Gastgewerbe Gedankensplitter



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Mittwoch, Februar 28, 2007

Rauchverbot bedroht Gastronomen existenziell.

Münchener Wirte sehen bei Einführung eines gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie ihre Existenz bedroht: "Harte Zeiten für Raucher - und Wirte" von Astrid Becker, in: Süddeutsche Zeitung vom 28. Februar 2007.

Möglichkeiten der Gefahrenabwehr:
  • Gäste zum Rauchen vor die Tür schicken. Doch was werden die Nachbarn angesichts des Lärms dazu sagen?
  • Freischankfläche überdachen. Doch das erfordert Investitionen, eventuell Parkplatzablöse und Konzessionsgebühren für eine Neukonzessionierung.
  • Parties in temporären Zelten.

Kommentare:
Interessant wir man aus dem oporakeln einer handvoll Münchner Wirte die lediglich Ängste äußern eine "existenzielle Bedrohung für Gastronomen" macht.

Was ist mit der existenziellen Bedrohung der etlichen Münchner Kneipen die bereits haben schließen müssen, weil sie von Rauchern nicht mehr leben konnten, und Nichtraucher nicht mehr haben wollten.

Was ist mit den Kleinbetrieben die Bankrott anmelden mussten, weil sie zwar das Geld für Lüftungsanlagen hatten, aber keines mehr um die Bierrechnungen zu zahlen?

Es ist paradox das gerade die Wirte, die nur noch 4,5 rauchende Stammgäst in ihrem Lokal haben und kurz vor dem Kollaps stehen, von "Existenzbedrohung" durch Rauchfreiheit reden, wenn doch die Gäste sagen sie würden dem Qualm den Rücken kehren, und im Ausland auch die Umsätze steigen.

Das ist typisch: man geht lieber mit seinen 3 Stammkunden baden&Pleite, als 6 neue Gäste zu begrüßen. Hauptsache nichts neues, dann lieber die Pleite!

Kein einziger Euro wird nach dem Rauchverbot in Münchens Kneipen, Biergästen und Bars weniger umgesetzt werden. Definitiv. Zudem sinken die Betriebs- und Investitionskosten. Und vergleicht man ein rauchenden mit einem nichtrauchenden Gast fällt auf das letzterer einen höheren Bon bringt.

Irgendwann heulen die dt. Wirte wegen der Rauchfreiheit noch rum wenn wg. der geschäftlichen Borniertheit die hälfte der Raucherlokale schließen musste.
 
Werter anonymer Kritiker,


Dein Ton ist gewohnt ausfallend, deine Vergleiche oft nicht zu ende Gedacht, deinen Beispielen fehlt es tief greifend an echter Praxis Erfahrung. Bei deinem zum Ziel gemachten ?Ich kommentiere jeden ?Nichtraucher Gesetz? Beitrag von Herrn Schoolmann? wäre es wünschenswert wenn Du z.B.:

- wirklich neue Fakten bringen würdest
- die interessierte Leserschaft mit lang verbrauchten Allgemeinplätzen verschonen würdest
- statt beleidigend eher kritikfähig schrieben würdest.
- Die Größe hättest, dich mit wahrer Identität zu zeigen etc. etc. etc

Schön wärs ? nun denn. Ein Blog ist im Gegensatz zu einer Gaststätte in der Regel ?Öffentlich? und für jeden gedacht. Web 2.0 lebt von Kommentaren und man wäre ein schlechter Admin, würde man Kommentare nur wegen schlechten Stils löschen. So ist das in einer Demokratie.

Ich bin leidenschaftlicher Nichtraucher und finde es gut, das an öffentlichen Plätzen nicht mehr geraucht wird. Bei dieser Debatte vermisse ich von deiner Seite, geschätzter Anonymer Kommentator, eine für mich existentielle Antwort. Aber jetzt bitte nicht wieder oberflächlich in gewohnt ausfallender Art antworten:

Frage eines Nichtrauchers, des größter Wunsch nur eines ist: weniger Bürokratie ? sie ist der Feind der Gerechtigkeit und des gesunden Menschenverstandes:

Warum sind Gaststätten öffentlicher Raum? (Bitte beantworten!)

