Gastgewerbe Gedankensplitter



Donnerstag, Dezember 28, 2006

Kwick.

Kwick ist eine wahnsinnig erfolgreiche Community der KWICK! Community Jens Kammerer, Benjamin Roth, Carsten Steenbuck GbR mit Sitz in Weinstadt, das vor vier Jahren von Jens Kammerer gegründet worden ist. Das Portal Singleboersen-Vergleich.de schreibt über sie:
" Kwick! ist nicht nur eine virtuelle Gemeinschaft im Internet, sondern steht für Unterhaltung, neue Freunde und jede Menge Spaß. Kwick! veranstaltet regelmäßig Singlepartys, Usertreffen und viele weitere Events um sich näher kennenzulernen.

Den rund 50.000 Singles stehen Chats und diverse Diskussionsforen bereit zum Flirten.

Kwick! ist vor allem in Süddeutschland eine Macht - und eher für jüngere Singles!"
Derzeitig gibt es dort 766.668 Community-Mitglieder. Allein heute sind 1.696 neu hinzugekommen. Abends um 20.00 Uhr sind soeben knapp 28.000 Mitglieder zeitgleich online.

Wenn man berücksichtigt, daß es sich, wenn nicht funktionell, doch praktisch, um eine regionale Community handelt mit einem Schwergewicht auf Jugendliche und junge Erwachsene, ist die "Marktdurchdringung" phänomenal. Die Mitgliederentwicklung ist stetig. Das Potential ist allein durch eine bessere Marktdurchdringung außerhalb Baden-Württembergs enorm, wenn auch die Zahl der Neuanmeldungen seit Ende 2004 stagniert. In Berlin gibt es bereits mehr als 5.000 Mitglieder.

Das Geschäftsmodell basiert zur Zeit auf eingestreuter Bannerwerbung. Die Mitgliedschaft ist kostenlos; es gibt auch keine kostenpflichtigen Optionen für zusätzliche Funktionen.

Welche Vorteile bietet Kwick der Gastronomie?

Für die Gastronomie ist diese Community im Vergleich zu anderen vor allem durch die sogenannten "Events" interessant. In diesem Bereich der Community werden nicht nur Veranstaltungen bekannt gemacht. Auf ausgewählten Events werden Fotoserien der Teilnehmer geschossen ("Shots-Galerien") und diese online gestellt. Teilnehmende Mitglieder, die auf diesen Fotos abgebildet sind, können sich dann auf ihre Seite verlinken. Die Fotos können kommentiert werden oder auch gemeldet, wenn man eine Veröffentlichung ablehnt. Ähnliche Funktionen gibt es auch bei anderne Communities, etwa bei StudiVZ, nur müssen dort Bilder von den Teilnehmern selbst geschossen, hochgeladen und veröffentlicht werden. So kann man sich kaum einen Eindruck von ganzen Events machen, da Teilnehmer dann nur solche Fotos hochladen werden, auf denen sie selbst oder der engere Freundeskreis zu sehen ist.

Teilnehmende Gastronomen können eigene Veranstaltungen kostenlos eintragen oder durch vertraute Mitglieder eintragen lassen. Wenn man diese Veranstaltungstermine öffentlich, d.h. für alle sichtbar machen will, wird der Eintrag von den Adminstratoren vorab geprüft und freigeschaltet.

Kwick organisiert auch selbst Veranstaltungen, zur Zeit vor allem in Baden-Württemberg. Dabei treffen sich oft mehrere hundert Mitglieder der Communitiy. "Kwickies" sind dabei an ihrem Usernamen-Schild zu erkennen. Bei zahlreichen Events bekommen "Kwickies" Vergünstigungen, Freigetränke, Eintritt frei, Verlosungen oder sonstige Vorteile.

Bayerische Winter-, Weihnachts- und Festbiere.

Der Bayerische Brauerbund e.V. hat eine keineswegs vollständige Liste von Winter-, Weihnachts- und Festbieren (PDF) erstellt.

Siehe dazu auch unseren früheren Beitrag zum Thema "Weihnachtsbiere".

Dienstag, Dezember 26, 2006

Lizenz zum Toeten.

Oliver de Weert hat in der "Welt" vom 27. Dezember 2006 einen im analytischen Teil gescheiten Kommentar zum Thema gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie verfaßt: "Warum sich Deutschland mit dem Rauchverbot so schwer tut".

Gar nicht einverstanden bin ich mit seiner "Lösung", den Kommunen die Entscheidung über solche Rauchverbote zu überlassen, auch wenn dies der Logik entspräche, den Schwarzen Peter an eine Ebene tiefer weiter zu geben.

Vor allem stört mich sein Vorschlag, die Kommunen könnten nach einem solchen allgemeinen Rauchverbot in der jeweiligen Kommune kostenpflichtige Lizenzen für Gaststätten ausgeben, in denen geraucht werden darf:
"Einem generellen Rauchverbot könnten Städte und Gemeinden Einzelerlaubnisse entgegensetzen - die "Lizenz zum Rauchen". In den USA laufen nach diesem Prinzip Alkoholausschank und -verkauf. Und dort hat man mit dem Thema Prohibition reichlich Erfahrung."
Dies würde, allein schon aus fiskalischen Interessen, alle Kommunen motivieren, in ihrem Hoheitsgebiet ein allgemeines Rauchverbot festzulegen, um dann von möglichst vielen gastronomischen Betrieben unverschämt hohe Lizenzgebühren abzukassieren (in New York werden 3.000 Dollar per anno verlangt). So etwas kennt unsere Branche jahrzentelang von der Sperrstundenregelung, bei der die Kommunen Abermillionen abgezockt haben, die Stadt München allein 1,6 Millionen Euro per anno.

Aber ich mache gerne, da Weihnachten ist, einen Vorschlag zur Güte:
  • Die politischen Sesselfurzer egal welcher Ebene beschließen zur Beruhigung ihres Gewissens ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie.
  • Jeder Gastronom, der will, kann für eine Befreiung votieren und bekommt diese auf formlosen Antrag für die Dauer von tausend Jahren vorbehaltlos gewährt - gegen eine Gebühr von einmalig maximal 0,50 Euro.

Kein gesetzliches Rauchverbot in Gaststatten Baden-Wuerttembergs.

Nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten vom 22. Januar 2006 hat sich die schwarz-gelbe Regierungskoalition Baden-Württembergs geeinigt, ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie nicht einzuführen: "Kein Rauchverbot in Gaststätten".

Dies könnte ein Signal sein auch für weitere Bundesländer, in denen die FDP mit regiert, also für Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Zumindest im Bundestag haben die fachlich zuständigen Vertreter (Tourismus bzw. Drogen) der FDP sich gegen ein gesetzliches Rauchverbot ausgesprochen: "Burgbacher: Gesetzliches Rauchverbot in Gaststätten gefährdet Arbeitsplätze", in: fdp.de vom 27. Juli 2006.

Wie ein branchenbezogener gesetzlicher Mindestlohn umgangen wird.

Schon mehrmals habe ich darauf hingewiesen, daß branchenbezogene gesetzliche Mindestlöhne, wie sie u.a. vom Bundesarbeitsminister Franz Müntefering gefordert werden, dazu führen, daß Unternehmen benachbarter Branchen in die regulierten Branchen eindringen und dort ganz legal Produkte und Dienstleistungen kostengünstiger anbieten können. Siehe dazu: "Gebaeudereiniger fordern Mindestlohn" und "Mindestlohn fuer Zeitarbeit soll allgemeinverbindlich werden".

Im Artikel "Kein Ende für Schwarzarbeit in Sachsen-Anhalt", in: pr-inside vom 26. Dezember 2006, wird auf eine kriminelle Variante hingewiesen:
"Mit dreisten Tricks versuchen clevere Geschäftemacher die Bestimmungen zur Zahlung eines Mindestlohns im Baugewerbe zu umgehen. Die Masche ist stets ähnlich, erklärt Thomas Piening. Sie gründen eine Baufirma mit wenig Angestellten und ein zweites Unternehmen in einer anderen Branche wie dem Transportgewerbe mit vielen Beschäftigten. Zwischen beiden wechseln dann die Kollegen bei Bedarf, die Zahlung des Mindestlohns für Beschäftigte auf dem Bau wird so umgangen. In der Altmark deckten Zöllner in diesem Jahr einen solchen Fall auf, der Staatsanwalt ermittelt noch."
Im Einzelfall dürfte die Frage, welcher Branche eine bestimmte Tätigkeit zuzuordnen ist, gar nicht so einfach zu klären sein. Etwa wenn ein Transportarbeiter Baumaterialien nicht nur vom LKW ablädt, sondern auch auf der Baustelle zum Arbeitsplatz transportiert und dort für die Verwendung bereitstellt.

Montag, Dezember 25, 2006

Tee-Trends.

Lutz Frühbrodt hat Jan-Berend Holzapfel interviewt, den Juniorchef des Teehauses Ronnefeldt in Frankfurt am Main. Er verrät, welche Tees im Trend sind:
"Alle fünf bis sechs Jahre gibt es neue Wellen. Bis vor kurzem war vor allem Roibustee angesagt. Davor grüner Tee und davor wiederum Pu-Er."
Lesen Sie das vollständige Interview: "'Alle fünf Jahre neue Wellen'", in: Die Welt vom 25. Dezember 2006.

Wenn Sie nicht wissen, was Pu-Er-Tees sind, erfahren Sie mehr im Online-Lexikon Wikipedia: "Pu-Erh-Tee".

Für die Gastronomie bietet Ronnefeldt auch Kurse an, die zu einem TeaMaster führen, einer geschützten Marke für Tee-Sommeliers. Siehe dazu auch: "Tee aus Frankfurt - ein Handel mit Tradition. Ein Bockenheimer Unternehmen beliefert die Hotellerie" von Hermann Wygoda.

Gourmet-Huetten.

Bettina Laude stellt in der Welt vom 26. Dezember 2006 fünf Orte in Österreich, der Schweiz und Italien vor, wo Sie im Skigebiet von Gourmet-Führern empfohlene Hütten finden: "Skihüten für Feinschmecker".

Familienfeiern: keine 08/15-Angebote.

"In den jüngeren Jahren kann man feststellen, dass sich eine Wiederbesinnung auf die Rituale eingestellt hat, wenngleich diese mit einem hohen Freizeit- und Ereigniswert gekoppelt ist."
stellt die Bamberger Familienforscherin Dr. Martina Rupp fest (Quelle: "Gesunder Gutenachtkuss", in: Morgenwelt ohne Datum (gelesen am 25. Dezember 2006, in dem auch weitere Familienforscher mit ähnlichen Ergebnissen zu Wort kommen).

Von der Wiederbelegung von Familienfeiern und -ritualen kann auch die Gastronomie profitieren. Angebote, solche Feiern in Gaststätten und Hotels zu veranstalten, oder sich in anderen Räumen catern zu lassen, dürfen sich aber nicht auf die üblichen Produkte und Dienstleistungen begrenzen, sondern zusätzliche Dienstleistungen beinhalten, die diese Feiern zu einem besonderen Erlebnis werden lassen. Ein paar "verrückte" Ideen dazu:
  • Noch in der Entwicklung ist die Technik für "Virtuelle Essenspartner gegen Einsamkeit", in: futurezone vom 24. Dezember 2006, das System "The Virtual Family Dinner" der amerikanischen Firma accenture, mit dem Familienmitglieder online an Familienfeiern teilnehmen können. Man könnte ein solches Gerät in die Familientafel integrieren und vorab dem entfernten Verwandten die Rezepte für das virtuell gemeinsame Mahl zukommen lassen oder gar ein Partnerunternehmen vermitteln, das das gleiche Mahl an einem anderen Ort, dort wo der virtuelle Teilnehmer wirklich sitzt, serviert.
  • Man könnte als Gastronom dem Gastgeber ein Tool wie Amiando an die Hand geben, mit der er die Einladungen zu seiner Familienfeier managen kann.
  • Ähnlich wie die umfassenderen Angebote von Hochzeitsplanern, könnte man anbieten, die Planung weniger komplexe Familienfeiern wie Geburtstage, Geburten, Kommunion, Konfirmation, Hochzeitstage, Beerdigungen usw. zu übernehmen bzw. den Gastgeber dabei zu unterstützen. Es gibt dazu bereits eine Vielzahl von Tools, die man mit verwenden kann, z.B. die Hochzeitslisten bei Amazon.de.
  • Um für ein solches Angebot den eigenen Gerätepark und die Dekorationsmittelkammer nicht allzu stark aufzublähen, kann man auf viele Verleihservices zurückgreifen, etwa für Schokoladen-Brunnen. Siehe dazu auch "Leihservices am Beispiel von Caipirinha-Glaesern".
Siehe auch unseren Beitrag über "Event-Gastronomie".

