Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, August 31, 2006

Samurai mit Aermelschoner.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten will den eigenen Verwaltungsapparat noch mehr aufblähen und gegen Unternehmer, die Schwarzarbeiter beschäftigen und die Berufsgenossenschaften um Beiträge prellen, vorgehen. Die Möglichkeiten der Berufsgenossen seien allerdings beschränkt. BGN-Direktor Norbert Weis:
"Der Gesetzgeber hat uns hier ein stumpfes Schwert in die Hand gegeben."
Eine Klausel in der Datenerfassungs- und Übermittlungsverordnung (DEÜV) stehe den Berufsgenossenschaften im Weg. Sie räume den schwarzen Schafen sechs Wochen Frist zur Nachmeldung ihrer Mitarbeiter bei den Sozialversicherungen ein.

Kommentar: Gerade im Catering und beim Partyservice, aber auch nicht selten in der stationären Gastronomie, ist es notwendig, neue Mitarbeiter und Aushilfskräfte sofort, unmittelbar vor Arbeitsbeginn, einzustellen oder auf ehemalige Mitarbeiter, die gerne, wenn Not am Mann ist, zurückzugreifen. Wer verlangt, daß in diesen Fällen mit der Arbeit erst begonnen werden darf, nachdem eine Anmeldung erfolgt oder gar bei der zuständigen Krankenkasse eingegangen ist, beweist nur, daß er vom Arbeitsalltag im Gastgewerbe keine Ahnung hat.

DIHK: Barbetreiber brauchen kein Hackfleisch-Seminar.

Im Rahmen der Föderalismusreform wurde die Kompetenz für das spezielle Gewerberecht der Gaststätten (Gaststättengesetz und entsprechende Verordnungen) vom Bund auf die Bundesländer übertragen. Das ist einerseits positiv zu bewerten, weil damit ein Wettbewerb der Sesselfurzer der Länder um unbürokratische Regelungen angeschoben wird und man Landespolitiker eher greifen kann, um sie abzuwatschen, wenn sie Bockmist scheißen. Nachteilig wirkt sich diese Reform möglicherweise für Betriebe mit Standorten in mehreren Bundesländern aus, weil sie mit unterschiedlichen Regelungen konfrontiert werden.

Deshalb hat jetzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in einer Pressemitteilung gefordert, daß die Länder ihre Gaststättengesetze einheitlich neu regeln sollen:

"Die Bundesländer müssen sich beim Gaststättengesetz auf eine bundesweit einheitliche Regelung verständigen. Das fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) mit Blick auf die am 1. September in Kraft tretende Föderalismusreform.

DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben:
"Ein Flickenteppich würde das bisherige, bürokratische Verfahren weiter verkomplizieren und damit den Unternehmen das Leben unnötig erschweren."
Als Grundlage für die einheitliche Lösung schlägt der DIHK vor, den ursprünglichen Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums aufzugreifen, der durch die Föderalismusreform hinfällig wurde ? die Entscheidung liegt jetzt bei den Ländern. Danach würde die bisherige Erlaubnispflicht für Gaststätten ganz aufgehoben.

Die Folge: Die paradoxe Situation, dass ein Barbetreiber an einer Gaststättenunterrichtung teilnehmen muss, bei der er die Hackfleischverordnung erklärt bekommt, obwohl er bestenfalls Chips und Erdnüsse ausgibt, entfiele endlich.

Was dagegen verstärkt würde, wären die wichtigen und sinnvollen Hygienekontrollen. Dadurch würde auch der Verbraucher wesentlich besser geschützt als durch eine einmalige Schulung, die nur einen kurzfristigen Effekt hat."

(Quelle: Pressemitteilung des DIHK).

Arbeitskosten.

Das Statistische Bundesamt hat die Arbeitskosten in Deutschland, auch nach Regionen und Branchen differenziert, für das Jahr 2004 ermittelt. Demnach fallen im Gastgewerbe bundesweit Arbeitskosten in Höhe von 15,34 Euro je Stunde an.

Im Produzierenden Gewerbe und in den marktbestimmten Dienstleistungsbereichen entfielen pro 100 Euro Bruttolohn und -gehalt im Durchschnitt zusätzlich gut 33 Euro Lohnnebenkosten an. Davon entfielen 20 Euro auf die Arbeitgeberpflichtbeiträge zur Sozialversicherung, 6 Euro auf die betriebliche Altersversorgung, knapp 3 Euro auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und im Mutterschutz, rund 2 Euro auf Kosten des Personalabbaus sowie fast 3 Euro auf sonstige Lohnnebenkosten.

Auch in den Nachbarstaaten der Bundesrepublik Deutschland prägen die Sozialsysteme die Lohnnebenkosten: Im Produzierenden Gewerbe und in den marktbestimmten Dienst­leistungsbereichen zahlten im Jahr 2004 die Arbeitgeber in den Niederlanden 32 Euro und in Polen 25 Euro Lohnnebenkosten zusätzlich zu je 100 Euro Bruttolohn. Dabei hatten die Arbeitgeberpflichtbeiträge zur Sozialversicherung in Polen mit 18 Euro ein ähnliches Niveau wie in Deutschland, während die ? nicht gesetzlich vorgeschriebene ? betriebliche Altersversorgung dort kaum eine Rolle spielt. Anders in den Niederlanden: Dort kostete die betriebliche Altersversorgung mit 10 Euro je 100 Euro Bruttolohn die Arbeitgeber etwa genau so viel wie die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung (11 Euro je 100 Euro Bruttolohn).

In Deutschland sind im Produzierenden Gewerbe zwischen 2000 und 2004 die Lohn­nebenkosten mit jährlich 3,1% stärker gestiegen als die Bruttolöhne und -gehälter mit 2,6%. Das kann vor allem auf das starke Wachstum der betrieblichen Altersversorgung zurückgeführt werden, für die in diesem Zeitraum jährlich 7,9% mehr aufgewendet wurde. Der starke Zuwachs ist eine Auswirkung des zum 01.01.2002 in Kraft ge­tretenen Altersvermögensgesetzes, das den Arbeitnehmerinnen und Arbeit­nehmern einen Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung gibt.

Für Deutschland wurden für das Jahr 2004 im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich Arbeitskosten von durchschnittlich 28,18 Euro je geleistete Arbeits­stunde ermittelt. Im Verarbeitenden Gewerbe betrugen die Arbeitskosten 31,15 Euro gegenüber 28,78 Euro im Jahr 2000, das Ergebnis eines durchschnittlichen jährlichen Wachstums von 2,0%. In der Europäischen Union stiegen die Arbeitskosten in diesem Zeitraum nach vorläufigen Ergebnissen jährlich um 2,8% und damit jedes Jahr durchschnittlich um 0,8%-Punkte stärker.

In kleinen Unternehmen in Deutschland werden im Durchschnitt niedrigere Löhne gezahlt als in großen, wobei die Spreizung der Arbeitskosten zwischen Klein- und Großunternehmen in den letzten Jahren zugenommen hat. Im Produzierenden Gewerbe erreichten im Jahr 2004 kleine Unternehmen mit 10 bis unter 50 Arbeitnehmern mit 21,44 Euro je Stunde nur 52% des Niveaus der Arbeitskosten der Unternehmen mit 1 000 und mehr Arbeitnehmern (37,37 Euro). Im Jahr 2000 waren es 54%, 1992 noch 64%. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Colours, New York.

Als am 11. September 2001 die Twin Towers in New York von Terroristen zerstört worden sind, sind alle 73 Mitarbeiter der Frühschicht ums Leben gekommen. Die Website des Restaurants "Windows of the World" im obersten Geschoß des World Trade Centers war danach noch ein paar Stunden online. Siehe dazu den Artikel "Windows on the World" im Online-Lexikon Wikipedia.

Heute berichtet Marc Pitzke in seinem Artikel "Die Farben aus der Asche des Terrors", in: Spiegel vom 31. August 2006, daß überlebende Kollegen der anderen Schichten Anfang 2006 ein eigenes Lokal eröffnet haben, das Colours.

Es ist vielleicht etwas pietätlos in diesem Zusammenhang auf das geschickte Pre-Opening des "Colours" hinzuweisen, das ich in abgewandelter Form Existenzgründern gerne empfehle:
"Erst gibt es endlose, nervenaufreibende und meist unbefriedigende Proben, dann eine Generalprobe, einen Testlauf für arglose Gäste, eine offizielle Vorpremiere für Kritiker und Presse - und danach erst die 'Opening Night'."
Alternativ kann man Betriebe natürlich auch "soft" eröffnen, d.h.
  • die Eröffnung anfangs nicht oder nur wenig bekannt machen,
  • die Anfangszeit mit wenigen Gäste zum Training der Mitarbeiter verwenden
  • anfängliche Fehler in der Organisation ausbügeln.
  • erst wenn der Betrieb rund läuft, offiziell eröffnen.

FBMA Herbstveranstaltung Duesseldorf: F&B Top Trends International.

Internationale F&B Trends und ihr Einfluss auf die deutsche Hotellerie und Gastronomie stehen im Mittelpunkt der Herbstveranstaltung der Food & Beverage Management Association. Die für Mitglieder und Gäste offene halbtägige Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gastro Vision Düsseldorf am 25. September 2006 statt. Als Referent spricht der internationale Trendexperte Daniel Majonchi gefolgt von einer Diskussionsrunde mit Kerstin Schwan, Gastronomin des Jahres 2005, Ciro Collelas, Mitbegründer Monkey's Island, Kurt Berndt, Frankfurt Marriott Hotel, Pascal Muller, IFA Hotels, Stephan Bode, Seehotel Zeulenroda, Detlev Lüke, Tropical Islands Resort und Michael Kunzmann von Havelland Express.

Trends sind das zentrale Thema für Gastronomen, Hoteliers, F&B Manager sowie für die Partner in Handel und Industrie: Was ist international angesagt, was hat auf dem deutschen Markt Chancen, was ist ein Megatrend, was eine Eintagsfliege ? Fragen, auf die die Food & Beverage Management Association FBMA gemeinsam mit Experten Antworten finden will.
"Wir wollen die Potentiale dieser Trends näher betrachten und Anregungen für deren Umsetzung geben,"
kündigt FBMA-Präsident Udo Finkenwirth die diesjährige Herbstveranstaltung an, die sich ganz dem Trendthema verschrieben hat und als offene Veranstaltung für interessierte Branchenkollegen und FBMA-Mitglieder konzipiert ist. Den Blick über den Tellerrand unternimmt Daniel Majonchi. Der Franzose ist Trendexperte, Konzeptentwickler und hat selbst viele Jahre erfolgreich eine internationale Restaurantkette geführt. Sieben Mega-Trends und neun Wellen für ein erfolgreiches "Trendsurfen" stellt er in seinem Vortrag vor.

