Gastgewerbe Gedankensplitter


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Donnerstag, März 08, 2007

Bar jeder Vernunft.

Tobias M. plant die Gründung einer eigenen Bar. Das ist nichts besonderes, viele wollen sich in der Gastronomie selbständig machen. Wer clever ist, nutzt in der Vorbereitung die Erfahrung und die Hilfsbereitschaft in Gastro-Foren und Mailinglisten wie der unserer für Gastro-Einsteiger, aber auch der Kollegen vor Ort, etwa in den Kreis- und Bezirksverbänden des DEHOGA.

Noch ein Stück weit cleverer ist es, bereits in den Planungsphase nicht nur lokale Berater, Existenzgründungsberater, eine Bank, potentielle Lieferanten usw. einzubinden, sondern auch potentielle Gäste. Eine technische Möglichkeit hierfür ist es, den Planungsprozeß (wenigstens teilweise) zu veröffentlichen. Ein beeindruckendes Beispiel aus einer anderen Branche ist die Veröffentlichung eines Gründertagebuch der Moema Espresso in der Wirtschaftswoche. Ein Beispiel aus der Gastronomie ist die Idee, Vorschläge für den Namen eines Restaurants von den Lesern entwickeln zu lassen: "Online-Wettbewerb fuer einen Restaurantnamen".

Tobias M. dokumentiert seit dem 1. März 2007, und das ist etwas Besonderes, die Gründung seiner eigenen Bar in seinem Blog Bar jeder Vernunft. Er freut sich auf Feedback, Kommentare, Tipps. Enttäuschen Sie ihn nicht!

Dem einen oder anderen Kollegen wird auffallen, daß den Namen "Bar jeder Vernunft" bereits einige Betriebe tragen. Das ist nicht verwunderlich, denn Wortspiele mit leichter Ironie sind in Gaststättennamen nicht selten. Denken Sie an "Essbar". Tobias M. will seine eigene Bar nicht so nennen. Der Blogname ist insoweit nur ein Arbeitstitel. Siehe dazu auch: "Was ist bei der Namenswahl gastronomischer Objekte zu beachten?".

Wird Tobias M. sein Projekt erfolgreich meistern können? Die persönlichen Voraussetzungen sind gut:
  • Er hat keine gastgewerbliche Ausbildung. Es mag verwundern, aber eine solche Ausbildung ist statistisch gesehen eher hinderlich. Seiteneinsteiger sind erfolgreicher. Vgl. Rehkugler, Heinz, Pohl, Hans-Joachim: "Erfolgsfaktoren im Gastgewerbe", Fuchsstadt 1991.
  • Er hat als Schüler "in einer Raststätte Tabletts geschleppt". Auch das ist gut so. Denn wer Gaststätten nur aus der Sicht von Gästen denkt, weiß nichts von den unangenehmen Seiten: stehende Tätigkeit, Nachtarbeit und an Sonn- und Feiertagen, "endlose" Reinigungsarbeiten.
  • Er hat studiert. Die Arbeit von Kleinunternehmern wird in der Öffentlichkeit häufig unterschätzt. Tatsächlich müssen sie Allrounder sein. Ideal dafür ist eine breite Allgemeinbildung und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren und sich selbständig weiterzubilden.
  • Er hat während seiner Studentenzeit einige sehr große Parties (mehrere tausend Besucher, professionelles Sponsoring, etc) organisiert. Er weiß also, wie man Menschen massenhaft anzieht, mit ihnen umgeht. Er hat dabei koordinieren gelernt, delegieren, führen auf die Arbeit von Partnern vertrauen. Und er kann vermutlich mit Stress umgehen, mit der Angst, ob die Massen denn auch kommen.
Seine Chancen für einen "Erfolg in der Gastronomie" sind deshalb gut.

Mehr über: Cocktails und Cocktail-Bars. Informationen, Links zu Herstellern und Anbietern.

Kommentare:
Die verständliche Anonymität könnte hier aber z.B. den Austausch mit Gästen etc. anfangs auch hindern, da das Objekt, und die Person, vorerst nicht bekannt sind.

Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, bei einem anonymen Konzept eine eigene TLD barjedervernunft.net zu registrieren, da z.B. Blogger oder Wordpress auch die Möglichkeit für absolute Anonymität (Hosten auf deren Severn) ermöglichen.

Besteht eine Impressumspflicht bei diesem (gewerblichen ?) Blog ? Zumindest auf Grund der .net TLD?

Ein Blick bei Internic verrät ausschließlich den "Provider"- Ist das zulässig?

Bei einem Blog kann man meiner Meinung nach auch auf eine "zu bezahlende" Domains verzichten. Die gängigen Web 2.0 Tools sorgen in der Regel für eine gute Verbreitung, trotz schlecht zu merkendem Namen.

Wünsche Tobias viel Glück und hoffe ich kann ihm behilflich sein
 
Ihre Bedenken wegen der Anonymitaet teile ich in begrenztem Umfange:

- Die Anonymitaet ist voruebergehend und wird spaeter gelueftet.

- Die Freunde und Bekannte werden Bescheid wissen, wer es ist. Allen anderen bietet der Nachname nur begrenzten Informationswert. Der Gruender bietet ja Informationen ueber seinen Werdegang und er ist ansprechbar.

Top Level Domains sind nicht knapp. Als First Level "net" zu nehmen, verweist, wenn man genau ist auch auf den vorerst nicht gewerblichen, spielerischen Charakter. Weit hergeholt sehe ich eher namensrechtliche Schwierigkeiten, falls jemand der aeltere Rechte an dem Namen hat, diese geltend machen wuerde. Insoweit haette ich eher aus reiner Vorsicht eher einen Namen gewaehlt, an dem zumindest eine vordergruendige Ueberpruefung eine Geltendmachung von Rechten gegen den Gruender noch unwahrscheinlicher ist.

Sie haben Recht, man kann seinen Blog auch auf einer fremden Site hosten. Dass wuerde ich aber weniger mit den heutzutage eher geringen Kosten dafuer begruenden. Ich wuerde mich eher fragen, gibt es nicht Online-Praesenzen, die sich besser eignen, z.B. ein Blog in MySpace, ein Forum in Xing usw. Denn dies erleichtert die Werbung fuer dieses Blog, wenn man in einer Community bloggt, wo sich viele Menschen rumtreiben, die man ansprechen koennte.

Der Weg, den Tobias M. gewaehlt hat, naemlich ein Branchen-Portal wie Abseits.de anzusprechen, ist sicherlich auch machbar. Man wird dort aber eher Kollegen und Menschen aus anderen Staedten erreichen als die lokale Zielgruppe potentieller Gaeste vor Ort.
 
Ich möchte selber eine kleine Kneipe eröffnn und habe nicht viel Ansrüche, denn ich möchteam ersten g an dem ih anfange einzrichten breits aufmachen und es immer besser zu machen und auf die Wnsche der Gästzu hören und das möglichtezu tun. ich wäre froh jeanden zu finden der mir hlfen könnte auch wenn ich kein Kapial habe, aber viel Herzblut. meine shift, Roger.stubr@hotmail.com
 
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