Sonntag, Dezember 24, 2006

Mundpropganda beim Verkauf von Buechern.

Jonathan Beck ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt InterVal an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet als Ökonom am WZB. Er hat den Einfluß von Mundpropaganda auf den Abverkauf von Büchern untersucht: "The sales effect of word of mouth: a model for creative goods and estimates for novels" (forthcoming in the Journal of Cultural Economics, pre-print-version (PDF)). Mehr darüber: "Weiterempfehlen!", in: Informationsdienst Wissenschaft vom 20. Dezember 2006.

Auch für gastgewerbliche Produkte und Dienstleistungen wird der Einfluß von Mundproganda nicht selten unterschätzt. Siehe dazu unseren früheren Beiträge:

Werbespot fuer die mexikanischen Wochen eines kanadischen Cafés.

Bei MySpace ist mir ein schöner Werbespot der mexikanischen Restaurantkette Jamochas über den Weg gelaufen: "Mexican Restaurant Ad". Abweichend von der üblichen Präsentation des Ambientes oder der Produkte besteht der Spot lediglich aus einer einzigen Szene. Eine Frau mit einem extrem aufgeblähten Bauch geht durch ein Zimmer, reißt das Fenster auf und entledigt sich dann der Blähung nach hinten.

Das "Jamochas coffee house and fresh food cafe" hat seinen Standort in Fernie in British Columbia (Kanada), besitzt keine eigene Website &zumindest habe ich keine gefunden), findet sich aber mit diesem TV-Spot auf einer ganzen Reihe von Websites, auf denen man Videos hochladen kann, aber auch auf Websites wie Very Funny Ads, wo er mit drei von fünf möglichen Sternen bewertet wird.

Ich weiß nicht, ob dieser Spot eigens dafür gedreht worden ist, das Restaurant per "viralem Marketing" bekannt zu machen, oder ob es sich um Raubkopien handelt, die ohne Wissen oder gar wider Willen des Urhebers Verbreitung findet.

Ein weiteres Beispiel für "virales Marketing" per Video finden Sie in unserem früheren Beitrag: "Hotel Bed Jumping".

Samstag, Dezember 23, 2006

Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung wuerde nicht greifen.

Langsam dämmert es sogar auch eher angsam begreifenden Bundestagsabgeordneten wie Lothar Binding, einem der Initiatoren eines Initiativantrags für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie, daß die von ihm gewünschte Variante über eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung nur teilweise greifen würde:
"Man erreiche dann all die Bereiche nicht, wo es keine Arbeitsverhältnisse gebe, warnt Binding. Wirte, die den Laden allein schmeißen oder ihre Angestellten minimal an ihrem Unternehmen beteiligen, könnten ein Rauchverbot dann leicht umgehen."
(Quelle: "Viel Schall um Rauch", in: Tagespiegel vom 23. Dezember 2006).

Daß hätte er am 9. Dezember schon in diesem Blog nachlesen können: "Rauchverbot per Arbeitsstaettenverordnung". Er hätte dort auch lesen können, daß ein auf diese Weise geregeltes Rauchverbot nur greift, wenn Nichtraucher beschäftigt werden. Man kann es leicht umgehen, indem man nur Raucher beschäftigt oder die nichtrauchenden Beschäftigten bei Kontrollen aussagen, sie seien Raucher.

Online-Marketing-Budget-Planung.

In einer Vorausschau auf das Jahr 2007 ("Outlook 2007") beschreibt BtoBOnline.com für das Segment des Online-Marketings, das sich an Geschäftskunden wendet, wie sich die Ausgaben für einzelnen Segmente des Online-Marketings verteilen werden. Dazu wurden im November 2006 569 amerikanische Marketingverantwortliche befragt:
  • Kosten der Website-Entwicklung: 31.7%.
  • E-Mail-Marketing: 21.8%.
  • Suchmaschinen-Marketing: 18.7%.
  • Webcasts: 8.8%.
  • Online-Anzeigen-Marketing: 5.9%.
  • Sponsoring: 5.5%.
Meines Erachtens kann man diese Anteile auch für das Online-Marketing, zumindest soweit es sich an internetaffine Endkunden richtet, empfehlen, in Verbindung mit der Empfehlung, das Marketingbudget insgesamt in Richtung Online-Marketing umzuschichten, salopp formuliert auf Printanzeigen usw. eher zu verzichten.

Ich habe z.B. für das Offline-Marketing unseres "Café Abseits" in Bamberg im laufenden Jahr nur eher lächerliche 300 Euro ausgegeben, zum einen vor Weihnachten für eine Anzeige in einem Stadtmagazin für Geschenkgutscheine und zum anderen für eine eher dem Sponsoring zuzurechnenden kleinen Anzeige in einer Zeitschrift Bamberger Studenten. Ansonsten beschränke ich mich bei den ausgabewirksamen Maßnahmen auf Suchmaschinen-Marketing (konkret: Google Adwords) für unser Catering-Angebot und Events wie den Feierhof. Daneben kostet das Hosting unserer Websites und die mit der Aktualisierung verbundenen Ausgaben für den Internetzugang ein wenig Geld. Der Rest sind eigene Arbeitszeiten.

Die Kosten für unsere Speisekarte refinanzieren wir durch Inserate in dieser Karte. Siehe dazu auch: "Gastronomische Betriebe als Werbeumfeld" und "Finanzierung einer Speise- und Getränkekarte".

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Freitag, Dezember 22, 2006

Bierkoning.

Gerade lese ich im Franconian Beer Message Board, daß am 27. Dezember 2006 Edo vom niederländischen Bier-Shop Bierkoning in Amsterdam unser Café Abseits in Bamberg besuchen will:
"Will spend the night in Fässla and hope to visit Greifenklau, Fässla, Klosterbräu, Mahrs, Keesmann and Café Abseits."
Er hat als "Bierkoning" in den letzten Jahren einige interessante Artikel in der Bier-Online-Community Ratebeer veröffentlicht und bereits zahlreiche Brauereigaststätten und Bierkneipen in Franken besucht und in Ratebeer.com besprochen sowie fast 3.500 Biere verkostet und gewürdigt.

Im Amsterdamer Ladengeschäft kann man aus ca. 950 verschiedenen Bieren und 300 verschiedenen Biergläsern wählen. In den letzten zwanzig Jahren wurden mehr als 3.000 verschiedene Biere angeboten. Die Bierauswahl setzt auf Qualität:
"We pride ourselves in having the largest selection of beers in the world. We don't try to have as many different brands as possible, we simply try to have the best ones, world-wide"
Ich freue mich darauf, ihn endlich persönlich kennenzulernen, und hoffe, er bringt nach dieser Brauereigaststätten-Tour noch etwas Durst mit.

Frohe Weihnachten.

Vorgestern ist eine ehemalige Mitarbeiterin auf der halben Strecke von Norddeutschland nach Bamberg von der Straße abgekommen. Ihr Auto hat sich mehrfach überschlagen. Wie durch ein Wunder ist sie mit einem Schock und ihrem jungen Leben davon gekommen. Wir hoffen, sie kann das Krankenhaus vor Heiligabend wieder verlassen.

Angesichts solcher existentiellen Erfahrungen habe ich mich heute mit schlechtem Gewissen unter die Menschenmassen gemischt, die wie ich jedes Jahr auf den letzten Drücker Weihnachtsgeschenke eingekauft haben, weil wir zu feige sind, sich diesem Austausch von Verlegenheitsgeschenken zu verweigern.

Heuer werde ich zumindest darauf verzichten, die Welt mit Weihnachtsglückwünschen per E-Mail zuzumüllen und gönn' Ihnen die Zeit, die Sie beim Lesen und Löschen sparen.

Ich wünsche Ihnen erholsame Feiertage und ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr.

Koschere Weine.

Das in diesem Jahr in Cuxhaven eröffnete jüdisch-israelisches Restaurant "Jerusalem" offeriert neben jüdischer und israelischer Küche auch koschere Weine und erläutert auf seiner Website, was darunter zu verstehen ist.

Mehr über "Koschere Restaurants".

Donnerstag, Dezember 21, 2006

AUFSCHWUNG-Messe am 15. Februar 2007 in Frankfurt am Main.

Am Donnerstag, den 15.2.2007, wird erstmals die AUFSCHWUNG-Messe für Existenzgründung, junge Unternehmen und Franchise in der IHK Frankfurt am Main stattfinden. Veranstalter und Organisator der AUFSCHWUNG-Messe ist die Firma Beewell. Mitveranstalter sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und die Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main.

Die Veranstalter erwarten auf der Messe 1.500 Existenzgründer und junge Unternehmer. Die "AUFSCHWUNG" schliesst damit eine wichtige Lücke im Herzen von Deutschland, da es hier in Frankfurt im Gegensatz zu Stuttgart, Essen, Bremen, Berlin und Nürnberg (ab 2007) keine Gründermesse mit überrgionaler Bedeutung gibt. Da aber gerade die meisten Messeteilnehmer aus einem Umkreis von 50 km kommen, war es wichtig, genau diese Lücke zu schliessen. Denn schliesslich handelt es sich mit dem Rhein-Main-Gebiet um eine der stärksten Wirtschaftsregionen in Deutschland und Europa, in der zudem eine hohe Gründerquote vorherrscht. Zudem ist Frankfurt der Verkehrsknotenpunkt in Deutschland.

Die AUFSCHWUNG-Messe ist eine von 365 ausgewählten Orte im Land der Ideen 2007. Ausgewählt wurde die AUFSCHWUNG, weil innerhalb der Messe der Rundgang "1000 und 1 Idee" präsentiert wird. Weiterhin werden in zwei Beratungscafes über 150 Einzelberatungstermine angeboten. Es wird mehre Matching-Veranstaltungen geben, um eine Suche-Biete-Plattform anzubieten. Zudem sind 5 Diskussionsforen und 24 Workshops geplant, zu denen sich die Teilnehmer vorher anmelden können, um so jedem Referenten die optimale Raumgröße zuordnen zu können (von 16 - 80 Plätze). Weiterhin werden mehr als 80 Gründernetzwerke, -institutionen und erwerbswirtschaftliche Anbieter auf der Messe ausstellen. Weitere Informationen finden Sie unter www.aufschwung-messe.de.

Gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie in Oesterreich: Nichts genaues weiss man nicht.

Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer fetten Bundesregierung in Österrich haben sich SPÖ und ÖVP angeblich auf ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie geeinigt: "Generelles Rauchverbot in Lokalen offenbar fix", in: Krone vom 20. Dezember 2006.

Doch der Teufel eines versteckten Disputs steckt in den Détails:
"Die Details - etwa Sanktionen gegen Wirte oder Raucher - sind noch offen."
Und die ÖVP-Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat formulierte vielsagend:
"Wie die Ausformulierung genau sein wird, wird noch zu verhandeln sein."
(Quelle: "Rauchverbot in Gasthäusern", in: vol.at vom 21. Dezember 2006).

Der steirische Gesundheitslandesrat Helmut Hierl (SPD) will den schwarzen Peter, sich mit den Gästen rumzuärgern, nicht auf die Wirte abschieben: "Hirt will Strafen für Raucher, nicht für Wirte", in: ORF vom 21. Dezember 2006. Die österreichischen Kollegen sollen nicht Polizei spielen (oder wer auch immer für Kontrollen zuständig sein könnten, zumindest theoretisch), sich nicht mit den Gästen rumprügeln und, wenn sie sich diesem abstrusten Ansinnen verweigern, nicht mit Geldstrafen belegt werden:
"Wie Verstoße gegen das Rauchverbot künftig geahndet werden, steht noch nicht fest. Der steirische Gesundheitslandesrat schlägt Verwaltungsstrafen für die Raucher vor, nicht aber für die Gastwirte, die - das gesteht Hirt doch ein - würden durch die Einführung des Rauchverbots ohnedies schon genug belastet."
Das rechtsradikale Bündis Zukunft Österreich hat populistisch eine Unterschriftenkampagne gegen das geplante Rauchverbot gestartet: "Rauchverbot: Bürgerinitiative von BZÖ", in: vol.at vom 21. Dezember 2006.

Foerderkreis Hotel & Gaststaetten.

Der Förderkreis Hotel & Gaststätten e.V. mit Sitz in Traunstein und Bad Reichenhall bietet Beratung und Dienstleistungen rund um das Thema Gastronomie. Er besitzt neben einem Vorstand aus sieben Gastronomen eine Reihe von Fördermitgliedern und Partner aus dem Kreis von Lieferanten des Gastgewerbes.

Mittwoch, Dezember 20, 2006

Gastroflaschen von Voelkel.

Am 14. Dezember habe ich mich öffentlich beschwert: "Voelkel hat kein Interesse an Kunden in der Gastronomie".