Weil Du da gerne essen/trinken möchtest? Ist das Grund genug? Ist das Grund genug freie Unternehmer zu entmündigen, Sie ihrer Freiheiten zu berauben?

Öffentlicher Raum ist nicht dort, wo sich Menschen treffen. Es gibt Plätze von öffentlichem Interesse, wie z.B. Bibliotheken, Krankenhäuser, Behörden, etc etc. Dort müssen Menschen hin, um Ihre ?Aufgaben? zu erledigen. Nicht aber in ein Restaurant, in eine Bar, in eine Gaststätte.

Für diese Frage habe ich noch keine wirklich fundierte Antwort gefunden und deshalb kann eine Demokratie in meinen Augen so ein Gesetz nicht zulassen. Heute Wilkür des Staates beim Rauchgesetzt, morgen wird der Alkohol verboten, übermorgen das Internet (weist Du wie viele Menschen das schon umgebracht hat?) etc etc etc.

Du könntest dich jetzt natürlich, um dein Ziel zu retten, von einem Großteil deiner bisherigen Polemik trennen und Dich einzig und allein auf den Arbeitnehmer Schutz berufen. Nun gut. Auch hier bin ich der Meinung: Wir haben es mit mündigen Menschen zu tun. Es gibt auch Raucher Taxis ? hier scheinen Raucher und Nichtrauche (sprich die Fahrer) auch Ihre Einwilligung gegeben zu haben, das Sie damit kein Problem haben (Sehr angenehme Sorte Mensch ? sollte mal häufiger Blog Kommentar Funktionen benutzen). Ähnlich könnte es in der Gastronomie sein ? lass meinetwegen erst Menschen ab 18 Jahren dort arbeiten ? jeder nach freien Stücken.

Aber Gastronomen, heulende Wirte sozusagen, sind wie Du ja weist Kapitalisten übelster Art und werden Ihre Nichtraucher unter Androhung von Gewalt und Verlust des Arbeitsplatzes ?zwingen? so einen Freistellungswisch zu unterschreiben. Na ja, auch hier bin ich der Meinung ? Der Mensch ist für sich selbst verantwortlich: Er hat ja auch bislang in einer Raucher Kneipe gearbeitet ? Er weis um vermeintliche Gefahren und nimmt diese bewusst in Kauf. Wenn Ihm dieses Anliegen wirklich so viel wert wäre, würde er doch gehen, sich einen anderen Job suchen oder den Beruf wechseln ? Arbeiten in der Gastronomie bringt passives Rauchen von jeher mit sich. Vielleicht bist Du ja eine solcher Angestellter in der Gastronomie. Eigentlich stört dich dieses passive Rauchen, ist ja auch ungesund, und eigentlich würdest Du gerne Rauchfrei arbeiten. Eigentlich müsstest Du dafür nur den Job wechseln aber eigentlich ist Dir das zu anstrengend ? denn eigentlich bis Du nicht bereit soviel Risiko für Dein Handeln zu übernehmen ? denn eigentlich stört Dich das an der Demokratie ? eigentlich könnten das doch andere für Dich regeln.

Was wird passieren ? was immer passiert in solchen Fällen: Wir werden uns ein Gesetzes Monster erschaffen ? mit hunderten von Sonderregelungen (denn so einfach war es denn doch nicht), unglaublich vielen Vorschriften und Regelungen, unglaublichen viel neuer Arbeit für Kontrolle und Bestrafung bei Missachtung (Falls Du den Job wechseln solltest ? diese Arbeit ist sicherlich Rauchfrei und der Arbeitsplatz bombensicher). Geschickte Wortverdreher und Regelungsausleger werden die Nischen im Vorschriften Dschungel finden und diese schamlos Ausnutzen ? und damit die zuvor bestehende Chancengleichheit für alle Gewerbetreibenden wie üblich verzehren (willkommen in der Demokratie 2.0). Einige Wenige werden von diesem Monster Profitieren, die meisten werden Nachteile erleiden. Konzepte die in Zukunft eröffnen werden sich auf die neue Gesetzgebung einstellen können, bestehen Konzepten fehlt in der Regel das Geld um Ihr Konzept am neu entwickelnden Markt anzupassen. Die ?Neuen? werden verdienen, die ?Alten? größtenteils verlieren. Tausende von sicher geglaubten Existenzen werden bedroht.