Majonchis Thesen, ergänzt durch eigene Erfahrungen mit Trends und deren praktischer Umsetzung stehen im Mittelpunkt der sich anschließenden Diskussion. Sieben namhafte Branchenvertreter aus verschiedenen Segmenten diskutieren unter der Leitung von Jean Georges Ploner, Veranstalter von trendorientierten Gastroexpeditionen weltweit. In der Runde treffen aufeinander:
  • Kerstin Schwan, für ihr Konzept "Olives bar & restaurant" als Gastronomin des Jahres 2005 ausgezeichnet und mit weiteren Betrieben (Schwan Café, MoschMosch) in Düsseldorf präsent;
  • Ciro Collelas, Mitbegründer des Trendsetter Beach Clubs "Monkey's Island" im Düsseldorfer Medienhafen;
  • Detlev Lüke, Operations Manager des Freizeitparks Tropical Islands Resort und 2005 mit dem Preis der European Waterpark Association e.V. für das innovativste Restaurantkonzept in Freizeitbädern ausgezeichnet;
  • Stephan Bode, geschäftsführender Direktor des Seehotels Zeulenroda, seit kurzem das erste BIO-Kongresshotel in Europa;
  • Pascal Muller, Operations Manager für 22 Hotels der IFA Hotel & Touristik AG in Europa und der Karibik;
  • Kurt Berndt, Generaldirektor des Frankfurt Marriott Hotels, ausgezeichnet als "Hotelier des Jahres 1993 ? Konzernhotellerie".
  • Den Bereich Handel repräsentiert Michael Kunzmann, Geschäftsführer des Vollsortimenters Havelland Express mit Kunden in der Tophotellerie und Gastronomie in ganz Europa.
Die Veranstaltung "F&B Top Trends International" findet am 25. September 2006 von 9.30 Uhr bis 13 Uhr im Hotel Restaurant Schnellenburg gegenüber der Gastro Vision, Ausgang Süd Messe Düsseldorf, statt. Die Teilnahmegebühr inklusive Mittagsimbiss beträgt für Gäste 35 Euro, für FBMA-Mitglieder 25 Euro. Anmeldung im FBMA-Sekretariat: Telefax 02371 ? 953582, E-Mail: fbma.ravenhorst@t-online.de. Programm und Anmeldeformular zum Download unter www.fbma.de/regionaltermin.htm. (Quelle: Pressemitteilung der Food & Beverage Management Association).

Gesetzliche Massnahmen zum Nichtraucherschutz in den OECD-Laendern.

Alexandra zu Bentheim und Arnold Bug vom Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages haben die gesetzlichen Regelungen zum Nichtraucherschutz in öffentlichen Gebäuden, in Restaurants und am Arbeitsplatz in den OECD-Ländern zusammengestellt: "Gesetzliche Maßnahmen zum Nichtraucherschutz in den OECD-Ländern" (PDF).

Mittwoch, August 30, 2006

Saubere Kueche - aid-Poster wieder da.

(aid) - Jeder, der kocht, weiß, dass Sauberkeit und Hygiene in der Küche unerlässlich sind. Trotzdem treten auch in Deutschland jedes Jahr Erkrankungen auf, die auf eine mangelhafte Küchenhygiene zurückzuführen sind. Das aid-Poster "Saubere Küche" vermittelt auf eine heitere, doch gleichzeitig auch einprägsame Art, worauf in Küchen geachtet werden muss, um einer Übertragung von Krankheitserregern vorzubeugen. Die als Comic dargestellten, überzogenen Negativbeispiele fordern den Betrachter auf, wichtige Regeln der Hygiene einzuhalten. Auf diese Weise werden Freizeitköche mit Augenzwinkern und ohne erhobenen Zeigefinger daran erinnert, Hygieneregeln im Küchenalltag einzuhalten. Das Poster eignet sich außerdem zum Aufhängen und Einsatz im Unterrricht, vor allem für Schüler und Auszubildende in den Fächern Hauswirtschaft, Küche, Nahrungsmittel- und Gastgewerbe.

aid-Poster "Saubere Küche" 1 Poster A 1 auf DIN A4 gefalzt, Bestell-Nr. 61-3347, ISBN 3-8308-0595-0, Preis: 1,50 EUR, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 EUR gegen Rechnung. Zu bestellen beim aid-Vertrieb DVG, Birkenmaarstraße 8, 53340 Meckenheim, Tel.: 02225 926146, Fax: 02225 926118, Österreich: ÖAV, Sturzgasse 1A, 1141 Wien/Österreich E-Mail: Bestellung@aid.de, Internet: www.aid-medienshop.de.

Gaeste begeistern.

Helge Siems in in seinem Bauernhofurlaub-Weblog der Frage nachgegangen, warum ein zufriedener Gast nicht ausreicht und wie Begeisterung entsteht: "Begeisterung erzeugen".

Im Bauernhofurlaub Weblog dreht sich alles um die Themen Bauernhofurlaub und Landurlaub sowie die Ostsee und den Tourismus im allgemeinen. Es begleitet seit März 2006 das Portal Bauernhof-Ostsee.de, in dem viele Urlaubsbauernhöfe an der Ostsee verzeichnet sind.

Meine Erfahrungen mit Begeisterungsfaktoren deuten darauf hin, daß man sich die Gründe, warum Gäste Betriebe empfehlen, kaum ausdenken kann. Vielfach greifen Gäste Details auf, die man in einer Selbstdarstellung gar nicht findet. Um so wichtiger ist es, auf die Gäste zu hören, Rezensionen zu lesen, Gästebücher zu studieren oder auch ganz einfach Gäste nach ihren Eindrücken zu fragen und den Punkt, auf den Gäste einen Betrieb schlagwortartig zusammenfassen, dann in der Positionierung als USP zu verwenden.

Branchenübergreifend bzw. mit einem Schwerpunkt auf den Einzelhandel widmet sich Dirk Ploss von Salery Loyalität & Trade Marketing in Hamburg dem Thema Kundenbindung. Auf deren Website heißt es:
"Die Kunst der Kundengewinnung liegt nicht so sehr darin, möglichst schnell möglichst viele neue Kunden zu gewinnen - sondern die richtigen Kunden für sich zu begeistern. Das heißt, die Herausforderung liegt im Wesentlichen darin, Kunden bzw. Kundengruppen anzusprechen, die einen hohen Kundenwert aufweisen und die zudem tendenziell loyal sind."
In der Tat besteht ein erheblicher Teil der Arbeit darin, auch zu entscheiden, welche Kunden man nicht will und dafür zu sorgen, daß diese Kunden, die man nicht will, den Weg in den eigenen Betrieb nicht finden oder nicht mehr wiederkommen. Ein Beispiel: Unser Bamberger Café Abseits liegt in der Nähe der Warren Barracks mit vielen amerikanischen Soldaten, Zivilangehörigen und deutschen Mitarbeitern. Wir sehen als Gäste bei uns gerne:
  • die deutschen Mitarbeiter,
  • Soldatenfamilien,
  • Unteroffiziere und Offiziere.
  • Mannschaftsdienstgrade als Einzelgäste oder zu zweit oder zu dritt.
Weniger Wert legen wir auf größere Gruppen junger GIs, die sich eher gerne schlagen, volllaufen lassen oder weibliche Gäste belästigen. Wie kann man diese Gruppen differenzieren? Z.B. durch eine entsprechende Musikauswahl und indem unsere Mitarbeiter, obwohl die meisten englisch verstehen und sprechen, sich mit unerwünschten Gäste konsequent auf deutsch unterhalten.

Mehr zum Thema "Kunden- bzw. Gästezufriedenheit in der Gastronomie". Siehe auch meine Polemik: "Ich will keine neuen Gäste" und die Buchempfehlung " Zukunftstrend Empfehlungsmarketing" von Anne M. Schüller.

Montag, August 28, 2006

Virenschmiede.

Als Individualgastronom, dem bei jedem Groschen, den er für Werbung ausgeben soll, die Tränen kullern, habe ich mich natürlich frühzeitig für "virales Marketing" interessiert, salopp formuliert für geplante Mundpropaganda. Wie kann ich andere Menschen dazu bringt, von meiner Gaststätte zu erzählen und einen Besuch zu empfehlen? Mein erster Beitrag zu diesem Thema wurde im Juli 2000 vom Internetarchiv für die Ewigkeit aufgezeichnet: "Virales Marketing". Mehr über das Internetarchiv: "Neues vom Internetarchiv".

Jetzt hat sogar schon der "Spiegel", das Magazin für die journalistische Aufarbeitung vorjähriger Trends, das Thema Virales Marketing entdeckt und stellt die Berliner Agentur VM-People vor: "Zu Besuch im Viren-Labor" von Christian Deker vom 22. August 2006.

Auf den Firmengründer und Blogger Thomas Zorbach habe ich Sie im September 2003 hingewiesen: "Weblog rund um Virus-Marketing".

Sonntag, August 27, 2006

Mindestloehne fuer Gebaeudereiniger und die Folgen.

In ihrem Kommentar "Lebenslüge Mindestlohn" zur Einführung von Mindestlöhnen für die Gebäudereiniger schreibt Margaret Heckel in der Welt am Sonntag vom 27. August 2006:
"Auf den zweiten Blick allerdings stellt sich die Frage, wie lange sie zu diesen Löhnen ihren Job behalten werden. Wenn die Gebäudereiniger den neuen Mindestlohn als Vorwand für Preiserhöhungen nutzen, wird es sicherlich Firmen geben, die dann auf deren Dienste verzichten oder ihre Büros nur noch einmal statt dreimal die Woche putzen lassen."
Dies sehe ich anders. Auf die Dienste der Gebäudereiniger zu verzichten, heißt nicht, daß nicht mehr geputzt wird:
  • Für Reinigungsarbeiten, die von eigenen Leuten oder Mitarbeitern anderer Branchen erledigt werden, gilt der Mindestlohn für die Gebäudereiniger nicht. In Zukunft wird man viele Reinigungsarbeiten, die in das Reinigungsgewerbe ausgelagert worden sind, wieder einlagern oder Unternehmen übertragen, die nicht dem Reinigungsgewerbe angehören, etwa weil sie überwiegend andere Dienstleistungen erbringen.
  • Und außerdem soll es ja in Deutschland auch so etwas geben wie Schwarzarbeit, die sich eo ipso Mindestlohnregelungen entzieht.
  • Von den Menschen, die bislang bei Gebäudereinigern beschäftigt sind, werden zwar viele dort ihre Job verlieren, aber sie werden dafür bei Unternehmen anderer Branchen zu marktkonformen Löhnen weiter arbeiten oder in die Schwarzarbeit wechseln.
  • Und einige Gebäudereiniger werden wohl einfach umfirmieren.

Samstag, August 26, 2006

Italien ist Land des Jahres der BioFach 2007.

Logo Biofach 2007Italien, das ist Genuss pur für alle Sinne: Urlaub, Sonne, beeindruckende Landschaften, vor allem aber vollendete Gastlichkeit und exzellente mediterrane Küche - immer öfter in Bio-Qualität. Die BioFach 2007 präsentiert Italien als Land des Jahres. 2.100 Aussteller aus zuletzt 73 Nationen und über 37.000 Besucher aus über 100 Ländern der Erde erwartet die Weltleitmesse für Bio-Produkte vom 15. bis 18. Februar 2007 im Messezentrum Nürnberg.

Aussteller-stärkste Nation nach Deutschland ist seit Jahren Italien. Zuletzt präsentierten 273 italienische Bio-Produzenten und Händler Tausende ihrer begehrten Delikatessen dem kauffreudigen Fachpublikum.

Der biologische Landbau hat in Italien lange Tradition. In den siebziger Jahren stellten die ersten Bauern und Kooperativen um und belieferten die neu eröffneten Naturkostläden in Deutschland mit heiß begehrten Orangen, Zitronen, Reis und Bio-Pasta. Zu den Hartweizen-Nudeln gehört natürlich die beliebte Tomatensauce. So entwickelte sich eine Vielzahl von verarbeiteten Tomatenprodukten. Nicht zu vergessen: Olivenöl, am besten extra vergine, das sich bereits früh auf dem europäischen Bio-Markt großer Beliebtheit erfreute. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das italienische Bio-Angebot rasant weiter. Ständig wächst die Auswahl an mediterranen Feinkostspezialitäten wie Antipasti, Weinen, edlen Käse- und Wurstsorten oder süßen Deliktessen wie Maronen- oder Feigenmarmelade. Diese finden ihren Weg in immer mehr Fachgeschäfte und Supermärkte in ganz Europa. Bio-Bauern bewirtschaften in Italien rund eine Mio. ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. 47.000 Unternehmen - nach Angaben des 2005 neu gegründeten Bio-Dachverbands Federbio (www.federbio.it) immerhin 20 % mehr als noch 2004 ? produzieren, verarbeiten oder handeln biologische Lebensmittel.

Marktwachstum vor allem in Norditalien

Umsatzzuwächse im Handel mit Bio-Produkten verzeichnen momentan eher der wohlhabendere Norden des Landes. Der Süden sowie die Inseln Sizilien und Sardinien haben zwar die höchsten Anteile im Bio-Anbau, noch zeigen aber die Konsumenten nur mäßiges Interesse an Bio-Produkten.

