Unter welchem Markennamen wurde nicht gesagt. Zuletzt hatte Jever ein Jever Lime vorgestellt. Wobei ich mir die Anmerkung nicht verkneifen kann, daß im Frühjahr 2006 ein Radler als Innovation zu verkünden, also 84 Jahre nach seiner "Erfindung" durch Franz Xaver Kugler, Bände spricht über die Innovationsfreunde der Radeberger Gruppe.

Sensationell ist die Aussage gewesen, in Deutschland kämen für die Radeberger Gruppe auch Zukäufe von Brauereien mit über 1 Million Hektoliter per anno in Frage. Soviele gibt es ja nicht mehr, die nicht schon zu Inbev, Heineken oder der Radeberger Gruppe gehören, nämlich nur Warsteiner, Veltins und Erdinger. Wobei der Radeberger-Chef Warsteiner ausschloß, was man nachvollziehen kann.

Geschockt hat mich weniger die Frage des Interviewers, ob auch Interesse an der Münchener Augustiner-Bräu bestünde (die Radeberger Gruppe hat ja bislang nicht allzuviele Biere, die über meine Lippen kommen), als vielmehr die Antwort, die einen Kauf der Augustiner-Bräu nicht ausschließt. Wenn die letzte Münchener Privatbrauerei (mal abgesehen von Gasthausbrauereien und der staatlichen Höfbräu) auch noch ihre Unabhängigkeit verlöre, würde wohl nicht nur mir das Herz brechen.

Hoppe spielt sich auf.

Jörg-Dietrich Hoppe, der Präsident der Bundesärztekammer, hat laut einer Meldung des Tagesspiegels vom 24. Juli 2006 ("Viel Rauchum Nichts?") scharfe Kritik an dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband geübt. Es gebe keinen Nachweis, dass die Zielvereinbarung, wonach bis zum März 2006 30 Prozent der Gaststätten mindestens 30 Prozent Nichtraucherplätze anbieten müssen, erfüllt sei. Der Verband habe nur ganz wenige Betriebe befragt und deren Angaben seien nicht kontrolliert worden.
"Nur ein Drittel der bundesdeutschen Gastronomiebetriebe ist in dem Verband organisiert. An der Befragung zu den Nichtraucherplätzen beteiligten sich nur 6105 dieser 75 000 Mitglieder. Ausgewertet wurden nur 4792 der Antworten. 21,5 Prozent erklärten sich von der Zielvereinbarung nicht betroffen. Bleiben bundesweit exakt 1509 Betriebe, die die Zielvereinbarung umgesetzt haben. Und das Wörtchen 'angeblich' muss man hier auch noch hinzufügen, denn die Selbstauskünfte der Gastwirte wurden nicht einmal stichprobenartig überprüft. Kriterien für so genannte Nichtraucherplätze gab es gleich gar nicht."
Demgegenüber ist festzustellen, daß eine Zusage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes nur für deren Mitgliedsbetriebe gelten kann. Andere gastronomische Betriebe können, wenn sie denn wollen, natürlich auch Auskünfte erteilen. Zu Kontrollen, ob und wieviele Plätze in diesen rauchfrei angeboten werden, ist niemand berechtigt, weder der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband noch die Gewerbeaufsichtsämter oder die Bundesdrogenbeauftragte und schon gar nicht Ärztefunktionäre.

Hotelboykott.

Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck äußerte laut einem Artikel des Kölner Express ("Boykott gegen Hotel. Kölner Altstadt ist zu schwul für die Bundeswehr") ein merkwürdiges Verständnis des jüngst verabschiedeten "Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes". Ein Hotel zu boykottieren, weil es in Nachbarschaft zu Schwulenbars liege, verstoße gegen das Antidiskriminierungsgesetz.

Den Juristen zu Ehren muß ich aber zugeben, daß Volker Beck zwar von 1994 bis 2002 rechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündis 90/Die Grünen gewesen ist, er aber nicht Jura studiert, sondern nur ein Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik abgebrochen hat.

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Sonntag, Juli 23, 2006

Im Interview: Anselm Bilgri.

Für die Juli-Ausgabe des Magazins "Cicero" hat Wolfgang Glabus Anselm Bilgri interviewt: "Was ist das rechte Maß?" (leider noch nicht online). Die Vorankündigung (Pressemitteilung) gibt den Inhalt tendenziös wieder. Man könnte demnach fast meinen, Anselm Bilgri stünde der SED/PDS/Linkspartei nahe. Tatsächlich spricht er sich gegen eine gesetzliche Reglementierung von Managementgehältern aus und beklagt das "über Jahrezehnte gewachsene Verhältnis von Geben und Nehmen" "zwischen Gewerkschaftsfunktionären und Topmanagement in vielen Konzernen".