Geraucht wird weiterhin ? einzig und allein wird es das Privileg besonders vermögender Sein, dies in Gesellschaft zu tun. Es werden exklusive Rauchclubs etc. entstehen. Darüber hinaus werden Raucher Speakeasys entstehen. Rauch wird entdemokratisiert ? Wer Reich ist, wird weiter im ?privaten? Restaurant rauchen.

Aber ich komme vom eigentlichen Thema ab:

Frage: Warum sind Gaststätten öffentlicher Raum?

Suche Antworten!
 
Leider wurden Gänsefüsschen zu Fragezeichen umgewandelt . Keine Ahnung weshalb - hoffe Text bleibt lesbar
 
In meinem Beitrag "Gaststätten sind keine öffentlichen Räume" sind meines Erachtens alle Argumente zu dieser Frage erschöpfend behandelt.
 
Stimme Ihnen zu Herr Schoolmann (Guter Beitrag, hatte ich seiner zeit übersehen). Hätte nur gerne von Herrr A.Nymos gewußt, was ihn glauben läßt, das Gaststätten öffentliche Räume sind?

Ohne öffentlichen Raum, keine Notwendigkeit zum Nichtraucher Schutz.
 
Lieber Herr Meyer,

Typisch deutsch Ihr Kommentar.

Selbstverständlich sind Gaststätten private Unternehmen, aber auch "öffentlich". Das in vielerlei Sinne:

1. Pub kommt von "public" ? Gaststätten sind grundsätzlich für jeden offen / deswegen heißt es ja auch GASTgeweerbe
2. Gaststätten sind Arbeitsplätze

Da es beim Nichtraucherschutz auch um Arbeitsschutz geht, und jeder Unternehmer selbstverständlich auch Hygieneschutzregeln einzuhalten hat, ist ein Rauchverbot vollkommen legitim. Eine Bürofirma ist ja auch "privat" nur legitimiert dies den Chef in keinster Weise im Büro das rauchen zu erlauben! Die Gaststätte bleibt ja privat, egal ob Rauchverbot oder nicht. Und auch die Regel nicht in der Küche zu rauchen oder mit Gammelfleisch um sich zu schmeißen tangiert ja in keinster Weise das private Unternehmen Kneipe.

Ich finde die Diskussion wirklich heuchlerisch ? man glaubt manchmal das es den Gastronomen garnicht um Fakten und Umsätze geht, sondern lediglich um das Verfolgern einer Ideologie. Und wenn nicht einmal die Umsätze zurückgehen, Gäste das Rauchverbot wollen, die Mehrheit der Wirte auch, dann ist die Haltung einzelner Wirte hier einfach nur als reiner Opportunismus zu betrachten.

Ich weiß garnicht warum Sie hier immer vom Thema ablenken müssen, und emotional ausfallend werden.

Was Sie privat machen geht niemanden etwas an, wenn sie Arbeitsschutz und Hygieneregeln ablehnen zwingt sie niemand dazu ein Lokal zu eröffnen, dann können sie privat daheim Bier ausschenken und unterliegen keinerlei Regeln. Da können sie dann privat sein wie sie wollen.

Es ist echt ein Hammer warum man aus dieser Mücke so einen Elefanten macht, aber manche Menschen sind einfach so störrisch und kleinkariert, opponieren erst einmal unabhängig vom Thema, und plustern sich mächtig auf nur weil es etwas "Neues" gibt. Wenn ihre Gaststätte privat ist, warum müssen sie dann Angestellte bezahlen, warum kommt dann das Gesundheitsamt, warum ist "geschlossene Gesellschaft" nur 3x im Jahr, warum darf der Koch nicht in der Küche rauchen, warum darf man das bier an der Theke nicht verdünnen, warum gilt auch in Gaststätten das StGB, warum darf man in Gaststätten kein Gammelfleisch verwenden (Gaststätten sind ihrer Argumentation privat, ergo ist niemand gezwungen reinzugehen, ergo kann auch Gammelfleich verwandt werden).