Nach Schätzungen des italienischen Bio-Marktexperten Roberto Pinton (Umwelt- und Bioportal www.greenplanet.net) betrug der Umsatz auf dem heimischen Markt im Jahr 2005 rund 1,7 Mrd. EUR zuzüglich eines Exportwertes von 700 Mio. EUR. Mit diesen 2,4 Mrd. EUR verfügt Italien über einen der bedeutendsten europäischen Bio-Märkte. Im Vergleich dazu: In Deutschland, dem größten Bio-Markt Europas, lag der Umsatz 2005 bei rund 3,9 Mrd. EUR. Italienische Supermarktketten verzeichnen bei Bio-Produkten moderate Wachstumsraten. Der Fachhandel, darunter etliche Bio-Supermärkte, kann sich sogar über ein zweistelliges Wachstum freuen. Nach Ansicht Pintons halten dabei Naturkostgeschäfte mit 45 % die größten Marktanteile, gefolgt vom konventionellen Lebensmitteleinzelhandel (40 %), Großverbrauchern wie Kantinen oder Mensen (10 %) sowie Direktvermarktern (5 %).

In Italien gibt es etwa 1.000 Naturkostläden sowie 50 Bio-Supermärkte. Allein 44 davon gehören zu der Franchisekette NaturaSì, die auch in Spanien vier Bio-Supermärkte unterhält. Außerdem zählen zu dem Unternehmen zwei Bio-Restaurants, zwei Metzgereien mit der Bezeichnung CarneSi sowie ein Wellness Center. Die Umsätze von NaturaSi legten 2005 um 15 % zu. Die Firma Brio, deren Aktienmehrheit in den Händen der Bio-Bauern liegt, ist die größte italienische Handelsgesellschaft auf Erzeugerebene. Sie erzielte 2005 einen Umsatz von 29 Mio. EUR und will 2006 um weitere 6 Mio. EUR zulegen. Ein gutes Bio-Angebot führen auch die Lebensmittelketten Esselunga, Carrefour, Billa/Rewe, Conad, Crai, Despar/Spar, Selex, Todis und Pam.

Große Bio-Kampagne sorgt für Aufmerksamkeit

Biobenessere, was so viel wie Bio-Wellness heißt, ist der Name eines 5 Mio. EUR-Projekts (kofinanziert durch die EU), das seit 2005 für erhebliche Publizität in Italien sorgt (www.biobnessere.it). Allein 11.000 Werbetage mit Verkostungen und Preisaktionen fanden in Supermärkten oder Naturkostfachgeschäften statt, wobei mehr als 2,1 Mio. Menschen erreicht wurden. Ausrichter ist die regionale Bio-Bauernvereinigung Prober aus der Emilia Romagna, mit etwa 4.000 Mitgliedern die größte ihrer Art in Italien (www.prober.it). Mehr als 150 ganzseitige Anzeigen, 100 TV- und Radio-Spots sowie Stände auf Messen und Konferenzen sorgten für rund 500.000 Kontakte, die den Bio-Firmen europaweit neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Zudem sorgt eine Reihe von Fachmagazinen und Internet-Portalen in Italien für ein hohes Informationsniveau.

Direktvermarktung überzeugt durch kurze Wege

In Deutschland besitzt die Direktvermarktung von Bio-Bauern ab Hof oder über Wochenmärkte eine lange Tradition. Viele Direktvermarkter begannen schon in den siebziger und achtziger Jahren, als es noch keine ausgebauten Vermarktungswege für Bio-Produkte gab, mit dem direkten Verkauf an den Kunden. In Italien beginnt dieser Bereich jetzt zu wachsen. Auch Bio-Konsumenten schließen sich in kleinen Gruppen zusammen, um gemeinsam bei Landwirten der Umgebung einzukaufen. Unter der Bezeichnung Gas (Gruppi d'acquisto solidali) organisieren die neuen Coops ihren gemeinschaftlichen Einkauf und die Verteilung unter den angeschlossenen Mitgliedern. www.retegas.org vermittelt Adressen von Bauern und Verbrauchergruppen, die an dieser Direktvermarktung beteiligt sind. Inzwischen gibt es auch die ersten Lieferdienste, die einmal wöchentlich einer wachsenden Anzahl von Verbrauchern eine meist standardisierte Kiste mit Obst und Gemüse bringen.

Immer mehr Schulküchen setzen auf Bio

2005 kochten 650 italienische Schulküchen täglich rund eine Mio. Bio-Gerichte. Bereits im Jahr 2000 verabschiedete die italienische Regierung ein Gesetz, das öffentlichen Schulen und Krankenhäusern den Einsatz von Bio-Zutaten in ihren Großküchen vorschreibt. Allerdings waren anfangs wenige Lokalregierungen zu Zuschüssen bereit und Verstöße wurden nicht geahndet. Deshalb dauerte es, bis die Vorschriften umgesetzt wurden. Die Regionen Friaul, Venetien, Toskana und Marken begannen schon zwischen 2000 und 2002 mit der Bio-Schulverpflegung. Die Regierung der Region Emilia Romagna schrieb 2002 fest: Kindergarten- und Schulkinder sollen zu 100 % mit Bio-Essen versorgt werden. Auch Bio-Angebote in Restaurants nehmen zu. Bio-Bank, Herausgeber des jährlichen Branchenverzeichnisses Tutto Bio, hat die Adressen von 250 Restaurants gelistet, die mindestens 70 % der Zutaten in Bio-Qualität verwenden (www.biobank.it). Dazu kommen etwa 700 Angebote für Bio-Verpflegung im Rahmen des beliebten Agro-Tourismus.

Italienische Bio-Branche im Aufwind

Die Bio-Branche in Italien sieht sich mit der neuen Regierung unter Romano Prodi im Aufwind. Das Bekenntnis zum Öko-Anbau war Teil des Wahlprogramms der Mitte-Links-Grünen Parteien. Neuer Landwirtschaftsminister ist Paolo De Castro, der hohe Wertschätzung genießt. ?Für ihn ist die ökologische Landwirtschaft wichtig und Teil einer Offensive für italienische Qualitätsprodukte,? so Bio-Markt Experte Pinton. Schon im ersten Monat seiner Amtszeit traf sich De Castro mit dem Vorsitzenden des Bio-Dachverbands Federbio zum Meinungsaustausch und berief einen Bio-Vertreter in die Kommission ?Tavolo agro-alimentare?, in der die Regierung mit Verbänden der Lebensmittelindustrie und der Landwirtschaft fachpolitische Fragen diskutiert. Daher sieht die Bio-Branche Italiens mit viel Optimismus in die Zukunft und erwartet sich einiges von der Umsetzung des Nationalen Bio-Aktionsplans, den bereits die Vorgängerregierung im Dezember 2005 verabschiedet, aber noch nicht umgesetzt hatte.

Italien steht auf der Gewinnerseite: bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 und als Land des Jahres der BioFach 2007. Fußball-Erfolge durch Bio? Auf Empfehlung seiner Mediziner verpflegt der Fußballclub Palermo, in dem vier der neuen Weltmeister spielen, seine Fußballer mit Bio-Produkten.

Neu zur BioFach 2007: Vivaness

Die Weltleitmesse für Bio-Produkte bekommt ab 2007 eine schöne Tochter. Sie heißt Vivaness, Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness, und geht mit über 200 Anbietern hochwertiger Naturkosmetik- und Körperpflegeprodukte erstmals als eigenständige Fachmesse mit deutlich erweitertem Angebot an den Start. BioFach und Vivaness finden künftig immer zeitgleich im Messezentrum Nürnberg statt. (Quelle: Pressemitteilung der Nürnberg Messe).

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Freitag, August 25, 2006

Gedeck.

Ein "Gedeck" zu verlangen, ist so ungewöhnlich, zumindest außerhalb Italiens ("coperto") und Frankreichs, daß viele Gastronomen gar nicht mehr wissen, was das ist. Es handelt sich um den Instrument, mit dem man den direkt den Umsatz mit einem Gast erhöht, einen fixen Preis, der zu den Preisen für den Verzehr aufgeschlagen wird, gerechtfertigt etwa mit Kosten für die Unterhaltung, den Service oder auch etwas Brot, aber eigentlich der Preis für einen Platz.

Emanuel Stadler, der Obmann der Kärntner Spargelwirte verlangt seit 15 Jahren in seinem Restaurant Metzgerwirt in Radenthein ein Gedeck - zur Zeit 1,80 Euro. Siehe dazu: "Geld für Gedeck versalzt Gästen die Rechnung" von Elisabeth Tschernitz-Berger, in: Kleine Zeitung vom 25. August 2006.

Alternative Instrumente zur Erhöhung der Produktivität eines Platzes sind:
  • ein entgeltlicher Eintritt in Verbindung mit der Ausgabe von Verzehrgutscheinen, häufig zu sehen bei Diskotheken.
  • eine "Gesichtskontrolle" beim Eintritt in Diskotheken, bei der nur vermeintlich zahlungskräftige Besucher eingelassen werden und "Frischfleisch".
  • Reservierungssysteme, bei denen vermeintlich zahlungskraeftige Gäste (etwa Geschäftsessen) bevorzugt werden,
  • Bekleidungsvorschriften und Benimmregeln, durch die ein weniger zahlungskräftiges Klientel abgeschreckt werden sollen,
  • durch Mieten für Gasträume, die mit steigendem Umsatz von Speisen und Getränken sinken,
  • durch Eintrittspreise ("für die Musik") wie im Café Europa in Prag oder
  • durch eine Begrenzung der Aufenthaltsdauer, z.B. "Reservierung von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr", um Sitzplätze mittags mehrmals hintereinander zu verkaufen.

Donnerstag, August 24, 2006

Einladung in den Feierhof, Bamberg.

Heute am Vormittag werden die letzten Aufbauarbeiten abgeschlossen. Um 17 Uhr wird der Feierhof im Innenhof von Schloß Geyerswörth geöffnet. Dieses Open-Air-Festival findet statt im Rahmen der Bamberger Sandkerwa, dem vielleicht schönsten Volksfest Bayerns. Von heute an bis einschließlich Montag gibt es Live-Musik bei freiem Eintritt in wunderschönem Ambiente.

Weil die Wettervorhersage leider Regen nicht ausschließt, wurde gestern bereits ein lichtes Zelt mit rund 200 Sitzplätzen in der Mitte des Innenhofs von Schloß Geyerswörth aufgebaut. Weitere 200 Sitzplätze und diverse Stehplätze gibt es im überdachten Eingangsbereich oder sind mit Sonnenschirmen vor Regen geschützt.

Ich lade alle Leser dieses Blogs recht herzlich ein. Der Eintritt ist frei. Die Preise sind günstig. So kostet ein Seidla Bier (0,5 l) nur 2,50 Euro. Eine große Tiefgarage ist nicht einmal einhundert Meter entfernt. Der Feierhof hat 410 Sitzplätze und jede Menge Stehplätze.

Der Feierhof.de ist meines Wissens Deutschlands erstes Event, das von Anfang an konsequent per Blog dokumentiert und beworben worden ist. Außerdem dient dieser Event-Blog der Information der beteiligten Mitarbeiter, Techniker, Künstler und Lieferanten über den Stand der Dinge. Der Feierhof findet in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Das Blog fungiert auch als Archiv der früheren Veranstaltungen.

Mittwoch, August 23, 2006

Amazon aStore.

Seit dem 18. August hat man als Partner des Partnerprogramms von Amazon.de (zeitgleich mit Amazon.com) die Möglichkeit, einen eigenen Store ("aStore" genannt) einzurichten. In ein paar einfachen Schritten kann man ohne HTML-Kenntnisse einen kompletten Online Shop erstellen, der bei Amazon.de gehosted wird, aber dem Design der eigenen Website angepaßt werden kann (farblich, mit eigenem Bild/Logo, in bezug auf den verwendeten Font). Über den Shop kann der Webseitenbetreiber seinen Besuchern den kompletten Amazon Produktkatalog anbieten, oder auch nur einige ausgewählte Produktkategorien. Ein Beispiel-Shop von Abseits.de.