Heute erhielt ich einen netten Brief von Voelkel:
"wir haben ihren Eintrag im Internet gelesen.

Nach Recherchen haben wir einen Großhändler gefunden, der Ihnen die gewünschten 0,2 l-Flaschen anbieten kann. Sie werden von der Firma Citti direkt ein Angebot erhalten.

Anbei finden Sie ein paar kleine Weihnachtspräsente und hoffen Sie haben daran viel Freude."
Anbei waren acht 0,2 l-Flaschen mit acht verschiedenen Proben, wofür ich mich auch auf diesem Wege herzlich bedanke.

Leider war der "Rhabarber-Trunk" von Voelkel, um den es mir ging, den ich gerne probiert hätte und überlege zu listen, nicht darunter. Wenn ich die Voelkel-Website richtig lese, gibt es den auch nicht in Gastro-Flaschen. Aber ich lasse mich mal von Citti überraschen.

Dienstag, Dezember 19, 2006

Denn Du bist Deutschland.

Man muß schon "Medienprofi" sein, um in einem einzigen Satz
"Blogger sind ihrer eigenen Auffassung nach überwiegend Punks."
öffentlich bekannt zu machen,
  • daß man keine Ahnung hat, welches Selbstbild Blogger haben,
  • daß man nicht weiß, was Punk ist.
  • daß man eine quantative Aussage wagt, für die es keinen empirischen Beleg gibt.
Quelle des Zitats: "Sagen Sie mal, Herr Cords: "Warum sind Blogger eigentlich egozentrische Selbstreflektierer?'", in: ibusiness.de vom 19. Dezember 2006, ein Interview mit dem FischerAppelt-Partner Lars-Christian Cords, verantwortlich für die gestalterische Konzeptionierung der lächerlichen, von Bertelsmann koordinierten Nationalgefühl-Kampagne "Du bist Deutschland".

Andere wissen es natürlich "besser":
"Der deutsche Durchschnittsblogger ist männlich, 29 Jahre alt, freischaffend, innovativ, untrainiert und leicht übergewichtig."
zitiert "Blogger sind leicht übergewichtige IT-Nerds", in: espace.ch vom 19. Dezember 2006, das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Konzept & Analyse.

Buecher mit persoenlicher Widmung.

Aus der Sicht insbesondere eines gemeinen Fachbuchautors ist es etwas ärgerlich, daß er nur einen geringen Anteil von den Verkaufserlösen seines Buches erhält. In der Regel sind es so um die 10 Prozent von dem, was der Verlag erhält, also grob gesprochen ca. 5% vom Bruttoverkaufspreis und damit weniger als etwa ein Affiliate erhält, wenn er seinem Partnerprogramm einen Buchkäufer zuführt.

So ist es wenig verwunderlich, wenn viele Autoren auf ihrer Website zu Amazon oder einem anderen Online-Buchhändler im Rahmen eines Partnerprogramms verlinken, um doppelt abzukassieren als Autor und als Affiliate.

Noch geschickter ist es, das Buch direkt zu verkaufen, etwa im Anschluß an Vorträge oder Workshops oder den Preis des Buches in die Kalkulation eines Honorars einzubeziehen und das Buch dann zu "verschenken" oder als Teil des Workshops anzubieten.

Um sich einen Wettbewerbsvorteil vor den Buchläden und Online-Buchshops zu verschaffen, kann man sein Buch auch selbst mit einer persönlichen Widmung verschenken. So macht das z.B. Johannes Heesters mit seiner Biographie "Ich Werde 100 Jahre Alt":
"Auf dieser Homepage gibt es die einmalige Möglichkeit, Artikel von Johannes Heesters mit Originalautogramm zu erwerben!"
Und auch die Beraterin und Fachbuchautorin Anne M. Schüller schreibt auf ihrer Website:
"Bestellen Sie diese versandkostenfrei bei www.amazon.de oder versandkostenpflichtig mit persönlicher Widmung."

Zahlen Sie soviel Sie wollen.

Hannes Treichl stellt die Wirtin Barbara Schreiner vor, die Anfang 2006 in Mieders im Tiroler Stubaital das Restaurant Gletscherblick übernommen hat und eine besondere Form eines Überraschungsmenüs anbietet. Die Speisenfolge des Menüs wird, auf den Gast abgestimmt, einseitig vom Restaurant festgelegt. Der Gast entscheidet seinerseits, was er bezahlen will: "Als Restaurant-Gast bezahlen was ich will?", in: ANDERS denken business blog vom 19. Dezember 2006.

Eine Preisfestlegung durch den Gast selbst ist nicht neu. Viele Beispiele belegen, daß der Gast meist eher mehr zahlt als er laut Karte/Preisliste zahlen müßte. Aber man muß aufpassen bei Produkten, deren Wert der Gast schlecht abschätzen kann, z.B. bei höherwertigen Flaschenweinen. Ein paar frühere Beiträge von uns zu diesem Thema:Meines Wissens hat vor einigen Jahren in Deutschland erstmals die Hotelkette Accor ausprobiert, daß Gäste den Preis selbst bestimmen. Sie haben im Durchschnitt sogar mehr gezahlt als den Listenpreis. Meiner Erinnerung nach ist dies eine der Aktionen von Anne M. Schüller gewesen, die für ihren Job als Marketing-Direktorin der Accor Hotellerie Deutschland mehrere Auszeichnungen erhalten hat.

International Hotel Management an der NHTV Breda.

Die NHTV Breda, eine staatlich anerkannte Fachhochschule im Süden der Niederlande, bietet u.a. ein 4-jähriges englischsprachige Studienprogramm International Hotel Management (Bachelor).

Das Studium kombiniert sozio-wirtschaftliche Fächer wie Management, Business Econimics, Personnel Management und Fremdsprachen mit praxisbezogenen Fächern wie Kochen, Servieren und Weinkunde. Während des Studiums wird das Hauptgewicht auf "Problem-based learning" gelegt. Das heisst, die Lehrer liefern nicht vorgekaute Lehrstoffe, sondern die Studenten müssen den Lehrstoff selbst studieren um Probleme aus der Berufspraxis zu lösen. Im "Education Company" der NHTV wird man die Catering-Theorie in der Praxis üben und man wird mindestens ein Semester Praktikum im Ausland machen.

Im ersten Jahr wird man in kleinen Gruppen Projekte bearbeiten wie Supply & Demand in the Hospitality Industry, Food & Beverage, Writing a Business Plan. Dazu wird man während 6 Wochen ein Praktikum machen. Ausländische Studenten werden Englisch, Niederländisch und Spanisch lernen.

Im zweiten Jahr stehen die folgenden Fächer zentral: Management & Operations, Gues/Client, Imagineering, Personnel & Quality, Organizing a Gastronomic Event. Ausserdem wird man, zwischen dem 2. und 3. Jahr 6 Monate im Hotel Praktikum machen.

Im dritten Jahr belegen Sie Vorlesungen zu Communication & Strategy. Auch werden Sie einen Hotel Management Bericht abfassen und ein "Personal Development Plan" anfertigen.

Im vierten Jahr wird der "Personal Development Plan" durchgeführt unter Betreuung durch einen Lehrer.

Lesen Sie dazu auch ein Interview mit der Studentin Julia Schneider: "Erfahrungen", in: Studieren-In-Holland.de.

Werbung im StudiVZ.

Seit heute (zumindest ist es mir heute zum ersten Mal aufgefallen, im StudiVZ-Blog wird bislang nichts darüber veröffentlicht) wird als sogennantes "Telegramm" auf der persönlichen Startseite von StudiVZ Werbung angezeigt und zwar in Form eines Links auf das ausführliche Inserat selbst.

Das erste "Telegramm" (Inserat) wirbt für eine Show der Blueman Group im Berliner Theater am Potsdamer Platz und besteht aus:
  • einer kurzen Beschreibung der Show
  • einer Bildersammlung
  • einem Video
  • einem Angebot über 2 Tickets zum Preis von einem.
  • einem Übernachtungsangebot der Meininger City Hostels (ab 13 Euro pro Person incl. Frühstückstsbuffet).
Die Buchungen können telefonisch oder per E-Mail erfolgen. Dabei ist ein Stichwort anzugeben, das vermutlich eine Auswertung erlauben soll, über welche Insertions- und Mundpropagandawege dieses Angebot verbreitet wurde.

Wirte aus dem Passauer Land contra BGH.

20 Kollegen aus dem Passauer Land haben den Vorschlag des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes für ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie verurteilt. Die Spitze des Landesverbandes habe dies im Alleingang entschieden. Zwei Kreisvorsitzende hätten bestätigt, dass sie in die Pläne nicht eingeweiht waren. Außerdem wurde eine Resolution gegen ein Rauchverbot in Gaststätten verabschiedet: "Wirte kämpfen gegen geplantes Rauchverbot", in: PNP-Online vom 19. Dezember 2006.

Montag, Dezember 18, 2006

Pencom Gastroexpedition zeigt das neue Gesicht von Vegas: Anspruchsvolle Restaurantkonzepte und glamouröse XXL-Clubs.

Las Vegas ist Entertainment pur, rund um die Uhr und besser denn je. Denn Vegas hat in den vergangenen Jahren stark aufgerüstet: Neue luxuriöse Hotels und Casinos, noch anspruchsvollere Restaurants und neue Clubs, durch die sich eine spannende, glamouröse Nightlife-Szene entwickelte. Und es hat sich gelohnt: 38 Millionen Besucher im Jahr 2005! Die Einnahmen, die dem gesamten Tourismusgeschäft zugeordnet werden, lagen im selben Jahr bei 36,7 Milliarden US Dollar. Gambling, das Geschäft mit dem Spiel, generierte "nur" 7,6 Milliarden US Dollar.

Dieses Mekka für Food- und Partyfreaks war das Ziel der Pencom Gastroexpedition vom 9. bis 13. November 2006. Unter der Führung von Gastro- und Trendprofi Pierre Nierhaus erhielt die 15-köpfige Gruppe einen Überblick über die neuen Trends und Einblick in viele Konzepte. In den etablierten Hotel-Casinos wurde die Gastronomie überarbeitet und ist nun wesentlich anspruchsvoller: So entwickelte Designer Tehany für das Mirage ein neues Design Free Flow Konzept. Gleichzeitig boomt auch das Fine Dining, wie es z.B. im spektakulären neuen Wynn Resort zelebriert wird.
"Las Vegas sprudelt nur so von Ideen. Der Zwang immer etwas Neues zu bringen, treibt die Gastronomie unermüdlich voran. Hier kann man alles sehen, von verrückten Ideen wie sie nur in Vegas möglich sind, beständigen Klassiker, tollen Relaunches bis zu wirklichen Innovationen ? für uns als Gastronomen Erlebnis und Mega-Input in einem"
so das Fazit von Guide und Insider Pierre Nierhaus.

Las Vegas Nightlife: Ultra Lounging und glamouröse XXL-Clubs

Nahezu alle großen Hotels haben den Club- und Lounging Trend frühzeitig erkannt und sich ihren Platz in der Nightlife-Szene gesichert. Neben dem Ultra-Lounging, das sich vornehmlich in kleineren Clubs wie Risk und Tabu abspielt und ein erwachsenes Publikum anzieht, haben sich die Hotels aus Prestigegründen mit Clubs ausgestattet: glamourös, mit außergewöhnlichem Design, Outdoor-Areas und vor allem Mega XXL. Publikumsmagneten sind das Pure im Caesar?s Palace und das Jet im Mirage. Die Implementierung des Jet als erstem Nightclub im Mirage gehörte zur Neuausrichtung des Hotel-Casinos, um seine Position im umkämpften Markt zu halten. Auf 5.000 Quadratmetern bietet das Jet Partylife auf drei Tanzflächen und vier Bars. Mit 12.000 Quadratmetern wahrhaft XXL geriet der Club Pure im Caesar?s Palace. Pure punktet mit seiner Dachterrasse mit Blick auf den Strip, dazu drei Bars, Privatbereich und auf zwei Etagen überdimensional große Liegeflächen. Noch beeindruckender als das New Yorker-Original geriet das Tao im Venetian. Das Restaurant mit Club, in dem auch Stars wie Mariah Carey gerne vorbeischauen, wird von der sechs Meter hohen Buddha-Statue überwacht.

Die beiden nächsten Pencom Gastroexpeditionen führen wiederum in die U.S.A.: in die Trendmetropole Nummer 1, New York City, und das designorientierte Miami mit seiner multikulturellen Gastronomie und lebhaften Partyszene.

