Gastgewerbe Gedankensplitter


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Freitag, Februar 23, 2007

Rauchverbot in Belgien: Umsatzverluste von 5 bis 10 Prozent.

In Belgien beklagen Gastwirte, die von einem totalen Rauchverbot betroffen sind, Umsatzverluste von fünf bis zehn Prozent. Nur 74 Prozent der belgischen Gastwirte halten sich an das Verbot.

Gastronomen, die sich lautstark wehren, wie Danny Vermeer auf seinem Restaurantschiff "De kleppende Klipper" werden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes schikaniert. Doch Danny Vermeer läßt sich provozierend vor gefüllten Aschenbechern fotografieren und profitiert vom Image eines unbeugsamen Rauchrebellen: "Rauchverbot Belgien: Wirte sind unzufrieden", in: Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag vom 23. Februar 2007.

Originalzitat von der Website des Rauchrebellen:
"Danny Vermeer, uitbater van de restaurantboot De Kleppende Klipper in Mol, negeert het rookverbod in zijn zaak met opzet. Hij hoopt hiermee voor de rechter gesleept te worden."

Kommentare:
Dazu zwei Zahlen:

1. Umsatzverluste in Gastro-Betrieben Mecklenburg-Vorpommerns im letzten Jahr: 10-20%
2. in Belgien gilt kein umfassendes Rauchverbot, durch die Wettbewerbsverzerrung (Kneipen dürfen das rauchen erlauben) gibt es natürlich Umsatzrutsche zu den oder den Betrieben

Allein die Kneipenpleiten Deutschlands im letzten Jahr übertreffen selbst in Relation zur Größe Belgiens die angeblichen dortigen Rückgänge um ein vielfaches. Bis zu 100% Umsatzrückgänge gab es also in Dt.
 
Sie haben recht. Eine Gaststätte ohne Rauchverbot betreiben zu dürfen, ist ein Wettbewerbsvorteil.

Das spricht aber nicht gerade dafür, daß die Nachfrage nach rauchfreier Gastronomie groß ist. Vermutlich traut sich deshalb auch kein Anti-Raucher-Fanatiker, eine Nichtrauchergaststätte aufzumachen.
 
Hallo Herr Schoolmann,

es scheint, als gäbe es einen aufmerksamen Leser Ihrer "Das Nichtrauchergestetz ist mangelhaft" Texte. Leider fehlt diesem anonymen Kommentator der Mut sich öffentlich zu zeigen. Ich denke diesem mit der üblichen Nichtraucher Polemik (wahrscheinlich Ex-Raucher - sind die schlimmsten) Kommentierendem fehlt wie den meisten die in dieser Debatte das Wort führen, auch nur Ansatzweise der Mut, sich gewerblich in der Gastronomie zu betätigen.

Ich selber bin seit 2 Jahren Nichtraucher und habe vorher lange stark geraucht. Ich schätze nichtraucher Lokale und werde eventuelle sogar das nächste als reines Nichtraucher Konzept realisieren - ABER -

Es ist eine unverfrohrenheit wie der Deutsche Staat die Gewerbefreiheit erneut beschneidet. Nichtraucherschutz ist absolut notwending - an öfffentlichen Plätzen. Der große Denkfehler bei der gesamten Debatte - privat finanzierte Gastronomieflächen sind keine öffentlichen Plätze.
Hier hat der Staat nichts zu suchen! Trotz meines leidenschaftlichen Nichtrauchens liebe ich es in einer verrauchten, engen Bar zu sitzen. Raucher sind in so einer Bar meist die angenehmeren Gesprächspartner - mag daran liegen, dass sie mit Ihrer Affinität zu Drogen, meiner Liebe zum Alkohol eher verstehen.

Würde man unserem Anonymen Schreiber mal wieder 3% seines Angestellten Netto Gehalts oder seiner Beamtenbezüge kürzen, wäre das Geschreib groß.

Das hier über die Köpfe aller hinweg pauschale Hundert/Tausende von Gerwerbebetrieben gefährdet sind, schein gerne übersehen zu werden.

Ich könnte sogar noch mit einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie leben, wenn die Möglichkeit bestände, als Gastronom danach zu wählen, ob man lieber einen Raucher Betrieb hat.
Dann können unsere Freunde von der Kämpfenden Nichtraucher Front ja explizit diese Lokale meiden, sogar bannen, in Nichtraucher Blogs zerreissen etc... 'Aber nicht das die Raucherläden dann doch dooler sind...

Diese Wahlmöglichkeit wird allen Gastronomen genommen. Niedersachsen scheint eine Ausnahme zu planen. Werde für meinen Landgasthof schon mal den Antrags Bleisift spitzen. Hätte mir von Hamburg mehr erwartet.

An dieser Stelle - großes Kompliment für Ihre Berichterstattung von der Raucher/Nichtraucherfront Herr Schoolmann.
 
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