Für die Zukunft ist geplant, daß man mit einem Partner-Account mehrere aStores erstellen kann (pro Tracking ID einen seperaten aStore).

Was mir noch nicht gefällt, ist, daß man seine aStore-Einstellungen nicht speichern kann. Wenn man etwas ändern möchte, muß man alle Eingaben wiederholen. Aber das neue Feature aStore ist noch Beta und man ermuntert die ersten Anwender zu einem Feedback und zur Äußerung von Wünschen.

Es ist an sich erstaunlich, daß Amazon.de so etwas erst jetzt anbietet. Sogar kleine Partnerprogramme bieten etwas Vergleichbares schon lange an, so z.B. Starkalender.com. Ein Beispiel-Shop.

Markus Reischmann, der für das Partnerprogramm bei Amazon.de verantwortlich ist, hat sich in den letzten Tagen von drei Blogs interviewen lassen (die Initiative dazu ging von ihm aus):Diese aktive Öffentlichkeitsarbeit hat insoweit verwundert, als Amazon.de damit von seiner bisherigen jahrelangen Strategie abgekommen ist, sich zu solchen Internas nicht zu äußern. Der reagierende Service auf Reklamationen und Anregungen von Partnern ist zwar stets vorbildlich gewesen (zumindest, wenn ich mich in den Jahren seit dem Start von Amazon.de in Deutschland 1998 an Amazon.de gewendet habe), doch Amazon.de betrieb bislang keine aktive Öffentlichkeitsarbeit in substantiellen Fragen.

Dienstag, August 22, 2006

Gophernow.

Gophernow.com erlaubt eine Suche nach Restaurants und Speisen-Lieferdiensten, die gerade geöffnet haben. Abgedeckt werden aktuell die Städte San Francisco, Boston, New York, Atlanta, Los Angeles, Houston, Austin und einige andere amerikanische Groß- sowie Universitätsstädte. Die aktuell geöffneten Restaurants und lieferbereiten Lieferdienste werden in einer Liste und per Google Maps angezeigt. Man kann auch die Dienstleister auch nach frei wählbaren Suchbegriffen durchsuchen, wie z.B. nach Produktangeboten wie "sandwich".

Das existentielle Problem der Aktualisierung der Daten wird elegant gelöst und den Nutzern geschultert, ähnlich wie es z.B. Clever-Tanken.de auch macht, wo Tankwarte und "Benzin-Preispiloten" (Nutzer; Autofahrer) gebeten werden, die Daten zu aktulisieren:
"Gophernow makes it easy to find information about restaurants open late. So next time you're hungry, you know where to go. But it's built by you. You add the restaurants, you add the hours, you add the descriptions. So register and contribute to a late night resource for everyone."
Die Entwicklung des Projekts kann seit dem 26. Juli 2006 im Gophernow Blog verfolgt werden.

Munter drauflos fabulieren.

Gibt es eigentlich eine Journalistenschule, in der man rhetorische Tricks wie den folgenden lernt?
"Im Printbereich sollte zumindest eine rudimentäre Kenntnis des Berichtsgegenstandes vorhanden sein, Blogger können munter drauflos fabulieren."
Dies schreibt ein anonymer Blogger mit dem Nickname bzw. Blogname Wazsolls, der sein Geld als Journalist bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung verdient, in seinem Beitrag "Druck aus dem Netz" (via "WAZsolls: Blog eines künftigen Ex-Redakteurs" von Udo Vetter, in: lawblog vom 22. August 2006.)

Diesen Trick, Journalisten, wie sie sein sollen, mit Bloggern zu vergleichen, wie sie sind, hat schon Thomas Leif angewandt. Siehe dazu meine frühere Replik: "Alle Journalisten sind schwul".

Wenn man Journalisten, wie sie sind, zum Vergleich heranzöge, würde man feststellen, daß nicht wenige munter drauflos fabulieren. Nicht unbedingt, weil sie Dummköpfe sind oder Lügenbarone, sondern weil viele, insbesondere bei Tageszeitungen, schlichtweg keine Muße und manche auch keinen Bock haben, zeitaufwendig zu recherchieren.

Das Linzer Unternehmen Spitzbart bietet innovative Architekturkonzepte rund um den Wein.

Individuelle Architekturkonzepte für alle Bereiche rund um den Wein sind die Spezialität von Spitzbart aus Österreich. Das nahe Linz angesiedelte Unternehmen will sich zukünftig verstärkt auf dem deutschen Markt engagieren.
"Wir entwickeln Konzepte für Gastronomen, Winzer und Händler, die eigenständige und zeitgemäße Raumlösungen für ihr Weinangebot suchen"
erklärt Markus Spitzbart.
"Dies reicht von Vinotheken und Weinbistros als Einzelbetrieb oder als Teil von Restaurantlandschaften bis zu Weinshops, Degustations- und Verkaufsräumen."
Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung auf diesem Spezialgebiet versteht der junge Unternehmer die Sprache von Gastronomen und Winzern, weiß, wie man mit Wein umgeht und welche architektonischen Voraussetzungen für einen reibungslosen Service erfüllt sein müssen.

Für jedes Projekt entwickelt das Spitzbart-Team bestehend aus Planern und Architekten eine maßgeschneiderte Lösung ? ein Unikat. Einzigartigkeit ist sein Anspruch: in der Gestaltung, bei der Auswahl von Farben, Formen und Materialien, jedoch stets unter Berücksichtigung von Umfeld und Vorgaben.
"Wir verstehen uns als Partner der Gastronomen und Hoteliers. Wir hören genau hin und entwickeln aus den Ideen der Auftraggeber individuelle Konzepte"
beschreibt Markus Spitzbart die einfühlsame Vorgehensweise seines Teams. Dabei bündelt der Weinspezialist auf Wunsch alle Leistungen in einer Hand, von der Konzeption und Planung, der handwerklichen Umsetzung bis zur Nachbetreuung und bürgt so für den durchgängig hohen Qualitätsstandard.

Bislang ist das sich in dritter Generation in Familienbesitz befindliche Unternehmen erfolgreich in ganz Österreich aktiv. Die neuesten Projekte verdeutlichen die Bandbreite, Vielseitigkeit und den Ideenreichtum des ambitionierten Spezialisten, der sich auf Studienreisen fortlaufend über aktuelle Entwicklungen auf dem internationalen Markt auf dem Laufenden hält.

Für Johann Schmelz, von Falstaff als "Winzer des Jahres 2005" ausgezeichnet, entwickelte und realisierte Spitzbart die Wein Bühne: ein moderner halbrunder Glaspavillon als Mischung aus Weinbar und Verkostungsraum, der die Weine und die Wachauer Landschaft in einer völlig neuen Form in Szene setzt. In eine internationale Sprache übersetzte Spitzbart das Traditionsthema bei der Pachler Weinlounge an der deutsch-österreichischen Grenze: unkomplizierter moderner Genuss in trendiger Atmosphäre mit Kaminofen und roten Ledersesseln vor der mit braunem Leder bezogenen Wand.

Seine Ideen und neuen Ansätze, das Thema Wein in der Gastronomie und Hotellerie zu inszenieren, will Markus Spitzbart zukünftig auch auf dem deutschen Markt verwirklichen.
"Es wird Zeit, dass Wein modern, jung und frisch präsentiert wird ? bei allem Respekt vor diesem Kulturgut und der nötigen Umsicht im Umgang damit."
Mit Wein können neue Kundengruppen erschlossen und Stammgäste überrascht werden, ist sich Markus Spitzbart sicher.

(Quelle: Pressemitteilung der Friedrich Spitzbart GesmbH).

Stefan Stillers Speisekarte.

Das wird nicht nur Thorsten Sommer erfreuen: Stefan Stiller hat "Die aktuelle Speisekarte" des Mimosa Supperclubs in Shanghai online gestellt, genauer gesagt das erste von vier Menüs. Die weiteren sollen folgen.

Das Besondere seines Speisekarten-Konzepts, einer Variante eines "Tasting-Menüs", ist auch in einem Foto erkennbar. Ein Gang besteht aus drei Zubereitungen einer wesentlichen Zutat. Der Preis eines Menüs - das habe ich in einer Reportage von Planetopia gehört - beträgt nur 42 Euro, ein Preis der sicherlich den vergleichsweise geringen Personalkosten in Shanghai geschuldet ist. Denn vom Aufwand her gesehen handelt es sich um ein 12-Gänge-Menü, das in vier Schüben serviert wird.

eBay Express.

eBay Express hat seine Tore nunmehr auch in Deutschland geöffnet. Damit geht eBay konsequent den Weg weiter weg von dem ursprünglichen Auktionshaus hin zu einem Online-Warenhaus und nähert sich damit noch mehr dem Geschäftsmodell von Amazon und anderen an, die ihrerseits Auktionen integriert haben (Amazon.de-Auktionen gibt es seit Herbst 1999).

eBay Express ist Anbietern gewerblicher und originalverpackter Neuwaren vorbehalten. Dies dürfte bei Käufern mit gewissen Vorbehalten vor Käufen von privaten und nicht eindeutig als gewerblich erkennbaren Anbietern Vertrauen schaffen. Bezahlt werden kann zur Zeit nur per Kreditkarte und PayPal. Das Lastschriftverfahren, das insbesondere in Deutschland populär ist, soll dazu kommen.

Gastronomen und Hoteliers können eBay Express wie auch bereits eBay und konkurrierende Websites sowohl zum Vertrieb wie auch zur Beschaffung nutzen. Siehe dazu: "Online-Auktionen als Beschaffungs- und Vertriebskanal im Gastbewerbe" (was für Auktionen gilt, gilt mit Einschränkungen auch für Festpreisangebote, denn beides sind im Grunde nur unterschiedliche Preismodelle bzw. Verfahren zur Preissetzung). Anbieter müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen, insbesondere müssen sie sich bei eBay bewährt haben.

Das Sortiment von eBay Express richtet sich - wenigstens zur Zeit noch - vor allem an private Endverbraucher. Aber die von gastgewerblichen Betrieben nachgefragten Produkte sind ja teilweise mit den privat nachgefragten Produkten identisch, insbesondere bei kleinen Betrieben des Gastgewerbes. Dennoch findet man Angebote für die Gastronomie eher noch bei eBay als bei eBay Express.

GastgewerbeFotos.

In der rechten Naviationsspalte des Blogs, das Sie gerade lesen, finden Sie ein Flickr-Badget, eine Art Mini-Ausstellung von Fotos auf Flckr, die mit dem Tag "GastgewerbeFotos" versehen worden sind. Wenn Sie selbst eigene oder fremde Bilder, die thematisch passen, dort einbringen wollen, versehen Sie sie mit diesem Tag.

Fotos, die auf diese Weise "getaggt" worden sind, und ihre Fotografen haben die Chance, in diesem Blog vorgestellt zu werden:

Interaktive Ausstellung von Selbstportraits auf Flickr.

Die interaktive Ausstellung Self-Portraitr in der New Yorker Galerie Pace/MacGill schlägt eine Brücke zwischen den Besuchern einer stationären Galerie wirklichen und der Online-Foto-Community Flickr. Sie ist noch bis zum 25. August 2006 zu sehen.

In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Photography, Video and Related Media der School of Visual Arts wird eine interaktive Ausstellung von "Selbstporträts in Flickr vor Ort gezeigt. In der Galerie vor Ort sind zehn Bildschirme aufgestellt, auf denen sich die Galeriebesucher die Selbstporträts in Flickr anschauen können. Auf einigen Monitoren laufen Diashows dieser Selbstporträts, auf anderen von der Galerie ausgewählte Selbstporträts.