New York City 15.-18. Februar 2007

New York ist nach wie vor die Trendmetropole Nummer 1: experimentierfreudig, innovativ und mit rasantem Wechsel. Im Mittelpunkt der Pencom Gastroexpedition stehen neue Stadtviertel wie DUMBO (Down Under the Manhattan Bridge), viele kleine, noch unbekannte Konzepte, die neue Szenegastronomie mit Grunge-Appeal in der Lower East Side, die großen super schicken Asiaten, die innovativen Fast Casual und Feinkostkonzepte wie sie in dem wohlhabenden Intellektuellenviertel Upper West Side anzutreffen sind sowie neue Hotels.

Miami 19.-22. April 2007


Die Trendreise ist ein kompakter Einstieg in die Vielfalt der amerikanischen Gastronomielandschaft: trendige individuelle Restaurants in Miami ergänzt durch führende Marken der Systemgastronomie in den riesigen Malls und Food Courts von Fort Lauderdale sowie Seminole Hard Rock Hotel & Casino. Dazu jede Menge Nightlife und Partyszene: Das hippe ausgehfreudige Publikum und die lebhafte Gay-Community in Miami fordern eine verrückte Bar- und Clubszene, in der man den lateinamerikanischen Einfluss spüren kann.

Information und Buchung: Pencom Ploner Partner, Tel. + 49-(0)69-13379855, E-Mail: info@ploner-partner.de, www.ploner-partner.de

(Quelle: Pressemitteilung von Pencom Ploner Partner).

Google kauft Endoxon.

Im April 2005 haben wir auf die vorzügliche lokale Suchmaschine Search.ch hingewiesen: "In die Schweiz hinein zoomen":
"Ich bin echt beeindruckt - unbedingt anschauen! Und ich will sowas auch für Deutschland haben!

Diese Schweizer Lösung ähnelt der von Google Maps bzw. Google Local, die aber für Deutschland noch nicht implementiert ist."
Jetzt meldet ORF, der Betreiber Endoxon sei von Google gekauft worden: "Google kauft Endoxon", in: futurezone.orf.at vom 18. Dezember 2006. Google beabsichtige, mit dem Know-how dieser Firma seine Produkte Google Earth und Google Maps weiter zu verbessern.

John Hanke, Director, Google Earth & Maps, nimmt dazu im offiziellen Google Blog Stellung: "Mapping Europe":;
"The Endoxon team has demonstrated passion and innovation in online mapping and has developed compelling technology that will enhance our Google geo products worldwide. We're also excited about having a dedicated team in Europe that can bring a distinctively European focus to our Maps products in those markets."
Gregor J. Rothfuss freut sich:
"starting today, i am a software engineer at google as a result of this acquisition. obviously, this is exciting news. more later."
Siehe dazu auch unsere früheren Postings:

Souvenir-Online-Shop vom Romantikhotel Schloss Rheinfels.

Die "St. Goarer Trafelrunde" ist der Titel eines Satzes von Fotos, die Stefan Niemeyer alias der Schlossblogger bei Flickr online gestellt hat. Stefan Niemeyer nutzt wie kaum ein anderer bereits die Möglichkeiten des Web 2.0. Er ist Marketingleiter des Romantikhotels Schloss Rheinfels in St. Goar am Rhein, inmitten einer historischen Burganlage.Die St. Goarer Tafelrunde ist ein Gourmet-Fest im Schlosshotel Rheinfels.

Souvenir-Liebhaber finden im Rheinfals-Lädchen im Schlosshotel vor Ort oder im dazugehörigen Online-Shop Rheinfels-Shopping seit dem 18. November 2006 u.a. Ritterschwerter aus der Zeit der Könige, die Loreley als Statue, Rieslinge vom Mittelrhein und natürlich Gutscheine für einen Brunch oder ein romantisches Candle-light-Dinner im Schlosshotel.


EU-Buerger zweiter Klasse.

Bulgarien und Rumänien treten am 1. Januar der EU bei. Wegen der ausländerfeindlichen Politik der fetten Koalition besitzen auch nach dem Beitritt Staatsangehörige dieser Staaten noch nicht die volle Freizügigkeit und dürfen in Deutschland nur dann eine Arbeit aufnehmen, wenn sie bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit eine sogenannte Arbeitsgenehmigung-EU (gemäß § 284 Abs. 1 SGB III) erhalten haben. Siehe dazu: "Ausländerrecht II: Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer" (PDF) der IHK Köln und "Personenfreizügigkeitsregelungen nach der EU-Erweiterung" des Regierungspräsidien Baden-Württemberg.

Darin heißt es:
"Für die Einreise nach Deutschland besteht keine Visumpflicht mehr (§ 2 Abs. 4 Freizügigkeitsgesetz/EU - FreizügG/EU). Erforderlich ist nur noch die Vorlage eines Passes oder Personalausweises (§ 8 FreizügG/EU) Dies gilt auch bei einer Einreise zwecks Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Mit dem in Kraft treten des Zuwanderungsgesetzes wurde die Aufenthaltsgenehmigungspflicht abgeschafft (§ 2 Abs. 4 FreizügG/EU). Freizügigkeitsberechtigte Unionsbürger erhalten von Amts wegen nur noch eine Bescheinigung (§ 5 FreizügG/EU). Hält sich ein Unionsbürger aus den Beitrittsstaaten z. B. als Tourist in Deutschland auf, so darf er diese Zeit auch für Bewerbungen, Arbeitssuche und Vorstellungsgespräche nutzen. Eine Beschäftigung darf er allerdings erst aufnehmen, nachdem er eine Arbeitsgenehmigung-EU erhalten hat."

Travel 2.0.

Hotelübernachtungen würden 2007 in den USA die am schnellsten wachsende Produktgruppe und Flugreisen übertrumpfen. Erstmals würden mehr als die Hälfte (54%) aller Reisen online gebucht.
"The advanced level of the U.S. online travel market creates an atmosphere in which many innovations such as dynamic packaging, metasearch and user-generated content incubate in the U.S. before expanding to other global markets. Many of these innovations include the new online capabilities that PhoCusWright has termed Travel 2.0 - the travel industry's application of Web 2.0 practices empowering the online consumer."
So lauten die wichtigesten Ergebnisse eines neuen Berichts "U.S. Online Travel Overview Sixth Edition" der PhoCusWright Inc.. Mehr darüber: "Hotels fastest growing segment online, surpassing air travel", in: Hotelmarketing.com vom 18. Dezember 2006.

FBMA-Mitglied Klaus-Guenther Wiesler erhaelt "Umweltpreis für Unternehmen".

Am 12. Dezember 2006 verlieh die Umweltministerin von Baden-Württemberg, Tanja Gönner, bei einer Festveranstaltung im Neuen Schloss in Stuttgart den diesjährigen 'Umweltpreis für Unternehmen 2006'. Der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis wurde an vier Unternehmen der Kategorien 'Industrie', 'Handel', 'Dienstleistung', und 'Handwerk' vergeben. In der Kategorie "Dienstleistung" wurde das Seehotel Wiesler am Titisee ausgezeichnet.
"Eine phantastische Anerkennung für das langjährige Engagement des Seehotels Wiesler in Sachen Ökologie"
freute sich Udo Finkenwirth, Präsident der Food & Beverage Management Association. Klaus-Günther Wiesler "lebt" in seinem Hotel am Titisee die Ideale der zur FBMA gehörenden Stiftung, welche die Förderung von Umweltschutz, Kultur und Bildung im Gastgewerbe beinhalten, so Finkenwirth.
"Das innovative und ökologische Energiekonzept des Hotelbetriebs ist beeindruckend"
erläuterte die Ministerin. Die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien und das hohe Engagement für Produkte aus der Region im Rahmen der Naturparkwirte haben zu dieser Auszeichnung geführt, so die Begründung. Insgesamt 54 Unternehmen aus allen Teilen des Landes Baden-Württemberg und aus den verschiedensten Branchen hatten ihre Bewerbung abgegeben. Der Umweltpreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und wurde in diesem Jahr bereits zum 12. Mal verliehen. Die Freude über den Gewinn war groß in der Familie Wiesler. Mit seinen Eltern Rosemarie und Herbert, die vor ihm das Seehotel führten, waren Klaus-Günther Wiesler und seine Ehefrau Eva nach Stuttgart gereist.
"Die Arbeit hat sich gelohnt, Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung"
erklärten sie freudestrahlend bei der Übergabe von Urkunde und Preisgeld. Dieses muss in erneute Umweltschutzaktivitäten investiert werden, erläuterte Gönner.
"Damit erhält der Umweltschutz in den Unternehmen eine weitere Aufwertung und einen zusätzlichen Schub."
Diese Auszeichnung des Seehotels hat eine lange Vorgeschichte. Bereits seit 1995 darf es sich als "umweltorientierter Betrieb" vorstellen und ist seit 2002 Mitglied bei Viabono. Ein Meilenstein wurde im November 2005 erreicht: Damals hatte das Seehotel Wiesler als einer der ersten gastronomischen Betriebe an der europäischen Zertifizierung EMAS mit Erfolg teilgenommen. Der Aufwand für diese Zertifizierung war im Seehotel sehr umfangreich. Unter anderem mussten alle Energie- und Stoffflüsse erfasst, Abfallvermeidung konsequent betrieben, der Stromverbrauch optimiert, die Wärmegewinnung und ?Nutzung und Warmwasserbereitung streng nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichtet, kurz sämtliche Bereiche des Hotelbetriebs auf ihre Auswirkung auf die Umwelt untersucht und verbessert werden. Heute ist Klaus-Günther Wiesler darauf stolz, dass die Emissionen des Hotels um 200 Tonnen jährlich verringert werden konnten. Wiesler:
"Wir wollen als kleiner Betrieb den großen Firmen ein Beispiel geben."
Hotelgäste und Kunden erleben die Philosophie des Hauses in angenehmster Weise im Restaurant und im Wellness-Bereich. Für die Entspannungs- und Pflegeprogramme werden vor allem biologische Öle und Kosmetikartikel aus natürlichen Rohstoffen eingesetzt. Das Ayurveda-Öl stammt aus eigener Herstellung. Der Hausherr, gelernter Koch und mit seiner Heimatregion tief verwurzelt, verwendet in seiner Küche überwiegend regionale Produkte und ein Großteil der verarbeiteten Lebensmittel stammt aus ökologischem Anbau. Die Passion für die hervorragenden Produkte der Region teilt Klaus-Günther Wiesler mit einer Gruppe Gleichgesinnter: den "Naturparkwirten Südschwarzwald". Ein Kooperationsmodell individueller Gastronomen und Hoteliers, das bereits in anderen Regionen Schule machte und Nachahmer gefunden hat.

Sein Gedankengut lässt Klaus-Günther Wiesler durch engagierte Mitarbeit in weiteren Organisationen einfließen. Seit vielen Jahren ist er in der Food & Beverage Management Association FBMA aktiv, dem Fachverband für Führungskräfte aus der Hotellerie und Gastronomie. Als Stellvertretender Direktor der FBMA-Region Südwest wird er im Februar 2007 eine Tagung zum Thema Bio mit namhaften Referenten u.a. von der CMA und den Kolpinghotels (Bio-Tagungshotels) in Titisee organisieren. In der verbandseigenen Stiftung - ein Novum in der Branche - hat Wiesler die Geschäftsführung inne. Hier initiiert er Projekte zu den Themen Umweltschutz, Kultur, Bildung und Nachwuchsförderung.

(Quelle: Pressemitteilung der FBMA Deutschland).

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Der BHG beginnt zurueck zu rudern.

Als "Denkanstoß" bezeichnet man in der Politik eine spontane, häufig ziemlich dumme Idee, die man, eventuell angetrunken, äußert, eine Art "Luftballon", den man loß läßt, um die Reaktion der Öffentlichkeit zu testen, um dann, wenn man dafür beschimpft wird, sich von dem eigenen Vorschlag zu distanzieren. Man habe nur einen Anstoß geben wollen, über einen Vorschlag nachzudenken, halte ihn aber selbst für ziemlich bescheuert. Kommt der Vorschlag hingegen gut an, sonnt man sich im Ruhm, ihn als erster geäußert zu haben.

Jetzt will laut einem Bericht von Oberpfalznet vom 18. Dezember 2006 ("Wirte-Zorn längst nicht verraucht") der Weidener Lothar Heigl als Vorsitzender des Fachbereiches Hotellerie im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband den Beschluß des BHG für ein totales Rauchverbot in der Gastronomie als "Denkanstoß" verstanden wissen.

Sonntag, Dezember 17, 2006

Nichtraucherzone im Café Groessenwahn.

Manche Gaststätten sind nicht tot zu kriegen. Sie spotten dem vielfach auf zehn Jahre und weniger angesetzen Produktlebenszyklus von Gaststätten Hohn. Nicht selten steckt dahinter eine liebevolle, ständige Anpassung des Konzepts en détail, die so sanft von statten geht, daß es Gästen kaum auffällt, und ein Konzept, das sich gängigen Zuordnungen in Kneipe oder Restaurant oder Café widersetzt. Ein Beispiel ist das Café Größenwahn in Frankfurt am Main.

