Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, Februar 08, 2007

Keg-Pfand.

Lange haben der Deutsche Brauerbund und der Bundesverband des deutschen Getränkefachgroßhandels über die Einführung eines Keg-Pfandes verhandelt und sich schließlich auf eine Lösung zu Lasten Dritter, der Gastronomie, geeinigt. Ab dem 1. März 2007 führen die (meisten) deutschen Brauer ein einheitliches Keg-Pfand in Höhe von 30 Euro für 30-l- und 50-l-Kegs und von 100 Euro für Holzfässer ein. Brauereien, die bereits früher ihre Kegs und Fässer bepfandet haben, stellen eventuell abweichende Pfandsätze auf die einheitlichen, neuen Pfandsätze um.

Alle bepfandeten Keg-Fässer sind mit einem Aufdruck versehen.

In einem Schreiben an ihre Kunden vom 30. Januar 2007 begründet die Private Weißbierbrauerei G. Scheinder & Sohn GmbH die Einführung eines Fasspfandes mit den folgenden Zielen:
  • den Fassrücklauf zu beschleunigen
  • die Fassverluste zu vermeiden
  • den Rücklauf fremder Fässer zu reduzieren
  • ihre Fass-Salden effektiver zu kontrollieren
  • ihre Lieferwege transparenter zu gestalten.
Gründe für die Gastronomie, die Einführung eines Fass- bzw. Kegpfandes gut zu finden, werden nicht ganannt. Dabei habe ich gelernt, daß, wenn man jemand motivieren will, dessen Interessen im Mittelpunkt stehen sollten.

Siehe dazu auch unseren letztjährigen Beitrag über die Einführung eines Fasspfandes in Österreich: "Fasspfand".