Nein Ihre Argumente sind wirklich zynisch zumal wenn man bedenkt das es sich hier um das GASTgewerbe handelt, und die Argument, die Gäste "sollten halt zuHause" bleiben ist dann doch schon ein wenig paradox. Wenn die Gäste wirklich egal sind, sollte man vielleiht doch die Branche wechseln!

Kurzum in einem Satz: keine Sau stört die Rauchfreiheit, weder Gäste, noch Angestellte, im Ausland gibts weder eine Nikotinpolizei noch Rückgänge, und während wir hier lamentieren schenken sich Raucher UND Nichtraucher in irischen Pubs schon ihr nächstes Guiness ein. Aber hierzulande muss man halt erstmal diskutieren. Hauptsache man ist dagegen, man ist Anti, man ist dekonstruktiv (siehe gescheiterte Vereinbarung seitens der Gastronomie), heult lieber rum (nichtraucher bleiben weiter aus, Lokale schließen), aber ist dann der erste der sich aufregt wenn die Umsätze wieder weiter bergab gehen, und ist der erste der nach dem Staat ruft der, weil man selber mit dem Unternehmertum nicht klar kommt, die Steuersätze in der Gastronomie senken soll.

Gibt es nichts wichtigeres? Warum kümmern sich die paar Wirte die noch gegen ein Rauchverbot sind nicht einfach um ihre Lokale?
 
Meine Frage bleibt unbeantwortet - Gaststätten sind keine öffentlichen Plätze. Alles weitere sollten wir uns sparen - Sie kommentieren weiter jeden Raucher Gesetz Post, ich schmunzel drüber.

Mit freundlichen Grüßen


Jörg Meyer
 
Wo her willst du komischer Vogel denn wissen wen das stört und wen nicht ?
Vielleicht weil es dich und deine Bekannten nicht stört, ich kenne aber genug Leute die sagen: Ok ... wenn ich nicht mehr rauchen darf, geh ich gar nicht mehr in Disco oder in ein Cafe etc.. Dann feier ich demnächst nur noch auf privaten Parties. Fertig.

Nordrhein Westfalens Ansatz gefällt mir da weitaus besser. (Kennzeichnung mit R).

Es soll doch jedem bitte schön selbst überlassen bleiben ob er in ein verrauchtes Gebiet geht oder nicht.
Dann wirst du arme Sau ja schon merken das du bald alleine in deiner Nichtraucherecke stehst.

Bleib doch einfach zuhause !
Aber das machst du wahrscheinlich eh schon, weil du bist ja ein gesund lebender Mensch.
Aber deinen Willen würdest du schon noch gerne anderen Menschen aufs Auge drücken.

Was DU da schreibst du anonymer ****. Das ist typisch deutsch, glaub mir das. Ersticke doch in deinen ganzen Regeln und Gesetzen. Arme Wurst !

PS: Und als nächstes schreist du ... verbietet den Alkohol, Die Autos und und und
 
Auch Bayerns Wirte begrüßen Rauchverbot:

http://82.165.11.179/bhgWeb/BHGPresse.nsf/$BHGAllDocsByUnidHTML/BE1443FBFB8D3022C1257290005333D0?opendocument&Context=0~0~1~0

" Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) begrüßt die Bestrebungen der Bayerischen Staatsregierung, den Nichtraucherschutz zu verbessern..."

"Unverständlich ist aber, warum Rauchen in fliegenden Bauten weniger schädlich sein soll als in festen Bauten."

"Der BHG begrüßt ausdrücklich die Intention der Staatsregierung, speziell die Jugendlichen zu schützen. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass Rauchen in fliegenden Bauten erlaubt werden soll, obwohl deren Kernbetriebszeit vor 24.00 Uhr liegt, also zu einem Zeitpunkt, zu dem sich Jugendliche noch im Zelt befinden dürfen."