Das Magazin "Cicero" wird herausgegeben vom größten Schweizer Medienkonzern Ringier, der sich den Putin-Kumpel Gerhard Schröder als Berater gekauft hat.

Wir legen das Magazin "Cicero" in unserem Bamberger Café Abseits aus, seitdem der Lesezirkel Dörsch dieses an sich teure Magazin (7 Euro das Heft) günstig in einer Lesemappe verscherbelt.

Clemens Wilmenrod.

Deutschlands erster Fernsehkoch wurde morgen vor hundert Jahren geboren. Seine erste Sendung wurde am 20. Februar 1953 ausgestrahlt. Franz Josef Görtz hat in den Archiven gewühlt und Zeitzeugen interviewt, die mit Clemens Wilmenrod gearbeitet haben, der den "Toast Hawai" erfunden, den "Rumtopf" populär gemacht und ein enormes Merchandising-Talent gehabt haben soll: "Der Bundesfeinschmecker", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 23. Juli 2006. (Dieser Beitrag ist dummerweise nur Abonnenten der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung frei zugänglich - im Unterschied zu dem inhaltsvollen Eintrag Clemens Wilmenrod im Online-Lexikon Wikipedia).

Clemenes Wilmenrod diente leider auch einigen Gastronomen als Vorbild in der Plage, einfache Gerichte hochtrabende Namen zu geben und die Profession eines Küchenchefs mit dem Job eines Dosenöffners zu verwechseln. So verkaufte er seinen Lesern eine Bulette als "arabisches Reiterfleisch".

Die vier von ihm erschienen Kochbücher gibt es nur noch antiquarisch, z.B. sein erstes Kochbuch "Es liegt mir auf der Zunge" aus dem Jahre 1954.

Restaurants in Shanghai.

Stefan Elfenbein hat die besten Restaurants Shanghais besucht und darüber geschrieben: "Shanghai süß-sauer", in: Welt am Sonntag vom 23. Juli 2006. Vorgestellt werden:

Locker umgehen auch mit Gaesten ohne Kinderstube.

Auf die "Gold Standards" von Ritz-Carlton bin ich nach einem Besuch der Wolfsburger Dependence vor zwei Jahren eingegangen: "Ladies and Gentleman".

Heute beschreibt Hans Schloemer in der Welt am Sonntag vom 23. Juli 2006 die Weiterentwicklung der 20 "Ritz-Carlton-Basics" zu nur noch zwölf Service-Werten, die einen etwas lockeren Umgang mit dem anspruchsvollen Gästen nahe legen: "Der Gast bleibt König".

Kehrblech der Volkskueche.

Fabian und Cornelius Lange bemühen sich, die größten Irrtümer rund um die Pizza aufzuklären: "Teig ist geduldig", in: Welt am Sonntag vom 23. Juli 2006.

Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "Nie wieder pizza".

Webseiten fuer das mobile Internet tauglich machen.

IYHY.com erlaubt es, jede beliebige Website von mobilen Zugängen aus (also per PDA, Blackberry, Sidekick usw.) anzuschauen, auch wenn sie für das mobile Internet nicht formatiert ist.

Ich nutze diesen Service z.B. um den Nutzern der Website unseres Bamberger Café Abseits eine "schlanke" Version anzubieten. Dazu habe ich einen entsprechenden Link für unsere Leser eingebunden.

So sieht etwa die "schlanke" Version der Seite aus, die Sie gerade lesen.

Einen alternativen Service bietet Winksite.com. Siehe dazu unseren früheren Beitrag: "Winksite". Winksite funktioniert aber nur für Websites, die einen RSS-Feed bereitstellen. IYHY.com kann hingegen alle beliebigen HTML-Sites darstellen.

Es gibt natürlich auch Websites, die scheitern, wie etwa solche, die für ihre Darstellung Flash benötigen, wie die Website von Mcdonalds.de. Aber solche Websites sollten Sie ohnehin vergessen. Das ist nur etwas für spinnerte Designer und ihre Auftraggeber. Siehe dazu auch die Polemik "Filtertüten" vom ShopBlogger über den gescheiterten Versuch, Informationen über Filtertüten auf der Website eines Anbieters zu finden.