Weltweit kann man eigene oder fremde Selbstporträts der Ausstellung beifügen, indem man sie mit dem Begriff (tag) "selfportraitr" oder "self portrait" versieht. Ergänzend haben die Aussteller auf der eigenen Website zusätzliche Möglichkeiten geschafffen, die Fotos zu kategorisieren, über Fotos abzustimmen und solche Fotos anzuzeigen, die am häufigsten angesehen worden sind.

(via "Selfportraitr" von Heather Champ, in: FlickrBlog).

Ausser-Haus-Verzehr von Speisen und Getraenken in Grossbritannien uebersteigt Verzehr zu Hause.

Das statistische Amt (Office of National Statistics) von Großbritannien hat Zahlen veröffentlicht, die belegen, daß die Briten mittlerweile mehr Geld für Essen außer Haus ausgeben als für die Speisen am heimischen Herd: "Britons spend more on eating out than at home" von Leah Vyse, in: Food Business Review vom 22. August 2006. Die Ausgaben für Essen außer Haus sind demnach zwischen 1992 und 2004 um 102 Prozent gewachsen und damit fast doppelt so schnell wie die für Speisen und Getränke zu Hause (53,4 Prozent).

Man muß bei solchen Zahlen jedoch bedenken, daß Essen und Trinken außer Haus in der Regel teurer ist als Essen und Trinken zu Hause, weil zu Hause nur die Kosten der Waren anfallen. Deshalb erklären häufigeres Essen außer Haus und die Inanspruchnahme von Lieferdiensten solche Zahlen nur zum Teil. Dahinter verbergen sich auch steigende Kosten, vor allem Lohnkosten, bei den Anbietern von Essen außer Haus.

Montag, August 21, 2006

Spaete Einsicht.

Bereits im April habe ich die Gesundheitsreform der fetten Regierung wegen ihrer verrückten Idee kritisiert, eine neue Mammutbehörde mit zehntausenden Sesselfurzern zu schaffen: "Die Gesundheitsreform als buerokratisches Monster" und später in meinem Beitrag "Blind, blinder, MdB" gefragt, wie das praktisch funktionieren soll, also wer die Kosten trägt, welche Menschen dort die Arbeit erledigen sollen oder welches die Standorte sein sollen.

Jetzt hat Klaus-Theo Schröder, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium im "Focus" zugegeben, daß diese Schwachsinnsidee nicht mehr realisiert werden soll. Stattdessen sollen jetzt die Krankenkassen-Mitarbeiter, die die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung einziehen, dies auch weiterhin erledigen: "Keine eigene Behörde für Gesundheitsfonds". Warum nicht gleich so?

Welches Bier zu welchem Essen passt.

Welches Essen schmeckt zu welchem Bier und umgekehrt? Diese Frage beantwortet der Deutsche Brauerbund mit einer Graphik (1,4 MB), in der tabellarisch Kombinationen von verschiedenen Speisen und Biertypen beurteilt werden.

Sonntag, August 20, 2006

Nutzung von Gaststaetten als Arbeitsplatz der Gaeste.

Alexander Greisle hat in seinem Blog work.innovation einige Gedanken zu modernen Konzepten nieder geschrieben, bei denen eine herkömmliche Büroarbeitsumgebung und eine herkömmliche Gaststätte (etwa ein Café) kombiniert werden. Stichwort: Café als Arbeitsort. Lesen Sie selbst: "Platz für mobile Arbeiter und Selbständige".

Auf ähnliche Vorstellungen bin ich bereits früher eingegangen: "Das Kaffeehaus als Buero".

Ein paar Anmerkungen zum Konzept von Alexander Greisle:
  • Ähnliche Dienstleistungen werden bereits angeboten. Hotels vermieten Veranstaltungsräume und damit zusammenhängende Produkte und Dienstleistungen. Die Verrechnung erfolgt meist teilweise raumbezogen (Miete), abhängig von den zur Verfügungen gestellten Geräten (etwa Mieten für Projektor), teilweise verbrauchsbezogen (Verbrauchsmaterialien, evtl. Strom usw.), teilweise abhängig von der Teilnehmerzahl (Tagungspauschale) oder auch in Form einer zusätzlichen Berechnung von bestellten Speisen und Getränken á la carte.
  • Auch einige Existenzgründungszentren erinnern an das Geisslersche Konzept. Sie bieten Seminarräume, Beratungs- und vielfältige Serviceleistungen, die von den Mietern und teilweise auch von Externen variabel genutzt werden können. Siehe etwa das Innovations- und Gründungszentrum Bamberg.
  • In eine ähnliche Richtung gehen die IHK-Firmenpools (Gemeinschaftsbüros), wie sie deutschen Unternehmen im Ausland zur Verfügung stehen. Siehe dazu: "IHK-Firmenpools: Gemeinschaftsbüros vom Baltikum bis Vietnam".
  • Die Besonderheit bei dem von Alexander Greisle skizzierten Modell besteht wohl darin, daß (auch) Einzelarbeitsplätze zur Verfügung gestellt werden und zwar variabel, etwa stunden- oder tagesweise, evtl. nach vorheriger Reservierung oder auch ohne, soweit Arbeitsplätze frei sind. Begleitend werden Produkte (wie Speisen) und Dienstleistungen (z.B. Ausdrucke und andere Bürodienstleistungen angeboten. So etwas bieten bereits bessere Internetcafés, denen aber meist darüber hinaus gehende Dienstleistungen wie Besprechungsräume, Spinde oder Schließfächer, um Unterlagen zu deponieren usw. fehlen, und die meist zu wenig Platz pro Arbeitsplatz bieten, etwa um Unterlagen ausbreiten zu können.
  • Die Probleme solcher Konzepte lassen sich ablesen aus den Besonderheiten und Schwierigkeiten etwa von Fitness-Studios oder Golfplätzen. Fitness-Studios müssen Räume, einen grossen Park an Fitnessgeräten und im Vergleich zur Gastronomie recht qualifiziertes Personal vorhalten. Golfplätze müssen erheblich in die Grundstücke investieren, den Platz pflegen und relativ qualifiziertes Personal vorhalten. Die sich daraus ergebenen Preise würden bei einer Verrechnung der reinen Zeit der Nutzung abschreckend hoch geraten. Deshalb werden meist verlangt:
    • Aufnahmegebühren
    • Gebühren, die davon abhängen, wie lange der Zeitraum ist, innerhalb dessen der Nutzer die Leistungen in Anspruch nehmen könnte (per anno oder Monat) und
    • weiteren Preise, die für bestimmte Produkte und Dienstleistungen fällig werden (etwa Kursgebühren, Speisen und Getränke an der Bar, Trainerstunden usw.).
  • Auch wenn man als Anbieter solcher Arbeitsplätze meines Erachtens zwingend auf Stammkunden, vertragliche Bindungen und damit mittelfristig gesicherte Einnahmen angewiesen ist, wird man wohl - wie dies auch Golfplätze und Fitness-Studios machen - zur Stammkundengewinnung oder zur zusätzliche Auslastung temporären Gästen einen temporären Zutritt gewehren und mit ihnen rein stundenweise abrechnen.

Akzeptanz von Chilled Food.

Die CMA hat ein bundesweite Befragung durchführen lassen zum Thema "Chilled Food im Außer-Haus-Markt ? Erfolgsplattform für regionalen Handel und Verwender", also zur Akzeptanz von Chilled Food, also gekühlten Convenience-Produkten. Von der MK Consulting wurden in der Zeit vom 16. Juni 2005 bis 31. August 2005 Daten schriftlich erhoben zum Einkaufsverhalten gastronomischer Großbetriebe (Gemeinschaftsverpflegung, Sozialverpflegung, Systemgastronomie und Hotels) mit dem Ziel, Informationen über den Einsatz von Chilled Food und dessen Bedeutung zu erhalten. Befragt wurden die Verantwortlichen für den Einkauf. 75 Rückläufe konnten ausgewertet werden.

Unter "chilled food" versteht man gekühlte Convenience-Produkte in Abgrenzung zu Tiefkühlprodukten, frischen Produkten und Trockenprodukten.

Die Studienergebnisse können kostenlos heruntergeladen werden.

In dieser Studie wird festgestellt, Chilled Food nehme heute über alle Betriebstypen hinweg einen Anteil von 12 % ein. Vorreiter sei die Systemgastronomie mit 18,4%. Mit steigendem Systematisierungsgrad steige auch der Anteil der eingesetzten Convenienceprodukte. Deshalb seien sie in Hotels eher weniger und in der Systemgastronomie eher mehr vertreten. Die stärksten Chilled Food-Produktgruppen seien:
  • Kartoffelspezialitäten,
  • Feinkostsalate und
  • Desserts.
Diese Studie ist für die Gastronomie auch deshalb von Interesse, weil der Einzelhandel mit Home Replacement Meals zunehmend in Konkurrenz tritt zur Gastronomie, aber auch zu Bäckern und Metzgern. Siehe dazu auch unseren früheren Artikel "Die Gastronomie als Käufermarkt".

Bier braucht Heimat.

Die Versuche der Inhaber von Markenrechten, ihre Marke über ihre Bedeutung auf engen Märkten hinaus, zu schützen, sind kaum mehr zu zählen. Besonders nervig ist es, wenn gar versucht wird, Farben (wie gelb oder magenta) oder einzelne Buchstaben wie "T" zu usurpieren.

Zwischen der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu Werner Brombach GmbH, die ohne die Stadt Erding zu fragen, einst sich deren Namen zugelegt hatte, und der Süddeutschen Zeitung, die einer Lokalausgabe den Namen "Erdinger SZ" geben wollte, ist es nach sechs Jahre Streit vor dem Landgericht München zum Show-Down gekommen. Doch das Landgericht München hat, wie selbst für einen juristischen Laien wie mich abzusehen gewesen ist, die Klage der Brauerei gegen die Süddeutsche Zeitung nicht nur abgewiesen, sondern die Bierjuristen in der Urteilsbegründung auch noch kräftig abgewatscht: "Erdinger: Brauerei verliert gegen "Süddeutsche", in: DWDL.de vom 18. August 2006. Um ihrer Klage nicht gleich der Lächerlichkeit preiszugeben, hatte die Brauerei schlitzohrig argumentiert, man gebe die "Erdinger Fanpost" heraus. Das mag zwar auch eine "Zeitung" sein (wenn man den Begriff arg strapazieren will), doch die spielt in einer anderen Liga. Genausogut könnte man die amerikanische Brauerei Anheuser-Busch (152 Millionen Hektoliter per anno, 2002) mit dem Bamberger Brauhaus Robesbierre (15 Hektoliter per anno) vergleichen.

Was die bei Erdinger für diesen Prozeß Verantwortlichen getrieben hat, sich ausgerechnet mit der führenden Lokalzeitung in ihrem Stammgebiet anzulegen, verstehe wer will. Vielleicht will man den vertrauten Slogan "In Bayern daheim. In der Welt zu Hause" ergänzen um "Mit der Süddeutschen verschissen". Bleibt zu hoffen, daß sich "Erdinger" (die Brauerei) es nicht auch noch antut, in die nächste Instanz zu gehen. Gelegenheit, sich weiter zu blamieren, gibt es, denn das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Siehe dazu auch: "Ein Bier ist keine Zeitung", in: Berliner Zeitung vom 18. August 2006.

Deutscher Kaesemarkt in Nieheim/Ostwestfalen.

Vom 1. bis 3. September 2006 findet in Nieheim in Ostwestfalen der 5. Deutsche Käsemarkt statt. Über 70 Käseproduzenten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland sowie Winzer aus fast allen Anbauregionen Deutschlands werden erwartet.

Ebenso im Zeichen der Geschmacksvielfalt und Sinnlichkeit stehen die Geschmackserlebnisse, die von Slow Food Deutschland organisiert werden. Wie schmeckt Ziegen-, Schaf- oder Kuhmilchkäse? Was ist ein Lappenpickert? Kulinarisches rund um Käse und Wein, aber auch Wissenswertes zu den lukullischen Begleitern wie Milch, Apfel und Brot wird hier erlebbar. Und auch Kinder können ihre Geschmacksnerven testen - im Slow Food-Sinnesparcours.

