Gastgewerbe Gedankensplitter


Kostenlose Gastro News - wöchentlich, über 19.500 Abonnenten

Powered by KBX7

« Home | bud.tv. » | Blog-trittft-Gastro 2008 in Stuttgart. » | Zwanzig Minuten vor die Tuer. » | Yakitori, Fountain Valley. » | Low-Budget-Kneipe am Strassenrand. » | CDU will Mehrwertsteuer weiter erhoehen. » | Slowbier. » | Gastromarketing per Flickr und Qype. » | Erhoehung des gesetzlichen Mindestlohns in den USA... » | Zu hoher Wareneinsatz. »


Dienstag, Februar 06, 2007

Bedeutungslose Einigung auf Rauchverbot.

Die Süddeutsche Zeitung meldet am 6. Februar 2007("Raucherzimmer in Gaststätten"), eine Facharbeitsgruppe der Bundesländer zum Nichtraucherschutz, die ein Treffen der Gesundheitsminister der Länder am 23. Februar 2007 vorbereitet, habe sich darauf geeinigt, daß Rauchen in Kneipen und Restaurants nur noch in ausgewiesenen Räumen erlaubt sein soll.

Man sollte sich davon aber nicht ins Bockshorn jagen lassen. Die Gesundheitsminister sind zwar, falls ein solches Rauchverbot gesundheitspolitisch begründet werden sollte, federführend, doch sie gehören nicht zu den wirklich einflußreichen Politikern ihrer Landesregierungen. Sie reden viel, haben aber wenig zu sagen.

So muß sich beispielsweise der Dr. Werner Schnappauf, der bayerische Staatsminister für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, abwechselnd als "Schnappi" und "Bärentöter" verspotten lassen. Nicht gerade amüsiert dürfte den feschen Ostoberfranken, der sich vor der letzten Landtagswahl mehreren Wahlkreisen erfolglos als CSU-Direktkandidat angedient hat, auch, daß die Süddeutsche Zeitung ausgeplaudert hat, er habe, um bei der Fernsehfaschingsendung "Fastnacht in Franken" (mit exorbitant hohen Zuschauerquoten) gut ins Bild zu kommen, angeboten, bereits bei der Generalprobe persönlich anwesend zu sein. Quelle: "In Veitshöchheim lacht man über und mit der Politik Becksteins Kostüm ist ein Staatsgeheimnis", in: Süddeutsche Zeitung vom 2. Februar 2007.

Labels:


Kommentare:
Tja, das Rauchverbot (das ja über den Arbeitsschutz legitim gewesen wäre), wurde auf die Länder abgewälzt, nun sagen die Ländern ja zu einem umfassenden Schutz, wobei diese auch mitgehen werden, weil sie genau wissen dass ansonsten z.B. in Bayern, Berlin oder MeckPomm ein totales Rauchverbot kommt, und das will eben niemand, sodaß es dann im Bundestag eine breite Mehrheit für eine Änderung des Arbeitsstättengesetzes geben wird, man wollte ja die Länder beteiligen,das hat man nun getan und einen Konsens erreicht. So werden selbst die CSUler zustimmen, dann, obwohl sie paradoxerweise kein Rauchverbot wollen, werden sie für eine Bundeslösung stimmen, da sonst ja Bayern rauchfrei wäre, angrenzende Länder ab nicht.

So zeichnet sich eine breite Mehrheit für eine Änderung der Arbeitsstättenverordnung ab, weil jetzt selbst die, die ein Gesetz ablehnen, dafür stimmen und den Chaos durch verschiedene Regelung bzw. Vor-/Nachteile Bayern<->S-H etc. aufzuheben.

Im übrigen finden sich kaum noch Gastronomen die gegen ein Gesetz sind das für alle in jedem Bundesland gilt.
 
Kommentar veröffentlichen