Wenn man sich z.B. die Website von Melitta.de per IYHY.com anschaut, wird man mit folgendem Text konfrontiert:
"Für die Darstellung unserer Internetseiten benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser. Momentan ist die JavaScript-Funktion bei Ihrem Browser ausgeschaltet oder Sie verwenden eine ältere Internet-Software, die JavaScript nicht unterstützt. Bitte verwenden Sie einen der folgenden Browser und aktivieren Sie nope

Microsoft Internet Explorer ab Version 4
Netscape Navigator ab Version 4

Um die Einstellungen bei Ihrem Browser zu ändern, gehen Sie bitte wie folgt vor: Microsoft Internet Explorer ab Version 4: 1.Menüpunkt "Extras" auswählen 2.Internetoptionen anklicken 3.im Bereich "Sicherheit" die gewünschte Zone auswählen (im Zweifelsfall wählen Sie "Internet") 4.Klicken Sie auf "Stufe anpassen" 5.Unter "Active Scripting" die Option "Aktivieren" auswählen 6.Mit OK bestätigen Netscape Navigator ab Version 4: 1.Menüpunkt "Bearbeiten" 2."Einstellungen" auswählen 3.Auf "Erweitert" klicken 4."JavaScript aktivieren" auswählen 5.Mit OK bestätigen Nun aber los!"
"Aktivieren Sie nope" - ich wußte gar nicht, daß es Filtertüten einer solchen Marke gibt...

Feinkostprofis.

Morgen, 24. Juli 2006, ist man in der Sendung "Die Reportage" des Fernsehkanals N24 ab 23.30 Uhr dabei, wenn Feinkost-Käfer einen Gala-Empfang für Norwegens Kronprinz Haakon vorbereiten: "Die Feinkostprofis - Schuften im Schlaraffenland". N24 schreibt darüber:
"In München buhlen zwei bekannte Feinkosthäuser um die Gunst der Gourmets: Feinkost Käfer und Alois Dallmayr. "N24 - Die Reportage" dokumentiert den Alltag der Fachleute für exquisites Schlemmen.

Seit 16 Jahren wacht Josef Riepl, Verkaufsleiter der Firma Dallmayr, persönlich über den Sitz der frisch gestärkten Schürzen seiner 40 Verkäuferinnen. Wenn ein Namensschild schief sitzt oder eine Schleife nachlässig gebunden ist, muss nachgebessert werden. Schließlich lebt das Geschäft von der Tradition und vom Charme vergangener Tage. Zweieinhalb Millionen Kunden besuchen jährlich das Haus Dallmayr in der Münchner Innenstadt. Gekrönte Häupter wie der König von Thailand kaufen hier ebenso ein wie die Prominenz aus Politik, Film und der Münchner Society. Ob neue Pralinenkreation oder handgemachter Hochalpenkäse - nur was den Gaumentest der Dallmayr-Chefs besteht, wird im Laden verkauft. In den Großküchen von Feinkost Käfer setzt man nicht nur auf beste Qualität, sondern auch auf Innovation. Hierfür sind neben ausgefeilten Kochkünsten perfekte Organisation und Knochenarbeit gefragt. "Spätestens mit 45 Jahren sollte man mit dem Catering aufhören", so einer der Köche, "denn Stress und physische Belastung sind zu groß."

"N24 - Die Reportage" ist dabei, wenn die Käfer-Leute einen Gala-Empfang für Norwegens Kronprinz Haakon vorbereiten, stundenlang auf engstem Raum Spargel kochen, Hummer garen und Fisch braten, damit auch VIPs wie Gräfin von Thurn und Taxis mit ihren verwöhnten Gaumen später in den höchsten Tönen vom Käfer-Buffet schwärmen. Zwei Feinkostbetriebe zwischen Tradition und Innovation - zu sehen in der N24 Reportage."

Leihservices am Beispiel von Caipirinha-Glaesern.