Dabei ist auch der Ziegenhof Haus Hülshoff. Auf rund 30 Hektar im Teutoburger Wald werden neben einer vielseitigen Landwirtschaft 80 Toggenburger und Bunte Deutsche Edelziegen gehalten. Ausser Ziegenkäse wird auch das Fleisch der überzähligen Ziegenlämmer und Salami und Schinken von Altziegen angeboten. Seit 1983 wird Ziegenmilch in einer eigenen Hofkäserei vearbeitet.

Meckerkaese.

Gisela Reiners stellt den Deilshof von Ulf Wegener in der Lüneburger Heide vor, wo ein Ziegenkäse entsteht, der unter Hamburger Feinkosthändlern und Spitzenrestaurants in Hamburg begeisterte Abnehmer findet: "Leidenschaft für Ziegenkäse", in: Welt am Sonntag vom 20. August 2006.

Fruehstueckskarte der Wiener Kaffeehaeuser.

Die Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser präsentierte am Tag des Kaffee 2005, dem 1. Oktober, eine Frühstückskarte die für alle Mitgliedsbetriebe der Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser verfügbar ist.

In der grafisch an das erfolgreiche Kaffee ABC angehlehnten Frühstückskarte werden die fünf beliebtesten Frühstücksavarianten - das Wiener Frühstück, das Vitale Frühstück, das Grosse Frühstück, Einfach Klassisch und das Prickelnde Frühstück - präsentiert und mit Geschichten rund um die Annehmlichkeiten und die Geschichte des Frühstücks im Kaffeehaus verfeinert. Das perfekte Rezept für ein genussvolles Frühstück im Kaffeehaus. Zur Bewerbung der neuen Frühstückskarte wird zustäzlich ein Fensterkleber produziert.

Die Frühstückskarte und der Fensterkleber als .pdf zum Anschauen:

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Surfen und/oder essen.

In meinem Beitrag vom 23. Juni 2005 über die Frage "WLAN kostenlos oder -pflichtig anbieten?" habe ich auch auf Klagen amerikanischer Kollegen hingewiesen, die zunehmend mit Gästen konfrontiert sind, die stundenlang und schweigsam vor ihren Notebooks sitzen und nichts oder wenig konsumieren.

Sophie Lübbert ist diesem Problem in Hamburg nachgegangen: "Surfen statt essen", in: Welt am Sonntag vom 20. August 2006. Einige Kollegen hätten den Internetzugang bereits wieder abgeschafft.

Mich erinnert das an ein Erlebnis vor rund 20 Jahren. Wir hatten 1983 in Bamberg unser "Café Abseits" eröffnet, die erste Gaststätte in Bamberg, die in der Tradtion Wiener Kaffeehäuser mehr als die übliche regionale Tageszeitung ihren Gästen zum Lesen anbot. Damals war dies ein Service, den die Bamberger nur aus von Friseuren und aus den Wartezimmern von Arztpraxen kannten, dort aber nur in Form von alten Zeitschriften. Als ich den uns gegenüber gelegenen "Griechen" besuchte, ist mir aufgefallen, daß dort keinerlei Zeitungen auslagen. Ich fragte den Nachbarn und Kollegen, warum es bei ihm keine Zeitungen gäbe. Er antwortete schlicht, die Leute sollten bei ihm essen und nicht lesen.

Das hat mir damals doch zu denken gegeben und zu der Erkenntnis beigetragen, daß es auf das jeweilige gastronomische Konzept ankommt und auf die konkreten Gegebenheiten wie Raumangebot, Auslastungsgrad, ob man den Betrieb nur zu Zeiten mit hoher Auslastung (mittags und abends) öffnen will oder ein Ganztagesangebot anstrebt. Was spricht etwa dagegen, einen Internetzugang ausschließlich außerhalb der Stoßzeiten anzubieten, wenn man diese Einschränkung deutlich kommunuziert oder die Zahl der Internetzugangsmöglichkeiten tageszeitvariabel bzw. abhängig von der Sitzplatzauslastung schwanken zu lassen?

Der "Grieche" uns gegenüber hat mittlerweile aufgegeben, ist in seine Heimat zurückgekehrt und einem "Thailänder" gewichen. Keine Zeitungen und Zeitschriften auszulegen, hat auch nicht geholfen.

Samstag, August 19, 2006

Q-Hotel, Berlin.

Früher ritt sie für Deutschland Dressur, heute führt sie als Geschäftsführerin die Hotels "Hackescher Markt" in Berlin, "Atrium Rheinhotel" in Köln und das "Q-Hotel" in Berlin: Hotel Q! eröffnet. Die Berliner Morgenpost porträtiert Eva-Miriam Gerstner: "Die Hotelchefin, die Prominente nach Berlin lockt" vom 24. Juli 2006.

Im letzten Jahr wurde das Hotel Q vom Magazin Travel & Leisure mit einem Design Award ausgezeichnet. Siehe dazu: "Q! Hotel: Stars und Design" von Petra Maerlener, in: Tophotels.com vom 21. März 2005.

Freude schoener Goetterfunken.

Wenn Anwälte die Korken knallen lassen, weil das Antidiskriminierungsgesetz ("Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) doch noch in Kraft getreten ist, werden wohl die Unternehmer die Zeche zahlen sollen, sei es in Form von Schulungen, Fachliteratur oder auch Kosten für Anwälte, die Gerichte und Abfindungen, Schadenersatzzahlungen und Schmerzensgelder für die arg so diskriminierten Arbeitnehmer.

Gottseidank hat der Numerus Clausus für das Studium der Humanmedizin eine all zu große Medizinerschwemme verhindert. Die würden jetzt vielleicht Menschen über den Haufen fahren, wenn es zu wenig Patienten gäbe für ihre nicht ausgelasteten Praxen.

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Hasseroeder-Bierglas zur Ausstellung "Heiliges Roemisches Reich Deutscher Nation".

Wernigerode/Magdeburg ? Die große Mittelalterschau "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation", die vom 28. August bis 10. Dezember im Kulturhistorischen Museum Magdeburg gezeigt wird, erhält namhafte Unterstützung. Die Hasseröder Brauerei - unangefochtener Marktführer in Ostdeutschland und größte Brauerei Sachsen-Anhalts ? fördert das Kulturereignis.

Als Kultursponsor beteiligt sich die Brauerei an den Kosten, die für den Kunsttransport der hochrangigen mittelalterlichen Ausstellungsobjekte nach Magdeburg anfallen.

Das Engagement der Hasseröder Brauerei umfasst neben finanzieller Unterstützung auch die Herstellung eines Sonderglases, das in einer limitierten Auflage produziert wird. Interessierte und Sammler können im Museums-Shop die edlen Goldrand-Pokale zum Preis von 5,60 Euro als besondere Erinnerung erwerben. Die Gläser zieren in hochwertiger Optik auf der einen Seite das Hasseröder-Logo und auf der anderen Seite das Hauptmotiv der 29. Ausstellung des Europarates, den singenden Kaiser Heinrich VI. aus dem Codex Manesse.
"Die Bierkultur wie wir sie heute schätzen, ist eine Errungenschaft des Mittelalters. Geregelter Braubetrieb fand damals in den Klosterbrauereien statt. Heute gehört es zur Atmosphäre großer Kulturereignisse wie unserer Ausstellung zum Heiligen Römischen Reich dazu, dass man auch für das leibliche Wohl seiner Besucher sorgt. Was läge da näher, als mit der beliebtesten Brauerei des Landes zu kooperieren? Dankbar bin ich der Hasseröder Brauerei dafür, dass sie sich zu einer umfangreichen Kooperation entschieden hat, die von finanzieller Unterstützung bis hin zur Anfertigung eines Erinnerungsglases reicht,"
so der Leitende Direktor der Magdeburger Museen, Prof. Dr. Matthias Puhle über das Engagement des in Wernigerode beheimateten Bierherstellers.

(Quelle: Pressemitteilung der Landesausstellung Sachsen-Anhalt 2006).

Mini-Jobber in privaten Haushalten.

Der Mitteldeutsche Rundfunk meldet ("Immer mehr Haushaltshilfen als Mini-Jobber" vom 19. August 2006), daß nach Angaben der Mini-Job Zentrale die Anzahl der Mini-Jobber in privaten Haushalten im Vergleich zum letzten Jahr um 123 Tausend zugenommen und in gewerblichen Unternehmen um knapp 300 Tausend abgenommen haben.

Wie interpretiere ich diese Zahlen?
  • Ein Teil der Unternehmen hat erkannt, daß die Abgaben für Mitarbeiter, die knapp über 400 Euro im Monat verdienen ("Gleitzone"), niedriger sind als für geringfügig Beschäftigte knapp unterhalb von 400 Euro (siehe dazu meinen entsprechenden Tipp "Pauschale Beitraege fuer Mini-Jobs sollen um 5 Prozentpunkte steigen"). Man hat reagiert und mit Mitarbeitern vereinbart, daß sie monatlich etwas mehr verdienen, z.B. etwas länger arbeiten. Wovon unter'm Strich beide profitieren.
  • Nicht ausschließen mag ich auch, daß insbesondere bei Kleinst- und Kleinunternehmen die sehr niedrige Belastung mit Sozialabgaben für Haushaltshilfen und die Steuervorteile für bestimmte haushaltsnahe Tätigkeiten ausgenutzt werden. Jobs, die früher im Unternehmen abgerechnet worden sind, jetzt dem privaten Haushalt zugerechnet werden. Oft sind die Übergänge räumlich ohnehin fließend, etwa bei Reinigungsarbeiten in Pächterwohnungen oder bei Renovierungsarbeiten.

Mindestlohn fuer Zeitarbeit soll allgemeinverbindlich werden.

Im Mai 2006 haben zwei große Zeitarbeitsverbände mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund einen tariflichen Mindestlohn für Zeitarbiet vereinbart. Darüber haben wir bereits berichtet: "Mindestlohn fuer Zeitarbeit vereinbart".

Das Bundesarbeitsministerium will nun, obwohl bestritten wird, daß diese beide Verbände für die ganze Branche sprechen können, diesen Mindestlohn für allgemeinverbindlich erklären: "Allgemeiner Mindestlohn ist vom Tisch" von Stefan Sauer, in: Kölner Stadtanzeiger vom 19. August 2006.

Strategisch kommt dies sicherlich den Unternehmen, die in diesen beiden Verbänden organisiert sind, entgegen. Ihre Mitgliedsfirmen werden dadurch besser vor Konkurrenz durch günstigere Wettbewerber geschützt, insbesondere vor der Konkurrenz von Zeitarbeitsfirmen aus den EU-Beitrittsländern, die ab 2009 freien Zugang nach Deutschland haben.

Aber diese für Teile Deutschlands über dem Marktlohn liegenden Vergütungssätze bieten auch der Gastronomie Chancen, für andere Branchen Dienstleistungen zu Preisen anzubieten, die kostengünstiger sind, als wenn sie weiter auf Zeitarbeitsunternehmen zurückgreifen.

La Slish, Dearborn.

Die Restaurantkette La Slish bietet eine Küche mit mediterranen Rezepten sowie Rezepten des mittleren Ostens mit einem Schwerpunkt auf libanesischer Küche. Der Franchisegeber hat sein Hauptquartier in Dearborn im amerikanischen Bundesstadt Michigan. Und das ist kein Zufall.

Dearborn ist eine Stadt, in der sich die weißen Bürger viele Jahrzehnte lang gegen den Zuzug von Schwarzen gewehrt haben:
"1966 versuchte die erste schwarze Familie, sich in Dearborn niederzulassen. Die Nachbarn stellten ihnen zur Begrüßung Grabsteine im Garten auf. Die Familie zog 1968 aus. Heute ist Dearborn zu [extern] 1,28% schwarz - aber allerdings auch zu rund 40% arabisch. Die Weißen ziehen zwar Leine und gehen in die exurbs, aber die Schwarzen erinnern sich an Hubbard und bleiben fern. So entstand die zweitgrößte arabische Gemeinde in den USA..."
(Quelle: "Die Flucht der Weißen in den USA" von Craig Morris, in: Telepolis vom 19.08.2006.