In einem Leserbrief "Eine Mischung aus Kneipe und Restaurant", abgedruckt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 12. Dezember 2006, erläutert Hans-Jürgen Heine, einer der Betreiber, warum ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie solchen Konzepten, die eine Mischform von Kneipe und Restaurant darstellen, zu schaffen macht. Mehr darüber auf der Website des Café Größenwahn:
"... fürchten wir natürlich auch, dass unsere Mischunng aus Kneipe und Restaurant durch dieses Gesetz auf der Strecke bleibt. Diese Mischung schafft die Atmosphäre, die unsere Gäste so schätzen. Dieses Konzept haben nicht nur wir verfolgt, sondern viele erfolgreiche Gastronomen in Frankfurt. Das ist ein Stück Kneipenkultur, die dieser Gesetzentwurf bedroht."

Von Siebtraegermaschinen und Vollautomaten.

Georg Küffner macht in der Frankfurter Allgmeinen Sonntagszeitung vom 17. Dezember 2006 ein wenig Werbung für den Faema-Brühkopf und rechnet mit Kaffeevollautomaten ab: "Die Magie des Espresso".

Samstag, Dezember 16, 2006

Blog trifft Gastro 2007.

Die Einladung: Blog trifft Gastro 2007 vom 26. bis 28. Januar 2007 in Hamburg wurde gerade online gestellt.

Teilnehmer von Blog trifft Gastro 2005 in Wolfsburg und Blog trifft Gastro 2006 in Heidelberg sind gewesen: "bloggende Genießer, bloggende Gastronomen, nicht-bloggende Gastronomen und andere beruflich oder privat mit dem Essen und Trinken verbundene Menschen".

Rauchverbot in der Gastronomie - Fallgruppe: Bierzelte in Bayern.

Als kleinen Beitrag zur Debatte um ein gesetzliches Rauchverbot in der speziellen bayerischen Variante eines Rauchverbots in Bierzelten habe ich ein Foto unseres diesjährigen Feierhofs im Innenhof des Schloßes Geyerswörth in Bamberg hervorgekramt:
Feierhof
Vor diesem Hintergrund wäre im Falle eines gesetzlichen Rauchverbots von den ehrenwerten Herren und Damen des bayerischen Landtages gesetzlich zu klären oder diese Klärung auf die Verwaltungsgerichte zu verlagern:
  • Gilt das Rauchverbot auch für Open-Air-Veranstaltungen?
  • Wenn nein, gilt es denn wenigstens für Open-Air-Veranstaltungen in Innenhöfen?
  • Wenn ja, kommt es darauf an, wieviele Seiten des Innenhofs geschlossen sind?
  • Wenn nein, gilt es dann in dem Fall, daß bei einer Open-Air-Veranstaltung in einem Innenhof ein Zelt aufgestellt wird?
  • Ist ein Rauchverbot abhängig von der Frage, ob dieses Zelt geschlossen ist oder offen?
  • Gilt ein Rauchverbot auch für eine Regenschutzüberdachung, evtl. abhängig von der Frage, ob es regnet oder nicht?
  • Ist ein Sonnenschirm als "Bierzelt" zu betrachten, evtl. in der Fallunterscheidung, ob es sich um einen einzelnen Sonnenschirm oder einen Verbund von Sonnenschirmen handelt. Spielt die Größe (etwa 3 oder 5 m Durchmesser) eine Rolle? Kommt es auf die Form (rund oder rechteckig) an?
Sie sehen, ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie schafft Spielräume zur Klärung lebenswichtiger Fragen und Arbeit für Sesselfurzer, Anwälte und Gerichte. Handelt es sich vielleicht gar um eine raffinierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für dieses Gesindel?

Weniger ernsthaft ist ein Kommentar "Und was mache ich jetzt?" von Axel Hacke, in: Tagesspiegel vom 17. Dezember 2006.

Freitag, Dezember 15, 2006

Schnell reagiert - Sportler eben.

Da scheint der Deutsche Olympische Sportbund gerade noch mal die Kurve gekriegt zu haben: "Lieber Saftblog, liebe Blogosphäre,...", in: marketing-blog.biz vom 15. Dezember 2006.

Wie alles anfing: "Rufausbeutung, Urheberrechtsverletzung, Irreführung, Markenrechtsverletzung...", in: Saftblog vom 14. Dezember 2006.

Alle Achtung: Schnell reagiert, "Sportler" eben... Nicht so dumm wie das Sozialgericht Bremen.

Oder haben die "Sportler" nur Angst vor einer gerichtlichen Entscheidung:
"Zudem äußerte das Landgericht Darmstadt erhebliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Olympiaschutzgesetzes, da es aus kommerziellen Interessen und 'wohl auf Druck des IOC' zustande gekommen sei."
(Quelle: "Landgericht Darmstadt: Nationales Olympisches Komitee verliert Unterlassungsklage gegen BAT" von der WBZ Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs von 23.11.2005, ihrerseits eine Mitteilung der Saarbrücker Zeitung vom 22.11.2005 wiedergebend).

Almdudler ohne Knebelvertraege.

Warum ich die österreichische Kräuterlimonade Almdudler nie listen würde, verrate ich in meinem Beitrag "Getraenke-Plagiate: Almdudler".In dem Artikel "50. Jubiläum steht an: Almdudler verteidigt Markenrechte und startet Exportoffensive", in: Networld vom 15. Dezember 2006, wird Almdudler-Geschäftsführer Schilling mit den seltsamen Worten zitiert, "meist einige man sich auf einen Vergleich, von Knebelverträgen könne aber nicht die Rede sein." 1 Million Liter werde über Schankanlagen ausgeschenkt, wo der Mißbrauch auch stattfände.

Eine ganze Reihe von Herstellern bietet alternative Produkte an, z.B.

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Schnelle Schreibe.

Nicht besonders neu, aber flott von der Feder geflossen, sind die Informationen, die Jacqueline Vogt in ihrem Artikel "Schnelle Küche, schnelles Geld" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 15. Dezember 2006, über einige Gastronomie-Konzepte zusammengeschrieben hat.

Auswirkungen des Rauchverbot-Streits auf die Reichweite von Websites.

Die Debatte um die Forderung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands nach einem totalen Rauchverbot in der Gastronomie hat nicht nur die Mitglieder bewegt und zu Austritten geführt, sondern auch die Reichweite der Website dieses Verbandes erhöht:

alexa website statistics by alexaholic

Donnerstag, Dezember 14, 2006

Gastgewerbe setzt im Oktober 2006 real 0,2% weniger um.

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Umsatz des Gast­gewerbes in Deutschland im Oktober 2006 nominal um 1,2% höher und real um 0,2% niedriger als im Oktober 2005. Im Vergleich zum September 2006 sank der Umsatz im Gastgewerbe im Oktober 2006 nach Kalender- und Saisonbereinigung um nominal 1,7% und real 1,8%.

Nominal und real höhere Umsätze als im Oktober 2005 erzielten die Kantinen und Caterer, zu denen auch die Lieferanten der Fluggesellschaften gehören (nominal + 3,7%, real + 2,2%) und die Unternehmen des Beherbergungsgewerbes (nominal + 2,7%, real + 1,1%). Unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats blieb dagegen das Gaststätten­gewerbe (nominal ? 0,3%, real - 1,7%).

In den ersten zehn Monaten 2006 wurde im Gastgewerbe nominal 1,3% mehr und real genauso viel wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt. (Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes).

Teilzeit-Nichtraucherschutz.

Wolf Schmidt erzählt, welche Lösung einige Kollegen in Berlin für den Nichtraucherschutz gefunden haben: "Nachts zieht der Qualm wieder auf", in: taz vom 14. Dezember 2006.

Dort ist auch zu lesen:
"Am späten Abend bleibt hartgesottenen Nichtrauchern in Berlin nur wenig Auswahl. Durchgehend rauchfrei ist die Ausnahme. Der Grund ist simpel: Es scheint sich für die Betreiber nicht zu rechnen."

Gotfriends.

Ungeachtet oder vielleicht auch wegen der bei StudiVZ zwischenzeitlich aufgetauchten Datenschutzprobleme erfreut sich das Studentennetzwerk Gotfriends steigender Beliebtheit.

Registrieren können sich nur Studenten mit E-Mail-Adressen wie der Domain stud.uni-bamberg.de, die über unterstützte Universitäten nur an immatrikulierte Studenten vergeben werden. So können sich die Teilnehmer mehr oder weniger sicher sein, daß die anderen Teilnehmer Studierende sind, auch wenn natürlich niemand letztlich sagen kann, wer an einer Tastatur sitzt.

Unterstützt werden bislang in Deutschland erst die Universitäten Augsburg, Bamberg, Bonn, Erlangen-Nürnberg, Mannheim, Regensburg, Bochum, sowie die Fachhochschulen Rosenheim und Deggendorf, aber auch eine Reihe von Universtitäten in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und den USA.

Die Macher sind Björn Asdecker und Tobias Söllner, BWL-Studenten der Universität Bamberg und Mathieu Vaugeois von ESC Dijon Bourgogne.

Siehe dazu auch: "Ab in die Community!" mit einem Überblick über Online-Netze für Studierende und einem Experteninterview mit Jan Schmidt.

Machtkampf im bayerischen Gaststaetten-Verband, Teil II.

Die Süddeutsche Zeitung zitiert aus einem Rundschreiben des oberbayerischen Bezirksvorsitzenden Franz Bergmüller an die rund 4.000 Mitglieder seines Bezirks:
"Als Mitglied im Großen Vorstand lehne ich diesen Beschluß vehement ab. Ich warb leider vergebens mit all meiner Energie für die lieberale Regelung des Koalitionsausschusses der Regierung... So stoßen wir unsere eigenen Mitglieder vor den Kopf, nur um vermeintlich gewerbliche Bierzelte und Dorfwirtschaften mit Vereinsheimen gleichzustellen. Dadurch werden wir keinen einzigen Gast von den Vereinsheimen oder Vereinsveranstaltungen in Bierzelten zu uns holen können."
(Quelle: "Wiesnwirte verlassen Berufsverband", in: Süddeutsche Zeitung vom 14. Dezember 2006). In diesem Artikel wird auch berichtet, daß alle kleinen und großen Wiesnwirte, die noch Mitglied im Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband seien, austreten würden.

Siehe auch: "Machtkampf im bayerischen Gaststaetten-Verband" vom 13. Dezember 2006.

Voelkel hat kein Interesse an Kunden in der Gastronomie.

Wenn man sich die Website des Fruchtsaftherstellers Voelkel anschaut, könnte man, angesichts seiner Rubrik "Gastronomie" und eines Angebots von Gebinden für die Gastronomie (0,2 l-Flaschen), gebrandeten Gläsern, Tischaufsteller, Saftdispenser usw.) den ersten Eindruck gewinnen, Voelkel sei an Kunden aus der Gastronomie interessiert.

Ich habe vor einigen Tagen Voelkel gebeten, mir einen für meinen Standort Bamberg zuständigen Händler zu nennen. Mir wurde die dennree GmbH in 95183 Töpen genannt. Ich habe dort angefragt, daß ich das Produkt "Rhabarber-Trunk" von Voelkel gerne ausprobieren und eventuell listen möchte. Heute erhielt ich eine Absage:
"vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr damit verbundenes Interesse an unseren Produkten. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir ausschlieߟlich Naturkostfachgeschäfte mit Vollsortiment beliefern, die wöchtenlich für mind. 600,00 Euro Ware bei uns einkaufen."
Voelkel sollte auf seiner Website vermerken, daß man an Gastronomie kein Interesse hat. Dies hätte mir etwas Arbeit und ihnen diesen Blog-Eintrag erspart.

Mittwoch, Dezember 13, 2006

Machtkampf im bayerischen Gaststaetten-Verband.

Toni Roiderer, der Sprecher der Oktoberfest-Wirte und Betreiber des Hacker-Festzelts, ist vor laufender Fernsehkamera aus dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband ausgetreten.

Im Artikel "Das ist absoluter Wahnsinn", in: Münchener Merkur vom 12. Dezember 2006, empört er sich über den Wunsch des amtierenden Vorstands des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands nach einem gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie:
"Als ich die Nachricht im Radio gehört habe, bin ich fast vom Stuhl gefallen."
Andere Wiesenwirte äußern sich ähnlich. Toni Roiderer sagt dem frisch gewählten Landesvorsitzenden Siegfried Gallus voraus, daß ihm ein scharfer Wind entgegenblasen wird.

Er hätte Siegried Gallus vielleicht raten sollen, in seinem eigenen Betrieb, dem Hotel-Restaurant Gallus mal mit einem freiwilligen Rauchverbot anzufangen. Dort gibt es laut Eintrag in Nichtraucher.bayern.de nur einen getrennten Raum für Nichtraucher.