Ein Teilnehmer unserer Mailingliste Gastro-Einsteiger (zur Zeit 901 Teilnehmer) wollte wissen, wo man sich Caipirinha-Gläse leihen könne:
  • Es gibt an einigen Standorten Verleiher die entweder ein breites Spektrum anbieten, oder auch spezialisiert sind auf Cocktails und ähnliches, so das Eiswürfelwerk München. Dort gibt es z.B. 24 Stück Caiprinha-Glaeser für 6 Euro Leihgebüehr, aber nur für die Eiswürfel-Kunden (laut Website).
  • Auf dem Portal Erento (ein Vermittler zu Verleihern) findet sich z.B. in Köln und Stuttgart und einigen anderen Städten das Glas für 0,29 Cent für drei Tage und zu ähnlichen Preisen. Mehr über Erento: "erento - 1..2..leih" von Burkhard Schneider, in: Best Practice Business vom 22. Juli 2006.
  • Ein grosser Verleiher mit Standorten in Basel, Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, Hannover, Kassel, Köln, Mannheim, Mülheim, München, Nürnberg, Rosenheim, Stuttgart und Wien ist die Allesklar Verwaltungs AG.
Mein Tipp:
  • Überlegen Sie sich, ob Sie nicht selbst auch über Bestände verfügen, die Sie verleihen können.
  • Die marktüblichen Preise dafür können Sie u.a. bei den oben erwähnten Anbietern eruieren.
  • Erstellen Sie sich ein Angebotsverzeichnis mit der Beschreibung der Bestände, die Sie verleihen könnten incl. der verleihbaren Mengen und Ihrer Preise.
  • Weisen Sie in Ihrer Speisekarte und auf Ihrer Website auf die Möglichkeit hin, bei Ihnen zu leihen.
  • Spülen Sie aus hygienischen Gründen alle zurück kommenden Leihgegenstände wie Gläser, Geschirr und Bestecke und verpacken Sie sie anschließend so, daß sie sie bei der nächsten Gelegenheit, sie zu verleihen, ausgeben können, ohne sie nochmals spülen zu müssen (z.B. verschweißen oder in staubdichte Transportbehälter verpacken).
  • Sie können mit einem solchen Angebot nicht nur Ihr "totes Kapital" verwerten, sondern darüber auch Kunden für Ihre Dienstleistungen Catering bzw. Partyservice locken.
  • Fragen Sie Kollegen, ob sie über weitere Bestände verfügen. Sie können dann bei Anfragen, die Sie selbst nicht befriedigen können, auf diese Kollegen verweisen (natürlich wechselseitig!) oder mit den Kollegen vereinbaren, daß Sie auf deren Bestände zu ermäßigten Konditionen zurückgreifen können.
  • Überlegen Sie sich oder probieren Sie aus, ob es einen Sinn macht, Ihr Angebot auch über Erento anzubieten, also ob sich die monatliche Einstellgebühr je Artikel rechnet.

Samstag, Juli 22, 2006

Zusatzservice bei Teilselbstbedienungskonzepten.

Hannes Treichl schildert in seinem Blog ein Erlebnis aus der Gastronomie: "Stammgäste gewinnen - so nicht".

Mit meiner Meinung halte mich vorerst zurück. Wie würden Sie den Konflikt in Ihrem Betrieb lösen?

Reinigung und Desinfektion von Getraenkeschankanlagen.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten hat eine neue Informationsschrift "Reinigung und Desinfektion von Getränkeschanklagen (ASI 6.84/06)" (PDF) online gestellt. Dazu schreibt sie in ihrem jüngsten Newsletter:
"Getränkeschankanlagen dienen dem Ausschank von Getränken aus Getränke- oder Grundstoffbehältern in Trinkgefäße. Beim Anschluss an die Getränkeleitung wird der Behälter geöffnet. Jetzt können Verschmutzungen aus der Schankanlage oder aus der Umgebung mit dem Getränk in Berührung kommen und es negativ verändern. Das Ziel der Hygienebemühungen ist das Eindringen von Schmutz auf ein Minimum zu beschränken und auf einem niedrigen Niveau zu halten um so jegliche Veränderung der Getränke zum Schutze der menschlichen Gesundheit sowie zur Erhaltung einer optimalen Getränkequalität zu vermeiden."

Floris Bar: 2000 Spirituosen aus der ganzen Welt.

Logo Floris Bar, BrüsselDas "Delirium" in Brüssel hat die Eröffnung eines kleines Bruderbetriebs bekannt gegeben: Die "Floris Bar" in Brüssel bietet mit ca. 2.000 verschiedenen Spirituosen das angeblich umfangreichste Angebot an Spirituosen der ganzen Welt - mit einem Schwerpunkt auf Absinths:
"The FLORIS BAR offers the MOST varieties of absinthes never available before to the public. In accordance with the traditional ceremonial of service, with a spoon, a fontain, or in the bohemian fashion, burns in informer days."
Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Genever. Es gibt davon mehr als 500 Sorten.

Siehe auch frühere Beiträge über das "Delirium":Mehr über Absinth.

Existenzgründerforum Gasthausbrauereien II.

Auf das jährliche Existenzgründerforum Gasthausbrauereien der Bamberger Brauereimaschinenfabrik Kaspar Schulz hatten wir hingewiesen.