Der erste Betrieb dieser Restaurantkette wurde 1989 eröffnet. Mittlerweile gibt es 14 Läden.

Produkte auf der Speisekarte, für die "La Slish" besonders gelobt wird, sind;

Hotelblogger.

Der Hotelblogger arbeitet nebenberuflich als Rezeptionist in verschiedenen Berliner Hotels:
"Da ich keine Ausbildung für diesen Beruf habe, lerne ich jeden Tag Neues dazu. Daran darfst Du teilhaben."

Freitag, August 18, 2006

Deutsche Spitzenkoeche - ein Schwerpunktthema bei ARD EinsPlus.

Sonntags von 16.00 bis 19.00 Uhr wird dem Zuschauer bei ARD EinsPlus ein wöchentlich wechselnder Themenschwerpunkt geboten. Am Sonntag, 20. August 2006 ist das Schwerpunktthema "Deutsche Spitzenköche" dran:
  • ab 16.00 Uhr: "Der Jahrhundertkoch - Eckart Witzigmann" von Stefan Quante.
  • ab 16.30 Uhr: "Kocholymp im Bergischen" von Stefan Quante. Über die Drei-Sterne-Köche Dieter Müller und Joachim Wissler.
  • ab 17.15 Uhr: "Koch-Kunst mit Vincent Klink". Ein Heimspiel für Vincent Klink: Der Meisterkoch von der Stuttgarter Wielandshöhe gewährt in dieser Folge von "Koch-Kunst unterwegs" nicht nur Einblick in die Töpfe und Pfannen seiner eigenen Gourmetküche, er präsentiert auch zusammen mit Moderator Markus Brock Ambiente und Umfeld seines Feinschmeckertempels hoch über den Dächern von Stuttgart. Vom Weinkeller bis in die begehbaren Kühlschränke hinein stehen deshalb alle Türen offen.
  • ab 17.45 Uhr: "Wortwechsel" von Bernd Dost. Walter Janson im Gespräch mit Harald Wohlfahrt, 3 Sterne Michelin-Koch.
  • ab 18.15 Uhr: "Testfall: Köche. Wie arbeiten Restaurant-Kritiker?" von Sigrid Faltin.

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Gastronomische Quartette.

Wer hat in seiner Jugend nicht Autoquartett gespielt? Jetzt kommen Quartette wieder in Mode und zwar auch als Werbemittel unter anderem für gastronomische Betriebe:
  • Beim Berliner Dönerbuden-Quartett kann man auf 32 Spielkarten mit Dönerpreisen und den Brüdern des Besitzers auftrumpfen und dabei jede Menge Fachwissen zu den das Stadtbild prägenden Verkaufsorten sammeln.

    Die Idee für das Projekt hatten drei junge Gestalter von Pool72 Intermedia Design in Hannover, als sie bei einem Besuch in der Hauptstadt nachts auf der Suche nach einem Döner waren. Sie verantworten auch das Design des Quartetts und haben den befreundeten Screendesigner Michael Füsslin als fachkundigen Mann vor Ort dazu geholt, der die Fotos geschossen hat. Das Kartenspiel wird von dem Berliner Verlag "Die Gestalten" vertrieben, der auf zeitgenössische Design-Themen spezialisiert ist. Werfen Sie einmal einen Blick auf einige der Karten.

  • Der Verlag Kultquartett bietet Bar- und Clubquartetts mit Ausgaben für Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Mallorca und das Ruhrgebiet (in Hamburg: Bar- und Kneipenquartett). In jeder Stadtausgabe werden 48 Bars, Kneipen und Clubs spielerisch vorgestellt. Auf jeder Spielkarte befindet sich auch ein Coupon (Thekengutschein) für eine besondere Vergünstigung in der vorgestellten Location: Vom Frei-Caipirinha, über 2for1-Angebote bis hin zur vergünstigten Übernachtung direkt auf dem Kiez. Gespielt wird nach den normalen Quartettregeln bis ein Spieler alle Karten hat. Die Kategorien sind Eröffnungsjahr, Entfernung der Theke von der Eingangstür, Bierpreis, Zapfhahnanzahl, Getränkeanzahl, Anteil der weiblichen Beschäftigten oder Thekenlänge. Außerdem verraten sogenannte Bonuspunkte noch etwas mehr über die Ausstattung der Bar/Kneipe. Darüber hinaus ist auch der Couponwert eine Spielkategorie.

  • Vom "Gedankenreisebüro" Kopftourist.de gibt es ein "Berliner Currywurst-Quartett". Auf großformatigen und exklusiven Spielkarten wurden 36 ausgewählte Berliner Currywurstbuden verewigt.

  • Quartett-KarteAm 5. Septenber 2006 erscheint von dem Bamberger Frank Wetzel das 1. Franken-Bier-Quartett. Vorgestellt werden 32 fränkische Brauereien mit je einem ihrer Biere, mit einem Bild der Brauerei bzw. Brauereigaststätte, seit wann das Brauerecht besteht, wie groß der jährliche Bierausstoß ist (die kleinste Brauerei hat einen Ausstoß von 330 Hektoliter per anno), wie hoch der Stammwürze- und Alkoholgehalt ist, wie lange die Mindesthaltbarkeit und wieviele Biersorten gebraut werden. Vorausgesetzt die Erstauflage von 3.000 Stück kann abgesetzt werden, sollen in einer zweiten Ausgabe weitere 32 fränkische Brauereien vorgestellt werden. In der Region mit der höchsten Brauereidichte der Welt herrscht an Brauereien ja kein Mangel. Die Angaben wurden alle vor Ort bei den Brauereien gecheckt. Frank Wetzel hat mir glaubwürdig versichert, daß er in jeder der enthaltenen Brauereien wenigstens ein Bier getrunken hat. Ab Mitte September 2006 gibt es dieses Quartett unter anderem im Bamberger Café Abseits für nur 3,50 Euro zu kaufen.

  • Ein Bierquartett gibt es auch vom Kultquartett mit 32 Biere aus allen Regionen Deutschlands. Kategorien sind der Alkoholgehalt, der Stammwürzegehalt, die Kalorien, das Gründungsjahr der Brauerei und der Bitterwert des Biers. Jeder Packung liegt ein Flaschenöffner bei.

Festival der Biervielfalt in Hallein.

Das 4. Festival der Biervielfalt findet heuer wieder im Ziegelstadl Hallein (Pernerinsel) statt - und zwar vom Donnerstag, 26. Oktober bis Samstag, 28. Oktober 2006, jeweils von 17.00 bis 1.00 Uhr. Veranstalter ist der Verein BierIG Österreich, eine Interessengemeinschaft der Bierkonsumenten. Erwartet werden mehr als 3000 Besucher, darunter viele Hobbybrauer und Betreiber von Micro Breweries (Gasthausbrauereien). Am 28. Oktober findet dort auch die 4. Staatsmeisterschaft der Haus- und Kleinbrauer statt. Der Ausstellungsplan.

Vielen Dank an Frank Wetzel, der dieses Festival besuchen wird, für den Hinweis darauf.

Genossenschaft der Sesselfurzer.

Sage keiner, daß im Bundestag Sesselfurzer sitzen, die sich um Dinge kümmern, die unwichtig sind, und wichtige Probleme keiner Lösung zuführen. So wurde heute im Bundesgesetzblatt verkündet, daß die Bezeichnung "der Genosse" in Zukunft durch die Bezeichnung "Mitglied der Genossenschaft" ersetzt wird: "17.08.2006 Frischer Wind für Genossenschaften", in: Pressemitteilungen der Bundesregierung vom 17. August 2006.

Angesichts solcher weltbewegenden Reformen muß man schon froh sein, wenn die schwachsinnige Idee, die Berufsbezeichnung "Müller" durch die Bezeichnung "Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft" zu ersetzen, in letzter Minute noch gestoppt werden konnte: "Müller bleibt Müller" vom 24. Mai 2006 von der IHK Hannover.

Es reicht schon, daß man die schöne Bezeichnung "Lehrling" durch "Auszubildender" ersetzt hat. So verhaspelt man sich leicht, wenn man zwischen Auszubildendem (früher: Lehrling), Ausbilder (früher: Meister) und Ausbildendem (früher: Lehrbetrieb) unterscheiden will und man hat Mühe, Texte zu verstehen wie die Erklärung von Wikipedia, was ein Ausbildender ist:
"Ausbildender ist derjenige/diejenige, der/die einen anderen zur Berufsausbildung einstellt ( § 53 Berufsbildungsgesetz). Daher können alle natürlichen und juristischen Personen Ausbildende sein, wenn sie die Voraussetzungen der persönlichen Eignung erfüllen. Im Einzelfall ist der Ausbildende die Person, die den Berufsausbildungsvertrag mit dem/der Auszubildenden abschließt. Der Ausbildende überträgt dem Ausbilder seine vertraglichen Ausbildungspflichten (wenn er/sie nicht selbst ausbildet) und haftet für Fehler des Ausbilders."
Diese Sesselfurzer-Sprache erinnert mich an "Fischers Fritz fischt frische Fische...".

Mehr über Neusprech, die vom herrschenden Regime vorgeschriebene, künstlich veränderte Sprache.

Trash People von HA Schult im Hotel Eden Frueh am Dom.

Zwei der 1.000 Trash People, mit denen Objekt- und Aktionskünstler HA Schult um die Welt zieht, begrüßen den Gast im Foyer des Kölner Eden Hotel Früh am Dom. Die Bilder ihrer Stationen Paris und Moskau, Peking, Kairo, Zermatt, Kilkenny und Brüssel zieren die Wände der Gästezimmer. 1999 verwandelte HA Schult eine Ruine an der Flughafenautobahn Köln-Bonn, in sein imaginäres "Hotel Europe" mit 130 Porträts bedeutender Personen europäischer Zeitgeschichte. Jetzt fand eine Auswahl der "Gäste" ein neues Zuhause im "Eden Hotel Früh am Dom".

Mehr über "HA Schult" im Online-Lexikon Wikipedia.

Rauchen als gemeingefaehrliche Krankheit.

Auf der Suche nach einem Ansatzpunkt für eine Bundeskompetenz für ein gesetzliches Rauchverbot in Gaststätten ist man im Gesundheitsministerium auf die absurde Idee gekommen, Rauchen als "gemeingefährliche Krankheit" anzusehen: "Bundesregierung strebt schnelles Rauchverbot an", in: Die Welt vom 17. August 2006.

Zitat aus "Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulrike Höfken, Birgitt Bender, Dr. Harald Terpe, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 16/1011 - Gesetzeslage und Erfolge zum Schutz vor Passivrauchen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union" (PDF):
"Nach dem Grundgesetz liegt die Gesetzgebungskompetenz für Regelungen zum Gesundheitsschutz in Deutschland in erster Linie bei den Ländern. Eine Zuständigkeit des Bundes für Regelungen zum Schutz vor Passivrauchen besteht allenfalls über die Bundeskompetenzen zum Arbeitsschutz, zu Maßnahmen gegen gemeingefährliche Krankheiten und dem Verkehr von Giften, sowie zur Luftreinhaltung."
Interessant ist auch eine weitere Antwort auf die Frage:
"Welche Auswirkungen hätte die im Rahmen der Föderalismusreform vorgesehene Übertragung der Zuständigkeit für die Gaststättengesetzgebung vom Bund an die Bundesländer auf die Regelungskompetenz des Bundes für ein umfassendes Rauchverbot in Gaststätten?