"Unter gesundheitspolitischen Aspekten ist auch nicht erklärbar, warum Rauchen in konzessionierten, Steuer zahlenden Betrieben schädlicher sein soll, als auf Veranstaltungen der Paragastronomie."

Recht haben sie die Gastronomen. Hier vertritt der Verband die Interessen seiner Mitglieder, Angestellte und Gäste, und unterstützt die pragmatische ,einfache, und im Ausland erfolgreiche Lösung eines Gesetzes nach dem Scheitern der freiwilligen Vereinbarung. Die Wirte stehen voll hinter dem Rauchverbot, fordern logischerweise aber das es auch für alle gelten muss (Zelte, nicht konzessionierte Veranstaltungen). Und eine handvoll Nörgler gibts, wie im Blog zu sehen, immer.

r.bachar@bhg-online.de
email Siegfried Gallus, Präsident BHG


Es ist typisch das hier Rauch immer mit Alkohol verglichen wird, komischerweise ist mir Passivtrinken nicht bekannt, und so sei meinem Vorredner gesagt das er mal nicht so kleinkariert sein soll, und doch einfach zuHause bleiben soll wenn ihm rauchfreie Lokale nicht passen. Es besteht da freie Wahl, niemand zwingt Sie in eine rauchfreie Bar zu gehen!
 
Lieber Herr Meyer,

Man kann ja seine eigene Meinung zur Frage von Öffentlichkeit eines Lokales haben, nur "hilft" das ihnen ja wenig da Gaststätten gewerberechtlich wie auch arbeitsschutzrechtlich "öffentlich" sind (bzw. in die jeweiligen Bund/Länderkomptenzen fallen), und deswegen in dem neuen Gesetz auch genau so behandelt werden. Private müssen im übrigen weder ein Gewerbe anmelden, noch bekommen sie besuch von der Hygiene, noch müssen sie Schanklizenzen beantragen oder Gewerbesteuer zahlen oder Angestellte entlohnen. Komisch dass sie das alles tun, obwohl ihr Lokal doch privat ist! Müsste man doch dann garnicht (?!). Also wohl doch nicht so privat...

Viel Spaß dann jedenfalls beim Strafe zahlen, da ja selbstverständlich der Eigentum verantwortlich ist für Arbeits-/Hygieneschutz und dann selber blechen muss wenn er meint dass seine Kneipe "privat" sei. Rein rechtlich ist also alles klar, und natürlich sieht auch der Bürger jede gaststätte als öffentlich an, das wird bestärkt dadurch das wie gesagt "geschlossene gesellschaft" nur an ein paar Tagen stattfindet, 300 Tage im Jahr eine Lokalität aber jedem offen steht, und das ja auch ganz im Sinne des Gaststättengesetzes/Gastgewerbes ist, und dadurch das, wie gesagt, Pub von "public" kommt, also öffentlich. Eine Kneipe ist also weder in gewerberechtlich/arbeitsschutzrechtlicher Hinsicht privat, noch in praktischer Hinsicht "nicht-öffentlich".

Nicht öffentlich und privat ist ihr eigenes Schlafzimmer.
 
Auch Wirte in Liechtenstein stimmen dem Rauchverbot des Staates zu:

http://www.tagblatt.ch/index.php?artikelxml=1305729&ressort=tagblattheute/ostschweiz&jahr=2007&ressortcode=tb-os

"Der Vorschlag der Regierung, letztlich die Entscheidung über rauchfreie Lokale den Gastronomen selbst zu überlassen, fand kaum Gehör bei den Parlamentariern. Einem einzelnen Abgeordneten schien ein staatlich verordnetes Rauchverbot für die Gastronomie ein gravierender Eingriff in die freie Marktwirtschaft zu sein. Der einsame Rufer gegen staatliche Verbote hatte jedoch die Rechnung ohne den Wirt gemacht."

"Die Wirte gaben vorher schon zu verstehen, dass sie die Entscheidung über rauchfreie Wirtsstuben nicht selbst fällen wollten, sich aber selbstverständlich dem gesetzlichen Diktat beugen würden."