Zu weiteren Reaktionen auf den Beschluß des BHG siehe: "Streit ums Rauchverbot", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 13. Dezember 2006. Demnach habe der Münchner Ratskeller-Wirt Toni Winklhofer laut der Süddeutschen Zeitung gesagt, dies sei auch bei der letzten Landesdelegierten-Versammlung nicht so beschlossen worden. Siehe dazu: "Wirtestreit ums Rauchen", in: Süddeutsche Zeitung vom 13. Dezember 2006 (dieser Artikel ist leider nur kostenpflichtig zugänglich. Vielleicht sollte die Süddeutsche Zeitung sich mal bei ihrer Wiener Tochter "Der Standard" erkundigen, wie man es richtig macht).

Siegfried Gallus hat der taz ein Interview gegeben: "'Das ist revolutionär. Ganz klar'" vom 13. Dezember 2006.

Nachrag vom 14. Dezember 2006: Gegenüber dem Münchener Merkur räumte der BHG-Sprecher Frank-Ulrich John ein, daß er nach dem Alleingang auch mit Austritten aus dem Verband rechnet: "Riesenkrach um Bayerns Alleingang" vom 14. Dezember 2006.

Hotel-Marketing in Consumer Generated Media.

In ihrem Artikel "Consumer generated media, a threat or an opportunity?", in: Hotelmarketing.com vom 13. Dezember 2006 behandeln Max Starkov und Jason Price die Frage, welche Vorteile Hotels und Reiseveranstalter aus den sogenannten "Consumer generated media (CGM)", also Blogs, Diskussionsforen, Meinungsportalen und sozialen Netzwerken, ziehen können:
"Should CGM be considered an opportunity to promote the hotel product and be part of the marketing strategy, or is it a threat that needs to be contained? Can a CGM initiative help hoteliers differentiate their services and de-commoditize their product?"
Sie wollen mit ihren Ideen Hoteliers helfen, von den Möglichkeiten des CGM zu profitieren und sie in ihre Internet-Marketing-Strategie einzubeziehen.

Zu Beginn ihres Artikels bieten sie einen knappen Überblick über die Websites, die sie exemplarisch meinen, das sind MySpace, LinkedIn, Reiseplaner wie Yahoo Trip Planner, IgoUgo, Meinungsportale wie TripAdvisor, Foto-Online-Communities und andere Möglichkeiten für Nutzer, ihre persönlichen und familiären Erfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen in den verschiedensten Formaten wie Texte, Bilder, Videos, Podcasts und Abstimmungen, Bewertungen.

Sie verweisen darauf, daß 2007 fast ein Drittel aller Reservierungen von Übernachtungen per Internet generiert werden wird (29% sind es 2005 gewesen). 2010 sollen es bereits mehr als 45 Prozent sein. 60% davon würden 2007 von Hotel-Websites direkt erzeugt werden.

Nach ihrer Ansicht sollten Hoteliers CGM-Initiativen nur als ein Teil einer direkten Internet-Marketing-Strategie betrachten, zusammen mit anderen Aspekten wie Suchmaschin-Marketing, Online-Sponsoring, Optimisierung der Website, Linkpopularität und Linktausch und Online-Anzeigen.
"On the other hand Hospitality eBusiness Strategies considers CGM a vital part of the comprehensive de-commoditization strategy of the hotel, a potent tool to provide a unique value proposition to its customers. A well-developed CGM strategy could provide visibility to unique aspects of the hotel product and destination, and a differentiated approach to reach key customer segments."
Im November 2006 haben die Autoren eine Umfrage zum Thema CGM durchgeführt und zwar im Hospitality Busines Blog und Hoteliers danach gefragt, ob sie CGM eher als Bedrohung oder als Chance begreifen. 81% sehen CGM als Chance an.

Das Marketing von Hotels und Reisen kann von CGM dreifach profitieren:
  • Auf das hören, was Kunden sagen, unfiltrierte Ansichten von Gästen, die man früher nur per Umfragen und Beschwerden zu Gesicht bekam. Wenn man Meinungsportale beobachtet und auswertet, kann man auf Kritik angemessen reagieren.
  • Hoteliers können interaktive Beziehungen zu ihren Gästen aufbauen, wenn sie CGM-Initiativen unterstützen. Als Beispiel nennen sie den Blog theLobby.com von Starwood und Sheraton's neue Website-Funktionen, die es Gästen erlauben, ihre Erfahrungen und Fotos auszutauschen.
  • Das Hotel-Marketing kann verschiedene Typen und Formate von CGM nutzen, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu promoten. Als Beispiel wird HotelChatter.com and TripAdvisor genannt, die neuerdings Inserate akzeptieren.
Wann sollte man eine CGM-Strategie einführen? Voraussetzung ist, daß der Direktverkauf per Hotel-Website gut funktioniert, d.h. daß sie nutzerfreundlich ist, gut in Suchmaschinen gelistet und buchungsfreundlich ist und interaktiv. Das Hotel sollte auf lokalen und vertikalen Websites und Suchmaschinen gut gelistet sein, E-Mail-Marketing betreiben, strategisch verlinkt sein.

In welchen Schritten sollte eine CGM-Strategie entwickelt werden? Es gibt drei Ansätze:
  • die Verbreitung negativer Meinungen zu vermeiden ("Brand Defensive Strategy").
  • das vorhandene Wissen über das Hotel, zu verbreiten ("Corporate-Sponsored CGM Initiatives").
  • mit Lesern von besucherstarken CGM-Websites ins Gespräch zu kommen.
Brand Defensive Strategy
  • Identifizierung von CGM-Websites, die für die Branche, das Segment und die Region (füge ich hinzu) wichtig sind.
  • Beobachtung der Postings, die das eigenen Unternehmen betreffen, z.B. via www.technorati.com oder blogpulse.com usw.
  • Zufriedene Gäste animieren, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen.
  • Teilnehmer solcher CGM-Websites kontaktieren und mit ihnen diskutieren.
Corporate-Sponsored CGM Initiatives
  • Die in Frage kommenden CGM-Websites identifizieren.
  • Veröffentlichung des Fachwissens, das im eigenen Unternehmen existiert.
  • die Verantwortung für ein Blog delegieren.
  • Mittel bereitstellen (Geld bzw. Arbeitszeiten).
CGM als Medium für Werbung und Verkaufsförderung
  • Feststellen, welche CGM-Websites Inserate und Sponsoring erlauben.
  • Werbung nur auf solchen CGM-Websites schalten, die für das eigene Produkt, die eigene Dienstleistung wichtig sind.
Max Starkov ist verantwortlich für eBusiness-Strategien, Jason Price ist EVP bei Hospitality eBusiness Strategies (HeBS).

Wer soll ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie kontrollieren?

Erstaunlicherweise hat erst jetzt, nach monatelanger Debatte eines gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie, erstmals ein Politiker das Problem angerissen, wer denn überhaupt ein solches Verbot kontrollieren solle. Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer (CDU), hat laut einer Meldung der Welt vom 12. Dezember 2006 ("Länderchefs wollen besseren Nichtraucherschutz - wissen aber nicht wie") gesagt, der Nichtraucherschutz könne nicht überall kontrolliert werden. "Wir werden ja keine Gesundheitspolizei einsetzen."

Tatsächlich hängt die Frage, wer kontrolliert, davon ab, wie ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie begründet wird:
  • Für den Arbeitsschutz sind die technischen Gewerbeaufsichtsämter zuständig. Diese kontrollieren aber nur, wenn es zu einem aufklärungsbedürftigen, meldepflichtigen Arbeitsunfall gekommen ist, oder routinemäßig alle fünf bis zehn Jahre.
  • Für den Gesundheitsschutz sind die staatlichen Gesundheitsämter zuständig. Diese verfügen über keinerlei Personalausstattung für solche Zwecke. Und die Länder dürften wenig Neigung verspüren, das Personal in notwendigem Umfange aufzustocken. Um die Kontrollaufgabe zu skizzieren: In meiner Heimatstadt Bamberg gibt es fast 300 gastronomische Betrieb mit schätzungsweise 1 Million Öffnungsstunden pro Jahr.
  • Die Polizei könnte zwar kontrollieren, kann und muß aber selbst entscheiden, wo sie ihre Einsatzschwerpunkte setzt, und wird es vorziehen, Mörder fangen, statt sich mit Bürgern und Gastronomen rumzustreiten.

Aufstand im Bayerischen Hotel- und Gaststaettenverband.

Viele bayerischen Gastronomen sind empört über die unabgestimmte Entscheidung des Vorstandes des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, entgegen der Beschlußlage dieses Verbands und ohne die Mitglieder zu befragen, ein gesetzliches Rauchverbot zu fordern ("BHG fordert generelles Rauchverbot"). Siehe dazu einen Bericht der Süddeutschen Zeitung über die Stellungnahmen einiger Münchener Kollegen: "Kehrtwende beim Rauchverbot" vom 13. Dezember 2006.
"Ich bin entsetzt und versteh? die Welt nicht mehr...Eigentlich habe ich in so einem Verband nichts mehr verloren."
wird die stellvertretende Münchner BHG-Kreisvorsitzende Birgit Netzle-Piechotka zitiert. Nun ja, man könnte, statt auszutreten, alternatiav auch daran denken, den jüngst gewählten Landesvorstand wieder abzusetzen.

Zu feige fuer ein Tabak-Verbot.

Der NDR hat die Gitta Trauernicht, die Gesundheitsministerin Schleswig-Holsteins interviewt: "Das Rauchverbot-Desaster". Sie offenbart darin eine erstaunliche Ignoranz der Gründe, wieso die Rauchverbotsinitiativen auf Bundesebene bereits gescheitert sind:
"Ob jetzt der Bund Gesetze ändert oder ob die Länder Gesetze ändern, dass ist für die Bevölkerung zweitrangig. Ich bin da Pragmatikerin und sage, diese Diskussion darf nicht im Mittelpunkt stehen."
Es mag im Kreise ihrer Freundinnen beim Kaffeeklatsch als cool gelten, sich als pragmatisch auszugeben, wird ihr aber nicht helfen, die Klippen unseres Rechtssytems zu umschiffen.

Insbesondere möchte ich die Politik warnen, das Gaststättenrecht zu mißbrauchen. Gaststättenrecht ist spezielles Gewerberecht, kein Schweizer Messer zur Lösung gesellschaftlicher Probleme.

Wenn die Politik mit Mehrheit entschlossen gegen die gesundheitlichen Folgen von Tabakrauchen vorgehen will, kann sie das tun. Sie muß nur den Anbau von Tabakpflanzen, die Herstellung von Tabakprodukten, ihren Import und den Handel damit verbieten und den Verlust von zehntausenden Arbeitsplätzen bei der Herstellung und dem Vertrieb von Tabakwaren und die Einnahmeverluste bei der Tabaksteuer verantworten. Wenn Politiker dafür zu feige sind, werden ihr die Verfassungsgerichte das feige Ausweichmanöver, eine spezielle Branche zu drangsalieren, nicht durchgehen lassen.

Siehe dazu auch: "Tabak: Geschichte des Tabakkonsums und seiner Verbreitung: Verbotsversuche im 16. und 17. Jahrhundert", in: Wikipedia.

Dienstag, Dezember 12, 2006

Bescheuert.

Unter Kollegen hält man den Beschluß des Vorstandes des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie zu fordern (siehe: "BHG fordert generelles Rauchverbot") für bescheuert.

Die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges kann sich natürlich gegenüber dem Landesband ihrer eigenen Organsisation nicht so deutlich ausdrücken. Sie bleibt diplomatisch, es sei nicht Aufgabe eines Wirtschaftsverbandes, gesetzliche Reglementierungen mit Verboten einzufordern: "Der Tagesspiegel: Gaststättenverband verärgert über Rauchverbotsforderung bayerischer Wirte", in: Finanznachrichten vom 12. Dezember 2006. Aber Ingrid Hartges ist letztlich selbst daran schuld, wenn ihre Verbandsfunktionäre durchdrehen. Schließlich hat sie selbst dem Druck nicht standgehalten und ist rumgeeiert.

Hören Sie dazu ein Interview mit dem Präsidenten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes vom 1. Dezember 2006: "Episode: Siegfried Gallus" (mp3, 2,4 MB), in: Bayern2Radio - Am Telefon der radioWelt.

Dem generellen Rauchverbot in der Gastronomie entgegentreten - Selbstbestimmung statt gesetzliche Gaengelung.

Erfurt, 12. Dezember 2006 / Die letzten Tage zeigten deutlich, dass ein gesetzlich geregeltes Rauchverbot in der deutschen Gastronomie nicht umsetzbar ist. Deshalb fordert der DEHOGA Thüringen die Fortsetzung der freiwilligen Bemühungen zum Nichtraucherschutz und lehnt aus diesem Grund ein generelles Rauchverbot strikt ab.