Regelungen über ein Rauchverbot in Gaststätten könnten auch auf die Gesetzgebungskompetenz für das Recht der Gaststätten gestützt werden. Wenn das Recht der Gaststätten, wie derzeit vorgesehen, im Rahmen der Föderalismusgesetzgebung vom Bund auf die Länder übergehen soll, wären die Länder für die Regelungen für ein Rauchverbot auf Basis des Gaststättenrechts zuständig. Gegebenenfalls könnte dies zu - je nach Land - unterschiedlichen Regelungen führen. Eine Zuständigkeit des Bundes für Regelungen zum Schutz vor Passivrauchen kommt im Übrigen über die Bundeskompetenzen zum Arbeitsschutz, zu Maßnahmen gegen gemeingefährliche Krankheiten und dem Verkehr von Giften, sowie zur Luftreinhaltung in Betracht.
Leider hat die Parlamentarische Gesundheitsstaatssekretärin Marion Caspers-Merk (SPD) als Chefstrategin für das geplante Rauchverbot in der Gastronomie mangels Fachkompetenz (sie hat Politikwissenschaft, Germanistik und Geschichte studiert) nicht bedacht, daß der Begriff "gemeingefährliche Krankheiten" klar definiert ist. Nach der "Systematik" der Krankheiten des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumatation und Information versteht man darunter Krankheiten wie Pest, Cholera, Aussatz, Pocken und Fleckfieber.

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Mortler: Ruf nach Raucherknoellchen voreilig.

Zur Forderung, bei Verstoß gegen ein eventuelles Rauchverbot in Gaststätten, öffentlichen Gebäuden, Bussen oder Bahnen ein Bußgeld zu erheben, erklärt die Vorsitzende des Ausschusses für Tourismus im Deutschen Bundestag, Marlene Mortler (CSU, Bundestagsabgeordnete, Wahlkreis Nürnberger Land/Roth):
"Wer den zweiten Schritt vor dem ersten macht, gerät leicht ins Stolpern. Das mögen sich doch bitte einmal die Kollegen merken, die jetzt Bußgelder für Raucher fordern. Bevor nämlich über Bußgelder diskutiert wird, muss erst einmal ein Gesetz auf den Weg gebracht werden. Ein Gesetzentwurf - wer auch immer ihn einbringt - wird sicherlich erst dann kommen, wenn der Gruppenantrag für ein Nichtraucherschutzgesetz, der übrigens bisher noch nicht im Bundestag eingebracht ist, im Plenum eine Mehrheit findet. Und da sollten sich die Befürworter einmal nicht so sicher sein. Zumindest unter dem Gesichtspunkt, dass auch Hotels und Gaststätten mit einbezogen werden, habe ich an der Mehrheitsfähigkeit erhebliche Zweifel.

Die Diskussion der letzten Wochen und Monate hat auch gezeigt, dass es vielen zu weit geht, wenn sich der Staat in den Privat- und Freizeitbereich einmischt. Der Besuch einer Gaststätte gehört ohne Zweifel zum Privatvergnügen jeden Einzelnen. Niemand wird hierzu gezwungen. Auch sollte man den Bürgern ruhig ein bisschen mehr Mündigkeit zutrauen. Wer in einem Lokal Nichtraucherplätze nachfragt, wird diese auch bekommen. Und wenn es diese nicht gibt, dann sucht der Gast eben ein anderes Lokal. Es geht also letztlich um gesellschaftliche Spielregeln und unternehmerische Freiräume. Freiräume, die zugegebenermaßen immer kleiner werden."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestages).

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Donnerstag, August 17, 2006

Werbung in Podcasts.

Noch gibt es kaum Podcasts aus dem deutschen Gastgewerbe. Den meines Wissens ersten habe ich bereits vorgestellt: "Episoden von Gastfreundschaft". Weitere Podcasts (via Episode 31 von "Episoden von Gastfreundschaft"):Die Erstellung ist recht zeitaufwendig, insbesondere die redaktionelle Vorarbeit. Es sei denn, man hat Inhalte, die man zweitverwerten kann (naheliegend: Rundfunksendungen).

Den Aufwand kann man theoretisch refinanzieren, indem man z.B. Werbung von Lieferanten der Gastronomie einstreut oder einen Sponsor gewinnt.

Wer sich nicht selbst um diese Vermarktung von Werbezeiten kümmern will, kann seit dem 4. Juni 2006 auf den Dienstleister Audioads zurückgreifen. Mehr darüber: "Werbung in Podcasts: Deutschlandweit einmaliger Pilotversuch erfolgreich beendet" von Sebastian Kreinau, in: Contentmanager.de vom 16. August 2006.

Qype: Kostenlose Selbstdarstellung fuer Unternehmen.

Im Meinungsportal Qype kann man ab sofort als Gastronom oder Hotelier die Daten und eine Selbstdarstellung des eigenen Betriebes kostenlos eintragen und laufend aktualisieren: "Selbstdarstellung für Unternehmen einfacher".

Ganz schuldlos bin ich daran wohl nicht. Siehe dazu die Kommentare von Stephan Uhrenbacher, dem Geschäftsführer von Qype zu meinem Posting "Eigendarstellung gastronomischer Betriebe in Qype".

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Bewertungen von gastgewerblichen Betrieben in Meinungsportalen.

Beobachten Sie eigentlich schon regelmäßig, was Ihre Gäste über Ihren Betrieb in Meinungsportalen äußern? Und verlinken Sie diese Kommentare auch schon auf Ihrer Website?

Für unser Café Abseits in Bamberg habe ich das gemacht: "Bewertungen des Café Abseits in Meinungsportalen".

Mehr über "Experten- und Meinungsportale" sowie über "Restaurant- und Hotelführer", die teilweise auch Gästemeinungen berücksichtigen.

Website Search mit eigener Suchergebnis-Seite.

Im Blog "Inside Adsense" wird darauf hingewiesen, daß man das Programm "Google AdSense für Suchergebnisseiten" jetzt so einrichten kann, daß die Suchergebnisse auf einer Webseite der eigenen Website angezeigt werden: "Search no further than your own site".

"Google Free Search" erlaubt es, den Besuchern eine Suchmöglichkeit zu offerieren, die nicht das ganze World Wide Web sondern nur die eigene Website durchsucht (genauer gesagt: bis zu drei eigene Websites). Beim Programm "Google Adsense für Suchergebnissseiten" erhält der Affiliat eine Provision, wenn der Besucher auf eine der zusätzlich zu den Suchergebnissen angezeigten Google-Anzeigen klickt. Die Höhe der Provision ist davon abhängt, was die Inserenten dafür per Gebot zu zahlen bereit sind. Mehr über diese Verdienstmöglichkeit in meinem Beitrag über die "Vermarktung von Anzeigenplätzen mithilfe von Google AdSense".

Vorteile der neuen Möglichkeit, die Suchergebnisse auf einer eigenen Webseite anzeigen zu lassen:
  • Besucher werden nicht mehr auf die Website von Google "entführt".
  • Man kann auf der Suchergebnis-Seite andere Inserate, Inhalte und Links einbauen (die Werbeanzeigen Dritter dürfen laut Google-Adsense-Richtlinien jedoch nicht kontextabhängig sein).
  • Man kann das Design der Suchergebnis-Seite beliebig anpassen, also auch dem Design der eigenen Website.
Das können Sie hier gleich selbst mal ausprobieren:

Google
 
Webwww.abseits.de
www.gastgewerbe-fachliteratur.de
Auf der Suchergebnis-Seite habe ich zusätzlich zu dem Code für die Suchergebnisse (der von Google Adsense zur Verfügung gestellt wird) eingebaut:
  • Links zur Startseite von Abseits.de und zum Impressum,
  • zwei Anzeigen von Amazon.de oberhalb und unterhalb der Suchergebnisse
  • die Google-Suchbox, damit man eine weitere Suche starten kann.
Mehr über das Thema, wie Sie den Besuchern Ihrer eigenen Website anbieten können, die Inhalte Ihrer Website zu durchsuchen, erfahren Sie in meinem Beitrag "Die eigene Website durchsuchbar machen". So etwas ist dann sinnvoll, wenn Ihre Website umfangreich ist und eine schiere Übersicht über alle Inhalte (Sitemap) nicht mehr ausreicht oder zu aufwendig zu aktualisieren ist.

Vor Ihrer Entscheidung, welche Website Search Sie anbieten, sollten Sie sich überlegen, ob Ihre Website eher dazu dienen soll, Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, etwa Reservierungen zu ereichen ("transaktionsorientierte Website"), oder ob Sie mit den (redaktionellen) Inhalten Ihrer Website selbst Erlöse erzielen wollen ("content-orientierte Website). Im ersten Fall würde ich Ihnen eine Websitesuche empfehlen, die frei von Werbung Dritter ist.

"Landgasthoefe kann man im Moment nicht mal verschenken."

Das Beizensterben im Seenland beschreibt Robert Grogg in seinem Artikel "Die grosse Krise der Landgasthöfe", in: Bieler Tagblatt vom 17. August 2006. Leider wird in diesem Artikel wenig auf die spezifischen Hintergründe eingegangen, warum diverse Landgasthöfer in diesem Teil der Schweiz aufgeben mußten. Stattdessen wird Jürg Bütikofer, Präsident Gastro Bucheggberg im Kanton Solothurn, zitiert, es habe "ein paar Betriebe zu viel". Auch bei einer Krise einer bestimmten Betriebsart gibt es immer neben solchen, die sterben, welche, die überleben.

Mittwoch, August 16, 2006

Videos vom Cafe Abseits.

Gerade lese ich, daß der Winzerblogger Thomas Lippert mit dem Gedanken spielt, sein Blog um Videos zu erweitern: "Videos im Winzerblog".

Gestern habe ich begonnen, damit herumzuspielen. Dabei möchte ich die pädagogische Chance nutzen, daß ich - wohl wie die meisten Kollegen - keine Ahnung davon haben. Zugleich lege ich - wie immer - Wert darauf, eine möglichst kostengünstige Lösung zu finden. Ein erstes "Werk" habe ich gestern in meinem "Café Abseits" "gedreht" und "geschnitten": "Ich hab' Augen nur für Alex" (MPEG, 3,66 MB). Ich bitte, mir das Stümpferhafte zu verzeihen; es ist nur eine Übung.

Als Hardware habe ich mir eine gebrauchte Digitalkamera Canon Powershot A40 gegönnt (so etwas gibt es mittlerweile für ein paar Euro, vieleicht 50 Euro) sowie eine Compact Flash Card mit 128 MB (gebraucht für knapp 10 Euro). Natürlich würde ich dazu raten, etwas mehr auszugeben; aber ich wollte einmal schauen, mit wie wenig Geld man notfalls auskommt.

Damit lassen sich Videos im Format AVI erstellen. Da AVI-Dateien recht groß sind, habe ich mir eine Freeware zum Umwandeln von AVI in das komprimierte Dateiformat MPEG heruntergeladen: "BBMPEG" (ca. 850 KB).

Noch nicht in meinem Probestück verwendet habe ich eine Shareware, mit der man JPEG-Dateien in AVI-Dateien umwandeln kann: JPGAvi. Damit lassen sich Einzelbilder identischen Formats, die man mit einer Digitalkamera geschossen hat, mehrfach hintereinander so anzeigen, daß eine Videodatei entsteht.

Notwendig ist wohl noch die Anschaffung eines Stativs (oder weniger trinken). Und ich habe noch nicht herausgefunden, warum das Programm BBMPEG sich weigert, die Töne der AVI-Dateien mit in die MPEG-Datei umzuwandeln. Aber die Qualität des von dieser Digitalkamera aufgenommen Tons ist ohnehin sehr bescheiden.

Falls jemand mitliest, der bessere Lösungen empfehlen kann, bitte ich um Kommentare.

Nachtrag: Ich habe jetzt die Software Arcsoft Videoimpression 1.6 ausprobiert. Damit kann man unter anderem Texte einfügen. Und die Tondateien werden einwandfrei in MPEG mit umgewandelt. Ein Ergebnis: "Ich hab' Augen nur für Alex" (MPEG, 1,7 MB).