Gastgewerbe Gedankensplitter


Kostenlose Gastro News - wöchentlich, über 19.500 Abonnenten

Powered by KBX7

« Home | Blog-trittft-Gastro 2008 in Stuttgart. » | Zwanzig Minuten vor die Tuer. » | Yakitori, Fountain Valley. » | Low-Budget-Kneipe am Strassenrand. » | CDU will Mehrwertsteuer weiter erhoehen. » | Slowbier. » | Gastromarketing per Flickr und Qype. » | Erhoehung des gesetzlichen Mindestlohns in den USA... » | Zu hoher Wareneinsatz. » | Michael Zehden: Gemeinsames Engagement bringt Tour... »


Dienstag, Februar 06, 2007

bud.tv.

Anheuser-Busch, die in den USA dominante Brauerei, plant einen eigenen Fernsehkanal, das bud.tv. Quelle und Détails: "Statt Werbespots: US-Brauerei plant Web-TV-Sender", in: DWDL.de vom 5. Februar 2007.

Einiges spricht dafür, daß so etwas in Deutschland nicht passiert:
  • Politisch opportun sind eher rechtliche Restriktionen für Alkoholwerbung. Siehe dazu: "Alkoholpolitik - Diskussionen zum Thema Alkohol" vom Deutschen Spirituosenverband e.V. Und die Margen inbesondere deutscher Brauereien sind so bescheiden, daß sie sich solche Projekte nicht leisten können.
  • Zudem sind die Erfahrungen deutscher Brauereien mit TV-Werbung eher bescheiden. Die Kulmbacher Brauerei setzte in den Jahren 1999 und 2000 mit ihren "großen Filmnächten" bei SAT1 Abermillionen in den Sand. Attraktive Spielfilme wurden werbeunterbrechungsfrei ausgestrahlt. Die Kulmbacher Brauerei trat als Sponsor auf, um damit ihre regionale Marke bundesweit durchzusetzen, was grandios gescheitert ist.
Dennoch sollte man als Gastronom alle Versuche der Industrie, den Kontakt zu Kunden direkt zu suchen, statt über den Vertriebskanal Gastronomie, mißtrauisch beäugen. Jeder in der Gastronomie verkaufte Hektoliter Bier einer Marke generiert angeblich vier weitere Hektoliter in anderen Vertriebskanälen, z.B. im Einzelhandel, Die Türöffnerfunktion der Gastronomie schlägt sich nieder in einem starken Interesse der Brauereien an Bierbezugsverpflichtungsverträgen und in ihrer Bereitschaft, die Türöffner zu bestechen.