Aufgrund der Föderalismusreform vom Sommer 2006 und dem Übergehen des Gaststättengesetzes in Länderbefugnis droht nun in Sachen Rauchverbot eine Vielzahl diverser Regelungen in den einzelnen Bundesländern. Dazu Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen:
"An einer derartigen Unübersichtlichkeit und regionalen Einzelfallregelungen kann der deutschen Gastronomie nicht gelegen sein. Diese von der Regierung ausgelöste rechtliche Unsicherheit verwirrt nur die Gäste und sorgt zudem für große Bedenken bei den Gastronomen. Unser Arbeitgeber ist der Gast, denn wir sind Dienstleister. Deshalb sollen auch die Gäste selbstständig entscheiden dürfen. Die Thüringer Gastronomen werden auch weiterhin mit ihren Angeboten auf die Gästewünsche eingehen."
Die bisherigen guten Erfahrungen mit freiwilligen Lösungen beim Nichtraucherschutz bestätigte am Wochenende auch CDU-Regierungschef Dieter Althaus. Der DEHOGA Thüringen verweist deshalb auf die weiterhin bestehende Vereinbarung mit der Bundesregierung zum Nichtraucherschutz, die das freiwillige Einrichten von Nichtraucherbereichen in Speisebetrieben vorsieht.
"Die Diskussion zum Rauchverbot wird viel zu emotionsgeladen geführt. Mehr Fakten und weniger Populismus sind bei diesem Thema nötig. In der Hotellerie gibt es in Thüringen eine Vielzahl von rauchfreien Zimmern, bis hin zu rauchfreien Hotels, ohne dass es einer rechtlichen Normierung bedurft hätte"
so Ellinger weiter.

Es ist rückblickend also durchaus enttäuschend, dass die Zielvereinbarung für mehr Nichtraucherangebote vom März 2005 nicht durchgängig positiv von der Politik begleitet wurde. Denn die nicht enden wollende Debatte zu diesem Thema verunsichert und demotiviert die Thüringer Gastronomen zutiefst.
"Verbote sollten wirklich das allerletzte Mittel bleiben"
so Ellinger,
"und nicht zum Drohinstrument gegen eine Branche werden."
Unter www.nichtraucherfuehrer.de finden Sie nähere Informationen zur freiwilligen Selbstverpflichtung.

(Quelle: Pressemiteilung der DEHOGA Thüringen).

Mit Amiando Einladungen verwalten.

amiando ist ein neues, am 8. Dezember 2006 gelaunchtes Tool zum Einladungsmanagement. Der Gastgeber kann damit
  • eine individuelle Einladung erstellen,
  • die Gäste über den Termin abstimmen lassen und
  • alle Zu- und Absagen verwalten.
Auf der Einladungswebsite können die Gäste weitere Infos finden, sehen wer kommt und Nachrichten und Photos austauschen.

Das Tool kann für Einladungen aller Art genutzt werden und ist kostenlos.

Dieses Werkzeug kann auch zur Bekanntmachung öffentlicher Veranstaltungen genutzt werden, also auch zur Werbung für gastronomische Veranstaltungen. Ich habe dies einmal für das Neujahrskaterfrühstück am 1. Januar 2007 in unserem Café Abseits in Bamberg ausprobiert.

Im amiando-Blog kann man sich über Neuerungen auf dem Laufenden halten.

Business Angel dieses Projekts ist Kolja Hebenstreit, der auch bei StudiVZ als einer von mehreren Financiers in Erscheinung getreten ist.

BHG fordert generelles Rauchverbot.

(Beilngries) Der Große Vorstand des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (BHG) hat auf seiner heutigen Tagung folgenden Grundsatzbeschluss gefasst:
  • "Auf Grund einer zunehmenden Befürwortung einer einheitlichen Regelung bei den Gastwirten und einer offensichtlich in der Öffentlichkeit immer stärker werdenden Befürwortung eines generellen Rauchverbotes in allen öffentlichen Räumen, fordert der BHG ein generelles Rauchverbot. D. h. auch in Bierzelten, Vereinsheimen und bei allen anderen Veranstaltungen, bei denen eine größere Anzahl von Menschen zusammen trifft und die damit öffentlichen Charakter hat."
  • "Ausschlaggebend für unseren Richtungswechsel hin zu der Forderung nach einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie waren mehrere Faktoren", erläutert BHG-Präsident Siegfried Gallus und ergänzt: "Der Ruf seitens der Gäste - letztlich unserer Arbeitgeber - nach einem deutlich größeren Angebot für Nichtraucher wird täglich lauter." Hierauf hatte der BHG im Januar 2005 bereits als erstes Land in Deutschland reagiert, indem er eine freiwillige Selbstverpflichtung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz eingegangen ist. Diese sieht vor, dass zu bestimmten Stichtagen ein gewisser Prozentsatz der bayerischen Gastronomie Angebote für Nichtraucher vorhält.
  • "Lief das Erfüllen unserer freiwilligen Selbstverpflichtung anfangs sehr gut an, bemerkt man zunehmend, dass die Betriebe abwartend auf ein Gesetz reagieren", so Gallus. "Mittlerweile befürworten sogar viele Gastronomen eine klare, eindeutige Regelung. Und diese Eindeutigkeit kann nach Ansicht des Präsidiums letzten Endes nur durch ein generelles Rauchverbot erreicht werden, da es hier nicht zu Diskussionen führen kann, was ist (noch) ein Bierzelt, was eine Speise- und was eine Schankwirtschaft" erläutert der BHG-Präsident und fügt abschließend hinzu: "Selbstverständlich muss aus Gründen der Chancengleichheit diese Regelung dann aber für alle Feiern und Veranstaltungen gelten, die einen öffentlichen Charakter aufweisen, gleich ob Sie in der Gastronomie, in Vereinsheimen und Feuerwehrhäusern oder sonst wo abgehalten werden".
Unter www.nichtrauchen.bayern.de finden Sie nähere Informationen zur freiwilligen Selbstverpflichtung.

(Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes.

Persönliche Anmerkung: Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband vertritt nur eine Minderheit der bayerischen Gastronomie und Hotellerie.

Angebot fuer Familienfeiern.

Auf der Suche nach gelungenen Beispielen von Restaurant-Websites ist mir z.B. das Hotel-Restaurant Adler in Aalen mit seinem Angebot für Familienfeiern mit vielfältigen Buffets aufgefallen sowie mit seiner Bildergalerie.

Wenn ich ungefragt einen Tipp geben darf, würde ich die Bilder zusätzlich in Flickr online stellen und gescheit mit Suchbegriffen ("tags") versehen, um die kostenlose Chance zu nutzen, dort gefunden zu werden, so wie das z.B. Jürgen Treiber macht.

Bundesjustizministerium 4.0.

Ungewohnt und vermutlich unfreiwillig selbstironisch zeigt sich das Bundesjustizministerium in seiner Pressemitteilung vom 11. Dezember 2006:
"www.bmj.bund.de veredelt

Das Web hat gerade die Hürde zum 2.0 genommen, wir sind schon zwei Schritte weiter: 'BMJ 4.0' präsentiert sich ab heute in neuer Form und Farbe! Wir haben die Qualität und die Übersichtlichkeit für Sie verbessert und neue Features eingeführt.

Vor dem Hintergrund der deutschen EU-Ratspräsidentschaft 2007 informieren wir künftig auf Deutsch und Englisch über die Grundlagen der EU sowie die Rechts- und Justizpolitik in der EU. Außerdem berichten wir zweisprachig über unsere Aufgaben und Organisation.

Die Neugestaltung nutzen wir weiter, um einige strukturelle Änderungen vorzunehmen. Das Hauptmenü befindet sich nun am linken Seitenrand. Für mehr Übersichtlichkeit und Verständlichkeit sorgen eine schematische Struktur und eine Vorstellung unserer Themen durch kurze Einleitungstexte. Dadurch findet sich nicht nur das 'Fachpublikum' auf unseren Seiten zurecht.

Broschüren- und Ratgeber können durch den Einsatz eines 'Shop-Systems' einfach und komfortabel bestellt werden. Der Versand der Publikationen erfolgt unentgeltlich und frei Haus. Nicht zuletzt haben wir die Suchfunktion optimiert. Und nun viel Spaß beim Surfen auf unseren neuen Seiten: www.bmj.bund.de"

CSU-Landtagsabgeordnete gegen gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie.

Wie ich vor kurzem berichtet habe, haben der noch amtierende bayerische Ministerpräsident 'Muschi' Stoiber und der Bärentöter Schnappauf vorlaut angekündigt, in Bayern werde ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie eingeführt: "Aenderung des Gaststaettenrechts zur Durchsetzung eines Rauchverbots".

Jetzt wird beiden angeschlagenen Regionalpolitikern von Abgeordneten der CSU-Landtagsfraktion die Gefolgschaft verweigert: "Gegenwind für Nichtraucherschutz der Staatsregierung", in: Passauer Neue Presse vom 12. Dezember 2006:
"Zwar müsse 'ein gewisser Nichtraucherschutz' schon sein, räumte etwa Edeltraud Plattner (Pfarrkirchen) ein - allerdings nur bezogen auf Rauchverbote in Ämtern, Behörden, Schulen und Kindergärten. Das Gesetz, wie es sich nach den Äußerungen der Staatsregierung vom Wochenende insbesondere im Bereich von Gaststätten abzeichne, sei hingegen zu weitgehend. 'Eine Ausgrenzung der Raucher darf es nicht geben', so Plattner.

Diese Ansicht vertrat auch Helga Weinberger (Schöfweg).

Insbesondere in einer 'traditionellen Dorfgaststätte oder einem Bierzelt' könne sie sich 'ein Rauchverbot nicht vorstellen', erklärte auch Reserl Sem (Tann).

Entsprechend wünscht sich Gerhard Waschler (Passau), dass etwa ein Traditionswirtshaus, das Räume abtrennen könne, das auch tun solle. 'Wenn es das aber nicht kann, dann muss es trotzdem Möglichkeiten geben.'

Auf erhebliche Praxisprobleme wies Helmut Brunner (Zachenberg) hin: 'Was unterscheidet die mit einem Rauchverbot belegte Gaststätte von einer Kneipe, in der geraucht werden darf? Genügt es, wenn der Wirt einfach das Schild in der Eingangstür auswechselt?'

Der Passauer Abgeordnete Konrad Kobler sprach gar von 'Raucherhetze'. 'Erst geht es gegen die Raucher, dann gegen den Alkohol, dann gegen die Schweinshaxe und dann gegen Schokolade und die Pralinen - wo soll das aufhören?' Handlungsbedarf bestehe allerdings, wenn in einem Auto, in dem beispielsweise Kinder transportiert werden, gleichzeitig geraucht wird. 'Das muss wirklich nicht sein', so Kobler.

Alleine Bernd Sibler (Deggendorf) kann sich eine verschärfte Gangart gegen Raucher mit Rauchverboten in Gaststätten vorstellen: 'Was im Ausland geht, geht auch bei uns?, zeigte er sich überzeugt, dass Raucher im Zweifelsfall auch vor die Gaststätte gehen, um zu rauchen."
Hinter solchem Aufbegehren steckt jedoch vermutlich nicht nur Angst vor den Reaktionen der bayerischen Gastronomie - 2008 will man in deren Gaststätten Wahlkampf machen und muß befürchten, keine Säle reservieren zu können - sondern auch der Wunsch nach einem schnellen Rücktritt von Edmund Stoiber und solcher politischen Leichtgewichte wie Schnappauf, deren Überlebenskunst darin besteht, jeden Meinungsumschwung ihres Chefs postwendend nachzuvollziehen.

Montag, Dezember 11, 2006

Brauereiwerbung am Point of Sale.

An ein Verbot der Parteienwerbung denkt kein Politiker. Dabei geben sie sogar in Momenten der Wahrheit offen zu, daß sie in Wahlkämpfen bewußt lügen. Stattdessen onanieren Gutmenschen lieber beim Gedanken, Werbung für Spirituosen, Tabakwaren, alkoholische Getränke wie Bier und Wein, Süßigkeiten oder transfetthaltige Speisen zu verbieten.

So wundert es wenig, wenn die Brauerei Karlsberg in einem Akt vorauseilenden Gehorsams ab 2007 auf Plakatwerbung verzichten will: "Karlsberg rüstet für Werbeverbot", in: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung vom 26. Oktober 2006.

