Gastgewerbe Gedankensplitter


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Montag, März 26, 2007

Ausnahmen beim gesetzlichen Rauchverbot in der Gastronomie Baden-Wuerttembergs.

In Baden-Württemberg regiert die FDP mit. Beschlüsse der regierenden Koalition von CDU und FDP gegen den Willen eines Koalitionspartners sind laut Koalitionsvertrag ausgeschlossen. Birgit Homburger, die Landeschefin der FDP und Bundestagsabgeordnete, hat sich zum Thema Rauchverbot in Gaststätten eindeutig festgelegt: "'Für Kneipen gibt es Ausnahmen'", in: Südkurier vom 26. März 2007:
"Im Unterschied zu Teilen der CDU wollen wir die Menschen aber nicht umerziehen. Deshalb können wir uns vorstellen, dass in kleinen Eckkneipen eine Ausnahme gemacht wird. Wirte kleiner Kneipen mit nur einem Raum, sollen entscheiden können, ob sie ihre Kneipe zum Raucherlokal oder zum Nichtraucherlokal machen. Dann kann auch jeder Gast entscheiden, ob er dorthin geht. Die Gäste haben durchaus eine Marktmacht. Wenn sie in ein Raucherlokal nicht reingehen, wird der Wirt, wenn er ein Geschäft machen will, umstellen....

Die Wirte können und sollen das selbst entscheiden."
Eigentlich braucht man dann gar keine gesetzliche Regelung. Denn selbst entscheiden können wir Gastronomen jetzt auch schon. Aber wenn es das Gewissen der Politiker beruhigt, daß nach der Verabschiedung ein "generelles Rauchverbot" herrscht und konkret der Gastronom entscheidet, meinetwegen.

Siehe dazu auch: "Rauchverbot: Das Land will es allen recht machen", in: Südkurier vom 26. März 2007.

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Kommentare:
Wie wäre es wenn mal der Gast, und nicht ein profilierungssüchtiger Wirt oder Nichtraucherhasser entscheidet?
 
Wenn sich Gastronomen und Gäste frei entscheiden können, ob sie Nichtraucherplätze anbieten bzw. nachfragen, liegt das ganz auf meiner Linie.

Die geplanten Raucherdrangsalierungsgesetze wollen diese Freiheit, sich zu entscheiden, aber gerade nehmen.
 
Nochmal: 60 Mio NR stehen 3% rauchfreie Lokale von 220.000 Gaststätten zur Verfügen. Es besteht keinerlei Wahl, keinerlei Angebot.

Beim Rauchverbot kann die verschwindend geringe Minderheit der rauchen die unbedingt rauchen wollen ihre Zimmer nachfragen und Wirte diese einrichten. Die 95% die dann rauchfrei sitzen und speisen wollen, können das dann tun, anders als jetzt.

Jeder Raucher kann eine rauchfreie Kneipe aufsuchen, umgekehrt wird das schwierig weil kein NR di e Lungen draussen lassen kann. Das Rauchverbot sorgt also für gleiche Rechte und Wahlfreiheit die derzeit 75% der Gäste und Bürger eben nicht haben.

Wenn in einer Kneipe 20 Gäste nichtrauchen, aber es kommt ein Raucher, wird der Wirt das Lokal zum Raucherlokal machen, unabhängig von den 90% Gästen die nichtrauchen. Ihnen wird die Wahl genommen.

Aus Arbeitsschutzgründen und dem einfachen Fakt das sich die Wirte weiterhin stur weigern der Nachfrage gerecht zu werden kommt nun ein Rauchverbot. Dann kann jeder wählen.
 
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