Gastgewerbe Gedankensplitter


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Sonntag, Februar 25, 2007

Zeitpunkt des Inkrafttretens eines bayerischen Rauchverbots in der Gastronomie weiterhin unklar.

Die Mittelbayerische Zeitung ("Bayern will Rauchen schnell verbieten - Ausnahme für Bierzelte" vom 25. Januar 2007) berichtet, in Bayern seien Ausnahmen vom Rauchverbot vorgesehen: In Bier- , Wein- und Festzelten sowie Biergärten sollen Veranstalter die Möglichkeit haben, Raucherzelte zu deklarieren.

Zitiert wird der Ministerpräsident i.L. Edmond Stoiber mit den Worten, der Kompromiss der Gesundheitsminister der Länder liege ganz auf der Linie Bayerns und werde nicht zu Umsatzeinbußen in der Gastronomie führen.

Dann dürfte der bayerische Finanzminister auch nichts dagegen haben, wenn wir unsere Umsatzausfälle dem bayerischen Staat in Rechnung stellen und der Einfachheit halber den sich daraus ergebenden Schaden bei der Umsatzsteuervorauszahlung in Abzug bringen.

Den drohenden Ärger mit dem geplanten bayerischen Nichtrauchergesetz schiebt der Feigling indessen seinem Nachfolger Günter Beckstein zu. Ein solches Gesetz solle frühestens im Herbst, allerspätestens aber zum Jahreswechsel in Kraft treten. Schaun wir mal...

Kommentare:
Das rumgeheule (im vorhinein!!!!!) der Wirte geht einen wirklich auf den Sack ? wie wär es wenn Sie die Umsatzausfälle die durch ausbleibende Nichtraucher entstehen der Tabakindustrie, die Kosten für Umbauten und Lüftungsanlagen dem Dehoga in Rechnung stellen? Aber nein, anstatt diese ganz praktischen Kosten und Ausfälle JETZT in Rechnung zu stellen, will man Kosten geltend machen die in der Praxis weder entstehen, noch irgendwo anders entstanden.
 
Der polemische Kommentar unsere geschätzen anonymen Nichtrauchergesetz-Verfechters ist ähnlich unverständlich, wie der politische Diskurs zum Thema selbst. Einzig seine "auf den Sack gehenden rumheulenden Wirte" lassen erkennen, das dieser fleissige Sack gehen hatteSchreiberling weder Gewerbetreiben ist noch erfahrener Gastronom ist - alles weitere bleibt, trotz wirklicher bemühungen, unverständlich. Was hat die Tabakindustrie, was der DeHoGa mit diesem undurchdachtem Gesetzentwurf zu tun? Also, noch mal (das mit dem auf den Sack gehen haben wir miesen Wirte verstanden) bitte - etwas verständlicher wenn es geht - keine Angst vor langen Texten - wir Herr Schoolmann schon verkraften.

Gruß Jörg Meyer
 
upps - vertippt. Sollte heißen: dieser fleissige Schreiberling - übe noch an meinem mobilen Zugang... jörg meyer
 
Sehr geehrter Herr Meyer,

Der möglicherweise polemische Kommentar gründete nur auf Herrn Schoolmanns polemischem Grundkommentar.

Warum "auf den Sack gehen"? - eben, weil Herr Schoolmann ernsthaft fordert irgendwelche "Rückgänge" die es anderswo nirgends gegeben hat praktisch in Rechnung zu stellen, und dabei zu vergessen, gleichzeitig die Rechnung für Umbaukosten, Lüftungsanlagen und ausbleibende NR (das hat ja der Dehoga ausgeheckt mit seiner Vereinbarung) zu stellen. Hier auf der einen Seite auf zukünftige, nicht eintretende Schäden zu zeigen, und konkrete, praktische auszublenden ist schon ein bißchen einseitig.

Und genau das geht auf den Sack wenn sich Wirte ernsthaft hinstellen, bestimmte Gästekategorien ausschließen, und dann doch allen ernstes fordern irgendwelche hypothetischen Rückgänge nach Gesetzeseintritt zurückzufordern.

Das ist typisch deutsch, man mault erstmal heftig rum, anstatt mal die Praxis abzuwarten (und jetzt bitte kein "dann ist es zu spät, mein Laden zu,..."-Geheule).

Das schlimme daran ist ja das es um die Gäste geht, und das wird bei der "die Politik ist ganz böse"-Diskussion ja vollkommen vergessen. Wer absichtlich NR-Gäste aussperrt soll den Staat nicht anpissen. Zumal man ja 2 Jahre lang Zeit hatte eine freiwillige Lösung zu erreichen - doch das wollten ja nur 11% der Wirte.
 
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