Für die Gastronomie sind derartige Werbeverbote und sie antizipierende freiwlligen Werbebeschränkungen von Vorteil. Die Industrie verlagert ihre Großplakat-, Fernseh-, Radio und Printwerbung auf die Werbung am Point of Sale (also in den Getränkefacheinzelhandel, in den Lebensmitteleinzelhandel und nicht zuletzt in die Gastronomie). Die Gastronomie sollte daran denken, ihre Preise für die Plazierung von Werbung für alkoholische Getränke zu erhöhen sowie ihre Ansprüche an Naturalrabatte und die Unterstützung in Form von hochwertiger Aussstattung.

Für die Zusammenarbeit mit Brauereien sollte man Werbeformen und Events auswählen, die sich z.B. an der von Karlsberg formulierten Verantwortungserklärung orientieren. So formuliert Karlsberg:
"Es soll darüber hinaus vermieden werden, dass die Karlsberg Produkte im Zusammenhang mit Trinkwettbewerben promotet werden; hierzu zählen Aktionen, bei denen Personen möglichst schnell, möglichst viel Alkohol zu sich nehmen bzw. Ihnen Alkohol eingetrichtert wird."
Natürlich lassen sich in diesem puritanischen Umfeld auch konträre Aktionen konzipieren, die gerade wegen ihres Gegensatzes zum politisch-korrekten Zeitgeist Aufmerksamkeit erregen. Ein Beispiel: "IV. Huppendorfer Bierathlon 2006", in: Bier-BBG.de.

Mittelstandshotellerie immer schlechter ausgelastet - BBG-TREUGAST-Betriebsvergleich analysiert die Branche.

In 2007 steht der Hotellerie eines der schwierigsten Jahre der nächsten Zeit bevor. Durch die Fußball-Weltmeisterschaft gab es zwar in diesem Sommer oft "volles Haus", allerdings werden die vielen neu geschaffenen Kapazitäten in naher Zukunft auf eine bestenfalls stagnierende Nachfrage treffen.

Der BBG-TREUGAST-Betriebsvergleich ist ein Management-Tool, das die Kennzahlen der Hotelbranche erfasst, Vergleiche ermöglicht und Optimierungspotenziale aufzeigt.

München/Düsseldorf 01. Dezember 2006. ? Der Schein trügt ein wenig. Dank der blendend verlaufenen Fußballweltmeisterschaft herrschte anschließend auch in der Hotellerie meistenteils Hochstimmung. Zumindest bei den Zimmerpreisen zeichnete sich auch eine Trendwende zum Aufschwung ab.

Doch durch die zahlreichen vor der WM neu eröffneten Beherbergungsbetriebe und den für die nächste Zeit als gesichert geltenden Zuwachs von rund 50.000 Betten wird die reale Auslastung in der kommenden Zeit erheblich sinken. Damit fällt der Wettbewerb in der Hotellerie auf den Stand des Jahres 2002 zurück ? diese Rückschlüsse ermöglichen die Zahlen, die im neu erschienen BBG-TREUGAST-Betriebsvergleich zusammengestellt sind:
  • Die Betriebe der Mittelstandshotellerie in der Gruppe 2bis eine Million Euro Umsatz" mussten im Jahr 2005 eine immer weiter sinkende Auslastung in Kauf nehmen.
  • Der RevPar (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) ist dennoch gestiegen ? dank des höheren Zimmerpreises.
  • Das Betriebsergebnis II ist dabei überraschend positiv gegenüber dem Vorjahr (von -0,9 auf 3,6 Prozent).
  • Auch die Kosten in den Bereichen Personal und Ware hielten sich erfreulicherweise in Grenzen.
  • Die gehobene Mittelstandshotellerie mit einem Umsatz bis 2,5 Millionen Euro und einem Beherbergungsanteil von bis zu 50 Prozent verbleibt auf konstantem Niveau.
  • Beachtlich: Die betriebsbedingten Kosten konnten im Vergleich zum Vorjahr von 82,1 Prozent auf 78,4 Prozent gesenkt werden.
Hier zeigt sich, wie wichtig im Hotelbetrieb ein qualifiziertes Kostenmanagement ist: Ein wichtiges Instrument ist dabei der nun zum vierten Mal gemeinsam erschienene BBG-TREUGAST-Betriebsvergleich: Er bietet differenzierte Vergleichswerte aus der gesamten Branche, macht die Werte dank der durchdachten Gruppenbildung komparabel und gehört deswegen zu den gefragtesten Werken seiner Art.

Wie hoch ist die Wareneinsatzquote bei anderen? Wie hoch der Cash Flow, der Personalaufwand? Der Betriebsvergleich "Hotellerie und Gastronomie Deutschland 2006"liefert die Antworten. Herausgegeben wird er von der BBG-Consulting Kanig GmbH und dem TREUGAST Institute of Applied Hospitality Sciences.

Erste Ergebnisse des Betriebsvergleichs: Auch wenn die Zahlen für 2006 überraschend gut aussehen, der Markt bleibt hart. Nur wer professionell arbeitet, sich durch ein scharfes Profil von Mitbewerbern abgrenzt, Pricing und Kostenmanagement mit Nachdruck betreibt, wird letztendlich erfolgreich sein.

Neben der Mittelstandshotellerie musste ebenfalls die konzerngeprägte Großhotellerie Einbußen bei der Auslastung hinnehmen ? und beim Zimmerpreis. Hier schlagen die hohen betriebsbedingten Ausgaben, vor allem für Verwaltung und Energie, zu Buche. Das GOP (Betriebsergebnis) liegt deswegen nur bei 33,9 Prozent. Außerdem wiegen in dieser Gruppe die Aufwendungen für die Pacht schwer ? sie liegen bei durchschnittlich 404 Euro pro Zimmer. Das Betriebsergebnis II von 3,5 Prozent erzeugt ebenfalls keine Hochstimmung.

Auch bei den Wellness-Hotels ist nicht alles Gold, was glänzt: Die wirtschaftliche Situation ist nicht so gut, wie oft berichtet wird. Die durchschnittliche Auslastung stieg zwar von 60 auf 67 Prozent, allerdings bei reduzierten Preisen ? eine Folge des härteren Wettbewerbs. Trotzdem zeigt die gute Auslastung Entwicklungspotenzial für die Zukunft.

Deutlich hinter den Erwartungen zurück blieben die kleinen Hotels garni. Die Auslastung stieg zwar ebenso wie die Average Room Rate (ARR), doch fressen die erheblich gestiegenen Kosten für Personal und Verwaltung die Gewinne auf. Für Pächter blieb nur ein negatives Betriebsergebnis II. Nur Eigentumsbetriebe konnten das Jahr positiv abschließen.

Die Großhotellerie blickt weiter optimistisch nach vorn: Bei einer stabilen Belegung und einer strafferen Kostenstruktur erwiesen die Anbieter in diesem Segment sich als konstant und lassen auf Wachstumspotenzial hoffen. Ebenso gehören die beherbungslastigen größeren Hotels mit durchschnittlich 160 Zimmern zu den Gewinnern: Der RevPar konnte durch höhere Zimmerpreise gesteigert werden, gleichzeitig sank der Personalaufwand. Erreicht wurde ein GOP von 34,3 Prozent und ein Betriebsergebnis II von 6,4 Prozent. Auch aufgeschobene Instandhaltungen wurden endlich in Angriff genommen. Die immer noch zu wenig bekannten Boardinghäuser legten schon im vergangenen Jahr eine traumhafte Auslastung von nahezu 75 Prozent vor ? und sie gehen weiter auf diesem Weg. Mit nur 21,1 Prozent Personalkosten liefern sie einen Spitzenwert. Zwar wurden die "serviced apartments" weniger gebucht als im Jahr zuvor, doch machten sie das durch höhere Verkaufspreise wett. Höhere Pachten verschlechtern das Betriebsergebnis um einen Prozentpunkt.

Die Großgastromonie konnte das Betriebsergebnis II gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Bei andern schwankt das Ergebnis: Sowohl bei den Größten der Großen mit einem Umsatz von mehr als einer Million Euro als auch bei den kleinen Gastronomiebetrieben. Hier ging nicht der Umsatz zurück, sondern die Kosten sind gestiegen ? vor allem in der Verwaltung und beim Personal.

Besonderheiten des Betriebsvergleichs:

Für den aktuellen Betriebsvergleich wurden ausschließlich die neuesten Zahlen von 2005 und die Budgets von 2006 verwendet.

Unterteilt in Betriebsarten und Umsatzgruppen werden unter anderem Klein-, Mittelstands- und Großhotellerie, reine Gastronomiebetriebe und Pensionen getrennt voneinander untersucht und detailliert dargestellt. Der Aufbau des Betriebsvergleichs ist klar nach anwenderfreundlichen Gesichtspunkten strukturiert. Die Aufbereitung der Daten erfolgt praxisnah nach zwei Kontenrahmen: dem Uniform System of Accounts for the Lodging Industry 3 (USALI) sowie dem in Deutschland altbewährten "Mittelstandskontenrahmen" für die Hotellerie und Gastronomie SKR 70 ? diese Analyse ist bislang einzigartig.

Der Betriebsvergleich liefert Hintergrundinformationen für Entscheider und Experten: Projektentwickler und Unternehmer können sich an Durchschnittswerten aus der Branche orientieren, sich an der Konkurrenz messen oder auch eine Bestätigung für eine guten Performance in einem harten Markt erhalten. Banken und Investoren finden eine Argumentationsgrundlage in Hinblick auf kommende Investitionen und Entscheidungen.

Zum vierten Mal kooperieren für die Untersuchung die TREUGAST Solutions Group und die BBG-Consulting Kanig GmbH. Letztere bringt jahrzehntelange Erfahrung bei der Erstellung von Betriebsvergleichen mit. Das TREUGAST Institute of Applied Hospitality Sciences der Unternehmensberatung TREUGAST gibt die jährlich erscheinenden Standardwerke "Investment-Ranking Hotellerie" und "Trendgutachten Hospitality" heraus, die die Ergebnisse des Betriebsvergleichs bestätigen und ergänzen.

Der Betriebsvergleich kostet 59 Euro und ist zu bestellen bei: BBG-Consulting Kanig GmbH, Rathausufer 23, 40213 Düsseldorf, Telefon +49 (0)211-15 97 100, Telefax +49 (0)211-1597 1020 und. TREUGAST Solutions Group, Research & Services, Humboldtstraße 1, 99423 Weimar, Telefon +49 (0)3643-50 00 90, Telefax +49 (0)3643-50 00 92.

Die Betriebsberatung Gastgewerbe (BBG) wurde 1974 als Nachfolgeorganisation des "Vereins zur Förderung des Hotel und Gaststättengewerbes e.V." des Hotel- und Gaststättenverbands und des Wirtschaftsministeriums gegründet. Der Gründungsgesellschafter Wolfgang F. Kanig baute 1997 zusätzlich die BBG-Consulting Kanig GmbH auf, der er heute als geschäftsführender Gesellschafter vorsteht. Neben der klassischen Beratung für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Tourismus, liegen die Kernkompetenzen bei Strategie- und Managementberatung, Marketing & Sales, Kostenkontrolle sowie Finanzierung. Als zweites Geschäftsfeld führt und betreibt die BBGCK derzeit acht Hotels und einen Autohof in Deutschland (www.Partnerhotels-Deutschland.de), mit einem Umsatzvolumen von 15 Mio. Euro und 310 Mitarbeitern im operativen Geschäft. Die BBG-Consulting Kanig GmbH ist seit 1974 Herausgeber des Standardwerkes "Hotellerie & Gastronomie Betriebsvergleich".

Die TREUGAST Solutions Group wurde vor mehr als 20 Jahren, 1985, von Stephan Gerhard als Beratungsunternehmen für Hotellerie, Gastronomie und Touristik gegründet und gilt europaweit innerhalb der Branche als einer der führenden Spezialisten. Die Gruppe ist in Deutschland an den Standorten München und Berlin sowie mit Büros in Freiburg und Weimar vertreten.

2005 eröffnete das Unternehmen seine Auslandsniederlassungen in Madrid und Wien. 2006 wurde die asiatische Geschäftsstelle in Shanghai eingeweiht. Die zur Gruppe gehörende Hotelgesellschaft managt darüber hinaus 18 Hotels und Arenen in Deutschland und Österreich. TREUGAST ist der deutsche Lizenznehmer des Gütesiegels "50plus Hotels". Die TREUGASTGruppe beschäftigt im Kerngeschäft rund 50 Mitarbeiter. Im Bereich Operations sind darüber hinaus über 650 Mitarbeiter in Deutschland und Europa tätig. Die Gruppe konzentriert ihre wissenschaftliche Tätigkeit im TREUGAST Institute of Applied Hospitality Sciences. Die American Academy of Hospitality Sciences zeichnete die TREUGAST Solutions Group als erste Beratungsgesellschaft weltweit mit dem Star Diamond Award aus.

(Quelle: Pressemitteilung der Treugast Solution Group).