In der Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 21. Juli 2006 werden einige Erkenntnisse der diesjährigen Veranstaltung zusammengefaßt: "Der Weg zur Gasthausbrauerei kann sehr steinig sein".

Was mich überrascht hat, ist die Aussage, es falle den Gasthausbrauereien immer schwerer "bierlastig" zu sein, da der Anteil alkoholfreier Getränke "unaufhaltsam" steige. Da habe ich in unserem Café Abseits eine ganz andere Erfahrung gemacht. Wir sind zwar keine Gasthausbrauerei, brauen also kein Bier, sondern verkaufen ein breites Sortiment hervorragender Biere (Bierspezialitätenausschank). Bei uns nimmt der Bieranteil am Umsatz. seitdem wir brauereifrei geworden sind, ständig zu. Insgesamt verkaufen wir heute doppelt so viel Bier wie noch als brauereigebundene Gaststätte - teilweise zu Lasten von Wein und Longdrinks. Meine Schlußfolgerung: Es wird absolut gesehen immer noch sehr viel Bier getrunken und es gibt einen wachsenden Kreis von Bierliebhabern, die besonders gute Biere schätzen und Gaststätten suchen und aufsuchen, die ihnen Biere bieten, die sie woanders nicht finden.

Freitag, Juli 21, 2006

Milchdrinks geniessen.

Zusammen mit der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH) präsentiert die Kneipenkette Alex schon im 5. Jahr vom 24. Juli bis 3. September 2006 abwechslungsreiche und leckere Milchkreationen.
  • Viele fruchtige Shakes,
  • Frozen Macchiato,
  • ein Lassi-Drink mit Joghurt,
  • Buttermilch-Maracuja-Eiscreme,
  • Basilikum und Limettensaft oder „
  • Salad 'n' Ice“, ein Rucola-Chicoree-Salat mit Buttermilch-Maracuja-Eis und rotem Pfeffer
für jeden Geschmack ist etwas dabei. Ganz nebenbei liefern die extravaganten Milchkreationen viele Vitamine und Mineralstoffe für einen strahlenden Sommerteint!

Und zu jedem Milchgetränk gibt es ein Rubbellos mit der Chance auf einen tollen Sofortgewinn! Unter anderem die kultigen und heißbegehrten Milchbubi- oder Milchmädchen-Shirts!

Viele leckere Rezepte rund um die Milch finden Sie unter www.cma-milchbar.de.

(Quelle: Pressemitteilung von Alex Gastro).

Sierra Madre: Food to go.

Sierra Madre hat einen Flyer mit Food to go-Angeboten (PDF, 658 KB) zum Download bereitgestellt. Die Snacks bzw. Mahlzeiten kombinieren Trends mit einfacher und schneller Zubereitung.

Die Sierra Madre Trend Food GmbH wurde 1995 gegründet und lieferte anfangs nur mexikanische Produkte für die Gastronomie. Mittlerweile sind ethnische Produkte aus den USA, Australien und Spanien hinzu gekommen. Man versteht sich als Ideengeber der Gastronomie, sowie des Groß- und Einzelhandels und will dem Markt mit innovativen Produkten Impulse geben.

In Nordrhein-Westfalen und den angrenzenden Bundesländern wird mit mit eigenen Fahrzeugen wöchentlich ausgeliefert. Bundesweit nutzt Sierra Madre Spediteure und liefert innerhalb von 48 Stunden.

Die Gastronomie wird mit einem umfangreichen Service von Aktionskarten, Barflyer, Tischsets bis zur druckreifen Gestaltung von Speise- und Getränkekarten bedient.

Der Partner ralph giesener consulting betreut gastronomisch und berät mit dem Hauptaugenmerk auf der betriebswirtschaftlichen Beratung, Basel-rating orientierte BWA Analyse, laufende BWA Kontrolle und Überprüfung der Wirtschaftlichkeit, (Erst-)Installation einer Büroadministration von Abrechnung bis Zahlungsverkehr, Kostenoptimierung. Sparen Sie Zeit und Geld durch einen optimalen Betriebsanalyse.

In Nordrhein-Westfalen schult Sierra Madre im Umgang mit den neuen Zutaten und Materialien in den Betrieben ihrer Kunden. Kunden außerhalb Nordrhein-Westfalens können quartalsweise sicih in Hagen schulen lassen.

(Quelle: Website von Sierra Madre)

Weitere Lieferanten finden Sie in unserer Linksammlung "Lieferanten für ethnische Konzepte in der Gastronomie".