"Die bis Ende April in die Vernehmlassung geschickte Vorlage kommt den Wirten sicher entgegen. Einerseits können sich die Gastronomen gegenüber den Gästen mit der Erfüllung eines gesetzlichen Auftrags rechtfertigen, anderseits erhalten die Gastronomiebetriebe eine Ausnahmegenehmigung: In speziell gekennzeichneten und abgeschlossenen Räumen mit separater Lüftung dürfen die Rauchfreunde ihren Genüssen nachgehen."

"Die Wirte pochten aber darauf, dass das Verbot nicht nur für die Gastronomiebetriebe gelten soll, sondern auch für Vereinslokale und alle öffentlichen Veranstaltungen, die nicht in einem Gastrobetrieb stattfinden. Die Regierung spricht sich in ihrer Vernehmlassungsvorlage ausdrücklich für die Erfassung der «Schattenwirtschaft» aus. Folglich soll künftig das Rauchverbot auch für Gemeindesäle, Vereins- und Klublokale gelten."

"Der Befürchtung der Gastronomie, das liechtensteinische Rauchverbot könnte gegenüber der Konkurrenz in der benachbarten Schweiz und in Vorarlberg zu einem Wettbewerbsnachteil führen, hält die Regierung die Kehrseite entgegen: Ein Rauchverbot würde die Grundvoraussetzungen verändern, doch könnte dies auch ein Wettbewerbsvorteil darstellen, denn laut internationalen Studien bringe ein Rauchverbot keine negativen Folgen für die Kundenfrequenz und den Umsatz. Um Probleme bei der Durchsetzung des Rauchverbotes zu vermeiden, wird keine Unterscheidung der einzelnen Gastronomiebetriebe vorgenommen. Ob Café, Restaurant, Nachtklub, Bar oder Discothek ? für alle gelten die gleichen Bestimmungen, freilich mit der Möglichkeit, spezielle Raucherräume zu schaffen."
 
Aus dem oben stehenden, wie üblich anonymen Kommentar:

"Der Befürchtung der Gastronomie, das liechtensteinische Rauchverbot könnte gegenüber der Konkurrenz in der benachbarten Schweiz und in Vorarlberg zu einem Wettbewerbsnachteil führen, hält die Regierung die Kehrseite entgegen: Ein Rauchverbot würde die Grundvoraussetzungen verändern, doch könnte dies auch ein Wettbewerbsvorteil darstellen, denn laut internationalen Studien bringe ein Rauchverbot keine negativen Folgen für die Kundenfrequenz und den Umsatz. Um Probleme bei der Durchsetzung des Rauchverbotes zu vermeiden, wird keine Unterscheidung der einzelnen Gastronomiebetriebe vorgenommen. Ob Café, Restaurant, Nachtklub, Bar oder Discothek ? für alle gelten die gleichen Bestimmungen, freilich mit der Möglichkeit, spezielle Raucherräume zu schaffen."

Konsequent zu Ende gedacht entsteht hier selbstverständlich ein riesen Wettbewerbsunterschied.
Alle Gastronomien, die in Zukunft eröffnen, können in Ihrer Planung solche Raucherräume kostenkünstig berücksichtigen. Bei Älteren Betrieben ist so eine Schaffung oft nicht möglich, oder mit riesigen Kosten verbunden. Das Investitionen oft über 10 und mehr Jahre geplant wurden, werden diese älteren Betriebe nun massiv in Ihrer Existenz bedroht.

Angenehm empfinde ich die Erkenntnis, das es eine Schattenwirtschaft gibt (Vereine etc.) die gerade in ländlichen Regionen seit Jahren in direkter Konkurrenz zur Gastronomie stehen. Die Frage ist natürlich: ist ein Verein ein öffentlicher Raum? Was ist mit einem Verein zur Wahrung der Rauchkultur? Mit einem Raucherclub?

Auch hier stoßen wahnwitzige Regulierungsversuche bürokratiewütiger Beamte und Politiker an Ihre Grenzen - oder aber beschneiden die Freiheitlichen Rechte unserer Demokratie.

Gruß

Jörg Meyer
 
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