Gastgewerbe Gedankensplitter


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Samstag, März 03, 2007

Aufmunternde Signale fuer eine eigenverantwortliche Loesung des gesetzlichen Rauchverbots in der Gastronomie.

Trotz aller Unkenrufe der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing könnte es bei der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder am 22. März 2007 beim geplanten gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie auf eine Lösung hinauslaufen, die Christian Wulf vorgeschlagen hat. Demnach soll Gastronomen mit Gaststätten, in denen keine abgetrennten Raucherbereiche schaffen können, die Option offen stehen, sich als Raucherlokal kennzeichnen zu dürfen. Dann könnten sich Bürger eigenverantwortlich entscheiden, ob sie solche Gaststätten besuchen wollen.

In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Wulff, für diese Position bekomme er "durchaus aufmunternde Signale aus anderen Bundesländern". Quelle: "Rauchverbot-Ausnahmen: Niedersachsen hält weiter an Kneipen-Regelung fest", in: net tribue vom 3. März 2007.

Kommentare:
Hallo Herr Schoolmann,

Ihren Optimismus bezüglich der eventuellen Ausnahmeregelungen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen kann ich nach Lektüre Ihres angebotenen Links leider nicht teilen.
Es wäre mehr als erfreulich, wenn sich bis zur Ministerpräsidentenkonferenz Ende März doch noch Pragmatismus gegen Gesundheitshysterie durchsetzen könnte.
Das Hauptproblem sehe ich aber darin, dass bisher kein Ministerpräsident sich zu schade ist, im Grundsatz die Ergebnisse der sogenannten Passivrauchstudien zu hinterfragen, u. U. zu relativieren oder auch in ernste Zweifel zu ziehen. Argumentiert wird von den Kritikern weitgehender Rauchverbote bislang überwiegend mit wirtschaftlichen Argumenten, welche für die Gastronomiebranche selbstverständlich von existenzieller Bededeutung sind. Leider aber werden die mutmaßlichen Gefahren des sog. Passivrauchens fortlaufend von Politikern aller Couleur und dem Großteil der Print- und Onlinemedien kritiklos wiedergekäut, so dass sich in weiten Teilen der Bevölkerung der Eindruck verfestigt, die Schädlichkeit von Umgebungsrauch sei unumstritten.

Die Freiheit des Einzelnen, sei es der Unternehmer oder sei es der Gast, scheint dabei nur noch eine marginale Rolle zu spielen, nicht zuletzt eingedenk der immerwiederkehrenden Litaneien, "Gesundheit" sei unser höchstes Gut.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute und allen Besuchern von gastronomischen Betrieben viel Vergnügen beim Speisen, Trinken, Kommunizieren und Entspannen, egal ob Verächter oder Freunde des genussvollen Rauchens.
 
Lieber Burkhard:

"Die Freiheit des Einzelnen, sei es der Unternehmer oder sei es der Gast"

Freiheit des Einzelnen, sei es Unternehmer oder Gast wird doch zu 100% durch das jetzt geplante Rauchverbot nach dem Italienmodell garantiert. Erstens wird niemand außer den Angestellten gezwungen eine rauchfreie Kneipe aufzusuchen (es besteht also Wahlfreiheit nach dem Rauchverbot), zweitens steht es jedem der genug Platz hat frei einen abgetrennten,unbedienen Raucherraum einzurichten. So hat jeder die Wahl, und eben nicht nur rauchende Wirte oder rauchende Gäste.

Die immer wiederkehrende Litanei "Unternehmerische Freiheit" sei das höchste gut, nervt auch langsam, zumal das Rauchverbot die unternehmerische Freiheit ja nicht unzulässig beeinflusst.

Warum man den Menschen das atmen verbieten oder das rauchen vorschreiben soll, ist mir nicht verständlich. Da die Mehrheit der Wirte zudem ein Rauchverbot will, und, nachdem klar war das ein Nichtverfolgen der freiwilligen Vereinbarung ein Gesetz bedeuten würde, auch an der freiwilligen Vereinbarungen nicht teilgenommen wurde, weiß ich garnicht warum das geschrei jetzt so groß ist.

Der Rauchhysterie stellt sich nun eine pragmatische Lösung gegenüber: einfaches Rauchverbot in allen Gaststätten, dort wo Platz ist, und nachgefragt wird, kann der Wirt sich ein Raucherzimmer bauen. Einfach,unbürokratisch, fair und lässt vor allem den Menschn Wahlfreiheit!
 
Warum setzten wir eigentlich nicht die Nichtraucher in ein unbedientes Nebenzimmer? Herr Anonymous scheint das ja sehr attraktiv zu finden;-) Bei so viel Überzeugung, dass allein ein Rauchverbot die Gäste in Scharen in die Restaurants lockt, warum investieren sie nicht die läppischen paar hundertausend Euro für ein Nichtraucherlokal? Die Rendite scheint ja garantiert.
 
Ich halte das Rauchverbot für eine Unverschämtheit, so lange Abgeordnete im Landtag weiter rauchen dürfen.Laut Grundgesetz sind alle Bürger gleich!!! Warum sind Abgeordnete " gleicher" ???
 
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