Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Februar 23, 2007

Debatte um Rauchverbot: DEHOGA für Kennzeichnungspflicht in der Gastronomie.

(Berlin, 22. Februar 2007) Mit Blick auf den am Freitag stattfindenden Nichtrauchergipfel der Gesundheitsminister der Länder spricht sich Ernst Fischer, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband), gegen ein generelles gesetzliches Rauchverbot aus:
"Unsere Branche steht für Genuss. Rauchfreier Essensgenuss gehört für viele Gäste ebenso dazu wie für andere die Zigarette nach einem guten Essen im Restaurant. Wir wollen auch in Zukunft gute Gastgeber für unsere nichtrauchenden und rauchenden Gäste sein."
Nicht ohne Grund hätten auch zahlreiche Politiker Bedenken bei der Einführung eines Rauchverbots in der Gastronomie.
"Es ist unbestritten, dass ein gesetzliches Rauchverbot einen massiven Eingriff in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit darstellen würde"
erklärt Fischer.
"Stattdessen könnte sich der DEHOGA eine bundesweit einheitliche gesetzliche Kennzeichnungspflicht für alle gastronomischen Betriebe vorstellen - zum Beispiel durch einen Aufkleber oder ein Schild im Eingangsbereich. Jeder Betrieb sollte für sich bestimmen können, ob er sich als Nichtraucherbetrieb oder Raucherbetrieb am Markt präsentiert."
Für jeden Gast wäre so vor dem Betreten des Betriebes erkennbar, was ihn erwartet. Darüber hinaus werde sich der DEHOGA Bundesverband auch weiterhin für den Ausbau von Nichtraucherangeboten stark machen.
"Viele Betriebe haben schon längst auf den Markt reagiert"
berichtet Fischer. So hätten Hotellerie wie auch Systemgastronomie erfolgreich unter Beweis gestellt, dass auch ohne Gesetz in großem Umfang rauchfreie Angebote geschaffen wurden.

Praxiserprobt und willkommen bei Gästen und Unternehmern seien auch zeitliche Lösungen.
"So gilt in vielen Restaurants ein Rauchverbot bis 22 Uhr"
sagt Fischer. Mit solch einer Regelung sei beiden Seiten gedient. Nichtraucher könnten rauchfrei essen. Raucher könnten zum Ausklang des Abends eine Zigarette nach dem Essen genießen.

Ein weiterer Vorteil dieser Lösung seien keine Rauchergruppen vor der Tür, die Lärmprobleme mit den Anwohnern verursachen.
"Diese Angebote begrüßen wir. Doch sollte die Entscheidung darüber jeder Gastronom im Hinblick auf seine Gäste treffen können - und nicht die Politik"
betont Fischer.
"Wo man sich freiwillig aufhält, sollte es bei freiwilligen Lösungen bleiben."
Fischer bedauert, dass der Zielvereinbarung für mehr Nichtraucherangebote in der Gastronomie, auf die sich DEHOGA und Bundesgesundheitsministerium im März 2005 verständigt hatten, keine Chance gegeben wurde.
"Die Zielvereinbarung ist zwar bis heute nicht offiziell aufgekündigt, aber de facto nachhaltig beschädigt. Die nicht enden wollende und teilweise aggressiv geführte Debatte um ein Rauchverbot verunsichert und demotiviert unsere Branche."
Angesichts des drohenden Gesetzes hätten viele Betriebe von Investitionen für bessere Nichtraucherangebote erst einmal abgesehen und würden abwarten.

Der DEHOGA-Präsident empfiehlt dennoch allen gastronomischen Unternehmen, Maßnahmen für mehr Nichtraucherschutz zu ergreifen:
"Ungeachtet der zermürbenden Diskussion appelliere ich an die Betriebe, ihre Nichtraucherangebote auszubauen - denn die Nachfrage ist definitiv da."
(Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes).

Mein Kommentar: Der Präsident der DEHOGA hat sich in seiner Formulierung sehr zurückhaltend ausgedrückt. Ich sage es mal in deutlichen Worten: Egal was die Gesundheitsminister der Länder, die sich morgen treffen, und die Ministerpräsidenten, die am 22. März zusammenkommen, beschließen werden. Wir kümmern uns einen Scheißdreck darum. Leckt uns einfach im Arsche.

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Kommentare:
Naja, dann viel Spaß beim Strafe zahlen! Aber 95% der Wirte sind ohnehin nicht so renitent und kompromissbereit. Irgendwer opponiert halt immer.

Bis dahin: Leckts uns einfach im Arsche, aber heult nicht rum wenn eure Kneipen schließen müssen vor dem Rauchverbot.
 
Die sogenannten Gastronomen hier die mit der Tabakdrogenmafia kollaborieren werden ich umgucken. Das Rauchermaul aufreißen kann jeder, die Strafe wird folgen! Wer sich einen Dreck um die Gesundheit seiner Gäste kümmert dem gehört die Lizenz entzogen. Zusätzlich wäre die Einweisung in eine Klapsmühle sinnvoll!
Lehn dich nur weit aus dem Fenster, Schoolmann! Wer sich auf die Seite des Tabakholocausts stellt wird die gerechte Strafe bekommen!!!
 
"Wer sich auf die Seite des Tabakholocausts stellt wird die gerechte Strafe bekommen!!!"

Ist der Pöbel von Pro-Hirnfrei also auch hier schon angekommen. Weiter so,
Herr Schoolmann und herzlichen Glückwunsch zu der gelungenen Wortwahl.
 
Hui, geht ja heiß her hier. Vielleicht wird des demnächst einfach Raucher- und Nichtrauchercafés und -kneipen geben. Aber nur nicht zu radikal werden - schön gemütlich, wie die Figuren im Film "Coffee and Cigarettes".

saschaflux - ein Nichtraucher (www.citizenflux.de)
 
Das Rauchen gehört seit Jahrtausenden zur Kultur der verschiendensten Völker. Rauchen erweitert die Gefäße (den Geist sowieso)und würde auch den Polithassadeuren, die unser Land regieren helfen, sinnreichere Ideen zu entwickeln, als ein Rauchverbot unter Einsatz der Knute gegen jeden freien Bürger durchzusetzen. Wenn die blauen Stühle unter der berliner Käseglocke in Gefahr geraten,weil die auf ihnen sitzen sich nicht mehr zu profilieren wissen, dann reagieren greifen sie die politischen Forderungen von unbedeutsamen Minderheiten auf und verfallen in Populismus. Fazit: Ich öffne eine Kellerkneipe ganz privat und ohne Konzession. Rauchen? Aber sicher, jeder der will darf. Das Bier kostet weniger als in meiner jetztigen Stammkneipe, klar. Denn die wird wohl mangels ausreichenden Umsätzen sschiessen müssen. Und sowieso, hat das dann nichts mit einem offiziellen Schankbetrieb zu tun. Der kühl rechnende Gast raucht und spart und ich verdiene. Und wenn es nur ein paar hundert Euro die Woche nach Feierabend sind. Irgendwie muss man sich doch über Wasser halten. Bin mal gespannt wann gestapoähnliche Kommandos eingesetzt werden, die zur Aufdeckung dieser neuen Facette der Schwarzgastronomie befohlen werden.
Diese Verbotsgesetzgebung zielt in Richtung Parlamentsdiktatur und damit in eine Richtung, die fatale Folgen für unseren freiheitlichen Rechtsstaat haben wird. Utopie? Wie gesagt die Idee mit dem Rauchverbot stammt von verschwindend geringen Minderheiten die es fordern und sie instrumentalisieren Politiker, die selbst mitunter Raucher sind, die beim betreten des Hohen Hauses nicht nur Hut und Mantel in der Garderobe des Deutschen Bundestages abgeben, sondern ihr politisches Rückgrat gleich noch mit dazu. Der nächste Schritt wird ein generelles Rauchverbot an allen Orten sein; "weils die Nachbarn ja auch schon so machen". Die nächste BT-Wahl 2009 dürfte für unsere Wahlkreiskanditaten deshalb schon gelaufen sein. Am besten treten die gar nicht mehr erst an.
 
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